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Erdogan dankt Neuseeland für Empathie und Solidarität

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan dankte Neuseeland für das Mitgefühl und die Solidarität mit den Muslimen nach den Terroranschläge auf zwei Moscheen in der vergangenen Woche, die mindestens 50 Menschenleben forderten.

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Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan dankte Neuseeland für das Mitgefühl und die Solidarität mit den Muslimen nach den Terroranschläge auf zwei Moscheen in der vergangenen Woche, die mindestens 50 Menschenleben forderten. „Arderns Reaktion [Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern, Anm. Red.] auf die Terroranschlage, Empathie und Solidarität mit allen Muslimen zu zeigen, sollte ein Modell für alle Staatsoberhäupter sein“, sagte Erdogan am Freitag auf einer Notsitzung der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul. Erdogan betonte, dass der Angreifer nicht benannt werden sollte, um ihm nicht die Bekanntheit zu geben, die er sucht, sein Terrorakt sollte jedoch nie vergessen werden. „Indem wir diesem Terroristen die Strafe geben, die er verdient sowie all seine Verbindungen aufdecken, müssen wir eine sehr starke Botschaft an diejenigen richten, die die gleichen Hintergedanken haben“, fügte er hinzu. In seiner Rede forderte der türkische Staatschef zudem die Welt auf, die zunehmende Islamfeindlichkeit genauso wie den Antisemitismus zu bekämpfen. „So, wie die Menschheit nach der Holocaust-Katastrophe gegen den Antisemitismus gekämpft hat, sollte sie auch mit Entschlossenheit gegen die aufkommende Islamophobie vorgehen“, sagte Erdogan. „Headscarf for Harmony“ Am heutigen Freitag gedenkt Neuseeland der Opfer. Die Freitagsgebete an der Al-Noor-Moschee, an der auch Premierministerin Ardern teilnahm, wurden live im Fernsehen und Radio übertragen. Als Zeichen der Solidarität mit den muslimischen Gemeinden trugen viele Neuseeländerinnen heute ein Kopftuch. Rund um verschiedene Moscheen gab es Menschenketten.

https://twitter.com/mittagsmagazin/status/1109025606455435266

Der Australier Brenton Tarrant und drei Neuseeländer verübten am Freitag Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen mindestens 50 Menschen getötet und fast 40 verletzt wurden. Unter den Opfern befinden sich Medienberichten zufolge auch Kinder. Bei drei der Verletzten handele es sich um türkische Staatsbürger.

„Wir kommen nach Konstantinopel“

Bei einem vor dem Anschlag veröffentlichten Manifest ruft Tarrant dazu auf, Erdogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bürgermeister von London, Sadiq Khan, zu töten.

Das Manifest hat einen Abschnitt mit dem Titel „für Türken“, in dem Tarrant droht, alle Türken zu töten, die auf der europäischen Seite der Türkei und anderswo in Europa leben. Östlich des Bosporus dürften Türken jedoch weiterhin friedlich leben, so Tarrant in seinem mittlerweile gelöschten Manifest.

„Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein“, so der Text weiter.

Der Tod von Erdogan werde einen Keil zwischen den „türkischen Invasoren, die derzeit unsere Länder besetzen“ und dem ethnisch europäischen Volk treiben sowie gleichzeitig die „Macht der Türkei“, einem „Hauptfeind Russlands“, in der Region schwächen und die NATO destabilisieren, so das Manifest.

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