Star-Refinery Izmir
Türkei: Neue Raffinerie wird Handelsbilanzdefizit jährlich um 1,5 Milliarden Dollar senken

Die 6,3 Milliarden Dollar teure Star-Raffinerie werde dazu beitragen, die Abhängigkeit der Türkei von importierten raffinierten Ölprodukten zu verringern, so Erdogan bei seiner Eröffnungsrede. 

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Ankara (nex) – Es ist ein Projekt der Superlative: Die gestern, im Beisein des aserbaidschanischen Staatschefs Ilham Alijew, vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eröffnete Raffinerie in der westtürkischen Stadt Izmir, ist die erste neue Ölraffinerie in der Türkei seit 30 Jahren und gleichzeitig auch die größte des Landes.

Die 6,3 Milliarden Dollar teure Star-Raffinerie werde dazu beitragen, die Abhängigkeit der Türkei von importierten raffinierten Ölprodukten zu verringern, so Erdogan bei seiner Eröffnungsrede.

Der türkische Industrie- und Technologieminister Mustafa Varank sagte in einer Erklärung am heutigen Samstag, dass die Raffinerie das Außenhandelsdefizit der Türkei jährlich um 1,5 Milliarden Dollar senken werde.

Er betonte die Bedeutung petrochemischer Investitionen in Bezug auf eine hohe Wertschöpfung, Beschäftigungsmöglichkeiten und Zahlungsbilanz.

Gebaut wurde die Raffinerie von der staatlichen aserbaidschanischen Energiegesellschaft Socar.

„Spezielle Industriezone“

Ein Präsidialdekret hat die Raffinerie in Izmir am heutigen Samstag zur ersten „speziellen Industriezone der Türkei“ erklärt, sagte das Ministerium für Industrie und Technologie.

Die Star-Raffinerie mit einer Verarbeitungskapazität von 10 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr, hat ihren Betrieb am 3. August aufgenommen.

Im Jahr 2018 werden voraussichtlich zwei Millionen Tonnen Rohöl in der Raffinerie raffiniert, die bei voller Kapazität auf zehn Millionen Tonnen ansteigen werden.

Die Anlage soll 1,6 Millionen Tonnen Naphtha und 420.000 Tonnen Xylene produzieren. Neben Flugkraftstoff, Petrolkoks, Reformat, Schwefel und Flüssiggas (LPG) werden rund 4,8 Millionen Tonnen Diesel produziert.

Die Türkei produziert einen Überschuss an Benzin, ist aber auf Dieselimporte angewiesen, wobei der Verbrauch des Kraftstoffs um etwa sieben Prozent pro Jahr steigt und 2019 voraussichtlich 25 Millionen Tonnen erreichen wird.

Tüpraş, das einzige Raffinerieunternehmen der Türkei, verfügt über vier Werke im ganzen Land mit einer Gesamtverarbeitungskapazität von 28 Millionen Tonnen (560.000 bpd).

Laut Socar soll die Raffinerie für 1.100 Menschen Arbeitsplätze schaffen.

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