Katar-Krise
Message an Ankara? – Saudischer Journalist besucht Fetullah Gülen in USA

Der renommierte saudische Journalist Othman al-Omeir hat in einem Akt der Solidaritätsbekundung in der vergangenen Woche den im US-Exil lebenden türkischen Ex-Prediger Fetullah Gülen in Pennsylvania besucht. Gülen wird von der Türkei beschuldigt, Drahtzieher des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli 2016 gewesen zu sein.

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Dortmund (nex) – Der renommierte saudische Journalist Othman al-Omeir hat in einem Akt der Solidaritätsbekundung in der vergangenen Woche den im US-Exil lebenden türkischen Ex-Prediger Fetullah Gülen in Pennsylvania besucht. Gülen wird von der Türkei beschuldigt, Drahtzieher des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli 2016 gewesen zu sein.

Der Herausgeber der in London ansässigen Nachrichtenseite Elaph, der für seine engen Kontakte zum saudischen König Salman bekannt ist, teilte seinen Followern in einem Instagram-Post mit, dass er wegen seines Treffens „mit einer Person mit solch einem Einfluss im Nahen Osten“ – gemeint ist Gülen – Aufregung verspüre.

Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, für den Putschversuch verantwortlich zu sein, im Zuge dessen am Staatsstreich beteiligte Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht zu haben, den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu entführen oder zu töten. 248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben.

„Ich habe vier Stunden im Haus des türkischen islamischen Führers Fethullah Gülen in Pennsylvania verbracht“, twitterte Omeir nach dem Besuch.

Social Media-User fragen sich seitdem, ob Saudi-Arabien mit Omeirs Besuch beim Anführer des Gülen-Netzwerks der Türkei eine implizite Botschaft sende.

https://twitter.com/hureyaksa/status/891268327972118530

(Foto: Screenshot/Twitter)

Ein für seine engen Kontakte zur türkischen Regierung bekannter türkischer Journalist hatte im Juni die Vereinigten Arabischen Emirate beschuldigt, etwa 3 Milliarden US-Dollar Putschisten zugeführt zu haben.

Mehmet Acet, Büroleiter des regierungsnahen Senders Kanal 7, nannte dabei Aussagen des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu als Quelle für seine Behauptungen, die dieser vor einem halben Jahr auf einem nur für geladene Gäste organisierten Panel getätigt haben soll.

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