Bayern-Wahl
Kommentar: Die bayerischen Bürger haben bei dieser Wahl ihre Intelligenz bewiesen

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Die Geschichte der CSU in Bayern ist insgesamt eine glänzende Erfolgsstory. Nach der – recht pittoresken – Beseitigung der Bayernpartei, die dieselbe Wählerschaft bediente, dominierte die CSU Bayern von 1962 -2008 mit absoluter Mehrheit. Und man muss dieser Partei auch zugestehen, insgesamt hat sie als bayerische Landesregierung ihre Sache nicht so schlecht gemacht. Vor allen Alfons Goppel, der als erster CSU-Landeschef 1962-1978 allein regierte, war ein Grandseigneur, der seinesgleichen in der Politik suchte und fast schon wie eine Art Prinzregentenersatz fungierte. Auf ihrem Höhepunkt war die CSU bei 62%. Goppel hat auch für Bayern viel geleistet. Auch nach ihm war die CSU für pittoreske volkstümliche Figuren gut, und ich meine damit weniger den notorischen Franz Josef, Politiker wie Theo Waigel und Richard Stücklein hatten ihren echt bayerischen Charme. Selbst der ,Technokrat‘ Stoiber fuhr, obwohl er hauptsächlich als der vielleicht unfreiwillig komischste Politiker der Bundesrepublik Geschichte machte, satte Mehrheiten ein. Erst 2008 folgte ein Absturz von 60% auf 43%. Die absolute Mehrheit war weg. Parteivorsitzender und Ministerpräsident tragen zurück, so wurde Horst Seehofer Ministerpräsident einer Koalition mit der FDP. 2013 holte er die nur knapp verfehlte absolute Mehrheit mit 47% zurück. Jetzt wäre es an Seehofer und dem Ministerpräsidenten Söder zurückzutreten; dieses Mal hat die CSU 10% verloren. Sie ging allerdings dieses Mal von 47%, nicht 60% aus. Der Wiedergewinn einer absoluten Mehrheit ist ferner denn je. Zudem hat sich die Parteienlandschaft gründlich verändert. Die Grünen sind mit fast 18% zweite Kraft, Wählerstimmen haben sich ungefähr verdoppelt. Die Freien Wähler haben sich bei über 11% konsolidiert, AfD ca. 10% (unter Bundesdurchschnitt), die SPD halbiert, knapp unterhalb der AfD, zur Kleinpartei degradiert, die FDP überschreitet knapp die Fünf-Prozent-Hürde. Welche Botschaft vermittelt dieses Ergebnis: nun, zur SPD sagt man am besten möglichst wenig. Nur: wir ,feiern‘ in der ZEIT gerade 100-Jahre-Helmut-Schmidt. Deshalb: die Kanzlerschaft Helmut Schmidts markierte bereits das Ende der SPD, wie wir sie kannten. Helmut Schmidts Kanzlerschaft war die Verwaltung des Chaos, das die Brandt-Scheel-Koalition im Inneren zurückgelassen hatte. Schmidt konnte das: er war ein Pragmatiker, ein Macher. Nicht mehr nicht weniger. Er hat gegen seine Partei regiert. In Grunde genommen hat er CDU-Politik gemacht. Er hatte Charisma. Die Wähler wollten im Grunde genommen Schmidt als Kanzler einer CDU-Regierung. Damit wären die Weichen gestellt für die Entstehung der ,Linken‘ und der Abstieg der SPD zur Handlangerin der CDU. Wozu also SPD wählen und nicht gleich CDU, zumal sich die SPD wie keine andere etablierte Partei mit all ihren Vertretern nach der letzen Bundestagswahl so gründlich blamiert hat wie wohl noch nie eine etablierte Partei. Die SPD muss und wird verschwinden: wenn die Partei mit sich ehrlich ist, werden die Merkel-nahen in die CDU eintreten und dort den gemäßigten Flügel stärken, die anderen Sarah Wagenknechts linker Sammelbewegung beitreten. In Bayern freilich sitzt das bürgerliche Lager fest im Sattel. Die Freien Wähler stehen der CSU nahe, eine Koalition bietet sich an. Das könnte der CSU gar nicht so schlecht tun. Sie könnte von der Arroganz der Macht herunterkommen. Wenn sie das tut, wenn Seehofer und Söder zurücktreten und sich ein neuer glaubwürdigerer Kandidat findet, wird die CSU sich erholen. Die CSU ist immer noch stärkste Kraft, sie ist mit Bayern eng verbunden. Die bayerischen Bürger haben gezeigt, sie wollen eine bürgerliche Regierung nach Muster der alten CSU. Die Bayern sind ein eigentümliches Völkchen – im positiven Sinne. Eigensinnig, etwas verschroben vielleicht, aber bodenständig und somit pragmatisch. Sie brauchen niemanden, der Sprüche über Heimat klopft: sie wissen, was ihre Heimat ist. Sie brauchen niemanden, der ihnen bayerische Lebensart erklärt und glaubt, Kreuze in Amtsstuben wirken Wunder und lösen politische Probleme. Sie brauchen einen Ministerpräsidenten, der bayerische Lebensart verkörpert, wie Alfons Goppel, Max Streibl, Richard Stücklin, Theo Waigel oder meinetwegen auch Franz Josef Strauss. Sie brauchen niemanden, der im der Regierung bloß Ärger macht, aber nichts leistet. Sie sind konservativ, aber sie sind zu intelligent, um auf ausländerfeindliche dumme Sprüche hereinzufallen, und neofaschistisch sind sie auch nicht. Die Botschaft ist klar: CSU ja, Seehofer und Söder nein. Keine Gleichschaltung der CSU mit der AfD, sondern pragmatische realistische Politik, eine seriöse Alternative zu den hohlen Parolen der AfD, nicht noch dümmere. Politiker, so scheint mir, halten deutsche Bürger für verblödetes Stimmvieh. Das ist eine dreiste Beleidigung: der sog. Mann von der Straße hat ein verdammt gesundes Gefühl dafür, wo etwas faul ist. Die bayerischen Bürger haben bei dieser Wahl ihre Intelligenz bewiesen und gezeigt, was sie wollen. Die CSU täte gut daran, auf sie zu hören.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Israel – Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt

Eine palästinensische Frau wurde getötet und ihr Mann verletzt, nachdem israelische Siedler ihr Fahrzeug in der Nähe eines Kontrollpunktes im südlichen Nablus am späten Freitagabend angegriffen hatten.

Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt
 
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Lebenslauf Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.

Russisch-türkische Beziehungen
Putins Ex-Berater: Mit Millionen von Syrern wird es keine Visafreiheit für Türken geben

Moskau (nex) – Russland wird die Visaregelung für türkische Staatsangehörige nicht aufheben, solange die Türkei weiterhin 3,5 Millionen bis 4 Millionen Syrer beherbergt, sagte Sergej Markow, ein ehemaliger Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Markov, der auch Generalsekretär des Türkisch-Russischen Öffentlichen Forums ist, machte die Äußerungen laut der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ im Rahmen der dreitägigen SputnikPro-Veranstaltung vor türkischen Journalisten am Yunus Emre Institute in Moskau. Markov sagte, dass die Türkei den syrischen Flüchtlingen die Staatsbürgerschaft gewährt habe, was für Russland eine „Bedrohung“ darstellen könne, sollte das Land beschließen, die Visasegelung für türkische Staatsangehörige aufzuheben. Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass „radikalisierte Syrer“ in Russland „terroristische Aktivitäten“ begehen würden, und die Sicherheitskräfte des Landes würden einer für alle türkischen Staatsangehörige gültigen Visafreiheit nicht zustimmen. „[Russische] Sicherheitskräfte sagen, solange die Türkei 3,5 Millionen bis 4 Millionen Syrer beherbergt, es keine Visafreiheit geben wird“, sagte Markov. Auch der russische Politiker Leonid Slutsky betonte, dass eine Aufhebung der Visapflicht für türkische Staatsangehörige nicht so bald auf der politischen Agenda Russlands stehe. „Flüchtlinge in der Türkei versuchen nach Europa zu gelangen. Unter ihnen befinden sich auch radikalisierte Flüchtlinge. Und sie versuchen, auch über Russland nach Europa zu gelangen“, sagte Slutsky, gegenüber türkischen Journalisten. Seit der Wiederannäherung Moskau und Ankaras Ende 2016, fanden immer wieder Treffen zwischen Vertretern beider Länder statt um ein Visa-freies Reisen zu ermöglichen.  

Central Park Tower
100 Millionen Dollar: Verkaufsbeginn für das höchste Wohngebäude der Welt

Die landesweit renommierte Immobilienentwicklungsfirma Extell Development Company gab heute den Verkaufsbeginn für das höchste Wohngebäude der Welt bekannt. Central Park Tower, ein Leuchtfeuer aus Glas und Stahl, das auf der berühmten Billionaire’s Row in New York City 472 Meter in die Höhe ragt, gehört dann zu den renommiertesten Adressen der Welt. Der Ausblick bis ins Unendliche, seine exklusive Architektur, die eleganten Formen und ein beispielloser Service machen aus Central Park Tower den Wolkenkratzer New Yorks schlechthin. „Nach über einem Jahrzehnt der Planung und Zusammenarbeit mit den begnadetsten Architekten, Ingenieuren und Designern der Welt steht nun das neuste Kultgebäude Manhattans,“ sagte Gary Barnett, Gründer und Geschäftsführer der Extell Development Company. „Central Park Tower trumpft mit einem Niveau des Designs, der Qualität und der Serviceleistung auf, das seinesgleichen sucht. Dieses Gebäude prägt die Geschichte der Stadt New York als das einzige Wohngebäude, das derartig luxuriösen Wohnkomfort bietet.“ Das Gebäude liegt auf der West 57th Street, dem vornehmsten Pflaster New Yorks. Central Park befindet sich gleich nördlich davon und der Knotenpunkt Columbus Circle im Westen. Extell wirkte bereits an dem heute als Billionaire’s Row bekannten Bauensemble richtungsweisend mit dem One57, dem ersten Mega-Tower auf der 57th Street. Der Rekordturm aus Glas oberhalb des 5-Sterne-Exklusivhotels Park Hyatt bietet einen phänomenalen Blick über den Central Park und beherbergt zum Preis von 100,5 Millionen Dollar die teuerste Wohnung, die je in der Stadt New York verkauft wurde. Die Fassade des Gebäudes hebt sich durch die Kombination verschiedener Elemente von seiner Umgebung ab. Glas wird mit satiniertem Edelstahl kontrastiert und lichtdurchlässige vertikale und horizontale Details betonen das Zusammenspiel von Struktur und Licht betonen. Das Gebäude ragt 90 Meter von der Straße empor und schwingt frei in Richtung Osten, wodurch alle Wohnungen in Richtung Norden einen Blick auf den Central Park erhalten. Die überzeugendsten Argumente für das Wohnen im Central Park Tower sind der außergewöhnliche Blick und die jeweilige Raumaufteilung. Die Vorzeigeräume wie Wohn- und Unterhaltungsbereiche wurden strategisch in die Ecken der Wohneinheiten gelegt, um ein breites Panorama und Blicke auf die gesamte Stadt freizulegen. Strukturelle Elemente befinden sich diskret zwischen den Wohnräumen, wodurch raumhohe Fenster, unbelastete Aussichten und elegante Raumaufteilungen erzeugt wurden. „Eine der Hauptaufgaben der Architektur ist die Verbesserung der Lebensqualität und die gleichzeitige Schaffung von Strukturen, die Eleganz und Respekt widerspiegeln,“ sagte Gordon Gill von Adrian Smith + Gordon Gill Architecture. „Central Park Tower wurde so konstruiert, dass der Geist der bedeutenden Stadt New York aufgenommen wurde und ein Wohngebäude entstand, das seiner Lage auf der Billionaires Row und am Central Park alle Ehre macht.“ Die Innenraumgestaltung dieser Luxuswohnungen wurden von Rottet Studio in die Hand genommen, die zuvor für das Surrey Hotel in Manhattan, das St. Regis in Aspen, die Beverly Hills Hotel Presidential Bungalows und das River Oaks in Houston verantwortlich waren. Die Innenausstattung von Rottet zeichnet sich durch viel Detailliebe aus und die Ausführung ist den individuellen Kundenwünschen angepasst und schafft ein Wohnumfeld, das seinesgleichen sucht. Die 179 Hochexklusivwohnungen mit einem bis acht Schlafzimmern ab der 32. Etage sind zwischen 133 und 1600 Quadratmeter groß. Innerhalb des höchsten Wohngebäudes aller Zeiten wird einer der exklusivsten Privatklubs der Welt errichtet, der Central Park Club. Der Klub bietet rund 4.600 Quadratmeter sorgfältig ausgewählter Luxus-Einrichtungen auf drei Etagen, die jeweils ein eine einzigartige Erlebniswelt schaffen, ergänzt durch einen Fünf-Sterne-Service. Auf dem ersten Stock des Klubs auf der 14. Etage steht eine Lounge für Bewohner mit Billiard-, Kino und Funktionsräumen zur Verfügung. Den Mittelpunkt der Etage bietet eine 1400-Quadratmeter-große Außenterrasse mit einem 18-Meter-langen spektakulären Swimmingpool, Kabinen, einer Bar, einer Leinwand mit Speise- und Getränkeservice sowie einem Außenkinderspielplatz. Das Gesundheits- und Wellnesszentrum auf der 16. Etage enthält einen 19-Meter-Hallenswimmingpool, ein topmodernes Fitnessstudio, ein Basketballfeld, einen reglementierten Squashplatz, Sauna, Dampfbäder und Behandlungsräume. Der Klub erreicht seinen Höhepunkt auf der 100. Etage und einer Höhe von 300 Metern. Die Pläne für diesen ganz besonderen Ort wurden noch nicht bekannt gegeben. Ganz unten im Gebäude befindet sich der 29.700-Quadratmeter-großer Vorzeigeladen von Nordstrom NYC, der größten und besten Präsentationsfläche der Marke. Nach einer 30-Jahre-langen Suche für den idealen Ort hat der Modehändler aus Seattle nun Central Park Tower als Standort für seine größte Einzelprojektinvestition in seiner über 100-jährigen Geschichte ausgewählt. Extell entwickelt den Central Park Tower gemeinsam mit SMI USA (SMI), der US-amerikanischen Tochtergesellschaft von Shanghai Municipal Investment, einer führenden Infrastruktur-Investmentgesellschaft, die für den Shanghai Tower, das zweitgrößte Gebäude der Welt, verantwortlich ist. Extell Marketing Group kümmert sich exklusiv um den Verkauf und die Vermarktung des Central Park Tower, wobei erste Abschlüsse für Ende 2019 vorgesehen sind. Für weitere Informationen oder zur Terminvereinbarung für einen exklusiven Besuch der Verkaufsgalerie rufen Sie bitte an unter 212-957-5557 oder besuchen Sie www.centralparktower.com. Central Park Tower wurde von der Firma Adrian Smith + Gordon Gill Architecture (AS+GG) entworfen. Das Unternehmen fühlt sich einer Konstruktion verpflichtet, die viel Wert auf Spitzenleistung, Energieeffizienz und eine bahnbrechende Architektur auf internationaler Ebene legt. AS+GG arbeitetet mit Kunden aus der ganzen Welt zusammen, um neun der höchsten und leistungsfähigsten Gebäude der Welt zu konstruieren. Derzeitig arbeitet AS+GG am Entwurf des zweithöchsten Gebäudes der Welt, Jeddah Tower, das aktuell in Saudi-Arabien errichtet wird, sowie am Wuhan Greenland Center und dem Greenland Tower Chengdu, die beide momentan in China erbaut werden.

Graffiti in Istanbul
UFC-Champ Khabib Nurmagomedow dankt türkischem Graffiti-Künstler

Makhachkala (nex) – Der russische UFC-Champ Khabib Nurmagomedow hat sich in einem Instagram-Post bei der Türkei für ihre Unterstützung bedankt. Auf dem Foto, das Nurmagomedow auf seinem Instagram-Account veröffentlicht hat, ist ein Graffiti zu sehen, das den Sieg des MMA-Kämpfers über den irischen Kämpfer McGregor darstellt. „Irgendwo in der Türkei“, schrieb Nurmagomedow und fügte hinzu: „Danke für Ihre Unterstützung“ auf Türkisch. Nurmagomedow wird in der muslimischen Welt gefeiert wie einst Muhammed Ali. https://www.instagram.com/p/Bo7jPkUnitc/?utm_source=ig_embed Nurmagomedov hatte am 6. Oktober den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den Iren Conor McGregor bei der UFC 229 deutlich gewonnen und bleibt weiter ungeschlagen. Der Russe aus der autonomen russischen Republik Daghestan dominierte den Kampf über vier Runden und siegte schließlich verdient. Im Anschluss kam es jedoch zu unschönen Szenen. Nurmagomedow sprang direkt nach Kampfende über den Zaun und griff das Team des Iren an. Der Russe entschuldigte sein Verhalten im Nachhinein und nannte Beleidigungen gegen ihn und seine Familie als Grund des Ausrasters.

Videoaufnahmen zeigen, dass Nurmagomedows Teamchef Magedonow zuerst das Team von McGregor angegriffen hat. Erst dann hat Nurmagomedow in das Handgemenge eingegriffen. Nurmagomedow hat sich später öffentlich entschuldigt und darum gebeten, ihm sein Benehmen nachzusehen, weil sein Vater und seine Religion beleidigt worden seien. 

Margedonow droht jetzt die Sperre. Nurmagomedov hat erklärt, wenn die UFC das tue, werde er zurücktreten. Er hat zudem darauf verwiesen, dass McGregor im April seinen Bus angegriffen habe, und die UFC verdächtigt, dabei geholfen zu haben. 

Nurmagomedow wurde schon bei der Vorstellung der Kämpfer vom Präsentator provoziert, der ein Glas Whisky vor den gläubigen Moslem stellte und ihn mehrfach aufforderte zu trinken. 

Nach seiner Heimkehr hat der russische Staatspräsident Wladimir Putin Nurmagomedow und seinen Vater zu einem Gespräch empfangen und zunächst dem Vater zu seinem Sohn, dann  Nurmagomedow zu seinem Sieg gratuliert.  

Lirakrise
Über 22 Prozent Anstieg: Türkische Lira erreicht gegenüber Dollar 2-Monats-Hoch

Istanbul (nex) – Die türkische Lira setzt ihren Aufwärtskurs der letzten Wochen gegenüber dem US-Dollar unvermindert fort. Nach einem Rekordtief vom 13. August, als der US-Dollar mit 7,0458 gehandelt wurde, erreichte die Lira am heutigen Montag um 12.00 Uhr (Ortszeit) mit 5,48 ein neues 2-Monats-Hoch. Auch gegenüber dem Euro hat die türkische Währung weiter Boden gut gemacht. Am 13. August erreichte der Euro mit 8,02 einen Rekordwert und fiel seitdem auf den heutigen Tiefstand von 6,77. Politische Spannungen zwischen den beiden Ländern lösten an den Finanzmärkten Sorgen aus, nachdem Trump damit drohte, den wirtschaftlichen Druck zu nutzen, um Brunsons Freilassung zu sichern. Trump genehmigte im August in Folge der Inhaftierung eine Verdoppelung der Zölle auf türkisches Stahl und Aluminium. Die Türkei reagierte darauf mit einer Erhöhung der Zölle auf US-Autos, Alkohol und Tabakimporte. Die türkische Währung Lira fiel darauf hin im August auf ein Rekord-Tief. Nach der Freilassung Brunsons erholte sich die Währung wieder und erreichte am heutigen Montag den höchsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit Monaten. Die Lira war in den letzten Monaten in einen Abwärtstrend geraten, welcher durch die diplomatische Krise mit den USA nochmal verstärkt wurde. US-Pastor Andrew Brunson saß wegen Terrorismus-Vorwürfen seit dem 7. Oktober 2016 in türkischer Haft und wurde am 23. Juli 2018 in den Hausarrest entlassen. Ein türkisches Gericht verurteilte den Pastor am vergangenen Freitag zu drei Jahren und 45 Tagen Gefängnis, er wird aber keine Haftstrafe absitzen. Das Gericht hat seine Haftzeit angerechnet und seinen Hausarrest und sein Reiseverbot beendet. Während Brunson ursprünglich aus dem Bundesstaat North Carolina stammt, verbrachte er mehr als zwei Jahrzehnte in der Türkei, und im Weißen Haus erwähnte er seine Zuneigung zum Volk des Landes. Bei einem Treffen mit Brunson im Weißen Haus, begrüßte US-Präsident Donald Trump die Entscheidung der türkischen Gerichte Brunson ausreisen zu lassen. Nun könne man in den türkisch-amerikanischen Beziehungen ein neues Kapitel eröffnen. „Dies ist ein gewaltiger Schritt in Richtung einer Beziehung, die eine großartige Beziehung sein kann“, sagte Trump im Weißen Haus und begrüßte Pastor Andrew Brunson, der von einem türkischen Richter am 12. Oktober freigelassen wurde. „Wir denkens über die Türkei heute ganz anders als gestern. Und ich denke, wir haben die Chance, der Türkei wirklich viel näher zu kommen und vielleicht ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu haben“, fügte er hinzu. In diesem Zusammenhang dankte Trump seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für die Freilassung des Pastors. „Ich möchte Präsident Erdogan für seine Hilfe danken!“ twitterte Trump am 13. Oktober. Trump widersprach zudem Medienberichten, wonach es für die Freilassung des Pastors einen Deal zwischen der Türkei und den USA gab. „Es gab keinen Deal mit der Türkei für die Freilassung und Rückkehr von Pastor Andrew Brunson“, so Trump „Es gab jedoch eine große Anerkennung im Namen der Vereinigten Staaten, was zu guten, vielleicht sogar großartigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei führen wird“, fügte er hinzu. Unparteiisches Gerichtswesen Als Antwort auf Trump sagte Erdogan, dass die Entscheidung der türkischen Justiz, Brunson freizulassen, unparteiisch war. „Sehr geehrter Herr Präsident, wie ich immer wieder betone, hat die türkische Justiz eine unparteiische Entscheidung getroffen“, schrieb Erdoğan am 13. Oktober auf Twitter.
Erdogan hoffe zudem, dass die Türkei und die USA die Zusammenarbeit, insbesondere die „gemeinsamen Anstrengungen gegen terroristische Gruppen wie PKK, der DAESH (arabisches Akronym für den IS) und FETÖ“, fortführen würden.
Bereits vor der Freilassung Brunsons sagte Erdogan in einem Gespräch mit Reportern, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei und Gerichtsentscheidungen für alle bindend seien. „Ich bin nicht in der Lage, bei der Justiz zu intervenieren, da die Türkei ein Rechtsstaat ist“, sagte Erdogan am 10. Oktober gegenüber türkischen Journalisten an Bord der Regierungsmaschine, mit der er nach einer zweitägigen Reise nach Ungarn in die Türkei zurückkehrte. Vertreter westlicher Medien und politischer Parteien hatten den türkischen Staatschef bereits mehrfach aufgefordert, den in der Türkei inhaftierten US-Bürger frei zu lassen. US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Mittwoch, Brunsons Freilassung sei für die türkisch-amerikanischen Beziehungen sehr wichtig. Auch US-Präsident Trump und sein Vize Pence hatten sich wiederholt für die Auslieferung des evangelikalen Pastors eingesetzt.  

Türkisch-amerikanische Beziehungen
US-Präsident Donald Trump: „Türken sind großartige Menschen“

Washington (nex) – Bei einem Treffen mit Pastor Andrew Brunson im Weißen Haus, begrüßte US-Präsident Donald Trump die Entscheidung der türkischen Gerichte, Brunson ausreisen zu lassen. Nun könne man in den türkisch-amerikanischen Beziehungen ein neues Kapitel eröffnen. „Dies ist ein gewaltiger Schritt in Richtung einer Beziehung, die eine großartige Beziehung sein kann“, sagte Trump im Weißen Haus und begrüßte Pastor Andrew Brunson, der von einem türkischen Richter am 12. Oktober freigelassen wurde. „Wir denken über die Türkei heute ganz anders als gestern. Und ich denke, wir haben die Chance, der Türkei wirklich viel näher zu kommen und vielleicht ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu haben“, fügte er hinzu. Brunson saß wegen Terrorismus-Vorwürfen seit dem 7. Oktober 2016 in türkischer Haft und wurde am 23. Juli 2018 in den Hausarrest entlassen. Ein türkisches Gericht verurteilte den Pastor am vergangenen Freitag zu drei Jahren und 45 Tagen Gefängnis, er wird aber keine Haftstrafe absitzen. Das Gericht hat seine Haftzeit angerechnet und seinen Hausarrest und sein Reiseverbot beendet. Während Brunson ursprünglich aus dem Bundesstaat North Carolina stammt, verbrachte er mehr als zwei Jahrzehnte in der Türkei, und im Weißen Haus erwähnte er seine Zuneigung zum Volk des Landes. „Wir lieben die Türkei. Wir waren 25 Jahre lang dort und lieben das türkische Volk“, sagte Brunson. „Ich weiß, dass du das türkische Volk liebst, es sind großartige Menschen“, fügte Trump hinzu. In diesem Zusammenhang dankte Trump seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für die Freilassung des Pastors. „Ich möchte Präsident Erdogan für seine Hilfe danken!“ twitterte Trump am 13. Oktober. Trump widersprach zudem Medienberichten, wonach es für die Freilassung des Pastors einen Deal zwischen der Türkei und den USA gab. „Es gab keinen Deal mit der Türkei für die Freilassung und Rückkehr von Pastor Andrew Brunson“, so Trump „Es gab jedoch eine große Anerkennung im Namen der Vereinigten Staaten, was zu guten, vielleicht sogar großartigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei führen wird“, fügte er hinzu. Unparteiisches Gerichtswesen Als Antwort auf Trump sagte Erdogan, dass die Entscheidung der türkischen Justiz, Brunson freizulassen, unparteiisch war. „Sehr geehrter Herr Präsident, wie ich immer wieder betone, hat die türkische Justiz eine unparteiische Entscheidung getroffen“, schrieb Erdoğan am 13. Oktober auf Twitter. Erdogan hoffe zudem, dass die Türkei und die USA die Zusammenarbeit, insbesondere die „gemeinsamen Anstrengungen gegen terroristische Gruppen wie PKK, der DAESH (arabisches Akronym für den IS) und FETÖ“, fortführen würden. Bereits vor der Freilassung Brunsons sagte Erdogan in einem Gespräch mit Reportern, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei und Gerichtsentscheidungen für alle bindend seien. „Ich bin nicht in der Lage, bei der Justiz zu intervenieren, da die Türkei ein Rechtsstaat ist“, sagte Erdogan am 10. Oktober gegenüber türkischen Journalisten an Bord der Regierungsmaschine, mit der er nach einer zweitägigen Reise nach Ungarn in die Türkei zurückkehrte. Vertreter westlicher Medien und politischer Parteien hatten den türkischen Staatschef bereits mehrfach aufgefordert, den in der Türkei inhaftierten US-Bürger frei zu lassen. US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Mittwoch, Brunsons Freilassung sei für die türkisch-amerikanischen Beziehungen sehr wichtig. Auch US-Präsident Trump und sein Vize Pence hatten sich wiederholt für die Auslieferung des evangelikalen Pastors eingesetzt. Politische Spannungen zwischen den beiden Ländern lösten an den Finanzmärkten Sorgen aus, nachdem Trump damit drohte, den wirtschaftlichen Druck zu nutzen, um Brunsons Freilassung zu sichern. Trump genehmigte im August in Folge der Inhaftierung eine Verdoppelung der Zölle auf türkisches Stahl und Aluminium. Die Türkei reagierte darauf mit einer Erhöhung der Zölle auf US-Autos, Alkohol und Tabakimporte. Die türkische Währung Lira fiel darauf hin im August auf ein Rekord-Tief. Nach der Freilassung Brunsons erholte sich die Währung wieder und erreichte am heutigen Montag den höchsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit Monaten.

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– Manbidsch-Fahrplan – Syrien: Türkei und USA beginnen gemeinsames Training

US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte, dass die Vereinigten Staaten derzeit mit Ausbildern zusammenarbeiten, und es würden ein paar Wochen Training mit türkischen Truppen folgen, bevor die gemeinsamen Patrouillen beginnen.

Syrien: Türkei und USA beginnen gemeinsames Training

Bayern-Wahlen
Juso-Chef Kühnert warnt Union und SPD vor Rückkehr zum Tagesgeschäft

Düsseldorf – Juso-Chef Kevin Kühnert hat Union und SPD auf Bundesebene davor gewarnt, nach den Landtagswahlen in Bayern zum Tagesgeschäft zurückzukehren: „Wer glaubt, nach diesen Landtagswahlen zum sogenannten Tagesgeschäft übergehen zu können, begeht einen folgenschweren Fehler“, sagte Kühnert der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Auf Floskeln, dass man jetzt „gründlich analysieren müsse“ oder der „Streit in der Union nicht hilfreich gewesen sei“, habe er keine Lust mehr, sagte Kühnert. „Ich will von meiner SPD wissen, wie sie sich aus dieser Situation befreien will.“ Die Sozialdemokraten hätten jetzt zwei Optionen: „Entweder wir versuchen noch ein weiteres Mal, die Koalitionspartner zur Vernunft zu bringen. Oder wir gehen. Die Haltung der Jusos ist bekannt.“ Was jedenfalls nicht gehe, das sei die Inszenierung als Koalitionspartei, die mit den Unzulänglichkeiten der Koalition nichts zu tun habe. Kühnert sagte: „Das versteht kein Mensch.

FDP-Vize Kubicki sieht bayerisches Ergebnis als Bestätigung für bundespolitischen Kurs

FDP-Vize-Chef Wolfgang Kubicki sieht das Ergebnis der FDP in Bayern als Bestätigung für den bundespolitischen Kurs der Liberalen. „Bayern ist bei den Landtagswahlen traditionell immer ein schwieriges Pflaster für die Freien Demokraten gewesen. Dennoch ist das Ergebnis mit einer Steigerung von 50 Prozent eine Bestätigung des bundespolitischen Kurses“, sagte Kubicki der „Rheinischen Post“. Kubicki beklagte, der Wahlkampf zwischen CSU, AfD und Grünen sei so stark polarisierend gewesen, dass „differenzierte Positionen bedauerlicherweise nicht mehr durchgedrungen“ seien.

Ramsauer erwartet CSU-Führungsdebatte nach Wahldebakel

Der frühere CSU-Spitzenkandidat Peter Ramsauer erwartet personelle Überlegungen nach dem Wahldebakel vom Sonntag in Bayern. „Eine Führungsdebatte wird sich gar nicht vermeiden lassen“, sagte Ramsauer der  „Rheinischen Post“ (Montag). Die Landtagswahlen hätten ein „verheerendes Ergebnis für die CSU“ ergeben, das „durch nichts, aber auch gar nicht zu relativieren“ sei, sagte der CSU-Politiker.

Muslime in China
Prof. Dr. Hans-Christian Günther: China war nicht immer so Islam-feindlich

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Schon in den 1930er Jahren, während des Kampfes um die Macht in China und des Kampfes gegen die japanische Besatzung, hat Mao Zedong eine wichtige Einsicht formuliert: in China lebten zwar nur 4-6% ethnische Minderheiten, sie lebten jedoch in strategisch wichtigen Regionen. China könne nur zu einem stabilen Staat geeinigt werden, wenn man den ethnischen Minderheiten das Recht einräume, ihre Kultur, Sprache und Religion zu behalten. Ebenso hat sich Mao Zedong entschieden gegen jede ethnische Diskriminierung ausgesprochen. Was er ,Han-Chauvinismus‘ nannte, hat er wiederholt gegeißelt. Diese Einsicht Mao Zedongs war gerade für seine Zeit und Situation alles andere als selbstverständlich. Mao Zedong war primär ein chinesischer Freiheitskämpfer, der China vom kolonialen und japanischen Joch befreien wollte. Er erkannte im Sowjetkommunismus bald das probate Mittel zu diesem Zweck. Andere Befreiungsbewegungen und postkolonialen Staatengründer verfuhren durchaus anders: in der Regel versuchten sie, einen Nationalstaat nach dem Muster ihrer ehemaligen Kolonialherrn zu errichten. Chauvinismus, Unterdrückung von Minderheiten waren so vorprogrammiert. Mao-Zedongs Prinzipien wurden in der chinesischen Verfassung festgeschrieben Nach der Gründung der VR Chinas wurden die von Mao Zedong verkündeten Prinzipien in der chinesischen Verfassung festgeschrieben, und sie gelten auch noch in der heute gültigen Form der chinesischen Verfassung. China erkennt über 50 Minderheiten an. Die VR China versteht sich als eine Völkerfamilie. Han-Chauvinismus ist verboten, sowie auch jeder Versuch, die chinesische Völkerfamilie zu spalten. Sprache und Kultur der Minderheiten sind ausdrücklich geschützt. Jeder Chinese hat das Recht, an eine Religion zu glauben. So der Verfassungstext. Das heißt wohlgemerkt nicht freie Religionsausübung. Die Religionsausübung wird staatlich überwacht. Letztere darf nicht subversiv sein. Aber kein Chinese darf gezwungen werden, seine Religion aufzugeben. Die staatstragende Partei, die Kommunistische Partei Chinas, definiert sich freilich als atheistisch. Atheismus ist Teil ihrer Ideologie. Ein Mitglied der Partei darf keiner Religionsgemeinschaft angehören. Dieses Modell funktionierte in der Praxis zunächst durchaus recht gut. Selbst wenn man die Kulturrevolution betrachtet, muss man immer bedenken: sie richtete sich nicht gegen Minderheiten, nicht gegen deren Religion als solcher: die Kulturrevolution betraf alle Chinesen, sie richtete sich gegen traditionelle Werte allgemein, gegen Untertanengeist. Das traf natürlich auch Religion. Bei der Mehrheit traf es traditionelle chinesische oder bürgerliche Werte. Nachdem Deng Xiaoping die Kulturrevolution beendet und dann auch die Macht in der Partei erlangte, versuchte er eine Aussöhnung mit der Religion: Annäherungen war die Parole. Am Ende der Kulturrevolution wurde etwa in einem Hui-Muslimischen Dorf in Shadian in Yunnan ein Massaker der Volksarmee an Muslimen verübt. Die Muslime wurden rehabilitiert. Es gibt dort ein Erinnerungsdenkmal. Die größte Moschee Chinas, Nachbildung von Medina, wurde mit Hilfe staatlicher und zusätzlich gesammelter Gelder gebaut. Nach Dengs Amtsantritt gab es auch – verständlicherweise – ein religiöses Erwachen, gerade im traditionell muslimischen Xinjiang. Chinas Minderheitenpolitik war insgesamt erfolgreich Chinas Minderheitenpolitik war insgesamt erfolgreich. Die zahlreichen ethnischen Minderheiten fühlten sich zumeist als Chinesen, waren aber zugleich stolz auf ihre Kultur, und zumeist erhielt sich ihre Sprache. Selbst schriftlose Sprachen wurden in lateinischer Umschrift gelehrt. In Gebieten, wo ethnische Minderheiten mit Schriftsprache eine Mehrheit bildeten wie Xishuangbanna oder Xinjiang sind alle Inschriften auf öffentlichen Gebäuden zweisprachig. Ich kenne Angehörige vieler Minderheiten persönlich. Die relativ große Dai-Minorität ist streng buddhistisch. Die Religion spielt eine große Rolle. Man vereinbart Kommunismus und Religion, ich habe Aussagen gehört wie: ich bin Buddhist, ich bin als Chinese eben auch Kommunist. Mao wird hochverehrt. In vielen Häusern in den Dörfern hängt – ohne Zwang – sein Bild! Reich an Rohstoffen: Xinjiang Auch in Xinjiang, wie bei Hui-Muslimen, war die erwachende Religiosität nicht politisch und nicht subversiv. Hui-Muslime hatten zumeist auch keine sozialen Probleme. Xinjiang war eine unentwickelte Provinz. Zunächst blieb sie in Dengs forcierter Entwicklung des schon höher entwickelten Ostens zurück. Dann entdeckte man den Rohstoffreichtum der Provinz. Zudem war sie wenig dicht besiedelt. Han-Chinesen wurden in immer größeren Mengen angesiedelt. Dadurch sollte die Provinz sinisiert werden. Der wirtschaftliche Aufschwung brachte Erfolge: er kam im wesentlichen den Han-Chinesen zugute. Die Uiguren fühlten sich überfremdet und benachteiligt. Als Turkvolk mit völlig anderen Traditionen, zumal diskriminiert, fühlten sie sich in China fremd, sie fühlten sich nicht als Chinesen. Erste Großdemonstrationen im Februar 1997 Nach der Verhaftung und Hinrichtung von 30 Uiguren während des Ramadan im Februar 1997 kam es zu ersten Großdemonstrationen die blutig niedergeschlagen wurden. Chinesische Staatsmedien sprachen von „Ausschreitungen“, ausländische Beobachter beschrieben die Demonstrationen jedoch als friedlich. Es wird von mindestens neun bis über 100 Toten berichtet. Auch wenn es innerethnische Spannungen gab, blieb die Lage in Xinjiang von den späten 1990er Jahren bis etwa 2007 relativ ruhig. Ab 2007 flammten die Spannungen wieder auf und so kam es 2008 und 2011 zu gewalttätigen Einzelaktionen in Kashgar, 2009 zu größeren Ausschreitungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen in Urumqi. Ausmaß und Verlauf der Ausschreitungen in Urumqi sind ungeklärt. Man hielt sich bedeckt. 2008 in Kashgar fuhren zwei Männer einen Lastwagen in eine Gruppe von Polizisten und töteten danach andere mit Messern. Ob Bomben benutzt wurden, ist nicht gesichert. 16 Polizisten sterben, 16 wurden verletzt. Polizei besteht übrigens in Kashgar, soweit ich informiert bin und es gesehen habe, ausschließlich aus Uiguren. 2011 explodierten zunächst zwei Autobomben: Drei Tote. Daraufhin erstachen zwei Männer einen Lastwagenfahrer und fuhren den Wagen in die Menge am Straßenrand. Noch bevor die Polizei eintraf, prügelte die Menge einen der Männer zu Tode. Am Tag danach wurden Bomben in ein Restaurant geworfen: Sech Tote. Die chinesische Regierung macht die Ost-Turkestan-Bewegung verantwortlich und spricht von Jihadismus. Seitdem gelten Uiguren pauschal als Terroristen, werden sozial noch mehr diskriminiert, der Islam wird als Quelle der Gewalt gesehen. Die gewalttätige im Ausland operierende Ost-Turkestan-Bewegung mag durchaus hinter den Anschlägen stehen. Doch, wie dem auch sei, die Personen, die letztere begingen, konnten zu diesen Verbrechen vor allem durch ihre soziale Marginalisierung bewegt werden. Es waren Täter ohne jede Ausbildung. Kashgar war und ist eine Stadt am äußersten Rand Chinas mit großer Armut und Arbeitslosigkeit unter Uiguren. Die Gründe für die Tat waren soziale, nicht religiöse – ebenso wie gewiss in Urumqi. In Kashgar waren fast alle Toten Uiguren. Die Bevölkerung lehnte Terrorismus strikt ab, wehrte sich gegen das Odium des Terrorismus. Ebenso war man an Unabhängigkeit nicht interessiert: im Gegenteil! Uiguren wollten in gerechten Maße am sich entwickelnden Wohlstand teilhaben. Doch die soziale Diskriminierung verschärfte sich: wer will schon ,Terroristen‘ einstellen? China tat nichts gegen die sozialen Probleme, verstärkte die Unterdrückung der Religion. Uiguren hatten immer weniger Rechte, weniger als Hui-Muslime. So folgten andere Attacken im chinesischen Kernland. Uiguren wurden jetzt generell verachtet, diskriminiert: Han-Chinesen begannen in großem Umfang , Uiguren zu hassen; der Islam insgesamt wurde suspekt. Ich habe von keinem Chinesen je abfällige Bemerkungen über andere Minderheiten gehört. Aber viele sprachen abfällig über Muslime, alle, wenn die Sprache darauf kam, von Uiguren. Repressalien, Internierung, willkürliche Verhaftungen nahmen zu. Aber der Amtsantritt des neuen Parteisekretärs der autonomen Provinz Xinjiang, Chen Quanguo, markiert eine Zäsur. Mit ihm begann die Kampagne zur systematischen Ausrottung der uigurischen Kultur, des Islam und des uigurischen Volkes. Wir haben über die aktuelle Situation auf NEX24 mehrfach berichtet. Dieser Zäsur muss eine lange Planung vorhergegangen sein, denn trotz aller früheren Repressalien stellt sie einen klaren Bruch mit Chinas Prinzipien der Minderheitenpolitik, der chinesischen Verfassung dar und ist straff und systematisch organisiert. Der systematische Verfolgung der Uiguren läuft mit der Präzision eines Uhrwerks und einem ständig steigenden Tempo ab, der einen an Hannah Arendts Wort vom ,verwalteten Massenmord‘ der Nazis erinnert. Auslöschung aller Religionen in China Es ist kein Zufall, dass diese Politik zusammenfällt mit dem gelungenen Coup d’état Xi Jinpings auf dem letzten Parteitag, wo er das von Deng Xiaoping eingeführte System der kollektiven Führung durch Alleinherrschaft auf Lebenszeit ersetzte. Geplant wurde dieser Genozid gewiss seit Xis Machtantritt 2013. Überhaupt steht er in einem größeren Zusammenhang. Er ist ein erster Schritt zur Auslöschung der Religion in China: zuerst Xinjiang, dann der Islam insgesamt, sogar das Christentum und die anderen Religionen. Sie stehen alle zunehmend unter Druck, inzwischen selbst Buddhisten. Dass so etwas in einem Riesenland wie China nur scheibchenweise möglich ist, habe ich anderswo bereits gesagt. Ziel ist auch die Ausrottung der Identität aller Minderheiten und ihre totale Assimilation. Wozu? Das Endziel ist die totale Kontrolle über die gesamte chinesische Bevölkerung. Xi strebt nach dem vollkommenen Untertanen Das System der Sozialpunkte soll bis 2020 eingeführt werden. Es stellt das perfekteste Spitzelsystem dar, das es je gab. Das engmaschige Überwachungssystem, das jetzt in Xinjiang bereits installiert ist, das systematische Sammeln biometrischer Daten wird bald alle Chinesen betreffen. Alle Chinesen sollen zum fuktionierenden Rädchen in einer gut geölten Staatsmaschine degradiert werden. Der totalitärste Staat, den es je gab, der perfekte Überwachungsstaat, in dem Privatsphäre schlichtweg nicht mehr existiert. Mit diesem Staat des perfekten Untertanen, zusammengeschweißt durch hemmungslosen Chauvinismus und hemmungslose Gier nach materiellen Gütern, will man die Welt unter die Knute bringen. China ist inzwischen Weltmacht. Die Mittel sind da. Nicht militärische Gewalt soll – wo immer möglich – das Mittel der Wahl sein, nein! Kauf und wirtschaftliche Erpressung einer Welt, die China in die Falle der wirtschaftlichen Abhängigkeit geht. All das ist das Gegenteil dessen, was Mao Zedong gewollt hat, auch dessen was Deng Xiaoping aufbauen wollte. Mao wollte einen neuen Menschen schaffen, den Menschen der Revolution, einen Menschen frei von den Fesseln von Repression und Untertanengeist. Xi strebt nach dem vollkommenen Untertanen. Deng Xiaoping hat China erfolgreich auf den Weg zur Weltmacht gebracht! Er hat es erreicht durch persönliche Bescheidenheit, Augenmaß, Pflichterfüllung statt persönlichen Machthungers. Er wusste, dass er sich nicht an die Stelle der nationalen Ikone Mao Zedong setzen konnte. Xi statt Allah Der Popanz Xi lässt in den Häusern von Uiguren unter Strafandrohung sein Bild aufhängen und verlangt, am Eid al Fitr, dem muslimischen Fest des Ramadanmonats, dass er anstatt Allah verehrt werden soll. Nur ein Clown kann das tun. Xi beginnt, unter Chinesen immer lächerlicher zu werden. Winnie the Puh ist verboten, weil Xi mit ihm verglichen wird. Handys in der U-Bahn von Shanghai werden von der Polizei auf Xifeindliche Inhalte geprüft. Deng Xiaoping war ein Revolutionär der ersten Stunde, wie Mao Zedong hat er sein Leben im Kampf gegen die Guomintang und Japan für sein Land und eine Idee aufs Spiel gesetzt. Die Interessen seines Landes waren der Mittelpunkt seines Wirkens. Xi Jinping ist in das bequeme, privilegierte Leben einer Familie von Apparatschicks hineingeboren. Nichts ist mieser und spießiger als die ,bürgerliche‘ Gesellschaft Chinas, so wie die der Sowjetunion und ihrer Vasallen es war. Xi ist ein Produkt der Gesellschaft, die Mao Zedong durch die Kulturrevolution vergeblich zu verhindern suchte. Was ihn von anderen deinesgleichen unterscheidet, ist nur exzessive Machtgier und Skrupellosigkeit. Seine Vision für China ist die eines Eichmann. Xi ist ein Verwalter von Folter und Massenmord an der Spitze einer Großmacht. Xi hat alles, wofür Mao Zedong und Deng Xiaoping standen verraten und pervertiert. Aber viel mehr noch. Xi beschmutzt zum ersten Mal Chinas Kultur wie Hitler die deutsche und die japanischen Militärs die japanische. Die jahrtausendealte chinesische Kultur ist weder gewalttätig noch rassistisch. Chinesen haben ein aufgeblasenes Ego; man kann – jedenfalls heutige – Chinesen leicht zu Chauvinismus anstacheln. Trotzdem: die chinesische Kultur, ihre großen Denker strebten alle nach Harmonie, Ausgleich, Mitmenschlichkeit. Chinas Geschichte ist von innerem Zwist und grausamen Kriegen geprägt, aber China hat keine Völker ausgelöscht oder die Welt mit Kolonialismus überzogen wie die europäische Kultur. Das China Xi Jinping begibt sich auf die Stufe seiner japanischen Peiniger oder der Nazis. Es beschmutzt zum ersten Mal Chinas Kultur wie Hitler die deutsche und die japanischen Militärs die japanische. Es ist eine Schande und Tragödie für China. Dabei sprechen Xis Propagandisten von chinesischen Werten, von Konfuzianismus. Als ob Konfuzianismus auch nur entfernt mit Folter, Internierung, Gleichschschaltung, ethischer Säuberung vereinbar wäre. Umso verächtlicher sind die von China gekauften westlichen Sinologen, die Xis Politik mit der Andersheit chinesischen Denkens zu rechtfertigen suchen. Ja! Chinesisches Denken ist von westlichem nur allzu verschieden, aber von der primitiven Brutalität des neuen China noch weiter. Die Vorbilder dieses China sind westlich, sie sind das Verbrecherischste, was der Westen zu bieten hat. Aber Chinas neue Politik hat neben Xis Verbrechertum auch erklärbare Gründe. Hinter ihr stecken durchaus rational nachvollziehbare Gründe. Wie Mao erkannt hatte, besetzen Minderheiten eine strategisch wichtige Position in China. Vom Norden mit der Inneren Mongolei über Xinjiang im Westen anschließend Tibet im Südwesten und den Minderheiten im Süden ist China von einem Minderheitengürtel umgeben. Amerikanische Think-Tank-Strategen wie George Friedman haben das ebenso erkannt wie Mao vor ihnen. Den barbarischen Primitivlingen der Xi-Clique fällt dazu nichts anderes ein als brutale Gewalt. Zumal jetzt, wo die Entwicklung Xinjiangs eine zentrale Rolle in Chinas Plan spielt, mit dem sog. Seidenstraßenprojekt die Welt durch seine wirtschaftlichen Krakenarme in die Fänge zu nehmen. Doch China ist bei weitem nicht so stark, wie es von außen manchem scheint. Trotz kräftigen Wachstums ist dieses Wachstum nicht mehr groß genug, für die breite Masse der Bevölkerung größeren Wohlstand zu garantieren. Die Wachstumsraten von früher wieder zu erreichen, ist schwer, zumal wenn die USA, wie jetzt unter Präsident Donald Trump, die Daumenschrauben anzieht. Das verdeckte Staatsdefizit der Regionen und Staatsbetriebe macht die Flucht in die Stimulation des Binnenmarktes durch Methoden wie den künstlichen Bauboom der jüngeren Zeit unmöglich. Der Reichtum für die breite Masse stagniert oder zerfällt. Doch genau darauf, dass der Staat diesen Massen, wenn auch in noch so bescheidenen Scheiben mehr Wohlstand beschert, hängt deren Loyalität zur Herrschaft der kommunistischen Partei. Die Partei weiß das nur zu gut. Was sie in den letzten Jahren für die ärmeren Bevölkerungsschichten geleistet hat, ist auch mehr als anerkennenswert. Um das Tempo zu halten, braucht China neue Märkte. Es gibt freilich ein weiteres Problem. Solange Chinesen sich nur darum kümmern können, im täglichen Lebenskampf zu bestehen, nichts zählten kann als bessere materielle Lebensbedingungen, hat man keiner Zeit, andere Ansprüche an den Staat zu stellen, als zu demonstrieren, man darf hoffen, hier weiterzukommen. Sobald man jedoch diese Ansprüche befriedigt sieht, fängt man an aufmüpfiger zu werden, Kritik an der Politik der Partei zu üben; ebenso richtet sich der Blick nicht mehr nur auf materielle Güter: man fühlt das Bedürfnis nach Sinngebung, somit auch nach Religion oder Religionsersatz. Die Werte der kommunistischen Partei bieten das nicht. Die Grundsätze des Sinomarxismus sind zwar Bestandteil jedes Curriculums, nur keiner versteht sie, interessiert sich dafür oder nimmt sie auch nur zur Kenntnis. Mit Chauvinismus kann man zwar immer noch viele ködern, doch das reicht immer weniger, ein zur Renitenz neigendes Volk unter die Knute zu zwingen. Was wird da einem Eichmann des fernen Ostens angesichts der Möglichkeiten der modernen Technik wohl einfallen? Nun, man wird die Hoffnung nicht ganz aufgeben müssen, dass die chinesischen Volksmassen das – zumal bei wirtschaftlicher Anspannung – nicht ohne weiteres mit sich machen lassen werden. Es gibt Wege für die Welt China entgegenzutreten China wirkt von außen wie ein unbesiegbarer Koloss. Aber in Wahrheit steht er auf tönernen Füßen. Er steht auf tönernen Füßen nicht zuletzt wegen der rücksichtslosen Arroganz der gegenwärtigen Machthaber. Die ganze Welt schlucken zu wollen, daran haben sich schon manche verschluckt. Die rücksichtslose Politik der Erpressung nach außen und Folter, Totalüberwachung und Mord im Inneren widerspricht eminent der alten chinesischen Weisheit, dass das Weiche das Harte auf Dauer stärker ist, das Wasser den Stein besiegt. Es gibt Wege für die Welt China entgegenzutreten, wenn sie will, wenn andere Regierungen es wollen, und es gibt verschiedene Wege, nicht nur einen. China über die UN und internationale Organisationen in Erklärungsnot zu bringen, ist ein Weg, der bereits begonnen hat, die ersten Früchte zu zeigen: Anerkennung des CERD-Reports, Erklärung des EU Parlaments. Auf dieser Basis muss bei jeder Regierung eines jeden starken Landes Lobbyarbeit geleistet werden. In den USA hat inzwischen selbst der Vizepräsident Michael Pence sich geäußert. Jetzt müssen Taten folgen. Sofern man den Westen einspannt, muss man sich freilich klar machen: die Interessen von Muslimen interessieren hier niemanden außer ein paar Idealisten, gewiss keine Regierung. Der Westen interessiert sich für Muslime nur, wenn er sie für eigene Belange instrumentalisieren kann. Man muss – und man kann – in der gegenwärtigen Situation dem Westen durchaus glaubhaft machen, dass China eine eminente Bedrohung für seine Macht ist, und dass es 5 vor 12 ist, die Notbremse zu ziehen. Man muss alles daran setzen, den Konflikt USA – China zu verschärfen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann ihn China nicht gewinnen. Muslimische Welt muss China entgegentreten Noch wichtiger ist es freilich die muslimische Welt dazu zu gewinnen, China möglichst breit entgegenzutreten. Die ersten Anzeichen gibt es auch hier. Der neue Staatschef von Malaysia hat klare Worte zur Verfolgung der Muslime gefunden, er war auch klug genug, Milliardengeschäfte mit China auf Eis zu legen, um nicht in Chinas Schuldenfalle zu geraten. Hier stehen auch handfeste nationale Interessen auf dem Spiel. Das müssen auch andere Länder einsehen. China versteht eine Sprache am besten, gerade auch das China Xis: Geld. Muslimische Staaten müssen ihr Engagement in Chinas ,One belt one road‘ – Projekt überdenken und China Bedingungen stellen. Wie einzelne Staaten mit China umgehen, muss nicht immer dieselbe Art sein. Die Türkei leistet zumindest humanitäre Hilfe, indem sie Uiguren Sicherheit in der Türkei bietet. Es gibt Fortschritte in dieser Hinsicht in Malaysia und in Kasachstan. Dass es Länder, zumal muslimische gibt, wo Uiguren vor Abschiebung nicht sicher sind, ist eine Schande für die zivilisierte Welt. Für den Iran ist es in der gegenwärtigen Lage, wo er vom Westen in höchste Bedrängnis gebracht wird, am schwersten, China offen entgegenzutreten; es gab freilich Äußerungen des iranischen Außenministeriums, man versuche auf diplomatischem Wege Muslimen in China zu helfen. Man wird hoffen, dies gelingt. Zunächst wurde vor kurzem gemeldet, die Regierung Pakistans, Chinas enger Verbündeter, habe China auf diplomatischem Wege gebeten, sich zu mäßigen. China werde einer Kommission von Rechtsgelehrten erlauben, nach Xinjiang zu reisen und die Lage in Augenschein zu nehmen. Dann folgte das Dementi, die Rechtsgelehrten reisten nur nach China, um China bei der Entwicklung eines Curriculums zur Ausbildung im rechten Islam zu helfen. Man wird hoffen, dass auch hier hinter verschlossenen Türen sich etwas bewegt. Pakistan hat sich im übrigen auch etwas zurückhaltender zu allzu großer Verschuldung geäußert. Von China weniger anhängige, dem Westen verbundene Länder, ein ökonomischer Koloss wie Indonesien können und sollten eine härtere Gangart einschlagen und China wirtschaftlich bestrafen. Doch auch der Weg der Diplomatie und der humanitären Hilfe ist wichtig. Die Türkei hatte sich in der Vergangenheit hart gegen Chinas Uigurenpolitik geäußert. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sprach 2012 von Genozid. Die Türkei ist derzeit in Schwierigkeiten, aber nicht so extrem, dass sie sich zum Büttel Chinas machen muss. Erdogan hat das Ansehen, sich an die Spitze einer muslimischen Einheitsfront zu stellen. Und das ist es, was Xinjiang braucht – genauso wie Palästina. Aufklärung der chinesischen Öffentlichkeit Freilich, die muslimische Welt ist durchsetzt von dem Krebsgeschwür korrupter Regime. Die wichtigste Aufgabe ist es, die muslimische Öffentlichkeit zu informieren. Auch hier gibt es erste Erfolge, Muslime in Indien und Bangladesch sind auf die Straße gegangen. Das muss überall geschehen. Muslime müssen, Boykott chinesischer Waren, des Tourismus nach China fordern, sie müssen wirtschaftliche Strafmaßnahmen von ihren Regierungen fordern. Dem massiven Druck der Straße kann man nicht völlig ausweichen. Auch China ist sein Public Image nicht völlig gleichgültig. Ein weiterer wichtiger Weg wäre die Aufklärung der chinesischen Öffentlichkeit. Chinesische Muttersprachler mit den ausreichenden Computerkenntnissen müssen das chinesische Netz mit der Wahrheit über Xinjiang überfluten; sie müssen, sobald ein Tweet gelöscht ist, den nächsten platzieren. Das müsste professionell organisiert werden. Die chinesische Öffentlichkeit ist islamfeindlich und durch Regierungspropaganda aufgehetzt, sie ist nicht informiert. Dass die chinesische Öffentlichkeit die ungeheuerlichen Vorgänge in Xinjiang billigen würde, wenn sie direkt mit der vollen Wahrheit konfrontiert würde, wage ich zu bezweifeln. Im Netz regt sich gerade jetzt viel Unmut und Spott gegen Xi Jinping. Eine gesteuerte Netzkampagne könnte da Wirkung zeigen. Uigurische Exiliorganisationen, gerade der World Uighur Congress agieren grundfalsch. Nicht nur machen sie sich zum verlängerten Arm des Westens, mit ihrem stupiden Beharren auf Unabhängigkeit für Ost-Turkestan schließen sie Dialog mit Peking aus und geben der VR China das Instrument in die Hand, die legitimen Rechte von Uiguren auf Gleichberechtigung als Bürger Chinas, Freiheit in der Ausübung ihrer Religion, Erhalt ihrer Sprache, Kultur und Lebensweise unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Separatismus mit Füßen zu treten. Kein Staat wird sich selbst aufgeben und Separatismus zulassen. Kein seriöser anderer Staat wird das unterstützen; gerade einige muslimische Staaten haben selbst Separatismusprobleme. Die Uiguren waren in ihrer Mehrheit an Separatismus genausowenig interessiert wie an Terrorismus. Die uigurischen Exilorganisationen haben die wahren Interessen ihrer Landsleute in China nicht vertreten. Gewiss, jetzt hat auch der letzte Uigure jede Hoffnung auf ein irgendwie erträgliches Leben verloren. Es gibt gewiss kaum mehr einen, der China nicht abgrundtief hasst. Jetzt – zum ersten Mal – wäre gewiss fast jeder bereit, alles zu tun, um sich zu retten. Niemand hat mehr etwas zu verlieren. Die flächendeckende Folter der Uiguren ist ein Terrorzuchtprogramn. Hört China nicht rechtzeitig auf, wird es ein Terrorismusproblem bekommen, wie es das zuvor in China nie gab. Das wäre das Ende jeder vernünftigen Lösung. Es würde zu einer endlosen Spirale der Gewalt führen ohne Sieger. Was China in Xinjiang tut, ist nicht im nationalen Interesse Chinas. Wer einen guten Draht nach China hat, sollte versuchen, das in den Kreisen chinesischer Amtsträger zu verbreiten. Ich bin skeptisch, Xi Jinping und die Verbrecherclique um ihn ist zu Mäßigung, Vernunft und Umkehr fähig. Xi hat die Partei unter dem Vorwand von Antikorruptionskampagnen gesäubert. Er scheint immer noch Gegner zu haben: die Korruptionsvorwürfe gegen so hohe Beamte wie Nur Bekri und den ehemaligen chinesischen Präsidenten von Interpol weisen in die Richtung einer neuen großen Säuberung. Die Partei muss sich von Xi und seiner Clique säubern. Dann gibt es Hoffnung auf Vernunft. Jedes Mittel, Xi zu schwächen, durch Druck auf die Wirtschaft, auf diplomatischen Wegen ist sinnvoll – im Interesse aller, auch der VR China.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Kommentar – Repressalien gegen muslimische Uiguren: 5 Dinge die jeder dagegen tun kann

Seit die Vereinten Nationen den der CERD vorgelegten Bericht von Human Rights Watch über die exzessiven Menschenrechtsverletzungen und Verfolgung der muslimischen Uiguren durch die chinesischen Behörden in der autonomen Region Xinjiang anerkannt haben, ist nun auch endlich das Medienecho größer geworden.

Repressalien gegen muslimische Uiguren: 5 Dinge die jeder dagegen tun kann

Israel
Bericht: Palästinenserin von Siedlern zu Tode gesteinigt

Nablus (nex) – Eine palästinensische Frau wurde getötet und ihr Mann verletzt, nachdem israelische Siedler ihr Fahrzeug in der Nähe eines Kontrollpunktes im südlichen Nablus am späten Freitagabend angegriffen hatten. Laut Palästinensischen Sicherheitsquellen handelt es sich bei der Frau um die 47-jährige Aisha Muhammad Talal al-Rawbi. Das Paar stamme aus dem Dorf Bidya bei Salfit im nördlichen Westjordanland. Israelische Siedler hätten das Fahrzeug des Paares mit Steinen angegriffen, dabei sei die Palästinenserin von einem Stein am Kopf getroffen worden und verblutet. Ihr Mann Aykube al-Rawbi (52) sei verletzt worden, habe aber überlebt. Die Palästinenserin wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus in Nablus gebracht. Sie war laut palästinensischen Medien, die sich auf die Ärzte berufen, bei Ankunft jedoch bereits tot. „(Wir waren) auf dem Weg nach Hause. Als wir uns dem Tapuach-Kontrollpunkt näherten, wurde ein großer Stein auf unser Fahrzeug geworfen, der meine Frau am Kopf traf“, so der Ehemann der Getöteten.
(Foto: Screenshot/Twitter)
„Ich fuhr weiter, während meine Frau voller Blut war. Unsere Tochter schrie und weinte, als sie ihre Mutter im Sterben sah“, sagte er. „Ich war in einer sehr schlechten Verfassung. Bis ins Krankenhaus bat ich meine Frau, mir zu antworten, und versuchte gleichzeitig, unsere Tochter zu beruhigen, die unaufhörlich weinte.“ Aisha ist Mutter von acht Kindern, die Hochzeit eines ihrer Töchter sollte in zwei Wochen stattfinden. Zwischen 500.000 und 600.000 Israelis leben unter Verletzung des Völkerrechts in jüdischen Siedlungen im besetzten Ost-Jerusalem und im Westjordanland. Die palästinensische Regierung ist für Israelis im Westjordanland nicht zuständig, und Handlungen jüdischer Siedler finden laut Menschenrechtlern oft in Anwesenheit israelischer Streitkräfte statt, die selten zum Schutz der palästinensischen Bevölkerung handeln. „Al-Rawbi ist einer der vielen Märtyrer, die ihr Blut für ihr Heimatland und ihr Volk geopfert haben“, so der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas in einer Erklärung auf der Webseite der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa.

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– Kommentar – „Importierter Antisemitismus“: Die inszenierte Hysterie

Die erregte Debatte in Deutschland über angeblich zunehmenden Antisemitismus belegt, wie wenig die Deutschen ihre Vergangenheit aufgearbeitet haben und wie tabuisiert und unehrlich das Verhältnis zu Israel ist.

„Importierter Antisemitismus“: Die inszenierte Hysterie
   

Menschenrechte
Trotz Druck aus China: Malaysia lässt Uiguren in die Türkei ausreisen

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Trotz chinesischen Drucks hat Malaysia die elf Uiguren, die nach ihrem spektakulären Ausbruch aus einem Gefängnis in Thailand nach Malaysia gelangt waren, in die Türkei ausreisen lassen. Peking hatte eine Auslieferung nach China gefordert. Sie saßen zunächst in Malaysia wegen illegaler Einreise ein. Das Gericht ließ sie aus humanitären Gründen nicht ausliefern, sondern in die Türkei reisen. Die Route über Südostasien war der bevorzugte Weg für Uigure, der Repression in der VR China zu entkommen und in die Türkei zu gelangen, wo ihnen Sicherheit geboten wurde. China wirft Uiguren, die aus China fliehen, Verbindungen zu Terrorismus, auch zum IS (Daesh) vor. Dass manche Uiguren sich Daesh angeschlossen haben, ist auch unbestritten. Warum das so ist, liegt noch klarer auf der Hand als bei Europäern. Chinas brutale Unterdrückung der Uiguren ist ein Terrorzuchtprogramm. Nun waren 2014 über 350 Personen von den thailändischen Behörden festgenommen worden. Ein Teil durfte in die Türkei ausreisen, doch fast ebenso viele wurden 2015 an China ausgeliefert. Grausame Bilder von ihrer Rückführung kursierten im Netz. Es gab Proteste vor der Botschaft Thailands in der Türkei, selbst einen schweren Bombenanschlag in Thailand. Andere blieben bis auf weitere Klärung interniert, da China und die Türkei beanspruchten, es seien ihre Bürger. 2017 wurden wieder 62 Uiguren im Thailand festgenommen. Im November gelang 25 Uiguren eine sensationelle Flucht aus dem thailändischen Internierungslager. 5 Personen davon wurden festgenommen, doch der Rest blieb verschwunden. 11 Personen gelang die Flucht nach Malaysia. Die malaysische Regierung unter Najaab Razar war geneigt, Pekings Forderung nachzugeben. Der neue Premier Malaysias Mahathir bin Mohamad hat Malaysias Kurs gegenüber Peking wesentlich verändert. Als erster Staatschef eines muslimischen Landes hat er die Verfolgung der Uiguren in China verurteilt, Chinas Behauptung, dies sei eine interne Angelegenheit Chinas, explizit widersprochen. Bei einem Besuch in China hat er China vor einem neuen Kolonialismus gewarnt und bereits Milliardengeschäfte mit China aufgrund seiner Furcht vor der chinesischen Schuldenfalle aufgekündigt. Aufgrund von öffentlichem Unmut über die Internierung von kasachischen Staatsbürgern in chinesischen Konzentrationslagern hatte ein kasachisches Gericht in einer wegweisenden Entscheidung bereits im Sommer dieses Jahres geurteilt, eine chinesische Staatsangehörige und ehemalige Lagerinsassin, die illegal zu ihrem Ehemann in Kasachstan geflohen war, nicht auszuliefern. Langsam scheint sich etwas Widerstand gegen Chinas Politik in der muslimischen Welt zu regen. Der neue malaysische Premierminister verdient höchstes Lob für seine Haltung. Malaysia ist nicht das mächtigste muslimische Land. So darf man fragen, wo die klaren Worte oder Taten anderer Regierungen muslimischer Staaten bleiben.