Gerichtstermin ist am 11.04.19. Bis dorthin muss sich Max Zirngast jeden Montag beim Polizeirevier melden + Ausreisesperre. RA Murat Yılmaz: "Die Anklage ist substanzlos, natürlich Haftentlassung." Wir werden weiterkämpfen bis freigesprochen! Frohe Weihnacht!#FreeMaxZirngast pic.twitter.com/I2Jlfp4vev
— #FreeMaxZirngast (@freemaxzirngast) December 24, 2018
Terrorverdacht
Türkei: Österreichischer Journalist Max Zirngast freigelassen
Syrien
Erdogan: Die Türkei wird die Kurden und Araber nicht der YPG und IS überlassen
Zum Thema
– Syrien – Kurden-Politiker: PYD teilt Macht nicht mit anderen kurdischen Parteien
Die offensive Haltung der PYD, des syrischen Ablegers der PKK, zwinge nach den Worten des Vorsitzenden des Kurdischen Nationalrats in Syrien (KNC) die Kurden, die Region zu verlassen.
Kurden-Politiker: PYD teilt Macht nicht mit anderen kurdischen Parteien
Menschenrechtsverletzungen in China
Situation der Uiguren: Muslimische Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert
Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Die Jakarta Post, die zu Anfang dieses Jahres einen Artikel von mir über die Situation der Uiguren abgelehnt hat, stattdessen einen des chinesischen Botschafters in Indonesien veröffentlichte,
hat am vergangenen Donnerstag einen Bericht über die Antwort der chinesischen Regierung auf eine Anfrage des indonesischen Außenministeriums zur Situation der Muslime in Xinjiang veröffentlicht. Veranlasst war diese Anfrage durch eine Protestwelle in Indonesien gegen die chinesische Unterdrückung des Islam, nachdem die Ulema Indonesiens die Regierung aufgefordert hatte, China zur Rede zu stellen. Der Vizepräsident hatte dies abgelehnt.Der Artikel zeigt dasselbe Foto, wie der erwähnte Artikel des Botschafters (die Auswahl an geeigneten Fotos scheint gering), ein Foto mit tanzenden Uiguren vor der zentralen Moschee von Kashgar. Dieses Bild soll beweisen, dass die Uiguren die volle Religionsfreiheit genießen und am Eid-Fest diese Freiheit sogar mit Tänzen vor der Moschee feiern können.
Als ich Kaschgar besuchte, war ich täglich auf dem Platz vor der Moschee und auch fast täglich in der Moschee. Damals war sie stets mit Gläubigen gefüllt, zu den Gebetszeiten sogar überfüllt. In Urumqi habe ich gesehen, dass die Moscheen am Freitag so voll waren, dass viele Menschen auf der Straße davor beteten.
Die zentrale Moschee Kaschgars ist inzwischen für das Gebet geschlossen. Der Halbmond wurde durch eine chinesische Fahne ersetzt. Sie ist nur noch für Touristen zugänglich. Vor dem Gebetsraum hängt ein Bild Xi Jinpings.

Die Fotos oben sind von einem australischen Touristen, der diese 2018 gemacht hat. Er hat mir erlaubt, aus seinen Fotos einen Bildband zu erstellen.

Moscheen in Urumqi sind inzwischen ebenfalls leer. Der australische Tourist war – da er den Hintergrund zunächst nicht kannte – erstaunt über die leeren Straßen und die geschlossenen Häuser (ein Bericht der BBC zeigt dasselbe). Ich habe den zentralen Platz in Kaschgar noch nie so leer gesehen wie auf allen Fotos des Australiers.
Dass eine Zeitung eines muslimischen Landes so etwas wie die Jakarta Post veröffentlicht, ist ein Skandal. Inzwischen bewegt sich allerdings die Straße in der muslimischen Welt: in Pakistan, Bangladesch, Kasachstan, Kirgisistan und massiv in Indonesien. Die Reaktionen der Regierungen sind – mit Ausnahme Malaysias – allerdings immer noch unbefriedigend.
Der Druck der Straße muss daher wachsen. In denjenigen muslimischen Ländern, die ich kenne, vor allem Indonesien und Iran, aber auch Nordafrika, ist die Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert, oder sie wird, wie dieses Beispiel zeigt, gezielt desinformiert. Es ist die Pflicht eines jeden Muslims, die Wahrheit zu verbreiten. Muslimische Organisationen müssen die Straße mobilisieren, bis die Regierungen sich ihrem Druck nicht mehr entziehen können.
Die IUMS hat inzwischen eine angemessene Reaktion auf China gefordert, ebenfalls die Ulema (der Rat islamischen Gelehrter Indonesiens). Es wurden auch Demonstrationen organisiert.
Zum Thema
– Kommentar – Prof. Dr. Hans-Christian Günther zu Uiguren: Schande für gesamte muslimische Welt
Es ist Zeit, das sich etwas ändert. Und zwar schnell. Ich befürchte, für die Muslime in China wird es zu spät sein. Die Welt hat die Uiguren und ihre Kultur zum Abschuss freigegeben. Die schon fast abgeschlossene Vernichtung der Uiguren wird einmal – wie die Vernichtung der Juden, der Indianer, der australischen Ureinwohner – eine Schande nicht nur für ihre Mörder, sondern auch für die Welt sein, die dabei zugesehen hat, besonders für die Muslime.
Prof. Dr. Hans-Christian Günther zu Uiguren: Schande für gesamte muslimische Welt
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden
Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung
Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.
Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen.
Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG.
Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen.
Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.
Telefonat zwischen Erdogan und Trump
USA und Türkei wollen Machtvakuum in Syrien vermeiden
Auch die Koordinierung von Handelsbeziehungen seien in dem Telefongespräch besprochen worden, so Erdogan in einem Tweet. Das Gespräch sei „produktiv“ verlaufen.I just had a long and productive call with President @RT_Erdogan of Turkey. We discussed ISIS, our mutual involvement in Syria, & the slow & highly coordinated pullout of U.S. troops from the area. After many years they are coming home. We also discussed heavily expanded Trade.
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) December 23, 2018
Die Ankündigung von Trump in der vergangenen Woche, dass er die amerikanischen Soldaten aus Syrien abziehen werde, hat viele Beobachter überrascht. Kritiker sagen, dass die Entscheidung es schwieriger machen wird, eine diplomatische Lösung für den sieben Jahre alten Konflikt in Syrien zu finden. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sowie der US-Sondergesandte in Syrien, Brett McGurk, reichten daraufhin ihren Rücktritt ein. Medienberichten zufolge habe Trump diese Entscheidung nach einem Telefonat mit Erdogan im Alleingang beschlossen. Der Nachrichtenagentur AP zufolge arrangierte US-Außenminister Mike Pompeo am 14. Dezember ein Telefonat zwischen Erdogan und Trump. In einer Rede in Istanbul sagte Erdogan, dass die Türkei im Falle eines Abzugs der US-Armee ihre Kräfte mobilisieren würde, um die verbleibenden IS-Truppen in Syrien zu bekämpfen und die Pläne für einen Angriff auf Milizen der YPG im Nordosten Syriens vorübergehend zu verzögern. Vergangene Woche hatte er angekündigt, „in einigen Tagen“ eine neue Offensive gegen die YPG zu starten. Die Türkei begrüßt die Ankündigung Trumps, da die Unterstützung der YPG durch die USA immer wieder zu Konflikten mit Washington führte. Ankara betrachtet die YPG als terroristische Gruppe und syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. YPG-Milizen werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter die Beschlagnahme von Eigentum, die Tötung von Zivilisten sowie Folter und Mord von Oppositionellen. In einem im November 2017 veröffentlichten Bericht des syrischen Menschenrechtsnetzwerkes heißt es unter anderem, dass die YPG allein im Oktober 15 Zivilisten darunter sieben Frauen, getötet haben.Bugün ABD Başkanı Sn @RealDonaldTrump ile ticari ilişkilerimizden Suriye’deki gelişmelere kadar birçok konuda eşgüdümümüzü artırma noktasında mutabık kaldığımız verimli bir telefon görüşmesi gerçekleştirdik.
— Recep Tayyip Erdoğan (@RTErdogan) December 23, 2018
Görüşmemizin ülkelerimiz ve bölgemiz için hayırlı olmasını diliyorum.
Auch interessant
– Manbidsch – Syrien: Türkische und US-Truppen beginnen gemeinsame Patrouillen
Türkische und amerikanische Truppen begannen am Donnerstag ihre erste Runde gemeinsamer Patrouillen in der nordsyrischen Stadt Manbidsch, kündigte der türkische Verteidigungsminister am Donnerstag an.
Syrien: Türkische und US-Truppen beginnen gemeinsame Patrouillen
Gesundheitspolitik
Türkische Rentner: Serap Güler fordert Pflegeabkommen mit der Türkei
Obdachlosigkeit
Hilfsdienst: Immer mehr Kältetote
Weihnachtsbotschaft aus Ankara
Türkei: Staatspräsident Erdogan wünscht Christen ein frohes Weihnachtsfest
Auch interessant
Türkei: Sanierung einer weiteren Kirche abgeschlossen
Die für ihr „heiliges Wasser“ bekannte Panagia Phaneromeni Kirche wurde 1890 im Stadtteil Kemal Paşa der westtürkischen Stadt Ayvalık in der Provinz Balıkesir erbaut. Die Kirche hat eine neoklassizistische Architektur und ist vielleicht das bekannteste und wichtigste Bauwerk im Zentrum von Ayvalık.
Türkei: Sanierung einer weiteren Kirche abgeschlossen


„Waisenkinder in der Türkei“: Ex-Spiegel-Journalist Relotius veruntreute Spendengelder" title="