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Musik
Tarkan: Der König der türkischen Popmusik
Sei nicht irgendwer, sei du selbst, denn so bist du viel hübscher. Entweder kommst du wirklich zu mir und spielst mit offenen Karten oder du siehst zu, dass du Land gewinnst.Er bricht zu einer großen Konzerttournee auf und tritt nicht nur in der Türkei, sondern auch in Europa, USA, Asien etc. auf. Danach gelingen ihm zahlreiche Hits wie Kuzu Kuzu, Kış Güneşi oder Dudu. 2006 bringt Tarkan das englischsprachige Album Come Closer heraus. Zu einem absoluten internationalen Erfolg entwickelt sich das Lied Şımarık, das auch auf Englisch (Kiss Kiss) und anderen Sprachen erscheint. Er wird zu einem internationalen Star der Popmusik und scheint endgültig am Gipfel des Olymp angekommen. Der „Prinz des Pop“ bringt weitere erfolgreiche Alben wie Adını Kalbime Yaz (Schreib meinen Namen in dein Herz) oder Ahde Vefa heraus. Für seine Musik erhielt er unzählige nationale und internationale Auszeichnungen. Musikalisch betrachtet ist es in den letzten Jahren etwas ruhig geworden um den König der türkischen Popmusik.
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Selten gab es eine türkische Rockgruppe, die 1968 gegründet, den Stil des anatolischen Rock so eindrucksvoll prägte wie die Band Moğollar.
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Bergkarabach-Konflikt
Medien: Deutsch-Aserbaidschaner kritisieren „einseitige Berichterstattung“
„Bedauerlicherweise muss ich einen Mangel an objektiver Berichterstattung, die zu den Grundbedingungen demokratischer Gesellschaft gehört, feststellen. Seit dem Aufflammen des Konfliktes kursieren in der Medienlandschaft die Wortverbindungen wie ´das mehrheitlich muslimische Aserbaidschan´ – ´das islamisch geprägte Aserbaidschan´ – ´christliche Karabach- Armenier´. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich ausschließlich um einen territorialen und nicht um einen religiös-motivierten Konflikt handelt, möchte ich zum Ausdruck bringen, dass solche ´Hilfswörter´ zur Verbesserung der Situation im Südkaukasus keinen positiven Beitrag leistet.“Des Weiteren hat Shefatja hervorgehoben, dass Aserbaidschan „ein säkularer und multinationaler Staat ist, wo unterschiedliche religiösen, ethnischen Gruppen seit Jahrhunderten friedlich zusammenleben“. „Die hiesigen Medien stellen Aserbaidschan als Invasoren und Aggressor, und die Armenier stets als Opfer dar. Dabei ist Bergkarabach Teil Aserbaidschans. Wie können wir Invasoren unseres eigenen Landes sein?“, kritisiert auch Aslan Mammedov, der seit 30 Jahren in Dortmund lebt. In der aserbaidschanischen nördlichen Provinz Zakatala leben unterschiedliche ethnische Gruppen wie Zachuren, Awaren und Lesgier. Laman Gurbanova stammt aus dieser Region. Ihre Mutter ist Zachurin, ihr Vater ein Aserbaidschaner. In Aserbaidschan sind oft solche gemischte Familien anzutreffen, wobei die Religion kaum die Rolle spielt. „Aserbaidschan ist unser Land und unsere Heimat. Wir sehen jeden Angriff auf die aserbaidschanischen Territorien als einen Angriff auf uns und sind bereit, jeden Angriff gemeinsam zu überstehen“, so Laman Gurbanova. f Im Norden Aserbaidschans leben die Lesgier, die zur kaukasischen Volksgruppe gehören. Mahammad Rahmanov gehört zur lesgischen Volksgruppe in Aserbaidschan. Er studiert Computerwissenschaften in Göttingen. Im Gespräch betont Mahammed, dass „wir alle Aserbaidschaner sind, egal von welcher Ethnie oder Nationalität wir abstammen: Aserbaidschaner, Lesgier oder Talyschen. In dieser Zeit müssen wir alle für Aserbaidschan zusammenhalten und zur Befreiung Karabachs unseren Beitrag leisten.“ Aserbaidschan führt seiner Meinung nach einen Befreiungskrieg, denn die UN-Resolutionen, so Rahmanov, seien seit 27 Jahren nicht implementiert und angewendet worden. Ramin Shikhiyev kommt aus dem südlichen Teil Aserbaidschans. Im Süden Aserbaidschans leben sehr viele Talyschen, die zur iranischen Volksgruppe gehören. Ramin ist in Deutschland als Arzt beschäftigt. „In Deutschland gibt es ja sehr viele Ärzte aus Aserbaidschan, ich bin einer von ihnen. Ich bin bereit, als Arzt an der Frontlinie in Aserbaidschan unsere verwundeten Soldaten zu behandeln. Ich habe den Appell der armenischen Seite an die aserbaidschanischen Bewohner gelesen. Als gebürtiger Lenkoraner (eine Stadt im Süden Aserbaidschans Anm. d. Red.) möchte ich betonen, dass alle in Aserbaidschan lebenden Bürger, ganz gleich welcher Ethnie, jederzeit bereit sein werden, unsere Heimat zu schützen“, so Ramin Shikhiyev. Nijat Rzayev studiert in Deutschland Informatik. Obwohl Nijat in Baku geboren und aufgewachsen ist, weist er darauf hin, dass „Berg-Karabach historisch betrachtet aserbaidschanisches Territorium ist“. Er verurteilt die fast dreißigjährige illegale Besetzung der aserbaidschanischen Territorien sowie die Vertreibung von Aserbaidschanern durch das armenische Militär. Dennoch hofft er, dass „die Aserbaidschaner bald wieder in ihre historisch angestammten Gebiete zurückkehren können und somit im Kaukasus wieder Frieden einziehen wird“. Am Beispiel der hier getätigten Aussagen ist deutlich zu erkennen, dass die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit keinen Einfluss darauf hat, inwieweit sich Bürger Aserbaidschans zugehörig zu diesem Land fühlen. Wer in Aserbaidschan geboren und aufgewachsen ist, ist und bleibt ein Leben lang Aserbaidschaner und damit natürlich auch dem Land und seinen kulturellen Gegebenheiten verbunden. Auch wer nicht zwingend einer muslimischen Minderheit wie den Russen oder Bergjuden angehört, fühlt sich in diesem Fall als Aserbaidschaner und empfindet damit eine tiefe Loyalität gegenüber seiner Heimat und seinen Mitmenschen. Diese Loyalität ist es auch letztendlich, die die Gesellschaft im Land zusammenhält und die hoffentlich bald einen erfolgreichen Ausgang der Auseinandersetzungen um Karabach für Aserbaidschan zur Folge haben wird.
Dieser Kommentar gibt die Meinung der Autoren wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Asif Masimov
Asif Masimov hat Internationale Beziehungen und Politikwissenschaften studiert. Er ist Doktorand im Fach Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er bloggt auf masimovasif.net zu historischen und politischen Themen rund um Deutschland, Aserbaidschan und Russland.
Matthias Wolf
Matthias Wolf, geb. 1987 ist Sprachwissenschaftler, Publizist und Dozent für romanische und slawische Sprachen. Er forscht ebenfalls im Bereich der Turksprachen und begann im Zuge dieser Studien, sich mit Aserbaidschan und dessen Kultur und Politik zu beschäftigen. Auch Themen wie „Russland und Europa“, „Aserbaidschan als Kulturraum zwischen den Kontinenten“ und „Musik und Film in der aserbaidschanischen SSR“ gehören zu seinen Arbeitsfeldern.
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„Seit dem ersten Tag der Auseinandersetzung verfolge ich achtsam die deutschen Medien, um deren Berichterstattung zu beurteilen. Die ersten Tage war dies aus meiner Sicht zum großen Teil ausgewogen. In den letzten Tagen wurde ich hingegen sehr enttäuscht.“UN: Armenische Truppen müssen aserbaidschanische Territorien verlassen
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Kommentar: „Ich habe in den letzten Tagen die Berichterstattung eines großen Teils der deutschen Presse zum Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan näher durchleuchtet. Diese ist nicht nur von einer einseitigen Parteinahme zugunsten von Armenien geprägt, sondern von einer Terminologie, die mit investigativem und sachlichem Journalismus wenig gemein hat.“
Kommentar: „Bei Armeniern wird der christliche Glaube hervorgehoben“
Beamtenbund will Warnstreiks in Kitas und Kliniken nach dem 15. Oktober ausweiten
„Die Kommunen haben über die Länder vom Bund Milliarden bekommen, um die Folgen der Pandemie abzufedern. Zudem geht es hier genau um die Menschen, die die Gesellschaft im Frühjahr noch beklatscht hat: um Krankenpfleger, Altenpfleger und Mitarbeiter im Gesundheitsdienst, Ordnungsämtern und Jobcentern.“Der Beamtenbund vertritt neben den Beamten 400.000 Angestellte. In der aktuellen Tarifrunde für Bund und Kommunen fordert er 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens 150 Euro.
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Bergkarabach-Konflikt
Kommentar: „Bei Armeniern wird der christliche Glaube hervorgehoben“
„Die von Armenien kontrollierte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan.“Ethnisch-territorialer Konflikt Dieser Hinweis zieht sich durch die gesamte Presse. Bei den Armeniern wird der christliche Glauben hervorgehoben. Die Zeit spricht von „christlichen Armeniern, die Bergkarabach bewohnen“, auch wenn der Konflikt mit Religion wenig zu tun hat. Darauf hatte bereits der Politikwissenschaftler Asif Masimov in seinem wertvollen Beitrag hingewiesen, weil es sich in Wirklichkeit um eine ethnisch-territoriale Auseinandersetzung handelt. Durch den Hinweis auf die Religionszugehörigkeit wird eine Differenzierung der Konfliktparteien in „good and bad guys“ vorgenommen. Fragwürdige Terminologie Bei den Ausdrücken für den Präsidenten bzw. Ministerpräsidenten verwenden manche Medien für den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew den Terminus „Diktator“, obwohl dieser durch demokratische Wahlen vom Volk bestimmt wurde, während hingegen die Legitimität von Nikol Paschinyan in Armenien über jeden Zweifel erhaben zu sein scheint. Auch hier wird dem Leser suggeriert, dass der aserbaidschanische Präsident unrechtmäßig regieren würde und der armenische Ministerpräsident vom Volk durch freie Wahlen bestimmt worden sei. Ein anderes Beispiel sind die Bezeichnungen für die Städtenamen, die sich seit fast 30 Jahren unter armenischer Besatzung befinden. Exemplarisch sei hier die Stadt Hankendi erwähnt, die Hauptstadt von Bergkarabach. Der Spiegel, tagesschau.de und andere Medien finden nichts dabei, den von der Invasionsmacht Armenien verwendeten Städtenamen Stepanakert zu verwenden. Das ist wahrlich kein Ruhmesblatt, was die etablierten Medien bei der Berichterstattung bisher geleistet haben. Minsker-Gruppe und der Status quo Ein anderer Aspekt ist die illegale Besetzung aserbaidschanischen Territoriums seit fast 30 Jahren. Es wird so getan, als ob sich die beiden Konfliktparteien nur wegen der Besetzung Bergkarabachs bekämpfen. Das Armenien neben Bergkarabach weitere 20 Prozent aserbaidschanisches Staatsterritorium rechtswidrig besetzt hält, wird nur am Rande erwähnt. Jetzt fordern die USA, Russland, Frankreich und andere Staaten eine sofortige Waffenruhe, also ausgerechnet jene Staaten, die in den letzten 27 Jahren als Minsker Gruppe eine Lösung für den Konflikt aushandeln sollten, fordern jetzt eine Feuerpause. Diese Staaten waren es, die als Minsker-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in den letzten drei Jahrzehnten eine geradezu meisterhafte Leistung darin erbracht haben, Armenien den Rücken zu stärken, um den Status quo, also die rechtswidrige Besetzung aserbaidschanischen Territoriums zu zementieren. Eine Feuerpause zum jetzigen Zeitpunkt würde Armenien nützen Eine Feuerpause würde Armenien einen Vorteil verschaffen, weil es nach wie vor aserbaidschanische Gebiete besetzt hält und nicht bereit ist, diese zurückzugeben. Es ist eine Ironie der Geschichte, wenn ausgerechnet jetzt von den erwähnten Staaten und von sogenannten Experten eine Feuerpause gefordert wird, aber eine Million Aserbaidschaner, die vor 30 Jahren von den Armeniern aus ihrer Heimat für immer vertrieben wurden, finden nirgendwo Erwähnung. Haben diese Kriegsflüchtlinge es nicht verdient, in ihre Heimat wieder zurückzukehren? Was ebenfalls keine Erwähnung in der Berichterstattung findet, ist der Beschuss von aserbaidschanischen Siedlungen durch armenische Einheiten, bei dem viele Zivilisten ihr Leben verloren haben. Stattdessen wird der Beschuss von armenischen Zivilisten durch die aserbaidschanische Armee behauptet, aber ein Beweis dafür wird nicht vorgelegt. Ferner wird in der Presse behauptet, die Türkei habe „syrische Kämpfer“ nach Aserbaidschan entsendet, um dort die aserbaidschanische Armee zu unterstützen. Auch für diese Behauptung existieren keine Beweise. Einmal abgesehen vom Wahrheitsgehalt derartiger Anschuldigen, soll mit dieser Bezichtigung ein anderer Sachverhalt möglichst nicht thematisiert werden. Nach Medienberichten sollen die USA über 300 Terroristen der YPG/PKK aus den besetzten Gebieten Nordwestsyriens nach Bergkarabach transportiert haben, um Armenien bei der Verteidigung der besetzten Gebiete zu unterstützen. Propaganda gegen Aserbaidschan In der Presse war heute eine Nachricht, wonach der armenische Ministerpräsident vor einem „zweiten Syrien“ gewarnt hätte, und bezog sich auf den angeblichen Einsatz von Söldnern auf aserbaidschanischer Seite. Diese Warnung ist abwegig, weil Armenien selbst bei diesem Konflikt der Aggressor ist und seit dreißig Jahren aserbaidschanisches Territorium besetzt hält und bei der damaligen Invasion von aserbaidschanischem Boden auf die Unterstützung von kampferprobten Söldnern aus dem Libanon zurückgriff. Der armenische Außenminister Mnatsakanyan war mehrere Wochen vor Beginn des eskalierten Konflikts zu einem Besuch in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Interessanterweise hatte dieser vor Ort, bevor die Auseinandersetzungen wieder aufflammten, von der Verlegung von „syrischen Kämpfern“ nach Aserbaidschan berichtet. Wie bereits dargelegt, sollen sich nach Presseberichten mehrere Hundert Terroristen der YPG/PKK in Bergkarabach befinden, um auf armenischer Seite gegen Aserbaidschan Krieg zu führen. Im Syrienkrieg befanden sich aufseiten der Terroristen der YPG/PKK armenische Milizen, die bei den Massakern und ethnischen Vertreibungen gegen die einheimische Bevölkerung aus Arabern, Turkmenen und oppositionellen Kurden mitwirkten. Auch dieser Sachverhalt wird in großen Teilen der Medien leider nicht thematisiert. Iran ist Verbündeter Armeniens Ein weiterer Verbündeter Armeniens ist der Iran. Auch wenn Teheran es offiziell nicht zugibt, existieren laut Presseberichten Beweise, dass der Iran über den Landweg Eriwan mit Waffen und militärischen Gerätschaften versorgt. Zu Beginn der 1990er-Jahre, als der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ausbrach, unterstützte Teheran die Armenier mit Waffen und Ausrüstung. In den sozialen Medien waren vor einigen Tagen Bilder zu sehen, die einen ellenlangen Konvoi aus Militärtankern im Iran zeigten und tonnenweise Dieselkraftstoff nach Armenien transportiert haben sollen. Die Lieferungen wurden vermutlich während der Nacht durchgeführt. Im Iran leben nach Angaben von Experten zwischen 25-35 Millionen Iraner mit aserbaidschanisch-türkischen Wurzeln. Bevor ein Waffenstillstand überhaupt vereinbart werden sollte, wie Präsident Alijew es betont hatte, muss sich Armenien vollständig und ohne Kompromisse aus dem besetzten Gebieten Aserbaidschans zurückziehen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Am 27. September 2020 wurde der Krieg im Südkaukasus neu entfacht. Es geht wieder um die Region Karabach, u. a. das Gebiet Bergkarabach. Die Bergkarabach-Region sowie sieben umliegende Provinzen wurden noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunders durch armenische Truppen besetzt.
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