Corona-Krise
Ärzte und Apotheker erwarten Engpässe beim Grippe-Impfstoff

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Ärzte und Apotheker verzeichnen in den vergangenen Tagen eine erhöhte Nachfrage nach Grippeschutz-Impfungen. Angesichts der gegenwärtigen Corona-Pandemie entschließen sich immer mehr Menschen, der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu folgen und den kostenlosen Impfschutz in Anspruch zu nehmen. Doch die bereitgestellten rund 26 Millionen Dosen reichen rein rechnerisch nicht einmal aus, um alle Risiko-Patienten in Deutschland zu versorgen. Zu dieser Gruppe zählen alle über 60-Jährigen, chronisch Kranke, Mitarbeiter im Gesundheitswesens und alle, die beruflich viele Kontakte haben. Deshalb sieht Dr. Martin Terhardt von der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) dringend Handlungsbedarf. Er sieht die Gefahr eines Engpasses und äußert sich gegenüber dem rbb-Verbrauchermagazin SUPER.MARKT besorgt: „Mein Wunsch wäre tatsächlich eine abgestufte Empfehlung, dass man jetzt erst mal bis Mitte Dezember wirklich den Vorrang denjenigen gibt, die zu den Risikogruppen gehören. Und wenn dann die Situation so ist, dass der Rest der Risikogruppe sich wirklich nicht impfen lassen möchte und es noch genug Impfstoff gibt, dann könnte man das von mir aus auch gerne freigeben.“ Auch eine repräsentative aktuelle Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände besagt, dass sich 38 Prozent der Erwachsenen impfen lassen wollen. Das wären 26,6 Millionen Menschen, und somit mehr als es Impfdosen gibt. Apotheker, die die Impfdosen an Ärzte verteilen, spüren bereits jetzt die erhöhte Nachfrage. Monika Bock aus der Quartierapotheke in Berlin-Schöneberg bilanziert gegenüber dem rbb-Verbrauchermagazin SUPER.MARKT: „Tatsächlich kann man den Impfstoff nicht einfach nachproduzieren, und mit einiger Sicherheit wird es zu einem Engpass kommen.“ Sie habe schon einigen Ärzten, die weitere Impfungen nachbestellen wollten, absagen müssen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hingegen hält weiterhin an ihrer allgemeinen, freiwilligen Impfempfehlung für alle fest. Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der KV Berlin, gegenüber SUPER.MARKT: „Ich glaube, wenn wir es schaffen 26 Millionen mal gegen Influenza zu impfen, dann ist das ein Irrsinnserfolg, der in der Vergangenheit noch nie erreicht wurde.“

Corona-Krise
NRW-Lehrer fordern Maskenpflicht im Unterricht bis Frühjahr 2021

Die Regierung von Armin Laschet (CDU) soll nach dem Willen des nordrhein-westfälischen Lehrerverbands dem Beispiel Bayerns folgen und eine Maskenpflicht im Unterricht einführen. Verbands-Präsident Andreas Bartsch sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“, die Diskussion um die Aufrechterhaltung des Unterrichts in der zweiten Welle nehme kuriose Züge an. „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste die Wärmflasche fordert. Tipps, dass sich die Schüler mit Pullover, Schal und Decke bei geöffneten Fenstern in den Unterricht setzen, gab es ja schon.“ Bartsch verlangte, „diese Pseudodiskussionen“ zu beenden. „Es gibt ein probates Mittel, um einen verlässlichen Schulunterricht in den kommenden sechs Monaten anzubieten: die Maske. Das Gros der Schüler – so unsere Rückmeldungen – hat auch überhaupt kein Problem damit, Mund-Nasen-Schutz im Unterricht zu tragen. Das ist gelernt.“ Bartsch räumte ein, dass es sich bei einer solchen Pflicht um einen Grundrechtseingriff handle. „Aber es geht um eine Abwägung. Wir können doch kein Interesse daran haben, dass wir reihenweise die Schulen wieder schließen müssen. Und das wird ohne Maskenpflicht im Unterricht auf uns zukommen.“ Auch dafür müssten die Voraussetzungen jetzt schnell geschaffen werden. „Die Mittel aus dem Digitalpakt werden immer noch viel zu schleppend abgerufen. Da muss mehr Tempo rein. Deshalb sollte das Land den Eigenanteil der Kommunen kippen und die Mittel voll übernehmen“, so der Lehrer-Vertreter.

Corona-Krise
Privatfeiern und Sperrstunde: Widerstand bei Laschets Koalitionspartner FDP

Die im Zuge der Corona-Eindämmung bundesweit geplante Beschränkung von Feiern in Privaträumen und eine allgemeine Sperrstunde für die Gastronomie ab 23 Uhr stoßen bei der nordrhein-westfälischen FDP auf Widerstand. Die Beschränkung bei Feiern in der Wohnung auf nur noch zehn Personen, sobald die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, will der Koalitionspartner von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nicht mittragen: „Die Unverletzlichkeit der Privatwohnung ist für die FDP eine rote Linie, da hat der Staat auch in Pandemie-Zeiten nichts zu suchen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Auch bei der geplanten allgemeinen Sperrstunde für die Gastronomie in Hotspot-Regionen ab 23 Uhr übten die Liberalen Kritik: „Ich bin skeptisch, ob dem Infektionsschutz mit einer Sperrstunde wirklich gedient ist. Wenn in der Düsseldorfer Altstadt um 23 Uhr alle Gäste gleichzeitig vor die Kneipentüren geschickt werden, könnte die Ansteckungsgefahr sogar eher wachsen“, so Höne weiter. Laschet will an diesem Freitag in einer Schaltkonferenz mit seinem Kabinett und einer anschließenden Beratung mit Kommunalvertretern beschließen, welche Verabredungen aus der Bund-Länder-Konferenz mit Kanzlerin Merkel vom Mittwoch in die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung übernommen werden.

Bergkarabach-Konflikt
Adil Alijew: Armenien tötet seit 28 Jahren aserbaidschanische Zivilisten

Ein Gastkommentar von Adil Alijew – stellvertretender Parlamentspräsident, Aserbaidschan

„Armenien tötet seit 28 Jahren aserbaidschanische Zivilisten“

In einer schwierigen Situation, in der die ganze Welt gegen COVID-19 kämpft, haben die Streitkräfte Armeniens am 27. September 2020 an der ganzen Frontlinie mit Aserbaidschan Provokationen begangen.

Seitdem führt Armenien seine aggressiven Handlungen und Offensiven in Richtung aller Regionen Aserbaidschans durch. Ab dem 27. September beschoss Armenien mit großkalibrigen Waffen und Artillerie das Gebiet entlang der Grenze, einschließlich mehrerer aserbaidschanischer Städte und Dörfer, woraufhin bis zum 13. Oktober 41 Zivilisten getötet wurden. Eine Reihe von zivilen Einrichtungen, Wohnungen und Brücken wurde schwer beschädigt.

Obwohl zwischen Aserbaidschan und Armenien am 9. und 10. Oktober ein Waffenstillstand unterzeichnet wurde, bombardierten armenische Streitkräfte die zweitgrößte aserbaidschanische Stadt Ganja. Ganja liegt 60 km von der Frontlinie entfernt und dort leben nur Zivilisten. Streitkräfte sind vor Ort nicht stationiert. Die armenischen Raketen schlugen in drei Wohnungen ein, in denen nur Zivilisten lebten. Ausländische Diplomaten besuchten bereits den Einschlagsort. Sie können die Angriffe bezeugen. Nach diesen Angriffen starben 10 Menschen und 35 weitere wurden schwer verletzt. Sie befinden sich momentan im Krankenhaus. Wir müssen dazu sagen, dass bereits zwei ganze Familien in Ganja von armenischen Streitkräften ausgelöscht wurden. Mit diesen Angriffen verletzte Armenien das durch Artikel 2 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat jeder geschützte Recht auf Leben. Es sei drauf hingewiesen, dass dies nicht das erste Kriegsverbrechen ist, das von Armenien während des Waffenstillstands begangen wurde. Sie verübten im Juli weitere Terroranschläge gegen Aserbaidschan und griffen infolgedessen Zivilisten an, die im Dorf Aghdam in der Region Tovuz wohnten. Der 76-jährige Azizov Aziz Izzatoglu starb nach der Explosion einer Artilleriegranate, die sein Haus traf. Und 11 Soldaten wurden von der armenischen Armee getötet. Betrachten wir die Analogie der Geschichte, so ähneln diese Angriffe Armeniens, den Angriffen von 1992. Auch heute setzt der armenische Staat schwere Waffen gegen Zivilisten ein. Im Jahr 2017 wurde die zweijährige Zahra Gulijewa zusammen mit ihrer Großmutter von armenischen Streitkräften in der Region Fuzuli in Aserbaidschan getötet. Sie setzen langkalibrige Waffen und Raketen gegen die aserbaidschanische Zivilbevölkerung ein, gleichzeitig töten sie Nutztiere und zerstören Nahrungsmitteldepots mit dem Ziel, die Zivilbevölkerung zum Verlassen ihrer Häuser, Dörfer und Städte zu zwingen. Nach Protokoll 4 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten hat jeder das Recht, sich innerhalb der Grenzen eines Landes frei zu bewegen und seinen Wohnsitz zu wählen. Zweifellos zielte die gegenwärtige Provokation der Regierung Armeniens auf die Vertreibung der Zivilbevölkerung ab. Aus diesem Grund feuerten verschiedene Artilleriewaffen absichtlich auf Wohnhäuser, was zu Toten und Verletzten führte. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat 4 Resolutionen verabschiedet. Und zwar 822, 853, 874 und 884. Diese Resolutionen verurteilen die Besetzung aserbaidschanischer Gebiete und fordern den sofortigen und bedingungslosen Rückzug der Besatzungstruppen Armeniens aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans sowie die Rückkehr der vertriebenen Aserbaidschaner in ihre Häuser. Armenien erfüllt die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Resolutionen nicht. Noch heute greifen sie Zivilisten an und töten sie, zerstören auch alle Gebäude, Wohnungen, Krankenhäuser und andere für zivile Zwecke genutzte Gebäude. Infolge der von der Führung Armeniens veranlassten Provokation wurden nicht nur Militärangehörige, sondern auch Zivilisten zum Ziel großkalibriger Waffen und Raketen. Die oben erwähnten Handlungen Armeniens gegen die aserbaidschanische Zivilbevölkerung stellen ebenfalls eine schwere Verletzung der Genfer Konventionen von 1949 dar. Der großangelegten militärischen Aggression gegen Aserbaidschan Anfang der 90er-Jahre folgten ebenfalls massive brutale Angriffe gegen die Zivilbevölkerung und führten zur Besetzung des aserbaidschanischen Berg-Karabachs und sieben weiterer angrenzender Regionen, zu ethnischen Säuberungen und zur gewaltsamen Vertreibung von mehr als 1 Million Aserbaidschanern von ihrem Land. Leider sind diese Resolutionen von Armenien bis heute nicht erfüllt worden, und dieses Land setzt seine Provokationen bisher fort. Heute fordern wir das Ausland und die internationalen Organisationen auf, die aggressiven Aktivitäten der Armenier fair zu bewerten.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Bergkarabach-Konflikt – Mesut Özil: Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan

Der deutsche Weltmeister von 2014 hat sich in einem Tweet zu den Konflikten um die Kaukasusregion Berg-Karabach geäußert.

Mesut Özil: Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan

Syrien
Nach türkischen Militäroffensiven: Bereits über 400.000 Syrer zurückgekehrt

Ankara – Der Erfolg der grenzüberschreitenden Anti-Terror-Operationen der Türkei habe die freiwillige Rückkehr von über 414.000 Syrern ermöglicht, sagte der türkische Innenminister am Donnerstag. „Dank der Sicherheit, die unsere grenzüberschreitenden Operationen bieten, sind bisher 414.061 Syrer freiwillig in ihr Land zurückgekehrt“, so Süleyman Soylu. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks „beherbergt die Türkei derzeit etwa 3,6 Millionen registrierte syrische Flüchtlinge zusammen mit fast 370.000 Betroffenen anderer Nationalitäten“. Nach vermehrten Terroranschlägen auf türkischem Boden, führte die Türkei zwischen 2016 und 2020 gegen die Terrororganisationen YPG und IS vier grenzüberschreitende Militäreinsätze in Syrien durch – „Schutzschild Euphrat“ und „Olivenzweig“, Friedensfrühling (2019) und Frühlingsschild (2020). Mit über drei Millionen Syrern beherbergt die Türkei die meisten Flüchtlinge aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land. Nach den Worten des türkischen Innenministers Süleyman Soylu habe die Türkei für die Beherbergung von Flüchtlingen bislang mehr als 25 Milliarden US-Dollar (Stand 2019) ausgegeben.

Auch interessant

– Syrienkrise – Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.

Aramäer: „Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“
 

Österreich
Kommunalwahlen in Wien: SÖZ hat ein Wort mitzureden

SÖZ – Eine Erfolgsgeschichte Wien – 1,9 Millionen Menschen (knapp 22 Prozent) der österreichischen Bevölkerung leben in der Hauptstadt Wien. Deshalb waren die diesjährigen Landtags- und Gemeinderatswahlen auch ein wichtiger Test für die politische Gesamtstimmung im Land. Die sozialdemokratische SPÖ unter dem amtierenden Bürgermeister Michael Ludwig konnte die Abstimmung mit 41 Prozent erneut für sich entscheiden. Ludwig befindet sich damit in der komfortablen Situation, sich seine(n) Regierungspartner auszusuchen. Auch wenn die minderheitenfreundliche und sozial-ökologische Kleinpartei SÖZ mutmaßlich nicht unter den Koalitionspartnern der SPÖ zu finden sein wird, so hat sie doch einen Achtungserfolg errungen. Es bleibt also spannend, wie sich die junge, politische Bewegung weiterentwickelt und ob sie es schafft, bundesweite Strukturen aufzubauen und weitere Voraussetzungen zu erfüllen, um an den kommenden Nationalratswahlen 2024 teilzunehmen. Die Zeit dafür ist dementsprechend vorhanden. Erster Schritt ist getan Eines der wichtigsten Etappenziele ist indessen erreicht: Die Partei „Soziales Österreich der Zukunft“, kurz „SÖZ“, mit der Grazer Spitzenkandidatin und ehemaligen Nationalrätin Martha Bißmann sowie dem Wiener Parteigründer Hakan Gördü haben mit der erst im Juni 2019 gegründeten Bewegung den Einzug in mehrere Bezirksvertretungen bei den Regional- und Kommunalwahlen in Wien erreicht. Ein Name – mehrere Bedeutungen Dem Zufall ist es wohl eher geschuldet, dass Söz, das im Türkischen „das Wort“ oder „das Versprechen“ heißt, eine passende Bedeutung besitzt. Sowohl in der österreichischen Öffentlichkeit und Politik als auch innerhalb der im Land stark vertretenen türkischstämmigen Gesellschaft ist der Begriff freilich bestens verwendbar und hat zudem auch noch eine positive Konnotation. SÖZ in sechs Wiener Bezirken vertreten Selbst wenn es für die junge Partei nicht ausreichte, mit 1,2 Prozent Stimmenanteil (8742 Stimmen) in das Wiener Rathaus gewählt zu werden, ist das Ergebnis dennoch beachtlich. Außerdem sollen „geringe finanzielle Mittel und eine unzureichende Berichterstattung den Wahlkampf erschwert“ haben. Das politisch „links der Mitte“ stehende SÖZ, das aus jungen Österreichern mit und ohne Migrationsgeschichte besteht, scheiterte zwar an der für den Einzug in den Gemeinderat Wien benötigten Fünf-Prozent-Hürde, darf sich aber trotzdem auf sieben Kommunalratsmandate freuen. Die Abgeordneten werden in den kommenden fünf Jahren ihre Partei in den sechs verschiedenen Bezirken der Hauptstadt vertreten.
(Foto: Screenshot/Facebook)
Martha Bißmann wird Bezirksrätin für Ottakring Martha Bißmann, frühere Nationalrätin der „Liste Pilz“ und von 2017 bis 2019 Abgeordnete im österreichischen Parlament, die sich seit Jahren für die Rechte von Minderheiten und Frauen einsetzt, wird das SÖZ im Bezirksrat Wien-Ottakring repräsentieren. Einsatz für Klimaschutz und die Rechte von Frauen und Minderheiten Als das österreichische Parlament im Mai 2019 ein Verbot von Kopftüchern an Grundschulen beschloss, ging Martha Bißmann, damals als parteilose Abgeordnete, ans Rednerpult und kritisierte das Vorhaben der damaligen rechtskonservativen Regierung aus ÖVP und FPÖ mit scharfen Tönen. Bißmann wurde durch ihren Apell über Nacht eine Berühmtheit in der islamischen Welt und unter den Muslimen in Europa. Aus Solidarität für die muslimischen Mädchen und Frauen in Österreich sowie für das Selbstbestimmungsrecht der Frau trug die ehemalige Nationalratsabgeordnete in dieser Parlamentsrede, die millionenfach geteilt und angesehen wurde, demonstrativ ein Kopftuch. „Erst werden Vorurteile genährt, dann folgt verbale und physische Gewalt, zum Schluss der Genozid.“
Aufgrund solch mahnender Sätze und ihrer Solidarität mit Frauen und Minderheiten erhielt die Politikerin Todesdrohungen von Rechtsextremisten und Islamfeinden. Andererseits schlossen Millionen von Menschen die 40-jährige Diplom-Ingenieurin in ihr Herz, sodass Bißmann seither für viele als Brücke zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheit anerkannt ist. Überdies setzt sich die Politikerin mit der markanten Frisur für Klimaschutz und Umweltthemen ein. Gördü für die Bezirksvertretung Favoriten gewählt Darüber hinaus wird der gebürtige Wiener und Parteiobmann Hakan Gördü seinen Heimatbezirk Wien-Favoriten als Bezirksrat vertreten. Der gesellschaftlich-politische Pfad, den Österreich in den letzten Jahren eingeschlagen hat, der überdies auch das gemeinschaftliche Klima des Friedens und Zusammenlebens im Land zunehmend unter Druck setzt, haben beim Menschenrechtsaktivisten und Naturwissenschaftler Gördü ihre Spuren hinterlassen. Der Österreicher, dessen Vorfahren aus der Türkei stammen und dessen Großvater als Gastarbeiter in die Alpenrepublik einwanderte, benennt Populismus, Diskriminierung und Rechtsruck als Gefahren, die gepaart mit Vorurteilen und Ängsten, für eine Verunsicherung und Spaltung der Gesellschaft führen können. „Die Qualität einer Demokratie misst man im Umgang der Gesellschaft mit ihren Minderheiten“, betont Gördü gerne in seinen Plädoyers für ein besseres Österreich. Partizipation, Vielfalt, Umwelt SÖZ möchte eine Gesellschaft mitgestalten, „die nicht von Angst und Unsicherheit getrieben wird, sondern durch Zuversicht und Vertrauen“. Die letzten Jahre hätten demonstriert, dass Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit kein Zustand sei in dem man verweile, sondern Errungenschaften die man immer wieder auf Neue erstreiten und erkämpfen müsse. „Sozial und solidarisch entgegnen wir den Herausforderungen unserer Zeit.“ Und weiter: „Wir achten Werte wie Ehrlichkeit, Anstand, Wissenschaftlichkeit und Empathie um gegen den immer stärker werdenden Rechtsruck ein Gleichgewicht zu sein.“ Politische, soziale und gesellschaftliche Partizipation sowie Anerkennung von Diversität scheinen dem Parteivorsitzenden ein wichtiges Anliegen zu sein. Aber das sind nicht die einzigen Inhalte, die Gördü wichtig sind. In einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung Krone wies der 36-jährige Politiker auf weitere Anliegen hin:
„Wir fordern Gendergerechtigkeit in Österreich. Dazu gehört auch, dass Menschen nicht aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit diskriminiert werden. Der Klimaschutz ist ein zentraler Punkt bei uns.“
Darüber hinaus gab sich der selbständige Unternehmer betont arbeitnehmernah und forderte eine geringere Besteuerung von Löhnen und Gehältern. Zudem setzt sich die Bewegung für das allgemeine Wahlrecht nach fünf Jahren Aufenthalt in Österreich sowie die arbeitnehmerfreundliche 30-Stunden-Woche ein. Minderheitenschutz Im Juli 2020 forderte der Parteivorsitzender Gördü die gesetzliche Anerkennung der muslimischen und evangelischen Feiertage in der Donaurepublik. Einige Tage später verlangte der Parteiobmann die „Anerkennung des Minderheitenstatus für Türk*innen und Angehörige der Ethnien des ehemaligen Jugoslawien in Österreich“ und machte sich für den Schutz der Muttersprache dieser Volksgruppen stark. Statistiken zeigen, dass in Österreich (Stand: 1. Januar 2020) 302.294 Personen aus den drei größten Volksgruppen des ehemaligen Jugoslawiens (Serben, Bosnier und Kroaten) lebten. Dagegen wohnten zum selben Zeitpunkt 117.607 türkische Staatsangehörige in der Donau- und Alpenrepublik. Mit Optimismus in die Zukunft Der Zukunft sehen die jungen Politiker, die sich zugleich auch als Menschenrechtsaktivisten verstehen, positiv entgegen: So könnte SÖZ 2022 etwa bei der Gemeinderatswahl in Martha Bißmanns ursprünglicher Heimatstadt Graz antreten. Und auch der Aufbau bundesweiter Strukturen im Hinblick auf die nächste Nationalratswahl sei denkbar. Aber auch in finanzieller Hinsicht strahlen die Funktionäre Optimismus aus: Mit diesem Wahlergebnis, so bescheiden er auch sein mag, darf SÖZ mit einer Parteienförderung von bis zu 90.000 Euro jährlich rechnen. Für die nächsten Jahre planen die Funktionäre mit etwa 400.000 Euro an staatlicher Unterstützung. Wenn ferner diese Summe noch durch Mitgliedsbeiträge und sonstige Spenden ergänzt wird, sei das eine gute Basis für eine erfolgreiche Arbeit für die kommende Legislaturperiode, so Gördü. Sicher ist: Auch andere Parteien haben einmal klein angefangen. Und: Für die Integration der Minderheiten, die Chancengleichheit und die Vielfalt in Österreich ist SÖZ bereits jetzt die Zukunftspartei schlechthin.

Investitionen
Birger Dehne: Immobilien – sind sie noch die richtige Anlage fürs Vermögen?

Der Immobilienmarkt ist derzeit in Bewegung, denn auf der einen Seite herrscht in den Großstädten akuter Wohnungsmangel und die Folge sind absolut überteuerte Wohnungen, auf der anderen Seite herrscht auf dem Land teilweise ein beklagenswerter Leerstand. Dass sich an dieser Situation kurzfristig etwas ändern würde, davon war bisher nicht auszugehen. Doch durch die Corona Krise ist es nun in beinahe allen Lebensbereichen nicht nur zu deutlichen Einschnitten, sondern auch zu vielen Veränderungen gekommen. Diese Krise führte dazu, dass sich das Home-Office wie ein Lauffeuer verbreitet hat und sich inzwischen einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Durch die Möglichkeit der dezentralen Arbeit wird sich automatisch der Wohnungsmarkt verändern. Genau diese Entwicklung haben Experten wie Birger Dehne bereits seit langem kommen sehen. Die Frage lautet also weniger, ob sich Immobilien noch als Anlage lohnen, sondern viel eher, wo sie sich besonders lohnen.
Birger Dehne, ein Experte und Inhaber eines Immobilienimperiums
Vollkommen unbemerkt von der Öffentlichkeit begann Birger Dehne, sein Immobilienimperium aufzubauen. Alles begann mit dem Kauf eines Mehrfamilienhauses mit 8 Wohneinheiten. Heute besitzt Birger Dehne Immobilien in einem Umfang von mehreren tausend Gebäuden deutschlandweit. Bevor der heutige Experte Birger Dehne Selfmademan wurde, machte er in jungen Jahren ein Schulpraktikum in der Immobilienbranche. Vor Ort fiel dem damals 16-jährigen sofort auf, dass sich absolut niemand für Mehrfamilienhäuser interessierte. Anders als viele andere erkannt der junge Mann schon damals das riesige Potenzial was hier schlummerte. Darum hielt er an der Idee fest, sich möglichst bald sein erstes Einfamilienhaus zu kaufen. Mittels der Birger Dehne Foundation zeigt er heute ein sehr großes soziales Engagement. Außerdem fördert die Birger Dehne Stiftung zahlreiche Projekte in Forschung, Umweltschutz und Wissenschaft. Als Grundlage zur Förderung dieser Projekte wird das Birger Dehne Vermögen genutzt.
Die Veränderung des Wohnungsmarktes durch die Weiterentwicklung der Technologien
Durch die neu erworbenen Möglichkeiten, die die Weiterentwicklung der Technologien bereitstellen, ist die dezentrale Arbeit nun möglich geworden. Das führt laut Birger Dehne zu einer zunehmenden Abwanderung aus den Stadtzentren in die B, C und D Lagen. Die Weiterentwicklung sorgt dafür, dass eine nie dagewesene Unabhängigkeit Einzug in das Alltagsleben hält. Die meisten anfallenden Büroarbeiten lassen sich inzwischen mühelos von zu Hause aus erledigen. Auch das Bildungsproblem hat sich beinahe in Luft aufgelöst. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, in einer Großstadt an die Uni zu gehen, denn ebenso ist es auch möglich, digital zu studieren. Auch das Einkaufen ist heute mit wenigen Klicks erledigt, lange Einkaufsfahrten entfallen damit ebenfalls. Und selbst die sozialen Kontakte finden zunehmend über das Internet statt.
Veränderung auf dem Wohnungsmarkt durch Abwanderung
Home-Office gibt es schon lange, doch bis vor kurzem hatte es eher ein echtes Nischendasein. Trotz verschiedener Studien, die deutlich gezeigt haben, dass die Arbeitnehmer nicht nur produktiver arbeiten, sondern zusätzlich auch noch viel seltener krank sind, war die Skepsis sehr groß. Durch den Lock Down hat sich das deutlich verändert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wissen inzwischen nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber die Vorteile, die die dezentrale Arbeit mit sich bringt, durchaus zu schätzen. Für den Wohnungsmarkt zieht diese Entwicklung weitreichende Folgen nach sich. Die Attraktivität der Großstädte beruhte vor allem auf der Tatsache, dass man hier der Arbeit nachgehen konnte, die man anstrebte, und natürlich auch die Bildung erwerben konnte, die man sich vorgestellt hatte. Doch nun, da die dezentrale Arbeit und Ausbildung in den Mittelpunkt gerückt sind, verändert sich auch für den Wohnungsmarkt sehr vieles. Auch Birger Dehne ist der Auffassung, dass sich der Wohnungsmarkt deutlich verändern wird. Bisher war es immer notwendig, in kleinen und vollkommen überteuerten Stadtapartments zu wohnen, um der Arbeit oder dem Studium nachgehen zu können. Doch nun ist es plötzlich möglich, in den Randgebieten zu wohnen. Gemeint sind damit die B, C und D Lagen. Diese bisher eher unattraktiven Lagen könnten sogar der jetzigen A Lage den Rang ablaufen. Dank der Technologien ist es nun möglich, außerhalb der Stadt gemütlich im Grünen zu wohnen und dennoch dem hochdotierten Job in der Metropole nachzugehen. Zukünftig entfallen durch das Home-Office unter anderem stressige Fahrten im Berufsverkehr. Birger Dehne geht unter anderem davon aus, dass die Möglichkeit des dezentralen Arbeitens für die Abwanderung aus den Ballungszentren verantwortlich sein wird.
Die Veränderungen durch die dezentrale Arbeit
Die dezentrale Arbeit verändert aber nicht nur das Leben der Arbeitnehmer, denn auch für die Arbeitgeber wird sich künftig einiges ändern. Da die Arbeitnehmer nun von zu Hause aus arbeiten, bedeutet das für die Arbeitgeber, dass sie nicht mehr so große und auch nicht so teure Büros benötigen. Mehr und mehr wird dieses Einsparpotenzial von vielen Unternehmen erkannt. Die Folge dessen könnte sein, dass Büroimmobilien in den Top Lagen zukünftig deutlich weniger attraktiv sein werden.
Die Folgen für den Wohnungsmarkt
Bei der Frage ob Immobilien noch immer eine passende Anlage sind, sollte die Antwort lauten, ja sicherlich, doch man sollte hierbei auf eine veränderte Zukunft achten und entsprechend vorgehen. Besonders Immobilien in den jetzigen B, C und D Lagen könnten durchaus besonders attraktiv und gewinnbringend sein.

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– USA – Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Ein weiterer Tweet des Tesla-Gründers Elon Musk wird in der Türkei gefeiert und geht viral. Auf die Frage, was er in Deutschland am liebsten esse, antwortet der Multimilliardär mit „Döner Kebab“.

Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner

Digital-News
Online mit Gutscheinen und Coupons sparen: So geht’s

Gutscheine und Coupons finden sich heute überall. Nur noch selten müssen sie in Papierform aus der Zeitung ausgeschnitten werden. Stattdessen sind die heute auch in Form von Online-Gutscheinen und Codes sowohl über Apps als auch über soziale Netzwerke verfügbar. Insbesondere im Internet-Handel lässt sich mit Online-Codes und -Gutscheinen ordentlich sparen. Gleichzeitig gibt es auch einiges zu beachten.
Online-Gutschein – Was ist das eigentlich?
Unter dem Begriff des Gutscheins können in erster Linie zwei Dinge verstanden werden:
  • Eine Urkunde, die Ihrem Inhaber einen Anspruch auf eine bestimmte Leistung verschafft. Diese Art des Gutscheins ist insbesondere in Form von Geschenkgutscheinen bekannt.
  • Ein Coupon, der dem Inhaber ermöglicht, einen bestimmten Rabatt zu erhalten. Diese Form des Gutscheins ist die, die gemeinhin unter dem Begriff des Online-Gutscheins verstanden wird.
Der Online-Gutschein kann dabei über den Aussteller selbst, über spezialisierte Gutscheinportale im Internet oder über Influencer in sozialen Netzwerken bezogen werden. Genau wie die Gutscheine, die früher aus Zeitschriften und Magazinen ausgeschnitten werden konnten, berechtigtet er den Inhaber dazu, einen bestimmten Rabatt oder ein Warengeschenk zu erhalten. Welchen Rabatt bzw. welchen Vorteil der Online-Gutschein seinem Inhaber im konkreten Fall verschafft, kann ganz unterschiedlich sein. Besonders oft werden mit Online-Gutscheinen allerdings prozentuale Rabatte, die vom Kaufpreis eines Produkts abgezogen werden, gewährt. Denkbar ist aber auch, dass der Gutschein seinem Inhaber ein Warengeschenk oder einen festgelegten Preisnachlass sichert.
Haben Online-Gutscheinen einen Haken?
Statistiken zufolge hat die Mehrzahl der Bundesbürger bereits gute Erfahrungen mit Coupons und Online-Gutscheinen gemacht. Doch bedeutet das auch, dass sich Gutschein-Angebote stets lohnen? Ob sich ein Angebot lohnt oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Bezieht sich der Gutschein auf Produkte, die der Verbraucher bereits kennt und ohnehin kauft, können sich Gutschein-Angebote durchaus lohnen. Trägt der Käufer sich beispielsweise für den Newsletter eines ihm bekannten Herstellers ein und bekommt im Gegenzug einen Rabatt auf seinen nächsten Einkauf, hat das Sparangebot keinen Haken. Verleitet das Gutschein-Angebot den Käufer hingegen dazu, Waren zu kaufen, die er eigentlich gar nicht braucht, ist eine Ersparnis hingegen nicht gegeben. Hellhörig werden sollten Verbraucher außerdem dann, wenn bestimmte Anbieter sehr oft mit „2 für 1-Angeboten“ oder einer Ersparnis von 50 Prozent und mehr locken. Diese Angebote deuten darauf hin, dass die angebotenen Produkte ihren vollen Preis eher nicht wert sind und deshalb regelmäßig per Gutschein „verschenkt“ werden.
Kostenlose Gutscheine finden – So geht‘s
Wer sich durch Online-Gutscheine verleiten lässt, unnütze Anschaffungen zu tätigen, spart nicht wirklich. Wer Online-Gutscheine jedoch gezielt einsetzt, um Produkte, die ohnehin benötigt werden, günstiger zu shoppen, kann echte Schnäppchen schlagen. Das gilt aber selbstverständlich nur dann, wenn die passenden Gutscheine vor dem Kauf auch gefunden werden. Nicht immer erreichen Online-Gutscheine Interessenten nämlich direkt per Mail. Manchmal ist stattdessen auch etwas Eigeninitiative beim Aufspüren passender Schnäppchenangebote gefragt. Doch wo lassen sich Gutscheine, die zu den eigenen Interessen passen, finden? Beim Auffinden passender Angebote helfen heute verschiedene Online-Gutscheinportale weiter. Hier lassen sich Gutscheine und Angebote oft nach Kategorien oder Marken durchstöbern und passende Gutscheinangebote finden. Oft helfen die Portale auch dabei, Gutscheine und Coupons zu entdecken, die sich miteinander kombinieren lassen. Ebenfalls hilfreiche beim Auffinden von Gutscheinen und Rabattcodes sind soziale Netzwerke. Auf Facebook oder Instagram werben viele Hersteller direkt mit Rabatten für ihre Produkte. Außerdem helfen auch spezielle Gutschein- und Coupon-Gruppen auf Facebook dabei, die besten Angebote zu finden.
Mindestbestellwert und andere Beschränkungen: Ist das erlaubt?
Online-Gutschein sind besonders oft mit einem vorgegebenen Mindestbestellwert verbunden. Erst dann, wenn der Kunde für eine bestimmte Summe bestellt, kann er den Gutschein verwenden und ihm wird ein festgelegter Prozentsatz des Gesamtbestellwertes erlassen. Außerdem ist es auch möglich, dass Gutscheine nur auf bestimmte Produkte oder Produktgruppen anwendbar sind. Für Verbraucher ist das manchmal ärgerlich. Dennoch ist die Vorgehensweise aber absolut zulässig. Schließlich ist der Verkäufer gar nicht dazu verpflichtet, seinen Kunden Rabatte mittels Online-Gutschein zu gewähren. Tut er es dennoch, stellt das ein freiwilliges Entgegenkommen dar. Dementsprechend kann der Verkäufer die Gutscheinkonditionen selbst frei wählen und festlegen. Das Versprechen, dass er seinem Kunden gegenüber jedoch einmal angegeben hat, muss er anschließend auch halten.
Gutschein abgelaufen? Wie lange müssen Gutscheine gültig sein?
Gutscheine sind häufig nicht nur mit einem Mindestbestellwert verbunden, sondern auch in ihrer Gültigkeitsdauer beschränkt. Das Ablaufdatum dient dabei dazu, den Kunden möglichst zügig zum Kauf der rabattierten Produkte zu bewegen. Warum der Verkäufer den Verkaufsprozess beschleunigen will, kann dabei mehrere Gründe haben. Oft geht es dabei jedoch darum, Auslaufmodelle oder ältere Kollektionen abzuverkaufen. Nicht selten handelt es sich jedoch auch um ganz reguläre verkaufsfördernde Maßnahme. In diesem Falle hat die Befristung keinen bestimmten Grund, sondern dient lediglich dem zügigen Verkauf. Ganz gleich um welchen Fall es sich handelt: Selbstverständlich ist der Verkäufer auch dazu berechtigt, einen Gutschein nur zeitlich begrenzt anzubieten. Wie schon gesehen, handelt es sich bei Online-Gutscheinen um ein freiwilliges Entgegenkommen des Verkäufers an seine Kunden. Wie er dieses ausgestaltet und ob er es zeitlich begrenzt, bleibt ihm selbst überlassen.  

Corona-Krise
Lauterbach fordert komplettes Reiseverbot für Menschen aus Hotspots

Düsseldorf – SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der hohen Infektionszahlen in Deutschland ein Reiseverbot für Menschen aus besonders betroffenen Regionen gefordert. „Um vor die Welle des exponentiellen Wachstums zu kommen, sollten Reiserückkehrer und Reisewillige nicht mehr getestet werden“, sagte Lauterbach der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Für besonders hohe Infektionszahlen sollte für die Region dann besser sogar ein komplettes Reiseverbot gelten, bis sich die Lage dort beruhigt hat.“ Lauterbach kritisierte in dem Zusammenhang, dass es keine Einigung zum Beherbergungsverbot gegeben habe. „Es bleibt falsch, dass die Länder bis zum 8. November beim Beherbergungsverbot völlig unterschiedliche Regelungen treffen und Negativtests verlangen“, sagte er. Das nehme insbesondere in den Ballungsräumen wichtige Testkapazitäten weg. „Die Labore arbeiten am Anschlag, Reagenzien fehlen und sie können die Ergebnisse häufig nicht mehr rechtzeitig melden. Auch immer mehr Gesundheitsämter kommen nicht hinterher.“ Die Gesundheitsämter in den Hotspots bräuchten jetzt sehr schnell Hilfe von Bundeswehr und Bundespolizei, um die Menschen in Infektionsketten zu informieren und in Quarantäne zu schicken“, sagte Lauterbach. Mit Blick auf das von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Ultimatum von zehn Tagen für mögliche weitere Verschärfungen sagte der SPD-Politiker: „Ich bin persönlich leider nicht zuversichtlich, dass die Zahl der Infektionen mit diesen Maßnahmen allein binnen zehn Tagen stagnieren wird. Dafür ist das Infektionsgeschehen in NRW, Berlin und anderen Ballungsräumen wahrscheinlich bereits zu groß.“  

US-chinesische Spannungen
China: Präsident Xi Jinping fordert Armee zur Kriegsvorbereitung auf

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Peking – Bei einem Besuch eines Militärstützpunktes in der südlichen Provinz Guangdong forderte der chinesische Präsident Xi Jinping die Truppen auf, „all ihre Energie in die Vorbereitung eines Krieges zu investieren“. Wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf eine Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, habe Chinas Präsident die Soldaten aufgefordert „in höchster Alarmbereitschaft“ und „absolut loyal und zuverlässig“ zu sein. Der Besuch Streitkräfte fand inmitten der Spannungen zwischen China und den USA – wie etwa der Handelsstreit oder Meinungsverschiedenheiten über Taiwan – statt, die, wie CNN schreibt, nach wie vor auf dem höchsten Stand der letzten Jahrzehnte sind. Die US-Regierung hatte im Juli angekündigt Taiwan Waffen und Militärgeräte in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar verkaufen. Dies werde dem Land helfen, “Bedrohungen zu begegnen”. In einer scharfen Reaktion aus Peking forderte der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, Washington auf, „unverzüglich alle Pläne zum Waffenverkauf an Taiwan zu annullieren“ und alle „militärischen Beziehungen zwischen den USA und Taiwan“ abzubrechen. Obwohl Taiwan nie unter der Kontrolle der regierenden Kommunistischen Partei Chinas stand, beharren die Pekinger Behörden darauf, dass die demokratische, selbstverwaltete Insel ein integraler Bestandteil ihres Territoriums ist. „Chinas Marine hält demonstrativ See-Manöver in der Nähe von Taiwan ab. Die staatlich gesteuerten Medien des Landes berichten ausführlich. Zuletzt haben chinesische Kampfjets mehrmals die Trennlinie überflogen, die den chinesischen vom taiwanischen Luftraum abgrenzt. Die Regierung von Taiwan protestierte und ließ in den vergangenen Tagen mehrmals Abfangjäger aufsteigen, um die eindringenden chinesischen Maschinen abzudrängen. Ernsthaft passiert ist bisher nichts, doch rhetorisch hat sich der Konflikt zuletzt erheblich hoch geschaukelt“, berichtet die Tagesschau.