Angriffspläne gegen Touristen
Israel warnt vor iranischen Killerkommandos in Istanbul

0
Tel Aviv – Vertreter der israelischen Streitkräfte glauben, dass ein iranischer Angriff auf Israelis in Istanbul im Gange ist und in den nächsten Stunden (Freitag) stattfinden könnte. Am Freitagnachmittag trafen sich die Leiter des Verteidigungsministeriums, darunter der Chef des Mossad und der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, um die Bedrohung für Israelis in der Türkei zu bewerten. Obwohl es den israelischen und dem türkischen Geheimdiensten bisher gelungen ist, die Pläne der in Istanbul ansässigen Zelle zu vereiteln, wurden ihre Mitglieder noch nicht verhaftet und halten sich weiterhin in der Stadt auf. Mitglieder anderer iranischer Zellen wurden Anfang dieser Woche im Zuge der Zusammenarbeit zwischen israelischen und türkischen Sicherheitsbehörden verhaftet, aber sie warnten, dass weitere Gruppen noch aktiv seien. Lapid Außenminister Jair Lapid dankte der türkischen Regierung für ihre Bemühungen, „das Leben israelischer Bürger zu schützen“. Am Montag sprach Israel die höchste Reisewarnung für Istanbul aus und Lapid rief seine Landsleute auf, „so schnell wie möglich“ aus der Türkei auszureisen. Für Israelis bestehe eine „reale und unmittelbare Gefahr“ durch iranische Agenten. Für den Rest des Landes wurde eine mittlere Reisewarnung herausgegeben, die die Israelis auffordert, nicht unbedingt notwendige Reisen zu vermeiden. Ende Mai hat der Nationale Sicherheitsrat Israels seine Reisewarnung für die Türkei überarbeitet. Anlass für die aktualisierte Warnung waren iranische Drohungen, die auf die Ermordung des iranischen Oberst Hassan Sayyad Khodaei gefolgt waren. Die Iraner haben die Tötung von Khodaei, einem hochrangigen Mitglied der Quds-Truppe der iranischen Revolutionsgarden, Israel zugeschrieben. Teheran beschuldigt Israel zudem, eine Reihe von Angriffen auf seine nukleare und militärische Infrastruktur verübt zu haben.  

Oleg Kuznetsov
„Türkei kann Transitland für russisches Gas nach Europa werden“

Ein Gastbeitrag von Prof. Oleg Kuznetsov – Historiker

In jüngster Zeit ist die Türkei zu einem der fünf Länder geworden, die in der russischen Presse weltweit am häufigsten erwähnt werden, was zweifellos auf ihre Sonderstellung in Bezug auf die militärpolitische Situation um die Ukraine zurückzuführen ist. Und das ist nicht verwunderlich, wenn wir die Äußerungen und Aktionen der politischen Führung des Landes im Zusammenhang mit dem „ukrainischen Sturm“ zusammenfassen.

Ankara, vertreten durch Präsidenten Erdogan und seine engsten Verbündeten, hat sich trotz des auf sie ausgeübten Drucks von außen wiederholt geweigert, eine Wahl zwischen Moskau und Kiew zu treffen, und sowohl Russland als auch die Ukraine als ihre Partner bezeichnet. Die Türkei ist das einzige Land unter den NATO-Mitgliedsländern, das sich den antirussischen Sanktionen nicht angeschlossen hat und darüber hinaus das Handelsvolumen im Handel mit Russland stetig erhöht, was ihm sehr oft dabei hilft, die Wirtschaftssanktionen und –beschränkungen, die auf Russland von der Europäischen Union, dem britischen Commonwealth und den Vereinigten Staaten auferlegt werden, zu umgehen (in Russland wird dies heute als „Parallelimport“ bezeichnet).

Besonders aufschlussreich war Ankaras Position in der Frage der NATO-Erweiterung auf Kosten Schwedens und Finnlands, in deren Zusammenhang Ankara, nachdem es das Thema ihres NATO-Beitritts mit ihrer Position in der Kurdenfrage verknüpft hatte, gegen ihren Beitritt zum Nordatlantik Allianz tatsächlich ein Veto einlegte. Finnland hat bereits angekündigt, dass es die Grundsätze seiner Außenpolitik nicht zugunsten der Mitgliedschaft in der NATO kompromittieren wird, und damit anerkannt, dass die Türen dieses militärisch-politischen Blocks, solange die Türkei darin ist oder solange Präsident Erdogan an der Spitze dieses Landes steht, ihm verschlossen sind.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass in der westeuropäischen Presse zunehmend Veröffentlichungen von Experten erscheinen, die Ankara vorwerfen, mit dem Kreml befreundet zu sein und der „russischen Aggression“ in der Ukraine nachzugeben.

Wenn Sie die Gesamtheit der oben genannten Ereignisse aus der Sicht Russlands betrachten, mit der ich sie betrachte, dann fallen sofort mehrere völlig rationale und sogar wirtschaftliche Gründe (oder makroökonomische Faktoren) ein, die die Position Ankaras in der Ukraine-Frage erklären. Ich werde versuchen, sie so politisch korrekt wie möglich zu formulieren, um niemandes Gefühle zu verletzen, aber gleichzeitig nicht gegen die Wahrheit und den gesunden Menschenverstand zu versündigen.

Erstens ist die Türkei aufgrund der natürlichen und klimatischen Bedingungen objektiv nicht in der Lage, ihre Ernährungssicherheit zu gewährleisten, hauptsächlich in Bezug auf die Getreideproduktion – Weizen für Brot, Gerste für Bier und Viehzucht. Dessen ist sich Erdogans Regierung durchaus bewusst. Die traditionellen Lieferanten derartiger Agrarprodukte für den türkischen Binnenmarkt waren Russland und die Ukraine, weshalb sich Ankara nicht eindeutig auf die Seite Moskaus oder Kiews stellen kann, will und wird, um die Diversifizierung der Rohstoffquellen aufrechtzuerhalten und sich nicht von der momentanen geopolitischen Lage abhängig machen.

Aus diesem Grund ist die Türkei heute der wichtigste und eigentlich einzige Moderator der Verhandlungen, auf dessen Meinung der Kreml bei der Lösung der Frage der Blockade des Exports von ukrainischem Getreide aus den Häfen der nördlichen Schwarzmeerregion, in Übereinstimmung mit zuvor abgeschlossenen internationalen Verträgen, hören könnte.

Gleichzeitig befindet sich Ankara in einer äußerst unbequemen und zweideutigen Lage: Einerseits kann es aufgrund der Getreideabhängigkeit nicht nach dem Vorbild von Ländern, die Restriktionen gegenüber Russland eingeführt haben, Druck auf den Kreml ausüben.

Andererseits kann die Türkei auch nicht ihre eigenen Interessen und ihre Ernährungssicherheit opfern, um vor dem Hintergrund von 80 Prozent Inflation nicht zusätzlich von einer Nahrungsmittelknappheit und damit einhergehenden Brotunruhen in Städten konfrontiert zu werden.

Zweitens wurde die Türkei unter den Bedingungen, als die saisonal geplanten technischen Arbeiten an der Nord Stream-Gaspipeline begannen und das Gaspumpen nach Europa durch sie erheblich reduziert wurde, für einige Zeit situationsbedingt maximal davon profitierend zum Andererseits kann die Türkei auch nicht ihre eigenen Interessen und ihre Ernährungssicherheit opfern, um vor dem Hintergrund von 80 Prozent Inflation nicht zusätzlich von einer Nahrungsmittelknappheit und damit einhergehenden Brotunruhen in Städten konfrontiert zu werden.auf die westeuropäischen Märkte. Sie hat die Möglichkeit in dieser Funktion zu bleiben, solange solcher Zustand dem Kreml und Gazprom hinter seinem Rücken entgegenkommen wird.

Die Türkei kann für den Transit durch ihr Hoheitsgebiet sowohl Sach- als auch Barzahlungen erhalten, was ihr die Möglichkeit für ein makroökonomisches Manöver unter Bedingungen einer nicht sehr stabilen Konjunktur auf dem Inlandsmarkt gibt. Die Exploration von Kohlenwasserstoffreserven auf dem türkischen Schelf in der Ägäis bedeutet keineswegs deren schnelle Entwicklung und Inbetriebnahme auf industriellem Ebene, selbst mit umfassender Unterstützung des strategischen Verbündeten Aserbaidschans, der in dieser Angelegenheit über reiche Erfahrung verfügt. Folglich ist die Loyalität gegenüber dem Kreml oder zumindest die Erhaltung und Entwicklung von Partnerschaften mit Russland heute eine Garantie für die Türkei und sogar ein Treiber für innere Stabilität.

Atomkraftwerk Akkuyu

Drittens kann man einen so globalen makroökonomischen Faktor wie den Bau des KKW Akkuyu durch Rosatom, der die Unabhängigkeit und Selbstversorgung der Türkei in der Elektrizitätsindustrie garantieren wird, nicht außer Acht lassen (Heute ist die Türkei gezwungen, Strom von fast allen ihren kleinen Nachbarn, darunter Aserbaidschan und Georgien, zu importieren). Präsident Erdogan will und wird angesichts der militärpolitischen Lage um die Ukraine ein solches strategisches Projekt und das Wohl künftiger Türkengenerationen offensichtlich nicht aufs Spiel setzen, um seinem Land nicht die geopolitische und makroökonomische Perspektive zu nehmen.

Es sei erwähnt werden, dass sich die NATO-Verbündeten der Türkei aus der oben genannten Gründen für Ankaras „abweichende Meinung“ in der Ukraine-Frage, die sich von der kollektiven Meinung anderer Mitglieder von der Union (mit der möglichen Ausnahme von Ungarn) unterscheidet, hinreichend bewusst sind und daher kommen sie auf offizieller Ebene nicht mit ihrer öffentlichen Verurteilung hervor. Sie starten keine massive Propagandakampagne gegen Ankara, um es weltweit zu diskreditieren, wie die, die sie heute gegen Russland führen. Das heißt aber nicht, dass die Türkei aufhört, eine „Achillesferse“ für die NATO zu sein, nicht nur in der Ukraine-Frage.

Verschärfung der türkisch-griechischen Beziehungen

Heute erleben wir alle eine tiefe Verschärfung der türkisch-griechischen Beziehungen, die nicht nur auf politischen oder religiösen Widersprüchen beruhen, multipliziert mit gegenseitigen historischen Missständen, die nach vielen Jahrzehnten und einem Generationswechsel vergeben und vergessen werden konnten, sondern rein pragmatische und wirtschaftliche Gründe im Zusammenhang mit der Kontrolle über neu erforschten Kohlenwasserstoffvorkommen auf dem Schelf der Ägäis, deren Besitz die Türkei zu den regionalen Führern im östlichen Mittelmeer führten und Italien diesen Status nehmen würde. Und das bedeutet eine Umverteilung der Kräftevektoren nicht nur in Westasien und dem Nahen Osten, sondern auch in Südost- und sogar Mitteleuropa.

Solche Aussichten erschrecken die NATO und sind der Hauptgrund, warum die Vereinigten Staaten zusammen mit Griechenland auf einmal die Schaffung von vier Militärstützpunkten, zwei Luftstreitkräften und zwei Marinestützpunkten, auf den Inseln des Archipels angekündigt haben. Und obwohl sie eine solche Entscheidung damit rechtfertigen, dass sie der „russischen Bedrohung“ entgegentreten und erklären, dass diese Stützpunkte in keiner Weise gegen die Türkei gerichtet sind, ist sich Ankara bewusst, dass dies nicht der Fall ist. Das Hauptziel dieses Schritts ist die Eindämmung der politischen Ambitionen der Türkei auf regionale Dominanz und Widerstand gegen ihre Ansprüche auf den Untergrund des Ägäischen Schelfs.

Es ist absolut offensichtlich, dass die Türkei allein angesichts des durch den Konflikt in der Ukraine gefestigten Europas nicht in der Lage sein wird, all ihre Wünsche und Erwartungen ohne ernsthafte Unterstützung von außen zu verwirklichen. Sie kann es hier und jetzt nur von Russland erhalten, zusammen mit dem (plus Aserbaidschan) Ankara nicht nur in der Lage sein wird, die De-facto-Ressourcen der Ägäis zu sichern, sondern auch problemlos mit deren Entwicklung und Betrieb zu beginnen.

Russland und die Türkei sind also zu maximaler Annäherung und Zusammenarbeit bei der fortschreitenden globalen Transformation der Welt verdammt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Prof. Oleg Kuznetsov Der russische Historiker Prof. Oleg Kuznetsov verfasste etwa 170 wissenschaftliche Studien und ist Autor des Buchs „Geschichte des transnationalen armenischen Terrorismus im 20. Jahrhundert: historisch-kriminologische Forschung„.

Auch interessant

– Batteriefabrik in Bitterfeld-Wolfen – Absage für Sachsen-Anhalt: Faresis entscheidet sich für Werk in der Türkei

Ende 2021 gab Farasis eine Kooperation mit der türkischen Firma TOGG bekannt, die in diesem Jahr ein Elektro-Auto auf den Markt bringen will.

Absage für Sachsen-Anhalt: Faresis entscheidet sich für Werk in der Türkei

Glücksspiel
Wissenswertes: Online Casino Bonus und die besonderen Angebote verstehen

0
Online Casinos und Gaming-Plattformen verzeichnen nicht erst seit Kurzem eine hohe Fangemeinde. Seit Jahren steigt die Zahl der Spieler stetig an. Die Popularität ist so hoch, dass auch Hollywood nicht umhinkann, Casinothemen in Blockbuster und Indy-Filme zu verwandelt. Aktuell geben 1,4 Millionen Deutsche an, regelmäßig im Online Casino zu spielen. Zieht man die anderen Videospieler dazu, dann zeigt sich, dass knapp 35 Millionen Deutsche regelmäßig zocken. Ein riesiger Markt, der dank ständiger Neuerungen lebendig bleibt und die Spieler überrascht. Um in der Casinobranche mithalten zu können, ist die Verwendung von Bonussen bei vielen Anbietern ein gängiges Werbemittel geworden. Welche Bonusse gibt es im Casino und worauf muss man achten?

Welche Bonusse gibt es?

Neue Online-Casinos mit fantastischen Angeboten gibt es eine Menge. Bei dem großen Angebot lohnt es sich, auf die Details zu achten, um das meiste aus diesen Angeboten herauszuholen. Besonders beliebte Casino Bonusse sind der Willkommensbonus, der Reload-Bonus und der Cashback-Bonus. Jede digitale Spielplattform offeriert mindestens ein Bonusangebot. Schauen wir uns die drei Bonusse etwas genauer an.

Willkommensbonus

Der Willkommensbonus wird nur den neuen Spielern gewährt. Auf diese Weise wollen die Anbieter neue Kunden gewinnen. Die Bonusse sind in vielen Fällen sehr umfangreich und beinhalten Bonusgeld und Freispiele. Je nachdem, mit welcher Lizenz das Casino funktioniert, fallen die Willkommensbonusse unterschiedlich groß aus. Gerade Casinos, die sich an der deutschen Glücksspiellizenz orientieren, bieten in der Regel kleinere Bonusse an, jedoch mit besseren Umsatzbedingungen. Wie viele Bonusangebote ist der Willkommensbonus an eine Mindesteinzahlung gekoppelt. Mit 20 Euro qualifizieren sich neue Spieler beim Großteil der Plattformen für den Willkommensbonus. Die Höhe des Bonusgeldes orientiert sich an der Höhe der Einzahlung. Bei einem 100 % Bonus erhält man folglich den Einzahlungsbetrag noch einmal als Bonusgeld.

Reload Bonus

Der Reload Bonus funktioniert ähnlich wie der Willkommensbonus. Der Unterschied, dieses Angebot richtet sich an die Stammspieler, die regelmäßig Einzahlungen vornehmen. Einmal pro Woche oder Monat wird ein Bonus gewährt, der ebenfalls an eine Einzahlung gekoppelt ist. So bieten einige Online Casinos immer dienstags einen Reload Bonus für Bonusgeld an. Am Mittwoch oder Donnerstag kann man gegen eine Einzahlung die Freispiele neu aufladen. Der Reload Bonus kann sich auf Bonusgeld, Freispiele oder eine Kombination aus beidem beziehen.

Cashback Bonus

Eine sehr interessante Bonusform ist der Cashback Bonus. Dieser wird ebenfalls bereits registrierten Spielern gewährt. Er bezieht sich auf die Verluste, die ein Kunde erleidet und soll das Gemüt etwas heben. Meist im Wochenrhythmus werden die Gewinne und Verluste der Spieler registriert. Wer mehr Verluste verzeichnet als der vom Casino vorgegebene Grenzwert, der kann sich für den Cashback-Bonus registrieren. Als Spieler erhält man 10 oder 15 % der Verluste als Bonusgeld gutgeschrieben und kann erneut sein Glück versuchen. In einigen sehr wenigen Fällen wird der Cashback-Bonus bereits auf die Einsätze angewendet. Egal ob man gewinnt oder verliert, man erhält immer einen bestimmten Prozentsatz des Einsatzes gutgeschrieben. Doch diese Form des Cashback-Bonusses ist sehr selten. Treueprogramme für hohe Motivation Viele Casino-Anbieter haben das Treueprogramm oder den VIP-Club eingeführt. In einigen Fällen wird man vom Casino in den VIP-Club eingeladen, doch bei den meisten Webseiten sammeln die Spieler bereits mit den ersten Einsätzen Treuepunkte. Je mehr man spielt, desto mehr Treuepunkte können gesammelt werden und desto höher steigt man im VIP-Level. Jedes VIP-Level bietet neue Vergünstigungen an. So erhöht sich beispielsweise der Prozentsatz des Cashback-Bonusses, Freispiele werden regelmäßig auch ohne Einzahlung ausgeschüttet oder die Auszahlungsbedingungen sind wesentlich günstiger. Wer kann Online Casino Bonusse anfordern? Den Willkommensbonus können, wie bereits erwähnt nur neue Spieler beantragen. Dieser Bonus ist an die erste Einzahlung auf einer Plattform gebunden. Bei den wiederkehrenden Bonusaktionen kann jeder genau die Aktion aktivieren, die seinem Spielverhalten entspricht. Dabei muss lediglich auf die Mindesthöhe bei Einzahlungen geachtet werden und auf die Umsatzbedingungen. Letztere erklären wir im folgenden Absatz.

Was sind die Umsatzbedingungen bei Bonussen und Angeboten?

Die Umsatzbedingungen sind fast wichtiger als der eigentliche Bonusbetrag. Denn nur, wenn diese Vorgaben erfüllt werden, können mögliche Gewinne, die in Freispielen oder mit Bonusgeld erzielt werden auch ausgezahlt werden. Bei jeder Bonusaktion befindet sich im Kleingedruckten eine Angabe wie “40 x” oder “30 x” umsetzen. Je geringer dieser Wert, desto besser. Bei einem Bonusgeld von 20 Euro müssen bei einer Umsatzanforderung von 40 insgesamt 800 Euro (20 Euro x 40) eingesetzt werden. Verringert sich diese Angabe auf 30, dann müssen nur 600 Euro eingesetzt werden, um ein Plus ausgezahlt zu bekommen. Die Unterschiede sind enorm, weshalb die Qualität eines Bonusses immer von den Rahmenbedingungen abhängt.

Lohnt sich ein Online Casino Bonus immer?

Wer sich einen lohnenden Casino Bonus sichern möchte, sollte immer auf die Details achten. Die Casino Branche ist eine Industrie mit einem jährlichen Umsatz um die 40 Milliarden Euro. Dieser wird natürlich von den Spielern generiert. Um sich bei diesem Hobby einen kleinen Vorteil zu verschaffen, eignen sich die Bonusangebote optimal. Dies trifft aber nur dann zu, wenn die Umsatzbedingungen akzeptabel und erfüllbar sind. Ein Tipp der Redaktion, es lohnt sich mitunter, einen kleineren Bonus mit geringen Umsatzanforderungen zu aktivieren, anstatt eines enormen Willkommensbonusses, der an absolut utopische Bedingungen gekoppelt ist, die nicht zu erfüllen sind. Auf diese Weise bleibt der Spaß am Spiel und man kann vielleicht den ein oder anderen Gewinn aus den Bonusspielen mit nach Hause nehmen.

Weltflüchtlingstag
Über 40 Millionen Kinder weltweit auf der Flucht

Osnabrück – In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Geflüchteten und Vertriebenen verdoppelt, mittlerweile sind mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter rund 40 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie fliehen vor Krieg, kind- und geschlechtsspezifischer Verfolgung, Umweltzerstörung und Perspektivlosigkeit. „Nie waren weltweit mehr Erwachsene, Kinder und Jugendliche gezwungen, ihre Aufenthaltsorte zu verlassen. Wir alle wissen, welchen Gefahren gerade flüchtende Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind. Es wird deshalb höchste Zeit, dass die Bundesregierung den im Koalitionsvertrag angekündigten Paradigmenwechsel in der Flucht- und Migrationspolitik endlich in die Tat umsetzt“, fordert Beat Wehrle, Vorstandssprecher von terre des hommes. Die Ampel-Koalition hat die Chance, zumindest im nationalen Rahmen einige wichtige Reformen anzustoßen. Doch mit dem ersten Gesetzgebungsverfahren, dem sogenannten Chancenaufenthaltsrecht, werden dringend notwendige Verbesserungen für geflüchtete Kinder und Jugendliche verschleppt. „Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag wie die Erleichterungen beim Familiennachzug finden sich in dem Gesetzentwurf nicht wieder. Auch wenn einige Erleichterungen beim Bleiberecht die Situation von langjährig Geduldeten verbessern, fehlen wichtige Regelungen zum Familiennachzug oder zum Verbot für Abschiebehaft für Minderjährige, die diesen direkt helfen könnten“, erläutert Sophia Eckert, Kinderrechtsexpertin von terre des hommes. Ferner appelliert terre des hommes an die Bundesregierung, sich der Menschen anzunehmen, die vor den Taliban aus Afghanistan in die Nachbarländer fliehen mussten. „Uns liegen Fälle von Minderjährigen vor, bei denen sich die Aufnahme aus Pakistan massiv verzögert. Um zu verhindern, dass Familien auseinandergerissen werden oder lange Zeit voneinander getrennt leben müssen, müssen die Kriterien für den Familiennachzug unbedingt weitergefasst werden“, so Sophia Eckert.  

Gastbeitrag
Kommentar: Wer ist Enver Altaylı?

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Angehörige von Enver Altaylı fordern die Bundesregierung auf, sich für den deutschen Bundesbürger einzusetzen, der in der Türkei inhaftiert ist. Beim „Opfer“, wie die Deutsche Welle und andere Mainstream-Medien den ehemaligen Nachrichtendienstler bezeichnen, handelt es sich um den 77-jährigen Enver Altaylı. Wer ist Enver Altaylı? Enver Altaylı stammt aus einer Familie usbekischer Herkunft. Ab den 60er Jahren trat er die Offizierslaufbahn an, beteiligte sich 1962 in der Militärakademie unter dem Kommando von Talat Aydemir einem Militärputsch, der scheiterte. Aufgrund der Beteiligung wurde er von der Akademie ausgeschlossen. Nach der unehrenhaften Entlassung begann Altaylı in Ankara das Studium in Rechtswissenschaften, schloss es 1967 ab und begann im Forschungsinstitut für Kultur zu arbeiten. Zwischen 1968 und 1973 begann Altaylı in Deutschland und Österreich seine Kenntnisse zum westdeutschen Rechtssystem sowie zur Sowjetunion aufzufrischen. In der „Hergün“ begann Altaylı als Chefredakteur zu arbeiten und Editorials zu veröffentlichen. „Hergün“ galt als Blatt der MHP. In der Zwischenzeit arbeitete Enver Altaylı auch für den türkischen Nachrichtendienst MIT, besuchte Nachrichtendienste der Bündnispartner der NATO, darunter dem BND und CIA. Altaylı wurde 1974 Mitglied der türkischen Partei MHP, ab 1977 Berater des Parteivorsitzenden Alparslan Türkeş. 1980 verließ Altaylı die Türkei, tauchte 1988 in Usbekistan auf. Sein Name taucht in den Umstürzen in Usbekistan sowie Aserbaidschan auf. Am 27. August 2017 trat Altaylı wieder in den Fokus ein, diesmal als Verdächtiger im FETÖ-Verfahren – dem Prozess, der sich mit den Drahtziehern des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei vom 15. Juli 2016 befasst. Das Pikante daran ist, dass die Ermittler ihm bereits 2020 vorwarfen, einem MIT-Beamten zur Flucht verholfen zu haben, der in Zusammenhang mit dem Putschversuch vor Gericht gestellt werden sollte. In der Anklageschrift, verfasst von der Generalstaatsanwaltschaft von Ankara, wird erklärt, Altaylı habe Kontakt zu einer Reihe von CIA-Beamten gehabt und mit ihnen über politische Entwicklungen in der Türkei korrespondiert und ihnen darüber berichtet. Soner Yalçın, Chefredakteur der oppositionellen „Sözcü“ berichtet seit Jahren über diverse Morde an Intellektuellen und Journalisten, darunter Uğur Mumcu. Laut Yalçın hat Enver Altaylı einen gewissen Hang, sich mit Namen zu beschäftigen, die später in Zusammenhang mit den Mammut-Prozessen gegen das Militär zwischen 2009 und 2016 oder in Verbindung mit dem gescheiterten Putschversuch von 2016 stehen. 2008 habe der ehemalige Nachrichtendienstler Altaylı einen Beschwerdebrief an Fethullah Gülen geschickt. Darin habe er sich über den ehemaligen Generalstabschef İlker Başbuğ, über den hochdekorierten Nachrichtendienstler Kaşif Kozinoğlu und andere beschwert. Beide Namen landeten später in Zusammenhang mit den Mammut-Prozessen in Untersuchungshaft in Silivri. Kozinoğlu verstarb dort, Başbuğ wurde später freigesprochen und entlassen. Yalçın beschäftigte sich auch mit Altaylı, stellte ihm auch persönliche Fragen. Ob er ein CIA-Agent sei, habe er gefragt, was Altaylı stets abgewiesen habe, obwohl sein Mentor, Ruzi Nazar, selbst ein CIA-Agent war und an unzähligen Putschen im Ausland beteiligt war. Altaylı, jener, der viel von Duane Clarridge hielt – einem ehemaligen Operationsoffizier der CIA – bestritt stets, ein Mitläufer der CIA zu sein, so Yalçın. Aber aus welchen Gründen auch immer hatte Altaylı während der Mammut-Prozesse gegen Militärangehörige 53-mal Kontakt mit dem CIA-Mitarbeiter Alan Fiers. Altaylı ist der Schlüssel zur CIA und der FETÖ, zu Başbuğ und Kozinoğlu sowie deren Inhaftierung, so Yalçın. Eigentlich ist Altaylı laut Yalçın so ziemlich in allem verstrickt, was die türkische Geschichte seit den 90’er Jahren zu bieten hat. Er wird in Zusammenhang mit dem Video-Komplott gegen Deniz Baykal (CHP) ebenso erwähnt, wie dem Mord am Journalisten Haydar Meriç. Wer ist also dieser Enver Altaylı? Laut deutschen Mainstream-Medien ist Altaylı ein Opfer des türkischen „Regimes“. Ein Deutscher türkischer Abstammung, der wegen seiner „bewegten Vergangenheit“ offensichtlich nie mehr frei kommt. Einer, der nach „westlichen rechtsstaatlichen Standards einer juristischen Farce“ unterliegt. Laut regierungsnahen und oppositionellen türkischen Medien aber ein Schlüssel, der die tiefsten Abgründe eines oder mehrerer westlicher Nachrichtendienste offenbaren kann. Die CIA hat Fethullah Gülen den Aufenthalt in den USA erst ermöglicht und hält die Hand über ihn. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, sieht keine Anzeichen, dass der Sektenführer am gescheiterten Putschversuch beteiligt war und ist sicher, dass die Sekte in Deutschland quasi ein Gartenverein ist. Die Bundesregierung deckt mutmaßliche Putschisten der Sekte in Deutschland, sorgt bis heute, dass die Hintergründe zum Aufenthalt der Blackbox der Sekte nicht aufgedeckt werden, obwohl türkische Medien in Deutschland dicht an der Ferse von Adil Öksüz dran waren. Die Bundesregierung ist sichtlich bemüht, die Fethullah Gülen-Sekte in Deutschland zu etablieren. Man leistet Beihilfe beim Projekt „House One“, an der die Deutschland-Vertretung der Sekte beteiligt sind. Es fließen Bundes- und Landesmittel an Vereine und Verbände dieser Sekte, ohne das es laut an die Glocke gehängt wird. Auch bei Enver Altaylı ist man nahezu sicher, dass er ein weiteres deutsches Opfer des „türkischen Regimes“ ist. Deshalb wurde wohl Altaylı im Gefängnis von Ankara allein zwischen 2018 und 2020 von deutschen Diplomaten über 23-mal besucht, sogar vom höchsten diplomatischen Vertreter des deutschen Auswärtigen Amtes, dem ehemaligen Botschafter Martin Erdmann – allein 9-mal. Altaylı ist wer?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar. 

Auch interessant

– Gastbeitrag – Kommentar: „Die Türkei befindet sich seit 2009 mitten in einer Schlacht“

Yücel: „Zieht man die letzten Jahre Resümee, kristallisiert sich ein düsteres Bild der Türkei ab, in der westliche Nationen und Bündnisse eine Rolle spielen.“

Kommentar: „Die Türkei befindet sich seit 2009 mitten in einer Schlacht“

Umweltschutz
Nachhaltiges Bauen für die Eigenheime der Zukunft

0

Das Thema Umweltschutz ist so aktuell wie nie zuvor. Verbraucher bemühen sich, ihren Müll zu trennen, weniger zu fliegen und sich umweltschonend zu ernähren – vor allem in den Städten.

Bei immer höheren Mieten und immer kleineren Wohnungen entscheiden sich Mieter jedoch insbesondere dort zunehmend für das Eigenheim. In Bezug auf den Hausbau stellt sich dann die Frage, wie sie den Traum vom Eigenheim realisieren können – möglichst ohne dabei auf Kosten der Natur zu leben. Das Ziel ist es, so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen und hauptsächlich auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen.

Mit genauer Planung ans Ziel

Wer nachhaltig bauen möchte, benötigt vor allem eine individuelle Planung. Diese ist ohne die Hilfe von guten Experten kaum möglich. Klimaschonendes Bauen und Wohnen erfordert immer auch Vorarbeit und gründliche Recherchen. Dabei gilt es zunächst, sich über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden:

  • Wie genau soll das Eigenheim aussehen?
  • Was brauche ich?
  • Wie nachhaltig kann das Haus sein?
  • Können überwiegend regionale Produkte genutzt werden?
  • Ist es möglich auf regenerative Energien zurückzugreifen?
  • Wie hoch soll das Maß an natürlichen Baustoffen sein?

Wenn Sie all diese Fragen beantwortet haben, beginnen Sie schließlich mit der konkreten Planung. Allerdings sollte dabei eines klar sein: Das ökologisch „perfekte“ Haus gibt es nicht. Jeder Hausbau ist immer auch ein Abwägen von Kosten, Nutzen, Wünschen und Möglichkeiten. Außerdem müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass nachhaltiges Bauen oft auch etwas mehr kostet. Wie klimafreundlich das Haus letztendlich wird, ist aus diesem Grund immer auch eine Frage des Budgets.

Umweltschonende Heizlösungen mit erneuerbaren Energien

Ein wichtiger Bestandteil nachhaltigen Wohnens sind die Energielösungen. Heizen mit Öl und Gas war viele Jahre lang die Norm – dies ändert sich jedoch aktuell. Mittlerweile werden von vielen Haushalten vermehrt auch Solarenergie, Holzpellets oder Luft-Wasser-Wärmepumpen verwendet. Ohne erneuerbare Energien und Heizlösungen mit nachhaltigen Rohstoffen wie Holz ist nachhaltiges Bauen nicht denkbar.

Nur auf diese Weise wird es möglich, Schritt für Schritt den Verbrauch fossiler Energieträger und den damit einhergehenden hohen CO2-Ausstoß zu senken. Wärmepumpen zum Beispiel nutzen die Wärme aus der Umgebung – dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Sie haben zwar anfangs einen höheren Anschaffungswert als Öl- oder Gasheizungen, dafür sind die Wartungskosten deutlich geringer. Auf Dauer hat der Betrieb deshalb nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch aus finanzieller Hinsicht Vorteile.

Zudem gibt es eine Reihe staatlicher Förderungsmaßnahmen und Kredite für nachhaltige Energiesysteme. Wenn Sie sich also für den Einbau einer Wärmepumpe entscheiden, werden Sie die Kosten nicht allein tragen müssen. Hinsichtlich Solarthermien ist es gerade bei Solaranlagen besonders wichtig, vorab Anbieter zu vergleichen und Preise zu kalkulieren. Hier können sich die Preise teilweise um bis zu 80 Prozent unterscheiden.

Ökologische Dämmstoffe

Die meiste Energie eines Hauses geht über das Dach und die Außenwände verloren. Dieser Energieverlust lässt sich durch die richtige Dämmung deutlich reduzieren. Wer zusätzlich etwas für die Umwelt tun möchte, informiert sich meist über ökologische und natürlich produzierte Dämmstoffe.

Dazu gehören Pflanzenfasern, Schafswolle oder ganze Pflanzenteile wie Schilf oder Stroh. Das Problem mit diesen Dämmstoffen ist oft, dass sie schlechtere Dämmwerte erreichen und noch dazu teurer sind als herkömmliche Alternativen. Auch muss man, wenn man sich mit der Umweltbilanz beschäftigt, auch immer bedenken, dass sogenannte „graue Energie“ aufgewendet wird.

Darunter fällt der Energieaufwand, der beispielsweise durch lange Transportwege oder durch das Zusammenpressen der einzelnen Teile entsteht. So handelt es sich beispielsweise bei Kork und Kokosfaser um ausgezeichnete Dämmstoffe. Da sie jedoch aus Südeuropa beziehungsweise Südostasien importiert werden müssen, legen sie lange Transportwege zurück, bis sie am Ziel sind.

Regional angebaute Holz- oder Hanffasern sind aus diesem Grund vorzuziehen. Zudem enthalten auch ökologische Dämmstoffe bisweilen chemische Zusätze, um die Materialien zu binden und vor Schädlingen zu schützen. Eines steht jedoch fest: Selbst, wenn der Transportweg lang und der Herstellungsaufwand groß ist, lohnt sich die Dämmung im Gegensatz zum ungedämmten Haus.

Welcher Stoff aus ökologischen Gesichtspunkten dafür am besten geeignet ist, ist dabei nur nicht immer ganz einfach zu ermitteln. Im Gegenzug kann beispielsweise auch Mineralwollen eine gute Alternative sein, obgleich es sich um kein reines Naturprodukt handelt.

Denn diese hat einen geringen Herstellungsaufwand und kann nach dem Gebrauch einfach recycelt werden. Eine andere Möglichkeit ist es, beim Hausbau Porenbeton zu nutzen. Porenbeton ist an sich schon mit guten Dämmeigenschaften ausgestattet, sodass kaum oder gar keine zusätzlichen Dämmstoffe benötigt werden.

Video ging viral
Usbekistan: Gewalttätiger Bräutigam angeklagt

Taschkent – Usbekische Behörden untersuchen nach weltweitem Aufschrei das Video eines usbekischen Bräutigams, der seine Braut schlägt. Ein Mann in Usbekistan, der seine Braut angriff, als sie ihn bei einem Spiel auf ihrer Hochzeit schlug, wurde wegen Rowdytums angeklagt, nachdem der Vorfall, der international für Schlagzeilen sorgte, viral ging. Bei dem von den Hochzeitsgästen organisierten Spiel ging es um ein Wettrennen beim Auspacken von Süßigkeiten, das die Braut gewann. „Der wütende Bräutigam schlug ihr auf den Kopf“, erklärte ein Regierungsausschuss am späten Mittwoch in einer Erklärung. Die Erklärung fügte hinzu, dass die Polizei mit dem Paar und ihren Eltern über den Vorfall gesprochen habe, der sich am 6. Juni in der südlichen Region Surkhandaryo ereignete. Die Aufnahmen zeigten, dass die Braut durch den Angriff sichtlich verzweifelt war, während ihr Sieg in dem Spiel mit lautem Beifall begrüßt wurde. Die usbekische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Bräutigam wegen „Rowdytums“ angeklagt wurde und im Falle einer Verurteilung mit einer Geldstrafe oder maximal 15 Tagen Haft bestraft werden könnte. Ein separater Ausschuss des Oberhauses der usbekischen Legislative erklärte, der junge Mann habe sich bei einer Anhörung in der Nachbarschaft, an der Älteste der Gemeinde und Verwandte des Paares teilnahmen, „bei der Braut entschuldigt und sein Bedauern über seine Taten ausgedrückt“. „Noch am selben Tag versöhnten sich die Braut und der Bräutigam und leben nun zusammen“, so der Ausschuss. Saida Mirziyoyeva, Tochter von Präsident Shavkat Mirziyoyev und ein einflussreicher Akteur in der Medienszene des Landes, bezeichnete das Vorgehen des Bräutigams in einem Facebook-Post als „abscheulich“. „Wir sollten zu solchen Fällen nicht schweigen und nicht so tun, als seien sie Einzelfälle“, so Mirziyoyeva.
„Deshalb brauchen wir eine Bildung, die Horizonte öffnet und Frauen unabhängig und stark macht.“

Brüssel
Europarat: Griechenland verstößt gegen Menschenrechte

0
von Kemal Bölge Das Ministergremium des Europarats hat in einer mehrtätigen Sitzung vom 8-10 Juni wegen einem Vertragsverletzungsverfahren Griechenland eindringlich dazu aufgefordert die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 27. September 2008 zu den türkisch-muslimischen Vereinen in Nordostgriechenland umzusetzen. Dabei geht es um die Fallgruppe des Rechtsstreits Bekir Usta und anderen nichtstaatlichen Organisationen, die vor dem Europäischen Gerichtshofs geklagt hatten. Athen hatte diese Vereine verboten, weil die Vereinsnamen der Begriff Türkisch enthielten. Betroffen waren unter anderem die zivilgesellschaftlichen Institutionen der Türkischen Union von İskeçe/Xanthi (İskeçe Türk Birliği), der Kulturverein der türkischen Frauen im Bezirk Rodop (Rodop Ili Türk Kadınları Kültür Derneği), der Jugendverein des Bezirks Meriç der Minderheit usw. Seit 14 Jahren weigert sich Griechenland die Urteile des EGMR umzusetzen. Verstoß gegen Artikel 46 der Europäischen Menschenrechtskonvention Das Ministergremium hat sich mit der Nichtumsetzung des EGMR-Urteils durch Athen eingehend beschäftigt und untersucht.  Der Rat wies in der Sitzung noch einmal auf das Urteil des EGMR hin, wonach das Recht auf Vereinigungsfreiheit verletzt werde, die in einem demokratischen Staat von grundlegender Bedeutung sei. Ferner wies das Europarats-Gremium auf die rechtliche Verpflichtung Griechenlands hin Urteile des EGMR umzusetzen, die es seit 14 Jahren, seit dem Urteil nicht umgesetzt habe. Die Haltung Griechenlands verstoße gegen Artikel 46 Absatz 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Repressionen gegen türkische Minderheit Nach der Definition des griechischen Staates gibt es in Griechenland keine türkische Volksgruppe, sondern Griechen muslimischer Herkunft. Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der türkischen Minderheit in Westthrakien auf circa 150.000 Menschen. Die Rechte der türkisch-muslimischen Minderheit waren im Lausanner Vertrag geregelt. Eines der größten Probleme der türkischen Minderheit ist die Weigerung Athens, deren ethnische Zugehörigkeit anzuerkennen und stattdessen den Begriff „muslimische Minderheit“ Verwendung findet. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als die griechisch- türkischen Beziehungen gut waren, verwendeten griechische Behörden die ethnische Titulierung „türkische Minderheit“, allerdings wurde diese Bezeichnung mit dem griechischen Militärputsch des Obristen-Regimes 1967 wieder abgeschafft. Ab den 80er-Jahren wurden in Griechenland Vereine verboten, die in ihren Satzungen den Begriff „Türkisch“ enthielten, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem Urteil 2008 diese Praxis untersagte, haben griechische Behörden das Urteil des EGMR) bis heute nicht umgesetzt. Griechenland argumentiert, der Lausanner Vertrag beinhalte lediglich die Bezeichnung „muslimische Minderheit“ und daher sei sie nicht verpflichtet, einen ethnischen Begriff zu verwenden.  

Rüstung
Dagdelen verurteilt neuen Panzer-Namen „Panther“

Berlin – Die Namensgebung für den neuen Rheinmetall-Kampfpanzer „KF51 Panther“ stößt auf Kritik. Einen Panzer namens Panther gab es auch schon in der Wehrmacht – massenhaft eingesetzt im Zweiten Weltkrieg. Sevim Dagdelen, Obfrau der Linkspartei-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages und Sprecherin für Internationale Politik und Abrüstung, sagte der „Heilbronner Stimme“:
„Namen sind nicht nur Schall und Rauch, sondern auch wichtige Symbole. Es ist schon schlimm genug, dass es immer noch Bundeswehrkasernen gibt, die nach Hitlergenerälen benannt sind. Ein Kampfpanzer mit Wehrmachtsnamen zeugt mindestens von grober Geschichtsvergessenheit und kann nur als Zeichen eines neuen Militarismus gewertet werden. Rheinmetall steigen offenbar die erwarteten Riesenprofite durch das Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung zu Kopf.“
Sie fügte hinzu: „Ich erwarte, dass die Verteidigungsministerin dieses Ansinnen eindeutig zurückweist.“ Kritisch äußerte sich auch der Historiker Michael Wolffsohn. Er sagte der „Heilbronner Stimme“ zur Wahl des Namens Panther: „Ich finde es unpassend, bin aber ziemlich sicher, dass die Akteure das nicht wissen. Ahnungslosigkeit ist deutscher Alltag.“ Wolffsohn lehrte Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Der Düsseldorfer Konzern Rheinmetall hatte seinen neuen Panzer Anfang dieser Woche auf der europäischen Waffenmesse Eurosatory in Paris vorgestellt. Der KF51 Panther gilt als potenzieller Leopard-2-Nachfolger und als Antwort auf Russlands Panzerneuheit T-14, die aber noch nicht in Serie produziert wird. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Panzerkampfwagen V Panther vom Konzern MAN entwickelt und an die Wehrmacht ausgeliefert. Dessen Konstruktion galt als Antwort auf den sowjetischen T-34. Zum Einsatz kam der Panther u.a. an der Ostfront in Kursk, bei der wohl größten Panzerschlacht der Geschichte. Die russische Stadt Kursk liegt unweit der Grenze zur Ukraine. Die Tradition, gepanzerte Fahrzeuge nach wilden Tieren zu benennen, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf. Heute heißen sie z.B. Puma, Leopard oder Luchs, im Zweiten Weltkrieg Tiger oder Elefant.

Verteidigung
Bundeswehr-General: „Im Grunde haben wir schon einen Krieg“

Köln – Der Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationale Territoriale Befehlshaber der Bundeswehr, Generalleutnant Martin Schelleis, hat vor ernsten militärischen Gefahren für Deutschland gewarnt. „Wir werden akut bedroht und angegriffen“, sagte Schelleis dem „Kölner Stadt-Anzeiger„.
„Im Grunde haben wir schon einen Krieg: Krieg im Informationsraum, Cyberangriffe. Realistische Szenarien sind auch punktuelle Angriffe auf kritische Infrastruktur, etwa durch Spezialkräfte, mit Drohnen oder Speed-Booten, zur Störung unserer Lebensgrundlagen unter anderem mit militärischen Mitteln.“
Dafür, so Schelleis weiter, „sind wir nicht gut aufgestellt. Das muss man leider sagen.“ Hinzu kommen nach Ansicht des Kommandeurs Bedrohungen wie ein möglicher Beschuss mit ballistischen Raketen, die Russland im Raum Kaliningrad stationiert hatte. „Sie wurden jetzt wegen des Ukraine-Kriegs abgezogen, werden aber sicherlich wieder dort hinkommen. Diese Raketen könnten ohne Weiteres Berlin erreichen. So, wie Putin einzuschätzen ist, sind Erpressungsversuche gut vorstellbar.“ Gleiches gelte auch für terroristische Akteure. Bei der Luftverteidigung gebe es „ein echtes Defizit“, das dringend ausgeglichen werden müsse – etwa durch mehr Luftabwehrsysteme. Schelleis forderte überdies ein integriertes Lagebild, in das zur besseren Vernetzung neben dem Bund und den Ländern auch die Landkreise und Kommunen einbezogen werden müssten. Der Befehlshaber der zweitgrößten Organisationseinheit der Bundeswehr mit Verantwortung für deren gesamte Logistik beklagte, dass der Bundestag die klar definierten Bedürfnisse zur Landes- und Bündnisverteidigung bislang nicht ausreichend alimentiert habe. „Man hat einfach nicht ernsthaft geglaubt, dass die Bundeswehr je wieder in großem Stil gefordert sein könnte oder gar eingesetzt werden müsste. Deshalb hat man Defizite in Kauf genommen. Jetzt haben wir einen immensen Nachholbedarf.“ Das am 3. Juni beschlossene 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr sei ein bedeutender, aber unzureichender Schritt zur Auflösung des Materialstaus. Wesentliche Bedarfe der Streitkräftebasis zum Beispiel seien im Beschaffungsprogramm nicht enthalten. Schelleis nannte als Beispiel Transportfahrzeuge für die Straße.
„Die schnelle Verstärkung eines Bataillons in Litauen zu Beginn des Ukraine-Kriegs ist zwar gut gelungen, hat uns aber auch schon fast an den Rand unserer Kapazitäten gebracht. Wenn Sie das mal hochrechnen auf einen robusteren Einsatz mit gleichzeitigem Transport weitaus größerer Truppenkontingente aus dem rückwärtigen Raum in den Einsatzraum, dann erkennen Sie sofort, welche Lücken wir haben.“

Zum Thema

– Ukraine-Konflikt – Soziologe Welzer warnt: Weltkrieg ist eine echte Gefahr

Der Soziologe Harald Welzer, Erstunterzeichner eines offenen Briefs von Prominenten aus Kultur und Wissenschaft an Kanzler Olaf Scholz, hat vor einer Eskalation der bewaffneten Auseinandersetzung in der Ukraine und der Gefahr eines Weltkriegs gewarnt.

Soziologe Welzer warnt: Weltkrieg ist eine echte Gefahr