Building collapse
Thailand: Turkish contractor arrested in Pattaya

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Pattaya – A Turkish engineer wanted in connection with a deadly building collapse during the 2023 earthquake in Turkey has been arrested in Thailand after more than a year on the run.

According to Thai authorities, Abdullah Aybaba, 76, was detained at a hotel in Pattaya on April 22 at around 5 p.m. local time. Immigration police acted on a tip-off that a foreign national subject to an international arrest warrant was hiding at the location.

The suspect, who was listed under an Interpol Red Notice, was taken into custody without incident and transferred to immigration authorities in Chon Buri. His visa was revoked, and legal detention procedures were initiated. He was later handed over to investigators for further proceedings.

Wanted over deadly collapse

Turkish authorities have been seeking Aybaba in connection with the collapse of the 16-storey Sami Bey Apartment in the southern city of Adana during the powerful February 6, 2023 earthquake.

The 7.7-magnitude quake caused widespread devastation across Turkey and Syria, killing more than 60,000 people. In Adana alone, 40 residents were killed and two others injured when the building collapsed within seconds.

Allegations of negligence

Investigators allege that the building had been constructed using illegal and substandard materials that failed to meet safety regulations. Aybaba, who served as both contractor and construction supervisor, is accused of negligence causing death.

He is among four defendants facing trial in Turkey, with prosecutors reportedly seeking prison sentences of up to two years.

Authorities said Aybaba fled during the early stages of legal proceedings and had been evading arrest while the case continued in his absence.

Wider scrutiny after earthquake

The case is part of a broader investigation into construction practices following the 2023 earthquake, which exposed widespread safety violations in the building sector.

Multiple contractors and developers have since faced legal action over structures that failed to meet seismic standards.

Family also implicated

According to Turkish media reports, Aybaba’s daughter is also listed among the defendants. She has denied any involvement, stating that shares in her father’s company had been transferred to her without her knowledge and that she played no role in the construction project.

Extradition expected

Thai authorities confirmed that the arrest was carried out following international coordination and that extradition proceedings are expected to follow, as Türkiye seeks Aybaba’s return to stand trial.

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Bundeswehr
Pistorius räumt Fehler ein: Keine Genehmigung für Auslandsreisen nötig

Berlin – Nach wochenlanger Verwirrung um eine mögliche Genehmigungspflicht für längere Auslandsaufenthalte hat Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Fehler im Wehrdienstgesetz eingeräumt.

„Diese Regelung hat für unnötige Verunsicherung gesorgt“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“. „Das war ein handwerklicher Fehler. Die Regelung hätte niemals im Gesetz stehen dürfen.“

Regelung sorgte für Kritik

Hintergrund ist das zum 1. Januar 2026 in Kraft getretene Wehrdienst-Modernisierungsgesetz. Darin ist vorgesehen, dass Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten grundsätzlich von der Bundeswehr genehmigen lassen müssen.

Diese Passage hatte in den vergangenen Wochen für erhebliche Kritik und Verunsicherung gesorgt.

Ministerium reagierte bereits zuvor

Bereits vor rund zwei Wochen hatte Pistorius klargestellt, dass eine solche Genehmigungspflicht in der Praxis derzeit nicht gelten solle. Der Wehrdienst sei freiwillig, daher werde die Regelung ausgesetzt.

„Alle dürfen selbstverständlich verreisen und brauchen derzeit dafür auch keine Genehmigung“, erklärte der Minister damals.

Das Verteidigungsministerium kündigte zudem an, die Genehmigungspflicht durch eine Verwaltungsvorschrift faktisch außer Kraft zu setzen. Inzwischen wurde eine entsprechende allgemeine Ausnahme erlassen.

„Niemandem aufgefallen“

Nun räumte Pistorius ein, dass die problematische Passage im Gesetzgebungsverfahren übersehen worden sei.

„Dieses Versäumnis ist seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens niemandem aufgefallen – weder mir oder meinem Haus, noch dem Kabinett oder dem Parlament“, sagte er. Auch Medien hätten die Regelung erst später aufgegriffen.

Wenn ein solcher Fehler auftrete, müsse schnell für Klarheit gesorgt werden. Dies sei inzwischen per Erlass und Allgemeinverfügung geschehen.

Hintergrund: Ausbau der Bundeswehr

Kern des Gesetzes ist die Wiedereinführung einer verpflichtenden Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. Ziel ist es, mehr Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen und die Truppenstärke deutlich zu erhöhen.

Geplant ist ein Ausbau von derzeit rund 180.000 auf bis zu 260.000 aktive Soldaten sowie eine deutlich stärkere Reserve.

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Vatikan
Papst Leo XIV.: „Ich trage das Foto eines getöteten muslimischen Jungen bei mir“

Rome – Papst Leo XIV. hat enthüllt, dass er ständig das Foto eines muslimischen Jungen bei sich trägt, der während der israelischen Invasion im Libanon getötet wurde. Während seines Rückflugs von einer Afrika-Reise erklärte das Kirchenoberhaupt, dass der US-israelische Krieg gegen den Iran eine ganze Bevölkerung unschuldiger Menschen leiden lasse.

Auf dem Flug von Äquatorialguinea nach Rom, wo er am Abend des Donnerstags, dem 23. April 2026 – elf Tage nach seinem Aufbruch – landete, forderte Papst Leo dazu auf, den Fokus auf das einzelne menschliche Schicksal in den tragischen Situationen dieser Welt zu richten und eine Kultur des Friedens zu fördern.

„Es gibt viele menschliche Situationen, und ich denke, wir müssen in der Lage sein, in diesen Dimensionen zu denken“, sagte der Papst gegenüber den mitreisenden Journalisten.

Besonders bewegt zeigte er sich von dem Schicksal des Kindes auf seinem Foto: „Ich trage das Bild eines muslimischen Kindes bei mir, das während meines Besuchs im Libanon dort mit einem Schild mit der Aufschrift ‚Willkommen Papst Leo‘ gewartet hat. Er wurde in dieser letzten Phase des Krieges getötet. Es gibt viele solcher Schicksale, und wir müssen lernen, die Dinge so zu betrachten.“

Das Kirchenoberhaupt betonte seine pazifistische Grundhaltung: „Als Kirche – ich wiederhole – als Hirte kann ich nicht für den Krieg sein. Und ich möchte jeden ermutigen, Anstrengungen zu unternehmen, um Antworten zu finden, die aus einer Kultur des Friedens kommen und nicht aus Hass und Spaltung.“ Er rief dazu auf, den Rückgriff auf Gewalt bei Konflikten durch eine neue „Kultur des Friedens“ zu ersetzen.

In Bezug auf den Konflikt mit dem Iran erklärte der Papst, die entscheidende Frage sei nicht, ob das dortige Regime gewechselt werden sollte oder nicht. Vielmehr gehe es darum, wie man die Werte, an die man glaubt, fördern könne, ohne den Tod so vieler Unschuldiger in Kauf zu nehmen. Er erinnerte daran, dass der Junge auf seinem Foto ihn noch im letzten Jahr bei seinem Besuch im Libanon freudig begrüßt hatte, bevor er nun im jüngsten Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ums Leben kam.

„Als Hirte kann ich nicht für den Krieg sein“, wiederholte er an Bord des Flugzeugs. „Ich möchte alle ermutigen, Reaktionen zu finden, die aus einer Friedenskultur entspringen und nicht aus Hass und Trennung.“

Auf die Frage angesprochen, ob er die jüngsten Hinrichtungen im Iran verurteile, antwortete Papst Leo, dass er „alle ungerechten Handlungen“ verurteile und schloss dabei ausdrücklich die Todesstrafe ein. „Ich verurteile das Nehmen von Menschenleben. Ich verurteile die Todesstrafe. Ich glaube, dass das menschliche Leben respektiert werden muss und dass das Leben aller Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geachtet und geschützt werden sollte.“

Gartentipps
Welcher Gartenbaum wächst auf welchem Boden am besten

Die Wahl eines Baumes beginnt selten mit der richtigen Frage. Die meisten Menschen suchen nach Form, Blattfarbe oder Blütezeit.

Dabei entscheidet der Boden unter den Füßen weit mehr uber den langfristigen Erfolg als die Optik im Katalog. Ein Baum, der auf lehmigem Untergrund gedeiht, kann auf sandigem Boden innerhalb weniger Jahre verkummern. Wer diesen Zusammenhang ignoriert, pflanzt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Baum, der nie sein volles Potenzial erreicht.

Lehmböden speichern Wasser und Nährstoffe besser als Sandböden, sind aber schwerer zu durchwurzeln. Baumarten wie Hainbuche, Stieleiche und Feldahorn kommen damit gut zurecht, weil ihr Wurzelsystem kräftig genug ist, um sich durch verdichtete Schichten zu arbeiten.

Sandböden draenieren schnell und trocknen im Sommer aus. Birken, Kiefern und Robinien sind an diese Bedingungen angepasst, weil sie mit wenig Feuchtigkeit auskommen und tiefe Wurzeln bilden. Wer auf Lehm eine Birke pflanzt, bekommt einen Baum, der bei Staunässe Wurzelprobleme entwickelt. Wer auf Sand eine Hainbuche setzt, schaut einem Baum beim langsamen Verdursten zu.

Weitere Informationen zu Baumarten, Standortanforderungen und verfügbaren Größen bietet die Online Baumschule Venovi, die auf ueber 160 Hektar Anbaufläche mehr als 600 verschiedene Arten kultiviert. Die Auswahl reicht von klassischen Hochstämmen bis zu mehrstämmigen Gehölzen und Spalierformen, jeweils mit Angaben zu Boden und Standortverträglichkeit.

Warum der pH Wert wichtiger ist als die Bodenart

Selbst wenn die Bodenstruktur stimmt, kann ein falscher pH Wert das Wachstum bremsen. Rhododendren und japanische Ahorne bevorzugen saure Boeden mit einem pH Wert unter 6. Auf kalkhaltigem Untergrund entwickeln sie Chlorose, eine Gelbfärbung der Blätter durch Eisenmangel, die den Baum schwächt.

Umgekehrt brauchen Obstbäume wie Kirsche und Pflaume einen leicht alkalischen bis neutralen Boden, um ausreichend Nährstoffe aufzunehmen. Ein einfacher Bodentest aus dem Gartencenter gibt Aufschluss uber den pH Wert und kostet weniger als ein falsch gepflanzter Baum, der nach drei Jahren ersetzt werden muss.

Grundwasserstand und Drainage als unterschätzte Faktoren

Manche Gärten stehen im Frühjahr wochenlang nass. Andere haben einen Grundwasserspiegel, der bis knapp unter die Oberfläche reicht. Für die meisten Baumarten ist das ein Problem, weil die Wurzeln bei Staunässe faulen. Weiden und Erlen sind Ausnahmen.

Sie vertragen nasse Standorte nicht nur, sondern bevorzugen sie. Wer einen feuchten Garten hat und trotzdem eine Buche pflanzen moechte, muss zunaechst fuer Drainage sorgen. Ohne diese Maßnahme wird der Baum in den ersten Jahren zwar wachsen, dann aber zunehmend Vitalität verlieren und anfaellig werden fuer Pilzbefall.

Die richtige Kombination aus Baumart, Boden und Standort ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine technische Entscheidung. Wer sie bewusst trifft, pflanzt einen Baum, der Jahrzehnte lang gesund bleibt. Wer sie dem Zufall überlässt, investiert Zeit und Geld in ein Gehölz, das seine Umgebung nie wirklich annimmt.


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Israel-Sanktionr
Frankreich: Israel-Sanktionen „innerhalb weniger Tage“

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Paris – Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat angekündigt, dass die Europäische Union bereits in den kommenden Tagen Sanktionen gegen israelische Akteure verabschieden könnte.

Die Maßnahmen richten sich gegen Einzelpersonen oder Einheiten, die für Gewalt gegen Palästinenser verantwortlich sind, einschließlich derjenigen im besetzten Westjordanland.

Ende des ungarischen Vetos erwartet

In einem Interview mit dem Sender franceinfo am Donnerstag erklärte Barrot, dass er sich bereits „seit einem Jahr“ für Sanktionen gegen jene einsetze, die für Tötungen von Palästinensern und Brandanschläge im Westjordanland verantwortlich sind.

Er wies darauf hin, dass die Maßnahmen auf EU-Ebene bislang durch ein Veto Ungarns unter dem scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orbán blockiert wurden. Barrot zeigte sich jedoch optimistisch, dass dieses Veto nach der Wahl des neuen ungarischen Ministerpräsidenten „aufgehoben werden könnte“. „Ich denke, es wird uns gelingen, diese Sanktionen in den kommenden Tagen zu verabschieden“, sagte er.

Forderung nach Aussetzung des Handelsabkommens

Angesichts der aktuellen Entwicklungen warnte Barrot davor, dass die EU das Handeln Israels nicht ignorieren könne, wenn dessen Politik unverändert bleibe. Damit rückt das EU-Israel-Handelsabkommen (Assoziierungsabkommen) in den Fokus, welches an die Achtung der Menschenrechte geknüpft ist. Gegenüber franceinfo stellte der Minister klar:

„Wenn die israelische Regierung ihre Politik nicht ändert, insbesondere in Gaza und im Westjordanland, können wir nicht so tun, als wäre nichts passiert.“

Sollte das Abkommen ausgesetzt werden, drohen weitreichende Handelssanktionen und der Wegfall privilegierter Zollvorteile für israelische Exporte in die EU.

Scharfe Kritik an Siedlungspolitik und humanitärer Lage

Der Außenminister bekräftigte Frankreichs Kritik und erklärte, dass Paris die israelischen Aktionen im Gazastreifen, im Westjordanland und im Libanon verurteile. Er forderte die Zulassung humanitärer Hilfe für Gaza sowie ein Ende der „illegalen Siedlungsaktivitäte

Warnung vor diplomatischer Isolation

Barrot warnte zudem davor, dass die EU das Handeln Israels nicht ignorieren könne, wenn dessen Politik unverändert bleibe. Angesichts von Forderungen, das EU-Israel-Assoziierungsabkommen auszusetzen – welches an die Achtung der Menschenrechte geknüpft ist –, betonte der Minister: „Wenn die israelische Regierung ihre Politik nicht ändert, wird der Block nicht in der Lage sein, so zu tun, als ob nichts passiert wäre.“

Der Außenminister bekräftigte Frankreichs Kritik an der israelischen Politik und erklärte, dass Paris die israelischen Aktionen im Gazastreifen, im Westjordanland und im Libanon verurteile. Er forderte die Zulassung humanitärer Hilfe für Gaza sowie ein Ende der „illegalen Siedlungsaktivitäten und des Anstiegs der Gewalt durch extremistische Siedler“ im Westjordanland.

Ziel ist politischer Kurswechsel

Gleichzeitig stellte Barrot klar, dass Frankreich nicht anstrebe, die Beziehungen zur EU allein um der Suspendierung willen abzubrechen. Jede Entscheidung müsse auf europäischer Ebene getroffen werden.

„Unser Ziel ist nicht die Suspendierung um der Suspendierung willen; unser Ziel ist es, dass sich die Dinge ändern und dass die israelische Regierung ihre Politik ändert“, so Barrot.

 


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– Libanon –
Amal Khalil: „Sie drohten mir, meinen Kopf von den Schultern zu reißen“ Libanesische Journalistin Amal Khalil wurde von israelischen Drohnen getötet, nachdem sie öffentlich gemacht hatte, von Israelis mit dem Tod bedroht worden zu sein.

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Kampagnen gegen israel
Frankreich: Abgeordnete Gabrielle Cathala fordert Israel-Ausschluss

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Strassburg – In der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) hat sich im April 2026 eine tiefgreifende Debatte über den Verbleib Israels als Beobachterstaat entwickelt.

Die französische Abgeordnete Gabrielle Cathala (LFI-NFP) nutzte die jüngste Sitzungswoche, um eine fundamentale Neubewertung der diplomatischen Beziehungen zu fordern und die moralische Legitimität der israelischen Präsenz in der Organisation infrage zu stellen.

Cathala kritisiert „Doppelmoral“ und rassistische Gesetzgebung
Im Zentrum der Kritik steht die Unvereinbarkeit der israelischen Regierungspolitik mit den Grundwerten des Europarates. Gabrielle Cathala fand hierzu klare Worte, die sie ursprünglich auf Französisch im Parlament formulierte:

„Trotz des Ende März verabschiedeten rassistischen Todesstrafen-Gesetzes ist das israelische Parlament immer noch Beobachtermitglied in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Die Zeit der Doppelmoral hat lange genug gedauert. Der Staat Israel respektiert die Menschenrechte nicht und hat keinen Platz im Europarat.“

Diese Äußerung ist eine direkte Reaktion auf die israelischen Gesetzesinitiativen vom März 2026 zur Ausweitung der Todesstrafe. Da der Europarat die vollständige Abschaffung der Todesstrafe als universelles Prinzip und Grundvoraussetzung für jede Form der Mitgliedschaft verteidigt, sieht Cathala darin einen unheilbaren Bruch mit den Statuten der Organisation.

Spanien und europäische Partner forcieren diplomatische Konsequenzen

Die Forderung der französischen Abgeordneten steht in einem größeren europäischen Kontext. Länder wie Spanien und Irland haben in den vergangenen Monaten ihre diplomatischen Bemühungen intensiviert, um Israel international in die Pflicht zu nehmen.

Die spanische Regierung unter Pedro Sánchez drängt bereits seit Längerem auf eine Überprüfung internationaler Abkommen und fordert spürbare Konsequenzen für die Siedlungspolitik und die humanitäre Lage in den Palästinensergebieten.

Wachsende Isolation und massiver zivilgesellschaftlicher Protest

Diese Entwicklungen signalisieren eine zunehmende diplomatische Isolation Israels in Europa. Während das Land über Jahrzehnte als privilegierter Partner galt, bröckelt dieser Rückhalt nun auf institutioneller Ebene.

Flankiert wird dieser politische Druck durch eine beispiellose Mobilisierung der Zivilgesellschaft. Eine europaweite Unterschriftenaktion – „European Citizens‘ Initiative (ECI) – Justice for Palestine“ – zur Aussetzung der diplomatischen Sonderstatus erreichte im April die Marke von über 1 Million Unterzeichnern. Die Initiatoren dieser Kampagne fordern die PACE-Abgeordneten auf, den Beobachterstatus Israels formell zu suspendieren, solange die internationalen Menschenrechtsstandards systematisch missachtet werden.

Israel hält seit 1957 den Status eines Beobachters in der Parlamentarischen Versammlung. Die Organisation steht nun vor der Zerreißprobe, ob sie die Einhaltung ihrer eigenen demokratischen Standards erzwingt oder die politische Realität weiterhin ohne Sanktionen hinnimmt.

 

 


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USA
Reuters: Die USA will Spanien aus der NATO werfen

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Washington/Madrid – Das US-Verteidigungsministerium hat intern Optionen zur Bestrafung von NATO-Verbündeten diskutiert, die die USA im Krieg gegen den Iran nicht unterstützt haben.

Dies berichtet Reuters unter Berufung auf einen US-Beamten, der anonym bleiben wollte. Zu den diskutierten Maßnahmen gehört die Suspendierung Spaniens aus dem Bündnis. Spanien gehört zu den stärksten Kritikern Washingtons

Die Optionen sind in einer internen Pentagon-E-Mail festgehalten, die Frustration über die wahrgenommene Weigerung einiger Verbündeter ausdrückt, den USA Zugang, Stützpunkte und Überflugrechte — bekannt als ABO — für den Iran-Krieg zu gewähren. Erdbebennews Laut dem Beamten zirkulierten die Optionen auf höchster Ebene im Pentagon.

Spanien verweigerte USA Nutzung seiner Militärbasen

Der Konflikt zwischen Washington und Madrid schwelt seit Wochen. Die spanische Regierung verweigerte Anfang März die Nutzung der Stützpunkte Rota und Morón sowie des spanischen Luftraums für US-Operationen gegen den Iran. SRF Die USA unterhalten zwei wichtige Militärbasen in Spanien — Naval Station Rota und Morón Air Base — die strategisch bedeutsam für Operationen im Nahen Osten und darüber hinaus sind.

Die in der E-Mail skizzierten Maßnahmen sollen ein starkes Signal an NATO-Verbündete senden mit dem Ziel, „das Gefühl der Selbstverständlichkeit seitens der Europäer zu verringern“. Erdbebennews Die Suspendierung Spaniens hätte laut dem Dokument begrenzte Auswirkungen auf US-Militäroperationen, aber eine erhebliche symbolische Wirkung.

Spanien gehört zu den schärfsten westlichen Kritikern der US- und israelischen Politik im Nahen Osten. Premierminister Sánchez hat das militärische Vorgehen Israels in Gaza und im Iran mehrfach auf das Schärfste verurteilt und sich damit als eine der lautesten Stimmen innerhalb der NATO-Gemeinschaft positioniert. Zuletzt hatte Madrid sogar vorgeschlagen, das EU-Assoziierungsabkommen mit Israel zu kündigen — ein Schritt der in Washington für erhebliche Verstimmung sorgte.

Trump und Rubio unter Druck

Trumps Außenminister Marco Rubio kritisierte Spaniens Entscheidung scharf und erklärte, das US-Engagement im Bündnis müsse „neu bewertet“ werden. Trump selbst sagte in einem Interview mit einer britischen Zeitung, er erwäge ernsthaft einen Rückzug der USA aus der NATO. SRF

Das Pentagon erklärte auf Reuters-Anfrage: „Das Kriegsministerium wird sicherstellen, dass der Präsident glaubwürdige Optionen hat, um sicherzustellen, dass unsere Verbündeten keine zahnlosen Tiger mehr sind.“ Zu internen Beratungen wolle man keine weiteren Angaben machen.

Sánchez reagiert gelassen

Spaniens Premierminister Pedro Sánchez wies den Bericht ab und erklärte, Spanien arbeite nicht auf Basis von E-Mails, sondern auf Basis offizieller Dokumente und Positionen der US-Regierung. Schwäbische Er bekräftigte zugleich, die Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten fortsetzen zu wollen.

Ob und wie die USA Spanien tatsächlich aus dem Bündnis suspendieren könnten, ist unklar — ein bestehender Mechanismus dafür existiert innerhalb der NATO offenbar nicht.

 


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Libanon
Amal Khalil: „Sie drohten mir, meinen Kopf von den Schultern zu reißen“

Beirut – Noch bevor israelische Streitkräfte die libanesische Journalistin Amal Khalil töteten, hatte sie in einem Videointerview offen über die Drohungen gesprochen, die sie erhalten hatte.

„Ich habe Morddrohungen auf meinem Telefon erhalten — vom Mossad, von den Israelis“, sagte Khalil. „Sie drohten mir, mich zu töten. Sie sagten mir, sie würden meinen Kopf von meinen Schultern reißen, wenn ich den Südlibanon nicht verlasse.“

Am Dienstag wurden diese Drohungen zur blutigen Realität. Israelische Streitkräfte töteten die 43-jährige Reporterin der libanesischen Zeitung Al-Akhbar im Dorf Al-Tayri nahe der südlichen Stadt Nabatiye in einem gezielten Doppelangriff. Ihre Kollegin, die freiberufliche Fotojournalistin Zeinab Faraj, wurde schwer am Kopf verletzt.

Stunden unter den Trümmern — Rotes Kreuz unter Beschuss

Khalil und Faraj trugen zum Zeitpunkt des Angriffs Schutzausrüstung mit deutlich sichtbaren Pressezeichen. Als ein israelischer Luftangriff ein nahegelegenes Fahrzeug traf und zwei Menschen tötete, suchten die beiden Journalistinnen in einem Haus Schutz. Khalil rief noch ihre Redaktion an und meldete, dass sie sich in Sicherheit gebracht habe und bedroht werde.

Israelische Streitkräfte schlugen ein zweites Mal zu — diesmal das Haus, in dem die Journalistinnen Schutz gesucht hatten. Khalil wurde unter den Trümmern begraben. Sie war zuletzt gegen 16:10 Uhr erreichbar, als sie ihre Familie und das libanesische Militär anrief.

Was folgte, war nach Angaben von Zeugen und Hilfsorganisationen ein stundenlanger Albtraum: Rettungskräfte des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes wurden durch anhaltenden israelischen Beschuss, Blendgranaten und direktes Feuer auf Krankenwagen daran gehindert, Khalil zu erreichen.

Das Rote Kreuz musste sogar auf eine israelische Genehmigung warten, bevor es die Ruine erneut betreten durfte. Faraj konnte gerettet werden — Khalil nicht. Ihre Leiche wurde erst kurz vor Mitternacht geborgen, mindestens sechs Stunden nach dem ersten Angriff.

Drohungen waren seit 2024 bekannt

Die Morddrohungen gegen Khalil waren keine Neuigkeit. Bereits im September 2024 hatte sie öffentlich gemacht, dass sie über eine israelische Telefonnummer eine Warnung erhalten habe: „Wir wissen wo du bist und werden dich erreichen, wenn die Zeit gekommen ist.“ Die Nachricht enthielt Details über ihre jüngsten Bewegungen. Khalil sagte damals: „Ich habe die zuständigen Behörden darüber informiert, da der Feind diese Taktik zuletzt bei vielen anderen dort angewendet hat.“

Die israelische Armee gab später eine Erklärung ab, in der sie zugab, die Journalistinnen absichtlich ins Visier genommen zu haben — mit der Begründung, sie hätten nach dem Überschreiten einer angeblichen „Verteidigungslinie“ in der Nähe einer Hisbollah-Einrichtung eine Bedrohung dargestellt.

Internationale Empörung — Libanons Premier: „Kriegsverbrechen“

Der libanesische Premierminister Nawaf Salam bezeichnete den Angriff als Kriegsverbrechen. „Israels gezieltes Vorgehen gegen Medienschaffende im Süden bei der Ausübung ihrer beruflichen Pflichten ist keine Folge von Einzelereignissen mehr, sondern hat sich zu einem etablierten Ansatz entwickelt, den wir verurteilen“, schrieb er auf Social Media. Libanon werde die Vorgänge vor internationalen Gremien zur Sprache bringen.

Libanons Präsident Joseph Aoun erklärte, Israels „absichtliches und konsequentes Vorgehen gegen Journalisten“ ziele darauf ab, „die Wahrheit seiner aggressiven Handlungen gegen den Libanon zu verschleiern“ und stelle „Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, die nach internationalem Recht strafbar sind.“

Khalil war die neunte Journalistin, die in diesem Jahr im Libanon getötet wurde. Im vergangenen Monat kamen bereits drei Journalisten bei einem Doppelanschlag ums Leben.

Reporter ohne Grenzen verurteilte den Angriff scharf. Exekutivdirektor Clayton Weimer erklärte, seine Organisation sowie Journalisten hätten die israelischen Streitkräfte kontaktiert und darum gebeten, Krankenwagen den Zugang zu ermöglichen.

„Das Rote Kreuz signalisierte, dass es wegen des anhaltenden israelischen Bombardements nicht durchkommen konnte. Das ist kaltblütige Gleichgültigkeit — zusätzlich zu dem, was eine gezielte Tötung einer Journalistin zu sein scheint“, so Weimer.

Das Committee to Protect Journalists (CPJ) erklärte: „Die wiederholten Angriffe auf denselben Ort, die Beschießung eines Bereichs, in dem Journalisten Schutz gesucht hatten, und die Behinderung von medizinischem und humanitärem Zugang stellen einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar.“

„Libanons Shireen Abu Akleh“

Libanesische Medien bezeichnen Amal Khalil als „Libanons Shireen Abu Akleh“ — in Anlehnung an die erfahrene Al-Jazeera-Journalistin, die 2022 von israelischen Streitkräften in Jenin erschossen wurde.

Auch Abu Akleh war trotz deutlich sichtbarer Presseausrüstung gezielt getroffen worden. Khalils Tod hat erneut den Vorwurf entfacht, dass Israel eine systematische Politik der gezielten Tötung von Medienschaffenden verfolgt — ein Vorwurf, den Israel wiederholt bestreitet.

Elsy Moufarrej, Vorsitzende der libanesischen Journalistengewerkschaft, beschuldigte israelische Streitkräfte, Khalil absichtlich ins Visier genommen zu haben, und forderte die libanesische Regierung sowie internationale Organisationen auf, dringend gegen das zu handeln, was sie als „nicht untersuchte und wiederholte israelische Kriegsverbrechen gegen Journalisten“ bezeichnete.

New York
Bürgermeister Mamdani: Kinderbetreuung auch ohne Aufenthalt

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NYC – Der Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, hat am Mittwoch bestätigt, dass Kinder ohne legalen Aufenthaltsstatus uneingeschränkt in das erweiterte kommunale Kinderbetreuungsprogramm der Stadt aufgenommen werden.

Damit bekräftigte die Administration ihr Vorhaben, den Zugang zu Betreuungseinrichtungen unabhängig vom Immigrationsstatus der Familien zu gestalten. Bereits im Januar hatte Mamdani gemeinsam mit Gouverneurin Kathy Hochul eine weitreichende Initiative für eine universelle Kinderbetreuung angekündigt, die nun durch konkrete Richtlinien untermauert wird.

Keine Offenlegung des Status erforderlich

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind Familien nicht verpflichtet, ihren Einwanderungsstatus offenzulegen, um an dem Programm teilzunehmen. Die Regelung umfasst die Betreuung von Säuglingen bis hin zum Vorschulalter.

Offizielle Vertreter erklärten, dass dieser Schritt Teil umfassenderer Bemühungen sei, Kinderbetreuung in ganz New York erschwinglich und zugänglich zu machen. Die Stadt reagiert damit auch auf den steigenden Bedarf in einkommensschwachen Vierteln und setzt ein deutliches Zeichen gegen die restriktive Bundespolitik im Bereich der Einwanderungskontrolle.

Ausbau der Kapazitäten: 700 neue Plätze bis Herbst

Im Rahmen des Ausbaus hat Bürgermeister Mamdani bereits ein zuvor leerstehendes Zentrum in der Atlantic Avenue (Downtown Brooklyn) offiziell eröffnet, indem er symbolisch ein „bürokratisches rotes Band“ durchschnitt.

Dies ist einer von sieben Standorten, die nach jahrelangem Leerstand reaktiviert wurden, um diesen Herbst stadtweit 240 neue „3-K“-Plätze zu schaffen. Zusätzlich werden in einer ersten Phase 450 weitere Plätze bei gemeinschaftsbasierten Organisationen (CBOs) bereitgestellt, womit insgesamt knapp 700 Kindern ein Start ermöglicht wird.

Ein wesentlicher Teil der Strategie ist zudem die Einführung von „2-K“-Plätzen für Zweijährige. Für ein Pilotprojekt im David N. Dinkins Municipal Building, das speziell städtischen Angestellten kostenlose Betreuung vor Ort bieten soll, beginnen die Anmeldefristen am 30. April 2026.

Finanzierung und politische Einordnung

Die Initiative wird durch staatliche Mittel in Höhe von rund 1,21 Milliarden US-Dollar unterstützt, die in Partnerschaft mit dem Bundesstaat New York bereitgestellt werden.

Kritiker hinterfragen die langfristige Finanzierung und rechtliche Aspekte der Einbeziehung von Menschen ohne legalen Status, während Befürworter die wirtschaftliche Stärkung arbeitender Familien betonen. Laut Mayor’s Office zielt das Programm darauf ab, Familien jährlich um bis zu 20.000 US-Dollar an Betreuungskosten zu entlasten und gleichzeitig die Bindung von Fachkräften am Standort New York zu erhöhen.

Ankara
NATO-Chef Rutte: „Wir können viel von der Türkei lernen“

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Ankara – NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die türkische Verteidigungsindustrie als Vorbild für das gesamte Bündnis bezeichnet und von einer „verteidigungsindustriellen Revolution“ gesprochen.

Während eines Besuchs in der Zentrale des Rüstungskonzerns Aselsan in Ankara betonte Rutte am Mittwoch, dass die NATO-Partner „viel“ von den Fortschritten der Türkei lernen könnten.

Die Beschleunigung der Produktion und Innovation sei eine „Top-Priorität“ für die Allianz und werde ein zentrales Thema des NATO-Gipfels im Juli in Ankara sein.Fokus auf Produktion und technologische Innovation

Rutte unterstrich, dass steigende Verteidigungsausgaben allein nicht ausreichten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Es sei entscheidend, den Ausstoß bei Schlüsselkapazitäten wie Luftverteidigungssystemen, Drohnen, Munition, Radaren und Weltraumtechnologien massiv zu erhöhen.

Die Zusammenarbeit müsse sich über das gesamte Bündnis erstrecken, „von Alaska bis Ankara“. Er lobte Aselsan als Vorreiter dieser Entwicklung und forderte das Unternehmen auf, Produktion und Innovation weiter zu beschleunigen.Instabile Sicherheitslage und iranische Bedrohung

Der Generalsekretär verwies auf ein zunehmend volatiles globales Sicherheitsumfeld, das Bedrohungen von der Arktis bis zum Mittelmeer sowie im Weltraum und im Cyberspace umfasse. Er nannte Russlands Krieg gegen die Ukraine, Chinas militärische Modernisierung und die Aktivitäten Irans als Hauptquellen der Instabilität.

In diesem Zusammenhang gab Rutte bekannt, dass die NATO in den vergangenen Wochen bereits viermal ballistische Raketen abgefangen habe, die vom Iran in Richtung Türkei abgefeuert worden waren. Diese Vorfälle unterstrichen die Bedeutung der integrierten Luftverteidigung und der Solidarität innerhalb der Allianz.Aselsans globale Expansion und Fachkräfte

Aselsan, das 1975 gegründet wurde und heute zu den 50 weltweit führenden Rüstungsunternehmen zählt, erreichte im Januar 2026 als erstes türkisches Unternehmen einen Marktwert von 30 Milliarden US-Dollar. Rutte hob die internationale Präsenz hervor, darunter der Verkauf fortschrittlicher Systeme zur elektronischen Kriegsführung an Polen, Operationen in Albanien und Rumänien sowie die Ausstattung eines Schiffes für die kroatische Marine.

Besonders beeindruckt zeigte sich der NATO-Chef vom niedrigen Durchschnittsalter der Ingenieure bei Aselsan, das bei etwa 33 Jahren liege – Rutte merkte an, dass es in einigen Bereichen sogar nur 28 Jahre betragen könnte.

Diplomatischer Kontext und Gipfelvorbereitungen

Der Besuch erfolgte im Vorfeld eines Treffens mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan. In einem vorangegangenen Telefonat hatten beide Politiker die Deterrenz-Kapazität der Allianz erörtert.

Erdoğan warnte dabei vor den Risiken einer Ausweitung der Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran, die zu einer tieferen Instabilität führen könnten, und rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Der bevorstehende NATO-Gipfel im Juli in Ankara wird den Rahmen bieten, diese strategischen und industriellen Ziele weiter zu vertiefen.

Rüstungs-Powerhouse

Der türkische Verteidigungssektor hat sich zu einer globalen Macht im Bereich der Waffenentwicklung und -herstellung entwickelt – eine Transformation, die aus der Not heraus entstanden ist.

Die Branche gewann nach den westlichen Waffenembargos infolge der Invasion Zyperns 1974 an Dynamik, die Ankara dazu zwangen, in heimische Kapazitäten zu investieren. Was als einfache Montagelinien begann, hat sich in den letzten zehn Jahren dank staatlicher Anreize und eines Booms in Forschung und Entwicklung explosionsartig entwickelt und die Türkei bis 2024 zum 13. größten Waffenexporteur der Welt gemacht.

Heute liefert sie Hightech-Ausrüstung wie Bayraktar TB2-Drohnen – die sich in der Ukraine und in Libyen im Einsatz bewährt haben – in über 30 Länder, neben Korvetten nach Pakistan und Indonesien und T129-Kampfhubschraubern auf die Philippinen und nach Nigeria, und festigt damit ihre Rolle als Brücke zwischen Ost und West in der Verteidigungsinnovation. 

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Warnung an Russland: NATO schickt türkisches Kriegsschiff

NATO verlegt den türkischen Drohnenträger TCG Anadolu zur Ostflanke. Die Mission Eastern Sentry bei Steadfast Dart 26 dient womöglich der Abschreckung gegen Russland. 

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