Immobilienmärkte
Bericht: Noch keine deutsche Einheit auf dem Wohnungsmarkt

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Berlin (dts) – 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gibt es noch immer deutliche Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt in West- und Ostdeutschland. Vor allem die anhaltende Landflucht in ostdeutschen Bundesländern drückt die Immobilienpreise in kleineren und mittelgroßen Gemeinden,. so das Ergebnis einer Wohnungsmarkt-Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, über die die „Welt“ berichtet. Im Durchschnitt werden demnach im Osten 5,30 Euro pro Quadratmeter Miete gezahlt, im Westen sind es 6,50 Euro. Auch die Kaufpreise unterschieden sich noch deutlich. Während Käufer in westdeutschen Bundesländern im Schnitt 1.952 Euro pro Quadratmeter bezahlen, sind es im Osten nur 1.330 Euro. Dem IW zufolge sorgen zwei Faktoren für niedrige Durchschnittspreise in Ostdeutschland. Zum einen sei die Bevölkerung allein in den vergangenen fünf Jahren noch einmal um rund fünf Prozent zurückgegangen, während sie in Westdeutschland weitgehend gleich geblieben sei. Zum anderen liege das durchschnittliche Einkommen weiterhin unter West-Niveau. Der Bevölkerungsrückgang habe sich zwar verlangsamt. „Trotzdem ist auch unter günstigen Erwartungen mit einem weiteren Rückgang der Bevölkerung bis zum Jahr 2030 in Ostdeutschland zu rechnen, während im Westen die Bevölkerung ungefähr konstant bleibt wird“, konstatieren die Autoren der Studie. Mittlerweile gibt es aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen West und Ost. Dazu gehört dem IW zufolge die zunehmende Urbanisierung, die im Osten noch etwas ausgeprägter ist. Großstädte und Metropolen sind in Westdeutschland von 1990 bis 2013 um knapp drei Prozent gewachsen, während die Landbevölkerung nur leicht zurückging. Im Osten dagegen verloren die ländlichen Kreise rund 15 Prozent ihrer Bevölkerung. Kernstädte wie Leipzig, Dresden oder Potsdam wachsen erst seit wenigen Jahren und verzeichnete ein Plus von 1,4 Prozent. „Dort wächst nun auch die Wirtschaft, und Mieten und Kaufpreise steigen teilweise deutlich“, sagte IW-Experte Ralph Henger der „Welt“. Auch die Gebäude selbst unterscheiden sich, was man laut IW an der Art der Investitionen ablesen könne. Während in Westdeutschland 70 Prozent der Bauleistungen in bestehende Gebäude fließen, sind es im Osten 85 Prozent. Dort werde also weniger neu gebaut und stattdessen viel Geld in Altbauten in den Stadtzentren investiert. Zu DDR-Zeiten sorgte ein Mietpreisstopp dafür, dass Wohnhäuser etwa aus der Gründerzeit in der Innenstadt nach und nach verfielen. Während in den Vorstädten neu gebaut wurde, waren viele Altbauten zur Zeit der Wende kaum bewohnbar. Dieser Investitionsstau wird noch immer abgebaut.

Strafverfahren gegen Blatter
Fifa-Sponsor Coca-Cola für sofortigen Blatter-Rücktritt

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Zürich (dts) – Der Getränkehersteller und Fifa-Sponsor Coca-Cola hat sich für den sofortigen Rücktritt von Fifa-Präsident Sepp Blatter ausgesprochen. Der Rücktritt Blatters würde einen „glaubhaften und nachhaltigen Reformprozess“ erlauben, teilte Coca-Cola mit. Der Fußball-Weltverband benötige dringend eine umfassende Reform, so der Getränkehersteller weiter. Blatter selbst hatte erklärt, bis Ende Februar 2016 an der Spitze des Fußball-Weltverbands verbleiben zu wollen. Die Fifa plant, am 26. Februar einen neuen Präsidenten zu wählen. In der vergangenen Woche hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Blatter wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und Veruntreuung eröffnet.
 

Krieg gegen den Terror
Türkei: Heftige Feuergefechte bei Antiterroreinsatz gegen PKK in Silvan

Türkei: Heftige Feuergefechte bei Antiterroreinsatz gegen PKK in Silvan
Ankara (nex) – Nach der Ermordung zweier türkischer Sicherheitskräfte durch die terroristische PKK sind die türkische Armee und Spezialkräfte der Polizei in die südosttürkische Stadt Silvan eingerückt. Aus der Stadt werden mittlerweile heftige Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und der PKK gemeldet.
Die Anti-Terror-Einheiten begannen um fünf Uhr Ortszeit ihre Operationen gegen die Stadtguerilla-Formationen der Extremisten, so die türkische Nachrichtenagentur Doğan News Agency. Tags zuvor waren der türkischen Tageszeitung Hürriyet zufolge zwei Offiziere aus Silvan in ihren Autos ermordet worden. Auf dem sozialen Netzwerk Twitter posteten Zeugen, die von massiven Schießereien und Artilleriebeschuss berichteten, ihre Eindrücke.
An mindestens drei Punkten der Stadt seien Militärhubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge platziert worden, hieß es aus regionalen Medien. Fotos in den sozialen Medien zeigen Militärfahrzeuge, die durch verlassene Straßen fahren. Die Armee hatte im Vorfeld eine Ausgangssperre über der 43 000-Einwohner-Stadt verhängt. Silvan gehört seit dem Wiederaufflammen des Krieges der türkischen Armee gegen den Terror im Osten des Landes zu jenen Städten, in denen es immer wieder zu massiven Zusammenstößen kommt. Die engen Gassen zwischen den Wohnhäusern und Wohnblocks erlauben es der PKK, die Bewohner als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen und machen der Armee so die Bekämpfung der terroristischen Struktur schwerer.
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Abgas-Skandal
VW bietet Internet-Check für Kunden an

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Wolfsburg (dts) – Volkswagen hat in der Abgas-Affäre eine Internetseite eingerichtet, auf der Kunden überprüfen können, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. „Unter www.volkswagen.de/info erhält jeder Kunde mit seiner Fahrgestellnummer eine klare Aussage, ob sein Fahrzeug betroffen ist oder nicht“, teilte der Autobauer am Freitag mit. Das Online-Tool werde auch weltweit in die nationalen Internetseiten integriert und soll dort kurzfristig zur Verfügung stehen. Zugleich kündigte VW an, den zuständigen Behörden „noch im Oktober“ die technischen Lösungen und Maßnahmen in der Abgas-Affäre vorzustellen.

Bundesagentur für Arbeit
BA weitet Sprachförderung für Flüchtlinge aus

Nürnberg (dts) – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) weitet ihr Engagement bei der Sprachförderung für Flüchtlinge aus. Basis für das Vorhaben seien die geplanten Gesetzesänderungen im Rahmen des Asylverfahrens-Beschleunigungsgesetzes, teilte die BA am Freitag mit. Diese Änderung ermögliche es der BA, zeitlich begrenzt Sprachkurse für Flüchtlinge zu fördern, wenn diese Kurse bis zum 31. Dezember 2015 beginnen. „Der Verwaltungsrat will mit dieser Maßnahme sehr direkt und sehr schnell helfen, um die große gesellschaftliche Herausforderung zu bewältigen“ sagte Annelie Buntenbach, Vorsitzende des BA-Verwaltungsrats. „Wichtig dabei ist: Es handelt sich bei der Förderung um zusätzliche Mittel, die wir aus unserer Interventionsreserve im Haushalt freigeben. Damit entstehen auch keine Nachteile in der Förderung für andere Arbeitssuchende.“ Die BA erwarte, dass bis zu 100.000 Menschen von dieser ersten Sprachförderung profitieren könnten. Ziel ist es, erste Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Die voraussichtlichen Kosten der Förderung werden zwischen 54 Millionen und 121 Millionen Euro liegen – je nach Ausgestaltung der Maßnahmen und nach der Teilnehmerzahl, die in diesem Jahr erreicht werden kann.

Deutsch-Indische Regierungskonsultationen
Merkel reist zu Regierungskonsultationen nach Indien

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Berlin/Neu Delhi (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Sonntag nach Indien. Im Mittelpunkt der dritten deutsch-indischen Regierungskonsultationen, die bis zum kommenden Dienstag geführt werden, stehe die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Berufsbildung, Wissenschaft, Technologie, Klimapolitik und Entwicklungszusammenarbeit, teilte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag mit. Demnach sei die Unterzeichnung zahlreicher Absichtserklärungen geplant. Auch regionale und globale Fragen sollen bei den Regierungskonsultationen erörtert werden, so Streiter weiter. Merkel werde auf ihrer Reise von den Bundesministern Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier, Christian Schmidt, Bundesministerin Johanna Wanka sowie von Bundesminister Gerd Müller begleitet.

Syrien-Konflikt
Bundesregierung verurteilt Putins Vorgehen in Syrien

Berlin (dts) – Die Bundesregierung und sechs weitere Staaten haben das Vorgehen des russischen Militärs in Syrien scharf verurteilt. Die militärischen Aktionen seien eine weitere Eskalationsstufe und wären der Treibstoff für noch mehr Extremismus und Radikalisierung, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der deutschen Regierung mit Frankreich, den USA, Großbritannien, der Türkei, Katar und Saudi-Arabien. „Wir fordern die Russische Föderation auf, unverzüglich ihre Angriffe auf die syrische Opposition und die Zivilbevölkerung zu beenden“, heißt es weiter. Die Anstrengungen sollten sich auf die Bekämpfung der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) konzentrieren. Die Angriffe auf die Regionen rund um die syrischen Städte Hama, Homs und Idlib hätten zahlreiche zivile Opfer gefordert. Die syrische Regierung soll Russlands Präsident Wladimir Putin um Unterstützung im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ gebeten haben, der weite Teile des Landes unter seiner Kontrolle hat. Daraufhin hatte der russische Föderationsrat, das Oberhaus der beiden Parlamentskammern Russlands, grünes Licht für einen Militäreinsatz in Syrien gegeben. Unterdessen haben sich die USA und Russland zur Vermeidung von Missverständnissen ihrer Streitkräfte auf militärischer Ebene abgesprochen. Es habe eine „freundliche und professionelle“ Absprache gegeben, so Pentagon-Sprecher Peter Cook.

Obstanbau
17 Prozent weniger Pflaumen in diesem Jahr

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Wiesbaden (dts) – Die Ernte von Pflaumen und Zwetschen in Deutschland wird in diesem Jahr mit voraussichtlich 46.700 Tonnen um 17 Prozent schlechter ausfallen als 2014. Wie das Statistische Bundesamt nach der Erntevorausschätzung im Marktobstbau von Ende Juli 2015 mitteilte, wird diese Ernte den Durchschnitt der letzten zehn Jahre von knapp 51.000 Tonnen um 8 Prozent verfehlen. Ein ungünstiger Blühverlauf aufgrund der lang anhaltenden Kälte und Nässe im Frühjahr sowie die ausgeprägte Trockenheit im Juli 2015 haben ein besseres Ernteergebnis verhindert. Hinzu kommt, dass die Anbauflächen für Pflaumen und Zwetschen seit dem Jahr 2007 um 15 Prozent von gut 4.500 Hektar auf knapp 3.900 Hektar reduziert worden sind. Die bedeutendsten Anbauregionen für Pflaumen und Zwetschen befinden sich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Voraussichtlich 61 Prozent der Früchte (28.600 Tonnen) werden 2015 in diesen beiden Ländern erzeugt.

Kann ab 2016 nachgedruckt werden
Verfassungsschutz: Hitlers „Mein Kampf“ kaum bedeutend für Neonazis

Berlin (dts) – Für deutsche Neonazis haben Adolf Hitler und seine Weltanschauung nach Ansicht des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) an Bedeutung verloren. Der Inlandsgeheimdienst sieht daher dem Auslaufen des Urheberrechtsschutzes von Hitlers Propagandaschrift „Mein Kampf“ gelassen entgegen, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Von 2016 an kann das antisemitische Werk nachgedruckt werden. Nach Einschätzung des BfV spielen jedoch „Schriften und Akteure“ des „Dritten Reiches“ für die ideologische Ausrichtung von Neonazis heutzutage „eine bedeutend geringere Rolle als noch vor 20 Jahren“. Auf den Bestsellerlisten werde das Buch wohl nicht landen. Das Interesse an Hitlers Propagandaschrift schätzen die BfV-Experten laut „Spiegel“ zudem gering, weil unter Neonazis abgesehen von wenigen Eckpunkten wie Antisemitismus „eine verbindlich vorgegebene weltanschauliche Linie kaum auszumachen“ sei.

Volleyball-EM in den Niederlanden und Belgien
EM-Traum geplatzt: Deutschland scheitert an der Türkei

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Viertelfinal- Aus für Deutschland nach hochklassigem Krimi gegen die Türkei Antwerpen (nex) – Die deutsche Nationalmannschaft der Volleyballerinnen ist nach einem über fünf Sätze gehenden Marathon im Viertelfinale der EM in den Niederlanden und Belgien ausgeschieden. Die Türkei setzt sich nach einer spannenden und hochklassigen Partie mit 3:2 (25:20, 21:25, 20:25, 25:23, 15:12) durch. Trotz der besten Turnierleistung und einer 2:1-Führung nach Sätzen reichte es für das deutsche Team am Ende nicht, an die Erfolge von 2011 und 2013 anzuknüpfen, wo man jeweils das Finale erreicht hatte. Nachdem es die deutsche Mannschaft geschafft hatte, im ersten Satz von einem 12:18 auf ein 19:22 heranzukommen und im zweiten Satz ein 3:8 zu einem 19:15 umzudrehen. Im dritten Satz spielte vor allem Außenangreiferin Jennifer Geerties vom Schweriner SC groß auf und trug wesentlich zum 25:20 bei. Am Ende aber schienen die Türkinnen ihre Kräfte effizienter eingesetzt zu haben. Sie wirkten in den letzten beiden Sätzen frischer und stabiler und konnten so das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen. Nun treffen die Türkinnen am Samstag im Halbfinale auf die Niederlande, die sich gegen Titelverteidiger Polen mit 3:1 (25:16, 23:25, 25:16, 25:16) durchgesetzt hatten. Das zweite Halbfinale bestreiten Russland (3:1 – 30:28, 20:25, 25:23, 25:20 gegen Italien) und Serbien nach einem 3:1 (19:25, 29:27, 25:11, 25:18) gegen Mitveranstalter Belgien.