Fahndungserfolge der türkischen Polizei
Türkei: Bei Antiterror-Operation zehn IS-Rekrutierer festgenommen
Ankara (nex) – Wie Nachrichtenagenturen berichten, nahm die türkische Polizei am heutigen Morgen in einer Antiterror-Operation in Ankara zehn Personen fest. Diese werden beschuldigt, für die Terrormiliz IS Mitglieder rekrutiert zu haben. Die Überwachung der Personen habe ergeben, dass sie mit Personen in IS-Zonen in Syrien kommuniziert hätten.
Am 12. Januar kamen bei einem IS-Selbstmordanschlag an der Blauen Moschee in Istanbul zehn, mehrheitlich deutsche, Touristen um und 15 weitere wurden verletzt.
Bei einem zweifachen Anschlag am Hauptbahnhof der türkischen Hauptstadt Ankara starben am 10. Oktober letzten Jahres 103 Menschen. Auch für diesen Anschlag wird die Terrormiliz IS verantwortlich gemacht. Am 20. Juli 2015 kamen bei einem weiteren Selbsmordanschlag in der Stadt Suruç in der im Südosten der Türkei liegenden Provinz Şanlıurfa 33 Menschen ums Leben und 104 wurden verletzt. Die Terrormiliz bekannte sich auch zu diesem Anschlag.
Söldnerarmee PKK
Türkei: Bei Anti-Terror-Operationen 300 ausländische PKK-Söldner getötet
Cizre (nex) – Türkische Spezialkommandos der „Bordo Bereliler“ ziehen eine positive Bilanz über ihren bisherigen Antiterroreinsatz gegen die PKK im Südosten der Türkei. Ein beachtlicher Teil des bewaffneten Arms der PKK konnte bereits ausgeschaltet werden, Waffen und andere Utensilien wurden beschlagnahmt.
Von den 752 während der Operationen im Südosten der Türkei getöteten Terroristen befanden sich den Sicherheitsbehörden zufolge nicht weniger als 300 gekaufte ausländische Söldner. Darunter befinden sich unter anderem für die PKK kämpfenden Killer aus Syrien, dem Irak, Russland, verschiedenen weiteren europäischen Staaten und auch so genannte Sniper (Scharfschützen). Letztere trieben vor allem in Cizre ihr Unwesen.
Aus der Armee hieß es dazu: „Das Hauptaugenmerk der Terroristen lag darauf, Scharfschützen hierher zu schicken, die mit Dragunov-SVD-Scharfschützengewehren umgehen können.“ Den vorliegenden Informationen zufolge waren acht von ihnen in Sur und fünf in Cizre positioniert. Daraufhin habe der Kommandant des Generalstabs der Spezialeinheiten zwei Kompanien mit je 80 Mann an diese zwei Punkte beordert.
Die Spezialeinheiten haben daraufhin eine geheime Operation in den Wohngebieten gestartet. Die einwöchige Beobachtung und Observation führte dazu, dass am Ende auch die letzten vier noch übrigen Sniper auch gefasst werden konnten. Die Spezialeinheiten haben keine Verluste zu melden. Bei den Operationen wurde eine Vielzahl an Waffen, Bomben und Armeeutensilien beschlagnahmt.
Im Zuge der Operation, an der mehr als 10000 Polizisten und Soldaten teilnehmen, wurden seit November 2015 mehr als 752 Terroristen ausgeschaltet. Auch in den zuvor massiv von PKK-Terror heimgesuchten Territorien wie Sur bei Diyarbakır, Cizre bei Şırnak, Silopi, sowie Dargeçit bei Mardin wurden die Spezialkommandos der „Bordo Bereliler“ eingesetzt.
Die Einsatzkräfte der Armee haben in Dargecit 36, in Cizre 429, in Silopi 142 und in Sur 115, somit insgesamt 752 Terroristen eliminiert. Weitere 102 haben sich ergeben oder wurden verletzt festgenommen. Im Zuge der Identifizierung der neutralisierten Terroristen kamen die türkischen Sicherheitskräfte zu einer interessanten Erkenntnis: Der Anteil tatsächlicher Kurden an den PKK-Terroristen ist geringer als man selbst gedacht hätte.
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Per- und polyfluorierte Chemikalien
Greenpeace: Gefährliche Chemikalien in Outdoor-Ausrüstung
Berlin (dts) – Laut der Umweltschutz-Organisation Greenpeace finden sich in Kleidung und Ausrüstung bekannter Outdoor-Marken gefährliche Chemikalien.
„Die Outdoor-Branche setzt weiterhin Schadstoffe ein, von denen sich einige in der Natur anreichern oder sogar krebserregend wirken können. Dies sind enttäuschende Ergebnisse für Outdoor-Liebhaber, die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen“, sagte Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.
Bei dem Test waren Jacken, Hosen, Schuhe, Zelte, Rucksäcke, Schlafsäcke, Handschuhe und ein Kletterseil auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) getestet worden: Nur in vier von 40 Artikeln wurden keine PFC festgestellt.
Elf Produkte enthielten die gesundheitsschädliche Perfluoroktansäure (PFOA) in hohen Konzentrationen. „Vor dem Kauf sollten Verbraucher prüfen, ob sie Outdoor-Ausrüstung für einen Gipfelsturm oder Spaziergang benötigen“, rät Chemie-Experte Santen. „Für die meisten Anwendungen gibt es PFC-freie Alternativen.“ Wetterfest und PFC-frei seien beispielsweise Textilien aus Polyester und Polyurethan.
Wiesbaden
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe: Höchste Steigerungsrate seit 1991
Wiesbaden (dts) – Die Zahl der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe ist im November des zurückliegenden Jahres arbeitstäglich- und preisbereinigt um 18,6 Prozent höher gewesen als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich zum Vormonat Oktober stieg der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang um 15 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Dies sei die höchste Steigerungsrate im November seit Beginn der Zeitreihe 1991.
In den ersten elf Monaten 2015 stieg der Auftragseingang um 2,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz des Bauhauptgewerbes in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lag im November 2015 nominal um 3,4 Prozent höher als im November 2014.
Für die ersten elf Monate des Jahres 2015 ergab sich ein Anstieg um 0,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Davos
RWE-Chef sieht Europa aus der Flüchtlingskrise gestärkt hervorgehen
Berlin (dts) – Peter Terium, der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, glaubt, dass die Flüchtlingskrise eine Chance für Europa ist.
„Ich wage mal die Prognose: Europa wird aus der Flüchtlingskrise gestärkt hervorgehen, weil man zusammenrücken wird, um das Problem zu lösen“, sagte der Manager der „Welt“ nach Abschluss des Weltwirtschaftsforum in Davos.
„Wir brauchen einen gemeinsamen Schutz der Grenzen“, sagte der Niederländer. „Dass jedes Land, das eine EU-Außengrenze hat, das selbst macht, ist nicht durchhaltbar. Frontex wird einen anderen Status bekommen müssen.“ Es könnte nicht sein, dass sich EU-Mitglieder verweigern und andere dann überproportional viele Flüchtlinge abbekommen. „Das sind Entscheidungen, die man der EU-Kommission überlassen muss oder dem Europäischen Parlament.
Eines von beiden wird kommen müssen, sonst hält Europa diese Krise nicht durch.“ Dass die britische Regierung bei der Übertragung weiterer nationaler Kompetenzen womöglich nicht mitmacht, um kein Nein bei dem bevorstehenden Referendum über die EU-Mitgliedschaft riskieren, ficht den Holländer nicht an. „Wenn die Briten gehen wollen, halten wir sie eh nicht auf“, sagte Terium. „Ich glaube allerdings ohnehin nicht, dass sie gehen werden. Sie haben jetzt schon einen Sonderstatus, vielleicht muss man da noch mal schauen, was das bedeutet. Aber wir können doch nicht wegen Großbritannien Dinge unterlassen, die für Europa notwendig sind.“
Fünfter Jahrestag der Proteste in Ägypten
Menschenrechtler: In Sisis Ägypten steht Folter auf der Tagesordnung
Berlin (dts) – Zum fünften Jahrestag der Massenproteste in Ägypten wirft die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) der Regierung ein rücksichtsloses Vorgehen gegen die Opposition vor.
In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Vorstandssprecher Martin Lessenthin:
„Regierungskritische Aktivisten und Blogger werden aus nichtigen Anlässen verhaftet und Folter steht auf der Tagesordnung.“ Die Menschenrechtslage habe sich im Vergleich zu 2011 verschlechtert.
Lessenthin betonte: „Ägypten ist kein Rechtsstaat.“ Das Regime von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi sei nicht weniger repressiv als das des gestürzten Husni Mubarak, „wenn nicht repressiver“. Auch die freie journalistische Berichterstattung sei stark eingeschränkt.
Plan A2
Stegner: Klöckner-Vorschlag ist „Anti-Merkel-Plan“
Berlin (dts) – Der SPD-Vize Ralf Stegner hat den „Plan A2“ genannten Vorschlag der CDU-Vizevorsitzenden Julia Klöckner zur Regulierung des Flüchtlingsstroms scharf kritisiert:
„Eigentlich ist das ein Anti-Merkel-Plan, der zu Seehofers Obergrenze, zu Schäubles Flüchtlingsmaut oder zu den Briefen passt“, die man von der CDU lese, so Stegner am Montag im „Deutschlandfunk“. „Das ist Wahlkampf ohne Verantwortung und hat nichts mit dem zu tun, was zur Lösung beiträgt, und ist auch das Gegenteil dessen, was in der Regierung vereinbart worden ist.“ Die Union mache jeden Tag einen neuen Vorschlag, statt die bestehenden Probleme zu lösen, monierte Stegner.
Kampf gegen den Terror
Davutoglu: Türkei wird notfalls auch die YPG angreifen
Ankara (eurasia) – Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu hat erklärt, dass sich die Türkei das Recht vorbehalte, die Terrororganisation YPG in Syrien wie ihre Schwesterorganisation PKK im Nordirak, im Kandil-Gebirge, anzugreifen, sollte sich die YPG zur Gefahr entwickeln.
Davutoglu traf diese Aussagen auf dem Weg vom Wirtschaftsforum in Davos zurück nach Ankara. Im Gespräch mit Journalisten wies der türkische Premier Aussagen des US-amerikanischen Vize-Präsidenten Joe Biden zurück, wonach die PKK und PYD sowie ihr militärischer Arm, die YPG, politisch unterschiedlich evaluiert werden sollten. „Behauptend, dass die PKK und YPG unterschiedlich seien, bedeutet, unachtsam des Waffenschmuggels und Kämpfertransfers aus dem Kandil-Gebirge nach Syrien zu sein. Die Quelle der YPG-Aktivitäten ist das Kandil-Gebirge. Kämpfer werden von dort aus entsandt. Eine bedeutsame Zahl an Waffen, die an der syrischen Grenze sichergestellt wurden, sind auf PKK-Leaks nach Syrien zurückzuführen. Es mag wohl so von Washington betrachtet werden, aber nicht in der Türkei. YPG sucht nach einer Kooperation mit dem al-Assad-Regime. Der Kampf gegen den IS legitimiert diesen Umstand nicht. Sollte die Türkei bedrohliche Aktivitäten oder Waffentransfers ausmachen, dann wird sie gegen die YPG intervenieren, wie sie es bereits im Kandil machte“, sagte Davutoglu. Mit Blick auf wachsende Spannungen mit Russland in Syrien, welches die Bodenoffensive al-Assads gegen Rebellen umfassend unterstützt, betonte der türkische Premierminister, dass die Türkei bereit sei, jede notwendigen Schritte gegen bedrohliche Entwicklungen an ihrer Grenze einzuleiten. Davutoglu schloss die Möglichkeit aus, dass die PYD an den Friedensgesprächen in Genf an der Seite der Opposition teilnehmen werde. Seiner Meinung nach sei die PYD eine „falsche Opposition“, die heimlich mit der syrischen Regierung kooperiere. Er bemerkte schließlich, dass eine Rückkehr zu einer Art Friedensprozess mit der sogenannten „Kurdischen Arbeiterpartei“, kurz PKK, in Zukunft nur möglich sei, wenn die PKK ihre Waffen niederlegt. Die PKK wird wegen ihrer umstrittenen politischen Ziele und militärischen Praktiken von der Türkei, aber auch der EU, den USA und den Vereinten Nationen als terroristische Vereinigung gelistet. Mehr zum Thema:- Amnesty International: Kurdische PYD verletzt massiv Menschenrechte
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Wahlen in Portugal
Portugal: Rebelo de Sousa gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl
Lissabon (dts) – Bei der Präsidentenwahl in Portugal hat sich der konservative Kandidat Rebelo de Sousa durchgesetzt.
Möglicherweise habe er genügend Stimmen für eine absolute Mehrheit bereits im ersten Wahlgang erreicht. De Sousa habe zwischen 49 und 55,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können.
Der 67-Jährige war als Favorit ins Rennen um die Präsidentschaft gegangen, sein Konkurrent Antonio Sampaio da Novoa erhielt rund 25 Prozent der Stimmen. Sollte de Sousa die Mehrheit verpasst haben, wird am 14. Februar eine Stichwahl abgehalten.
Ski-Unfall
Unglück am Feldberg: Zwei Skifahrer sterben bei Zusammenstoß
Feldberg (dts) – Bei einem Skiunglück auf dem Feldberg im Südschwarzwald sind am Sonntag zwei Menschen ums Leben gekommen.
Trotz langer Reanimationsversuche habe beiden nicht mehr geholfen werden können, teilte die Polizei mit. Bei den Opfern soll es sich um einen 29-Jährigen und einen 30-jährigen Mann handeln.
Die Strecke sei weder besonders anspruchsvoll noch zum Unglückszeitpunkt überfüllt gewesen. Auch sei das Wetter gut gewesen, zudem hätten beide Männer Schutzhelme getragen. Da sich das Unglück nahe einer Talstation ereignet habe, seien Retter sehr schnell vor Ort gewesen. Die Polizei nahm Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf.

