Terror in Ankara
Vater des Ankara-Attentäters spricht: „Habe vier Mal im PKK-Lager nach meinem Sohn gesucht“
Rüstungsdeal
Krieg gegen PKK: USA liefern Türkei bunkerbrechende Präzisionsbomben
Ankara (eurasia/nex) – Das Pentagon hat Berichten zufolge einem Rüstungsdeal mit der Türkei zugestimmt. Die türkische Armee erhalte demnach eine unbestimmte Menge von präzisionsgelenkten Bomben im Wert von 682,9 Millionen US-Dollar.
Ein türkischer Militär-Offizieller kommentierte das Abkommen wie folgt:
Erschienen bei unserem Kooperationspartner eurasianews
US-Wahlen
Die 6 islamfeindlichsten Momente der US-Vorwahlen
Nicht einmal ein Prozent der amerikanischen Bevölkerung sind Muslime. Eine bedeutende Rolle im Vorwahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft spielen sie trotzdem – nicht als potenzielle Wähler, sondern als Feindbild. Hier sind die sechs islamfeindlichsten Momente im Rennen um das US-Präsidentenamt.
Als Donald Trump seinen ersten Wahlkampf-Spot veröffentlichte
Donald Trump wird nachgesagt, nur stupide Parolen, aber kaum konkrete Inhalte zu liefern. Das mag bei fast jedem Politikfeld stimmen, nicht aber, wenn es um Repressionen gegenüber Muslimen geht: Diesen will er die Einreise in die USA verwehren. Jene, die schon in den USA als amerikanische Staatsbürger leben, sollen spezielle Ausweise tragen. Zusätzlich sollen ihre Identitäten in einer Datenbank gespeichert werden. Selbst seinen ersten TV-Spot hat Trump der Diskriminierung von Muslimen gewidmet.Als Ben Carson keinen Muslim als Präsident wollte
Ben Carson gilt spätestens seit dem Super Tuesday als chancenlos im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Das war nicht immer so. Im vergangenen September katapultierte sich der ehemalige Neurochirurg einmal kurz an die Spitze des Bewerberfeldes, indem er in einem Interview kundtat, dass er sich keinen Muslim im Amt des US-Präsidenten vorstellen könnte. Dies verträgt sich zwar nicht mit der in der Verfassung festgeschriebenen Religionsfreiheit, brachte Carson aber nach eigener Aussage jede Menge Spendengelder ein. Gegenüber CNN sagte er einige Tage später: „Das Geld kam so schnell herein, es war schwer, den Überblick zu behalten.“
Als Marco Rubio nicht nur Moscheen schließen wollte
Marco Rubio gilt auch in deutschen Medien als gemäßigter Konservativer. Seine Positionen gegenüber Muslimen sind aber nicht weniger radikal als die von Trump. Als ihn im November eine Fox-News-Moderatorin auf die Trump-Forderung ansprach, im Kampf gegen den IS Moscheen in den USA schließen zu wollen, zog dieser noch an seinem Konkurrenten vorbei: „Es geht nicht nur darum, Moscheen zu schließen. Es geht darum, jeden Ort zu schließen – sei es ein Café, ein Restaurant – jeder Ort, an dem Radikale inspiriert werden.“
Als Donald Trump dazu aufrief, Zivilisten zu ermorden
Es gehört schon viel dazu, selbst die rechtspopulistischen Moderatoren von Fox-News vor lauter Menschenverachtung sprachlos zu machen. Donald Trump hat es geschafft. Auf die Frage, wie er im Kampf gegen den IS zivile Opfer vermeiden wolle, antwortete er, wie er gezielt Zivilisten umbringen werde:
„Ich würde absolut mein Bestes geben. Einer der Gründe dafür, dass wir so ineffektiv sind, ist: Die benutzen menschliche Schutzschilde, das ist eine schreckliche Sache. Aber wir kämpfen einen überaus politisch korrekten Krieg. Die Sache bei den Terroristen ist, du musst ihre Familien töten. Wenn die sagen, ihnen ist ihr Leben egal, dann musst du ihre Familien töten.“
Als auch Ted Cruz zu Kriegsverbrechen aufrief
Unter all den republikanischen Kriegstreibern herauszustechen, ist nicht einfach. Als die republikanischen Präsidentschaftskandidaten Anfang Dezember ihre außenpolitischen „Programme“ vorstellten, hat Texas‘ Senator Ted Cruz es dennoch geschafft. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa kündigte er an, den IS mit einem „Flächenbombardement“ des Irak besiegen zu wollen. Cruz‘ wohl lustig gemeinter Nachsatz zum angekündigten Massenmord: „Ich weiß nicht, ob Sand im Dunkeln leuchten kann. Aber wir werden es herausfinden.“
Als die Bewohner New Hampshires deutlich machten, dass nicht nur die Kandidaten das Problem sind
Eines muss man der islamophoben Agenda der republikanischen Präsidentschaftskandidaten zumindest zugute halten: Den Nerv potenzieller Wähler trifft sie. Bei der Vorwahl in New Hampshire stimmten Zweidrittel der befragten republikanischen Wähler Trumps Forderung zu, Muslimen die Einreise in die USA zu verwehren. Und bei einem Exit-Poll in North Carolina forderten 72 Prozent der republikanischen Befragten, Muslime vom Rennen um die US-Präsidentschaft auszuschließen. 40 Prozent wollten den Islam sogar gleich ganz verbieten.
Erschienen bei Schantall und die Scharia
Flüchtlingsschicksale
Syrerin: „Habt Geduld! Wir sind nicht hergekommen, um eure Staatskasse auszuplündern!“
Ich bin die älteste von vier Geschwistern. Zwei von ihnen besuchen mit mir den Sprachkurs an der Uni. Meine jüngste Schwester besucht eine staatliche Schule und kommt schneller voran als wir anderen, habe ich das Gefühl. Vielleicht hat man es einfacher, je jünger man ist.
Wie war dein erster Eindruck von Deutschland?Der Anfang war sehr schwer. Das Wetter, die Umstellung, kein fester Wohnsitz. Wir sind in vielen verschiedenen Camps untergekommen, bevor wir in diese Stadt kamen. Aber so langsam gewöhnt man sich an alles.
Wie seid ihr nach Deutschland gekommen und welche Erinnerungen hast du an die Reise?Syrien haben wir erst dann verlassen, als die Armee die Lederwerkstatt meiner Eltern in Besitz genommen hat. Der Kriegszustand war ohnehin schon schlimm. Seit wir die Firma verloren haben, wurde es für uns unmöglich, zu überleben. Die Reise war nicht wirklich geplant. Erst als die Lage unerträglich wurde, haben wir uns auf den Weg gemacht. In ein – hoffentlich – besseres Leben.
Wir haben fast kein Verkehrsmittel ausgelassen: Wir saßen in verschiedenen Flugzeugen, im Boot, in mehreren Zügen, fremden Autos… Der Weg hierher war lang und anstrengend. Vor allem zu sehen, wie die Menschen leiden müssen, hat mich sehr mitgenommen. Viele unserer Freunde haben den Weg hierher leider nicht geschafft und sind auf der Flucht verstorben. Als wir im überfüllten Boot saßen, habe ich nur gehofft und gebetet, dass meine Familie und ich die lange Fahrt durch das Meer entweder alle überleben, oder alle… Es wäre schlimm gewesen, jemanden aus meiner Familie verloren zu haben. Wir hatten, Gott sei dank, sehr viel Glück. Andere leider nicht.
Wenn du an deine Heimat Syrien denkst, welche Eindrücke und Gefühle kommen auf?Ich versuche, mich mehr an die schönen Zeiten zu erinnern als an die momentane Situation in meinem Land. Ich wünsche mir so sehr, dass alles wieder wird wie vorher. Und ich hoffe, dass ich eines Tages zurückkehren kann und meine Heimat mit aufbauen und bereichern kann mit all dem Wissen, das ich mir hoffentlich in den nächsten Jahren aneignen werde.
Ich war im letzten Semester meines Informatikstudiums an der Uni in Damaskus. Kurz vor der Prüfung wurde die Kriegssituation immer schlimmer und ich musste abbrechen. Viele Nachweise über mein Studium konnten nicht mehr gerettet werden. Aber ich werde alles nachholen. Auch wenn ich hier von vorne anfangen muss. Ein Abschluss ist wichtig für die eigene Zukunft.
Wie sieht dein Alltag in Deutschland aus?Seit einigen Wochen besuche ich jeden Vormittag einen Deutschkurs an der Uni. Die Sprache ist das Wichtigste. Gleichzeitig informiere ich mich über Studiengänge. Hier in Deutschland hat man viel mehr Möglichkeiten als in Syrien. Ich habe mich noch nicht festgelegt, ob ich mein altes Studium wieder aufnehmen möchte oder doch lieber was Neues angehen soll. Ich lerne erst die Sprache. Danach werden sich mir hoffentlich die Türen öffnen.
Aber mein Tag war nicht schon immer so! Die Zeit in den Unterkünften war total schlimm. Und das war immerhin fast ein ganzes Jahr meines Lebens.
Inwiefern?In den Camps war es uns nicht möglich, die Sprache zu lernen, da es keine Kurse gab. Zumindest in den Unterkünften, in denen meine Familie und ich untergekommen waren. Danach haben wir zu Hause noch einige Wochen auf die Aufenthaltsgenehmigung gewartet. Erst danach hatten wir das Recht, einen Sprachkurs zu belegen.
Das war das schlimmste Jahr meines Lebens! Die meisten bei uns in den Camps und auch die Nachbarn in den weiteren Unterkünften haben sehr gelitten. Wir sind es nicht gewohnt, einfach nur „arbeitslos“ zu Hause zu sitzen. Ich kenne viele, die aus diesem Zustand in Depression gefallen sind und sogar bereut haben, das Land und den Krieg verlassen zu haben. So schlimm war das für manche. Das muss man sich vorstellen! Ich hätte mir mehr Aktivitäten und Projekte in den Camps gewünscht. Oder dass wir zumindest die Sprache lernen dürfen, bevor feststeht, ob wir in Deutschland bleiben dürfen oder nicht. Das würde niemandem schaden. Vielleicht könnte ich jetzt schon studieren.
Welche Änderungen würdest du diesbezüglich vorschlagen oder durchführen, wenn du könntest?Eine Sache ganz bestimmt: Ich weiß z.B. immer noch nicht, wie Deutschland funktioniert. Ich weiß zu wenig über die deutsche Kultur. Und das geht nicht nur mir so. Zwar habe ich viel selbst darüber gelesen, aber das reicht nicht. Mir fehlt die Praxis und der Umgang mit den Mitbürgern. Es wäre schöner gewesen, schon in den Camps etwas Einblick in die deutsche Kultur bekommen zu haben. Wir hatten einfach viel zu viel Freizeit. Man hätte sie besser füllen können.
Vielleicht könnte man Kurse und Workshops anbieten. Zum Beispiel Musik, Ausflüge, Sportaktivitäten, Kunst, Geschichte usw. Vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene. Man würde die Unterkunft vielleicht mit ganz neuen Perspektiven verlassen. Ich würde sogar selbst die Camps besuchen und den Leuten meinen bisherigen Wissensstand über Deutschland weitergeben. Natürlich ist es nicht viel. Ich will die Menschen jedoch motivieren und würde alles dafür tun, um es so vielen wie möglich ersparen zu können, in Depression zu fallen. Ich würde ihnen gerne über mein Leben hier „draußen“ berichten. Einfach nur, um ihnen Mut zu machen. Zudem hoffe ich, damit auch einen kleinen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Denn diese Menschen würden womöglich mit viel Motivation und neuer Energie die Unterkunft verlassen und schneller in der deutschen Gesellschaft Fuß fassen können.
Was ist dein Traumberuf?In Syrien war es noch Informatik. Aber wer weiß, wie sich das nach dem Deutschkurs und meiner Recherche über Studiengänge ändern wird…
Wo siehst du dich in zehn Jahren?Da kann ich hoffentlich endlich gut Deutsch sprechen (lacht). Ich will auf jeden Fall ein eigenes Unternehmen im IT-Bereich gründen. Aber zehn Jahre sind eine sehr lange Zeit. Vielleicht habe ich mich bis dahin umentschieden. Wichtig wäre mir, dass ich so viel wie möglich nehmen und geben kann in dieser Zeit. Ich finde, wir können der deutschen Gesellschaft genau soviel geben, wie sie uns. Wir können alle voneinander lernen. Außerdem gibt es in Deutschland so viele Berufschancen. Ich bin gerade dabei, mich umzuhören, welche Möglichkeiten es in meinem Interessengebiet so alles gibt. Deutschland hat so viel zu bieten. Man muss nur was dafür tun. Und das hab ich auch vor. Einfach zu Hause zu sitzen wäre nichts für mich!
Was würdest du deinen deutschen Mitbürgern gerne mitteilen?Ich möchte mich zunächst bedanken, da ich weiß, wie viel für Flüchtlinge getan wird. Gleichzeitig möchte ich an diejenigen appellieren, die immer noch gegen uns protestieren: Habt Geduld! Wir sind nicht hergekommen, um eure Staatskasse auszuplündern oder ein faules Leben auf eure Kosten zu führen! Wir Syrer sind ein Arbeitervolk. Wir sind es nicht gewohnt, nichts zu tun. Wir tun unser Bestes, um eure Sprache und Kultur zu lernen und somit ein Teil der Gesellschaft zu sein. Wir können viel voneinander lernen und uns gegenseitig bereichern.
Erschienen bei basmamagazine
Terror gegen die Türkei
Istanbul: Unbekannte Angreifer eröffnen Feuer auf Polizeistation
Istanbul (nex) – Eine noch nicht identifizierte Gruppe warf am Donnerstagmorgen eine Handgranate auf eine Polizeistation der Sondereinheit „Cevik Kuvvet“ im Istanbuler Bezirk Bayrampasa und eröffnete daraufhin das Feuer auf die Polizeiwache. Die Polizeibeamten erwiderten den Angriff.
Nach einem kurzen Schusswechsel ergriffen die Angreifer die Flucht. Zeugenaussagen zufolge soll einer der Angreifer verwundet worden sein. Die flüchtenden Angreifer hätten sich nach einer Verfolgung in der Gazi Straße in einem Wohnhaus verschanzt. Neuesten Meldungen zufolge soll es sich dabei um zwei weibliche Personen handeln.
Verdächtige Futterproben
Handelskette Fressnapf warnt vor Futterproben
Dortmund (nex) – Auf Facebook warnt die Handelskette für Tierfutter und Haustierzubehör Fressnapf vor Futterproben, die von Unbekannten in ihrem Namen versendet werden.
Auf Nachfrage erklärte Fressnapf, dass die meisten Fälle aus dem Hamburger Raum gemeldet wurden. Laut Meldungen im Internet soll es sich dabei um Gift handeln, doch gibt es dazu derzeit noch keinen Hinweis.
Das Unternehmen habe bereits Strafanzeige erstattet. „Wir bitten darum, solche Pakete unverzüglich bei einer Filiale abzugeben oder sich bei unserer Hotline 08001990990 zu melden“, so die Sprecherin der Handelskette.

Sachsen-Anhalt
Deutlich weniger Flüchtlinge kommen nach Sachsen-Anhalt
Über die Meerenge von Gibraltar
Forscher: Die ersten „Flüchtlinge“ kamen vor 900.000 Jahren aus Afrika
Dubai Wholesale City
Dubai: Scheich Maktoum plant weltgrößtes Großhandelszentrum
Das neue internationale Zentrum wird spezielle integrierte Handelsparks und ein internationales Messezentrum umfassen. Dubai Wholesale City wird außerdem über „Länderpavillons“ verfügen, in denen sich Handelszentren und Einkaufszentren mit Produkten aus verschiedenen Ländern wie Indien, Malaysia, Thailand, der Türkei, Australien, China, Südkorea, Deutschland, Saudi-Arabien, den USA und Südamerika befinden werden.
Das Zentrum wird Großhändlern umfassende Angebote wie z. B. eine hochmoderne Infrastruktur, Straßen, Lagerhallen und Unterstützungsdienste bereitstellen und somit ein hohes Maß an Betriebseffizienz bieten sowie die Durchführung von Geschäften erleichtern. Das internationale B2B-Messezentrum wird interessierte Käufer mit Anbietern aus aller Welt zusammenbringen. Die großflächige Einrichtung wird als Vermittler des internationalen Handels agieren und Herstellern und Händlern eine Vielzahl an Dienstleistungsoptionen zur Verfügung stellen, die ihnen Zeit und Mühen ersparen.
Das Dubai Wholesale City richtet sich an strategische Sektoren wie z. B. Lebensmittel, Baumaterial, Elektrogeräte, Unterhaltungselektronik, Möbel/Inneneinrichtung, Maschinen, Ausrüstung, Holz, Fahrzeuge/Ersatzteile sowie Textilien und Kleidung.
An dem Standort wird sich außerdem die größte E-Commerce-Großhandelsplattform der Region befinden, deren Ziel es sein wird, die Kapazitäten der VAE im internationalen E-Commerce-Sektor zu erhöhen, der bis 2018 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 21 % einen Anstieg von 1,672 Billionen USD auf 2,941 Billionen USD verzeichnen soll.
Es sei darauf verwiesen, dass man im Vegleich zum globalen Sektor in den VAE von einem doppelt so schnellen Wachstum des E-Commerce-Marktes ausgeht. Laut Marktprognosen soll sich die Größe des E-Commerce-Sektors in den VAE in den kommenden drei Jahren vervierfachen und sich bis 2018 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 59 % von 2,5 Milliarden USD auf 10 Milliarden USD erhöhen.
Die Nähe von Dubai Wholesale City zu bedeutenden Märkten, von denen aus 75 % der Weltbevölkerung innerhalb einer Flugzeit von sieben Stunden erreichbar sind, macht das Zentrum zum idealen Treffpunkt von Ost und West und stellt einen Schlüsselfaktor dar, der sich von anderen Großhandelszentren der Welt unterscheidet. Das neue Zentrum wird außerdem von den fortschrittlichen Logistikdiensten Dubais sowie von seinem besonderen Standort in der Nähe des Internationalen Flughafens Al Maktoum und des Hafens Jebel Ali profitieren, bei denen es sich um bedeutende Drehkreuze für die internationale Fracht- und Schifffahrtsindustrie handelt.
Berlin
Grünen-Politiker Beck mit harten Drogen erwischt
Berlin (nex) – Der Bundestagsabgeordnete der Grünen-Fraktion, Volker Beck, ist am Dienstag in Berlin-Schöneberg von der Polizei mit harten Drogen erwischt worden. Mit sofortiger Wirkung hat der Politiker seine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion sowie den Vorsitz der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe niedergelegt. Dies bestätigte Martin Steltner, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, den Medien.
Wie die Berliner Zeitung berichtet, sei Beck nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Dienstagabend gegen 23.00 Uhr am Berliner Nollendorfplatz von Polizisten kontrolliert worden. Dabei sei 0,6 Gramm eines verdächtige Stoff gefunden worden. Es stehe aber noch nicht fest, ob es sich tatsächlich um das gefährliche Rauschgift Crystal Meth handelt. „Wir können noch nicht klar sagen, was es ist“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa. „Das muss noch untersucht werden.“ Aus Polizeikreisen heißt es, er habe sich während der Kontrolle „kooperativ“ gezeigt, berichtet die BZ weiter.
Auf Facebook teilte Volker Beck mit: „Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung. Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten. Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben. Ich werde mich dazu öffentlich nicht einlassen.“
Als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe hat Beck sich auch für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern eingesetzt und bekam dafür Auszeichnungen.
Aufgrund seiner Kritik an „Pegida“ bekam er viele Hassmails, ließ sich aber nicht einschüchtern und erstattete Strafanzeige gegen die islamfeindliche Protestbewegung.

