Bundesliga
Hoffenheim und Leverkusen trennen sich 1:1 – Ömer Toprak gelingt der Ausgleich

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Sinsheim (dts) – Am 18. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga haben sich 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen 1:1 getrennt. Leverkusen dominierte die Partie über weite Strecken, Hoffenheim mauerte sich in der eigenen Hälfte ein. Die Gastgeber gingen in der 40. Minute durch ein Tor von Hamad nach einer Ecke mit 1:0 in Führung. Nach dem Wechsel agierten die Sinsheimer aggressiver während der Werkself die Ideen fehlten, um den dichten Abwehrriegel der Gastgeber zu durchbrechen. Erst in der 75.Minute gelang es Toprak nach einer Ecke, den Ball per Kopf über die Linie und damit zum Ausgleich zu bringen. In der Schlussphase lieferten sich beide Mannschaften ein packendes Duell, an dessen Ende Hoffenheim einen Punkt festhalten konnte. In den übrigen Partien siegte Ingolstadt gegen Mainz mit 1:0, Hannover unterlag gegen Darmstadt 1:2, Hertha und Augsburg trennten sich torlos und Stuttgart sammelte mit einem 3:1-Sieg gegen Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf. Am Abend folgt noch die Begegnung zwischen Dortmund und Mönchengladbach. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.  

Neue Grenzen ziehen
Barzani: „Sykes-Picot ist am Ende“ – Kurdenstaat muss gegründet werden

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Erbil (nex) – Der Präsident der Kurdenregion im Nordirak (KRG), Masoud Barzani, hat die politischen Führer der Welt dazu aufgerufen, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ihre willkürliche Grenzziehung infolge des Sykes-Picot-Abkommens keine Zukunft habe. Ihr Konzept für den Mittleren Osten sei gescheitert. Darüber hinaus rief er die Weltmächte dazu auf, eine neue Gesamtlösung für die Region auf dem Verhandlungswege anzuvisieren, die unter anderem auch einen kurdischen Staat umfassen soll. Barzani erklärte, es zeichne sich ab, dass der Irak und Syrien nie wieder zu Einheitsstaaten werden würden und dass die „erzwungene Koexistenz“ im Rahmen willkürlich gezogener Grenzen ein Fehler gewesen wäre.
„Ich denke, dass die Führer der Welt im Innersten denken, dass die Sykes-Picot-Ära vorüber ist“, erklärte Barzani gegenüber dem „Guardian“. „Ob sie es sagen oder nicht, akzeptieren oder nicht, die Realität auf dem Boden sieht so aus. Aber wie Sie wissen, sind Diplomaten konservativ und geben ihre Einschätzungen immer erst in der späten Phase einer Entwicklung ab. Und manchmal werden sie von diesen sogar überrollt.“
Seit dem Vormarsch der Terrormiliz IS (Daesh) innerhalb des Irak im Juni 2014, als die Extremisten die Millionenstadt Mosul überrannten, hat sich die politische Landkarte des Landes stark verändert. Kurdische Peshmerga haben die Kontrolle über Kirkuk und Sindschar übernommen und kontrollieren nun ein mehrere tausend Quadratkilometer großes Territorium. Vier Monate vor dem 100-Jahr-Jubiläum des Sykes-Picot-Abkommens, in dem Großbritannien und Frankreich die eigenen Einflusssphären im zerschlagenen Osmanischen Reich untereinander aufteilten, erklärt nun Barzani, es würde zu weiterer regionaler Desintegration und Zerstörung führen. Barzani sprach im „Guardian“ auch über eine Unabhängigkeit als Schwerpunkt kurdischer Ambitionen, und dass diese – obwohl alle Staaten mit kurdischen Minderheiten eine solche vehement ablehnen – „jetzt näher ist als je zuvor“. Die Souveränität eines Kurdenstaates auf dem Gebiet der heutigen Autonomieregion im Irak würde auch Ländern, die der Gedanke an einen solchen Staat ängstigen würde, Klarheit geben. Im Laufe der letzten zehn Jahre hatte sich das Verhältnis zwischen der Regionalregierung in Erbil und der Zentralgewalt in Bagdad immer stärker verschlechtert. Steine des Anstoßes waren unter anderem die Verwertung des Öls aus der KRG – die zur Folge hatte, dass Bagdad Erbil wiederholt die Anweisung von Haushaltsmitteln verweigerte – und die Einnahme des multinationalen Kirkuk durch kurdische Peshmerga, die dazu führte, dass die Erdölpipelines aus der Stadt in Richtung Türkei umgeleitet wurden. An die Stelle der bisherigen Ordnung sollen Barzani zufolge Vereinbarungen treten, welche die entstandenen Realitäten sozialer und konfessioneller Spaltung anerkennen, aber einen Modus vivendi finden, in denen ein Versöhnungsprozess und ein konstruktives Miteinander möglich wäre. Die Autonome Kurdenregion werde in diesem Zusammenhang als Stabilitätsfaktor wirken, wie man das auch in den vorangegangenen 15 Jahren gemacht habe. Über die Türkei, die ein langjähriger Verbündeter der KRG ist, sagte deren Präsident: „Wir haben nicht mit der Türkei darüber gesprochen, ob sie das akzeptiert oder nicht. Ich glaube auch nicht, dass sie etwas dagegen hätte. Es ist unser nationales Recht. Wir sind keine Gefahr für irgendjemanden, aber wir fragen auch niemanden, ob wir unsere Rechte ausüben dürfen.“ Die Situation habe sich in markanter Weise verändert, so Barzani. „Früher war es in der Türkei verboten, Worte wie ‚Kurden‘ oder ‚Kurdistan‘ zu verwenden, aber als ich im letzten Monat dort war, hing die Kurdistan-Flagge im Präsidentenpalast.“ Barzani sei bewusst, dass eine große Bürde auf ihm laste, aber „es ist eine heilige Verantwortung“.   [paypal_donation_button]   Mehr zum Thema:

Barzanis Partei kritisiert PKK: „Ihr fügt allen Kurden Schaden zu“

Europäische Union
Steinmeier: Ausschluss einzelner Staaten aus Schengen-Raum spaltet Europa

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Berlin/Brüssel (dts) – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat die österreichische Regierung für ihre Drohung kritisiert, Griechenland aus dem Schengen-Raum der Reisefreiheit auszuschließen. „Scheinlösungen wie der Ausschluss einzelner Staaten aus dem Schengen-Raum bringen niemanden weiter“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Vor allem reduzierten sie nicht die Flüchtlingsströme, „sondern spalten Europa und laden die ganze Last bei Einzelnen ab, die dann vor ungeahnten wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Problemen stehen würden“. Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hatte Griechenland aufgefordert, seine Außengrenze besser zu sichern. Ansonsten müsse man über „den Ausschluss Griechenlands aus dem Schengenraum offen diskutieren“. Steinmeier entgegnete, eine Lösung der Flüchtlingskrise werde es nicht dadurch geben, dass „wir uns innerhalb Europas gegenseitig die Solidarität aufkündigen“. Vielmehr müssten alle an einem Strang ziehen und die ganze Kraft darauf konzentrieren, die Fluchtursachen anzugehen, die EU-Außengrenzen zu stärken und auch innerhalb Europas zu einer fairen Verteilung zu kommen. „Hierbei dürfen wir in Europa keine Zeit mehr verlieren“, mahnte der Außenminister. Sonst liefen die Europäer Gefahr, „die Reisefreiheit im Schengen-Raum zu verspielen, die Grundfesten der europäischen Einigung in Frage zu stellen und uns selbst großen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen“. Hierbei müsse auch Griechenland seinen Teil leisten – „und schneller als bislang“.

Hollywood
Quentin Tarantino: „Was die Personen in meinen Filmen sagen, ist mir extrem wichtig“

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Los Angeles (dts) – Hollywood-Regisseur Quentin Tarantino nimmt es sehr genau mit seinen Drehbüchern. „Was die Personen in meinen Filmen sagen, ist mir extrem wichtig. Und dann natürlich auch vor allem wie – und zu wem. Ich schreibe immer extrem lange an meinen Drehbüchern. Das ist auch ein Grund dafür, dass ich in 24 Jahren gerade einmal acht Filme gemacht habe“, sagte der 52-Jährige in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Und ich lese dann meine Texte auch schon mal meinen Schauspielern über das Telefon vor. Christoph Waltz hat das mal scherzhaft das `Tarantino-Radio` genannt.“ In seinen Skripten mixe er alle möglichen Zitate mit Ausgedachtem – nur „adrenalinhaltig“ müsse es sein. Tarantino: „Es ist alles eine Frage von Imagination und Assoziation. Ich kann genauso gut die Gebrauchsanweisung für ein Potenzmittel als Ausgangspunkt für eine Dialogszene benutzen wie einen Monolog aus `Richard III.` oder eine James-Bond-Phrase. Ich nehme ein bisschen von hier, ein wenig von da und sehr viel von mir.“

"Rechte, faschistoide Kräfte"
Türkischer Hacker-Angriff auf Webseite von Friedenspreisträger Kermani?

Berlin (dts) – In der Nacht zu Freitag ist die Webseite des Friedenspreisträgers und Schriftstellers Navid Kermani von Unbekannten gehackt worden. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wer die Internet-Präsenz des Autors aufrief, der zu den Erstunterstützern der „Kölner Botschaft“ gehört, landete nach Kermanis Angaben bei Slogans in türkischer Sprache und einem eingeblendeten Video von einer Rede des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan. Kermani vermutet daher türkische Nationalisten hinter dem Hack und sieht einen Zusammenhang zu einem offenen Brief von 100 Künstlern und Wissenschaftlern an Bundeskanzlerin Angela Merkel, der nur wenige Stunden zuvor veröffentlicht wurde. Die Verfasser, unter ihnen Kermani, fordern darin, in Kontakten mit der türkischen Regierung wie den bilateralen Konsultationen am Freitag in Berlin die Menschenrechtslage im Land anzusprechen. Die Initiatorin Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, der Aufruf habe direkt nach seiner Veröffentlichung zu massiven Anfeindungen gegen die Erstunterzeichner im Internet geführt. „Das ist keine Kritik mehr, das sind sind ideologische Hetzjagden.“ Wie Kermani auf Nachfrage sagte, ließ er die gehackte Seite sperren und seinen Web-Auftritt wiederherstellen. Er deutete den Angriff im Internet als eine Art virtueller Tätlichkeit zur Einschüchterung von Kritikern des Regimes Erdogan. „Jeder, der sich negativ äußert, muss offenbar damit rechnen, dass er – wenn schon nicht physisch, dann virtuell – angegriffen wird, damit er sich bei der nächsten kritischen Äußerung schon vorher überlegt, was er sich damit an Schwierigkeiten einfangen könnte.“ Von weiteren Hacker-Angriffen auf Unterstützer wusste Langhoff am Freitag nicht zu berichten. Die Attacke auf Kermanis Homepage beweise aber die Notwendigkeit, sich gegen „rechte, faschistoide Kräfte“ zur Wehr zu setzen und sich nicht einschüchtern zu lassen. „Das ist gerade ein Grund, warum wir uns zu Wort melden. Wir müssen das noch offensiver tun und uns mit den fortschrittlichen, demokratischen Kräften in der Türkei und in anderen Ländern solidarisieren. In Deutschland ist das ja Gott sei Dank möglich, ohne staatliche Repressalien befürchten zu müssen.“   Mehr zum Thema:

Rüstungsindustrie
Türkei plant Entwicklung von offensiven Raketensystemen

Ankara (eurasia/nex) – Die Türkei fühlt sich von einer Vielzahl konventioneller Armeen bedroht und will als Reaktion darauf ein größeres Abschreckungspotenzial entwickeln. Diplomaten und Analysten betrachten Ankaras Ambitionen, offensive Raketensysteme zu entwickeln, hingegen mit Vorsicht.
„Es ist aus NATO-Perspektive rätselhaft, dass dieser Alliierte offensive Raketen-Fähigkeiten entwickeln will“, sagte ein NATO-Botschafter, dessen Name nicht genannt wurde, in Ankara gegenüber Defense News. „Die Türkei ist Teil des Sicherheitsschirms. Wir sind uns nicht sicher, ob etwaige türkische Anstrengungen, offensive Raketen in das Waffenarsenal aufzunehmen, strategischen Sinn machen, ungeachtet einer legitimen Wahrnehmung, dass militärische Gefahren in der Region steigen.“ Die Türkei sah sich in letzter Zeit mit konfessionellen Spannungen vonseiten schiitisch dominierter Staaten konfrontiert, vor allem des Iran, des Irak und der syrischen Regierung Baschar al-Assads. Ankara hingegen unterstützt in Syrien und immer stärker im Irak die mehrheitlich sunnitische Opposition. Ankara hingegen unterstützt in Syrien und immer stärker im Irak die mehrheitlich sunnitische Opposition. Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges im Jahr 2011 setzte sich die Türkei für den Sturz des syrischen Präsidenten al-Assad ein, dem sie vorwirft, einen blutigen Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen. Dieses Ziel hat die Türkei in zahlreiche Dispute mit al-Assad nahestehenden Regierungen – Bagdad und Teheran – geführt, die entlang ihrer südlichen und östlichen Grenzen situiert sind. In den vergangenen Monaten gesellte sich schließlich neben dem Iran ein weiterer mächtiger Akteur auf die Seite al-Assads. Ende September begann Russland, die al-Assad-Regierung aktiv gegen oppositionelle Elemente militärisch zu unterstützen. Der Abschuss des russischen Bombers vom Typ Su-24 im türkisch-syrischen Grenzgebiet am 24. November durch die türkische Luftwaffe führte dazu, dass Russland begann, fokussiert türkische Interessen und militärische Ableger in Syrien anzugreifen. Zudem erließ Moskau eine Reihe moderater Wirtschaftssanktionen gegen Ankara. Von nunmehr Russland, Iran, Irak und Syrien eingekreist, befürwortete der Vorsitzende des rüstungsindustriellen Beschaffungsamtes der Türkei, auch Unterstaatssekretariat für Rüstungsindustrie (SSM) genannt, Ismail Demir, die Anschaffung von offensiven Raketen, um das Abschreckungspotenzial der Türkei zu stärken. Demir erklärte:
„Es ist für ein Land schwierig, nur mit defensiven Raketen-Systemen abschreckend zu wirken. Das ist, warum auch offensive Raketensystem entwickelt werden sollten.“
Ein hochrangiger Beschaffungsbeamter bestätigte die Ambitionen der Türkei, offensive Raketensysteme zu bauen. „Die politische Führung ist entschlossen bezüglich ihrer Entscheidung, wonach die Türkei solche Raketenfähigkeiten besitzen müsse. Wie, zu welchen Kosten und wie früh das umgesetzt wird, sind Fragen, die zu prüfen sind“, sagte die Quelle. Er gestand, dass die Türkei in jedem Fall in den Anfangsstadien auf ausländisches Know-How setzen müsse. Der Beschaffungsbeamte nannte zwar keine möglichen Staaten, die bereit wären, die Türkei bei einem solchen Programm zu unterstützen, aber auch die „chinesische Option“ wies er nicht zurück. „Die Idee ist, das System über die Jahre hinweg heimisch zu produzieren“, sagte der türkische Offizielle. Im November vergangenen Jahres brach die Türkei einen 3,44 Milliarden US-Dollar schweren Vertrag, der bereits 2013 geschlossen wurde, mit dem chinesischen Rüstungshersteller CPMIEC über den Bau des ersten Langstrecken-Raketenabwehrsystems. Stattdessen erklärte Ankara, dass zwei türkische Hersteller Aselsan und Roketsan das „nationale“ Verteidigungssystem entwickeln werden. Ein EU-Botschafter in Ankara gab an, dass der türkische Schritt hin zur Entwicklung eines offensiven Raketensystems bedenklich sei. Er sagte: „Solche Ambitionen können die sektiererischen Spannungen in der Region weiter anheizen. Ein Rüstungswettlauf im Raketenbereich zwischen einem NATO-Staat und Iran klingt nicht angenehm, auf keinem Fall.“ In den letzten Jahren startete auch der Iran zahlreiche umstrittene Raketenprogramme. Auch Experten sollen laut dem türkischen Rüstungsanalysten Burak Ege Bekdil die türkischen Ambitionen mit Skepsis betrachten. Ein in London ansässiger Türkei-Spezialist kommentierte: „Ballistische Raketen haben zahlreiche Nachteile, wie mangelnde Präzision. Sie können leicht abgefangen werden. Ihre limitierte Sprengkopflast ist ein weiteres Problem. Im Vergleich kann ein moderner Kampfjet vier- bis fünfmal mehr Bomben tragen und ist eine agile Bereicherung zur Luft für die Armee.“ Der Experte fügte hinzu, dass solche Raketensysteme oft von „Schurkenstaaten“ bevorzugt werden, da diese mit biologischen, chemischen oder nuklearen Sprengköpfen bestückt werden können. „Die Türkei aber ist kein Schurkenstaat und es ist kurios, dass sie das Offensiv-System entwickeln will“, so der Türkei-Analyst. Auch wenn Damaskus, Bagdad oder gegebenenfalls auch Teheran von den offensiven Raketenfähigkeiten der Türkei eingeschüchtert werden könnten, bleibt fragwürdig, ob Russland mit seiner breiten Raketenvielfalt und seinen tausenden Atomsprengköpfen von Ankaras System beeindruckt werden kann. Dennoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Gefahr, regional eingekreist zu werden, nicht zuletzt auch Auswirkungen auf die Umstände im Südosten der Türkei haben wird. Im mehrheitlich kurdisch bewohnten Südosten operiert die sogenannte „Kurdische Arbeiterpartei“, PKK, welche gegenwärtig von türkischen Sicherheitskräften zwar niedergeschlagen wird, aber langfristig eine sicherheitspolitische Herausforderung für Ankara bleibt. Die syrischen Ableger der PKK, die PYD und ihr militärischer Arm, die YPG, sollen bereits rund um den nordwestlichen kurdischen Kanton Efrin kooperieren. Für die Türkei ergäbe sich bei einer Verhärtung gegenseitiger Feindseligkeiten die unpraktische Lage, dass regionale Widersacher versucht sein könnten, die Türkei im Kernland anzugreifen. Mittels offensiver Raketensystemen ergäbe sich zumindest die Option, den Gegner mittels eines weiteren Instruments zu zwingen, auf Abstand zu bleiben.   Mehr zum Thema:  

Gewalt gegen Frauen
Kipping: Sexuelle Gewalt nicht nur bei Migranten thematisieren

Berlin (dts) – Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat angesichts sexueller Übergriffe in Köln und anderen Städten davor gewarnt, diese nur dann zu thematisieren, wenn Migranten involviert sind. „Was in Köln passiert ist, war ein übler männerbündischer Exzess“, sagte sie der „Berliner Zeitung“. „Das war auch eine neue Ausdrucksform von sexueller Gewalt und ist alles andere als eine Lappalie. Das alles muss umfassend aufgeklärt werden. Man darf aber sexuelle Gewalt nicht nur thematisieren, wenn die Täter vermeintlich Fremde sind. Jeden Tag werden 20 Vergewaltigungen angezeigt. Die Dunkelziffer ist viel höher. Deshalb lautet im Sinne der Frauen die Frage jetzt nicht: Wie können wir Asylbewerber noch schneller abschieben, sondern: Was können wir tun, um Kinder und Frauen generell vor sexueller Gewalt zu schützen – im öffentlichen Raum wie zu Hause.“ Kipping fügte hinzu: „Wir müssen überall deutlich machen, dass für uns die Gleichheit der Menschen unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und der Herkunft nicht verhandelbar ist. Diesen Grundsatz muss man gegenüber allen Fundamentalisten aufs Schwerste verteidigen. Was zum Grundsatz unserer Verfassung gehört, ist das Rechtsstaatsprinzip. Und das heißt: Gleiches Recht für alle.“   Mehr zum Thema:

Ist Köln ein muslimisches Problem?

Hohes Gewaltpotential gegen Polizisten
Polizei warnt vor Überforderung durch Bundesliga-Rückrundenstart

Berlin (dts) – Mit dem Rückrundenstart der Fußballbundesliga droht die Polizei an ihre Belastungsgrenze zu stoßen. „Schon jetzt hat die Bundespolizei allein im Grenzeinsatz zwei Millionen Überstunden angehäuft, alle Polizeien zusammen 18 Millionen“, sagte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, der „Rheinischen Post“. Der Gesetzgeber müsse der Polizei die Möglichkeit geben, im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen verurteilte Gewalttäter durch Beförderungsverbote und Meldeauflagen aus dem Verkehr zu ziehen. „Es macht doch keinen Sinn, dass wir potenzielle Gewalttäter quer durch die Republik eskortieren“, kritisierte der GdP-Vize. Um Absagen von Hochrisikospielen wegen fehlender Polizeikräfte auch in Zukunft ausschließen zu können, sollten die Bundesligaclubs „mit mehr qualifizierten Ordnern die Polizeiarbeit unterstützen und den Ordnerdienst bei Auswärtsspielen auch in den Zügen einsetzen“, so Radek. Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, beklagte ein anhaltend hohes Gewaltpotential gegen Polizisten bei Fußballspielen. „Das Gewaltpotential gegenüber Bundespolizisten ist nach wie vor auf einem hohen Niveau“, sagte Romann der Zeitung. Bei jedem vierten Angriff würden die Bundespolizisten Verletzungen davontragen. Ungefähr jeder zweite Angriff erfolge bei Einsatzlagen des täglichen Dienstes, unter anderem beim Fußballfanreiseverkehr. „Mich interessieren die Fußballergebnisse schon lange nicht mehr, sondern nur noch die Zahl der verletzten Polizeivollzugsbeamten“, sagte Romann.

Apples iPhone 7
Mit dem neuen iPhone 7 kabellos in die Zukunft?

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Dortmund (nex) – Unter Brancheninsidern kursiert das Gerücht, dass das nächste iPhone völlig ohne Kabel auskommen soll. Die Ladefunktion soll wie beim Microsoft Lumia induktiv erfolgen, eine Ladebuchse sei nicht geplant.
Auch die Klinkenbuchse soll entfallen, dafür sollen Funkkopfhörer mit der neuesten Noise-Cancelling Funktion dazukommen, was die Nutzungsqualität enorm steigern würde.
Der positive Nebeneffekt: Ein noch dünneres und filigraneres Gehäuse, welches offensichtlich als erstes iPhone vor Staub und Wasser geschützt sein soll.
Spekuliert wird außerdem darüber, ob bei Apple die Dualkamera-Technik, die gleichzeitiges Filmen und Fotografieren ermöglicht, zum Einsatz kommen wird.
Was als sicher gilt, ist, dass ein stärkerer Prozessor, ein besseres Display mit AmoLED und ein ausdauernderer Akku kommen werden. Das Erscheinungsdatum ist noch nicht bekannt, jedoch könne unbestätigten Meldungen zufolge mit der Einführung in den Handel bereits im Herbst gerechnet werden.
Was die Preislage anbelangt, ist voraussichtlich mit Anschaffungskosten ab 780 Euro zu rechnen.
  Soganci

Falsche Verdächtigung
Weiterer Fall einer erfundenen Vergewaltigung aufgeflogen – Inder unschuldig

Köln (nex/ots) – In Mönchengladbach wurde ein weiterer Fall einer erfundenen Vergewaltigung bekannt. Eine 15-Jährige hatte vor einigen Tagen gegenüber der Polizei angegeben, am Platz der Republik sexuell missbraucht worden zu sein. Bei der Rekonstruktion der Tatabläufe ergaben sich dann deutliche Zweifel an den Aussagen der 15Jährigen. Am Freitag räumte sie schließlich ein, die Ermittler über entscheidende Details belogen zu haben. Der zuvor von ihr beschuldigte 20-Jährige Inder, hatte in seiner Vernehmung von einvernehmlichen Handlungen gesprochen und jedwede Gewaltanwendung bestritten. Mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen konfrontiert, konnte die 15-Jährige, auf die jetzt ein Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat zukommt, ihre ursprüngliche Version nicht aufrechterhalten. Im Internet hatte jedoch zuvor bereits über Tage hinweg das Fahndungsbild des 20-Jährigen, begleitet von Hasskommentaren, die Runde gemacht. Auch diverse „Bürgerwehren“ sahen in der angeblichen Vergewaltigung einen Handlungsauftrag in eigener Sache.
Wer das Bild nicht löscht macht sich strafbar
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass das zu Fahndungszwecken zunächst veröffentliche Foto nicht mehr verwendet werden darf. Die Veröffentlichung ist nach Identifizierung des Gesuchten nicht erlaubt und kann rechtliche und finanzielle Folgen haben. Dies gilt umso mehr, wenn jetzt die Tat in der angezeigten Form nicht stattgefunden hat.   Mehr zum Thema: