Naher Osten
Israel: Palästinensischer Journalist wird aus der Haft entlassen
Palästinensischer Gefangener wird aus der Haft entlassen
Ramallah (nex) – Mohammed al-Qeeq beendete seinen 94-tägigen Hungerstreik nach einer Vereinbarung, wonach er am 19. Mai aus israelischer Haft entlassen werden soll.
Der palästinensische Journalist Mohammed al-Qeeq wurde am gestrigen Donnerstag aus einem israelischen Gefängnis entlassen.
Der 33-Jährige beendete seinen 94 Tage währenden Hungerstreik zu Beginn dieses Jahres, nachdem eine Vereinbarung getroffen wurde, wonach er am 19. Mai aus der Haft entlassen werden sollte. Al-Qeeq lebt in Ramallah, wo er für den beliebten arabischsprachigen Fernsehsender al-Majd TV arbeitete.
„Während meines Hungerstreiks habe ich immer daran geglaubt, dass meine Sache gerecht ist“, erzählte der Journalist der Nachrichtenagentur Anadolu. „Ich habe bewiesen, dass die israelische Besatzung nur die Sprache der Gewalt versteht.“
Die israelische Administrativhaft erlaubt das Festhalten palästinensischer Häftlinge bis zu einem Jahr ohne Gerichtsverfahren. Nach Angaben palästinensischer Behörden befinden sich derzeit über 7 000 Palästinenser in israelischen Gefängnissen.
„Mohammed ist endlich bei seiner Familie, er kann jetzt seinen Sohn und seine Tochter in die Arme nehmen und küssen“, freut sich seine Frau Fayha Shalash. „Mohammeds Freilassung ist ein Sieg für alle Palästinenser und alle freien Menschen auf der ganzen Welt.“
Genozid an den Tscherkessen
152. Jahrestag: Türkei gedenkt des tscherkessischen Völkermordes
Ankara (nex) – Der Sprecher des türkischen Außenministeriums Tanju Bilgic beschreibt das Ereignis, das Mitte des 19. Jahrhunderts stattfand und dessen jedes Jahr am 21. Mai gedacht wird, als eine „tiefe Wunde im Herzen“.
Das türkische Außenministerium hat in einer Mitteilung sein Beileid für die Angehörigen der in der Tragödie von 1864 gestorbenen Menschen bekundet.
„Wir rufen die Welt dazu auf, den kommenden Generationen eine glänzende und friedliche Zukunft zu hinterlassen, heißt es in der Mitteilung.
Nach unbestätigten Angaben wurden circa 1,5 Millionen Tscherkessen aus ihrem Land vertrieben, 400 000 bis 500 000 von ihnen starben im Jahr 1864.
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Wie Russland die Tscherkessen verhöhnt und die westeuropäische Öffentlichkeit dabei wegsieht
Die Tscherkessen hatten im Russischen Reich sehr viel Leid ertragen müssen und wurden Opfer der ethnischen Säuberung. Der Krieg von 1864 bei Sotschi endete mit einer Niederlage für die Tscherkessen und der Invasion des Russischen Reichs in ganz Kaukasien. Nach unbestätigten Angaben wurden circa 1,5 Millionen Tscherkessen aus ihrem Land vertrieben, 400 000 bis 500 000 von ihnen starben. Die vertriebenen Tscherkessen ließen sich hauptsächlich in Anatolien und Rumelien nieder; einige zogen nach Syrien und Jordanien weiter. Das tscherkessische Exil bleibe eine „tiefe Wunde im Herzen“ und eine Katastrophe, dessen alle kaukasischen Völker gedachten, erklärte der Sprecher des türkischen Außenministeriums in einer Mitteilung am heutigen Freitag. Tanju Bilgic beschrieb das Ereignis, das Mitte des 19. Jahrhunderts stattfand und dessen jedes Jahr am 21. Mai gedacht wird, als eine der schlimmsten Massentötungen in der Geschichte der Menschheit. Er erinnerte daran, dass Hunderttausende Kaukasier Verfolgung und Auslöschung ausgesetzt waren, als Russland in Kaukasien einmarschierte und die Überlebenden zwang, nach Anatolien, das damals unter Osmanischer Herrschaft stand, auszuwandern. Nach Angaben auf der offiziellen Webseite der in der Türkei ansässigen Föderation der Kaukasischen Vereine (KAFFED) „haben die Tscherkessen die Schrecken und die Tragödie der Deportation niemals vergessen. Das Klagelied ‚Yistambilak’ue‘ [Wir gehen nach Istanbul] wird von den Tscherkessen in der Diaspora 150 Jahre nach der Deportation noch immer gesungen, das eine lebende Erinnerung für ihre Leiden darstellt. Die Russische Föderation blockiert weiterhin die Rückkehr der verbannten Tscherkessen, während diese die Einleitung rechtlicher Schritte für ihre Heimkehr fordern. Die doppelte Staatsbürgerschaft und die Anerkennung des 21. Mai als Tag des „Tscherkessischen Genozids und Exils“ gehören ebenfalls zu den Forderungen der Tscherkessen.
Die Tscherkessen hatten im Russischen Reich sehr viel Leid ertragen müssen und wurden Opfer der ethnischen Säuberung. Der Krieg von 1864 bei Sotschi endete mit einer Niederlage für die Tscherkessen und der Invasion des Russischen Reichs in ganz Kaukasien. Nach unbestätigten Angaben wurden circa 1,5 Millionen Tscherkessen aus ihrem Land vertrieben, 400 000 bis 500 000 von ihnen starben. Die vertriebenen Tscherkessen ließen sich hauptsächlich in Anatolien und Rumelien nieder; einige zogen nach Syrien und Jordanien weiter. Das tscherkessische Exil bleibe eine „tiefe Wunde im Herzen“ und eine Katastrophe, dessen alle kaukasischen Völker gedachten, erklärte der Sprecher des türkischen Außenministeriums in einer Mitteilung am heutigen Freitag. Tanju Bilgic beschrieb das Ereignis, das Mitte des 19. Jahrhunderts stattfand und dessen jedes Jahr am 21. Mai gedacht wird, als eine der schlimmsten Massentötungen in der Geschichte der Menschheit. Er erinnerte daran, dass Hunderttausende Kaukasier Verfolgung und Auslöschung ausgesetzt waren, als Russland in Kaukasien einmarschierte und die Überlebenden zwang, nach Anatolien, das damals unter Osmanischer Herrschaft stand, auszuwandern. Nach Angaben auf der offiziellen Webseite der in der Türkei ansässigen Föderation der Kaukasischen Vereine (KAFFED) „haben die Tscherkessen die Schrecken und die Tragödie der Deportation niemals vergessen. Das Klagelied ‚Yistambilak’ue‘ [Wir gehen nach Istanbul] wird von den Tscherkessen in der Diaspora 150 Jahre nach der Deportation noch immer gesungen, das eine lebende Erinnerung für ihre Leiden darstellt. Die Russische Föderation blockiert weiterhin die Rückkehr der verbannten Tscherkessen, während diese die Einleitung rechtlicher Schritte für ihre Heimkehr fordern. Die doppelte Staatsbürgerschaft und die Anerkennung des 21. Mai als Tag des „Tscherkessischen Genozids und Exils“ gehören ebenfalls zu den Forderungen der Tscherkessen.
Abstimmung über Immunität
Türkei: Terrorunterstützer können nun angeklagt werden
Ankara (nex) – Die türkische Große Nationalversammlung hat am Freitag den Weg freigemacht für eine strafgerichtliche Verfolgung von bis zu 138 Abgeordneten aus allen Fraktionen, gegen die Dossiers wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Gesetzesbestimmungen angefertigt und beim Parlamentspräsidium eingereicht worden sind.
Die erste Klausel der Gesetzesvorlage wurde im zweiten Wahlgang mit 373 Ja-Stimmen gegen 138 Gegenstimmen mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, nachdem diese am Mittwoch in erster Lesung noch nicht zustande gekommen war. Die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) hatte jedoch am Donnerstag angekündigt, im zweiten Wahlgang die Vorlage unterstützen zu wollen.
Gemäß Art. 175 der türkischen Verfassung wären 367 Stimmen erforderlich gewesen, um ohne Referendum den Verfassungszusatz auf den Weg zu bringen, der eine temporäre Aufhebung der Immunität von Abgeordneten ermöglicht. Im weiteren Verlaufe des Tages soll noch über die zweite Klausel abgestimmt werden, daran anschließend noch einmal über beide zusammen.
Kommt auch hier die erforderliche Mehrheit zustande, kann das Gesetz Präsident Recep Tayyip Erdoğan zur Unterfertigung vorgelegt werden, die erforderlich ist, damit es in Kraft treten kann. Noch am Mittwoch hatten lediglich knapp 350 Abgeordnete der Vorlage zugestimmt. Bei einer Anzahl der Voten zwischen 330 und 366 hätte das Gesetz nur in Kraft treten können, wenn es zuvor durch Präsident Recep Tayyip Erdoğan dem Volk zum Referendum vorgelegt worden wäre.
Die CHP hatte bereits im Vorfeld der ersten Abstimmung angekündigt, der Vorlage zuzustimmen. Tatsächlich hat ein großer Teil der Abgeordneten jedoch am Mittwoch dagegen votiert. Offenbar haben jedoch Bedenken aufseiten des Parteivorstandes, in einem Referendum zu unterliegen oder in der Bevölkerung in die Nähe der PKK-nahen „Demokratischen Partei der Völker“ (HDP), die geschlossen gegen die Motion stimmte, gerückt zu werden, zu einer Kursänderung geführt. Von der Aufhebung der Immunität wären Dutzende Abgeordnete der HDP betroffen, denen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt wird.
In Deutschland haben Politiker und Kommentatoren die auch von zahlreichen Abgeordneten der Opposition mitgetragene Neuregelung zur parlamentarischen Immunität in der Türkei kritisiert. Unter anderem erklärte Bundestagspräsident Norbert Lammert, diese sei Abschaffung der Immunität sei ein Zeichen zunehmender „autokratischer Ambitionen“ des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Vor zwei Monaten noch hatte sich Lammert einem Bericht des „Tagesspiegels“ zufolge mit Blick auf die Berichterstattung über das Verfahren gegen den Grünen-Politiker Volker Beck dafür ausgesprochen, die Immunität von Parlamentariern abzuschaffen.
Kampf gegen den Terror
Libyen: IS-Anschlag tötet 30 Soldaten bei Sirte
Sirte (nex) – Wie die Nachrichtenzentrale der Einheitsregierung in einem Statement mitteilte, ließ am Mittwoch ein IS-Terrorist sein mit Sprengsätzen beladenes Fahrzeug 90 Kilometer westliche von Sirte vor Regierungstruppen detonieren.
In der Mitteilung heißt es weiter, dass bei dem Angriff 30 Soldaten getötet und weitere 50 verletzt wurden.
Im vergangenen Monat hatten Truppen, die der UN-gestützten Einheitsregierung treu sind, eine Offensive zur Rückeroberung Sirtes vom IS (Daesh) gestartet.
Seit 2015 wird Sirte vom IS (Daesh) gehalten, der von dem Konflikt zwischen den rivalisierenden politischen Lagern profitierte und 250 Kilometer entlang der Küste in der Nähe der Mittelmeerstadt besetzte.
Die in New York ansässige Human Rights Watch teilte mit, dass seit Februar 2015 in Sirte 49 Menschen hingerichtet wurden.
Libyen befindet sich in einem Zustand der Unruhe und des Aufruhrs, seit 2011 ein blutiger Aufstand mit der Amtsenthebung und dem Tod des langjährigen Diktators Muammar Gaddafi endete.
Danach brachten die krassen politischen Spaltungen zwei miteinander rivalisierende Regierungen hervor – die eine hat ihren Sitz in Tobruk, die andere in Tripolis –, die beide eigenes Milität und Parlament haben.
Ende letzten Jahres unterzeichneten die rivalisierenden Regierungen zur Überwindung des sechsjährigen politischen Patts eine Vereinbarung zur Bildung einer UN-gestützten Einheitsregierung.
Ma Ba Tha Buddhisten
Myanmar: Faschistische Buddhisten demonstrieren gegen Rohingya-Muslime
Naypyidaw (nex) – Nationalisten in Myanmar kündigten am gestrigen Mittwoch eine Reihe von Demonstrationen in Großstädten an. Die Regierung solle erklären, dass im Land keine Ethnie namens Rohingya existiere.
Mit den Demonstrationen soll Druck auf den Präsidenten Htin Kyaw sowie Staatsberaterin und Außenministerin Aung San Suu Kyi ausgeübt werden, damit sie die US-amerikanische Botschaft wegen der Benutzung des Ausdrucks zur Beschreibung der staatenlosen und verfolgten muslimischen Minderheit tadeln.
Auch Mönche der radikalen buddhistischen Gruppierung Ma Ba Tha – „Komitee für Schutz von Nation und Religion“ – befinden sich unter den Nationalisten, die sich am Mittwoch in Pathein, der Hauptstadt der Region Ayeyarwady, zu einer Demonstration versammeln wollen.
Yin Lay, ein Mitorganisator der Protestkundgebung in Pathein, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Wir verlangen von den Regierungsvertretern, insbesondere von Daw Aung San Suu Kyi, klar und deutlich zu sagen, dass die Rohingya niemals als eine ethnische Gruppe in Myanmar akzeptiert werden.“
Daw – zu Deutsch: Tante – ist nicht Teil des Namens von Suu Kyi, sondern eine Anredeform für ältere oder Respektpersonen.
Win Ko Ko Latt vom in Yangon ansässigen Myanmar National Network, das Proteste organisiert, seit die US-amerikanische Botschaft den Begriff „Rohingya“ in einem Statement im vergangenen Monat verwendet hat, erklärte am gestrigen Mittwoch: „Dies ist die erste von vielen Protestkundgebungen, die in Großstädten geplant sind.“
Am 28. April 2016 hatten 500 nationalistische Buddhisten eine nicht genehmigte Demonstration aus Protest wegen der Benutzung des Begriffs zur Beschreibung der muslimischen Minderheit vor der Botschaft in Yangon abgehalten.
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Ausland
Türkei: Binali Yıldırım wird neuer Premierminister
Ankara (nex) – Die Entscheidung über die Nachfolge des scheidenden türkischen Premierministers und Vorsitzenden der regierenden AKP, Ahmet Davutoğlu, scheint gefallen: Das oberste Nominierungskomitee der Partei (MKYK) hat den derzeitigen Infrastrukturminister Binali Yıldırım als Kandidaten für die bis dato von Davutoglu gehaltenen Positionen vorgeschlagen.
Die Parteiführung gab ihre Entscheidung am späten Donnerstagvormittag nach einer letzten Sitzung bekannt. Zuvor hatte die Partei drei Tage lang Mandatsträger, Funktionäre und weitere öffentliche Repräsentanten und Mitglieder der AKP darüber befragt, wer aus ihrer Sicht am ehesten den Aufgaben, die mit der jeweiligen Position verbunden sind, gewachsen wäre.
In diesem Zusammenhang wurden unter anderem auch der derzeitige stellvertretende Premierminister Numan Kurtulmuş und der amtierende Justizminister Bekir Bozdag genannt. Die überwiegende Mehrheit und möglicherweise auch Präsident Recep Tayyip Erdogan optierten am Ende aber offenbar für den 1955 in der Provinz Erzincan geborenen Schiffsbauingenieur.
Am kommenden Sonntag soll Yıldırım auf einem Sonderkongress der AKP in Ankara offiziell gewählt werden. Er wird der einzige Kandidat für den Vorsitz sein. Um Kampfabstimmungen zu vermeiden, nimmt sich die AKP im Vorfeld von Parteitagen Zeit für ein ausgiebiges Vorauswahlverfahren, aus dem am Ende ein Einheitskandidat steht, der mit dem Segen einer breiten Mehrheit in der Partei antritt.
Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte Binali Yıldırım als Infrastrukturbeauftragter für die Wasserwege in Istanbul, wo er unter dem damaligen Oberbürgermeister und heutigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan diente. Seit dieser Zeit gilt Yıldırım als einer der engsten Vertrauten des türkischen Staatsoberhaupts. Im Kabinett diente er zwischen 2007 und 2013 als Verkehrs-, Transport- und Infrastrukturminister.
Diesen Posten übt er nunmehr wieder aus, nachdem er auf Grund des Wegfalls des Amtsperiodenlimits in der AKP wieder für die Große Nationalversammlung kandidieren konnte und am 1. November 2015 als Abgeordneter für İzmir gewählt wurde. Es wird damit gerechnet, dass Binali Yıldırım nach seinem Amtsantritt als neuer Premierminister das Kabinett umbilden wird.
Kurden gegen PKK
Kurdensprecher: „Nun ist die Zeit gekommen, dass das kurdische Volk sich von der PKK befreit“
Türkei: Kurdische Politiker verurteilen PKK-Anschläge
Kurdische Führer: „Das Gemetzel in Dürümlü zeigt uns, dass das Hauptziel des PKK-Terrors das kurdische Volk ist“
Diyarbakir (nex) – Eine Gruppe kurdischer Politiker verurteilt den Anschlag der Terrororganisation PKK, bei dem in der vergangenen Woche 16 Menschen in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir getötet wurden.
Yavuz Delal, der Sprecher der Islamischen Kurdistan-Initiative für Recht, Gerechtigkeit und Freiheit (AZADI Initiative) und der Schriftsteller und Autor Ibrahim Güclü sprachen mit der Nachrichtenagentur Anadolu über die letzte Welle der tödlichen Anschläge der PKK in der Türkei.
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„Nun ist die Zeit gekommen, dass das kurdische Volk sich von der PKK befreit“, erklärt Delal. Der AZADI-Sprecher betont, dass kein Mensch, der an Gerechtigkeit und Freiheit glaube, die PKK beschreiben könne, ohne den Begriff Terror zu benützen. Delal weist darauf hin, dass die PKK das kurdische Volk unterdrücke und eine rücksichtslose Missachtung des menschlichen Lebens an den Tag lege. „Das Gemetzel in dem Dorf Dürümlü (Sur/Diyarbakir) zeigt uns, dass das Hauptziel des PKK-Terrors das kurdische Volk ist“, stellt er klar und fügt hinzu, dass der Wunsch des kurdischen Volkes nach Frieden durch die Terroranschläge der PKK zunichtegemacht werde. Ibrahim Güclü sagt, dass die PKK seit dem ersten Tag ihrer Gründung Kurden ermorde. Der Schriftsteller und Politiker vertritt die Auffassung, dass die PKK „nicht zur kurdischen Community gehört“ und von Akteuren auf der politischen Bühne ausgenützt werde, die die Türkei nicht in einer entscheidenden Rolle in der Region sehen wollten. „Da sie mit ihrem Kampf in den Städten ihr Ziel nicht erreichen konnte, wendet die PKK nun eine Strategie des Blutvergießens an der Zivilbevölkerung an“, führt Güclü weiter aus. „Dass sie Dorfbewohner durch ein mit Bomben bestücktes Auto in die Luft jagten, war nur ein Beispiel dafür.“ Der Politiker behauptet, dass die PKK alle Gebiete, in denen Kurden lebten, kontrollieren wolle und fügt hinzu: „Die PKK ist der IS (Daesh) der Kurden – sie zerstört legale Gruppierungen, die mit ihr nicht einverstanden sind.“
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Kurden: PKK soll unsere Städte verlassen
Mögliche Katastrophe bei EgyptAir
EgyptAir: Maschine mit 66 Menschen an Bord vom Radar verschwunden
Kairo (nex) – Ein Flugzeug der EgyptAir mit 66 Menschen an Bord ist am Donnerstagmorgen bis dato spurlos vom Radar verschwunden, nachdem sie über dem östlichen Mittelmeer in ägyptischen Luftraum eingetreten war. Dies teilte das Unternehmen selbst über seinen offiziellen Twitter-Account mit. Demnach befanden sich auf dem Flug MS804 insgesamt 56 Passagiere, sieben Crewmitglieder und drei Sicherheitskräfte. Als der Funkkontakt abriss, soll die Maschine EGYPTAIR A320 in einer Höhe von 37 000 Fuß (11,27 Kilometer) geflogen sein und sich 16 Kilometer weit im ägyptischen Luftraum befunden haben.
Um 02:45 Ortszeit habe die Maschine den Kommunikationskontakt mit dem Flugüberwachungssystem verloren. Die Fluglinie hat eine aus Ägypten kostenfreie Informationshotline mit der Nummer 080077770000 eingerichtet. „Spezialkräfte der ägyptischen Armee sind in die Gegend verlegt worden, um nach Spuren zu suchen und allfällige Überlebende retten zu können. Die Maschine befand sich auf dem Flug von Paris nach Kairo. An Bord sollen 30 Ägypter und 15 französische Staatsangehörige gewesen sein, darüber hinaus zwei irakische Staatsangehörige und jeweils ein Staatsangehöriger aus Algerien, Belgien, Großbritannien, Kanada, dem Tschad, Kuwait, Portugal, Saudi-Arabien und dem Sudan, so EgyptAir. Auch Griechenland beteiligt sich an der Suchaktion.
Ägypten hatte in den letzten Monaten mehrfach mit Tragödien und Zwischenfällen zu kämpfen. Im Oktober 2015 brachte ein mutmaßlicher Terroranschlag des IS (Daesh) eine russische Passagiermaschine mit 224 Menschen an Bord über dem Sinai zum Absturz. Vor wenigen Wochen entführte ein psychisch instabiler zyprischer Staatsangehöriger eine Maschine der EgyptAir. Im Jahr 1999 stürzte ein Flug der Airline vor der US-amerikanischen Ostküste bei Massachusetts ins Meer, wobei 217 Menschen starben. Die US-Ermittler fanden Hinweise auf einen möglichen Selbstmordflug des Piloten. Ägypten stritt diese Version stets ab und sprach von einem technischen Defekt.
Pflanzenschutzmittel Glyphosat
Bauernpräsident Rukwied macht Druck für Glyphosat-Zulassung
Düsseldorf (ots) – Bauernpräsident Joachim Rukwied hat die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU-Ebene für die weitere Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat einzusetzen.
„Alle mit der Bewertung befassten Behörden kommen zum Schluss, dass bei sachgemäßer Anwendung keine negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt zu verzeichnen sind“, sagte Rukwied der „Rheinischen Post“. “
Weil die unabhängige und wissenschaftliche Risikobewertung zu diesem Ergebnis kommt, erwarten wir eine Wiederzulassung.“ Ebenso erwarteten die Bauern, dass sich Deutschland – als Berichterstatter im Wiederzulassungsverfahren – positiv äußere, betonte Rukwied.
Abstieg in die Dritte Liga
SC Paderborn: Führung räumt Fehler ein
Bielefeld (ots) – Nach dem Abstieg des SC Paderborn in die dritte Liga räumt die neue Vereinsführung erstmals Fehler ein. „Wir haben zu lange, und da fasse ich mir auch an die eigene Nase, den Erstliga-Traum gelebt und uns zu spät mit der Realität, der 2. Liga, auseinandergesetzt“, sagte der neue Präsident Martin Hornberger dem Westfalen-Blatt.
Hornberger war in der vergangenen Saison Geschäftsführender Vizepräsident des ostwestfälischen Clubs.
Trainer René Müller kritisierte rückblickend die Personalpolitik des Vereins. „Zum einen ist der Kader zu groß gewesen. Zum anderen hatten wir keinen Torjäger, der die vielen Chancen nutzen konnte,“ sagte Müller der Zeitung im Doppelinterview mit Hornberger. Sportlich hängt Müller die Ziele nach zwei Paderborner Abstiegen in Folge tief. „Wir müssen doch Begriffe wie Bescheidenheit und Demut auch mit Inhalt füllen. Zum aktuellen Zeitpunkt verbietet es sich, das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen“, sagte Müller dem Westfalen-Blatt weiter.

