29. Mai. 1993
Türkische Regierung gedenkt des rassistischen Anschlags in Solingen

Ankara (nex) – Das türkische Außenministerium gedachte der Opfer eines rassistischen Angriffs in Deutschland, der sich am heutigen Sonntag zum 23. Mal jährt. Bei dem Anschlag kamen fünf Mitglieder einer türkischen Familie ums Leben. In dem Statement des Außenministeriums erinnert die Türkei an jene, die bei dem Brandanschlag im Jahr 1993 getötet wurden und wünscht diesen Gottes Erbarmen. „Wir nehmen dies zum Anlass, einmal mehr unsere Sorge über den Rassismus, die Ausländerfeindlichkeit und den Islamhass in Europa, die in letzter Zeit wieder zunehmen, zum Ausdruck zu bringen“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wir hoffen, dass Tragödien dieser Art sich nicht wiederholen.“ Am 29. Mai 1993 setzten vier junge Männer zwischen 16 und 23 Jahren das Haus der Familie Genc im nordrhein-westfälischen Solingen in Brand, bei dem fünf Menschen getötet und 14 weitere verletzt wurden. Drei der Täter wurden zur höchsten Jugendstrafe von zehn Jahren und ein Attentäter wegen fünffachen Mordes und vierzehnfachen Mordversuches sowie besonders schwerer Brandstiftung zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
  Die Zahl der Straftaten gegen Asylunterkünfte hatte sich bereits in den ersten sechs Wochen des Jahres 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt: Laut aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums, über die die “Rheinische Post” berichtete, wurden von Jahresbeginn bis zum 9. Februar 94 Straftaten gegen Asylunterkünfte und deren Bewohner registriert. Demgegenüber gab es zwischen 1. Januar und 9. Februar 2015 weniger als 40 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Seit Jahresbeginn 2016 zählte das Innenministerium bundesweit 38 Sachbeschädigungen, 24 Propagandadelikte und 19 Gewalttaten gegen Flüchtlingsunterkünfte. Außerdem gab es zwölf Brandstiftungen. Die Zahl dieser Anschläge ist damit im laufenden Jahr bereits verhältnismäßig stark angestiegen. Im Vorjahr gab es mit insgesamt 95 Brandanschlägen auf Asylunterkünfte durchschnittlich acht pro Monat. 2014 waren es dagegen zwölf im gesamten Jahr. Auch ein Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz wurde seit Jahresbeginn registriert. Das Bundesinnenministerium teilte zudem mit, dass 90 der 94 Übergriffe rechtsmotiviert gewesen seien, bei den übrigen vier Delikten könne “eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden”. https://youtu.be/h-lGpu1h4D0

Bread&Water-Projekt
Palästina: Deutscher Mode-Start-Up startet Hilfsprojekt für Gaza

Berlin (eurasia/nex) – Bread&Water ist nämlich kein rein kommerziell ausgerichtetes Projekt, sondern verfolgt mit seiner Arbeit den Zweck, Entwicklungsinitiativen in aller Welt zu unterstützen. Die erste Kollektion soll beispielsweise Kinder im Gaza-Streifen unterstützen, einen Abschluss an der bekannten Musikschule des Edward Said National Conservatory of Music zu ermöglichen, das 2008 zerstört worden war und einen Ortswechsel vollziehen musste mit der Konsequenz, dass sie eine Studiengebühr von 600 US-Dollar jährlich erheben muss.
(Foto: Bread&Water)
(Foto: Bread&Water)
Dennoch ist es der Gaza Music School gelungen, wieder einen geordneten Betrieb zu gewährleisten und derzeit 180 Schüler im Alter von 7 bis 16 Jahren auszubilden. Einer davon ist Wisam Mohammed Ismail, ein talentierter Gitarrenschüler, der zur Leitfigur der ersten Kampagne geworden ist. Auf dem ersten Designer-T-Shirt der Bread&Water-Kollektion ist ein Bildmotiv Wisams zu sehen, wie dieser gerade in einer Ruinenlandschaft auf seiner Gitarre spielt. Die Vorgehensweise von Bread&Water ist klar strukturiert. Eine Berliner Modedesignerin unterstützt die Kreation der Produkte, anschließend werden diese in limitierter Auflage (etwa 300 Stück) in Polen produziert und der Verkauf der Designer-T-Shirts soll Geldmittel einspielen, die eine Unterstützung der gemeinnützigen Projekte ermöglichen. Neben Wisam Mohammed Ismail, dessen Geschichte durch die Verkaufskampagne erzählt werden soll, sollen durch die Kampagne von Bread&Water noch weiteren neun Kindern ein Schulabschluss ermöglicht werden. Die Sternenstaub Stiftung wird gewährleisten, dass die Unterstützung 1:1 nach Gaza zu den vorgesehenen Empfängern gelangt.
(Foto: Bread&Water)
(Foto: Bread&Water)
Als Zielgruppe will Bread&Water Modebegeisterte erreichen, die bewusst einkaufen und mit ihrer Kaufentscheidung auch Mehrwert für das Gemeinwesen und gemeinnützige Anliegen schaffen wollen. Statt Gewinnmaximierung durch ausbeuterische und umweltschädliche Produktionsverhältnisse zu betreiben, wollen die Protagonisten bleibende Werte schaffen und die Welt mit ihrer Arbeit ein wenig besser machen. Mit 66 Prozent des Verkaufspreises, die in soziale Projekte fließen, soll auch dem Käufer der Produkte das Glücksgefühl verschafft werden, das damit verbunden ist, Armen und Notleidenden geholfen zu haben. Alle Unterstützer erhalten natürlich auch ein T-Shirt in individuellem Design. Pro Quartal soll es zudem regelmäßig eine limitierte Auflage von T-Shirts geben. Die Gewinne dieser modischen Einzelstücke sollen dann komplett an das Projekt gespendet. Für die Sicherstellung der Produktion sucht das Projekt nun auch mittels Crowdfunding Unterstützer. Bei Erreichen der Fundingschwelle von 2500 Euro wird die Produktion in die Wege geleitet und die T-Shirts anschließend im Onlineshop angeboten. Sobald die Fundingschwelle überschritten ist, fließt jeder weitere Support durch die Crowd direkt und sofort in das Bread&Water-Projekt in Gaza. Bei Erreichen des Fundingziels von 9800 Euro wird es bereits möglich sein, bereits innerhalb des StartNext-Kampagnenzeitraums das soziale Projekt der ersten Kollektion zu verwirklichen. Mehr Infos zum Projekt und die direkte Unterstützungsmöglichkeit: https://www.startnext.com/breadandwaterfashion  
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

Terminaleröffnung in Diyarbakir
Diyarbakir: Erdogan verurteilt US-Unterstützung der YPG

Der türkische Staatspräsident äußert sich nach dem Eklat über die Insignien der in Verbindung zur PKK stehenden YPG, die US-Truppen auf ihren Uniformen getragen haben.

Diyarbakir (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte am gestrigen Samstag die Unterstützung der USA für die kurdischen Gruppierungen PYD und YPG in Syrien.

„Ich verurteile die US-Unterstützung für die PYD und die YPG. Das entspricht nicht dem Versprechen, das uns gegeben wurde“, stellte er während der Eröffnungsfeier eines neuen Terminals am Flughafen Diyarbakir in der Osttürkei klar.

Erdogans Statement kommt nach der Veröffentlichung von Fotos, auf denen Mitglieder der US-Sondereinsatzkräfte zu sehen sind, die Insignien und Aufnäher der YPG auf ihren Uniformen tragen. Das Pentagon erklärte am vergangenen Freitag, dass das Tragen der Aufnäher „nicht genehmigt“ worden und „unangemessen“ war; es seien entsprechende „Korrekturmaßnahmen“ eingeleitet worden.

„Ich glaube, dass Politik auf ehrliche Weise betrieben werden muss“, führte Erdogan weiter aus. „Unsere Freunde, die an uns glauben, und diejenigen, die in der NATO an unserer Seite stehen, sollten und können ihre eigenen Soldaten nicht mit YPG-Aufnähern nach Syrien schicken. Denjenigen, die sagen: ‚Wir werden die YPG weiterhin unterstützen, denn sie sind nicht die PKK‘, denen sage ich: ‚Ihr steht auf der falschen Seite.'“

Die YPG sind die bewaffneten Einheiten der PYD, die wiederum den verlängerten Arm der PKK darstellt.

Während die Türkei die PYD und die YPG als terroristische Gruppierungen betrachtet, setzt Washington seine Unterstützung für die YPG als  „effektive Partner“ im Kampf gegen den IS (Daesh) fort. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim, der ebenfalls an der Eröffnungsfeier teilnahm, wies darauf hin, dass die Türkei kein „kurdisches“, sondern nur ein Problem mit dem Terror habe:

„Die PKK schert sich nicht um die Probleme des kurdischen Volkes. Euer Problem und das Problem der Türkei ist lediglich die Terrororganisation PKK. Wir werden weiterhin unser Möglichstes tun, damit die PKK kein Problem mehr für uns darstellt.“

Anschließend stattete Yildirim verschiedenen NGOs einen Besuch ab und rief die Terroristen dazu auf, sich der Gnade des Staates zu ergeben.

„Diyarbakir möchte nicht als die ‚Terrorstadt‘ in Erinnerung bleiben,“ fuhr der Ministerpräsident fort. „Ich rufe die jungen Menschen dazu auf, sich zu ergeben und diesen dunklen Pfad zu verlassen.“

Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen.

Seitdem haben fast 500 Mitglieder der Sicherheitskräfte, einschließlich der Truppen und Bürgerwehren, ihr Leben verloren und wurden über 4900 PKK-Terroristen bei landesweiten sowie im Nordirak durchgeführten Operationen getötet.


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Deutsches Kinderhilfswerk
Umfrage zum Weltspieltag 2016: Kinder wollen gern häufiger draußen gemeinsam mit anderen Kindern spielen

Berlin (ots) – Knapp zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland würden gern häufiger draußen gemeinsam mit anderen Kindern spielen. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Online-Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes zum Weltspieltag, an der sich 1.825 Kinder und Jugendliche beteiligt haben. Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist, gibt sie doch ein gutes Stimmungsbild, wie Kinder und Jugendliche derzeit ihre Spielmöglichkeiten im Freien sehen. 64 Prozent der Kinder und Jugendlichen würden gern häufiger draußen gemeinsam mit anderen Kindern spielen, für 36 Prozent ist die derzeitige Situation in Ordnung. Generelle Hinderungsgründe für das Draußenspielen gibt es viele (Gründe gaben 48 Prozent der Gesamtbefragten an, Mehrfachnennungen waren möglich): Rund 28 Prozent der Kinder und Jugendlichen sehen den Straßenverkehr mit zu schnellen Autos, großen Kreuzungen und fehlenden Übergängen sowie parkende Autos als Hinderungsgrund. Knapp 27 Prozent spielen nicht häufiger draußen, da sie von Erwachsenen ständig angemeckert werden oder vor ihnen Angst haben, 11 Prozent sehen andere Kinder, die ärgern, als Hinderungsgrund. Rund 24 Prozent haben keine Spielmöglichkeiten in der Nähe oder auf Spielplätzen keine spannenden oder nur defekte Spielgeräte. Fast jedes fünfte Kind (18 Prozent) gibt an, dass es keine anderen Kinder zum Draußenspielen vorfindet und rund 13 Prozent dürfen nicht ohne Begleitung von Erwachsenen draußen spielen. Passend zum Motto des Weltspieltags 2016 „Spielen überwindet Grenzen!“ wurden die Kinder und Jugendlichen auch zu ihren Kontakten mit Flüchtlingskindern befragt. Hier gaben 52 Prozent an, schon einmal mit einem geflüchteten Kind gespielt zu haben: Rund 30 Prozent in der Kita/Schule, 21 Prozent auf dem Spielplatz/draußen und knapp 5 Prozent zuhause (Mehrfachnennungen waren möglich). 48 Prozent haben bisher noch nicht mit einem Flüchtlingskind gespielt. Davon gaben rund 10 Prozent an, dass die Eltern das nicht erlauben. „Durch die zunehmende Verdichtung und Versiegelung unserer Städte gehen immer mehr Freiflächen und Spielmöglichkeiten für Kinder verloren. Das führt zusammen mit maroden Spielplätzen und meckernden Erwachsenen dazu, dass unsere Kinder zu wenig draußen spielen. Hier müssen wir dringend mit einer kinderfreundlicheren Stadtgestaltung gegensteuern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Dass schon so viele einheimische Kinder mit Flüchtlingskindern gespielt haben, ist toll. Gerade für Flüchtlingskinder gilt: Gemeinsames Spielen, Kommunizieren und Kooperieren braucht wenig Worte und hilft gleichzeitig, sich in eine andere Kultur einzuleben, Freunde zu finden und die neue Sprache ’spielend‘ zu lernen. Die integrative Kraft des Spielens ist einzigartig.“ An der Online-Umfrage konnten Kinder unter 18 Jahren teilnehmen, die größte Gruppe ist mit 49 Prozent die der 6- bis 9-Jährigen. Die Teilnehmenden kamen aus ganz Deutschland – die meisten aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Armenien-Resolution
Grünen-Fraktionschefin verteidigt Armenien-Resolution: „Signal eines selbstbewussten Parlaments“

Berlin (ots) – Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Resolution des Bundestages zum angeblichen Völkermord an den Armeniern als „Signal eines selbstbewussten Parlaments“ verteidigt. Der Bundestag setze sich damit über die Vorgaben der Bundesregierung hinweg, sagte die Grünen-Politikerin dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. Der Parlamentsbeschluss sei auch deshalb so wichtig, weil es „ohne Erinnerung keine Zukunft“ geben könne. Außerdem werde in der Resolution auch die deutsche Verantwortung klar benannt. Offiziere des Kaiserreichs seien Zeugen der Gräueltaten gewesen und hätten der Berliner Regierung davon berichtet. Diese habe aber nichts unternommen, um das Morden zu stoppen.

Streit um Visafreiheit
Visafreiheit für Türken: EU-Timmermans glaubt an baldige Einigung

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Brüssel (nex) – Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, sprach am Freitag von einem „konstruktiven und produktiven Treffen“ mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und dem türkischen EU-Minister Ömer Çelik. Diese Worte fand Timmermans auf seinem Twitter-Account und fügte hinzu: „Beiderseitige Entschlossenheit, letzte verbliebene Hindernisse auf dem Weg zur Visafreiheit zu beseitigen. Ein technisches Team, das nächste Woche nach Ankara reisen wird, wird daran arbeiten.“ Ziel des Flüchtlings-Rücknahmeabkommens ist es, die illegale Einwanderung über die Ägäis zu verhindern, indem man härtere Maßnahmen gegen Menschenschmuggler setzt und die Lebensbedingungen der Flüchtlinge in der Türkei verbessert. Darüber hinaus soll das Abkommen den EU-Beitrittsprozess der Türkei beschleunigen und türkischen Staatsangehörigen eine visafreie Einreise in den Schengen-Raum ermöglichen, sobald die Türkei 72 Bedingungen hierfür erfüllt hat. Ankara hat die meisten dieser Bedingungen erfüllt, die von der Türkei abgelehnte Forderung nach einer Änderung der türkischen Antiterrorgesetzgebung hat jedoch zu einem Stillstand in den Verhandlungen geführt.

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"Least developed countries"
Koru: Türkei wird die am wenigsten entwickelten Länder weiterhin unterstützen

Antalya (nex) – Der stellvertretende türkische Außenminister Naci Koru erklärte am gestrigen Freitag, dass die Türkei ihre Verpflichtungen zur Unterstützung der Zusammenarbeit mit den am wenigsten entwickelten Ländern (LDC) auf jedem möglichen Gebiet wahrnehmen werde.

Koru sprach auf der Konferenz zur Halbzeitbewertung des Aktionsprogramms Istanbul der Vereinten Nationen für die am wenigsten entwickelten Länder. Die Konferenz fand im türkischen Urlaubsort am Mittelmeer Antalya statt. Der Vizeaußenminister wies auf die Unterstützung, die die Türkei Schülern biete, hin und sagte: „4195 Schüler aus den LDCs bekommen ein Stipendium der Türkischen Regierung.“

Koru führte weiter aus, dass insgesamt 2612 Schüler aus LDCs das Abitur anstrebten, während 1093 einen Masterabschluss erlangen wollten und es gebe 455 Doktoranden in der Türkei, die auf den Gebieten Ingenieurwesen, Medizin und Landwirtschaft forschten.

Der Politiker zitierte das Motto der UNO für die LDCs „Leave No One Behind“ (Lasse Niemanden Zurück) und erklärte: „Die internationale Gemeinschaft wird gemeinsam handeln, um eine nachhaltige Entwicklung für die LDCs zu erreichen.“

Koru versprach, dass die Türkei keine Mühe scheuen werde, um eine nachhaltige Entwicklung für die LDCs zu erreichen: „Wir werden unsere Verpflichtungen zur Unterstützung der Zusammenarbeit mit den am wenigsten entwickelten Ländern (LDC) auf jedem möglichen Gebiet wahrnehmen.“

Die dreitägige Konferenz in Antalya stellt eine umfassende Überprüfung dar: Es soll festgestellt werden, inwieweit das im Jahr 2011 beschlossene Aktionsprogramm Istanbul umgesetzt wird.

Das Aktionsprogramm, das auf der Vierten UNO-Konferenz für die am wenigsten entwickelten Länder gefasst wurde, legt die Strategie der internationalen Gemeinschaft für nachhaltige Entwicklung bis zum Jahr 2021 fest und konzentriert sich dabei stark auf die Entwicklung der Produktionskapazitäten der LCDs.

Die Konferenz am gestrigen Freitag wurde vom UN-Bevölkerungsfonds und vom UN-Büro des Hohen Vertreters der am wenigsten entwickelten Länder mitorganisiert.

Das Ziel ist die Schaffung eines nachhaltigen Wachstums in insgesamt 48 Ländern, deren Einwohner 12 Prozent der Weltbevölkerung darstellen.

Schwerpunktthemen sind: Produktionskapazität, Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung, finanzielle Ressourcen, Handel, ökonomische Vielfalt sowie menschliche und soziale Entwicklung.


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Anti-IS-Koalition
USA: State Department bestätigt Verbindung zwischen YPG und PKK

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Ankara (nex) – Am Freitag erklärte das U.S. State Department erstmals, es könne eine Verbindung zwischen der terroristischen PKK und den in Syrien operierenden „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) geben. „Ich kann nicht kategorisch sagen, dass es da nicht, Sie wissen, keinerlei Verbindungen gäbe“, äußerte Sprecher Mark Toner in einem Pressebriefing. Die USA würden beide Gruppen allerdings immer noch als „getrennte Einheiten“ wahrnehmen und weiterhin empfehlen, die YPG in Operationen gegen die Terrormiliz IS (Daesh) im Norden Syriens zu unterstützen. Die YPG stellen den bewaffneten Arm der „Demokratischen Vereinigungspartei“ (PYD) dar, welche der syrische Ableger der PKK ist. Die PKK wird in der Türkei, der EU und den USA als terroristische Organisation eingestuft. Während die Türkei auch PYD und YPG als terroristische Gruppen betrachtet, unterstützen die USA diese Vereinigungen weiterhin als „effektive Partner“ im Kampf gegen den IS. Im Zusammenhang mit diesem haben die USA der Gruppe bereits mehrfach Luftunterstützung gegeben und US-Einheiten zu Zwecken der Beratung und Unterstützung in deren Reihen entsandt. Toners Äußerung kam einen Tag, nachdem Bilder von US-Soldaten aufgetaucht waren, die während einer Offensive gegen Rakka, die Hauptstadt des selbsternannten „Islamischen Staates“, YPG-Embleme als Hoheitszeichen getragen haben sollen. Die USA haben erst mit Verzögerung auf die Veröffentlichung reagiert und versuchten, den Vorfall als vermeintliches Entsprechen von operationellen Gepflogenheiten herunterzuspielen. Zwischen den USA und der Türkei hat der Vorfall jedoch Spannungen ausgelöst. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärte, es sei für einen Verbündeten der USA „inakzeptabel“, Insignien einer terroristischen Organisation zu tragen. „Unser Vorschlag an sie ist, sie könnten genauso gut Insignien von Daesh, Al-Nusra oder Al-Qaida tragen, wenn sie in anderen Gegenden Syriens Operationen durchführen. Oder solche von Boko Haram, wenn sie nach Afrika gehen“, so Çavuşoğlu. Toner lehnte einen Kommentar zu den Äußerungen aus Gründen „operationeller Sicherheit“ ab. Er erklärte, die USA verstünden die Bedenken der Türkei bezüglich Nordsyriens und würden an einer Verbesserung der Gesamtsituationen arbeiten, indem man die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze verstärke und weitere Schritte setze, um die Beziehungen zu Ankara zu verbessern. „Die Türkei ist weiterhin ein aktives Mitglied [der Anti-IS-Koalition] und wir sind sehr dankbar für ihre Unterstützung“, so Toner.
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Supersport-WM
Motorradsport: Türke Kenan Sofuoglu verlängert vorzeitig Vertrag mit Kawasaki Puccetti

Kawasaki und Sofuoglu verlängern bis 2017 Dortmund (nex) – Der seit 2012 bei Kawasaki unter Vertrag stehende Türke hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2017 verlängert. Sofuoglu wird weiterhin für Kawasaki Puccetti fahren. Er nahm bereits an 110 Supersport-Rennen teil und siegte 34 Mal. 73 Mal belegte er den zweiten oder dritten Platz. Viermal wurde der Türke bereits Weltmeister. Das siebte Rennwochenende der Supersport-WM, an der der türkische Motorradrennfahrer Kenan Sofuoglu teilnimmt, wird in Großbritannien stattfinden.

Der erfolgreichste Fahrer der Supersportgeschichte  möchte seine unglaubliche Erfolgsstory in Großbritannien, in der siebten Etappe der Supersport-WM, fortsetzen.

Die ersten sechs Rennwochenenden fanden in Australien, Thailand, Spanien, den Niederlanden, Italien und Malaysia statt. Das siebte Rennwochenende soll nun am 29. Mai im Donington Park Circuit mit einer Rennstrecke von 4023 Meter durchgeführt werden.

Sofuoglu, der bei den Supersport-WM in Spanien und Italien mit seiner Mannschaft Kawasaki Pucetti den ersten Platz belegte, hält auch bei der Fahrerklassifizierung seine Führungsposition.


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Türkische-russische Beziehungen
Putin: „Russland möchte die Beziehungen zur Türkei wiederherstellen“

Athen (nex) – Russischer Staatspräsident Wladimir Putin erklärte am gestrigen Freitag, dass er bereit sei, die Beziehungen zu Ankara wiederherzustellen, es dazu aber eines ersten Schrittes vonseiten der Türkei bedürfe. „Auch Russland möchte die Beziehungen zur Türkei wiederherstellen, wir können nur noch immer nicht nachvollziehen, warum das Flugzeug abgeschossen wurde“, teilte Putin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras mit. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten im November vergangenen Jahres ein neues Tief erreicht, als die türkische Luftwaffe einen Sukhoi-24M-Bomber an der syrischen Grenze wegen Verletzung des türkischen Luftraums abschoss. Die Türkei legte zum Beweis Radaraufnahmen vor, Moskau bestand darauf, dass keine Luftraumverletzung vorgelegen habe. Die Türkei unternahm mehrere Versuche, die Krise mit Russland zu lösen, erhielt aber keine angemessene Reaktion vom Kreml. Im April bot der damalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu den russischen Führern ein persönliches Gespräch zur Beilegung des diplomatischen Streits an. Außenminister Mevlüt Cavusoglu erklärte, dass Ankara zwar eine Verbesserung des angespannten Verhältnisses mit Russland erwarte, wies jedoch darauf hin, dass dies Geduld erfordere, da die Türkei ein Ende der „grundlosen Anschuldigungen“ erwarte. Nach dem Vorfall hatte Moskau weitreichende Sanktionen gegen die Türkei angekündigt, unter anderem die Aufhebung des visafreien Reisens sowie ein Einfuhrverbot türkischer Lebensmittel. Desweiteren hatte Russland seine Staatsbürger zum Boykott der Türkei als Urlaubsland aufgerufen. Die Türkei und Russland verfolgen seit Jahren eine unterschiedliche Politik, was Syrien und die Ukraine betrifft. Die Türkei erkennt die russische Annexion der ukrainischen Autonomen Republik Krim im Jahr 2014 nicht an und hat Russland wiederholt der Unterstützung des Assad-Regimes in Syrien beschuldigt.