Rennen in Misano
Supersport-WM: Türke Kenan Sofuoglu holt sich vierten Saisonsieg

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Misano (nex) – Der erfolgreichste Supersport-Motorradrennfahrer aller Zeiten, Kenan Sofuoglu, heimste beim heutigen Rennen in Misano seinen vierten Sieg der Supersport-WM 2016 ein. Beim Rennen im italienischen Misano standen heute bei herrlichem Wetter insgesamt 37 Piloten in der Startaufstellung. Honda-Pilot Caricasulo (Italien) ging von der Poleposition ins Rennen, Kawasakis Sofuoglu startete von Platz zwei und PJ Jacobsen (USA/Honda) an dritter Stelle. Im ersten Drittel des Rennens führte Caricasulo vor PJ Jacobsen und Sofuoglu. PJ Jacobsen übernahm anschließend die Führungsposition, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Drei Runden vor dem Ende wurde er dann in einer Kurve von Sofuoglu überholt. Caricasulo und PJ Jacobsen kämpften nun um den zweiten Platz, den der Italiener für sich sichern konnte. Der Türke Sofuoglu fuhr seinen vierten Saisonsieg ein und konnte somit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung mittlerweile auf 40 Punkte ausbauen.

"Schritt vorwärts in die Zukunft"
Türkei: Erdogan kündigt größtes Opernhaus Europas an

Taksim soll Europas größtes Opernhaus bekommen Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am gestrigen Samstag an, dass Taksim im Rahmen der neuen historischen Projekte bald Europas größtes Opernhaus bekommen werde. Taksim werde bald für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt und die Stätte für Europas größtes Opernhaus sein, so Erdogan. Des Weiteren kündigte der Präsident bei der Repräsentation des zehn Bände umfassenden Werkes „Great Istanbul History from Antiquity to the 21st Century“ den Bau eines historischen Museums an. Er wies darauf hin, dass dabei das historische Gefüge des Taksim-Platzes erhalten bleiben und das Opernhaus Istanbuls reiche historische Vergangenheit und Ästhetik widerspiegeln werde. Der Präsident vertrat die Auffassung, dass das Projekt für die Jugend der Türkei eine besondere Bedeutung haben werde. Erdogan, der die Geschichte als „einen Kompass für die Gestaltung der Zukunft“ beschrieb, erklärte, dass Angriffe auf Schulen in der Türkei der Jugend des Landes schadeten und sie deshalb besser über die Geschichte ihres Landes informiert werden müssten. „Wir müssen Ereignisse der Vergangenheit in unserem Land und in unserer Region im Lichte der Geschichte neu bewerten und interpretieren“, betonte er und fügte hinzu: „Geschichte ist nicht nur die Geschichte der Vergangenheit.“ Des Weiteren kündigte der Präsident viele neue Projekte für Istanbul an, die, wie er sagte, der Stadt helfen würden, einen Schritt vorwärts in die Zukunft zu machen.  

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"Alarmierende Ergebnisse"
Mehr als jeder zweite Honig mit Pestiziden belastet

Berlin (ots) – In 13 von 22 getesteten Honigen aus deutschen Supermärkten hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Pestizid-Rückstände nachgewiesen. Die Proben waren zumeist mit dem Neonikotinoid Thiacloprid belastet. Dieses hochwirksame Nervengift kann beim Menschen Krebs erregen und schädlich für die Fortpflanzung sein. Für Bienen und andere nützliche Insekten ist es tödlich, schwächt ihr Immunsystem oder beeinträchtigt ihre Orientierung. „Die Ergebnisse sind alarmierend und zeigen, dass wir in Deutschland und der EU ein ernsthaftes Problem mit Pestiziden in der Landwirtschaft haben“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Neonikotinoide sind mitverantwortlich für das Bienenvölkersterben und reduzieren die Artenvielfalt auch bei Vögeln und anderen Wildtieren. Umweltschädliche Ackergifte werden im Obst- und Rapsanbau in großer Menge eingesetzt und gelangen deshalb in die Lebensmittel. Verbraucher können sich vor Ackergiften ebenso wenig schützen wie Tiere und die Natur“, sagte Weiger. „Agrarminister Christian Schmidt präsentiert sich gern als Bienenschützer, ignoriert jedoch beharrlich die Rolle der Pestizide beim Verlust von Bienenvölkern“, kritisierte der BUND-Vorsitzende. „Schmidt muss Neonikotinoide verbieten und einen schnellen Pestizid-Ausstiegsplan auf den Weg bringen. Umweltgefährdende Pestizide gehören nicht auf den Acker. Die Landwirtschaft ist auf die Bestäubungsleistung von Bienen und Wildbienen dringend angewiesen, zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen hängen davon ab“, sagte Weiger. Der BUND hatte die Honige von einem unabhängigen Labor auf Neonikotinoide untersuchen lassen. Alle sechs getesteten Honige deutscher Herkunft waren mit Thiacloprid belastet, einer enthielt zusätzlich auch das Neonikotinoid Acetamiprid. Weitere 11 Honige stammten aus anderen EU-Ländern, davon waren sieben ebenfalls mit Thiacloprid belastet. In den übrigen fünf getesteten Honigen mit Herkunftsbezeichnung „aus EU- und Nicht-EU Ländern“, die aus gemischter Ware bestehen, wurden keine Neonikotinoide gefunden. Wegen ihrer Gefährlichkeit hatte die EU-Kommission 2013 die Zulassung von drei Neonikotinoiden für von Bienen bevorzugte Pflanzungen vorerst beschränkt. Seitdem wird das von Bayer hergestellte Thiacloprid meist als Ersatz verwendet, es ist jedoch ähnlich gefährlich. Der BUND fordert auf EU-Ebene ein dauerhaftes Verbot sämtlicher Neonikotinoide

Weltflüchtlingstag
Flüchtlingskind: „Mein einziger Wunsch ist es, einzuschlafen und nie mehr aufzuwachen“

Berlin (ots) – Anlässlich des morgigen Weltflüchtlingstages äußert sich die Kinderrechtsorganisation Save the Children sehr besorgt über die immer weiter ansteigende Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge.

„Die Politik Europas ist direkt verantwortlich für das Leiden und den Tod von Kindern auf der Flucht. Europa händigt diese Kinder faktisch den Schmugglern und Menschenschleppern aus“, betont Goran Bilic, Leiter des humanitären Einsatzes von Save the Children auf dem Balkan. Schuld daran sind Grenzschließungen, die zur Verschiebung der Fluchtrouten führen. In Serbien hat sich nach Angaben von Save the Children die Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im Monat Mai verfünffacht. Wurden in der ersten Maiwoche noch 15 Kinderflüchtlinge ohne Begleitung registriert, waren es in der letzten Maiwoche bereits 78. Erstmals kommen Kinder auch über Albanien und Montenegro nach Serbien. Viele dieser Kinder sind seit Tagen zu Fuß unterwegs, haben kaum sauberes Wasser oder Nahrung zur Verfügung. Trotz der faktischen Schließung der östlichen Mittelmeerroute erreichen täglich bis zu 300 Flüchtlinge Serbien. In Griechenland sind es derzeit durchschnittlich 45 am Tag – ein Beleg dafür, dass viele der über 50.000 derzeit in Griechenland festsitzenden Flüchtlinge mit der Hilfe von Schleppern illegal weiter über den Balkan fliehen. Dadurch erhöht sich die Gefahr, denn illegal reisende Familien werden häufiger getrennt, die Kinder sind oft gezwungen, alleine weiterzufliehen. Sie werden Opfer von Gewalt und Ausbeutung, zum Beispiel in Form von Kinder- und Zwangsarbeit oder Entführungen. Im Vorfeld des Weltflüchtlingstages haben Kinderflüchtlinge in Griechenland in einer von Save the Children organisierten Aktion ihre Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft festgehalten. Eines der Kinder schreibt: „Ich bin nicht glücklich und ich habe keine Wünsche… Mein einziger Wunsch ist es, einzuschlafen und nie mehr aufzuwachen. Damit ich keine Explosionen mehr hören muss. Damit ich keine Kinder in meinem Alter mehr sterben sehen muss. Damit ich endlich keinen Schmerz mehr spüre.“ Hintergrundinformation – Seit Anfang 2016 sind mehr als 200.000 Menschen in Europa angekommen, davon ca. 150.000 in Griechenland, weitere gut 50.000 in Italien. Rund ein Drittel (32 Prozent) aller Ankommenden sind Kinder. – Save the Children arbeitet entlang der Fluchtroute, um Kinder und ihre Familien in den Herkunfts-, Transit- und Zielländern zu versorgen und bestmöglich zu schützen.

"Es geht hier um mein Land"
Orlando-Attentat: Omar Mateen verschont Schwarze, weil sie schon „genug gelitten haben“

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Omar Mateen zu Opfern: Schwarze haben schon genug gelitten Orlando (nex) – Eine Überlebende eines der schlimmsten Massaker in den USA hat zum ersten Mal über den Vorfall in dem Club gesprochen. Bei dem Angriff wurden 49 Menschen getötet und 53 schwer verletzt. Patience Carter, die im Rollstuhl sitzt, erzählte auf einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag, dass der Schütze versprach, schwarze Opfer nicht zu erschießen, weil „diese schon genug gelitten“ hätten. Die 20-Jährige machte mit der Familie ihrer besten Freundin in Orlando Urlaub. Sie, ihre Freundin Tiara Parker, ebenfalls 20, und deren 18-jährige Cousine Akyra Murray,beschlossen, den Pulse Nachtclub zu besuchen. Nur einige Augenblicke nachdem Parker einen Uber bestellt hatte, um mit ihren Freundinnen zum Hotel zurückzukehren, stürmte Mateen den Club. „Innerhalb von nur ein paar Minuten erlebten wir den Übergang von der schönsten Zeit unseres Lebens in die schlimmste Nacht unseres Lebens ”, meinte Carter. Carter und Murray warfen sich sofort auf den Boden und krochen nach draußen, bemerkten jedoch, dass ihre Freundin fehlte. Trotz der Schüsse eilten sie zurück in den Club, entdeckten Parker und suchten zusammen mit anderen Schutz in einem Waschraum. „Für mich war das alles immer noch nicht real, ich snapte immer noch, als wir uns in die WC-Kabine reinquetschten“, fügte sie hinzu. Er soll dann innegehalten und gefragt haben: „Gibt es Schwarze hier?“ Carter sagt, dass sie viel zu große Angst hatte, um zu antworten, dass aber ein Schwarzer in einer der Kabinen antwortete: „Ja, wir sind hier sechs oder sieben.“” Da meinte Mateen: „Wisst ihr, ich habe keine Probleme mit Schwarzen. Es geht hier um mein Land. Ihr habt schon genug gelitten.“ Der Attentäter war in New York geboren, seine Eltern kommen aus Afghanistan. Carter, die aus Philadelphia stammt, sagt, dass Mateen mehrere Gespräche mit den Leuten im Waschraum hatte, bis die Polizei ein Loch in die Wand des Waschraums rammte, das Feuer eröffnete und den Raum mit Wasser flutete.            

Großbritannien
EU-Referendum: Elmar Brok warnt Briten vor Brexit

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„Neuen Deal und Rosinenpickerei wird es nicht geben“ Osnabrück (ots) – Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), hat die Briten vor falschen Erwartungen an einen Austritt aus der EU gewarnt. Brok sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir nehmen die Entscheidung der Briten am kommenden Donnerstag ernst. Das heißt bei einem Ja zum Austritt: Raus ist raus. Es täuscht sich, wer meint, hinterher einen neuen Deal aushandeln zu können, womöglich sogar mit noch mehr Ausnahmeregelungen als jetzt schon.“ Solche Rosinenpickerei werde es nicht geben. Der CDU-Abgeordnete warnte, wenn sich die EU nachgiebig zeige, würden Nachahmer ermuntert. „Das wäre für die Niederländer, Dänen oder Polen zu verführerisch.“ Brok erklärte, dass nach Vertragslage mögliche Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU nach zwei Jahren beendet sein müssten. Danach werde über neue Formen der Zusammenarbeit geredet. Diese Verhandlungen würden weitere fünf bis sieben Jahre dauern; alle Ergebnisse müssten in den nationalen Parlamenten und im Europaparlament ratifiziert werden. „Und es wird keine Sonderregelungen für Großbritannien mehr geben, wie sie in den letzten Jahrzehnten gewachsen sind.“ Der Europapolitiker kritisierte die aktuelle Migrationsdebatte in Großbritannien. Er betonte, niemand traue sich, darin die Wahrheit zu sagen. Die Bedenken richteten sich gar nicht in erster Linie gegen gegenwärtige Flüchtlinge. Hier würden Franzosen und Belgier die Briten bei der Grenzkontrolle ja sogar unterstützen und den Zustrom senken. „Es geht nicht um die Leute, die aus Pakistan kommen“, sagte Brok und betonte: „Die Brexit-Befürworter meinen vielmehr die Polen.“ Das sei der Kernpunkt der britischen Debatte. „Sie zielt auf die Freizügigkeit der Arbeitnehmer in der Europäischen Union“, erklärte der Christdemokrat.

"Spionage"-Prozess in Ägypten
Lebenslang für Mursi: Türkei verurteilt Willkürakt in Ägypten

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Ankara (nex) – „Wir bringen unsere tiefe Sorge zum Ausdruck und verurteilen die gegen Präsident Mursi, der sich seit 2013 im Gefängnis befindet, verhängte lebenslange Haftstrafe aufs Schärfste“, heißt es in einem auf der Webseite des türkischen Außenministeriums veröffentlichten Statement. „Wir sind der Überzeugung, dass diese Entscheidung nicht zum Frieden und zur Stabilität in Ägypten beitragen wird.“ Ägyptisches Strafgericht verurteilte Mursi zu lebenslanger Haft im „Spionage“-Prozess Gegen die Urteile kann Berufung eingelegt werden. Ein ägyptisches Strafgericht hat am gestrigen Samstag den ehemaligen Präsidenten Mohammed Mursi wegen Spionage und Weitergabe von Staatsgeheimnissen zu lebenslanger Haft verurteilt. Mursi und weitere zehn Mitangeklagte wurden von der vom ägyptischen Militär unterstützten Regierung beschuldigt, während seiner einjährigen Amtszeit für Katar spioniert und Staatsgeheimnisse an dieses verraten zu haben. Des Weiteren bestätigte das Gericht die Todesstrafe wegen angeblicher Spionage für Katar gegen sechs Angeklagte, unter denen sich auch zwei Al-Jazeera-Mitarbeiter befinden. Mursi wurde auch wegen der Führung einer terroristischen Gruppierung, der Muslimbruderschaft, die Ägypten Ende 2013 auf die schwarze Liste gesetzt wurde, zu lebenslange Haft verurteilt. Die beiden Berater des ehemaligen Präsidenten wurden in derselben Sache ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. Der ehemalige Präsident und weitere Mitangeklagte wurden wegen angeblicher Weitergabe geheimer Dokumente an Katar zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach Mursi jedoch vom Vorwurf der Spionage für Katar frei. Das Land war der Hauptunterstützer der damaligen Mursi-Regierung. Gegen die Urteile kann Berufung eingelegt werden „Wir werden gegen die Urteile Rechtsmittel einlegen“, erklärte Mursis Verteidiger Abdel-Moneim Abdel Maksoud gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Die Muslimbruderschaft hat die Urteile gegen Mursi scharf kritisiert und angekündigt, Proteste „bis zur Wiederherstellung von Mursis Legitimität“ durchzuführen. Der erste demokratisch gewählte Präsident von Ägypten wurde 2013 nach nur einjähriger Amtszeit infolge von Protesten gegen seine Präsidentschaft mit einem Militärputsch entmachtet. Seitdem wurde er mit lebenslanger Haft und Todesstrafe wegen „Verschwörung gegen Ägypten” in Zusammenarbeit mit der palästinensischen Hamas-Organisation und der libanesischen Partei Hisbollah und wegen Ausbruchs aus dem Gefängnis im Jahr 2011 belegt. Des Weiteren wurde er zu 20 Jahren Haft wegen angeblichen Mordes verurteilt. Der ehemalige Präsident muss sich auch wegen „Beleidigung“ der ägyptischen Justiz verantworten. Mursi und seine Mitangeklagten sowie eine Reihe unabhängiger Beobachter sagen, dass die Anklagen politisch motiviert sind. Nach Mursis Sturz und Verhaftung haben die ägyptischen Behörden die brutale Niederschlagung der Muslimbruderschaft gestartet, bei der bereits Hunderte Menschen getötet und Zehntausende inhaftiert wurden, während die Beziehungen zwischen Kairo und Doha an einen Tiefpunkt gelangt sind.    

Armenien-Resolution
Türkei weist EU-Bericht wegen Genozid-Anerkennung zurück

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Türkei weist Bericht wegen Aufforderung zur Anerkennung des so genannten Genozids ab Brüssel (nex) – Die Ständige Delegation der Türkei zur EU wies den Fortschrittsbericht des Europäischen Parlaments zur Türkei wegen der darin enthaltenen Aufforderung, den so genannten Genozid an den Armeniern anzuerkennen, ab. Der Bericht, den das EU-Parlament mit 375 Ja- zu 133 Nein-Stimmen verabschiedete, erreichte die Ständige Delegation der Türkei am vergangenen Freitag. Nach Angaben anonymer diplomatischer Quellen wurde der Bericht wegen der darin enthaltenen Aufforderung, die Ereignisse von 1915 als einen „Genozid“ anzuerkennen, abgewiesen. Auch im vergangenen Jahr hatte die Türkei einen Bericht aus demselben Grund abgelehnt. Der damalige türkische EU-Minister Volkan Bozkir hatte erklärt: „Die Türkei wird den Fortschrittsbericht zur Türkei, über den am Donnerstag abgestimmt werden soll, ablehnen, sollte darin in irgendeiner Form der Ausdruck ‚Genozid an den Armeniern‘ vorkommen.“ Die Türkei lehnt den vermeintlichen „Genozid“ an den Armeniern ab, erkennt jedoch an, dass es auf beiden Seiten während des Ersten Weltkriegs zahlreiche Opfer gab. Aus der Sicht der Türkei kam es im Jahr 1915 zum Tod der Armenier in Ostanatolien, nachdem sich einige unter ihnen auf die Seite der Russen, somit also gegen die osmanischen Truppen, gestellt hatten. Eine darauffolgende Deportation der Armenier führte zu vielen Todesfällen. Die Türkei beschreibt die Ereignisse von 1915 als eine beidseitige Tragödie. Ankara rief wiederholt dazu auf, eine internationale Historikerkommission ins Leben zu rufen, um den Disput beizulegen.

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Nach 42 Jahren
Zypern: Erdgas könnte Wiedervereinigungprozess unterstützen

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Türkisch-zypriotischer Präsident erklärt, dass die Verhandlungen über das föderale System kurz vor dem Abschluss stünden. Lefkosa (nex) – Große Erdgasreserven im östlichen Mittelmeer sollen erkundet werden. Ein Großteil dieser Reserven befindet sich in zypriotischen Hoheitsgewässern. „Es wäre klug, einen Teil der Einnahmen aus den natürlichen Reserven im Mittelmeer zur Finanzierung der Lösung zu nutzen“, sagte der türkisch-zypriotische Präsident Mustafa Akinci. „Es wäre ein Beitrag zur Lösung.“ Die türkische und die griechisch-zypriotische Verwaltung verhandeln über die Wiedervereinigung der Insel in einem föderalen System. Akinci gab sein Statement nach dem letzten vom UN-Sondergesandten Espen Barth Eide organisierten Treffen mit seinem griechisch-zypriotischen Amtskollegen Nicos Anastasiades in Lefkosa ab. Der türkische Präsident teilte mit, dass die Verhandlungen fast vorbei seien und beim nächsten Treffen abgeschlossen werden könnten. Die Gespräche zwischen den beiden Parteien wurden im Mai letzten Jahres nach einem Streit über Gaserschließung im Oktober 2014 wiederaufgenommen. Die Insel wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei als Garantiemacht interveniert hatte.

Syrienkrise
Pentagon: Russland greift von USA unterstützte Gruppen in Syrien an

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Washington (nex) – Wie ein Angehöriger des Pentagon am gestrigen Freitag der Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte, hat Russland von den USA unterstützte Anti-IS (Daesh)-Kräfte in einer Reihe von Luftschlägen in Südsyrien in der Nähe von al Tanf an der Grenze zum Irak angegriffen. „Es waren einige Zeit keine russischen Flugzeuge über diesem Gebiet in Südsyrien aktiv, und es gab auch keine Bodentruppen des syrischen Regimes oder Russlands in der Nähe“, erklärte die anonyme Quelle aus dem Verteidigungsministerium weiter. Nach Berichten einiger US-Medien habe das US-Militär nach dem ersten Luftschlag Moskau über Notrufkanäle aufgefordert, den Angriff einzustellen. Der Pentagon-Angehörige machte jedoch keine Angaben dazu. „Die jüngsten Aktionen Russlands rufen ernsthafte Besorgnisse über dessen Absichten hervor“, erklärte er und fügte hinzu: „Wir werden Russland auffordern, eine Begründung zu dem Vorfall abzugeben und uns zuzusichern, dass das nicht wieder vorkommt.“