Muslim-Rat in Frankreich verurteilt Anschlag
Journalistin: „Auch viele muslimische Opfer in Nizza“
Nizza (nex) – Wie die Journalistin Maryam Violet gegenüber der britischen Zeitung Guardian erklärte, gebe es unter den Opfern des Anschlags auch viele Muslime. Violet befand sich wegen ihres Urlaubs zum Zeitpunkt des Anschlags am Strandboulevard Promenade des Anglais und wurde Zeugin des Angriffs.
Der französische Rat für muslimischen Glauben (CFCM) verurteilte den Anschlag aufs Schärfste und rief die Muslime im Land dazu auf, am heutigen Freitag für die Opfer des barbarischen Anschlags zu beten. Kurz nachdem Bekanntwerden der Tragödie verurteilte US-Präsident Obama den Anschlag aufs Schärfste und versicherte, dass Washington in Solidarität und Partnerschaft an der Seite seines ältesten Verbündeten stehe.
Mindestens 80 Menschen, unter ihnen Kinder, wurden getötet und weitere 20 verletzt, als ein LKW am gestrigen Donnerstag während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses (14. Juli 1789) in der südfranzösischen Stadt Nizza in eine Menschenmenge raste.
„Frankreich wurde an seinem Nationalfeiertag, der ein Symbol der Freiheit darstellt, getroffen“, sagte der französische Staatspräsident in einer landesweit im Fernsehen übertragenen Rede und teilte mit, dass der Ausnahmezustand, der am Ende dieses Monats enden sollte, für weitere drei Monate verlängert werden soll.
Ersten Berichten zufolge raste ein weißer LKW in die Menschenmenge und überfuhr über zwei Kilometer hinweg an der Promenade des Anglais Passanten, die ein Feuerwerk anlässlich des Nationalfeiertags ansahen. Laut Innenministerium starben mindestens 80 Menschen, zahlreiche weitere wurden demnach verletzt.
Hollande verurteilte den Terroranschlag: „Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terror bedroht“, betonte er. „Wir müssen absolute Wachsamkeit und unermüdliche Entschlossenheit an den Tag legen.“ Der Präsident führte weiter aus, dass sein Land seinen Einsatz in Syrien und im Irak gegen diejenigen verstärken werde, „die uns auf unserem eigenen Territorium angreifen.“
Mehrere Zeugen berichteten, dass der Fahrer, der während des Anschlags getötet wurde, aus dem LKW ausstieg und begann, um sich herumzuschießen. Ein anderer Zeuge erzählte dem französischen Fernsehsender BFMTV dass er weitere Männer mit Waffen in den Händen im LKW sitzen gesehen habe.
Die französische Tageszeitung Le Figaro zitiert Sicherheitskräfte, dass „mehrere Waffen, Gewehre und Handgranaten im LKW gefunden worden sind“.
Die lokale Zeitung Nice Matin und BFMTV berichteten, dass der Angreifer ein 31-jähriger Einwohner mit französisch-tunesischem Pass sei. Sicherheitsquellen hätten mitgeteilt, dass im LKW ein Ausweisdokument gefunden worden sei.
Der Anschlag fand kurz nach der Ankündigung des französischen Präsidenten statt, der erklärt hatte, dass der nach den tödlichen Anschlägen im vergangenen Jahr verhängte Ausnahmezustand nicht verlängert werde. Dieser hätte am 26. Juli geendet.
Flüchtlingslösungen
Syrische Flüchtlinge: UNO dankt Türkei für ihren Einsatz
UNO begrüßt Staatsbürgerschaftsinitiative der Türkei für syrische Flüchtlinge
New York (nex) – Der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stephane Dujarric, begrüßte am vergangenen Mittwoch die Pläne der Türkei, syrischen Flüchtlingen die türkische Staatsbürgerschaft zu gewähren.
Die internationale Gemeinschaft sei dankbar für die Bemühungen der Türkei, in die Flüchtlingskrise, die die Länder in der Region schwer getroffen, habe Entspannung zu bringen.
„Ich denke, dass die internationale Gemeinschaft für alles, was die türkische Regierung und das türkische Volk getan haben, unendlich dankbar ist“, sagte Dujarric während einer UN-Sitzung im Hauptquartier in New York. „Sie sind Millionen Syrern mit großer Gastfreundschaft begegnet, die in dem Land Zuflucht gefunden oder es als Zwischenstation auf ihrer Durchreise genutzt haben. Alles, was ihrem Leben Erleichterung oder Verbesserungen bringt, ist willkommen.“
Ankara plant, den mehr als 2,7 Millionen Syrern in der Türkei, die zum größten Teil in den Städten im Süden und Ballungszentren leben, die türkische Staatsangehörigkeit zu gewähren.
Ministerpräsident Binali Yildirim kritisierte am gestrigen Mittwoch den heimischen Widerstand gegen den Plan und bezeichnete die Gegner als „bösartig“.
Am vergangenen Dienstag erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus, dass Ankara daran arbeite, denjenigen Syrern die türkische Staatsbürgerschaft zu gewähren, die „für die Türkei nützlich sein können, nie in terroristische Aktivitäten verwickelt waren und eine Brücke zwischen der Türkei und Syrien bauen können.“
Erdogan hatte zu Beginn dieses Monats angedeutet, dass Millionen Syrer, die in der Türkei lebten, die Chance bekommen würden, Staatsbürger des Landes zu werden, das ihnen Schutz geboten habe.
Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg.
Seitdem wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen vertrieben.
Der Konflikt in Syrien, der UN-Angaben zufolge in die längste Flüchtlingskrise dieses Vierteljahrhunderts ausgeartet ist, hat mehr als vier Millionen Menschen, also ein Sechstel der Landesbevölkerung, gezwungen, Schutz in Nachbarländern zu suchen.
Weltbank-Bericht
Mega-Projekte: Türkei mit 44,8 Milliarden US-Dollar weltweit auf Platz eins
Izmir (nex) – Die Türkei hat im vergangenen Jahr mit sieben Mega-Projekten im Wert von insgesamt 44,8 Milliarden US-Dollar 40 Prozent der weltweiten öffentlich-privaten Investitionen verwirklicht. Wie es im Bericht der Weltbank für öffentlich-private Investitionen heißt, gingen im vergangenen Jahr die weltweit getätigten Investitionen von 111,7 auf 111,6 Milliarden US-Dollar zurück.
Des Weiteren ist dem Bericht zu entnehmen, dass die Türkei vor allem dank zwei türkischen Megaprojekten im Verkehrssektor, dem Istanbul Grand Airport (35,6 Milliarden US-Dollar) und der Gebze-Orhangazi-Izmir Autobahn (6,4 Milliarden US-Dollar) 40 Prozent aller globalen Investitionen anziehen konnte.
„Das Jahr 2015 wurde von Megaprojekten beherrscht, in dem eine Rekordzahl von 40 Projekten 500 Millionen US-Dollar überstiegen“, so die Weltbank. „Die Top-fünf-Länder mit den höchsten Investitionen im Jahr 2015 waren die Türkei, Kolumbien, Peru, die Philippinen und Brasilien, die eine Gesamtsumme von 74 Milliarden US-Dollar erreichten.“
Die Türkei hat im vergangenen Jahr mit ihren Investitionen den Spitzenreiter des Jahres 2014, Brasilien, überholt. Kolumbien belegt mit 18 Projekten den zweiten Platz. Brasilien landete mit 46 Projekten im Wert von 4,5 Milliarden Dollar auf dem fünften Platz.
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Tourismus
Moskau: Türkei und Russland treffen sich zu Gesprächen über Tourismus
Türkisches Komitee zu Gesprächen über Tourismus in Moskau erwartet
Ankara (nex) – Das türkische Außenministerium teilt mit, dass Russland türkische Bürokraten zu Gesprächen über Zusammenarbeit im Tourismussektor nach Moskau einlädt.
Wie das türkische Außenministerium am gestrigen Mittwoch in einem schriftlichen Statement mitteilte, sollen heute hochrangige türkische Bürokraten zur Wiederbelebung des Tourismus zwischen den beiden Ländern nach Moskau reisen.
Russland lud das türkische Komitee zur Erörterung der Zusammenarbeit im Tourismussektor und der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern ein. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im November vergangenen Jahres, das türkischen Luftraum verletzt hatte, waren die türkisch-russischen Beziehungen sehr angespannt.
Die türkischen Regierungsvertreter aus den Ministerien für Äußeres, Inneres, Kultur und Tourismus sowie Verkehr werden mit ihren russischen Amtskollegen in Moskau zusammenkommen.
Bei dem Treffen werde es um Sicherheitsmaßnahmen für die Touristen gehen, heißt es in dem Statement. Des Weiteren sollen Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Charterflüge zwischen den beiden Ländern getroffen werden. Am 30. Juni hatte Russland nach einem Telefongespräch des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan das Reiseverbot für russische Touristen in die Türkei aufgehoben.
Der türkische und der russische Außenminister waren anschließend am 1. Juli in Sotschi zur Beschleunigung des Normalisierungsprozesses der Beziehungen zusammengekommen. Wie der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus am gestrigen Mittwoch in einem TV-Programm ankündigte, werden auch Putin und Erdogan in naher Zukunft zusammenkommen.
„Die Komitees werden kommen und gehen“, so Kurtulmus. „Heute sprechen wir vielleicht über Kulturfragen und morgen über die finaziellen und Handelsbeziehungen.“
Kurtulmus wies darauf hin, dass die Reise des türkischen Komitees nach Russland ein positives Zeichen für den Normalisierungsprozess sei.
Terror in Frankreich
Nizza-Anschlag: „Attentäter trank Alkohol und lebte nicht nach dem Islam“
Der von der Polizei in Nizza getötete Attentäter war Medienberichten zufolge für nicht-terroristische Straftaten bekannt.
Nizza (nex) – Der Attentäter, der mindestens 84 Menschen in Nizza tötete, wurde von den örtlichen Medien als ein 31-jähriger Franco-Tunesier identifiziert. Die Regionalzeitung Nice-Matin teilte seinen Namen als Mohamed Lahouaiej Bouhlel mit. Der gebürtige Tunesier arbeitete als Lieferwagenfahrer. Der Vater von drei Kindern befand sich in einem Scheidungsprozess.
Bouhlels Ausweisdokumente wurden in dem Lkw, mit dem er am gestrigen Donnerstag in eine feiernde Menschenmenge raste, gefunden. Am Strandboulevard Promenade des Anglais hatten sich Tausende Menschen anlässlich des Nationalfeiertags versammelt, um sich das Feuerwerk anzusehen.
Die französischen Medien berichten, dass die Nachbarn des Attentäters diesen als einen einsamen, ruhigen, nichtreligiösen Menschen beschreiben. Er sei wegen nicht-terroristischer Straftaten polizeibekannt gewesen. Nice-Matin berichtet, dass die Polizei seine Wohnung durchsucht und Personen, die ihn kannten, befragt habe. Seinem Cousin zufolge trank er Alkohol und lebte nicht nach dem Islam. Er habe auch „Schweinefleisch gegessen“.
Unterdessen rief der Ministerpräsident Manuel Valls eine am morgigen Samstag beginnende dreitägige Staatstrauer aus.
„Das Ziel der Terroristen ist, uns Angst und Panik einzuflößen, aber Frankreich ist ein großes Land und eine große Demokratie, das keine Destabilisierung zulassen wird“, kündigte er in einer Fernsehansprache aus Paris an und fügte hinzu:
„Wir wollen die nationale Geschlossenheit erreichen. Die einzige Antwort darauf sollte ein vereintes Frankreich sein.“
"Nicht jeder Saudi ein Prinz"
Sicherheitsexperten warnen vor Betrügern beim Umbau der saudi-arabischen Wirtschaft
München (ots) – Der geplante Umbau Saudi-Arabiens vom Ölstaat in ein Industrieland ruft bereits jetzt verstärkt Mittelsmänner auf den Plan, darunter auch zahlreiche unseriöse, warnt das Sicherheitsunternehmen Corporate Trust in München.
„Wann immer große Aufträge und Milliardensummen am Horizont erscheinen, sind die Anbahner und Kontakthersteller sofort da und wollen gegen Provision Deals vermitteln“, warnte Sebastian Okada, verantwortlich bei Corporate Trust für Ermittlungen und Prävention von Wirtschaftskriminalität.
Aktuell gebe es Indikatoren für einen Anstieg der Aktivitäten fragwürdiger Mittelsmänner.
Dabei geht es etwa um Zahlungen für Leistungen oder Waren, deren Existenz nur vorgetäuscht wird, oder Anzahlungen für die Kontaktanbahnung. „Wir stellen in letzter Zeit vermehrt Fälle fest, bei denen selbst-proklamierte ‚Berater‘ versucht haben, Firmen hinters Licht zu führen. Natürlich ist nicht jeder Saudi, der eine goldene Visitenkarte hat, ein Mitglied der Königsfamilie – auch wenn das so auf seiner Webseite steht“, sagte Okada.
„Aber ohne Background Check ist ein Betrüger oft nicht von einem seriösen Geschäftsmann zu unterscheiden.“ Bei einem solchen Check werden die realen Hintergründe von Personen und Firmen aufgeklärt und mit nachvollziehbaren Quellen belegt.
Wie das „Handelsblatt“ am Dienstag berichtete, hat das Königreich jüngst die strategische Entscheidung getroffen, seine extrem vom Öl abhängige Wirtschaft in ein Industrieland nach deutschem Vorbild umzubauen. Der saudische Plan namens „Vision 2030“ bedeutet Mammut-Aufträge an die deutsche Wirtschaft quer über alle Branchen.
„Wenn jemand auf deutsche Industriemanager zugeht und Visitenkarten und Firmenwebseiten vorzeigt, heißt das noch nicht, dass er wirklich der ist, der er vorgibt zu sein“, sagte Okada. „Im Fahrwasser der Milliardenaufträge schwimmen viele Haie mit.“
Wutbürger
Schutz der Frauen vor Migranten: In Irland geht neue Bürgerwehr auf Patrouille
Dublin (nex) – Die rechte Bürgerwehr „Soldaten Odins“ (SoO) wurde im Oktober 2013 in Finnland gegründet. Sie gehen auf Patrouille um, so sagen sie, die Menschen, vor allem Frauen, vor Angriffen von Einwanderern zu schützen. Der Gründer der Bürgerwehr, Mika Ranta, ist ein bekennender Neo-Nazi, der wegen einer rassistisch motivierten Körperverletzung verurteilt wurde.
Ein irischer Ableger der Gruppe wurde in diesem Jahr gegründet und wird von einem Portugiesen aus Carlow angeführt. Sie posteten Fotos, die sie „auf Patrouille“ in Dublin, Wexford, Laois und Kilkenny zeigen.
Während sie in den Online-Medien sich damit brüsten, bereit zu sein, sich mit antirassistischen Gruppen anzulegen, erklärten sie gegenüber der Sunday World, dass sie nicht gewalttätig seien. Sie wiesen darauf hin, dass sie Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen wollten, doch gleichzeitig teilte ein führendes Mitglied der Gruppe online mit, dass er hoffe, dass eine Frau und ihre Familie Opfer einer Gruppenvergewaltigung würden.
Ein Sprecher der Soldaten Odins Irland erklärte gegenüber der Sunday World, das Ziel der Gruppe sei, „das Übel des Islams aufzuzeigen und eine Debatte darüber anzufangen, wie die Anhänger des islamischen Glaubens dazu kämen, zu verlangen. dass wir ihrem Weg Respekt zollen und uns nach ihnen richten.“
Er stellte klar, dass die Gruppe nicht gewalttätig sei, fügte jedoch hinzu: „Wir werden uns, falls erforderlich, verteidigen.“
Er sagte, dass die Gruppe aus vielen verschiedenen Nationalitäten bestehe, musste jedoch zugeben, dass sie keine schwarzen Mtigleder hätten.
"Siedlungsaktivitäten sind mit Zweistaatenlösung nicht vereinbar"
UNO und Türkei rufen Israel zum Siedlungsstopp auf
US-Botschafterin bei der UNO: „Siedlungsaktivitäten sind mit Zweistaatenlösung und Friedensbemühungen nicht vereinbar und kontraproduktiv“
New York (nex) – UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat an die israelische Regierung appelliert, seine Siedlungspolitik zu stoppen und den Weg für eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten freizumachen. Die Siedlungen stellten „eine eklatante Missachtung internationalen Rechts“ dar, erklärte Ban am gestrigen Dienstag in seiner Ansprache während einer UNO-Sitzung.
Kurz nachdem das Nahost-Quartett die israelische Regierung zum Stopp des Siedlungsbaus auf palästinensischem Territorium aufgerufen hatte, eröffnete Israel seine Pläne zum Bau von 560 neuen Wohneinheiten im Westjordanland und weiteren 240 in Ostjerusalem.
„Diese Handlungen stellen einen unleugbaren Widerspruch zu Israels offizieller Unterstützung einer ausgehandelten Zweistaatenlösung dar“, stellte Ban fest und fuhr fort: „Ich fordere Israel eindringlich auf, diese Pläne einzustellen und rückgängig zu machen.“
Ban rief den palästinensischen und israelischen Führer dazu auf, mit dem Nahost-Quartett zusammenzuarbeiten, das aus der UNO, den USA, der EU und Russland besteht. Die Botschafterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, brachte ebenfalls ihre Sorge über Israels Pläne vom Juli zum Bau von noch mehr Siedlungen auf palästinensischem Territorium zum Ausdruck.
„Sollten diese umgesetzt werden, wäre dies der letzte Schritt hin zu einem systematischen Prozess der Landnahme, des Siedlungsausbaus und der Legalisierung von Außenposten, was die Aussichten auf eine Zweistaatenlösung in erheblicher Weise untergräbt“, betonte Power. „Siedlungsaktivitäten sind mit der Zweistaatenlösung nicht vereinbar und kontraproduktiv für die Sache des Friedens.“
Die Türkei, die an der Sitzung teilnahm, brachte hinsichtlich der Siedlungen und der Landnahme ebenfalls ihre Vorbehalte über die sich verschlechternde Situation vor Ort zum Ausdruck.
„Der Ausbau illegaler Siedlungen sowie die Landbeschlagnahme, die Vertreibung einheimischer Communities, das Verweigern des Rechts der Palästinenser, natürliche Ressourcen zu nutzen und das Vorherrschen der Kultur der Straflosigkeit untergraben die Realisierbarkeit einer Zweistaatenlösung“, erklärte Ankara.
In seinem Bericht vom 1. Juli erklärte das Quartett, dass im israelisch-palästinensischen Konflikt die Zweistaatenlösung weiterhin „der einzige Weg für einen dauerhaften Frieden“ sei, die aktuelle Lage jedoch deren Realisierbarkeit gefährde.
Somalia
Nach PKK und IS erklärt nun auch Al-Shabaab die Türkei zum Feind
Al-Shabaab erklärt Türkei zur Feindin Somalias
Im Statement des neuen Rebellenführers wird die Türkei erstmals ausdrücklich bedroht.
Mogadischu (nex) – Der neue Anführer der Al-Shabaab-Miliz hat seine erste Propagandarede dazu genutzt, der Türkei zu drohen. Dies war das erste Mal, dass das Land von einem der somalischen Hardline-Rebellen explizit erwähnt wurde.
Ahmed Umar Abu Ubaidah veröffentlichte die 45-minütige aufgenommene Rede am gestrigen Dienstag. Es war sein erstes Statement, seit er nach dem Tod seines Vorgängers durch einen US-amerikanischen Drohnenangriff zum neuen Anführer des al-Qaida-Ablegers ernannt wurde.
Abu Ubaidah, der in Somali sprach, erklärte: „Das türkische Volk ist der Feind unseres Volkes. Unsere Wirtschaft befindet sich in Turbulenzen, weil die Türkei sich in unsere Angelegenheiten einmischt. Sie haben unsere Wirtschaft unter ihrer Kontrolle und ihre Handlungen werden uns der Armut überlassen.“
Die Rede kommt einen Monat nach der Eröffnung einer großen Botschaft in dem kriegszerrütteten Land durch den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan während seiner Afrikareise.
Somalia, das seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in den frühen 1990-er Jahren eine der weltweit schlimmsten humanitären Katastrophen erlebt, erhielt wenig Hilfe von den Weltnationen; die Türkei hingegen stellte 2011 einen Betrag in Höhe von 350 Millionen US-Dollar für die humanitäre Unterstützung des Landes zur Verfügung.
Im März dieses Jahres eröffneten al-Shabaab-Milizen auf Fahrzeuge, in denen Ärzte unterwegs waren, das Feuer und töteten dabei zwei türkische und drei somalische Mediziner.
Einen Tag vor Erdogans Ankunft in Somalia im Juni sprengten die Terroristen ein Fahrzeug in der Nähe eines Hotels, in dem türkische Delegierte zusammengekommen waren, um letzte Details des Besuchs des Präsidenten abzustimmen, in die Luft. Bei dem Anschlag wurden zwei Menschen getötet. 2013 fuhren al-Shabaab-Milizen ein mit Sprengsätzen beladenes Auto in ein Geschäftshaus, in dem sich das Personal der türkischen Botschaft aufhielt. Hier gab es drei Tote.
Die Türkei begann ihre Somalia-Initiative im Jahr 2011. Damals leistete sie humanitäre Soforthilfe, als es wegen der Dürre und Hungersnot in dem Land zu Todesfällen kam. Seitdem spielt die Türkei eine wichtige Rolle in Somalia. Sie holte das Land aus der Isolation heraus, indem sie die Region modernisieren und den Hauptflughafen in Mogadischu wiederaufbauen ließ.
Beim Wiederaufbau der vom Krieg zerstörten Infrastruktur Somalias war die Entwicklungshilfe das Hauptinstrument. Die Arbeiten wurden vom Türkischen Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) unterstützt. Die Türkei hat auch in der Landwirtschaft und Fischerei ihre Hilfe angeboten.
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Benefizspiel mit Maradona und Messi
Ex-Barcelona-Star Samuel Eto’o dankt Präsident Erdogan
Antalya (nex) – Maradona, Messi, Suarez, Neymar und andere Fußballstars werden an dem vom Antalyaspor-Spieler Samuel Eto’o ausgerichteten Benefizspiel teilnehmen.
Wie die private Stiftung von Samuel Eto’o am vergangenen Samstag mitteilte, werden etwa 33.000 Zuschauer zu einem Benefizspiel erwartet, das von dem Fußballer aus Kamerun in der Südtürkei organisiert wird.
Die Provinz Antalya werde nach Angaben der Stiftung des Fußballprofis aus aller Welt mit Rang und Namen empfangen – so zum Beispiel Lionel Messi, Neymar und Eden Hazard –, um die Arbeit der Stiftung in den Bereichen Gesundheit und Bildung für Kinder in Afrika zu unterstützen.
„Das Match, das mit der Unterstützung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan stattfinden wird, wird einen bedeutenden Einfluss auf den Tourismus in der Türkei haben“, heißt es in einem von den Organisatoren veröffentlichten Statement. „Es werden etwa 33.000 Zuschauer das Spiel ansehen.“
Nachdem Eto’o Präsident Erdoğan, der bereitwillig der Einladung für das Benefizspiel der Stiftung des Kameruners nachgekommen war, persönlich am Flughafen abgeholt hatte, sendete er über Facebook, Twitter und İnstagram eine Dankesbotschaft:
„Ich bedanke mich beim Präsidenten Erdoğan, Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu und dem Bürgermeister von Antalya, Menderes Türel, für ihre Unterstützung und Teilnahme an dem Benefiz-Spiel, das ich auf Grund des zehnjährigen Jubiläums der von mir gegründeten Hilfsorganisation in meiner derzeitigen Heimat und einer der schönsten Städte der Welt, Antalya, veranstalten werde. Die Kinder aus Kamerun werden sie nie vergessen!“
Luis Suarez, Diego Maradona, Francesco Totti, Michael Essien, Xavi, JayJay Okocha, Pierre Emerick Aubameyang und der türkische Fußballstar Arda Turan werden ebenfalls an dem für den 16. Juli geplanten Benefizspiel teilnehmen.
Eto’o, der zurzeit für den türkischen Fußballverein Antalyaspor spielt, war in der Vergangenheit ein Real Madrid- und Barcelona-Star. Die Samuel Eto’o Private Foundation wurde 2006 gegründet und ist eine hauptsächlich in Westafrika tätige Non-Profit-Organisation.


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