Terror in der Türkei
Anschlag auf Polizeigebäude in Osttürkei: PKK verletzt zwei Kinder

0
Van (nex) – Zwei Kinder wurden am gestrigen Montagabend bei einem Terroranschlag der PKK im Osten der Türkei verletzt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen griffen die PKK-Terroristen ein Polizeigebäude im Distrikt Ipekyolu der Provinz Van mit Raketen und Gewehren an. Die Wucht des Anschlags ließ die Fenster eines Hauses in der Nähe zersplittern. Die beiden vier- und zweijährigen Kinder in dem Haus wurden dabei verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. In Van fand vor Kurzem eine Anti-Terror-Operation gegen die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestufte PKK statt. Letztere nahm im Juli 2015 seinen über 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen mehr als 600 Sicherheitskräfte sowie zahlreiche Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet, während bei Anti-Terror-Einsätzen über 7.000 PKK-Terroristen eliminiert wurden.

Future Energy Forum
Kasachstan setzt ungeachtet des Ölpreises seinen Ausbau der erneuerbaren Energie fort

Astana, Kasachstan (PRN) – Kasachstan wird die aktive Entwicklung erneuerbarer Energiequellen in den kommenden Jahrzehnten ungeachtet des Ölpreises fortsetzen; dies erklärte der kasachische Energieminister Kanat Bozumbayev beim Future Energy Forum in Astana. Der Minister betonte, die kasachische Regierung habe mit der Entwicklung von Ökostrom begonnen, als der Ölpreis bei 120 USD pro Barrel stand, und würde ihre Anstrengungen auch dann weiter fortsetzen, wenn er unter 20 USD pro Barrel fielen. „Kasachstan wird seine erneuerbaren Energiequellen bis 2020 nach und nach in den nationalen Energiemix integrieren. Von 2020 bis 2030 wird das Land einen aktiveren Ansatz verfolgen. Um dies zu erreichen, haben wir einen Regulierungsrahmen geschaffen sowie klare Indikatoren, mit deren Hilfe wir die Entwicklung des staatlichen Planungssystems überwachen können, und technische Instrumente, um das Potenzial abzuschätzen“, so Bozumbayev. „Die Republik verfügt schon jetzt über mehr als 48 in Betrieb befindliche Anlagen für die Gewinnung erneuerbarer Energie mit einer Gesamtkapazität von 252,37 MW (hydroelektrische Kraftwerke – 122,99 MW, Windkraftanlagen – 71,87 MW, Solarstromanlagen – 57,16 MW; Biogasanlagen – 0,35 MW), die 0,94 % der in Kasachstan produzierten Energie beisteuern“, fügte ein weiterer Forumsteilnehmer hinzu, Magzum Mirzagaliev, der stellvertretende Energieminister von Kasachstan. Bis 2020 beabsichtigen die Regierungsbehörden, 23 Solarstromanlagen, ca. 20 Windkraftanlagen, mehr als 20 hydroelektrische Kraftwerke und eine Reihe hydroelektrischer Minikraftwerke in Auftrag zu geben. Dem kasachischen Energieminister zufolge hat Kasachstan seinen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemission von 2021 bis 2030 festgelegt: 15 % als absolutes Ziel und 25 % als hypothetisches Ziel bis 2030 im Vergleich zu 1990. Darüber hinaus wird bis 2020 die Produktion von Erdgas etwa 65 Mrd. Kubikmeter pro Jahr erreichen. Dieses Jahr wird die Produktion auf etwa 43 Milliarden Kubikmeter geschätzt. „Neben dem Anschub des Exports von Erdgas ermöglicht es uns die Erhöhung der Produktion, Gas auf dem inländischen Markt einzusetzen und gasbefeuerte Stromerzeugung anstelle von Kohlestrom zu nutzen. Dies wird uns dabei helfen, die Umweltauswirkungen des nationalen Energiesystems zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu reduzieren“, merkte Bozumbayev an. Die internationale Sonderausstellung EXPO-2017 mit dem Thema „Future Energy“ [Energie der Zukunft], die im nächsten Jahr in Astana stattfinden wird, ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des nationalen Programms für die Entwicklung grüner Energie. Der Vorstandvorsitzende der Landesgesellschaft Astana EXPO-2017, Akhmetzhan Yessimov, der auch eine Rede beim Forum hielt, wies darauf hin, dass die „EXPO-2017 eine wichtige wissenschaftliche und politische Rolle bei der Schaffung eines neuen grünen Modells für die Weltwirtschaft spielt. Bis jetzt haben 103 Länder und 17 internationale Organisationen ihre Teilnahme an der EXPO-2017 in Astana bestätigt. Die Konstruktion läuft nach Plan: Wir haben bereits 85 % der Arbeiten abgeschlossen. Mehr als 13.700 Menschen und 560 Ausrüstungseinheiten sind am Konstruktionsprozess beteiligt“, teilte er mit. Über die EXPO-2017 in Astana Die internationale Sonderausstellung EXPO-2017 in Astana zum Thema „Future Energy“ [Energie der Zukunft] ist eine Ausstellung und Freizeitveranstaltung, die zwischen vom 10. Juni bis zum 10. September 2017 in Astana stattfinden wird. Die Ausstellung läuft über 93 Tage und verspricht, eines der spektakulärsten Kulturereignisse des Jahres 2017 zu werden. Mehr als 3.000 thematische, kulturelle und unterhaltsame Events sollen im Rahmen der Ausstellung stattfinden. Es wird erwartet, dass die Veranstaltung insgesamt 5 Millionen Mal besucht wird. Als Teil der Astana EXPO-2017 werden weltweite Strategiedokumente aufgesetzt, um eine energieeffiziente Lebensweise und die breite Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern.

"Unser erster Lehrer ist Mustafa Kemal Atatürk"
Georgien: Neue türkische Schule als Alternative zu Gülen-Einrichtung

Batumi (nex) – In der georgischen Küstenstadt Batumi öffnete am Montag die erste vom türkischen Staat betriebene Schule ihre Pforten. Die 24 Klassenzimmer umfassende Türkische Schule Batumi, die unter Mithilfe des Vorstandschefs der Metro-Holding, Galip Öztürk, errichtet worden war, hat auch bereits begonnen, ihre Bildungsaktivitäten zu entfalten. Der Bildungsberater an der türkischen Botschaft in Tiflis, Tufan Karadeniz, sprach während der Eröffnungszeremonie von „neuen Leben und einem Seufzer der Erleichterung“, die sich unter türkischen Bürgern in Batumi ausbreiten. Die Schule werde dem türkischen Lehrplan folgen und dem Bildungsministerium unterstehen. Auch der türkische Generalkonsul in Batumi, Yasin Temizkan, unterstrich die Bedeutung der Lehranstalten und machte deutlich: „Unsere Werte sind offensichtlich. Unsere Fahne ist offensichtlich. Unser erster Lehrer ist Mustafa Kemal Atatürk. Wir brauchen auch keine Ratschläge irgendwelcher anderer Leute. Lasst uns unsere Kinder erziehen, ihnen unsere Werte mitgeben und unsere Fahne. Lasst unsere Kinder unser Land voranbringen.“ Die Einrichtung der Schule kam gerade zur rechten Zeit für viele türkische Staatsbürger und ihre Kinder in Batumi. Diese hatten mangels vorhandener Alternativen für türkische Bildung Verträge mit der Sahin Grundschule und der weiterführenden Schule in Batumi, die jedoch Verbindungen zur sogenannten FETO hatte. Die türkischen Eltern meldeten nach dem mutmaßlich von diesem Geheimbund organisierten Putschversuch vom 15. Juli ihre mehr als 100 Kinder von der Schule ab und stattdessen an der neu errichteten Türkischen Schule Batumi an. „Nationale Einheit und Solidarität machen ein Land aus“, erklärte Kenan Eminoğlu, ein betroffener Vater, seinen Schritt. „Das ist mit einer nationalen Erziehung möglich. Unsere Nation verteidigt diese Werte. Deshalb schicke ich meine Kinder jetzt an diese Schule.“ Die Fethullistische Terrororganisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen wird beschuldigt, mehrere Versuche unternommen zu haben, mithilfe ihrer Anhänger innerhalb des Staatsapparats die gewählte Regierung von innen heraus zu stürzen, zuletzt am 15. Juli mithilfe eines versuchten Militärputsches, bei dem 240 Menschen ums Leben kamen und 2200 verletzt wurden. Gülen soll bereits über Jahrzehnte hinweg strategisch daran gearbeitet haben, die staatlichen Institutionen zu unterwandern und einen von ihm dirigierten „Parallelstaat“ zu errichten.  

"Jenseits kommerzieller Interessen"
Die Finalisten des New Music Award 2016 stehen fest

0
Berlin (ots) – Auf geht’s nach Berlin – die Finalisten für den New Music Award 2016 stehen fest! Die jungen Radioprogramme der ARD nominieren die neun talentiertesten Newcomer, Musiker und Bands aus ganz Deutschland: Ansa Sauermann, Chefboss, Giant Rooks, Kytes, L’aupaire, Phaenotypen, Teesy, Tiavo und Van Holzen. Die Finalisten zeigen ihre musikalischen Qualitäten am Freitag, 9. Dezember 2016 in den legendären Probehallen von Black Box Music in Berlin. Live und vor Publikum spielen sie dort, wo sonst renommierte Bands wie Rammstein, Sido oder Die Ärzte ihre großen Tourneen proben. Wer den begehrten New Music Award mit nach Hause nehmen darf, entscheidet eine unabhängige Jury mit Vertretern der beteiligten Sender sowie Branchenexperten. Nominierte Künstler und Bands: Ansa Sauermann aus Dresden – MDR Sputnik Chefboss aus Hamburg – N-JOY (NDR) Giant Rooks aus Hamm – 1LIVE (WDR) Kytes aus München – PULS (BR) L’aupaire aus Gießen – YOU FM (hr) Phaenotypen aus Worpswede bei Bremen – Bremen Vier (Radio Bremen) Teesy aus Berlin – Fritz (rbb) Tiavo aus Saarbrücken- 103.7 UNSER DING (SR) Van Holzen aus Ulm – DASDING (SWR) Der New Music Award ist eine Gemeinschaftsproduktion von Bremen Vier (Radio Bremen), DASDING (SWR), 1LIVE (WDR), Fritz (rbb), MDR SPUTNIK, N-JOY (NDR), PULS (BR), 103.7 UnserDing (SR) sowie YOU FM (hr). Die Gewinner des New Music Award in den vergangenen Jahren waren Kraftklub aus Chemnitz, Exclusive aus München, Bonaparte und Lary, beide aus Berlin, Tonbandgerät aus Hamburg, Antilopen Gang aus Düsseldorf und Aachen, Captain Capa aus Bad Frankenhausen sowie OK Kid (ehemals Jona:S) aus Gießen. Sie bespielen inzwischen erfolgreich große Hallen und Festivals in Deutschland. Riesige Chance für die Zukunft In Deutschland gibt es zahlreiche musikalische Talente mit enormem Potenzial in Songwriting und Live-Performance, die im schnelllebigen Musikbusiness oft nicht ausreichend wahrgenommen werden. Die hoffnungsvollsten Newcomer zu finden und zu fördern, ist ein wichtiges, gemeinsames Anliegen der neun jungen Radioprogramme der ARD. Mit geballter Kompetenz und breitem Netzwerk bieten sie vielversprechenden Musikern bereits zum neunten Mal mit dem New Music Award die Chance, sich deutschlandweit zu präsentieren, und sorgen für die wichtige Öffentlichkeit jenseits kommerzieller Interessen.

UN-Generalversammlung
Erdogan: „Die Welt ist größer als fünf“

0
Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am gestrigen Montag auf einer Pressekonferenz vor seiner Abreise nach New York, dass er auf der 68. UN-Generalversammlung den Kampf gegen den Terror des Gülen-Netzwerks FETÖ, der PKK und des IS (Daesh) sowie den Erfolg der Militäroperation Schutzschild Euphrat und die zur Korrektur der Struktur des UN-Sicherheitsrats notwendigen Reformen ansprechen werde. „Meine Rede auf der Generalversammlung wird einen guten Anlass bieten, den anderen Staaten die vom FETÖ – der Gruppe, die hinter dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli steckt – ausgehende Bedrohung zu erläutern“, sagte Erdogan. „Wir enthüllen die dunklen Seiten des FETÖ bei jeder Gelegenheit. Von nun an wird kein Land mehr ein sicherer Hafen für FETÖ sein.“ Erdogan fügte hinzu, dass er auch seinen berühmten Ausspruch „Die Welt ist größer als die fünf“ wiederholen werde, den er bereits mehrmals auf verschiedenen Plattformen in Anspielung auf das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats getätigt hatte. Der türkische Präsident weist schon seit Längerem darauf hin, dass die Struktur des UN-Sicherheitsrats geändert werden sollte, da es nicht gerecht sei, dass lediglich fünf Staaten bei die ganze Welt betreffenden wichtigen Fragen ein Vetorecht hätten, während andere Länder in dem Rat gar nicht vertreten seien. Erdogan nimmt an der 71. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung sowie an der Generaldebatte mit dem Thema „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung: Ein gemeinsamer Kraftakt zur Transformation unserer Welt“ teil. Er wird während des UN-Gipfels auch mit US-Vizepräsident Joe Biden, dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani, dem katarischen Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, dem japanischen Premierminister Shinzo Abe sowie dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras zusammenkommen. Erdogan wird des Weiteren am von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon organisierten Arbeitsessen sowie an dem von US-Präsident Barack Obama und der First Lady Michelle Obama ausgerichteten Empfang teilnehmen.

Türkei
Istanbul: Neuer Rekord für Starts und Landungen am Atatürk-Flughafen

Ankara (nex) – Der Atatürk-Flughafen Istanbul, am 28. Juni noch Ziel eines blutigen Terroranschlages mit mindestens 36 Toten und fast 150 Verletzten, hat am Sonntag mit 1500 Start- und Landevorgängen an einem Tag einen neuen Rekord aufgestellt. Dies teilte die Flughafenverwaltung am Montag mit. Mit nicht weniger als 749 Landungen und 751 Starts übertraf der elftgrößte Flughafen der Welt seinen bisherigen Rekord von 1478 Starts und Landungen in 24 Stunden, der auf den 9. September datiert. Dem Internationalen Rat der Flughafenbetreiber (ACI) zufolge fertigte der Atatürk-Flughafen im Vorjahr 61,8 Millionen Passagiere ab. „Dem Terror im Juni und dem Putschversuch vom 15. Juli zum Trotz zeigt der große Erfolg den anhaltenden Aufstieg der türkischen Luftfahrt“, freut sich Serdar Hüseyin Yıldırım, der Vorsitzende des Generalsekretariats der staatlichen Flughafenbehörde (DHMI) in einer Erklärung und unterstreicht: „Der neue Rekord verdeutlicht auch, wie wichtig der neue Flughafen in Istanbul wird.“ Dem türkischen Transportministerium zufolge soll der immer noch im Bau befindliche dritte Flughafen der Bosporusmetropole im Februar 2018 eröffnet werden. Das Konsortium aus den türkischen Unternehmen Cengiz, Kolin, Limak, Mapa und Kalyon hatte im Jahre 2013 die Ausschreibung für das Projekt für sich entschieden. Für den Betrieb des Flughafens über 25 Jahre, beginnend mit dem Jahr 2017, sollen die Unternehmen dem Staat 22,1 Milliarden Euro an Pacht bezahlen. Der neue Flughafen soll eine jährliche Abfertigungskapazität von 150 Millionen Passagieren aufweisen und damit zum größten Luftfahrtknotenpunkt Europas werden. Vor allem Turkish Airlines als Aushängeschild der türkischen Luftfahrt soll den Flughafen nutzen. Das Unternehmen, das zu den weltweit am schnellsten expandierenden zählt, fliegt derzeit mehr als 270 internationale Zielflughäfen an.

Mehr zum Thema:

Weltgrößter Flughafen: Mehr als 13.000 Menschen aus sechzehn Ländern beschäftigt

 

Berlin
Kabinett beschließt am Mittwoch Milliardenpaket für Nahverkehr

Düsseldorf (ots) – Insgesamt wird der Bund in diesem Jahr 8,2 Milliarden Euro an die Länder zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehr überweisen. Das Bundeskabinett wird den entsprechenden Gesetzentwurf nach Informationen der „Rheinischen Post“ am Mittwoch verabschieden. Das Gesetz zu diesen sogenannten Regionalisierungsmitteln gilt rückwirkend ab Januar 2016. In den Folgejahren wächst die Summe jeweils um 1,8 Prozent auf mehr als 10,5 Milliarden Euro im Jahr 2031. Das geht aus dem Gesetzentwurf des Bundesverkehrsministeriums hervor, der der „Rheinischen Post“ vorliegt. Mit diesem Geld sollen die Länder eine angemessene Versorgung mit öffentlichem Nahverkehr sicherstellen. Das Gesetz verpflichtet sie dazu, dem Bund die Verwendung der Mittel nachzuweisen. Im Mai hatten sich die Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung darauf verständigt. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet das 1,28 Milliarden Euro im Jahr 2016, im kommenden Jahr sind es 1,33 Milliarden, und bis 2031 klettert die Summe auf knapp zwei Milliarden Euro (1,98 Milliarden). Der für Verkehrspolitik zuständige SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte der „Rheinischen Post“, der Bund investiere 8,2 Milliarden Euro in den Schienenpersonennahverkehr, damit Pendler zu fairen Preisen gut zur Arbeit und nach Hause kämen. „Mit dem Gesetz wird endlich Rechtssicherheit geschaffen“, sagte Bartol. Die Mittel könnten nun ohne Risiko an die Länder ausgezahlt werden.

Sicherheitszone gegen IS
Syrien: Erdogan verspricht Verfünffachung von Sicherheitszone gegen IS

0
Ankara (nex/eurasia) – Von der Türkei unterstützte Rebellen könnten ihre Einflusszone in Nordsyrien ausweiten, indem sie gegen die Terrormiliz IS (Daesh) weiter im Süden in el-Bab vorrücken. Das sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag.
Die türkische Sicherheitszone könnte schließlich ein IS-freies Territorium von 5.000 Quadratkilometer umfassen, versprach Erdogan bei einer Pressekonferenz vor seiner Abreise nach New York. Dort wird er eine Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen abhalten. Ankara startete vergangenen Monat in Nordsyrien eine Militäroperation gegen die Terrormiliz IS und den PKK-Ableger, auch PYD/YPG genannt, unter dem Namen „Schutzschild Euphrat“. Die Türkei schloss den letzten Streifen des IS zur türkischen Grenze.
„Als Teil der Operation befreiten die Einheiten bereits 900 Quadratkilometer. Dieser Bereich bewegt gen Süden“, sagte Erdogan. „Wir könnten den Bereich auf 5.000 Quadratkilometer als Teil der Sicherheitszone ausweiten.“
Die Türkei spricht sich seit Langem für die Etablierung einer „Sicherheitszone“ an ihrer syrischen Grenze aus. Das Ziel ist es, den IS und die kurdische YPG zurückzudrängen. Außerdem soll die Pufferzone den syrischen Flüchtlingsstrom auffangen.
Westliche Alliierte lehnen diese Idee noch ab, da diese Zone signifikante Bodentruppen und Kampfflugzeuge zur Sicherheit erfordere. Die Türkei ist bereit, weitgehende Ressourcen für eine solche Operation zur Verfügung zu stellen. Sie wirbt allerdings für die Errichtung einer No-Fly-Zone. Erdogan sagte am Montag, dass sich pro-türkische Rebellen der Freien Syrischen Armee, die sich aus syrischen Arabern und Turkmenen zusammenstellt, auf die Befreiung von el-Bab fokussieren.
„Dscharablus und al-Rai wurden gesäubert. Jetzt fokussieren wir uns auf el-Bab. Wir gehen dort hin und stoppen den IS, eine Gefahr für uns zu sein“, sagte er.
Die Einnahme von el-Bab, welche am südlichen Rand der potenziellen türkischen Pufferzone liegt, ist auch entscheidend für Pläne der Türkei, Bewegungen der kurdischen YPG zu kontrollieren. Das teilten Analysten mit.Die Herausforderung von Ankara ist es nun, die fragmentierte Freie Syrische Armee in eine zusammenhängende Kraft als Gegenwicht zur YPG aufzubauen.

Mehr zum Thema:

Syrien: Türkisch-arabische Koalition befreit zehn weitere Gebiete


Die Türkei, ein NATO-Mitglied und Teil der US-geführten Anti-IS-Koalition, betrachtet die von den USA unterstützte YPG als eine terroristische Vereinigung. Ankara fürchtet, dass das Vorrücken der YPG in Syrien Aufstandsbewegungen im kurdisch geprägten Südosten der Türkei beflügeln könnte.
Erdogan kritisiert die USA regelmäßig für ihre Praxis der YPG-Unterstützung. Nicht ganz zu unrecht. Am Montag sagte der türkische Präsident, Washington verschlimmere bestehende Spannungen in der Region. Er verwies auf einen Zwischenfall vergangene Woche, als eine kleine Zahl US-Spezialeinheiten die Stadt al-Rai betraten und von der Freien Syrischen Armee gezwungen wurden, wieder abzuziehen.
Die US-Spezialeinheiten rückten in die Stadt ein, um Luftschläge gegen den IS zu koordinieren.
„Die syrische Armee will keine Einmischung von US-Spezialeinheiten“, sagte Erdogan. „Unglücklicherweise hat das Verhalten von US-Vertretern auch zu diesem Punkt gebracht“. Dabei verwies er auf Washingtons Unterstützung für die YPG.
 
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews  

Kampf gegen den Terror
Istanbul: Türkische Polizei nimmt bei Razzien 23 IS-Kämpfer fest

Istanbul (nex) – Die Istanbuler Polizei hat 40 mutmaßliche IS (Daesh)-Milizen während eines Anti-Terror-Einsatzes im Stadtteil Fatih festgenommen. Im Stadtteil Fatih wurden in 23 Häusern Razzien durchgeführt und Dokumente sowie Datenträger konfisziert. Berichten zufolge seien die Festgenommenen ausländische Staatsangehörige aus Aserbaidschan, dem Iran, dem Irak sowie Afghanistan mit einer Verbindung zur Terrorgruppe. Einige unter ihnen hätten sich auch in Konfliktzonen Syriens aufgehalten. Die Türkei hat die Sicherheitsmaßnahmen im Land infolge einer tödlichen Schießerei und eines dreifachen Selbstmordanschlags am 28. Juni am Flughafen Istanbul Atatürk sowie wegen anhaltender vom syrischen Boden aus durchgeführter Raketenangriffe verschärft. Seit 2011 hat die türkische Regierung bei ihrem Kampf gegen den IS (Daesh), der das Land mit muslimischer Mehrheit als seinen Feind betrachtet, fast 3.300 ausländische Terrorkämpfer aus 95 Ländern ausgewiesen sowie über 38.200 Personen die Einreise in das Land verweigert. Der IS (Daesh) ist für eine Reihe von Terroranschlägen in Ankara und Istanbul sowie für von syrischem Boden aus durchgeführte Angriffe verantwortlich, bei denen im vergangenen Jahr mehrere Einwohner türkischer Grenzstädte getötet wurden.

Rettung aus der Luft
Nach Ablehnung der Bank: Turkish Airlines rettet Schweizer Eishockeymannschaft

Von Peter Z. Ziegler  Basel (nex) – Für das Team und die Mitglieder eines drittklassigen Regionalvereins des Schweizer Eishockeys klang es wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Nachdem die heimische Bank als Sponsor ausfiel wurde eine der grössten Fluggesellschaften der Welt neuer Hauptsponsor beim EHC Uzwil, Turkish Airlines. «Es ist eigentlich etwas Unglaubliches», sagt der Präsident vom EHC Uzwil, Uzdemir Ugur gegenüber dem lokalen Radiosender FM1Today. «Die letzten drei Jahre hatten wir mit der Raiffeisen Bank einen guten Sponsor. Doch nachdem diese nicht mehr weiter machen wollte, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wer als Sponsor zu uns passen würde.» Und wie es im Leben so sei, habe sich aus einem Zufall etwas Zukunftsträchtiges ergeben. Als er im Sommer in der Türkei auf Urlaub gewesen sei, habe er Verantwortliche von Turkish Airlines zu einem Gespräch getroffen und in den darauf folgenden Diskussionen habe sich die Sponsorschaft ergeben. «Wir möchten damit ein Zeichen in Richtung Internationalität setzen», sagt der türkischstämmige EHC-Präsident. «Vermehrt hat Turkish Airlines bewiesen, dass sie als Sponsor eine gute Unterstützung bieten.» Man dürfe aber nicht davon ausgehen, dass in diesem Fall grosse Beträge fliessen würden. «Wir sind hier in der Erstliga und die Beträge sind gegeben, aber wir können uns dankbar schätzen, dass man uns einen kleinen Zuschuss gibt.» Uzwil ist ein durch die Industrie geprägte Dorf im Ostschweizer Kanton St. Gallen mit gerade einmal 4´355 Einwohner. Sein Eishockeyclub spielt in einer von drei regionalen Amateurligen in der Schweiz. Es gab schon einmal bessere Zeiten als der Club bei den Profis der Nationalliga B mitmischen durfte. Die Nachwuchsabteilung des EHC Uzwil gehört jedoch zu den besten der Schweiz und aus ihr sind wiederholt Nationalspieler hervorgegangen. Mit einem solch namhaften Sponsor auf den Trikots erwartet der Club von der neuen Saison vor allen Dingen ein Fortkommen im Nachwuchsbereich. Ansonsten soll alles auf Schiene bleiben – wobei ein weiteres Wachsen durchaus erhofft ist. «Sport ist nicht planbar», betont Ugur. «Mit Turkish Airlines als Sponsor gibt es ein gewisses Prickeln in der Halle», sagt der Vereinschef stolz, und das Budget von 760´200 Franken sei jetzt ausgeglichen. Zusammen mit dem Zuschuss von THY kommt der Dorfclub immerhin auf 509´500 Franken Sponsoring-Einnahmen. In der traditionell eher den Rechtspopulisten zugeneigte Ostschweiz finden es viele lobenswert, dass „die Türken bei uns investieren“. Das gilt erst recht für PolitikerInnen mit türkischem Migrationshintergrund. Alime Kösecioğulları von der SP im Kanton Aargau kämpft seit Wochen wie eine Löwin gegen unberechtigtes Erdogan-Bashing und übertriebene Islamkritik in der eigenen Partei. Sie war während des Putschversuchs im Urlaub in der Türkei und kommentierte auf Facebook jetzt sichtlich stolz und erleichtert „Bravo Turkish Airlines!“

Mehr zum Thema:

Treffen mit Papst: Turkish Airlines erfüllt Familie eines erblindenden Mädchens Herzenswunsch