G20-Gipfel
Bankenpräsident Peters fordert G20-Bekenntnis zur Bankenregulierung

Düsseldorf (ots) – Bankenpräsident Hans-Walter Peters hat die G20-Staaten vor ihrem Gipfel zu einem gemeinsamen Bekenntnis zur internationalen Banken- und Finanzmarktregulierung aufgefordert. „Die gravierendsten Auswirkungen der Finanzkrise konnten auch deshalb recht zügig bewältigt werden, weil die G20 2009 in Pittsburgh gemeinsam Maßnahmen vereinbart haben“, sagte Peters der „Rheinischen Post“. „Diese Erkenntnis sollte auch auf dem bevorstehenden Gipfel die unverrückbare Basis sein: Die Stabilität des globalen Finanzsystems kann nur eine international abgestimmte Regulierung gewährleisten“, sagte Peters. „Ein ‚Wettbewerb der Laxheiten‘ in der Regulierung hilft niemandem“, so der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken. Hintergrund ist, dass die neue US-Regierung wichtige Finanzmarktregulierungen zwischenzeitlich wieder aufgehoben hat.

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"6000 Spione in Deutschland"
Deutschland: Kurdische Gemeinde befürchtet Überwachung durch türkische Spione

Heilbronn (nex) – Die Kurdische Gemeinde Deutschland verlangt von der Bundesregierung, den G20-Gipfel im Hamburg zu nutzen, um der türkischen Regierung klare Grenzen bei der Einflussnahme in Deutschland zu setzen. „Wir fühlen uns im Stich gelassen“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gemeinde, Mehmet Tanriverdi, der „Heilbronner Stimme“. „Der türkische Geheimdienst MIT hat schätzungsweise 6000 Spione in Deutschland, und die kurdische Community steht mitten in dessen Visier. Deutschland muss endlich aktiv strafrechtlich dagegen vorgehen“, erklärte Tanriverdi weiter. Mehrfach sei die Überwachung von Kurden durch den türkischen Geheimdienst nachgewiesen worden, wie gerade bei der Linken-Politikerin Cansu Özdemir in Hamburg, ohne dass das Bundesinnenministerium aktiv geworden sei. „Wir vermuten eine massive Überwachung von Kurden in Deutschland. Dem muss die Bundesregierung endlich Einhalt gebieten“, forderte Tanriverdi. „Die Türkei macht Druck auf deutsche Gerichte, wenn es um Verfahren gegen türkische Spione geht. Hier muss das Auswärtige Amt ein deutliches Zeichen setzen, dass dies in keinster Weise akzeptabel ist“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde weiter. Um Vertrauen zu bilden, forderte er das Bundesinnenministerium auf, der kurdischen Gemeinde eine Liste des türkischen Geheimdienstes auszuhändigen, auf der auch in Deutschland lebende Kurden aufgeführt sind, die im Visier des MIT stehen. Eine Liste mit vermeintlichen Anhängern der Gülen-Bewegung hatte der türkische Geheimdienstes MIT der Bundesregierung am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz übergeben. Die Türkei macht die Bewegung für den Putsch vor einem Jahr verantwortlich. Eine Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden beim Vorgehen gegen die betroffenen Personen, hatte die Bundesregierung abgelehnt. „Wir vermuten, dass sehr viele Kurden auf dieser Liste stehen. Wir wollen unsere Community vor den Agenten Erdogans schützen“, erläuterte Tanriverdi.

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Krieg gegen den Terror
Verfassungsschutz: Türkischer Geheimdienst wichtig bei Terrorbekämpfung

Berlin (nex) – Der türkische Geheimdienst ist nach den Worten des Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen ein „wichtiger Partner“ bei der Terrorbekämpfung.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der ebenfalls auf der Pressekonferenz vom vergangenen Dienstag in Berlin zur Präsentation des Verfassungsschutzberichts 2016 anwesend war, wies darauf hin, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bei Sicherheitsfragen – trotz der jüngsten politischen Uneinigkeiten  im Interesse sowohl Deutschlands als auch der Türkei liege.

Aufgrund der geostrategischen Lage der Türkei habe auch Deutschland ein Interesse daran, beim Kampf gegen den Terror mit der Türkei zusammenzuarbeiten, betonte de Maizière. Informationsaustausch über ausländische mutmaßliche Kämpfer, die aus Konfliktregionen wie Syrien und Irak zurückkehrten, seien dabei besonders wichtig,  so der Innenminister weiter.

Jüngste politische Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Ankara hatten auch die Sicherheitszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in Gefahr gebracht, nachdem in den vergangenen Monaten mehrere geplante Treffen abgesagt wurden.

Die deutsch-türkischen Beziehungen sind seit dem vereitelten Putschversuch vom Juli 2016 in der Türkei schwierig geworden. Türkische Regierungsvertreter werfen Deutschland vor, dass Putsch-Verdächtige nicht festgenommen werden.

Des Weiteren beschuldigt die türkische Regierung Deutschland, die Aktivitäten des Gülen-Netzwerks zu dulden, das den gescheiterten Staatsstreich durchgeführt haben soll.

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Türkei
Interview: Erdogan vermisst Schröder-Zeiten

Istanbul (nex) – In einem ausführlichen Interview mit ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland in der Regierungszeit von Gerhard Schröder „wirklich sehr anders“ gewesen seien. Er vermisse diese Zeit und hoffe, dass man wieder dahin komme.

„Wir brauchen einander“

Erdogan betonte die Bedeutung der türkisch-deutschen Beziehungen angesichts der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Nato, der Handelsbeziehungen und der drei Millionen Türken, die in Deutschland leben: „Wir brauchen einander“, sagte Erdogan gegenüber der ZEIT. „Wir müssen das bewahren.“

Bei der Frage nach seiner persönlichen Beziehung zu Angela Merkel sagte Erdogan: „Ich habe kein Problem mit der Kanzlerin.“ Der türkische Staatspräsident äußerte in dem ZEIT-Interview aber sein Unverständnis darüber, dass die Bundesregierung zurückhaltend auf sein Gesuch reagiert habe, Gülen-Anhänger in die Türkei auszuliefern. „Ich habe sie von Frau Merkel gefordert, warum werden sie uns nicht zurückgegeben?“ Solange die deutsche Regierung dies nicht tue, werde die Türkei Deutschland als ein Land ansehen, das Terroristen schütze, sagte Erdoğan. Auf die Frage, ob ein Journalist, der Terroristen oder auch nur einen vermeintlichen Terroristen interviewe, dadurch in seinen Augen zum Unterstützer werde, sagte der türkische Präsident, das sei ein Verbrechen. Sie leisteten damit Beihilfe zur Propaganda der Terroristen. Das werde auch von den Anklageorganen überall auf der Welt so bewertet. Erdogan könne auch nicht verstehen, warum Bundeskanzlerin Merkel sich so für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel einsetze und die Rettung „eines Terrorverdächtigen“ auf die Tagesordnung bringe. Das sei für Erdogan „sehr, sehr sonderbar“. „Deutschland begeht Selbstmord“, sagte Erdogan zu der Entscheidung Berlins, ihn in Deutschland nicht vor seinen Landsleuten auftreten zu lassen.

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Gesundheit
Gefahr aus dem Wasserhahn: So schützen Sie sich vor einer Erkrankung durch Legionellen

Baierbrunn (nex) – Zum Schutz vor Legionellen sollten alle Wasser-Entnahmestellen im Haus oder der Wohnung regelmäßig benutzt werden. Regelmäßig heißt täglich, mindestens aber alle drei Tage“, erläutert Dr. Martin Hippelein, Laborleiter Medizinaluntersuchungsamt und Hygiene des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Werden beispielsweise Duschen in Einliegerwohnungen einige Zeit nicht gebraucht, rät er zu einem Rückbau. Nach längerer Abwesenheit empfiehlt er, bei der Rückkehr alle Wasserhähne und Duschleitungen mehrere Minuten gut durchzuspülen. Stehendes Wasser und Ablagerungen in selten benutzten Leitungen bieten den Keimen ideale Bedingungen. Hat sich Legionella pneumopila im Wasserhahn oder Duschkopf angesiedelt und wird beim Aufdrehen der Leitung mit der Luft verwirbelt, kann das Bakterium beim Einatmen über dem Waschbecken oder unter der Brause in die Lunge gelangen und schwere Entzündungen verursachen. Weitere mögliche Infektionsquellen außerhalb des Badezimmers: Autowaschanlagen, Springbrunnen, feuchte Gartenerde und Kompost.

Wissenschaft
Warum bestimmte Nahrungsmittel zu Migräne führen können

Von Dr. Doğan Doruk Demircioğlu Und wieder faszinierende Ergebnisse zum Einfluss unserer bakteriellen Mitbewohner (des sogenannten humanen Mikrobioms) auf unsere Gesundheit. Erst kürzlich berichtete ich von einem sehr wahrscheinlichen Zusammenhang des intestinalen Mikrobioms (sprich der bakteriellen Bewohner unsere Darms) auf die Entstehung der multiplen Sklerose. Nun gibt es ähnliche Ergebnisse zur Entstehung der Migräne. Eine fürchterlich schmerzhafte Krankheit mit unbekanntem Ursprung. Millionen Menschen leiden dabei an immer wiederkehrenden, sehr schlimmen Schmerzen in der Schläfen- und Sitrnregion, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit etc., wodurch ein normaler Tagesablauf nicht mehr möglich ist. U.a. Entzündungsprozesse im Gehirn werden als möglicher Auslöser gehandelt und auch bestimmte Nahrungsmittel als sogenannte Trigger bzw. Auslöser einer Migräneattacke sind bekannt. All diese Nahrungsmittel haben eines gemeinsam: einen hohen Gehalt an Nitrat. Wie eine Veröffentlichung von Forschern der Universität California zeigen konnte besitzen für Migräne anfällige Patienten eine anders zusammengesetzte Mikroflora des Mundes. Nach der genetischen Analyse der sogenannten 16S rRNA von hunderten Speichel- und Stuhlproben konnten die Forscher einen klaren Unterschied in der Zusammensetzung des jeweiligen Mikrobioms feststellen. Nitrat-reduzierende, sprich verstoffwechselnde, Bakterienarten der Gattungen Streptococcus und Pseudomonas waren gehäuft in den Proben von Migränepatienten anzutreffen. Ein klarer Hinweis auf folgenden Zusammenhang: Metabolisieren, also verstoffwechseln, diese Bakterienarten das oral zugeführte Nitrat zu Nitrit, wird dieses wiederum zu Stickstoffmonoxid umgesetzt, was wiederum zu Gefäßerweiterungen (Vasodilatation) führen kann und dies schlußendlich zu den gefürchteten Migräneattacken. Wenn sich dieser Zusammenhang tatsächlich als ein Auslöser der Migräne herausstellt, könnte man mit probiotischen Ansätzen versuchen diese Bakterienarten durch nicht nitrat-umsetzende Arten zu ersätzen und die Migräneattacken verhindern. Sehr spannend und dieser Ansatz wird auf jeden Fall weiter verfolgt werden. Updates folgen, sollten sich hier spannende Neuigkeiten ergeben.  
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München
Film über Adidas-Brüder mit Preis ausgezeichnet

München (ots) – Der ARD-Degeto-Zweiteiler „Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ wurde gestern, am 4. Juli 2017, mit dem Sonderpreis „Deutsche Wirtschaftsgeschichte“ beim diesjährigen Deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet. Der Deutsche Wirtschaftsfilmpreis ist einer der ältesten deutschen Filmpreise und wird bereits seit 1968 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für filmische Dokumentationen vergeben. Sascha Schwingel, Redaktionsleiter der ARD Degeto, freut sich über diese besondere Auszeichnung: „‚Die Dasslers‘ sind eine der spannendsten und größten Erfolgsgeschichten Deutschlands: Der Zweiteiler erzählt den Aufstieg der Brüder Dassler von einfachen Schuhmachersöhnen in der Provinz zu Unternehmern konkurrierender Weltkonzerne. Der erbitterte Kampf zwischen den beiden Brüdern war der Motor dieses weltweiten Erfolgs. Aber zu welch hohem Preis. Diese tragische Familiengeschichte war für uns ausschlaggebend, um dieses emotionsgeladene Familienepos zu verfilmen.“ Die Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert inszenierten die Geschichte von Adi und Rudi Dassler (Christian Friedel und Hanno Koffler) nach einem Drehbuch von Christoph Silber. Der Zweiteiler „Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ ist eine Koproduktion von Wiedemann & Berg Television und ARD Degeto für Das Erste. Produzenten waren Quirin Berg und Max Wiedemann, ausführende Produzentin Susanne Hildebrand. Die Redaktion lag bei Claudia Luzius und Sascha Schwingel (ARD Degeto). Das Projekt wurde gefördert durch den FilmFernsehFonds Bayern und das Filmanreizprogramm des tschechischen Staatlichen Kinematographie Fonds.  

Reisen
Schlichtungsstelle hilft TuiFly-Kunden

Berlin (ots) – Im Streit um die massenhaften Flugausfälle bei TuiFly hat die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) in zahlreichen Fällen eine gütliche Einigung zwischen Kunden und der Airline erreichen können. „Wir konnten in all den Fällen einen interessengerechten Ausgleich finden und vorschlagen“, sagte SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe dem Tagesspiegel. Zu 81 Prozent seien die Schlichtungsempfehlungen sowohl von den Verbrauchern als auch von Tuifly angenommen worden. Aus Protest gegen die geplante Zusammenlegung mit der Air Berlin-Tochter Niki hatten im vergangenen Herbst viele Piloten und Flugbegleiter die Arbeit niedergelegt und sich krank gemeldet. An mehreren Tagen fielen Flüge aus. Im Rahmen des Schlichtungsverfahrens konnte die SÖP nach eigenen Angaben in jedem Einzelfall eine Schlichtungsempfehlung erarbeiten, die dem individuellen Sachverhalt der jeweiligen Beschwerde Rechnung getragen habe. Neben der Entschädigung für verspätete oder annullierte Flüge seien etwa auch die Kosten für Betreuungsleistungen direkt berücksichtigt worden. „Die Rückmeldungen der Beschwerdeführer sind ausgesprochen positiv, konnte doch auf schnellem Wege und ohne finanziellen Aufwand die Kundenzufriedenheit wieder hergestellt werden“, sagte Klewe.

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Verkehrspolitik
Pistorius fordert bis zu 500 Euro Strafe für Rettungsgassensünder

Niedersachsen beantragt am Freitag im Bundesrat Geldbußen bis zu 500 Euro und Fahrverbote Osnabrück (nex) – Das Nichtbilden einer Rettungsgasse soll nach dem Willen Niedersachsens schärfer geahndet werden. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf Innenminister Boris Pistorius (SPD). Das Land will demnach bereits am Freitag im Bundesrat einen entsprechenden Antrag einbringen. Niedersachsen werde im Bundesrat eine Erhöhung des Bußgeldes auf 200 bis 500 Euro beantragen. Die bisher geplante Erhöhung des Regelsatzes von bisher 20 Euro auf bis zu 95 Euro reicht aus Pistorius‘ Sicht bei Weitem nicht aus. Weit höhere Strafen seien wirkungsvoll, wie das Beispiel Österreich zeige. „Uns geht die vorgeschlagene Erhöhung nicht weit genug“, sagte Pistorius. Zudem soll es ein Fahrverbot von einem Monat geben. Das Landeskabinett verabschiedete am Dienstag einen entsprechenden Antrag. Pistorius hatte bereits vor Monaten deutlich höhere Bußgelder gefordert. Damals hätten die unionsgeführten Bundesländer einschließlich Bayerns nicht mitgehen wollen. Nach dem schweren Busunglück auf der A 9 vom 3. Juli mit zahlreichen Todesopfern hatten sich sowohl Verkehrsminister Alexander Dobrindt als auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) für ein härteres Vorgehen gegen Rettungsgassensünder ausgesprochen. „Wir sind gespannt, ob Bayern den Worten Taten folgen lassen wird“, sagte Pistorius.

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Studie
Millennials: das macht die Generation aus

Was die Generation der Millennials ausmacht Hamburg (ipsos) – Über die Generation der Millennials gibt es weltweit viele Vorurteile: Als technikversessen (54%), materialistisch (45%) und egoistisch (39%) beschreiben viele Menschen die zwischen 1980 und 1995 geborenen Personen. Sogar unter den Millennials selbst werden diese drei Charaktereigenschaften am häufigsten genannt. Im Vergleich dazu bezeichnen die Befragten die Generation der Babyboomer (1945 bis 1965) als respektvoll (47%), arbeits- (41%) und gemeinschaftsorientiert (32%). Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Millennials sind zukunftspessimistisch trotz hoher Bildung Die Millennials in westlichen Demokratien blicken wenig optimistisch in die Zukunft. Auch in Deutschland trifft das zu: Nur knapp jede zweite Person (46%) dieser Alterskohorte glaubt, dass er oder sie es einmal besser haben wird als die Eltern. Dieser Zukunftspessimismus fällt umso stärker ins Gewicht, da die Millennials besser ausgebildet sind als die Generation vor ihnen. 2014 hatte ein Viertel der Millennials (25%) einen Hochschulabschluss, sechs Prozentpunkte mehr als die Generation X (geboren zwischen 1966 und 1979) im selben Alter hatte.1 Millennials sind nicht arbeitsscheu Millennials scheuen keine Arbeit: Im Alter von 27 Jahren arbeiten die Angehörigen dieser Generation im Durchschnitt 40,2 Stunden in der Woche. Bei der Generation X waren es im selben Alter nahezu genauso viele Stunden (40h).2 Auch die Arbeitsmoral scheint bei den Millennials nicht geringer auszufallen, im Gegenteil: Jede fünfte Person (19%) in Deutschland unter 30 Jahren sagt von sich, dass sie eine steigende Motivation bei der Arbeit hätte. Bei den Menschen über 30 sagen das nur sieben Prozent.3 Marken sind auch den Millennials wichtig Knapp jeder vierte Millennial in Deutschland (23%) versucht stets Markenprodukte zu kaufen. Ethische Grundsätze spielen bei ihnen dabei eine ebenso große Rolle wie in anderen Generationen: sechs von zehn deutschen Millennials (61%) wird es immer wichtiger, dass die Marken einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leisten, im Bevölkerungsdurchschnitt liegt dieser Wert knapp darüber (63%). Wenige Millennials vertrauen anderen Menschen Millennials sind nicht sehr vertrauensselig. In Deutschland sagt nur jede fünfte Person (21%), die zwischen 1980 und 1995 zur Welt gekommen ist, dass sie den meisten anderen Personen vertraut. Bei allen anderen Generationen liegt dieser Wert deutlich höher bei circa 29 Prozent. Im Rahmen der Studie „Global Trends“ wurden insgesamt 18.180 Interviews mit Personen zwischen 16 und 64 Jahren durchgeführt (USA und Kanada: 18-64). Feldzeit: 12. September bis 11. Oktober 2016. Diese Studie wurde über das Ipsos Online Panel in insgesamt 23 Ländern durchgeführt: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Peru, Polen, Russland, Spanien, Südafrika, Südkorea, Schweden, Türkei, USA. Die Daten wurden anhand der jeweils aktuellsten Zensusdaten nach demographischen Merkmalen gewichtet, um eine Annäherung an die Grundgesamtheit zu gewährleisten. Brasilien, China, Indien, Mexiko, Peru, Russland, Südafrika und die Türkei haben eine niedrigere Internetdichte und repräsentieren bei dieser Online-Umfrage daher die Bevölkerung in eher urbanen Gebieten mit höherer Bildung und höherem Einkommen als die Gesamtbevölkerung.

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