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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Donnerstag seinen indonesischen Amtskollegen Joko Widodo mit einer offiziellen Zeremonie empfangen.
Erdogan und Widodo, die nach Vieraugen- und ausschussübergreifenden Treffen an der Unterzeichnungszeremonie für zwei Abkommen teilnahmen, hielten anschließend eine gemeinsame Pressekonferenz ab.
„Wir haben bislang 5 000 Terrorverdächtige abgeschoben, darunter auch Südasiaten“, gab Erdogan Medienberichten zufolge bekannt und ergänzte:
Wir haben 100 000 daran gehindert, in diese Gebiete zurückzukehren, indem wir an unserer Grenzregion IS (Daesh)-Terroristen außer Gefecht gesetzt haben. Mit der Operation Schutzschild Euphrat haben wir über 3.000 IS (Daesh)-Terroristen neutralisiert, darunter auch die Anführer der Gruppe.“
Der indonesische Präsident brachte zum Ausdruck, dass „es eine große Ehre ist, dieser Einladung zu folgen. Zwischen der Türkei und Indonesien besteht eine starke Zusammenarbeit. Wir haben ebenfalls Kooperationen im Industrie- und Energiesektor und im Kampf gegen den Terror beschlossen.
Wir haben die Reduktion der Handelsbarrieren erörtert. Unsere Kooperation hat an Geschwindigkeit zugenommen. Wir arbeiten in der Verteidigungsindustrie zusammen. Wir haben ein Abkommen bezüglich Panzer und Luftfahrt abgeschlossen.“
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Bei einer weiteren Aktion der Organisation wurde ein fiktiver und angeblich von der Bayrischen Landesregierung geförderter Wettberwerb „Scholl 2017“ organisiert, bei dem der Geschwister Scholl gedacht werden sollte und Schüler aufgefordert wurden, ein „Flugblatt gegen eine Diktatur Deiner Wahl“ zu entwerfen.Mit dem Benz gegen Diktatur: Kunstprotest verärgert türkische Botschaft https://t.co/rB9lDxFET8 pic.twitter.com/Z9qISoXo7x
— ntv Nachrichten (@ntvde) July 4, 2017
Gelber Hummer für eine Nacht mit Angela Merkel Seylan Soylu, genannt „Sisi“ reagierte nun auf ihre – wie immer recht schrille – Weise. In einem gelben Hummer mit einem riesigen Plakat mit der Aufschrift „Willst Du dieses Auto gewinnen?“ fuhr sie vor dem Deutschen Konsulat in Istanbul vor. Das Plakat war in den Deutschlandfarben schwarz rot gold gehalten und zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Hitler-Uniform. „Wer mit dieser Frau eine Nacht durchhält, bekommt dieses Auto“, stand ebenfalls auf dem Plakat. Soylu führte ihren Protest alleine durch und entfernte das Fahrzeug nach dem Verlesen ihrer Erklärung wieder. „Ihr habt es in eurem Blut“, ist weiter auf dem Banner zu lesen. Und „Die, die uns Diktatur nennen, haben in ihrer jüngeren Vergangenheit den Tod von 65 Millionen Menschen zu verantworten.“ In ihrer Ansprache betonte sie, dass es sich um eine Kunstaktion handle, bei der sie gegen das Happening des „Zentrums für Politische Schönheit“ protestiere, bei der unter dem Slogan „Töte die Diktatur“ Bilder von Erdogan, Putin und dem saudiarabischen König gezeigt wurden. Dass Deutschland eine solche Aktion dulde, sei eine Respektlosigkeit gegen einen anderen Staat, teilte Soylu in ihrer Erklärung mit. Deswegen habe sie sich für diese Art von Protest entschieden. In Deutschland würde die Polizei die Aktionen der Gruppe nicht behindern, wohingegen türkische Polizei und Angestellte des Deutschen Konsulat versucht hätten, ihre Kunstaktion zu verhindern. Damit zeige sich, dass die Türkei die Menschenrechte mehr achte als Deutschland, so Soylu weiter. Wer Recep Tayyip Erdogan beleidige, beleidige gleichzeitig die türkische Nation, und auch wenn sie nie ihre Stimme Erdogan gegeben hätte, das ginge zu weit, sagte sie abschließend. Die türkische Polizei hätte versucht, ihre Aktion zu verhindern, während die deutsche Polizei dem tatenlos zugesehen habe. Nach dem Verlesen ihrer Erklärung verließ sie mitsamt dem Auto und dem Plakat den Ort des Geschehens. Wer ist Seyhan Soylu? Seyhan Soylu, in der Künstlerszene bekannt als Sisi und als Managerin von Künstlern und Publizistin tätig. Zunächst war sie Mitglied der CHP, wechselte dann zur „Partei der Demokratisierung“ (DP), für die sie sich um einen Listenplatz bei den Wahlen zum Türkischen Parlament bewarb.Aufruf zur Tötung Erdogans: Türkische Polizei jagt deutschen Tatverdächtigen https://t.co/zWC0UaZFqq via @nex24news
— NEX24 (@nex24news) July 2, 2017

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Dortmund (nex) – Ermittler in Hessen haben eine Kinderporno-Plattform mit mehr als 87.000 Mitgliedern abgeschaltet. Als mutmaßlicher Betreiber wurde ein 39-jähriger Mann festgenommen. Auf der Plattform im Darknet wurden weltweit Daten ausgetauscht. Das berichtet die „Tagesschau“.
Dem Bericht zufolge haben Ermittler eine Darknetplattform zum Austausch von Kinderpornografie mit fast 90.000 Mitgliedern auffliegen lassen.Laut einer Mitteilung der Nachrichtenagentur AFP seien der 39-jährige mutmaßliche Betreiber aus dem hessischen Landkreis Limburg-Weilburg und weitere Verantwortliche und Mitglieder – vor allem in Deutschland und Österreich – nach wochenlangen Ermittlungen bereits am 12. Juni festgenommen worden.
Die Plattform habe den Namen „Elysium“ getragen.
Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge tauschten Mitglieder weltweit kinderpornografische Bild- und Videodateien aus oder verabredeten sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern.Die Ermittler seien auf Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs auch von Kleinkindern gestoßen. Außerdem habe es Darstellungen sexueller Gewalthandlungen an Kindern gegeben.
Die Plattform bestünde seit Ende 2016 und sei ausschließlich über das Darknet zugänglich gewesen.
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