Ein Gastbeitrag von M. Teyfik Özcan
Afrin, die PYD und ihre sogenannte Schutzmacht USA
In den letzten Tagen hat die türkische Regierung mit dem Grenzübertritt in Nordwestsyrien ihre Ankündigung, die Region rund um Afrin von der Terrororganisation PYD zu säubern, wahr gemacht, was einige deutsche Leitmedien gerne zum Anlass nehmen, mit Halbwahrheiten ihre mediale Hetzjagd gegenüber dem türkischen Staatspräsidenten zu forcieren.
Jeder souveräner Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht seine Außengrenzen zu schützen und die territoriale Integrität seines Landes zu verteidigen. Daher würde es an Landesverrat grenzen, wenn die legitime türkische Regierung die Existenz, einer von der USA und einigen europäischen Staaten militärisch hochgerüstete Terrororganisation, an der südlichen Außengrenze gegen die Interessen der Türkei dulden würde.
Was die deutschen Leitmedien bewusst ignorieren, ist die gelebte Wirklichkeit, die man in Deutschland nicht gerne hören möchte. Die Türkei führt seit Jahrzehnten einen Kampf gegen die Terrororganisation PKK bzw. neuerdings gegen ihren Ableger PYD in Syrien und nicht gegen die kurdische Bevölkerung. Selbst beim Kampf um Afrin hat die türkische Regierung der Zivilbevölkerung einen Fluchtkorridor eingeräumt, um Afrin unter dem Schutz des türkischen Militärs zeitweilig verlassen zu können bis der letzte Terrorist liquidiert wird und sie in Frieden in ihre Heimatstadt zurückkehren können. Diese humanitäre Vorgehensweise hat die türkische Regierung bereist in Al-Bab unter Beweis gestellt.
Die regionalen Herausforderungen, die die türkische Regierung zu bewältigen hat, steht für die Nato nicht unter einem guten Stern. Afrin und die PYD stehen nicht nur für die kurdische Terrororganisation, sondern sind auch ein Sinnbild für die geostrategischen Interessen der USA, die sich eigentlich als Natopartner ausschließlich für die Unterstützung der Türkei einsetzen müsste.
Wie in der Vergangenheit zeigt sich aber erneut, dass die USA ihre beiden Verbündeten der Türkei und der PYD in den Rücken gefallen ist. Die Kurden wurden in ihrer Geschichte permanent für die politischen Zwecke der USA missbraucht und bei militärischen oder politischen Auseinandersetzungen permanent im Stich gelassen.
So geschehen jetzt in Afrin oder vor einigen Monaten mit der Demission von Masud Barzani in Nordirak. Die Kurden dienten den Amerikanern immer als Mittel zum Zweck und wurden von der USA immer dann fallengelassen, wenn sie abkömmlich waren und nicht mehr gebraucht wurden, wie auch zuzeiten von Saddam Hussein oder Hafiz Al-Assad.
Die einzige Schutzmacht der kurdischen Bevölkerung war in der Historie immer der türkische Staat. Wann immer Kurden verfolgt, vergast oder vertrieben wurden, hat die türkische Regierung ihnen großzügig Schutz gewährt, wie man jetzt auch bei den 3,5 Millionen Flüchtlingen sehen konnte, oder bei der Aufnahme von 250.000 kurdischen Flüchtlingen im Jahre 1991, die vor den Massakern des irakischen Machthabers Saddam Hussain geflüchtet waren.
Die Jahrhunderte alte Freundschaft zwischen Türken und Kurden bildet das stabile Fundament der heutigen türkischen Gesellschaftsordnung und darf nicht zum Spielball der interessengetriebenen deutschen Leitmedien herhalten.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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(April 2016)
– PKK-Terror –
Syrien: PKK-Ableger PYD übt massive Gewalt gegen andere kurdische Gruppen
Der syrische PKK-Ableger PYD und deren bewaffnete YPG-Einheiten versuchen systematisch, anders denkende Kurden in Nordsyrien zum Schweigen zu bringen. Beobachter werfen der Terrorgruppe vor, durch massive Gewalt Homogenität zu erzwingen und eine marxistisch-leninistische Doktrin umzusetzen.
Düsseldorf (ots) – Der Bundesvorsitzende der SPD-Jugendorganisation Jusos, Kevin Kühnert, hat sich dagegen ausgesprochen, nur vorübergehend Neumitglieder anzuwerben, damit diese beim SPD-Mitgliederentscheid die große Koalition verhindern.
„Wir wollen Neumitglieder werben, die aus Überzeugung in die SPD eintreten, weil sie unsere Grundwerte teilen“, sagte Kühnert der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ .
Wenn diese Mitglieder anschließend unserer Argumentation folgen, die große Koalition abzulehnen, ist daran nichts anrüchig“, so der Juso-Chef weiter. Die SPD gehöre all jenen, die sich in ihr engagieren. Kühnert fügte jedoch hinzu: „Und wir Jusos werben um langfristiges Engagement, weil die Erneuerung der SPD Zeit brauchen wird und mit der Ablehnung der großen Koalition keineswegs erledigt wäre.“
Aus dem Juso-Landesverband Nordrhein-Westfalen war zuvor eine Kampagne unter dem Motto „einen Zehner gegen die Groko“ ins Spiel gebracht worden.
„Jetzt gilt es, möglichst viele Groko-Kritiker in die Partei zu holen, damit wir beim Mitgliederentscheid das Ergebnis sprengen können“, hatte der NRW-Juso-Chef Frederick Cordes gesagt.
Hamburg (ots) – Wie viel Geld verdienen Beschäftigte in Deutschland? Welches Bundesland ist am lukrativsten und in welcher Landeshauptstadt gibt es die höchsten Gehälter? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der aktuelle Gehaltsatlas des Vergleichsportals Gehalt.de.
Das Ergebnis: Berufseinsteiger in Stuttgart verdienen am besten und Hessen ist das Bundesland mit dem höchsten Lohnniveau – Mecklenburg-Vorpommern hingegen belegt in dieser Auswertung den letzten Platz. Für die Analyse hat Gehalt.de 750.848 Vergütungsdaten untersucht.
Hessen ist attraktivstes Bundesland
Das Bundesland Hessen dominiert in diesem Jahr das Länderranking. Mit einem Lohnniveau von 112,7 Prozent liegt Hessen vor Baden-Württemberg (110 Prozent) und Bayern (106,4 Prozent). Auf den hinteren Plätzen im Bundeslandranking befinden sich Mecklenburg-Vorpommern (73,5 Prozent), Sachsen-Anhalt (75,4 Prozent) und Brandenburg (76,2 Prozent). „Ein wichtiger Grund für die verhältnismäßig geringen Gehälter in den neuen Bundesländern ist, dass dort vor allem kleine bis mittelgroße Unternehmen ihren Sitz haben. DAX-Unternehmen und andere kapitalstarke Firmen sind größtenteils in den alten Bundesländern vertreten“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.
Stuttgart und München dominieren beim Städtevergleich
Beim Vergleich der Landeshauptstädte hat Stuttgart mit 127,6 Prozent die Nase vorn, dicht gefolgt von München mit 126,1 Prozent. Die Städte Düsseldorf (118,5 Prozent) und Wiesbaden (117,4 Prozent) liegen fast gleichauf. Auf dem fünften Platz folgt Mainz mit 106,8 Prozent. Die hinteren Ränge belegen Schwerin (76,1 Prozent), Magdeburg (80,7 Prozent), Erfurt (80,4 Prozent), Potsdam (80,6 Prozent) und Dresden (83,1 Prozent).
Gehälter für Berufseinsteiger in Hessen am höchsten
Akademische Berufseinsteiger verdienen in Mecklenburg-Vorpommern mit 33.587 Euro und bewegen sich fast auf demselben Lohnniveau wie hessische Beschäftigte nach Abschluss einer Lehre (32.704 Euro). Die Gehälter für Berufseinsteiger nach einer Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern befinden sich dagegen knapp über dem Mindestlohn. Sie liegen bei durchschnittlich 21.847 Euro.
(Foto: gehalt.de)Entgeltlücke in Brandenburg am geringsten
In der Auswertung nehmen die Analysten von Gehalt.de auch Bezug auf die unbereinigte Entgeltlücke. Das bedeutet, dass die Experten die Gehälter nach Geschlecht trennen und vergleichen, ohne dabei weitere strukturelle Faktoren zu berücksichtigen. Das Ergebnis: Der Gehaltsunterschied geht stets zu Ungunsten der Frauen aus. Die größte Lücke mit fast 27 Prozent existiert in Baden-Württemberg – die geringste dagegen in Brandenburg mit rund 17 Prozent. „Die unbereinigte Entgeltlücke in Deutschland liegt offiziell bei rund 22 Prozent. Allerdings sind unbereinigte Angaben mit Vorsicht zu genießen, da hier wichtige strukturelle Faktoren unberücksichtigt bleiben“, gibt Bierbach zu bedenken.
Zur Methodik
Gehalt.de analysierte 750.848 Vergütungsangaben der vergangenen 12 Monate von Beschäftigten in Deutschland und wertete diese nach den einzelnen Bundesländern und Städten aus.
So wird der Bundesdurchschnitt ermittelt
Der Bundesdurchschnitt ist der Mittelwert über die Gehaltsangaben aller Regionen und wird in der Auswertung mit 100 Prozent beschrieben. Anschließend werden die Mittelwerte je nach Bundesland ermittelt und diese mit dem Bundesdurchschnitt in Verhältnis gesetzt. Daraus ergeben sich Prozentwerte, die das Lohnniveau für die jeweiligen Bundesländer darstellen.
Ankara (nex) – In der Türkei wurden in der vergangenen Woche 24 Verdächtige wegen mutmaßlicher Propaganda für die syrisch-kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD) und die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in sozialen Medien festgenommen. Dies teilte das Innenministerium am gestrigen Montag mit.
Am Sonntag begannen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in Ankara, Van, Diyarbakir, Mardin, Mus und Istanbul gegen einige Nutzer sozialer Medien, die während des andauernden Einsatzes der Türkei in der syrischen Stadt Afrin Unterstützung für die PYD und die PKK bekundeten .
Aus anonymen Polizeikreisen hieß es, dass im Rahmen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Diyarbakır acht Personen in der südosttürkischen Provinz festgenommen worden seien, als Anti-Terror-Einheiten in der Provinz zeitgleiche Operationen durchführten.
Die Festnahmen erfolgten, nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle für 17 Personen wegen Propaganda für die Organisationen über soziale Medien sowie Anstachelung „kurdischer Bürger, auf die Straße zu gehen, durch Teilen provokativer und irreführender Fotos“ über die laufende „Operation Ölzweig“ in Afrin erlassen hatte.
Ein anderer Verdächtiger wurde in Mardin wegen der „Förderung der PKK und dem Teilen falscher Informationen über die Operation“ festgenommen. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft in Mardin.
Unabhängig davon leitete die Staatsanwaltschaft von Istanbul offiziell eine Untersuchung gegen 57 Verdächtige ein, denen vorgeworfen wird in sozialen Medien „terroristische Propaganda“ gegen den Militäreinsatz betrieben zu haben.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen in sozialen Netzwerken Beamte der Türkei und den Präsidenten Erdogan beleidigt, Hass und Feindseligkeit unter den Menschen geschürt, das türkische Volk, die Regierung und die Militärorganisation offen gedemütigt und „terroristische Organisationen propagiert“ zu haben.
Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit Samstag Stellungen der PYD im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der Militäroperation geäußert.
“Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren.
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– Operation Olivenzweig –
Syrien: 25.000 Oppositionelle schließen sich türkischer Militäroperation an
Etwa 25.000 Kämpfer der Freien Syrischen Armee haben sich der türkischen Militäroperation in Nordsyrien angeschlossen mit dem Ziel, arabische Städte und Dörfer wiederzuerobern, die vor fast zwei Jahren mit Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte von den kurdischen YPG-Milizen beschlagnahmt wurden.
Lünen (nex) – Am Dienstagmorgen um etwa 8.00 Uhr hat ein jugendlicher Schüler an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen einen Mitschüler mit einem Messer getötet. Das berichtet die dortmunder Polizei.
Kurz nach der Tat wurde der Verdächtige im Rahmen der Fahndung festgenommen. Die Polizei Dortmund spricht in einer Mitteilung von einem Tötungsdelikt.
Über das Alter der Jugendlichen konnte die Polizei noch nichts sagen. Auch die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Schüler und Lehrer werden durch Seelsorger betreut. Die Schule sei Medienberichten zufolge während des Polizeieinsatzes evakuiert worden.
+++ Update 10.55 Uhr +++
Wie die Polizei mitteilte handele es sich bei dem Opfer um einen 14-jährigen Lüner und bei dem Tatverdächtigen um einen 15-jährigen Mitschüler aus Lünen.
Washington (nex) – Der Fall Aaron Cantús, eines Journalisten aus dem US-Bundesstaat Texas, und 187 weiterer Angeklagter, die während der Amtseinführung von Donald Trump im vergangenen Jahr wegen Unruhen und Zerstörung von Eigentum angeklagt worden waren, nahm am Donnerstag eine überraschende Wendung: Die Regierung ließ die Anklage gegen 129 Personen fallen.
Der 29-jährige Cantú befindet sich jedoch nicht unter ihnen. Er und ein weiterer Journalist wurden festgenommen und angeklagt. Sie befinden sich nach wie vor unter den 59 Personen, gegen die acht Anklagepunkte erhoben werden, einschließlich schwerer Straftaten, für die sie bis zu 70 Jahre Haft erhalten könnten.
Cantú bat am vergangenen Freitag das Gericht, die Anklage gegen ihn fallenzulassen. Seine Anwälte beriefen sich auf die First-Amendment-Rechte und warnten vor der abschreckenden Wirkung auf Journalisten, die vor Ort über Ereignisse berichten. Das Gericht wird seinen Antrag am 6. April prüfen. In der Zwischenzeit werden die Verfahren gegen die übrigen Angeklagten fortgesetzt.
Die Anklage gegen Cantú konzentriert sich allein auf seine Kenntnis der Protestpläne und die Tatsache, dass er im Bereich der Demonstranten blieb, während Sachschäden stattfanden.
„Die Anklageschrift besagt lediglich, dass Herr Cantú bei der Demonstration anwesend war, den Demonstranten folgte und dunkle Kleidung trug. All das entspricht seiner Rolle als Journalist, der über die Demonstration am Eröffnungstag berichtet“, heißt es seitens der Verteidigung.
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– Berlin –
Protestforscher Ulrich fordert unabhängige Aufarbeitung des G20-Gipfels
Der Sozialwissenschaftler Dr. Peter Ullrich fordert eine unabhängige Aufarbeitung des Hamburger G20-Gipfels vom Juli. Die widersprüchlichen parteipolitischen Interessen würden eine effektive parlamentarische Aufklärung verhindern.
Afrin (nex) – Etwa 25.000 Kämpfer der Freien Syrischen Armee haben sich der türkischen Militäroperation in Nordsyrien angeschlossen mit dem Ziel, arabische Städte und Dörfer wiederzuerobern, die vor fast zwei Jahren von den kurdischen YPG-Milizen beschlagnahmt worden waren. Dies gab Medienberichten zufolge ein FSA-Kommandeur am gestrigen Sonntag bekannt.
Major Yasser Abdul Rahim, der auch Kommandant der Sham-Legion, einer Rebellengruppe der FSA im Operationsgebiet ist, sagte, die Rebellen hätten nicht versucht, in die hauptsächlich von Kurden bewohnte Stadt Afrin einzudringen, sondern diese einzukreisen und die YPG zu vertreiben.
„Wir haben kein Interesse daran, die Stadt einzunehmen, sondern nur an den militärischen Zielen in der Stadt und den umliegenden Dörfern“, betonte er und ergänzte: „Wir wollen die Stadt einkreisen und sicherstellen, dass die Milizen vertrieben werden. Wir werden nicht in der Stadt kämpfen, da wir keine Probleme mit Zivilisten haben.“
Ein Hauptziel der Militäroperation sei die Wiedereroberung von Tel Rifat, einer Stadt südöstlich von Afrin, sowie einer Reihe arabischer Dörfer, die die YPG im Februar 2016 von Rebellen erobert und Zehntausende von Einwohnern vertrieben hatte, so Abdul Rahim weiter.
(Foto: AA)
„Die Aufgabe der Freien Syrischen Armee besteht zunächst darin, 16 arabische Städte und Dörfer, die von den ausländischen Milizen (YPG) mit Hilfe der russischen Luftstreitkräfte eingenommen und besetzt wurden, zurückzugewinnen“, teilte Abdul Rahim aus Syrien in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur Anadolu mit.
Infolge der Kämpfe mussten mindestens 150.000 Einwohner dieser Dörfer nach Azaz fliehen. Sie sind in Lagern an der türkischen Grenze untergebracht, und dürfen laut Aussagen der Oppositionskräfte nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Die überwiegend arabischen Rebellen beschuldigen die syrisch-kurdische Miliz YPG, die Araber gewaltsam aus den Dörfern zu vertreiben und eine bewusste Politik der ethnischen Säuberung zu praktizieren. Die YPG bestreiten jedoch diese Behauptungen.
Tel Rifat und nahegelegene Gebiete, einschließlich des Flugplatzes Menigh, fielen Anfang 2016 mit Unterstützung der Assad-Streitkräfte, iranischen Milizen und der russischen Luftwaffe den Kämpfern der YPG in die Hände.
Bei den Oppositionskräften, die an der türkischen Militäroffensive „Operation Olivenzweig“ teilnehmen, handelt es sich zum größten Teil um dieselbe Fraktion, die 2016 an der ebenfalls von der türkischen Armee durchgeführten Operation „Schutzschild Euphrat“ teilgenommen hatten. Durch „Schutzschild Euphrat“ wurde die Terrororganisation IS aus dem Gebiet vertrieben und eine weitere Ausweitung des Einflusses der YPG verhindert.
Zum Thema
– Militäroperation Olivenzweig –
Moskau sieht Schuld für türkische Militäroffensive bei USA
Das russische Verteidigungsamt sieht Waffenlieferungen der Vereinigten Staaten an proamerikanische Kräfte in Nordsyrien als den entscheidenden Beweggrund für die türkische Militäroperation „Olivenzweig“ nahe dem syrischen Afrin.
Bonn (nex) – Auf ihrem Parteitag in Bonn stimmen die knapp 600 Delegierten sowie die Mitglieder des Parteivorstands mehrheitlich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union.
362 Delegierte stimmen für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen, 279 dagegen. Somit macht die SPD vier Monate nach der Bundestagswahl den Weg frei für eine neue Große Koalition.
Die Koalitionsverhandlungen können damit in den nächsten Tagen beginnen und im Idealfall bereits im Februar abgeschlossen werden.
Danach müssen jedoch noch die mehr als 440.000 SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag abstimmen und haben damit das letzte Wort.
Die große Zahl der Gegner einer GroKo in den eigenen Reihen zeigt allerdings, wie sehr die SPD in dieser Frage gespalten ist.
Reyhanli (nex) – Nach einem Angriff auf die türkische Grenzsstadt Kilis in der vergangenen Nacht, sind auch Sonntagmittag mehrere Raketen aus syrischen Grenzregionen in die Türkei abgefeuert worden.
In der Stadt Reyhanli der Provinz Hatay wurde laut Medienberichten mindestens eine Person getötet und 32 verletzt.
Insgesamt schlugen drei Raketen schlugen in verschiedene Gebäude in der Stadt ein und beschädigten Häuser und Fahrzeuge.
Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit Samstag Stellungen der PYD im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der Militäroperation geäußert.
“Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren
Afrin (nex) – Bodentruppen der türkischen Streitkräfte sind in die syrische Region um Afrin vorgedrungen. Vorausgegangen waren mehrfache Gewalttaten der Terrorgruppe PYD, dem syrischen Ableger der Terrormiliz PKK, die zivile, wie militärische Gebiete rund um das türkische Kilis von syrischem Gebiet aus beschossen.
Ein militärisches Vorgehen gegen die die syrische Stadt kontrollierende und von der Terrormiliz PYD dominierte „Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) war seitens Ankaras schon seit Jahren angekündigt worden. Nach der amerikanischen Ankündigung, man werde in Nordsyrien eine „grenzschutzähnliche Truppe“ von rund 30.000 Mann ausbilden und stationieren, in der die SDF eine wichtige Rolle spielen werde, zogen die Türken zwar verstärkt Truppen in der türkischen Provinz Hatay zusammen, beließen es jedoch bei der entsprechenden Drohkulisse.
Allerdings machte die türkische Seite mehr als deutlich, dass man nicht länger gewillt sei, die von syrischem Gebiet aus gestarteten terroristischen Gewaltakte der Terrormiliz PYD, die die SDF maßgeblich dominiert, gegen türkische Zivilisten, sowie Angehorige von Polizei und Militär hinzunehmen. Zu oft und zu heftig waren in den türkischen Grenzregionen zu Syrien lebende Menschen, auch syrische Flüchtlinge, immer wieder dem Beschuss des syrischen PKK-Ablegers mit Granaten und Raketen, sowie anderen terroristischen Repressalien ausgesetzt gewesen.
Auch in der nun zu Ende gehenden Woche nahm die Terrormiliz PYD erneut türkisches Gebiet und türkische Menschen „unter Feuer“, besonders verstärkt seit dem vergangenen Freitag. Erst gestern hatten die türkischen Streitkräfte die terroristischen Angriffe der PYD aus Syrien mittels von Panzerhaubitzen auf türkischem Grund abfeuerten Granaten und einem Luftangriff auf PYD-Stellungen rund um Afrin beantwortet.
Nachdem auch in der vergangen Nacht vom Samstag auf den heutigen Sonntag weiterhin, sowohl türkische Zivilisten in der Grenzregion zu Syrien und auch Truppenteile mit Granaten und Raketen seitens der Terroristen von Syrien aus attackiert wurden, rückten Einheiten der türkischen Streitkräfte nunmehr in die Region Afrin ein. Die türkischen Truppenverbände werden dabei von Einheiten der oppositionellen „Freien Syrischen Armee“ (FSA) unterstützt.
Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA und dem Sender NTV am Sonntag vor türkischen Journalisten, die Armee habe die Grenze bei Kilis um 11.05 Uhr überschritten. Am Morgen hatte die Nachrichtenagentur Anadolu gemeldet, Kämpfer der FSA seien in das von den PYD kontrollierte Gebiet in der Umgebung von Afrin vorgerückt. Dies wurde von Seiten der Terrormiliz jedoch bestritten und von PYD-Sprecher Süleyman Dschafar wörtlich als „türkische Propaganda und deren Wunschvorstellung“ zurückgewiesen .
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte das Eindringen der FSA zunächst nicht. Allerdings berichteten deren Beobachter von heftigen Kämpfen zwischen „türkischen Truppen“ und Einheiten der SDF-Allianz unter Führung der YPG. Die Kämpfer versuchten nach Afrin vorzurücken, zunächst hätten sie aber PYD/SDF „davon abgehalten“.
Derzeit konzentrieren sich die Kämpfe zwischen den turkischen Truppen und ihren Verbündeten einerseits und Kämpfern der terroristischen PYD andererseits vorallem an den nördlichen und westlichen Rändern von Afrin habe es Kämpfe zwischen YPG und türkischen Soldaten gegeben. Das Dorf Schengal in direkter Nähe zur Grenze ist hingegen von türkischen Truppen vollstandig eingenommen worden.
In Afrin halten sich, internationalen Schätzungen zufolge, ca.10 bis 12.000 Kämpfer des syrischen PKK-Ablegers auf. Zudem leben dort etwa 800 000 Zivilisten, die zum Teil aus anderen Teilen Syriens geflohen sind. Die Befürchtung ist groß, dass sie ins Kreuzfeuer kommen könnten, zumal seitens der terroristischen Kämpfer nicht zum ersten Mal hilfslose Zivilisten als menschliche Schutzschilde mißbraucht würden. Inzwischen haben türkische Truppen, Berichten zu Folge, mehrere Grenzübergänge für zivile Personen geöffnet, die vor den Gefechten fliehen.
Thomas Bernhard
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– Militäroperation Olivenzweig –
Syrien: Türkische Kampfflugzeuge bombardieren von USA genutzten Flughafen
Laut Medienberichten sollen Kampfflugzeuge der türkischen Luftstreitkräfte den auch von US-Truppen genutzten Militärflughafen Menagh nahe der türkisch-syrischen Grenze bombardiert haben.