Fahrgastverband Pro Bahn
Sturmbedingte Zugausfälle: Pro Bahn fordert neues Konzept zur Bepflanzung an Gleisen

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Vorschlag von Ehrenvorsitzendem Naumann: „Bäume erst in größerem Abstand pflanzen“ Osnabrück (ots) – Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert von der Deutschen Bahn einen effektiveren Umgang mit extremen Wetterbedingungen. Als Folge der Einstellung des Zugverkehrs während des Orkans „Friederike“ sagte der Pro-Bahn-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“:
„Sinnvoll ist direkt neben den Gleisen eine Bepflanzung mit Sträuchern und Büschen. Bäume sollten erst in einem größeren Abstand zum Gleis gepflanzt werden.“
Laut Pro Bahn ergäben sich durch eine solche Bepflanzung zwei Vorteile: Umstürzende Bäume würden weitgehend von den Sträuchern und Büschen aufgefangen. Zum anderen würde hier keine „naturfreie“ Trasse, sondern durch das niedrige Gehölz ein wertvoller Lebensraum für Insekten entstehen, erklärte Naumann. Das Konzept solle einvernehmlich zwischen Bahnbetreibern, Naturschutzbehörden und Fahrgastverbänden erstellt und wenn nötig mithilfe der öffentlichen Hand finanziert werden. Häufung von wetterbedingten Komplettsperrungen Laut Pro Bahn habe es in den vergangenen Jahren, insbesondere 2017, eine Häufung von wetterbedingten Komplettsperrungen der Bahnstrecken gegeben.

Türkei
Militäroperation Olivenzweig: Drei Raketen treffen türkische Stadt Kilis

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Kilis (nex) – Drei aus Syrien abgefeuerte Raketen trafen am frühen Sonntag die Grenzprovinz Kilis. Die Raketen seien um 1.40 Uhr Ortszeit in zwei Nachbarschaften im Stadtzentrum eingeschlagen, teilte Gouverneur Mehmet Tekinarslan der Nachrichtenagentur Anadolu mit. Glücklicherweise sei nur eine Person durch herumfliegende Glassplitter leicht verletzt worden, so der Gouverneur weiter. Zudem seien auch einige Gebäude beschädigt worden. Die Türkei greift seit Samstag Stellungen der PYD im Norden Syriens aus der Luft und vom Boden an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der  Militäroperation geäußert. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren.

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– Militäroperation Olivenzweig – Syrien: Türkische Kampfflugzeuge bombardieren von USA genutzten Flughafen

Laut Medienberichten sollen Kampfflugzeuge der türkischen Luftstreitkräfte den auch von US-Truppen genutzten Militärflughafen Menagh nahe der türkisch-syrischen Grenze bombardiert haben.

Syrien: Türkische Kampfflugzeuge bombardieren von USA genutzten Flughafen
   

Hamburg
Völkermord an den Herero und Nama: Deutsch-namibisches Fotoprojekt will Beitrag zur Versöhnung leisten

Hamburg (ots) – Mehr als 110 Jahre nach dem Genozid an den Herero und Nama durch die „Kaiserliche Deutsche Schutztruppe“ im damaligen Deutsch-Südwestafrika (Namibia) arbeitet ein deutsch-namibisches Team unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer vom Historischen Seminar der Universität Hamburg einen umfangreichen Fundus kolonialer Fotoquellen auf. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der „Forschungsstelle Hamburgs (post-)koloniales Erbe“ und dem Museum für Völkerkunde Hamburg. Ziel ist es, zur historischen Aufklärung über den Genozid beizutragen und so einen Ansatz zur Versöhnung zu bieten. Das Projekt wird von der Gerda-Henkel-Stiftung mit 210.000 Euro gefördert. Im Projekt zur „Visual History of the Colonial Genocide“ arbeiten drei namibische Künstlerinnen und Künstler sowie eine deutsche Historikerin mit den mehr als 1000 Fotos, die deutsche Soldaten, Wissenschaftler und Reisende zwischen 1900 und 1918 – also zur Zeit des ersten Genozids – in Namibia machten. „Die Bilder erlauben einen neuen, unvermittelten Blick auf die tragischen Geschehnisse von vor 114 Jahren, die die Geschichte Namibias und Deutschlands zusammenbindet“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Jürgen Zimmerer. „Es ist wichtig, dass junge Menschen aus beiden Ländern diese Geschichte gemeinsam erarbeiten und sie so ein Stück weit auch überwinden“, meint der Historiker. „Mich interessiert der fotografische Vergleich vor und nach dem Genozid an meiner Nation“, sagt die namibische Künstlerin Vitjitua Ndjiharine, die mit ihren Collagen das historische Leid beschreibt: „Heute spürt man Stolz – auch auf die gemeinsame deutsch-namibische Vergangenheit und Stolz auf den gelungenen Wiederaufbau unserer Kultur“. „Uns ist es ein großes Anliegen unsere Archive zu öffnen und aus verschiedensten Perspektiven zu erforschen“, so Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, die Direktorin des Museums für Völkerkunde Hamburg: „Gerade die wissenschaftliche und künstlerische Aufarbeitung aus namibischer Sicht stellt neue Fragen an dieses koloniale Archiv.“ 2019 präsentieren Vitjitua Ndjiharine, die Multimedia-Künstlerin Nicola Brandt, der Performance-Künstler Mushaandja sowie die Hamburger Historikerin Ulrike Peters die Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation, die auch in Windhoek gezeigt werden soll. Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin des Museums für Völkerkunde Hamburg, und die Künstlerinnen aus Namibia werden das Projekt im Rahmen eines Mediengesprächs am Mittwoch, dem 24. Januar 2018, um 10.00 Uhr im Museum für Völkerkunde Hamburg, Rothenbaumchaussee 64,20148 Hamburg.vorstellen. Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter: marianne.weis-elsner@uni-hamburg.de

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Völkermord Evangelische Kirche bittet Nachfahren des Völkermords an Herero um Vergebung

Mit einem Schuldbekenntnis und der Bitte um Vergebung hat sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) an die Nachfahren der Opfer des – aus Sicht der meisten Historikerinnen und Historiker – ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts gewendet.

Evangelische Kirche bittet Nachfahren des Völkermords an Herero um Vergebung

Militäroperation Olivenzweig
Moskau sieht Schuld für türkische Militäroffensive bei USA

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Moskau (nex) – Das russische Verteidigungsamt sieht Waffenlieferungen der Vereinigten Staaten an proamerikanische Kräfte in Nordsyrien als den entscheidenden Beweggrund für die türkische Militäroperation „Olivenzweig“ nahe dem syrischen Afrin. Das berichtet „Sputnik“ unter Berufung auf eine am Samstagabend veröffentlichte Stellungnahme des russischen Ministeriums. Demnach hätten „unkontrollierte Lieferung moderner Waffen an proamerikanische Kräfte in Nordsyrien durch das Pentagon, darunter auch schultergestützte Boden-Luft-Raketensysteme“ zur Eskalation in der Region beigetragen und zu der Militäroffensive der türkischen Streitkräfte geführt. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit Samstag Stellungen des syrischen Arms der Terroroganisation PKK, der PYD im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der  Militäroperation geäußert. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren.

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Iran-Abkommen
Jürgen Hardt: Atomabkommen mit Iran nicht gefährden

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Berlin (ots) – Der Außenexperte der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), hat sich dafür ausgesprochen, das Atomabkommen mit dem Iran nicht zu gefährden. Zwar räumte Hardt am Samstag im Inforadio vom rbb ein, dass das Abkommen Schwächen habe.

Es sei aber besser ein Abkommen zu haben als keins. Hintergrund ist der Vorstoß von US-Präsident Trump, das Abkommen nachverhandeln und verschärfen zu wollen.

Dazu sagte Hardt:

„Das jetzige Abkommen mit dem Iran, das ja von den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland verhandelt wurde, ist keine dauerhafte Lösung des Problems, dass der Iran versucht, sich atomar zu bewaffnen. Aber es ist ein Abkommen, das dadurch, dass es den Zeitraum, in dem der Iran theoretisch in der Lage wäre, bombenfähiges Material anzureichern und entsprechende Bomben zu bauen, deutlich verlängert – ein Plus an Sicherheit, nicht zuletzt auch für Israel. Die Israelis kritisieren dieses Abkommen zwar massiv, aber am Ende des Tages, wenn man mit Generalen spricht, hört man, dass es besser ist, dieses Abkommen zu haben als nichts. Und solange wir nicht eine Alternative zu diesem Abkommen in Aussicht und Perspektive haben – und Alternative bedeutet ein Papier, von dem wir ausgehen, dass wir den Iran dazu bringen können, es auch zu unterschreiben – halte ich nichts davon, irgendetwas zu tun, das das geltende Abkommen in Frage stellt. Es könnte sein, dass wir am Ende dann mit nichts dastehen, weil wir dem Iran einen Vorwand liefern, aus dem Abkommen auszusteigen. Deswegen bin ich sehr skeptisch gegenüber solchen Schritten. Richtig ist an der amerikanischen Position zweifellos, dass das Abkommen zwar die Anreicherung von atombombenfähigem Material und den Bombenbau betrifft, aber eben nicht die Trägerraketen mit einbezieht. Und wenn man eine atomare Bombe hat, dann braucht man auch ein Mittel, diese Bombe zu verschießen, um damit bedrohlich zu werden – im übrigen ein Thema, das uns in Nordkorea genauso beschäftigt. Und deswegen müssen wir auch gucken, ob wir eine Lösung für dieses Raketenproblem des Iran finden. Aber es ultimativ damit zu verbinden, dass für den Fall, dass ein solches Abkommen nicht zustande kommt, das andere geltende Abkommen aufgehoben wird, das wäre, glaube ich, ein schlechter Deal.“

Berlin
Verfassungsexperte: Neuwahlen keineswegs die einzige Alternative bei Scheitern der Groko-Pläne

Ex-Bundestagsdirektor Zeh: Auch Expertenkabinett oder Kanzlerkandidat kleinerer Parteien denkbar Osnabrück (ots) –  Sollten die Groko-Pläne scheitern, sind Neuwahlen keineswegs die einzige Alternative. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Verfassungsexperte Wolfgang Zeh, denkbar sei beispielsweise auch ein Expertenkabinett. Auf jeden Fall führe der Weg zu Neuwahlen über den Bundespräsidenten. Entscheidend seien nicht Verlautbarungen der Politiker, „sondern das verfassungsrechtlich zwingende Procedere nach Artikel 63 des Grundgesetzes“, sagte der frühere Bundestagsdirektor. Zunächst liege es in der Hand des Bundespräsidenten, einen Kanzlerkandidaten vorzuschlagen, erklärte der Professor der Verwaltungshochschule Speyer. Wenn dieser nicht mit absoluter Mehrheit gewählt werde, wäre auch ein Kabinett aus parteipolitisch nicht gebundenen Experten vorstellbar, das von einem Minderheitsbündnis getragen wird. Voraussetzung wäre, dass der Bundespräsident am Ende einen vom Parlament nur mit relativer Mehrheit gewählten Kanzler ernennt, dem er zutraut, Mehrheiten zu organisieren. Zeh sieht nicht automatisch die Union am Zuge. Zwar entspreche es dem Grundgesetz, dass die aus der Wahl als stärkste hervorgegangene Partei zunächst den Auftrag zur Regierungsbildung habe, sagte der Professor. Würde ihr Kandidat im Parlament aber nicht die erforderliche Mehrheit erringen, könne die Regierungsbildung auch an eine der kleineren Parteien übergehen. „Dass der Stärkste die Regierung bildet, ist Tradition, aber keine zwingende Rechtsvorschrift“, sagte Zeh.

Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
EU-Entwicklungsbank will 2018 1,5 Milliarden Euro in der Türkei investieren

Von Thomas Bernhard
Die „Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung“ ( EBWE) will, wie jetzt der Präsident der EBWE, Suma Chakrabarti, im Vorfeld eines Treffens mit verschiedenen Verhandlungspartern in der Türkei bekanntgab, 1,5 Milliarden Euro in der Türkei investieren Die „EBWE“ wurde 1991 gegründet, um den Aufbau der Marktwirtschaft in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen. Dabei widmet sich die EBRD, nach deren eigenen Angaben, der Aufgabe, „den Übergang zur offenen Marktwirtschaft zu begünstigen sowie die private und unternehmerische Initiative zu fördern“. In den Jahren von 2006 bis 2015 erweiterte die Bank ihre ursprüngliche Einsatzregion auf neue Länder wie die Mongolei (2006), die Türkei (2009) und Jordanien, Marokko, Tunesien, Ägypten und Kosovo (2012), Zypern (2014) und Griechenland (2015). Gegenwärtig ist die „EBWE“ in mehr als 30 Ländern aktiv – von Mitteleuropa bis Zentralasien und im südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Als einzige unter den Entwicklungsbanken verfügt die „EBWE“ über ein politisches Mandat, wonach sie nur in Ländern arbeitet, „die sich zu den Grundsätzen der Mehrparteiendemokratie, des Pluralismus und der Marktwirtschaft bekennen und diese anwenden“. Der Umweltschutz und das Bekenntnis zur nachhaltigen Energie sind ebenfalls Kernstücke der Arbeit der Bank. Bereits im November des vergangenen Jahres hatte die „EBWE“ bei der Präsentation ihres sogenannten „Übergangsbericht Transition Report /2017-2018“ darauf verwiesen, dass man seit Beginn des „EBWE“-Engagnents in der Türkei in Jahr 2009 bis Ende 2017 insgesamt Investitionen in Höhe von 9,5 Milliarden Euro in diesem Land getätigt habe. Darüber hinaus hätten ihre Partner, zusätzlich, 20 Milliarden Euro in der Türkei investiert. Schon seinerzeit teilte „EBRD“-Türkeidirektor Arvid Tuerkner mit, die Türkei sei in kürzester Zeit zum größten und damit wichtigste Land der Aktivitäten der „Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung“ geworden. Tuerkner im November 2017: „Die Investitionen der „EBWE“ verteilen sich auf die Bereiche Finanzen, Infrastruktur, Energie und Landwirtschaft. Die Türkei hat in den letzten 15 Jahren einen beachtlichen Erfolg erzielt und dabei auch ihr Wachstumsmodell geändert. Das Augenmerk des Landes hat sich auf Technologieadaption und Bildung neuer Technologien gerichtet“.

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Militäroperation Olivenzweig
Syrien: Türkische Kampfflugzeuge bombardieren von USA genutzten Flughafen

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Afrin (nex) – Laut Medienberichten sollen Kampfflugzeuge der türkischen Luftstreitkräfte den auch von US-Truppen genutzten Militärflughafen Menagh nahe der türkisch-syrischen Grenze bombardiert haben. Der Stützpunkt sei seit Jahren auch von den USA für die Lieferung von Waffen an die PYD genutzt worden, berichtet das Nachrichtenportal „Sputnik“ unter Berufung auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“. Nach einer massiven Bombardierung durch die russischen Luftstreitkräfte wurden die syrischen Oppositionkräfte, die zuletzt die Macht über den Stützpunkt hatten, Anfang 2016 letztendlich vertrieben. Seit dem befindet sich der Flughafen unter Kontrolle des syrischen Arms der Terroroganisation PKK, der PYD. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit Samstag Stellungen der PYD im Norden Syriens an. Mit der „Operation Olivenzweig“ wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der „Unterdrückung durch Terroristen“ befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das „Recht zur Selbstverteidigung“. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der  Militäroperation geäußert. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren.
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– Operation Olivenzweig – US-Verteidigungsministerium: Türkei ist unser Verbündeter

Das US-Verteidigungsministerium wies am Freitag die Behauptungen zurück, dass eine türkische Militäroperation gegen die von der PYD/PKK gehaltene Stadt Afrin in Nordsyrien die diplomatischen Beziehungen zwischen Ankara und Washington ins Chaos stürzen würde.

US-Verteidigungsministerium: Türkei ist unser Verbündeter
     

Militäroperation Olivenzweig
Türkischer Außenminister: Syrische Regierung wurde informiert

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Ankara (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der seit heute gestarteten Militäroperation „Olivenzweig“ der türkischen Streitkräfte im nordsyrischen Afrin geäußert. „Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten“, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren. Die seit Tagen angekündigte Bodenoffensive gegen die von der Terrororganisation YPG besetzten Stadt Afrin habe „de facto“ begonnen, danach werde Manbidsch angegriffen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Samstag. Zuvor hatten die türkischen Streitkräfte die Stellungen der YPG bereits aus der Ferne beschossen. Die Türkei hatte schon seit einigen Tagen an ihrer Grenze zu Syrien Soldaten und Panzer zusammengezogen. „Operation Olivenzweig“ startete Das türkische Militär bestätigte am Samstag eine „Boden- und Luftoffensive zur Terrorbekämpfung“. Die Operation Olivenzweig habe um 15.00 Uhr (MEZ) begonnen und richte sich gegen die Terrormiliz YPG und auch gegen den ebenfalls terroristischen IS (Daesh), erklärte das türkische Militär. Durch die „Operation Olivenzweig“ genannte Aktion sollen die Bewohner der nordsyrischen Grenzregion von der „Unterdrückung durch Terroristen“ befreien werden, erklärte der türkische Generalstab. Die Türkei mache dabei von ihrem Recht zur Selbstverteidigung gegenüber der Bedrohung des Landes durch Terroristen und den von ihnen verbreiteten Terror Gebrauch. Wie der pro-iranischen Hisbollah-Miliz nahestehende Medien berichteten, eroberten die türkische Armee und mit ihr verbündete Kräfte der syrischen Opposition den Flugplatz Abu al-Duhur in der Provinz Idlib. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die eigenen Militärkräfte und Angehörige der Militärpolizei seien aus dem Kampfgebiet herausgebracht worden. „Weitere russische Soldaten seien mitsamt Ausrüstung und sonstigem Material aus dem umkämpften Gebiet vollständig zurückgezogen worden“, heißt es weiter in der Erklärung. Russland halte an seiner Position fest, „die syrische Krise durch die Bewahrung der territorialen Integrität und die Respektierung der Souveränität Syriens zu lösen“, heißt es ferner in Erklärungen des russischen Außenministeriums und auch des Moskauer Verteidigungsministeriums. Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg den dortigen Machthaber und Präsidenten Assad, der sich einer türkischen Militäraktion in Syrien mit seinem Regime, wie Assad wortreich ankündigte, entgegenstellen. Doch dürfte die bisherige Reaktion aus Moskau eher auf ein zumindest neutrales Verhalten Russlands hindeuten. Schließlich dürften die bisherigen Bestrebungen diverser syrischer Kurdengruppen zur Aufrechterhaltung der von diesen ausgerufenen „voll-autonomen kurdischen Republik“ auf syrischem Gebiet und eine dadurch erfolgende Aufspaltung Syriens weder im Interesse Assads noch Russlands liegen. Die seinerzeit ausgerufene „voll-autonome kurdische Republik“ war jedoch von keinem Land der weltlichen Staatengemeinschaft anerkannt worden. Thomas Bernhard  

Operation Olivenzweig
US-Verteidigungsministerium: Türkei ist unser Verbündeter

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Washington (nex) – Das US-Verteidigungsministerium wies am Freitag die Behauptungen zurück, dass eine türkische Militäroperation gegen die von der PYD/PKK gehaltene Stadt Afrin in Nordsyrien die diplomatischen Beziehungen zwischen Ankara und Washington ins Chaos stürzen würde. „Eine einzige Handlung führt in der Regel nicht zu Chaos oder einem Zusammenbruch. Wir führen einen regelmäßigen Informationsaustausch mit unserem Verbündeten Türkei durch,“ sagte Pentagon-Sprecher Eric Pahon der Nachrichtenagentur Anadolu. Pahons äußerte sich damit auf Bemerkungen einiger namentlich nicht genannter amerikanischer Politiker gegenüber CNN, wonach eine militärische Operation der Türkei in Afrin angeblich den Kampf gegen die Terrororganisation IS untergraben, einen regionalen Konflikt auslösen und die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und ihrem NATO-Verbündeten ins Chaos stürzen könnte. „Wir reden über diese Dinge. Das ist ein Teil davon, Verbündete zu sein. Verbündete sind nicht immer einer Meinung, aber sie sind bereit, zusammenzuarbeiten“, bekräftigte Pahon. Insbesondere in Afrin sei die USA nicht aktiv, so dass die türkische Militäroperation keinen direkten Einfluss auf deren Ziel in Syrien, nämlich die Zerschlagung des IS, habe, so Pahon. „Wir möchten, dass sich alle weiterhin auf unser Hauptziel konzentrieren – die Niederlage des IS“, betonte Pahon. Türkisches-russisches Abkommen Zu Berichten, wonach Russland seine Streitkräfte aus Afrin abzieht, sagte Pahon: „Das ist ein Abkommen zwischen Russland, dem Regime [in Syrien] und der Türkei. Wir sind nicht daran beteiligt“. Das Pentagon hatte zuvor erklärt, dass die USA die PYD/PKK in Afrin nicht als Teil der Anti-IS-Operationen betrachteten. Allerdings wird die neugegründete SDF, mit denen die USA in Syrien zusammenarbeiten, von PYD/PKK-Offizieren geführt. Der ehemalige Sprecher und Oberst der “Demokratischen Kräfte Syriens” (SDF), Oberst Talal Silo, war Mitte November in Dscharābulus zu den oppositionellen Kräften der “Freien Syrischen Armee” (FSA) übergelaufen und behauptet, dass die USA die SDF als Tarnung geschaffen habe, um nicht als Unterstützer einer Fraktion des syrischen Ablegers der Terrororganisation PKK, der YPG/YPJ ins Blickpunkt der Öffentlichkeit zu geraten.  

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– Meinung – Kommentar: Die USA unterstützen eine im eigenen Land verbotene Terrororganisation

Der IS (Daesh) ist, sowohl in Syrien, wie auch im Irak militärisch besiegt. Was jetzt folgen muss, ist ein demokratischer Neuaufbau, besonders in Syrien. Weiterer Terrorismus muss dann mit polizeilichen und nachrichtendienstlichen Mitteln verfolgt werden. Doch genau das Land, welches Jahrzehnte gegen derartige Terrorgruppen und Terroristen kämpfte, will in Syrien weiter Krieg führen lassen, diesmal durch Terroristen! Ein Kommentar.

Kommentar: Die USA unterstützen eine im eigenen Land verbotene Terrororganisation