USA
Royal Jordanian-Pilot Dajah in New York verhaftet

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Ankara (tp/nex) – Der Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft „Royal Jordanien“, der derzeit viral in den sozialen Netzwerken gefeiert wird, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York, Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat, wurde in den USA verhaftet. Yousef Dajah, der Kapitän der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien, ist nach der Landung im JFK-Flughafen in New York verhaftet worden. Zuvor hatte der Pilot während des Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York über Jerusalem in einer Durchsage die heilige Stadt als Hauptstadt Palästinas genannt. Die Passagiere des Flug RJ 216 hatten mit begeistertem Beifall reagiert und bereits während dem Flug nach New York über die sozialen Medien viral verbreitet. Bei dem Vorfall der sich bereits am Dienstag ereignete, hatte der Kapitän der Royal Jordanian Airlines, Yousef Dajeh, die Passagiere während des Fluges von Amman nach New York in einer Durchsage darüber informiert, dass sie über „Jerusalem, der Hauptstadt von Palästina“ auf dem Weg zu ihrem endgültigen Ziel fliegen werden. „Wir werden jetzt über Palästina reisen und dann von Jerusalem, der Hauptstadt Palästinas, nach Norden in Richtung des internationalen Flughafens John F. Kennedy fliegen“, teilte der Pilot während der Durchsage mit. Ein Video, dass die Durchsage des Kapitäns enthielt, wurde in sozialen Medien viral verbreitet und fand reges Interesse. Laut einem Bericht des israelischen TV-Sender Channel Ten und türkischen Medienberichten, wurde der Kapitän nach der Landung auf dem JFK Airport in New York festgenommen und verhört.

Zum Thema

– Israel – Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

Ein Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien wird in den sozialen Netzwerken gefeiert, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat.

Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

Regierungsbildung
Umfrage: Mehrheit der Deutschen glaubt an GroKo

Berlin (ots) – Noch hat sich die SPD nicht festgelegt, doch die Deutschen glauben, dass die Sozialdemokraten am Ende Ja zu einer Neuauflage der Großen Koalition sagen werden. In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage gehen 62 Prozent der Deutschen davon aus, dass die GroKo zustande kommen wird. Nur 28 Prozent bezweifeln das. 65 Prozent der Befragten vermuten, dass eine Große Koalition eher bei den SPD-Wählern auf Widerstand stoßen würde. Nur 25 Prozent der Befragten sehen das größere Unmutpotenzial bei den CDU/CSU-Wählern. Am Ende eventueller Koalitionsverhandlungen müsste die SPD-Basis in einer Mitgliederbefragung grünes Licht für die GroKo geben. 67 Prozent der Deutschen glauben an eine solche Zustimmung durch die Parteibasis. Nur 21 Prozent der Befragten vermuten, die GroKo würde auf den letzten Metern am Veto der Parteimitglieder scheitern.

Schulz mit größerem Ansehensverlust als Lindner und Seehofer

Die ergebnislosen Sondierungen der vergangenen Wochen haben auch dem Ansehen der Parteichefs geschadet. Größter Verlierer ist dabei SPD-Chef Martin Schulz, dem 26 Prozent der Deutschen den stärksten Ansehensverlust attestieren – gefolgt von Kanzlerin Angela Merkel (22 Prozent), FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner (22 Prozent) und CSU-Chef Horst Seehofer (21 Prozent).

Finanzen
Bitcoin-Rausch: Größter Hype in der Geschichte des Finanzwesens

Von Ernst Wolff
Die Chicago Board Options Exchange, eine der weltweit größten Optionsbörsen, hat am Montag den Handel mit Bitcoin Futures eröffnet. Damit ist in der Geschichte der Bitcoins eine neue Wegmarke erreicht. Futures zählen zu den Derivaten und sind nichts anderes als Wetten auf zukünftige Kursentwicklungen. Derivate erfüllen volkswirtschaftlich keine sinnvolle Funktion und dienen ausschließlich der Bereicherung von Spekulanten. Es waren diese Derivate, die das globale Finanzsystem bereits zweimal an den Abgrund geführt haben – 1998 und 2008. Trotz aller Versprechen der Politik ist bis heute nichts gegen den Derivatehandel unternommen worden. Im Gegenteil: Wie man an der Einführung von Bitcoin-Futures sieht, werden sie trotz der offensichtlichen Gefahr, die sie für das globale Finanzsystem bedeuten, weiter aufgelegt. Für den Bitcoin heißt das: Sein Wert wird von nun an im globalen Finanzcasino bestimmt. Der Bitcoin-Hype kommt dem System sehr gelegen Das globale Finanzsystem ist seit 2008 nur durch das Schaffen enormer Geldsummen durch die Zentralbanken am Leben erhalten worden. Daher sind in den vergangenen Jahren an den Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkten riesige Blasen entstanden, die jederzeit zu platzen drohen. Vor allem aber ist ein historisch nie dagewesener Schuldenberg entstanden. Um ihn bedienen zu können, sind die Zinssätze immer weiter gesenkt worden – zum Teil bis in negatives Territorium. Das aber zerstört zum einen das klassische Bankengeschäft (die Kreditvergabe), und führt zum anderen zwingend in eine nicht zu kontrollierende Inflation. Aus diesem Grund sind die Zentralbanken zurzeit bestrebt, die Zinssätze wieder anzuheben – angesichts des historischen Rekordstandes der globalen Schulden ein überaus heikles Vorhaben. In dieser schwierigen Situation kommt dem System der Bitcoin-Hype sehr gelegen: Er zieht Gelder aus anderen Märkten ab und entspannt dort die Situation leicht. Zum anderen ermöglicht er Großinvestoren, in kurzer Zeit hohe Spekulationsgewinne einzufahren und so ihre Verluste durch Zinserhöhungen auszugleichen. Noch viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass er sie in die Lage versetzt, die Bitcoin-Blase jederzeit nach ihren Wünschen platzen zu lassen. Bereits jetzt befinden sich große Bitcoin-Mengen in der Hand sehr weniger Besitzer – ein Trend, der wegen des Eingreifens institutioneller Anleger in naher Zukunft weiter zunehmen dürfte. Da das Spekulationsgeschäft in der Hand erfahrener Börsenprofis liegt, ziehen diese natürlich alle Register und bemühen sich gegenwärtig nach Kräften, die Gans vor dem Schlachten noch richtig zu mästen. Dazu gehört vor allem eines: Große Mengen ahnungsloser Kleinanleger in das Geschäft mit hineinzuziehen. Das scheint – vor allem mit Hilfe der Mainstream-Medien – perfekt zu gelingen, denn beim Bitcoin-Rausch handelt es sich mittlerweile um den größten Hype in der gesamten Geschichte des Finanzwesens. Die falschen Vorstellungen der Krypto-Anhänger Bitcoin-Fürsprecher behaupten, ihr Produkt erfülle alle Voraussetzungen für eine Währung. Leider fehlt dabei die wichtigste: Bitcoins repräsentieren nämlich keinen realen Wert. Zwar leben wir in einer Welt, in der keine Währung mehr gedeckt ist, aber alle anderen sind früher einmal in Form der Edelmetalle durch einen realen Wert gedeckt gewesen. Dass sie es heute nicht mehr sind, ist das Ergebnis des Zerfalls des Bretton-Woods-Systems, das die USA 1971 zwang, den Dollar (und damit alle an ihn gebundenen Währungen) vom Gold zu lösen. Damit wurde eine Epoche eingeleitet, die zur Explosion des Finanzsektors und damit in das derzeitige globale Finanzcasino geführt hat. Der durch nichts gedeckte Bitcoin ist somit die erste Währung, die von vornherein als Fiat-Währung zur Welt gekommen ist. Das allein zeigt: Kryptowährungen sind keine Herausforderung des bestehenden Geldsystems, sondern repräsentieren und symbolisieren ihrem Wesen nach die höchste Stufe seines Zerfalls und seiner Fäulnis. Wie aber kann es sein, dass Krypto-Anhänger immer wieder darauf pochen, dass ihre vermeintlichen Währungen demokratisch seien und der Weltherrschaft der Banken ein Ende setzen würden? Auch das liegt in erster Linie daran, dass sie die Welt nicht in ihrer geschichtlichen Entwicklung betrachten und deshalb einem verhängnisvollen Irrglauben unterliegen: Sie meinen, dass die bestehenden Machtverhältnisse ohne politischen Kampf und nur mit Hilfe technischer Innovationen verändert werden könnten. Das aber wird schon deshalb nicht möglich sein, weil sich die herrschende Finanzelite ihren wichtigsten Trumpf, nämlich das Monopol der Geldschöpfung, das zurzeit ausschließlich bei den Geschäftsbanken und den Zentralbanken liegt, niemals kampflos aus der Hand nehmen lassen wird. Auch wenn die Blockchain-Technologie, die hinter den Kryptowährungen steht, revolutionär ist und mit Sicherheit eine Zukunft haben wird, muss man feststellen: Wem diese Technologie dient, wird nicht durch raffiniert erdachte Geldsysteme entschieden, sondern durch den Kampf um die politische Macht. Und diese liegt, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen, derzeit fest in den Händen der Finanzelite, deren Vertreter momentan mit dem Bitcoin dasselbe tun wie mit allem, was sie in die Hände bekommen: Sie unterwerfen ihn ihren eigenen Interessen.

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– Krypto-Währungen – Kommentar: Der Bitcoin ist ein künstlich erschaffenes Spekulationsobjekt

„Sobald das zurzeit noch mit Mühe von den Zentralbanken aufrecht erhaltene Kartenhaus des globalen Finanzsystems in sich zusammenfällt – und dazu wird es mit hundertprozentiger Sicherheit kommen – werden Bitcoin und Co. sowie der Rest der künstlichen Finanzprodukte auf ihren tatsächlichen Wert reduziert werden. Und dieser liegt – wegen der nicht vorhandenen Deckung durch einen realen Wert – bei Null.“ Ein Kommentar.

Kommentar: Der Bitcoin ist ein künstlich erschaffenes Spekulationsobjekt
 
Ernst Wolff Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor der Bücher “Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg und Finanz-Tsunami. Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Israel
Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

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Amman (nex) – Ein Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien wird in den sozialen Netzwerken gefeiert, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat. Auch die Passagiere des Flug RJ 216 hätten mit begeistertem Beifall reagiert. „Wir werden den Queen Alia International Airport in Richtung Palästina verlassen und dann bei Jerusalem, der palästinensischen Hauptstadt, nach Norden drehen. Danach überqueren wir die Westküste Palästinas und das Mittelmeer. Weitere Informationen finden Sie auf den Bildschirmen vor Ihnen, auf denen Sie unsere Route verfolgen können“, so der gefeierte Pilot Jusef Dajah. Wie die jordanische Nachrichtenagentur Roja berichtet, machte der Pilot die Durchsage in arabischer und englischer Sprache. Der Co-Pilot Jamil Khalsa sagte gegenüber Roja, dass er von dem Vorhaben des Piloten nichts wusste und es ihn stolz gemacht habe: „Es machte mich stolz zu sehen, dass es immer noch Leute gibt, die den Mut haben, so etwas zu sagen“, sagte Khalsa und fügte hinzu: „Er wusste, dass sich viele Amerikaner im Flugzeug befanden, und er wusste, dass wir über Israel und Palästina fliegen werden, aber er tat es trotzdem. Ich bin sehr stolz auf ihn.“ Bei einem Sprecher der Fluggesellschaft hielt sich die Euphorie allerdings in Grenzen: „Wir sind ein kommerzielles Unternehmen und mischen uns nicht in die Politik ein.“ Am vergangenen Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump formell Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und erklärt, er werde den Umzug seiner Botschaft aus Tel Aviv beginnen. Die umstrittene Entscheidung löste Wut und Proteste in den besetzten palästinensischen Gebieten und in einigen muslimischen Ländern aus. Es wurde auch von führenden Politikern der Welt weithin verurteilt.

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– Bereits dritter Vorfall – Chinesische Airline “vergisst” Israel auf der Karte

Eine chinesische Fluggesellschaft hat in ihrem Bordunterhaltungssystem „Israel“ durch „Palästinensergebiete“ ersetzt. Israelische Fluggäste, die mit der Hainan Airlines von Peking nach Tel Aviv unterwegs waren, stellten fest, dass das Wort Israel nirgends auf der Karte zu sehen war.

Chinesische Airline „vergisst“ Israel auf der Karte
             

Regierungsbildung
Dreyer warnt Union vor Arroganz

Düsseldorf (ots) – SPD-Vizechefin Malu Dreyer hat die Union angesichts des ersten Spitzentreffens für eine mögliche gemeinsame Koalition indirekt vor Arroganz gewarnt. Die CDU habe es seit nun bald drei Monaten nicht geschafft, eine neue Regierung für Deutschland zu bilden, sagte Dreyer der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Wie wenig hilfreich es dabei ist, in dieser Form über eine Partei zu sprechen, deren Unterstützung man braucht, hat die Union ja schon bei den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen erleben können“, fügte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin hinzu. „Aus diesen Fehlern haben CDU und CSU offenbar wenig gelernt“, sagte Dreyer. Sie reagierte damit auf spöttische Äußerungen aus der Union über eine „Kooperationskoalition“ mit teilweise wechselnden Mehrheiten. CSU-Chef Horst Seehofer hatte das von der SPD vorgebrachte Modell als Vorschlag aus der „Krabbelgruppe“ bezeichnet.

IfW-Studie
Deutsche Wirtschaft Verlierer der Russland-Sanktionen

Düsseldorf (ots) – Die EU hat seit der Krim-Annexion 2014 diverse Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Folgen spüre im Westen vor allem Deutschland. Die deutsche Wirtschaft erleidet im Westen mit Abstand die größten Exportverluste durch die Russland-Sanktionen. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. „Deutschland trägt fast 40 Prozent des verlorenen Handels im Westen, während andere große geopolitische Akteure wie das Vereinigte Königreich (7,9 Prozent), Frankreich (4,1 Prozent) und die Vereinigten Staaten (0,6 Prozent) weitaus weniger betroffen sind“, heißt es in der Studie. Nach den Berechnungen des Kieler Instituts fallen die deutschen Exporte im Durchschnitt um rund 727 Millionen US-Dollar oder 618 Millionen Euro pro Monat niedriger aus als im Szenario ohne Sanktionen. Die Gesamtkosten der 2014 verhängten Russland-Sanktionen betrugen nach den IfW-Berechnungen 114 Milliarden US-Dollar oder 97 Milliarden Euro allein im Jahr 2015. Davon entfielen 61 Prozent auf russische Unternehmen. Der Exportverlust für sanktionierende westliche Länder belaufe sich auf 44 Milliarden US-Dollar oder 37,5 Milliarden Euro, wovon wiederum 90 Prozent auf EU-Länder entfielen.

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Jerusalem-Krise
Mazyek: Trump-Entscheidung macht Hardlinern das Geschäft leicht

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Heilbronn (ots) – Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, hat vor einer gefährlichen Entwicklung im israelisch-palästinensischen Konflikt gewarnt und die Rückkehr zum Völkerrecht angemahnt. „Die Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt Palästinas durch die islamischen Staaten ist eine Reaktion auf die Entscheidung Donald Trumps. Wir sollten Ursache und Wirkung nicht verwechseln“, sagte Mazyek der „Heilbronner Stimme“. „Es geht jetzt nicht um Schuldzuweisungen, sondern es ist dringend nötig, dass ein Weg zurück zum Völkerrecht gefunden wird. Dafür brauchen wir jetzt einen konkreten Fahrplan für den Frieden im Nahen Osten.“ Alle Beteiligten müssten ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen, forderte der ZdM-Vorsitzende: „Die Eskalation und Dramatik durch die Entscheidung Trumps schlägt sich vor allem vernichtend nieder in der Erosion des Rechts, des Völkerrechts, der Verbindlichkeit von Sicherheitsratsresolutionen und die Hoffnung auf das Existenzrecht zweier Staaten, von Juden und Arabern in Frieden und Nachbarschaft zu leben“, sagte Mazyek und warnte: „Die Entscheidung Trumps hat die Anerkennung des Völkerrechts ins Schwimmen gebracht. Sie macht den Hardlinern auf beiden Seiten das Geschäft leicht.“

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– Treffen in Istanbul – Erdogan fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte in seiner Eröffnungsrede zum Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Erdogan fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas

BUND-Test
Weihnachtsbäume: 76 Prozent mit Pestiziden belastet

Berlin (nex) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Nadeln von 17 Weihnachtsbäumen von einem unabhängigen Labor auf Rückstände von knapp 140 Pestiziden untersuchen lassen. Bei 13 der analysierten Bäume, also bei 76 Prozent, wurde das Labor fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von welchen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden. In den Nadeln von neun Bäumen und damit am häufigsten wurde das Insektizid Lambda-Cyhalothrin festgestellt, das als das schädlichste zurzeit in der EU zugelassene Pestizid gilt. Es ist unter anderem akut toxisch, schädigt Nervenzellen und das Hormonsystem, ist giftig für Bienen und Wasserlebewesen und reichert sich in Organismen an. In Weihnachtsbaumplantagen wird es zur Insektenbekämpfung eingesetzt. Ein weiterer bei dem BUND-Weihnachtsbaumtest gefundener Wirkstoff, Parathion-Ethyl – früher bekannt als E 605 oder umgangssprachlich als „Schwiegermuttergift“ -, ist illegal und darf aufgrund seiner äußerst hohen Giftigkeit bereits seit 15 Jahren in der EU nicht mehr verwendet werden. In zwei Weihnachtsbäumen wurde auch das umstrittene Totalherbizid Glyphosat nachgewiesen. „In Weihnachtsbaumplantagen werden jede Menge Herbizide, Insektizide und Fungizide eingesetzt. Auffällig und beunruhigend ist die hohe Mehrfachbelastung, viele Weihnachtsbäume sind einem regelrechten Pestizidcocktail ausgesetzt“, sagte die BUND-Pestizidexpertin Corinna Hölzel. Mehr als die Hälfte der getesteten Bäume war mit mindestens zwei Wirkstoffen belastet, ein Baum enthielt sogar Rückstände von vier Pestiziden. Die untersuchten Weihnachtsbäume stammten überwiegend von deutschen Plantagen und wurden von BUND-Aktiven stichprobenartig in Baumärkten, Gartencentern und im Straßenverkauf an 15 Orten im gesamten Bundesgebiet erworben. Die Verwendung von Pestiziden in der Land- und Forstwirtschaft ist in erster Linie ein Umweltproblem. „Die Gifte gelangen in Böden und Gewässer, sie schädigen Insekten und zerstören auch Nahrungsquellen und Lebensräume weiterer Nützlinge“, sagte die BUND-Pestizidexpertin. Nicht zu vernachlässigen seien jedoch auch mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf Menschen. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pestizide in geschlossenen und beheizten Räumen in die Raumluft ausdünsten“, so Hölzel. Der BUND rät Verbrauchern dazu, zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume zu kaufen, die garantiert frei von Schadstoffen sind, oder einen Baum aus heimischen FSC-zertifizierten Wäldern, die nicht mit Pestiziden behandelt werden. Bio-Bäume erkennen Verbraucher am Siegel der Öko-Anbauverbände Bioland, Naturland oder Demeter.

Israel
Türkische Hilfsorganisation: Über 70 Großprojekte in Palästinensergebieten

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Ankara (nex) – Der stellvertretende türkische Ministerpräsident Hakan Cavusoglu gab am gestrigen Mittwoch bekannt, dass die Türkei seit 2005 mehr als 70 Projekte in Ostjerusalem und im Westjordanland durchgeführt habe.

Cavusoglu, der bei einer Veranstaltung über die aktuellen Geschehnisse in Jerusalem im Hauptquartier des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) mit Sitz in Ankara sprach, wies darauf hin, dass die staatliche Entwicklungshilfeorganisation der Türkei ihr Jerusalem-Büro 2005 eröffnet habe.

Die 71 TIKA-Projekte in Ostjerusalem und im besetzten Westjordanland umfassen laut dem türkischen Vizepremier die Restaurierung des Felsendoms, der auch als Qubbat as-Sachra bekannt ist und sich innerhalb des Al-Aqsa-Moschee-Komplexes befindet, das 400-Studentinnenwohnheim-Projekt der Al-Quds-Universität sowie die Wiedereinführung der Musa (Grab des Moses)-Feierlichkeiten, die infolge des Einmarsches Israels in Ostjerusalem im Jahre 1967 eingestellt worden waren.

„In diesem Jahr konnte die türkische Generaldirektion der Stiftungen, 10.000 Tonnen humanitäre Hilfe und Nahrung nach Gaza zu liefern. Die Übergabe von 320 Häusern, die in Gaza gebaut wurden, fand letzte Woche statt“, so Cavuşoglu weiter.

Während der mittlerweile 15 Jahre andauernden Regierungszeit der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) habe das Ministerium für Auslandstürken (YTB) 89.000 in der Türkei studierende Palästinenser unterstützt.

Des Weiteren betonte Cavusoglu, dass Jerusalem nicht allein durch Tränen, sondern nur dann gerettet würde, wenn die Menschheit ihre Verantwortung übernehme.

„Solange sich Israel nicht aus den seit 1967 besetzten Gebieten zurückzieht, wird es keinen Frieden und keine Stabilität in der Welt geben“, fügte er hinzu und kritisierte die US-Bewegung, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Am vergangenen Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump formell Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und erklärt, er werde den Umzug seiner Botschaft aus Tel Aviv beginnen. Die umstrittene Entscheidung löste Wut und Proteste in den besetzten palästinensischen Gebieten und in muslimischen Ländern aus. Es wurde auch von führenden Politikern der Welt weithin verurteilt. Beim gestrigen Treffen der muslimischen Staaten in Istanbul erklärten diese Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas. Jerusalem bleibt der Kern des israelisch-palästinensischen Konflikts. Die Palästinenser hoffen, dass Ost-Jerusalem, das zur Zeit von Israel besetzt ist, als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates dienen könnte. Während der ersten Intifada ( “Krieg der Steine“) von 1987 bis 1993 kamen etwa 2.200 Palästinenser und 200 Israelis ums Leben. Bei der zweiten Intifada (“Al-Aksa-Intifada”) von 2000 bis 2005 starben über 3.500 Palästinenser und mehr als 1.000 Israelis.

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– Wiederaufbauarbeiten in Gaza – Gaza: Türkei baut neun im Krieg zerstörte Moscheen wieder auf

Die türkische Religionsanstalt Diyanet teilt mit, dass neun von ihr wiederaufgebaute Moscheen im Gazastreifen ab sofort wieder benutzt werden können. Die Gotteshäuser waren infolge der militärischen Eskalation zwischen der israelischen Armee und der Hamas im Sommer 2014 zerstört worden.

Gaza: Türkei baut neun im Krieg zerstörte Moscheen wieder auf

Genozid von Ruanda
Bericht: Franzosen am Völkermord in Ruanda beteiligt

Kigali (nex) – Laut einem neuen Untersuchungsbericht waren französische Regierungs- und Militärbeamte im Jahre 1994 an der Lieferung von Waffen an die Täter des Völkermords von Ruanda beteiligt und behinderten Bemühungen, sie vor Gericht zu bringen. Der von der US-Kanzlei Cunningham Levy Muse verfasste und am Mittwoch veröffentlichte Bericht wurde von der ruandischen Regierung im Rahmen einer Untersuchung der Rolle französischer Beamter bei dem Völkermord in Auftrag gegeben. Durch die Massaker kamen mehr als 800.000 Menschen ums Leben. Der Bericht dokumentiert die Beihilfe der französischen Militär- und Regierungsbeamten zu den Massakern, die am 7. April 1994 begannen. Dem ostafrikanischen Land zufolge habe der Bericht die Verantwortung Frankreichs „gründlich untersucht“, und zwar ausschließlich auf der Grundlage von Informationen, die in öffentlichen Akten verfügbar seien, diese unterstreichten die Beteiligung der Franzosen. Die französische Regierung hat eine Mitschuld stets zurückgewiesen. Der Bericht offenbare eine „vernichtende Zusammenfassung des Verhaltens von französischen Beamten in Ruanda in den 1990er Jahren und danach“, sagte die ruandische Außenministerin Louise Mushikiwabo. Die Anwälte werfen den Franzosen ferner vor, die für den Genozid verantwortliche Regierung unterstützt zu haben. Obwohl sie von brutalen Angriffen auf Tutsi wussten, hätten französische Beamte und Militärangehörige während des Genozids weiterhin Waffenlieferungen an die Regierung ermöglicht. Der Völkermord von Ruanda begann am 6. April 1994 und dauerte bis Mitte Juli 1994 an. Bei den Massakern starben mindestens 500.000 Menschen, manche Schätzungen gehen von 800.000 bis 1.000.000 Todesopfern aus. Angehörige der Hutu-Mehrheit töteten damals etwa drei Viertel der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit. Allerdings wurden auch Hutu umgebracht, die sich nicht am Völkermord beteiligen wollten oder sich aktiv dagegen einsetzten. Rückblickend gaben viele Täter in Interviews „Furcht“ als wichtigsten Beweggrund für die Beteiligung am Völkermord an. Sie fürchteten demnach soziale, materielle oder physische Repressalien, falls sie sich nicht an Mordtaten beteiligen würden.

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– Entschädigungszahlungen – Völkermord an Herero: Namibia fordert von Deutschland 30 Milliarden US-Dollar

Vergangene Woche hat in New York nach über hundert Jahren nach dem deutschen Völkermord an den afrikanischen Volksgruppen der Herero und Nama ein Prozess um Entschädigungszahlungen begonnen.

Völkermord an Herero: Namibia fordert von Deutschland 30 Milliarden US-Dollar