Türkei
Premierminister Binali Yildirim: Türkei wird Putsch von 1997 nicht vergessen

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Ankara (nex) – Der türkische Premierminister Binali Yildirim sagte in einer Rede am Mittwoch, dass die Türkei den „postmodernen Staatsstreich“, der am 28. Februar 1997 stattgefunden hatte, nicht vergessen werde. „Diese Putschisten haben die Zukunft dieses Landes gestohlen. Jede Art von Putschversuch, ob erfolgreich oder nicht, ist Verrat an diesem Land“, sagte der Premierminister während einer Rede in der Parteizentrale der regierenden AKP in der türkischen Hauptstadt Ankara. „Wir werden den 28. Februar nicht vergessen und wir werden auch nicht zulassen, dass er vergessen wird“, fügte er hinzu. Im Februar 1997 zwang das türkische Militär den damaligen Premierminister Necmettin Erbakan zum Rücktritt und löste die Regierung auf. Die Armee warf Erbakans Regierung eine angebliche Islamisierung vor. Die Verurteilungen des Putsches hielten sich in der EU damals in Grenzen. Erbakan erließ auf Druck des Militärs neue Gesetze wie etwa ein erneutes Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst oder die Schließung von Koranschulen. Der heutige Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der als Bürgermeister von Istanbul seinen politischen Aufstieg startete, musste nach diesem sogenannten „postmodernen Coup“ wegen „islamistischer Umtriebe“ ins Gefängnis. Seit 2013 müssen sich die damaligen Putsch-Generäle vor einem Gericht in Ankara verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert für zwei von ihnen lebenslange Haftstrafen. „Sie [die Täter] werden die schwerste Strafe erhalten und das nicht aus Rache, sondern weil sie diese im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verdienen“, so Yildirim.

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Adnan Menderes vor Prostata-Untersuchung: “Ich schäme mich”

Gestern vor 55 Jahren wurde der damalige Ministerpräsident Adnan Menderes, der bei den Wahlen von 1957 mit über 50 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt worden war, von der Militärdiktatur, die 1960 die Macht an sich gerissen hatte, hingerichtet.

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Tschechien
Ex-PYD-Chef Salih Muslim freigelassen

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Prag (nex) – Der auf Antrag der Türkei am Samstag in Prag festgenommene ehemalige Co-Vorsitzende der PYD Salih Muslim wurde freigelassen. Der 67-Jährige war in der Nacht zu Sonntag in Prag auf der Grundlage eines Interpol-Haftbefehls in Gewahrsam genommen worden. Muslim war laut türkischen Medien von der Türkei über Interpol mit einer sogenannten Red Notice zur Festnahme ausgeschrieben worden. Muslim habe versprochen, das EU-Gebiet nicht zu verlassen und bei kommenden Gerichtsanhörungen anwesend zu sein, so eine Sprecherin des Gerichts. „Es ist ein Urteil, das wir nicht erwartet haben. Wir sind traurig, dass Salih Muslim, der an vielen Terroranschlägen in der Türkei beteiligt war, freigelassen wurde“, sagte der türkische Botschafter in Prag, Ahmet Necati Bigalı. Das Urteil könne den bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Tschechien schaden, so Necati weiter. Salih Muslim gehörte zu den meistgesuchten Männern der Türkei. Das türkische Innenministerium hatte auf seinen Kopf eine Belohnung von fast einer Million Dollar ausgesetzt. Die PYD gilt als syrischer Arm der international als Terrororganisation eingestuften PKK. Amnesty International warf der Organisation in der Vergangenheit wiederholt Menschenrechtsverletzungen im Norden Syriens vor. Demnach soll die von den USA und Deutschland unterstützte Organisation  in Nordsyrien Tausende Zivilisten zur Flucht gezwungen und Dörfer zerstört haben. Amnesty spricht von einem Kriegsverbrechen. Dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte zufolge zerstörten Streitkräfte der PYD im Februar 2016 in Tal Tamer in der Provinz al-Hasaka die Häuser zahlreicher arabischer Zivilpersonen. Zudem werden verschiedenen Menschenrechtsorganisationen zufolge Minderjährige vom Sicherheitsdienst Asayish, kurdischen Sicherheitskräften und der PYD zwangsweise Kindersoldaten rekrutiert. Nach Angaben des syrischen Netzwerks für Menschenrechte kamen bei Angriffen der YPG (dem bewaffneten Arm der PYD) zwischen Februar und April 2016 in den von der Opposition gehaltenen Gebieten Aleppos mindestens 23 Zivilisten ums Leben.

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– Antiterroroffensive Olivenzweig – Kurdischer Politiker: “Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden”

Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“
 

Festnahme Salih Muslims
Türkischer Justizminister Gül: Kein Gefangenenaustausch mit Tschechien

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Ankara (nex) – Der türkische Justizminister Abdülhamit Gül sagte am Dienstag, dass es für Ankara nicht in Frage komme, für die Auslieferung Salih Muslims zwei in der Türkei inhaftierte Tschechen freizulassen.

Der ehemalige Chef der von der Türkei als Terrororganisation eingestuften PYD wurde am Samstag auf Ersuchen Ankaras in Prag festgenommen.

Gegenüber Reportern sagte der türkische Justizminister, dass Ankara eine Auslieferung Muslims innerhalb von 16-40 Tagen erwarte. In dieser Zeit werde die Türkei die notwendigen Dokumente vorbereiten und einreichen.

Salih Muslim gehörte zu den meistgesuchten Männern der Türkei. Das türkische Innenministerium hatte auf seinen Kopf eine Belohnung von fast einer Million Dollar ausgesetzt.

Die PYD gilt als syrischer Arm der international als Terrororganisation eingestuften PKK. Amnesty International warf der Organisation in der Vergangenheit wiederholt Menschenrechtsverletzungen im Norden Syriens vor. Demnach soll die von den USA und Deutschland unterstützte Organisation  in Nordsyrien Tausende Zivilisten zur Flucht gezwungen und Dörfer zerstört haben. Amnesty spricht von einem Kriegsverbrechen.

Dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte zufolge zerstörten Streitkräfte der PYD im Februar 2016 in Tal Tamer in der Provinz al-Hasaka die Häuser zahlreicher arabischer Zivilpersonen. Zudem werden verschiedenen Menschenrechtsorganisationen zufolge Minderjährige vom Sicherheitsdienst Asayish, kurdischen Sicherheitskräften sowie der PYD als Kindersoldaten zwangsrekrutiert.

Nach Angaben des syrischen Netzwerks für Menschenrechte kamen bei Angriffen der YPG (dem bewaffneten Arm der PYD) zwischen Februar und April 2016 in den von der Opposition gehaltenen Gebieten Aleppos mindestens 23 Zivilisten ums Leben.

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– PYD-Terror – Menschenrechtsorganisation wirft PKK-Ableger Massaker und Gewalt gegen Frauen und Kinder vor

Die PKK-nahe syrische PYD/YPG, die sich dem Westen gerne als Partner gegen den IS andient, geht in ihrem Machtbereich in gleicher Weise gegen Zivilisten vor. Die Menschenrechtsorganisation SNHR hat eine vierstellige Zahl massiver Übergriffe in den von ihr beherrschten Gebieten dokumentiert, darunter Zwangsrekrutierungen von Kindern und die Ermordung ganzer Familien.

Menschenrechtsorganisation wirft PKK-Ableger Massaker und Gewalt gegen Frauen und Kinder vor

Studie
Hohe Kaufkraft-Zuwächse durch Zuwanderer in fast allen Städten

Düsseldorf (ots) – Das starke Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre hat die Kaufkraft in fast allen größeren deutschen Städten kräftig gesteigert. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. Demnach hat der Einzelhandel in Berlin von der Zuwanderung aus dem In- und Ausland mit Abstand am meisten profitiert. Durch den Bevölkerungszuwachs zwischen 2011 und 2015 stieg in Berlin das einzelhandelsrelevante Konsumpotenzial um 1,3 Prozent oder 610 Millionen Euro pro Jahr, so die Studie. Die Metropolen München (plus 358 Millionen Euro), Hamburg (268 Millionen Euro) und Frankfurt (186 Millionen Euro) verzeichnen ebenfalls starke Kaufkraft-Zuwächse. Köln (164) und Stuttgart (143) liegen knapp dahinter, gefolgt von Leipzig mit einem Plus von 125 Millionen Euro pro Jahr. „Auch in der vermeintlichen Provinz profitieren attraktive Städte von der Zuwanderung und dem Bevölkerungswachstum“, sagte IW-Forscher Björn Seipelt. So erhöhte sich das Konsumpotenzial in Münster, Freiburg oder Fürth überproportional. Nur im Ruhrgebiet sehe die Lage anders aus, schreiben die IW-Forscher. Die Ruhr-Metropolen Dortmund und Essen hinkten beim Kaufkraft-Zuwachs hinterher. Vor allem in kleineren Ruhrgebietsstädten sei das Konsumpotenzial kaum gestiegen.

Kampf gegen Terrorismus
Tschechien: Ehemaliger PYD-Chef Salih Muslim festgenommen

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Prag (nex) – Der ehemalige Co-Vorsitzende der PYD wurde am Samstag in Tschechien verhaftet. Die PYD gilt als syrischer Arm der international als Terrororganisation eingestuften PKK. Wie türkische Sicherheitsbeamte gegenüber Medien bestätigten, sei Salih Muslim bereits am Samstag auf Ersuchen der türkischen Behörden in Prag verhaftet worden. Salih Muslim gehörte zu den meistgesuchten Männern der Türkei. Das türkische Innenministerium hatte auf seinen Kopf eine Belohnung von fast einer Million Dollar ausgesetzt. Medien zufolge war Muslim in seinem Hotel vom türkischen Geheimdienst beobachtet worden. Muslim wird vor Gericht gestellt werden, sagten die Beamten und fügten hinzu, dass die tschechischen Behörden entscheiden würden, ob er in Untersuchungshaft genommen wird oder nicht. Tschechien habe die Türkei bereits aufgefordert, die für die Auslieferung benötigten Unterlagen einzureichen. Ankara stuft die PYD auf Grund ihrer organischen Verbindung mit der PKK, die seit 1984 einen blutigen Krieg gegen den türkischen Staat führt, als terroristische Vereinigung ein.

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– Krieg gegen den Terror – Bruder des PYD-Führers: „Keine Demokratie in Syriens Kurdengebieten“

Muslim bestätigte die Sicht der Türkei, wonach es sich bei dieser politischen Bewegung um einen verlängerten Arm der PKK handele. Die Macht der PYD im Norden Syriens komme allein aus den Gewehrläufen, erklärte Mustafa Muslim. Die Gruppe repräsentiere bestenfalls zehn Prozent der syrischen Kurden. Es herrsche jedoch in den kriegsgeschüttelten nordsyrischen Kurdenregionen keine Demokratie und die PYD sorge dafür, dass Andersdenkende verhaftet und eingesperrt würden.

Bruder des PYD-Führers: „Keine Demokratie in Syriens Kurdengebieten“
 

Türkei
Erdogan: „Es liegt nicht in unserem, sondern in eurem Blut, Zivilisten anzugreifen“

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Kahramanmaras (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Samstag, dass die „weltweite anti-türkische Propaganda“, die auf Lügen basiere, nicht erfolgreich sein werde.

„Der weltweite Propagandakrieg, der auf Lügen, Verleumdungen und Verdrehungen basiert und von denjenigen geführt wird, die es an der Front nicht mit der Türkei aufnehmen können, wird nutzlos sein“, betonte Erdogan in seiner Rede auf dem Provinzkongress der regierenden Partei AKP in der südtürkischen Stadt Kahramanmaras.

Türkischen Medien zufolge führten PKK-Anhänger mit manipulierten Fotos eine Lügenkampagne gegen die andauernde Anti-Terror-Offensive „Olivenzweig“ der türkischen Streitkräfte gegen den PKK-Ableger PYD und den IS im Norden Syriens.

In den sozialen Netzwerken würden bearbeitete Fotos gezeigt, die nichts mit der Offensive zu tun hätten und an anderen Orten in der Vergangenheit aufgenommen worden seien.

Erdogan: „Es liegt nicht in unserem Blut, Zivilisten anzugreifen“

Erdogan wies in seiner Rede auch Behauptungen zurück, dass während der Operation Zivilisten ins Visier genommen würden.

„Es liegt nicht in unserem Blut, aber in eurem, Zivilisten anzugreifen“, so Erdogan. Auch das türkische Militär versicherte in Stellungnahmen wiederholt, dass nur Terrorziele zerstört würden und „äußerste Sorgfalt“ angewandt würde, um Zivilisten nicht zu schaden. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar Stellungen der PYD und dem IS im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien.

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– Türkei – Syrische Kurden hoffen auf Erfolg der Antiterroroffensive “Olivenzweig”

Viele Kurden, die nach Beginn des blutigen Bürgerkriegs aus Syrien in die Türkei geflohen sind, hoffen auf einen Erfolg der türkischen Antiterroroffensive „Olivenzweig“, um wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Syrische Kurden hoffen auf Erfolg der Antiterroroffensive „Olivenzweig“
 

Dubai
Bollywood-Legende Sridevi mit 54 gestorben

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Dubai (nex) – Wie indische Medien unter Berufung auf die Familie melden, starb Sridevi Kapoor an einem Herzinfarkt. Demnach sei die Schauspielerin auf einer Hochzeitsfeier in Dubai zusammengebrochen. Ihr Schwager Sanjay Kapoor habe den Tod des ersten weiblichen Bollywood-Superstars der Indian Express bestätigt. Die als Shree Amma Yanger Ayyapan im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu geborene Kapoor begann im Alter von vier Jahren mit einer Rolle im Film Thunaivan mit der Schauspielerei. Sie ist vor allem für ihre Filme Sadma, Chandni, Himmatwala und ChaalBaaz bekannt und hatte nach ihrer Arbeit in dem Film Judaai eine 15-jährige Pause von der Schauspielerei eingelegt. 1996 heiratete Sridevi den Filmemacher Boney Kapoor und hat mit ihm zwei Töchter – Janhvi und Khushi. Sie hat in über sechs  Jahrzehnten in mehr als 100 Filmen mitgespielt und eine Reihe von Auszeichnungen für ihre Leistungen erhalten.  
(Foto: Wikimedia)

Tourismus
Schweden: Anstieg der Türkei-Buchungen um 83 Prozent

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Stockholm (nex) – Nicht nur in Deutschland und Russland gehört die Türkei 2018 wieder zu den beliebtesten Urlaubsländern. Auch unter den Schwedinnen und Schweden steigt die Lust auf einen Urlaub unter türkischer Sonne. Und auch die Briten sind im Anmarsch Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl der Urlauber aus Russland in der Türkei nicht nur normalisiert, sondern deutlich angestiegen. Auch die Frühbuchungen aus dem deutschsprachigen Raum, besonders der deutschen Urlauber selbst, gingen für die diesjährige Sommer-Saison in der Türkei wieder deutlich in die Höhe, wuchsen sogar gegenüber dem vergangenen Jahr um über 40%. Doch nicht nur in diesen Ländern stehen die Urlauber darauf, ihre Ferienzeit in der Türkei zu verbringen. Auch andere Länder vermelden nicht nur einen deutlichen Anstieg der Buchungen für Uralaubsaufenthalte unter türkischer Sonne. Auch immer mehr Schwedinnen und Schweden werden ihren Urlaub im Jahr 2018 in der Türkei verbringen, die Zahl der Buchungen ging allein im Januar dieses Jahres, nach Mitteilung der Tageszeitung „Expressen“ und der Reisegesellschaft „Ticket“ im Vergleich zum Vorjahr gleich um 83% im die Höhe. Dabei wurden von den schwedischen Urlaubern besonders Urlaubsaufenthalte im Bereich von Antalya, Side, Alanya und Belek gebucht. Auch britische Urlauber entschließen sich in diesem Jahr wieder vermehrt für den Urlaubsaufenthalte in der Türkei. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der Buchung britischer Urlauber um bisher 69%. Die britischen Türkei-Buchungen könnten damit in diesem Jahr wieder genauso hoch sein wie im Jahre 2015. Den Angaben des Verbands der Türkischen Reiseunternehmen zufolge, verbrachten im Jahre 2015 2 Millionen 512 Tausend 139 Touristen aus Großbritannien ihren Urlaub in der Türkei. Im Jahre 2016 kamen 1 Million 711 Tausend 481 und im Jahre 2017 1 Million 658 Tausend 715 Touristen aus Großbritannien in die Türkei. Thomas Bernhard

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– Tourismus – Botschafter Richard Moore: “Britische Touristen mögen Antalya”

Vermutlich aufgrund stark wahrnehmbarer Ablehnungen in den letzten zwei Jahren in anderen Ländern wie Spanien oder Italien kehren immer mehr Deutsche, Briten sowie andere Europäer nach dem Urlaubsboykott wieder in die Türkei zurück.

Botschafter Richard Moore: „Britische Touristen mögen Antalya“

Nach Äußerungen der Essener Tafel
AD-Demokraten gründen Wohltätigkeitsverein Sofra e.V. für alle Bedürftigen

AD-Demokraten gründen SOFRA e.V. für alle Bedürftigen Berlin (nex) – Die Minderheitenpartei Allianz Deutscher Demokraten gründen mit dem Motto „WIR SIND ALLE MENSCHEN!“ den Verein Sofra e.V. für „ausnahmslos alle Bedürftigen Menschen unserer Erde“. Als Reaktion auf die skandalösen Äußerungen der Essener Tafel haben die im Jahre 2016 gegründeten AD-DEMOKRATEN kurzerhand die Initiative ergriffen und die Gründung des Wohltätigkeitsvereins Sofra e.V. für „ausnahmslos alle in Not geratenen Menschen“ beschlossen. Vergangene Woche äußerte sich der Leiter der Essener Wohltätigkeitsorganisationen „Tafel“ zu den wachsenden Flüchtlingszahlen unter den Notbedürftigen. Die Organisation gab unter anderem an, dass es aus „integrationstaktischen Gründen“ erforderlich sei, wenn in Zukunft lediglich in Not geratene Menschen deutscher Herkunft Anrecht auf Nahrung und Nothilfe haben sollen. Nachdem nun seit Tagen die Entscheidung der Essener „Wohltätigkeitsorganisation“ die Medien aufwirbelt und in Empörung versetzt, ergreifen die AD-Demokraten die Initiative und verkünden die Gründung des Wohltätigkeitsvereins Sofra e.V zur Unterstützung Hungriger und Bedürftiger. Die Partei bezeichnet selbst ihr Handeln als eine reaktive Maßnahme die der Verachtung von Minderheiten entgegenwirken soll. Die Gründung des Vereins Sofra e.V. wird laut Parteigründer Halil Ertem ebenso präventiv wie langfristig für die Grundversorgung aller in Not geratenen Menschen dienen, vollkommen unabhängig welcher Ethnie, Religionsgemeinschaft oder Nationalität sie auch angehören mögen. Dabei soll auch die Hilfsbereitschaft der türkischen Kultur die entscheidende Leitphylosophie des Vereins werden und gleichzeitig anderen Hilfsbereiten Organisationen ein Vorbild sein, ihren Beitrag für die Unterstützung der Schwächsten in unserer Gesellschaft zu leisten. Zugleich richten die AD-Demokraten einen Appel an die Türkische Community, sowie auch an alle anderen Unternehmen aus dem Gastgewerbe um gegen das Hungern gemeinsam und aktiv vorzugehen. Des Weiteren gab Ertem an, dass die Aufbauorganisation der Armenspeisung und die Wahl der Speisen „religionskonform statt menschenverachtend“ gestaltet werde.

Studie
Hinter vielen Hass-Kommentaren im Netz steht nur eine verschwindend kleine Minderheit

Hamburg (ots) – Hinter vielen Hass-Kommentaren im Netz steht nur eine verschwindend kleine Minderheit der Nutzer. Das belegt eine aktuelle wissenschaftliche Analyse Hunderter Diskussionen in sozialen Netzwerken. Die Studie, die dem NDR vorliegt, zeigt: Lediglich fünf Prozent der Accounts sind für 50 Prozent der Likes bei Hass-Kommentaren auf Facebook verantwortlich. Innerhalb dieser lautstarken Minderheit findet sich sogar noch ein extrem aktiver Kern: Ein Prozent der Profile sind demnach für 25 Prozent der Likes verantwortlich. Die Nutzer dieser Profile agieren oft gemeinsam und sind generell deutlich aktiver als normale Nutzer. Das gilt allerdings nur für Diskussionen, in denen Hass-Inhalte auffallen – bei anderen Themen sind diese Accounts weitestgehend passiv. Die meisten der bei Hass-Inhalten hochaktiven Accounts lassen sich als Anhänger von AfD und „Identitären“ identifizieren. Der IT-Experte Philip Kreißel wertete für die Studie in Kooperation mit dem Institute for Strategic Dialogue in London 3000 Veröffentlichungen und 18 000 Kommentare auf Facebook im Januar 2018 zu Beiträgen von Bild, Focus-Online, Kronen-Zeitung, Spiegel-Online, tagesschau.de, Welt sowie ZDF heute aus. „Rechte Gruppierungen versuchen, gezielt die Facebook-Algorithmen zu manipulieren. Dazu einigen sie sich auf Uhrzeiten und Hashtags, um diese in die TopTrends zu katapultieren“, so Julia Ebner vom Institute for Strategic Dialogue gegenüber dem NDR. „Diese Kampagnen auf den Medienseiten werden mit zahlreichen gefälschten Accounts von rechtsextremen Kreisen koordiniert zu bestimmten Uhrzeiten durchgeführt. Das führt dazu, dass sie den Online-Diskurs bestimmen können. Für diese Aktionen werden auch Accounts unter falschen Namen angelegt, um damit gezielt Einschüchterungs- oder Hasskampagnen gegen ihre Gegner zu führen“, so die Wissenschaftlerin. „Was wir in den Statistiken beobachten, ist vor allem eine monumentale Täuschung“, urteilt Philip Kreißel. Anderen Nutzern und den Administratoren der Medienseiten, aber auch dem News-Algorithmus von Facebook werde vorgegaukelt, dass bestimmte Themen eine große Öffentlichkeit beschäftigen, so der IT-Experte. Tatsächlich handele es sich nur um eine lautstarke Minderheit. Ihr komme die Funktionsweise von Facebook entgegen. Denn polarisierende Debatten, die oft erst durch koordinierte Aktionen ausgelöst werden, erhielten durch den Facebook-Algorithmus eine höhere Reichweite als sachliche Diskussionen. Die Wissenschaftler haben sich in ihrer Studie vor allem auf sogenannte Hass-Postings konzentriert. Kommentare, in denen vermeintlich real existierende Nutzer gegen Themen oder Personen hetzen. Wenn Artikel und Themen Hass-Kommentare auf sich ziehen, haben sie durchschnittlich dreimal so viele Kommentare wie Artikel ohne Hass. IT-Experte Kreißel entwickelte zur Analyse einen sogenannten „Hate-Finder“. Dieses Instrument identifiziert Profile, die Hass-Kommentare oft liken, und beobachtet, wo diese wieder aktiv werden. Die Gefahr sei, dass andere Nutzer und Politiker sowie Medienmacher glauben könnten, die Kommentarspalten seien repräsentativ für die Stimmung in der Bevölkerung. Kreißel und Ebner appellieren daher an die Verantwortung der Medien. Sie sollten bei der Themensuche und Gewichtung nicht auf rechtsextreme Trolle hereinfallen. Zudem sei es wichtig, dass Medien die Diskussionen zu ihren Inhalten moderierten. Kreißel betont, dass die politische Ausrichtung von aktiven Profilen bei moderierten Diskussionen eher ausgeglichen sei. Ohne Moderation finde man bis zu 100 Prozent mehr rechtsradikale, oft extrem aktive Accounts in den Kommentarspalten. Der Informatiker selbst engagiert sich in der Facebook-Gruppe „Ichbinhier“. Die Mitglieder wollen damit Diskussionen wieder in geregelte Bahnen lenken. Ihre eigenen Kommentare markieren sie mit dem Hashtag „#ichbinhier“, um kenntlich zu machen, dass man zu dieser Gruppe gehört. Das Ziel der Initiative: Jeder soll an Diskussionen im Netz teilnehmen können, ohne beleidigt oder Ziel von Hass zu werden.