Kirche
Kardinal Woelki: „Gott ist Mensch geworden, nicht ,Bio-Deutscher'“

Köln – Zum Weihnachtsfest hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki vor einer Spaltung der Gesellschaft in der Flüchtlingsfrage gewarnt: Wer Menschen, „die vor Krieg und Vertreibung, Vergewaltigung und Tod Schutz suchen, als ,Asyltouristen‘ entwürdigt und ganze Bevölkerungsgruppen ausdrücklich vom bundesrepublikanischen Wir ausschließt, tritt eine Entwicklung in Gang, deren Auswirkungen nicht abzusehen sind“, sagte er im Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ und der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Nach seinen Worten sei das Christentum nicht nur ein frommer Glaube, sondern auch eine konkrete Haltung gegenüber Mitmenschen. „Gott ist Mensch geworden, nicht ,Bio-Deutscher‘. Jeder Mensch darf sich darauf berufen, egal wo er herkommt“, so der Kardinal. Das gelte auch in Anbetracht der zunehmenden Zahl von Muslimen hierzulande. So sei christliche Identität nach den Worten Woelkis nicht dazu geeignet, „ein demografisches Bollwerk gegen Zuwanderer zu errichten“. Abgrenzung müsse ausschließlich gegenüber denjenigen stattfinden, die die Werte unseres Grundgesetzes nicht akzeptierten. Mit Blick auf die im Jahresverlauf schlecht besuchten Gottesdienste sagte Woelki, auch die Menschen, die die Kirche nur zur Weihnachten aufsuchten, seien willkommen. Allerdings erinnerte der 62-jährige Erzbischof die Christen auch daran: „Sie haben eine Gottesdienst-Flatrate.“

Somalia
Anschlag in Mogadischu: Journalist Awil Dahir unter Todesopfern

Mogadischu (nex) – Bei zwei Bombenanschlägen der Terrormiliz Al Shabaab in der Nähe des Präsidentenpalastes der sudanesischen Hauptstadt Mogadischu, sind am Samstag mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen und 40 weitere verletzt. Ein Selbstmordattentäter zündete an einem Kontrollpunkt eine Autobombe, so ein Sprecher der Polizei. Kurz danach wurde eine weitere Autobombe gezündet. Lokale Medien berichteten, dass Mohamed Tulleh, stellvertretender Gouverneur der Region Banaadir, in der sich auch Mogadischu befindet, zu den Verletzten gehört. Der in London lebende somalische Journalist Awil Dahir starb ebenfalls bei der Explosion, bestätigte Informationsminister Dahir Mohamud Gelle. https://twitter.com/mbashiir16/status/1076438487526723587 Al-Shabaab habe sich zu den Anschlägen bekannt. Laut einer Mitteilung des somalischen Inlandgeheimdienst National Intelligence and Security Agency (NISA) sei der Täter des ersten Angriffs und Fahrer des zweiten Autobombenanschlags verhaftet worden.  

Balkan
Kosovo: 250 US-Panzerfahrzeuge für neue Armee

Pristina (nex) – Das kosovarische Parlament hat am 14. Dezember in einer für den Kosovo historischen Abstimmung einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die leichtbewaffnete Kosovo Security Forces (KSF) soll somit in eine offizielle Nationalarmee umgewandelt werden. Für die militärische Sicherheit im kleinen Balkanland sorgen seit 1999 die von der NATO gestellten KFOR-Truppen. Neben den jüngst aus den USA erhaltenen Humvee Militärfahrzeugen, werde der junge Staat bald auch 250 Panzerfahrzeuge bekommen, so der Parlamentspräsident des Kosovo, Kadri Veseli, in einem Interview mit der kosovarischen Tageszeitung „Blic“. Die USA seien der größte Unterstützer des Kosovo, auch bei der geplanten Armee leistete Washington eine große Hilfe, sagte Veseli. Der Aufbau der Armee habe schon begonnen. Veseli habe bereits vor dem Parlamentsbeschluss die USA besucht und sich Militärausrüstung angesehen. Neben den Panzerfahrzeugen werde die Armee auch Waffen zur Verteidigung des Boden- und Luftraums anschaffen, so Veseli. Zu den Plänen wurden international viele Bedenken geäußert. Besonders scharfe Kritik kommt von Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt und das Territorium Kosovos für sich beansprucht. Die Serben sehen den Aufbau einer Nationalarmee des Kosovo als Bedrohung für die serbische Minderheit. Die Regierung in Pristina wies den Vorwurf einer Bedrohung zurück und weist darauf hin, dass auch viele Serben in der KSF dienten. Die Streitkräfte seien multiethnisch ausgerichtet. Die kosovarischen Politiker sind überzeugt, dass der Aufbau einer Armee den Frieden und die Sicherheit der Bürger garantiere. Mustafë Mehmeti NEX24 Kosovo-Korrespondent 

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– Balkan – Kosovo-Armee: In der Türkei ausgebildeter Pilot tritt seinen Dienst an

Das kosovarische Parlament hat gestern in einer für den Kosovo historischen Abstimmung nicht nur die Gründung einer ersten Nationalarmee beschlossen, gleichzeitig feierte der junge Staat auch seinen ersten Militärhubschrauberpiloten. Afrim Zabeli schloss bereits in der vergangenen Woche seine Ausbildung in der Türkei ab.

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Syrienkrieg
Erdogan: Türkei wird Kampf gegen IS weiterführen

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Istanbul (nex) – Nachdem die USA ihre Truppen aus Syrien abziehen, wird die Türkei den Kampf gegen die Terrorganisation IS (Deash) fortführen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche, dass er die amerikanischen Soldaten aus Syrien abziehen werde, hat viele Beobachter überrascht. Kritiker sagen, dass die Entscheidung es schwieriger machen wird, eine diplomatische Lösung für den sieben Jahre alten Konflikt in Syrien zu finden. Medienberichten zufolge habe Trump diese Entscheidung nach einem Telefonat mit Erdogan im Alleingang beschlossen. Der Nachrichtenagentur AP zufolge arrangierte US-Außenminister Mike Pompeo am 14. Dezember ein Telefonat zwischen Erdogan und Trump. In einer Rede in Istanbul sagte Erdogan, dass die Türkei im Falle eines Abzugs der US-Armee ihre Kräfte mobilisieren würde, um die verbleibenden IS-Truppen in Syrien zu bekämpfen und die Pläne für einen Angriff auf Milizen der YPG im Nordosten Syriens vorübergehend zu verzögern. Vergangene Woche hatte er angekündigt, „in einigen Tagen“ eine neue Offensive gegen die YPG zu starten. Die Türkei begrüßt die Ankündigung Trumps, da die Unterstützung der YPG durch die USA immer wieder zu Konflikten mit Washington führte. Ankara betrachtet die YPG als terroristische Gruppe und syrischen Ableger der Terrororganisation PKK. YPG-Milizen werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter die Beschlagnahme von Eigentum, die Tötung von Zivilisten sowie Folter und Mord von Oppositionellen. In einem im November 2017 veröffentlichten Bericht des syrischen Menschenrechtsnetzwerkes heißt es unter anderem, dass die YPG allein im Oktober 15 Zivilisten darunter sieben Frauen, getötet haben.

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– Antiterroroffensive Olivenzweig – Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“

Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

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Balkannews
Kosovo: Imam Halil Kastrati – Die muslimische „Mutter Teresa“

Von Mustafë Mehmeti – Kosovo Dass Imame über die Notwendigkeit sprechen, wie wichtig es ist, armen, kranken und schwachen Menschen zu helfen, ist allgemein bekannt. Aber dass sie selbst mit anpacken, um den Bedürftigen zu helfen, das ist „Sui generis“. Halil Kastrati, der Imam aus dem Kosovo, ist nicht nur in seinem Land bekannt, nein, er ist auch über die Grenzen des Kosovo hinaus, bis Albanien, Mazedonien und Serbien eine bekannte und bedeutende Persönlichkeit. In all diesen Ländern gibt es eine große Arbeitslosigkeit.
(Foto. Screenshot/facebook)
Die meisten denken vielleicht, dass er seine Bekanntheit durch religiöse islamische Predigten erlangt hat, aber das ist nicht der Fall! Imam Kastrati wurde durch seine Bereitschaft, bedürftigen Menschen zu helfen, bekannt. Seine humanitäre Organisation „Jetimat e Ballkanit“ – „Die Weisen vom Balkan“ – hat im Jahre 2018 bei mehr als 120 Familien für ein Dach gesorgt. In einem Facebook post veröffentlichte Imam Kastrat, dass durch Spendengelder, die seine humanitäre Organisation erhalten hat, in diesem Jahr mehr als 600.000 kg Essen für Bedürftige bereitgestellt werden konnte. Seine Organisation betreibt im Kosovo eine Küche, in der Essen für hunderte Personen vorbereitet und kostenlos serviert wird. Das Ganze wird mithilfe von ehrenamtlichen Menschen vollbracht. Der Imam gab auch bekannt, dass sie in diesem Jahr mehr als 100.000 Mahlzeiten für die Bedürftigen des Kosovo, eines der ärmsten Länder Europas, verteilen konnten. Ebenso wurden über 100.000 Euro für kranke Menschen gespendet. Doch die humanitäre Organisation „Jetimat e Ballkanit“ hat noch mehr geleistet. Es wurden über 100 Monatsgehälter für Waisenkinder gespendet. Die Organisation unterstützt auch Studenten, die Geld benötigen, um ihr Studium zu finanzieren. So konnten in diesem Jahr über 50 Stipendien für die Studenten vergeben werden. Der Imam bedankt sich bei allen Spendern. Für die Albaner ist der Imam ein großer Wohltäter, der auch als muslimische „Mutter Teresa“ gesehen wird.

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Israel
„Jüdisch-arabische Zusammenarbeit“: Israelisches Unternehmen plant Fabrik im Gaza-Streifen

Tel Aviv (nerx) – SodaStream, der israelische Hersteller von Sprudelgeräten, plant eine Produktionsstätte im Gazastreifen, sagte CEO Daniel Birnbaum am Donnerstag. Birnbaum sagte auf der Globes Business Conference in Tel Aviv, dass SodaStream sein Geschäftsmodell der jüdisch-arabischen Zusammenarbeit in der Produktion nach Gaza bringen und andere Unternehmen ermutigen wolle, dies ebenfalls zu tun. „Wir wollen das noch verstärken. Wir wollen, dass noch mehr Unternehmen diesem Geschäftsmodell folgen“, so Birnbaum. Birnbaum fügte hinzu, dass die Integration von Juden und Arabern in das Unternehmen Teil seiner DNA sei. „Wir sprachen über den Gazastreifen, probierten Dinge aus, Kreativität, Optimismus und Transparenz”. Die Vielfalt in den Produktionsstätten sei dem Unternehmen sehr wichtig. Da Sodastream auch Palästinenser beschäftigt, kommentierte Birnbaum die Situation im Gazastreifen und erklärte: „Wir wollen, dass die Menschen im Gazastreifen Arbeit haben – echte Arbeitsplätze. Wir haben unser Werk in Rahat, ‚Insel des Friedens‘, errichtet, und ich möchte es größer machen und mehr Menschen Hoffnung geben, deshalb sind wir dabei, auch ein Werk in Gaza zu errichten, das von einem Subunternehmer betrieben wird. Wir wollen, dass die Menschen in Gaza echte Arbeitsplätze haben, denn wenn es Wohlstand gibt, wird es auch Frieden geben“, betonte Birnbaum. Das amerikanische Unternehmen Pepsico kaufte Sodastream im August dieses Jahres für 3,2 Mrd. US-Dollar.
     

Xinjiang
Bericht: US-Sportbekleidung in chinesischen Gefangenenlagern hergestellt

Urumqi (nex) – Laut Menschenrechtsorganisationen halte China eine unglaublich große Zahl von Personen, der weitgehend muslimischen Minderheit, in über den ganzen Nordosten verstreuten sogenannten Umerziehungslagern gefangen. Bis zu einer Million, etwa sieben Prozent der muslimischen Bevölkerung in der chinesischen Region Xinjiang, sind nach Experten der Vereinten Nationen jetzt in einem sich erweiternden Netzwerk von „politischen Umerziehungslagern“ eingesperrt. Einem investigativen Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zufolge, würden die Inhaftierten auch zu Zwangsarbeit in der Bekleidungs- und Nahrungsmittelindustrie gezwungen. Auch von Zementfabriken und Schreinereien wird berichtet. Einige dieser Fabriken befinden sich laut AP direkt in den Internierungslagern, andere seien private, staatlich subventionierte Fabriken, in die Häftlinge entsandt würden, sobald sie freigelassen werden. Der AP ist es gelungen, die Waren aus einer Fabrik in den Lagern zurückzuverfolgen und den Käufer in den USA ausfindig zu machen. Dabei handle es sich um Badger Sportswear, einer der führenden Großhändler von Sportbekleidung aus Statesville, North Carolina. John Anton, Geschäftsführer des Unternehmens, teilte mit, dass Badger seine Waren von einem anderen Lieferanten beziehen werde, solange die Untersuchungen laufen. Ein Sprecher der US-Regierung sagte am Dienstag, dass man die Berichte über Zwangsarbeit in den Lagern überprüfen werde. Nachdem China die Existenz dieser Lager zunächst lange Zeit leugnete, gab man sie dann doch zu, betonte aber, dass dies Lagerstätten seien, in denen „berufliche Bildung erworben, die chinesische Sprache erlernt und zu Extremismus neigende Personen durch Umerziehung wieder in die Gesellschaft eingegliedert“ würden. Ein im Exil lebender ehemaliger Reporter für Xinjiang TV sagte gegenüber AP, dass während seiner einmonatigen Haft im vergangenen Jahr, junge Menschen in seinem Lager morgens in der Tischlerei und einer Zementfabrik zur Arbeit gezwungen wurden. „Das Lager hat kein Geld bezahlt, keinen einzigen Cent“, sagte er.

Zum Thema

– Menschenrechtsverletzungen in China – China verweigert deutscher Menschenrechtsdelegation Xinjiang-Besuch

Nach der Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Dr. Bärbel Kofler, fordert nun auch die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, Zugang zu der mehrheitlich von muslimischen Uiguren bewohnten Region Xinjiang. Muslimische Staaten verhalten sich weiterhin insgesamt ungewohnt ruhig gegenüber China.

China verweigert deutscher Menschenrechtsdelegation Xinjiang-Besuch
 

Syrien
Syrischer Kurden-Sprecher: YPG „hat Kurden gefoltert“

Ankara (nex) – Syrische Kurden werden jede mögliche Partei unterstützen, die aktiv daran arbeitet, um die YPG von syrischem Gebiet zu entfernen, sagte ein syrischer Sprecher der Kurden am Mittwoch. Die YPG diene oder vertrete nicht die Kurden Syriens, so Abulaziz Temmo, Leiter des unabhängigen kurdischen Verbandes Syriens, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu. Die YPG, so Temmo, „hat Kurden gefoltert, aus ihren Häusern vertrieben und unsere Kinder gezwungen, für sie zu kämpfen“. Syrische Kurden „unterstützen gerne jeden, der die YPG aus Syrien vertreiben will“, betonte Temmo. „Als Kurden sind wir ein wesentlicher Bestandteil des nationalen Gefüges“, sagte Temmo. „Das syrische Regime ist unser wahrer Feind – nicht die Türkei, wie die YPG gerne behauptet.“ Er fügte hinzu: „Wir werden demjenigen dankbar sein, der sie aus Syrien verweist.“ „Syrische Kurden“, fuhr er fort, „lehnen die Teilung des syrischen Territoriums ab und werden sich gegen jeden stellen, der die YPG unterstützt“. „Wir wollen die Einheit zwischen den syrischen Kurden, Arabern und Turkmenen sehen“, sagte Temmo. Syrische Kurden haben die USA wiederholt aufgefordert, militärische Maßnahmen gegen die anhaltende Präsenz der YPG in Syrien zu ergreifen. Die YPG ist der syrische Ableger der Terrororganisation PKK. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei, ist die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation eingestuft – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.

Zum Thema

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Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

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Agrarpolitik
Niedersachsens Europaministerin kritisiert EU-Pläne für Gemeinsame Agrarpolitik

Osnabrück –  Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé hat die Kürzungspläne der EU für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) kritisiert. Honé: Geplante Kürzungen bei der Förderung des ländlichen Raums „können wir nicht akzeptieren“ Die geplante Aufteilung, in der kommenden Förderperiode 80 Prozent der Mittel für Direktzahlungen an Landwirte und 20 Prozent für die Entwicklung des ländlichen Raumes bereitzustellen, „können wir nicht akzeptieren“, sagte die SPD-Politikerin in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Stattdessen regt Honé eine Umschichtung von Geldern von den Direkthilfen hin zur Regionalförderung an. „Alle reden heute von der Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume und der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Dazu müssen wir die ländlichen Räume attraktiv halten oder wieder attraktiv machen“, sagte Honé. Der bisherige Vorschlag der EU würde zu Kürzungen von 28 Prozent in der so genannten „zweiten Säule“ der GAP, die Förderung regionaler Projekte, führen. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hatte im Mai seine Vorschläge für den Finanzrahmen der EU von 2021 bis 2027 vorgestellt und dabei eine deutliche Senkung der GAP-Mittel, insbesondere in der „zweiten Säule“, in Aussicht gestellt.

Syrien
US-Truppenabzug aus Syrien: „Wir haben den IS besiegt“

Washington (nex) – Die USA plane einen schnellen und kompletten Truppenabzug aus Syrien, teilte das US-Verteidigungsministerium dem CNN mit. Die Entscheidung, welche im Gegensatz zu der bisherigen Strategie der USA in Syrien stünde, sei eine direkte Entscheidung des Präsidenten Donald Trump. Trump, der immer schon signalisiert hatte, die US-Intervention in Syrien beenden zu wollen, begründete dies mit einem Sieg über den IS (Daesh). Somit sei die Mission der USA in Syrien erfüllt. „Wir haben in Syrien den IS besiegt, mein einziger Grund, warum wir dort waren“, twitterte er am Mittwochmorgen. Der Truppenabzug steht diametral den bisherigen Interessen der USA in Syrien entgegen und stößt deshalb auf viel Kritik, sowohl vom Militär als auch aus seiner eigenen Partei. Der Abzug würde nur die Position Russlands und des Irans stärken, die Militäroffensive gegen den IS sei noch nicht ganz beendet, äußerten sich Kritiker des Truppenabzuges. Der überraschende Entschluss, die Truppen abzuziehen, kommt genau zum Zeitpunkt einer bevorstehenden türkischen Offensive in Nordsyrien. Die US-Truppen, die hauptsächlich in Nordsyrien YPG/PKK Terroristen gegen den IS ausbilden und unterstützen, könnten zwischen die Fronten geraten. Dies könne ein entscheidender Faktor für den Abzug sein. Die angeschlagenen Verhältnisse zwischen der Türkei und der USA würden mit diesem Abzug verbessert. Die Türkei hatte die logistische und militärische Unterstützung der YPG durch die USA stets kritisiert.