Corona-Krise
Corona-Krise: Flughafen Düsseldorf schließt Kündigungen nicht aus

Düsseldorf – Thomas Schnalke, Chef des Flughafens Düsseldorf, schließt beim angekündigten Sparkurs des Unternehmens Entlassungen unter den 2300 Mitarbeitern nicht aus. Das sagte er der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Schnalke:

„Wir müssen unser Unternehmen restrukturieren. Betriebsbedingte Kündigungen kann ich nicht ausschließen.“ Er ergänzte: „Allen ist der Ernst der Lage klar: Fast alle Kollegen und Kolleginnen sind in Kurzarbeit.“

Schnalke forderte, dass das Land oder der Bund die monatlich zehn Millionen Euro an Betriebskosten erstattet, weil der Airport aktuell nur auf Bitten des Staates betrieben werde: „Es wäre angemessen, wenn der Staat den Flughäfen als wichtige Infrastruktur die anfallenden Bereitstellungskosten vergütet.“ Der Manager teilte mit, dass die Stadt Düsseldorf und die privaten Investoren auf ihre Gewinnausschüttung für 2019 verzichten: „Die Anteilseigner des Airports haben kürzlich entschieden, den Überschuss für 2019 in Höhe von 63 Millionen Euro wegen der Corona-Pandemie erst einmal im Unternehmen zu belassen. Das hilft uns sehr. Schließlich ist auch unsere Liquidität angesichts der hohen Betriebskosten und des gegen null tendierenden Umsatzes endlich.“ Damit der Verkehr wieder in Gang kommt, wird ein Corona-Schutzkonzept eingeführt. „Wir werden Mindestabstände im Terminal vorschreiben, wir werden die Mitarbeiter mit Glas schützen, Mundschutz im Terminal und im Flugzeug verbindlich machen, die Passagiere sollen sich außerdem überall schnell die Hände desinfizieren können.“

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– Tourismus – Flüge in die Türkei: Bald soll es wieder losgehen

Im Zuge der Corona-Krise und den folgenden Flugverboten haben viele Airlines ihre Flüge eingestellt. Auch die Türkei stoppte Flüge in und aus der Türkei bereits im März.

Flüge in die Türkei: Bald soll es wieder losgehen

Demografie
Türkei: Immer mehr Einpersonenhaushalte

Ankara – Die durchschnittliche Haushaltsgröße der Türkei ist im vergangenen Jahr erneut gefallen. Im Durchschnitt lebten im Jahr 2012 noch 3,69 Personen im selben Haushalt, diese Zahl fiel im Jahr 2019 auf 3,35. Wie das statistische Amt der Türkei, TurkStat, am Mittwoch mitteilte, stiegen im Gegensatz dazu die Einpersonenhaushalte  von 13,9 Prozent im Jahr 2014 auf 16,9 Prozent im Jahr 2019. Unterdessen sanken die Haushalte von Großfamilien von 16,7 Prozent im Jahr 2014 auf 15 Prozent im Jahr 2019, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf TurkStat. Der Anteil der Einfamilienhaushalte fiel demnach von 67,4 Prozent im Jahr 2014 auf 65,1 Prozent im Jahr 2019. Als Ein-Familien-Haushalt gelten in der Türkei Haushalte, die aus einem Paar ohne Kinder, einem Paar mit mindestens einem Kind oder einem Alleinerziehenden mit mindestens einem Kind bestehen.      

NRW
Corona-Lockerungen in NRW: Fitnessstudios sollen endlich wieder öffnen

Düsseldorf – Freunde treffen, Einkaufen, Sport: Die seit Wochen geltenden strengen Regeln in der Corona-Krise werden weiter gelockert. Das bevölkerungsreichste Land hat umfangreiche Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen. Restaurants, Freibäder und Fitnessstudios sollen wieder aufmachen. Wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf ankündigte, dürfen ab dem 11. Mai Gaststätten wieder öffnen. Die Erlaubnis werde für den Innen- und den Außenbereich gelten. Die Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept sind demnach die Voraussetzungen. Auch Fitnessstudios und Sporthallen sollen den Betrieb wieder aufnehmen.          

Scamming
Polizei Bremen warnt vor virtuellen Bekanntschaften

Versprochen wird die große Liebe, doch hinter den verlockenden Angeboten steckt häufig so genanntes Scamming. Hierbei handelt es sich um die Variante eines Internetbetruges, bei der gefälschte Profile dazu benutzt werden, den Opfern Verliebtheit vorzugaukeln mit dem Ziel, eine finanzielle Zuwendung zu erschleichen. Die Polizei Bremen ermittelt derzeit in mehr als 30 Fällen. Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das so genannte Love- oder Romance-Scamming fängt harmlos an. Die Scammer suchen auf Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat oder Facebook nach Opfern und durchforsten dort die Mitgliederlisten. Eine kurze Online-Einladung zum Chat dient vielen als Erstkontakt. Um sich beim potenziellen Opfer interessant zu machen, legen sich Romance-Scammer ungewöhnliche Lebensgeschichten zu – und sie hinterlassen immer einen seriösen Eindruck. In Bremen kam eine 60 Jahre alte Frau über ein soziales Netzwerk mit einem Mann aus den Vereinigten Staaten in Kontakt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine Liebesbeziehung zwischen ihnen. Da der angebliche Amerikaner die Bremerin aufgrund der Corona-Pandemie nicht besuchen konnte, stellte er, um ihr eine Freude zu machen, angeblich Geld auf einem eigens für sie eingerichteten Bitcoin-Konto bereit. Damit es zur Auszahlung kommt, sollte die 60-Jährige zunächst Geld bezahlen. Angeblich handelte es sich hierbei um Steuern. Nach und nach wurden immer höhere Beträge gefordert und überwiesen. Schließlich wurde die Bremerin misstrauisch und erstattete Anzeige. Die intensiven Ermittlungen der Polizei Bremen in diesem wie auch in ähnlich gelagerten Fällen, dauern an. Was tun, wenn ich gescammt wurde? Gehen Sie nicht auf Forderungen des Scammers ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld. Lösen Sie auch keine Schecks ein oder leiten Briefe und Päckchen weiter – bewahren Sie solche auch nicht auf. Machen Sie geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgung solcher Täter ist zwar schwierig, weil sie aus dem Ausland agieren. Dennoch sollten Sie den Vorfall auf jeden Fall melden. Das ist besonders wichtig, wenn beispielsweise Banken strafrechtliche Schritte gegen Opfer unternehmen wollen, die unwissentlich gefälschte Schecks eingereicht haben. Die Polizei hilft Ihnen nicht nur dabei, Beweise für den Betrug zu sichern, sondern auch dabei den Täter / die Täter konsequent zu blockieren.  

Corona-Lockerungen
Corona-Umfrage: Am meisten freuen sich Menschen auf Treffen mit Freunden

Nach vielen Wochen der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen während der Corona-Krise besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Maßnahmen allmählich wieder gelockert werden. Und worauf freuen sich die Deutschen dabei besonders? Die meisten Menschen (51 Prozent) hierzulande sehnen es herbei, Freunde wiederzusehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Wort & Bild Verlags („Apotheken Umschau“, „Senioren Ratgeber“, „Diabetes Ratgeber“, „Baby und Familie“). „Ich freue mich am meisten darauf, mich mit Freunden zu treffen“, sagen 51 Prozent aller Befragten. Fast jeder Zweite (49 Prozent) fiebert der Umfrage zufolge den Besuchen bei der Familie oder bei Verwandten entgegen. Fast ebenso viele – jeweils 46 Prozent – freuen sich darauf, dann endlich wieder Ausflüge und Reisen zu unternehmen oder Restaurants und Kneipen zu besuchen. Friseurtermine (28 Prozent), Shoppen (24 Prozent) und Sport im Verein beziehungsweise Fitnessstudio (22 Prozent) folgen mit deutlichem Abstand bei den Aktivitäten, die am meisten Vorfreude hervorrufen. Mehr Sorge um die Familie als um sich selbst Befragt nach ihren größten Befürchtungen im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise sorgt sich die Mehrheit vor allem um das Wohl ihrer Familienangehörigen: 46 Prozent der Deutschen haben Angst, dass sich jemand aus ihrer Familie mit dem Virus infizieren könnte. Dass man selbst oder ein Familienmitglied aufgrund der Virusinfektion schwer erkrankt oder gar stirbt, davor fürchten sich 45 Prozent aller Befragten am meisten. Knapp ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) hat derzeit am meisten Angst davor, sich selbst mit dem Corona-Virus anzustecken. Mit zunehmendem Alter steigt die Sorge um die eigene Gesundheit, so die Umfrage: Bei den ab 60-Jährigen sind es bereits 46 Prozent, die sich vor einer Ansteckung mit dem Virus ängstigen. Vielfältige Sorgen um wirtschaftliche Entwicklung Auch die wirtschaftliche Gesamtsituation in Deutschland versetzt viele Menschen in Sorge: 38 Prozent der Befragten machen sich ernsthafte Gedanken darüber, dass es mit der Wirtschaft bergab geht. 15 Prozent haben am meisten Angst davor, dass sie selbst die Krisenzeit finanziell nicht überstehen, 12 Prozent sorgen sich vor allem um ihren Arbeitsplatz beziehungsweise um ihre geschäftliche Grundlage. Für die repräsentative Online-Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos in Mölln im Auftrag des Wort & Bild Verlags am 22. und 23. April per Online-Interviews 1.060 Personen im Alter zwischen 16 und 75 Jahren.

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– Musikgeschichte – Ahmet Ertegün: Der Türke hinter Atlantic Records

Im Alter von 9 Jahren sah er sich ein Jazzkonzert im Londoner Palladium Theatre an und mit 14 bekam er von seiner Mutter ein Album von Cootie Williams sowie einen Plattenspieler mit Aufnahmefunktion geschenkt. Schon recht früh interessierte sich Ahmet Ertegün für Musik, schrieb seine eigenen Texte und nahm diese anschließend auf.

Ahmet Ertegün: Der Türke hinter Atlantic Records

Karriere
Bewerben zwischen Tür und Angel: Die Gen Z ist mobil

Rund 58 Millionen Deutsche nutzen ein Smartphone – und zwar in nahezu allen Lebensbereichen. Das Nutzungsverhalten hat auch Einfluss auf das Suchen und Finden eines neuen Jobs oder eines passenden Kandidaten für eine Vakanz. Auskunft über den aktuellen Stand des mobilen Recruitings geben die Zahlen der 18. „Recruiting Trends“* Studie des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg sowie des Karriereportals Monster. Besonderes Augenmerk liegt auf der Generation Z[1]. Hier sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: Nicht nur ist die junge Generation im Durchschnitt häufiger auf Jobsuche als alle anderen Generationen, sie setzen dabei auch mehr als alle anderen auf die Stellensuche mit dem Smartphone und mobile Bewerbung. Mobile Recruiting: Status Quo Seitens der Unternehmen steht der Begriff Mobile Recruiting für die Umsetzung gezielter Maßnahmen, die es Bewerbern ermöglichen, mobile Endgeräte zu nutzen, um sich über Stellenangebote zu informieren und sich mobil zu bewerben. Diese Bemühungen kommen nicht von ungefähr: Mehr als 85 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie potenzielle Kandidaten verlieren, wenn sie Mobile Recruiting nicht aktiv umsetzen. Dementsprechend hat sich auch die Aufgeschlossenheit gegenüber mobiler Rekrutierung in den Unternehmen verändert. Während vor vier Jahren noch 61,2 Prozent der Top-1000-Unternehmen angaben, gegenüber Mobile Recruiting aufgeschlossen zu sein, sind es heute 82,1 Prozent. „Da alle mobile sind, heißt mobile schon lange nicht mehr bloß, mobile Endgeräte zu benutzen. Mobile heißt schnell und einfach. Für Unternehmen bedeutet das natürlich, Karrierewebseiten anzubieten, die irgendwie mobil nutzbar sind. Es bedeutet aber vor allem, dass Unternehmen schnell auf Kandidaten reagieren und dass Webseiten wirklich einfach nutzbar sein müssen. Vor allem jüngere Kandidaten brechen eine Jobsuche einfach ab, wenn sie zu aufwändig wird. Hinzu kommen wachsende Privacy-Sorgen. Für die Zukunft des Mobile Recruiting sind Ängste der Nutzer eine deutlich größere Herausforderung als Technik oder Wirtschaftlichkeit,“ kommentiert Prof. Dr. Tim Weitzel, Studienleiter und Professor am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen, der Universität Bamberg. Diese Entwicklung wird durch das Nutzungsverhalten der Kandidaten bestätigt. So sinkt etwa die Zahl der Studienteilnehmer, die im Privatleben häufig ein Endgerät mit Tastatur nutzen: Waren das 2018 noch 78,1 Prozent, sind es 2019 fast 20 Prozentpunkte weniger. Zahlen wie diese müssen entsprechend auch im Recruiting berücksichtigt werden. Unternehmen haben die zentrale Bedeutung der Entwicklung erkannt: Neun von zehn Top-1000-Unternhemen sehen durch die stetig steigende Nutzung von mobilen Geräten einen großen Einfluss auf die Rekrutierung. In über 90 Prozent der Top-1000-Unternehmen ist man überzeugt, dass potenzielle Bewerber sich mobil nach offenen Stellen umsehen – und sich auch mobil bewerben wollen. Immerhin jeder dritte Kandidat bevorzugt mittlerweile diese Form der Bewerbung. Die Gründe: 52,9 Prozent geben an, sich dank der mobilen Bewerbung „on the go“ bewerben zu können, 51,7 Prozent begrüßen die Effizienz und Zeitersparnis mobiler Bewerbungen. In der Konsequenz bewerben sich rund 39 Prozent mittels mobiler Bewerbungen häufiger bei Unternehmen als früher. Zwar dominieren weiterhin die Jobsuche und Bewerbung am heimischen PC, allerdings nehmen die Zahlen seit Jahren ab. Eine vollständige Umsetzung von Mobile Recruiting steht allerdings in vielen Unternehmen noch aus: Nur knapp 37 Prozent der Top-1000-Unternehmen geben an, dass mobile Rekrutierung in ihrem Tagesgeschäft angekommen ist (Zum Vergleich: In den befragten IT-Unternehmen sind es bereits 64,7 Prozent). Ein Grund, weshalb Unternehmen noch am Anfang der Umsetzung entsprechender Maßnahmen stehen, können unterschiedliche Standards etwa in Bezug auf die technische Integration oder Anbindung an andere Systeme der Anbieter am Markt sein. „Für deutsche Unternehmen ist es absolut zentral, sich im Bereich Mobile Recruiting gut aufzustellen. Tun sie das nicht, gehen ihnen potenzielle Bewerber verloren – die dann im Zweifel bei der Konkurrenz anheuern,“ betont Sylvia Edmands, Geschäftsführerin von Monster in Deutschland. „Wir setzen daher seit Jahren auf einen „Mobile First“ Ansatz. Aktuell werden bereits über 60 Prozent der Jobsuchen bei Monster.de per Smartphone auf der mobilen Webseite oder der App ausgeführt. Alle Anzeigen sind mobil optimiert, individuell auf die Wünsche des Unternehmens angepasst und wir sehen, dass die Vereinfachung des Bewerbungsprozesses für den kleinen Bildschirm funktioniert.“ Die Generation Online bewirbt sich mobil Noch eindeutiger wird die Bedeutung von Mobile Recruiting in Bezug auf Kandidaten der Generation Z. Die junge Generation nutzt im direkten Vergleich mehr als alle anderen Generationen das Smartphone, um offene Stellen zu finden und sich zu bewerben. 60,5 Prozent der befragten Kandidaten der Generation Z geben an, unterwegs auf dem Smartphone nach offenen Stellen zu suchen, knapp 30 Prozent sind unterwegs auf dem Tablet auf der Suche. Infolgedessen bewirbt sich die junge Generation auch deutlich häufiger mobil von unterwegs: 37,4 Prozent bewerben sich direkt von ihrem Smartphone, 28,4 Prozent vom Tablet. Dabei sind die Kandidaten der Generation Z auch besonders kritisch: Jeder vierte Bewerber der jungen Generation unterbricht die laufende Jobsuche, wenn bei der Stellensuche auf einem mobilen Endgerät Probleme bei der Darstellung auftreten. Entsprechend großer Beliebtheit erfreuen sich mobile Bewerbungen unter den Mitgliedern der Generation Z. Der Vergleich mit den anderen Generationen zeigt deutlich: Junge und Ältere ticken unterschiedlich. 72,2 Prozent der Kandidaten der Generation der Babyboomer bevorzugen eine traditionelle Bewerbung etwa per E-Mail, in der Generation Y sind es noch fast 62 Prozent. Unter den Befragten der Generation Z hingegen gibt über die Hälfte an, eine mobile Bewerbung (z.B. per App) gegenüber einer Bewerbung per E-Mail zu bevorzugen. Besonders beliebt ist diese Form der Bewerbung mit fast 59 Prozent bei Schülern, gefolgt von 49,4 Prozent bei den Studierenden und 46,4 Prozent bei den Auszubildenden. „Die Bedeutung von Mobile Recruiting wird weiter zunehmen, da sind wir sicher,“ erklärt Sylvia Edmands von Monster. „Unternehmen müssen sich nach dem Nutzerverhalten der Bewerber richten und kommen an der zielgerichteten Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung ihrer mobilen Angebote nicht vorbei. Darin steckt aber auch die Chance, das Recruiting effizienter und für alle Beteiligten angenehmer zu gestalten. Hoch komplexe, teils auch fehleranfällige Bewerbungssysteme, sind eine zu große Hürde. Die Chance, die mobiles Recruiting hier bietet, sollten Unternehmen unbedingt ergreifen.“ [1]Die Generation Z umfasst Personen der Jahrgänge 1994-2002. * Für die aktuelle Ausgabe der Studienreihe Recruiting Trends 2020 wurden die Top-1.000 Unternehmen (Rücklaufquote 12,7%) und die 300 größten Unternehmen aus der IT-Branche (Rücklaufquote 10,7 Prozent) aus Deutschland befragt und die Ergebnisse mit den Resultaten des Nutzungsverhalten und den Einschätzungen von über 3.500 Kandidaten verglichen. Die Verteilung der Stichproben der Unternehmen ist gemäß dem aktuellen Datenbankregister von Bisnode hinsichtlich der Merkmale Umsatz, Mitarbeiterzahl und Branchenzugehörigkeit in Bezug auf die entsprechende Grundgesamtheit repräsentativ. Details zur Durchführung der Studie sowie eine Beschreibung der Studienteilnehmer sind online (http://www.uni-bamberg.de/isdl/recruitingtrends2020) verfügbar.

Corona-Krise
Lauterbach: „Regulärer Unterricht fällt mindestens ein Jahr aus“

Berlin – Wegen der Corona-Pandemie sind Schulen seit März geschlossen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Lockerungen einiger Bundesländer scharf verurteilt.
Auf Twitter schrieb Lauterbach:
„Praktisch bedeuten die Kinderstudien folgendes: Regulärer Unterricht fällt für mindestens 1 Jahr aus. Das kann jetzt als epidemiologisch sicher gelten. Daran ändern weder Apps noch Masken etwas. Es ist die Übertragung durch Aerosole und Kontakte im Klassenraum.“
Er regt an, die Diskussionen zu verschieben und genauer zu überlegen, welches Bundesland es schafft, das nächste Schuljahr zu organisieren. Noch immer gebe es Schulen, die abwarten würden. „So verliert man wichtige Zeit.“ Die Sommerferien sollten genutzt werden, modernes Unterrichtsmaterial und die Technik vorzubereiten, schlägt der SPD-Politiker vor. Die jetzige Versorgung der Schüler sei katastrophal, berichtet T-Online. „Für Kinder muss die Möglichkeit bestehen, miteinander über den Unterrichtsstoff zu sprechen und dem Lehrpersonal Fragen zu stellen“, kritisiert Lauterbach. Dazu müsse es Präsenzangebote und auch eine technische Vernetzung geben. „Wir brauchen ein Paket, welches Familien mit Kindern dies garantiert“, zitiert T-Online den Politiker weiter. Dafür müsse Kindern allerdings auch schnelles Internet und die richtige Technik zur Verfügung gestellt werden.  

Corona-Krise
NRW-Innenminister Reul gegen stärkere Rolle des Bundes beim Katastrophenschutzsschutz

Die Pläne für eine stärkere Rolle des Bundes beim Bevölkerungsschutz als Reaktion auf Versorgungsengpässe in der Corona-Krise stoßen in NRW auf Widerstand. “Ich halte das für den falschen Weg. Der Föderalismus in Deutschland ist eine Stärke, um die wir weltweit beneidet werden“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Wie gut die Zusammenarbeit von Bund und Ländern funktioniere, habe sich etwa bei den Hochwasserlagen an Elbe und Oder gezeigt. „Auch in der aktuellen Corona-Krise bringt jeder Partner seine Stärken ein. Eine Stärke der Länder ist, dass sie nah dran sind und deshalb ganz genau die Verhältnisse vor Ort kennen. Das wäre mit Zentralismus nie zu leisten“, so der Innenminister. In Deutschland sind in Friedenszeiten die Länder für den Schutz vor Katastrophen zuständig („Katastrophenschutz“). Der Bund hingegen hat die Aufgabe, die Bevölkerung vor kriegs¬bedingten Gefahren zu schützen („Zivilschutz“). Am Mittwoch berät der Innenausschuss des Bundestages über einen Antrag der Grünen-Fraktion, die eine Grundgesetzänderung fordern, um den Bevölkerungsschutz zu reformieren und die Kompetenzen des Bundes zu stärken. „Die Diskussion um Änderungen im Bevölkerungsschutz ist überfällig. Wir haben dazu bereits im März einen Antrag eingebracht, der die Schaffung einer Zentralstellenfunktion für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vorsieht“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Irene Mihalic, der Rheinischen Post. Es solle eine ähnliche Stelle im Bevölkerungsschutz geschaffen werden, wie es sie im polizeilichen Bereich des Bundeskriminalamts bereits gebe. „Die aktuelle Pandemie zeigt deutlich auf, dass es eine stärkere Koordinierung zwischen Bund und Ländern geben muss“, so Mihalic. Die Bundesregierung müsse sich klar positionieren. „Es ist alarmierend, dass das Bundesinnenministerium in dieser Krise vor allem durch Abwesenheit auffällt und offensichtlich erwartet, dass das Parlament als stiller Zuschauer diesen Zustand akzeptiert.“ Vergangene Woche hatte auch SPD-Landeschef und Obmann im Innenausschuss, Sebastian Hartmann, eine Grundgesetzänderung zur Stärkung der Kompetenzen des Bundes gefordert.

Tourismus
Flüge in die Türkei: Bald soll es wieder losgehen

Die Türkei bereitet sich wieder auf die ersten Touristen vor Istanbul – Im Zuge der Corona-Krise und den folgenden Flugverboten haben viele Airlines ihre Flüge eingestellt. Auch die Türkei stoppte Flüge in und aus der Türkei bereits im März. Die Türkei und vor allem die Türkische Riviera sind im Frühjahr und Sommer ein beliebtes Urlaubsziel für deutsche Paare und Familien. Doch aktuell sind die Strände leer und die Hotels geschlossen. Viele ausländische Touristen, darunter auch Deutsche, dürfen derzeit wegen der Corona-Pandemie nicht in die Türkei einreisen. Wie türkische Medien am Dienstag unter Berufung auf eine Mitteilung des Tourismusministeriums berichteten, sollen jedoch nun Verbote für Inlandsflüge nach dem Ramadanfest und Auslandflüge ab dem 12. Juni aufgehoben werden. Die ersten Auslandsflüge sollen von einigen „risikoarmen Städten“ in Deutschland und Russland möglich sein. In Flugzeugen sollen Sitze zwischen Passagieren nach der neuen Verordnung frei bleiben. Hotels dürfen nur 60 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen. SPAs und Fitnessräume sollen weiterhin geschlossen bleiben.

Türkei
Kommentar: Prof. Aziz Sancar und die Nichterwähnung seiner ethnischen Herkunft

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de 2015 erhielt Prof. Dr. Aziz Sancar zusammen mit seinen Kollegen Tomas Lindal und Paul Modrich den Nobelpreis für Chemie. Die Auszeichnung der schwedischen Akademie in Stockholm wurde den drei Forschern für „die mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur“ verliehen. Ich hatte die Nachricht damals zunächst aus dem Fernsehen und später auch in der Zeitung gelesen. In einigen deutschen Zeitungen bin ich auch auf die Meldung gestoßen, aber nirgends wurde dem Leser mitgeteilt, dass Prof. Sancar ursprünglich in der Türkei geboren und in Istanbul Medizin studiert hatte. Er ging 1973 in die USA, promovierte, habilitierte und machte eine große Forscherkarriere. Damals fragte ich mich, warum die meisten Medien hierzulande die ethnische Herkunft von Professor Sancar nicht erwähnt haben. Klar ist, die Auszeichnung ging an die Vereinigten Staaten, weil die Wissenschaftler dort gelehrt und geforscht haben. Jetzt wird sich mancher fragen, worauf ich hinauswill. Ich will es versuchen zu erklären. Wenn jemand beispielsweise erklärt, er/sie sei Deutscher, spricht nichts gegen diese Aussage, da diese Person sich als Deutscher sieht. Nach der Verleihung des Nobelpreises versuchten die Medien mit Prof. Sancar ein Interview zu führen. Ein Medium war die britische BBC, die sich telefonisch meldete. Ich habe die Aussagen des Professors ins Deutsche übersetzt. Er erklärt zum Telefoninterview mit der BBC:
„Sie fragte mich, ob ich Araber oder nur zum Teil Türke sei und das empfand ich als respektlos. Ich habe der BBC erklärt, dass ich kein Arabisch und kein Kurdisch spreche, ich bin Türke. Wenn sie aus dem Südosten entstammen, können sie sich dem nicht entziehen, aber ich war immer so. Ich habe es gegenüber der BBC erläutert und sage es ihnen auch noch einmal. Die erste Frage, die die BBC mich gefragt hatte, war, ob ich Araber sei. Ich bin Türke, Basta. Es spielt keine Rolle, ob ich in Mardin, Cizre oder in Kars geboren wurde, ich bin Türke.“
Wer den Textabschnitt von Prof. Sancar in türkischer Sprache lesen möchte, kann den angegebenen Link anklicken. Wenn jemand wie Prof. Aziz Sancar, der ein erfolgreicher Wissenschaftler ist, erklärt, er sei stolz auf seine türkische Herkunft, wird das in den meisten deutschen Medien leider systematisch verschwiegen. Wenn Herr Sancar gesagt hätte, er sei Araber oder Kurde, hätten die deutschen Medien exklusiv darüber berichtet. Ich werde jetzt ein weiteres Beispiel für meine Ansicht nennen, obwohl das Ereignis selbst nichts mit dem ersten Fall zu tun hat. Die Türkei hat beim Kampf gegen die Corona-Pandemie über 53 Staaten medizinische Hilfslieferungen zukommen lassen. Darunter Staaten wie die USA, Großbritannien, Spanien, Italien usw. Einige deutsche Medien haben nichts unversucht gelassen die Türkei im Kampf gegen die Pandemie in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Trotzdem hat die Türkei Deutschland medizinische Hilfslieferungen zukommen lassen. So wurde zum Beispiel Nordrhein-Westfalen (NRW) mit zwei Millionen Masken beliefert. Grundsätzlich sollten Staaten nicht nur in Zeiten der Pandemie zusammenarbeiten und einige deutsche Medien sollten endlich damit aufhören Unwahrheiten über die Türkei zu verbreiten. Ich habe bewusst einige Medien geschrieben, weil es auch Zeitungen wie die Augsburger Allgemeine gibt, die meiner Meinung nach sachlich über die Türkei berichten. Quelle: Türkei fühlt sich durch Erfolge in Corona-Krise bestätigt
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Nobelpreis – Enttäuschung für PKK-Anhänger: Nobelpreisträger Aziz Sancar bedankt sich bei türkischem Staat und Volk

Er lässt sich vor türkischen Fahnen ablichten und drückt in einem Fernsehinterview mit dem Nachrichtensender Habertürk seine Dankbarkeit gegenüber dem türkischen Volk und dem türkischen Staat aus, der es ihm erst möglich gemacht habe, Bildung zu erwerben und in weiterer Folge eine wissenschaftliche Karriere anzusteuern.

Enttäuschung für PKK-Anhänger: Nobelpreisträger Aziz Sancar bedankt sich bei türkischem Staat und Volk
 

Kemal Bölge ist Politologe, Historiker, Verleger und freier Journalist