Corona-Krise
Corona-Medikament: Arzneimittelkommision warnt vor Remdesivir-Zulassung
Menschenrechte
USA ernennen Uiguren zum Beauftragten für internationale Religionsfreiheit
Zum Thema
– Menschenrechtsverletzungen in China – Nach Özil: Neuseeländischer Rugby-Spieler Sonny Bill Williams verurteilt China wegen Uiguren
Nachdem der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil in einem Tweet die Unterdrückung und Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China scharf verurteilte, hat nun auch der neuseeländische Rugby-Spieler und Boxer Sonny Bill Williams China für die Verfolgung stark kritisiert.
Nach Özil: Neuseeländischer Rugby-Spieler Sonny Bill Williams verurteilt China wegen Uiguren
Terrorismus
USA: Keine Bewährung für armenischen Mörder eines türkischen Diplomaten
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu weiter berichtet, begrüßten auch der Nationale Türkisch-Amerikanische Lenkungsausschuss (TASC) und die Amerikanisch-Türkische Vereinigung Südkaliforniens (ATASC) am Dienstag die Entscheidung des Gouverneurs, die Bewährung Sassounians abzulehnen.
TASC und ATASC dankten Newsom und sagten, dass sie eine nationale und internationale Koalition anführen, um sicherzustellen, dass Sassounian seine lebenslange Haftstrafe verbüßt.
In den Jahren 1975 bis 1984 wurden türkische Botschafter und Diplomaten weltweit zum Ziel der armenischen Terrorgruppe „Armenische Geheimarmee zur Befreiung Armeniens“ (ASALA) und ähnlicher Gruppierungen.
ASALA tötete in diesem Zeitraum bei verschiedenen Anschlägen insgesamt 42 türkische Diplomaten, um die türkische Regierung zu zwingen, sich öffentlich zu dem so genannten Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915 zu bekennen, Entschädigungszahlungen zu entrichten und Territorium für einen armenischen Staat abzutreten.
Die Terrorakte der Armenier nahmen zwischen 1980 und 1983 zu. In dieser Zeit fanden 580 der insgesamt 699 Anschläge statt. Die Terrorattacken endeten im Jahr 1986.
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Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.
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Corona-Krise
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Wirtschaft
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COVID-19-Pandemie
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Ausland
Griechenland dementiert Medienberichte über türkische Inselbesetzung
„Einst war Griechenland Teil des Osmanischen Reichs, wurde aber im 19. Jahrhundert unabhängig. Vor 100 Jahren (1919-1922) kam es zum Krieg zwischen beiden Ländern und der Vertreibung der Griechen von der türkischen Westküste. Die jahrzehntelangen Spannungen führten zu einem Wettrüsten zwischen den Staaten, die auch zur immensen Verschuldung Griechenlands beitrug. 1974 besetzten türkische Truppen Zypern, nachdem Athen einen Putsch auf der Insel unterstützt hatte, der die Vereinigung der Insel mit Griechenland anstrebte. Die Folge war die bis heute fortbestehende Teilung.“Ich kann nicht beurteilen, wer bei der n-tv Redaktion für das Ressort Geschichte/Politik zuständig ist, aber hier werden unterschiedliche Sachverhalte falsch wiedergegeben. Griechenland war vor seiner Gründung Teil des Osmanischen Reiches. Das ist aber auch das einzige, was an dem Text richtig ist. Hier ein kurzer historischer Abriss: Nach der Niederlage des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkriegs aufseiten der Mittelmächte musste die osmanisch-türkische Regierung am 30. Oktober 1918 die Waffenstillstandsvereinbarung von Moudros unterzeichnen. Die Unterschrift unter die Vereinbarung bedeutete für das Land das Ende des Ersten Weltkriegs und gleichzeitig die Kapitulation. Die griechische Armee führte von 1919-1922 einen Angriffskrieg gegen das Osmanische Reich bzw. was davon noch übriggeblieben war durch. Am 15. Mai 1919 begann mit der Landung der griechischen Armee in Izmir die Invasion Westanatoliens. Die Besetzung Anatoliens kam nicht von ungefähr, denn zwei Tage vorher, am 13. Mai 1919, trafen sich in Izmir unter dem Vorsitz des britischen Admirals Calthorpe die Kommandeure der Flotten Frankreichs, der USA, Italiens und Griechenlands zu einer Sitzung. Darin wurden die Einzelheiten der Vorgehensweise besprochen. Bei der Zusammenkunft wurde vereinbart die beabsichtigte Besetzung Anatoliens durch die griechische Armee der Regierung in Istanbul bis zuletzt nicht mitzuteilen, obwohl in der griechischen und italienischen Presse jener Zeit sehr viele Berichte kursierten. Nach der Ankunft in Izmir und dem Vordringen nach Westanatolien beging die griechische Armee Kriegsverbrechen an der türkischen Zivilbevölkerung. Ein Beispiel für ein grausames Massaker an der Zivilbevölkerung und Massenvergewaltigung von Frauen wurde am Bahnhof Balatcık in Aydın verübt. Eine einfahrende Eisenbahn wurde von den Invasoren gestoppt und alle 130 Reisenden gezwungen auszusteigen. Vor den Augen der Ehemänner wurden alle Frauen systematisch vergewaltigt und anschließend ermordet. Die eroberten Städte und kleineren Ortschaften in Westanatolien wurden von der griechischen Armee in Schutt und Asche gelegt, die muslimischen Einwohner, Männer, Frauen, Kinder und Alte, brutal ermordet und die Leichen anschließend in Schächte geworfen. In einem Telegramm vom 12. Juli 1919 berichtet der Gouverneur von Denizli, Faik Bey, hätten die Griechen in Aydın und Nazilli über 2.000 Moslems und 300-400 Christen getötet. Ich könnte noch viele Beispiele für begangene Verbrechen der griechischen Armee an der muslimischen Zivilbevölkerung in Anatolien aufführen, aber mir geht es hier um den Artikel auf n-tv, indem historische Ereignisse falsch wiedergegeben werden. Die Befreiungsbewegung unter General Mustafa Kemal Pascha (späterer Atatürk) organisierte mit der türkischen Bevölkerung mit enormem Einsatz, Disziplin und einem starken Willen den Widerstand gegen die Besatzer. Die griechische Armee wurde in Westanatolien in zwei entscheidenden Schlachten von der türkischen Armee militärisch besiegt. Als am 9. September 1922 die türkische Armee in Izmir einrückte, bot sich den Soldaten ein erschreckendes Bild über der einstigen blühenden Metropole: Bei ihrem Rückzug hatte die griechische Invasionsarmee die Stadt in Brand gelegt. Auch die übrigen Landesteile, die von den Briten, Franzosen, Italienern und armenischen Milizen besetzt wurden, konnten von der türkischen Armee befreit werden. Ich habe die Geschehnisse um die Besetzung Anatoliens in kurzen Worten wiedergegeben, aber die eigentliche Frage wäre was Großbritannien, Frankreich und deren Verbündete mit dem damaligen Osmanischen Reich bezweckt haben. Die Antwort auf diese Frage findet sich im Vertrag von Sèvres (1920), dass die endgültige Zerschlagung der türkischen Siedlungsgebiete vorsah. Mit anderen Worten, der türkischen Bevölkerung sollte jegliche Existenzgrundlage im anatolischen Kernland entzogen werden und unter anderem aus diesem Grund wurde es von der Befreiungsbewegung unter Mustafa Kemal Atatürk und seinen Kameraden abgelehnt. Ein zweiter Punkt ist das Thema der Vertreibung der Griechen aus Anatolien. Ich möchte nicht behaupten, dass keine Griechen die Türkei verlassen mussten, das wäre in diesem Zusammenhang nicht richtig, denn ein Teil der griechischen Bevölkerung hatte in Anatolien gelebt. Von Relevanz ist das zwischen der Türkei und Griechenland 1923 ratifizierte Abkommen zum Bevölkerungsaustausch. Die Rede ist oft von der griechischen Bevölkerung, die Anatolien verlassen musste, aber die 800.000 Türken, die ihrer alten Heimat in Griechenland den Rücken kehren mussten, werden nur am Rande erwähnt. Wenn es einer Erwähnung wert ist, dann spricht man in der Regel von Moslems und nicht von Türken. Das liegt an der Haltung Griechenlands, die offiziell von einer homogenen Bevölkerungsstruktur ausgeht, in dem nur „Griechen“ leben. Exemplarisch sei hier auf die türkische Minderheit in Westthrakien hingewiesen, die, wenn überhaupt, als „griechische Moslems“ angesehen werden. Ein weiterer Kritikpunkt an dem Beitrag von n-tv ist die Behauptung einer türkischen Besetzung von Zypern. Es wird zwar darauf hingewiesen, dass Griechenland 1974 einen Putsch auf Zypern unterstützt hatte, der die Vereinigung der Insel mit Griechenland vorsah, aber unerwähnt bleibt der rechtliche Status der Türkei als Garantiemacht neben Griechenland und Großbritannien. Die Zürcher und Londoner Verträge von 1959 gaben der Türkei das Recht im Falle einer Rechtsverletzung, der Putschversuch war ein solcher Fall, zu intervenieren. Dass die Zypernfrage bisher nicht gelöst werden konnte, liegt an der Komplexität der Problematik, an dem sich schon viele Regierungen und Diplomaten die Zähne ausgebissen haben. Der rechtlich umstrittene EU-Beitritt des griechischen Teils von Zypern war nicht der erhoffte Katalysator zur Konfliktlösung. Die Ablehnung des „Annan-Plans“ durch die zyperngriechische Bevölkerung zementierte die De-Facto Situation von zwei Staaten, auch wenn die zyperngriechische Administration an ihrem Alleinvertretungsanspruch festhalten sollte.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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