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Rechte
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Corona-Krise
Verbraucherschützer Müller warnt Reisebranche vor Preissteigerungen
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– Sommer 2020 – Türkei lädt „Deutsche Freunde“ zu einem unbeschwerten Urlaub ein
Wie der türkische Außenminister am Freitag mitteilte, werde das beliebte Urlaubsland ab Juni den internationalen Flugverkehr und Tourismus wieder schrittweise öffnen.
Türkei lädt „Deutsche Freunde“ zu einem unbeschwerten Urlaub ein
Geschichte
Die erste Aserbaidschanische Republik: Verzweifelter Kampf gegen die Annexion der Rotarmisten

Asif Masimov
Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften
Born 1987 in Ismayilli, Azerbaijan. Graduate of Baku State University (Bachelor of Arts in “International Relations”) and Georg-August University of Göttingen (Master of Arts in “Political Science”). Currently a PhD student in History at the Humboldt University of Berlin.
Corona-Pandemie
Türkei: Erdogan-Sprecher Altun verurteilt Falschmeldungen
„Infolgedessen haben wir nicht die gleiche Art von überwältigendem Druck auf unser Gesundheitssystem erfahren, der andere Länder behindert hat. Auch in Bezug auf unsere Testrate gehören wir zu den fünf führenden Nationen der Welt. Wir erkennen an, dass das bedeutet, dass unsere Infektionszahlen für eine gewisse Zeit hoch sein werden – denn es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen mehr Tests und mehr positiven Fällen, das ist kein großes Geheimnis – aber es gibt auch keinen verantwortungsvollen Weg, dies ohne Massentests unter Kontrolle zu bringen“.Um den Schlag für die Unternehmen und Haushalte abzufedern, habe die Regierung die Zahlung der Schulden verschoben und die Steuern gesenkt und stelle allen Unternehmen 36-monatige Festzinskredite mit Zahlungsaufschub zur Verfügung. Darüber hinaus gewähre sie bedürftigen Familien direkte finanzielle Unterstützung.
Nach der Ankündigung eines Unterstützungspakets für Unternehmen in Höhe von 100 Milliarden Lire (14,7 Milliarden Dollar) planen wir auch, dem Staatsfonds die Übernahme von in Not geratenen Privatunternehmen zu erleichtern. Die Kritiker ignorieren diese Tatsachen bequemerweise. Wir bieten auch eine kostenlose allgemeine Gesundheitsversorgung für unsere Bevölkerung an – was die Kritiker oft ignorieren. Dies ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir das Virus erfolgreich bekämpfen wollen, und viele Experten stimmen dem zu: Länder ohne dieses Virus sind stark benachteiligt.Die Türkei sei eines der wenigen Länder der Region, das eine universelle Gesundheitsversorgung anbiete.
Nachdem wir ab 2003 viel Zeit auf die Reform des Systems verwendet haben. Wie das New England Journal of Medicine feststellte, haben wir eine „ehrgeizige Reform des Gesundheitssystems in Angriff genommen, um große Ungleichheiten bei den Gesundheitsergebnissen zu überwinden und alle Bürger vor finanziellen Risiken zu schützen“. Innerhalb von 10 Jahren hatte sie eine universelle Gesundheitsversorgung und bemerkenswerte Verbesserungen der Ergebnisse und der Qualität erreicht“.Auch sozial distanzierende Maßnahmen würden ernst genommen. Die Türkei habe zügig alle internationalen Flüge gestoppt und Inlandsreisen eingeschränkt. Schulen, Bars und Cafés geschlossen und Massengebete ausgesetzt worden. Um den Ausbruch einzudämmen, gebe es an den Wochenenden Ausgangssperren in größeren Städten. Besondere Aufmerksamkeit habe man gefährdeten älteren Bürgern gewidmet.
Wir waren eines der ersten Länder, das Reisen mit den vom Virus betroffenen Nationen einschränkte und schließlich verbot. Wir begannen sofort direkt auf den Flughäfen mit der Untersuchung der Passagiere auf Symptome, bevor wir später alle Reisen stoppten. Wir diskriminierten die Menschen nicht aufgrund ihres Herkunftslandes und schützten sie gleichzeitig vor der Krankheit. Wir brachten viele syrische Flüchtlinge zurück, die an der Grenze zu Griechenland warteten, um einen Ausbruch unter ihnen zu verhindern. Wir trafen Vorkehrungen in den Flüchtlingslagern und unter den Binnenvertriebenen in Nordsyrien.. Obwohl wir das Coronavirus mit angespannten Mitteln bekämpfen, erkennen wir auch an, dass es eine kollektive Anstrengung sein sollte und kein Land in diesem Kampf allein gelassen werden sollte. Die Türkei hat medizinische Hilfsgüter in viele Länder geschickt, darunter Italien, Spanien, Iran, Kosovo, Bosnien, Serbien, Montenegro und Nord Mazedonien, um nur einige zu nennen.Besondere Aufmerksamkeit sei gefährdeten älteren Bürgern gewidmet worden.
Zu ihrer eigenen Sicherheit haben wir die Bewegungsfreiheit unserer Bürger im Alter von 65 Jahren und älter eingeschränkt, indem wir dafür sorgten, dass alle ihre Bedürfnisse von den örtlichen Behörden erfüllt wurden. Wir haben unsere Alten und Jungen nicht vergessen. Wir gingen sogar noch weiter, indem wir uns sogar um die Bedürfnisse unserer Straßentiere kümmerten. All dies war geleitet von den klaren Anweisungen unseres Präsidenten Erdogan und der ständigen Betonung eines menschenzentrierten und humanen Ansatzes bei der Bewältigung dieser Herausforderung.Es sei wichtig, die Reaktion der Türkei auf die COVID-19-Pandemie zu prüfen.
Es kommt darauf an, ob die Türkei in der Lage ist, mit dieser Pandemie richtig umzugehen. Die Türkei ist der Grenzübergang zwischen Europa und Asien, sie grenzt an den Iran – wo die Besorgnis über das Virus nach wie vor groß ist – und in Istanbul befindet sich einer der größten und an den stärksten frequentierten Flughäfen der Welt. Alle Regierungen sollten jetzt und über viele Jahre hinweg bereit sein, ihren Umgang mit der Krise zu überprüfen. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, was schiefgelaufen ist und was getan werden kann, um einen solchen Ausbruch in Zukunft zu verhindern.
Başakşehir Çam ve Sakura Şehir Hastanesi, kaliteli ve kapsayıcı sağlık hizmetinin değerinin çok daha iyi anlaşıldığı bir dönemde Türkiye’nin marka eserlerinden biri olacaktır.
— Recep Tayyip Erdoğan (@RTErdogan) May 21, 2020
Ülkemize ve milletimize hayırlı olmasını diliyorum. pic.twitter.com/5Jhj3A1xmC
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– Corona-Pandemie – Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (73) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Das meiste davon sei „schlicht die Unwahrheit und frei erfunden“.
Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
Türkei
Kurdisch-türkischer Sänger Mahsun Kirmizigül verurteilt Moschee-Aktion in Izmir
In der westtürkischen Millionenmetropole Izmir hatten sich am Mittwoch Unbekannte in das Lautsprechersystem von Moscheen gehackt. Aus den Boxen von 30 Gebetshäusern tönte statt des Gebetsaufrufs, das Widerstandslied „Bella Ciao“ der italienischen Partisanen im Zweiten Weltkrieg.
Das bestätigte auch der Chef der Religionsbehörde Diyanet in Izmir, der Mufti Recep Sükrü Balkan, am Freitag. Es sei sehr traurig, dass dies im heiligen Fastenmonat Ramadan und kurz vor den hohen Eid-Feiertagen geschehen sei, so Balkan.
Die Staatsanwaltschaft in Izmir hat am vergangenen Donnerstag Ermittlungen aufgenommen. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu lautet der Vorwurf zu der Hacker-Aktion „Verunglimpfung religiöser Werte“. Die Ermittlungen richteten sich demnach auch gegen Menschen, die Videos von der Aktion mit positiven Kommentaren geteilt hätten.
Bella Ciao blaring from mosques in Izmir. Is this the moment when the workers of the world unite? Turkey’s Office of Religious Affairs currently is investigating who is behind this… pic.twitter.com/2EJVKfMV5n
— No Limits (@NoLimits4Christ) May 20, 2020
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– Türkei – Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter
Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im Sommer begann, entwickelt sich allmählich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.
Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter
Corona-Krise
Waigel will CO2-Steuer zur Corona-Krisenbewältigung
Neue Publikation
„Deutschland ist uns eine Heimat geworden“
Auch er ist in Deutschland geboren, genauer gesagt in Hamburg. Der Migrationsexperte trat bereits als Herausgeber der Sammelbände „Dünya Siyasetinde Latin Amerika“ (2017) [„Lateinamerika in der Weltpolitik“] sowie „Dünya Siyasetinde Afrika“ (2018) [„Afrika in der Weltpolitik“] in Erscheinung. Ermağan ist ähnlich wie Bağcı oftmals als Gast in Talkrunden oder Nachrichtensendungen des türkischen Fernsehens zu sehen. Publizieren ist seine Leidenschaft.
Deutschland ist uns eine Heimat geworden
Die zentrale Bedeutung Deutschlands als viertgrößte Handelsnation der Welt entstehe aus türkischer Perspektive primär über die Existenz der Türken und Deutschtürken, dort lebten. „Deutschland ist für mindestens drei Millionen Menschen von uns eine Heimat geworden. Wir sind gegenwärtig verwandt mit diesem Land“, so die Herausgeber. Auch deshalb sind sie daran interessiert, die in der Türkei herrschenden Wissenslücken über „dieses verwandte Land“ zu füllen.
Nachschlagwerk für Unternehmer, Politiker, Imame, Künstler und Wissenschaftler
Die wissenschaftliche Publikation dient darüber hinaus als Nachschlagwerk. Im ersten Band der Publikation nehmen die Wissenschaftler in unterschiedlichen Aufsätzen die Gesichte Deutschlands und ihre Außenpolitik in den Fokus. Band zwei widmet sich einer größeren Auswahl an Themen. Hier werden unter anderem die Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Regierungs- und Verwaltungssystem, Medien, Literatur, Kunst, Bildung, Sport usw. erforscht.
Für das Herausgeberteam bilden nicht nur Studenten und Lehrkräfte aus den Fachbereichen Politik- und Geschichtswissenschaften, internationale Beziehungen, Wirtschaft, Kunst oder Dergleichen eine wichtige Zielgruppe. Sie weisen auch darauf hin, dass die beiden Fachbücher über Deutschland wichtige Informationsquellen für aktive Politiker, Beamte im diplomatischen Dienst, Berater, Beschäftigte im Tourismussektor, Religionsbedienstete und Imame, Multiplikatoren sowie Mitglieder von zivilgesellschaftlichen Organisationen darstellen. Zur weiteren Zielgruppe zählen außerdem Geschäftsleute, Unternehmer und Medienvertreter. Aber auch an die übrige, breitere türkischsprachige Öffentlichkeit, die auf der Suche nach fundierten Berichten und Analysen über Deutschland ist, richten sich die beiden Sammelbände.
Breit gefächerte Themenauswahl
Die Studien sind so mannigfaltig wie ihre Autoren. Folgende Themen werden in den Publikationen untersucht: „Deutschland in der Weltpolitik“ (Prof. Dr. İbrahim Canbolat), „Die Geschichte Deutschlands 1: Von den Anfängen bis 1871“ (Dr. Max Florian Hertsch), „Die Geschichte Deutschlands 2: 1871 bis 1945“ (Begüm Kardeş), „Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland während der Phase des Kalten Krieges“ (Dr. Murat Önsoy/Zeynep Elif Koç),
„Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland nach dem Kalten Krieg“ (Dr. Ahmet Bülbül), „Die Beziehungen Deutschlands mit der Europäischen Union“ (Dr. Yusuf Çınar/Serdar Çukur), „Die deutsch-französischen Beziehungen“ (Cafer Tayyar Karadağ), „Vom Bündnis zur Rivalität: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen“ (Dr. Helin Sarı Ertem/Çağla Vural), „Die deutsch-russischen Beziehungen“ (Prof. Dr. İrfan Kaya Ülger), „Die deutsch-chinesischen Beziehungen“ (Dr. Özlem Zerrin Keyvan), „Die deutsch-israelischen Beziehungen“ (Dr. Ahmet Bülbül), „Die deutsch-türkischen Beziehungen“ (Dr. İsmail Ermağan/Prof. Dr. Burak Gümüş), „Die deutsch-iranischen Beziehungen“ (Dr. Ahmet Bülbül),
„Deutschlands Zentralasienpolitik“ (Prof. Dr. Saynur Derman), „Die Außenpolitik Deutschlands im Mittleren Osten und ihre stille Diplomatie“ (Dr. Yusuf Sayın), „Die Balkanpolitik Deutschlands in Geschichte und Gegenwart“ (Dr. Dilşad Türkmenoğlu Köse), „Von seichten Gewässern in die Tiefe: Deutschlands Afrikapolitik“ (Dr. Volkan İpek). Nachdem sich der erste Band größtenteils mit außenpolitischen und historischen Fragestellungen auseinandersetzt, werden im zweiten Band überwiegend ökonomische, gesellschaftliche, innenpolitische und administrative Fragen wie diese diskutiert: „Das politische System Deutschlands: Verwaltung und Verfassung“ (Prof. Dr. Rıza Arslan), „Wirtschaft in Deutschland“ (Faruk Kurtulmuş),
„Landwirtschaft in Deutschland: Was die strukturelle Transformation gebracht hat“ (Dr. Fatma Nil Döner), „Tourismus in Deutschland“ (Dr. Mehmet Han Ergüven/Aysel Yılmaz), „Kommunale Verwaltungen in Deutschland und die Reform der öffentlichen Verwaltung“ (Dr. Uğur Sadioğlu), „Gesellschaft in Deutschland“ (Dr. Caner Tekin), „Medien in Deutschland: Eine Analyse der Printmedien, visuelle- und Onlinemedien sowie eine Kritik an dem Mediensystem“ (Yasin Baş), „Das Phänomen der Religion in Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ (Dr. Yusuf Yıldız), „Das Bildungs- und Erziehungssystem in Deutschland“ (Dr. Bahri Aydın),
„Deutsche Literatur“ (Dr. Mutlu Er), „Musik in Deutschland“ (Prof. Dr. Nesrin Kalyoncu), „Kino in Deutschland zwischen Markt und Politik“ (Prof. Dr. Burak Gümüş/Dr. İsmail Ermağan), „Der Sport und ihre Anwendungen in Deutschland“ (Dr. Ahmet Tarık Ergüven), „Deutscher Nationalismus von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart“ (Dr. Sevil Özçalık Dumanoğulları), „Die deutschen Stiftungen in der Welt“ (Dr. Asena Boztaş), „Die Migrationspolitik Deutschlands“ (Duygu Balkan/Dr. İsmail Ermağan/Prof. Dr. Burak Gümüş), „Die Diasporapolitik Deutschlands“ (Feyza Yıldırım Sungur), „Die Außenpolitik Deutschlands während des Kalten Krieges“ (Prof. Dr. Mehmet Öcal), „Die Bundeswehr und ihre historische Entwicklung“ (Dr. Mehmet Çanlı/Dr. Abdullah Cüneyt Küsemez). Nach dieser informationsreichen Auswahl an Themen hat der Leser am Ende seiner Lektüre zumindest einen umfangreichen Überblick über Deutschland.
Ein Geschenk für die türkisch-deutschen Beziehungen
Die beiden Bände „Deutschland in der Weltpolitik I + II“ mit so unterschiedlichen Wissenschaftlern und Experten aus diversen Disziplinen markieren einen Meilenstein für das Verständnis Deutschlands in der Türkei und für alle türkischsprechenden Menschen auf der ganzen Welt. Damit stellen die Sammelbände, sie es in dieser Form noch nicht gab, einen herausragenden Beitrag für die türkisch-deutschen Beziehungen dar.
Von der Asymmetrie auf eine gemeinsame Augenhöhe?
In den türkisch-deutschen Beziehungen, die seit langen Jahrzehnten von einer teils strukturellen, teils konjunkturellen Asymmetrie geprägt sind und sich erst seit einigen Jahren, vor allem nach den Gezi-Protesten und dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016, auf eine gemeinsame Augenhöhe bewegen, wurde so eine hervorragende Veröffentlichung lange vermisst. Mit „Deutschland in der Weltpolitik I+II“ ist der Anfang getan.
Für das bessere Verständnis beider befreundeter Staaten ist zu hoffen, dass die Zahl der Studien und Veröffentlichungen über Deutschland in der Türkei weiter zunimmt. Denn im Moment gilt die Türkei in Deutschland als sehr gut erforscht. Es gibt mehrere Institute, Fakultäten, Denkfabriken und andere teils staatliche, teils private Zusammenschlüsse, die die Türkeiforschung als Schwerpunkt haben. Hier besteht die erwähnte Asymmetrie noch fort. Jetzt liegt es an der Türkei, Institute und Think Tanks zu etablieren, Stiftungen ins Leben zu rufen, die sich explizit mit Deutschland beschäftigen. Die staatlichen Akteure, vor allem das Wissenschafts- und Forschungsministerium aber auch das türkische Außenministerium müssen hier Verantwortung übernehmen. Viel zu lange wurde diese Aufgabe teilweise vernachlässigt behandelt. Sie müssen jetzt solche Einrichtungen und Forschungsstellen fordern und fördern.
Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor, freier Journalist, Übersetzer und Berater. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?”, „nach-richten: Muslime in den Medien” sowie „Muslime in den Medien 2018″.
Sommer 2020
Türkei lädt „Deutsche Freunde“ zu einem unbeschwerten Urlaub ein
Mevlüt Cavusoglu:
„Dass die Türkei zu den beliebtesten Reisezielen der deutschen Urlauber zählt, hat uns stets gefreut. Im vergangenen Jahr befanden sich die Deutschen mit fünf Millionen Besuchern an zweiter Stelle der ausländischen Gäste. Dieses Jahr erleben wir schwierige Zeiten. Wir möchten jedoch mit den Maßnahmen, die wir treffen, unsere deutschen Freunde wieder in unserem Land begrüßen. Uns ist bewusst, dass in diesen Zeiten für einen sicheren und unbeschwerten Urlaub alle Bedingungen stimmen müssen. Deshalb strengen wir uns umso mehr an; wir tun mehr, als erforderlich wäre.
Zunächst möchte ich anmerken, dass das Virus COVID-19, das am 11. März zu einer globalen Pandemie erklärt wurde, mittlerweile sowohl in der Türkei als auch in Deutschland unter Kontrolle gebracht worden ist. Das türkische Gesundheitssystem hat sich in dieser schweren Krise behauptet. Die Kapazitäten unserer Krankenhäuser haben mit ihren Intensivbetten und Behandlungsprotokollen die Prüfung erfolgreich bestanden.
Die Türkei wird ab Juni den internationalen Flugverkehr und Tourismus schrittweise wieder öffnen und damit beginnen,Touristen zu empfangen.
Daher möchte ich unseren deutschen Freunden, die ihren Sommerurlaub im Ausland verbringen wollen, sagen, dass sie sicher und unbesorgt in die Türkei reisen können und dass wir sie gerne in Antalya, Bodrum und in Marmaris begrüßen würden.
Für unsere Hotels, Feriendörfer und unseren gesamten Dienstleistungssektor treffen wir die notwendigen Maßnahmen, damit diese unsere deutschen Freunde ab Juni begrüßen können. Der TÜV und ROYALCERT schließen das Zertifizierungsverfahren für sämtliche Hotelanlagen, Reisebusse sowie für die Reisenden und das Dienstleistungspersonal gegen COVID-19 ab. Darüber hinaus werden für unsere Flughäfen und Flüge sämtliche Gesundheitsprotokolle entwickelt, die einzuhalten sind. Die von uns getroffenen Maßnahmen machen die Türkei auch im Tourismus zu einem „sicheren Land“.
Zudem hat unser Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Ersoy, in einem Brief an seinen deutschen Amtskollegen unsere den Gesundheits- und Hygienevorgaben entsprechenden Maßnahmen ausführlich erläutert. Er hat ihm mitgeteilt, dass wir ab Juni den gegenseitigen Flugverkehr mit Deutschland wieder aufnehmen möchten. Selbstverständlich werden die deutschen Touristenströme ausschließlich mit Charterflügen in unser Land anreisen.
Am 19. Mai hatte ich ein äußerst konstruktives Gespräch mit meinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas. Dabei haben wir die Wiederaufnahme des Tourismus zwischen unseren Ländern in allen Einzelheiten erörtert.
Die Vorbereitungen zur Eröffnung der Sommersaison laufen, gemeinsam mit unseren Partnern, auch mit der Bundesregierung und den Reiseveranstaltern auf Hochtouren. In der Sommersaison 2020 sind wir bereit, für unsere deutschen Gäste größtmögliche Sicherheit, Gesundheit und Erholung zu bieten. Unsere deutschen Freunde, die die Natur, Kultur, Küche und Kunst unseres Landes lieben, erwarten wir wieder in der Türkei, damit sie diese Schönheiten ausgiebig genießen können.
Freuen Sie sich auf die Türkei und ihren unbeschwerten, entspannenden Urlaub.“
Libyen-Krise
Libyen: Kooperation mit der Türkei ist unser Recht
In der syrischen Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei begann in diesem Frühjahr eine neue Ära in der Militärpolitik des Nahen Ostens: Zum ersten Mal setzte die Türkei dort moderne Kampfdrohnen gegen die Armee eines anderen Staates ein. Die unbemannten Fluggeräte zerstörten bei Gefechten gegen syrische Regierungstruppen in Idlib viele Panzer und Artilleriestellungen. Zum Dank soll ein syrischer Regierungsgegner sein neugeborenes Kind „Bayraktar“ genannt haben – nach der türkischen Drohne „Bayraktar TB2“.Nach dem Sturz des verstorbenen Herrschers Muammar Gaddafi im Jahr 2011 wurde die libysche Regierung 2015 im Rahmen eines politischen Abkommens unter der Führung der UNO gegründet.
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– Rüstungsdeal – Ukraine kündigt Kauf von bewaffneten Bayraktar-Drohnen aus der Türkei an
Die Ukraine hat eine Vereinbarung über den Kauf von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle, UAV) aus der Türkei unterzeichnet.
Ukraine kündigt Kauf von bewaffneten Bayraktar-Drohnen aus der Türkei an

