Corona-Pandemie
Rekordanstieg: Türkei wird Corona-Maßnahmen drastisch verschärfen

Ankara – Nach einem Anstieg auf über 50.000 täglichen Neuinfektionen in der Türkei wird Präsident Tayyip Erdogan in dieser Woche wahrscheinlich eine weitere drastische Verschärfung der Corona-Maßnahmen anordnen, so ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.  Die Türkei rangiert weltweit an vierter Stelle bei neuen Fallzahlen, die letzte Woche einen Höchststand von fast 56.000 erreichten – ein fünffacher Sprung gegenüber Anfang März, als Erdogan die sozialen Beschränkungen in einer Periode der „kontrollierten Normalisierung“ lockerte, wie er es nannte. Dies ist der höchste Stand seit März 2020, als die Pandemie das Land erstmals erfasste. Die kurzlebige Normalisierungsperiode sei jedoch nicht gut verlaufen und die Maßnahmen sollen nach einer für Dienstag angesetzten Kabinettssitzung noch verschärft werden, zitiert Reuters den Beamten. Ankara hat die laxe öffentliche Einhaltung von Regeln und Virusvarianten für den Anstieg verantwortlich gemacht. Die britische Variante mache 75 Prozent aller neuen Fälle im Land aus, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in einer Erklärung Ende März. Am 29. März kündigte die Regierung Wochenendsperrungen und geschlossene Restaurants für den Ramadan an, den islamischen Fastenmonat, der am morgigen Dienstag beginnt. „Es scheint keine andere Lösung zu geben, als viel härtere Maßnahmen zu ergreifen“, so der Beamte weiter. Erdogans Kabinett werde auf Vorschläge, die von einem Wissenschaftsrat der Regierung gemacht werden, reagieren. Der Rat werde sich am Montagabend treffen.

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Türkei
Özge Karabulut: Erste Kampfhubschrauber-Pilotin der Türkei tritt Dienst an

Ankara – In ihrem Kampf gegen den Terrorismus und die Organisierte Kriminalität hat die türkische Polizei im vergangenen Monat den ersten einheimischen KampfhubschrauberATAK in ihren Bestand aufgenommen. Mit nur 28 Jahren hat nun die Polizeipilotin Özge Karabulut in der vergangenen Woche nach einer intensiven Ausbildung als erste weibliche Kampfhubschrauber-Pilotin der Türkei ihren Dienst angetreten und ging somit in die Geschichte ein.

„Ich bin sehr stolz darauf, diese Aufgabe als erste Kampfhubschrauber-Pilotin der Türkei zu erfüllen. Es ist etwas Stolzes, Aufregendes. Das Ziel der türkischen Polizei besteht darin, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und das Land zu beschützen. Als Beamte der Polizeifliegerstaffel sind wir an 7 Tagen 24 Stunden im Dienst. In diesem Sinne sind wir stets einsatzbereit und leisten unsere Pflicht“, sagte die 28-Jährige gegenüber türkischen Medien.

Karabulut trat 2016 als stellvertretende Kommissarin ihren Dienst bei der Polizei an. Nach einer erfolgreichen Aufnahmeprüfung folgte die Praxisausbildung an einer Bell 249 und später am ATAK-Kampfhubschrauber, die sie mit Bravour meisterte. Sabiha Gökcen: Erste Kampfpilotin der Welt Sabiha Gökcen, Adoptivtocher des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk, begann 1935 ihre Pilotenausbildung an der türkischen Zivilflugschule in Ankara und trat nach einer Weiterbildung in der Sowjetunion 1936 der türkischen Luftwaffe in der Militärflugschule Eskişehir bei, wo sie zur Militärpilotin ausgebildet wurde. Gökcen gilt als erste Kampfpilotin der Welt. Im Jahre 1951 nahm sie auch am Korea-Krieg teil. T-129 ATAK Der ATAK Kampfhubschrauber, auch T129 genannt, wird von den Staatsunternehmen Turkish Aerospace Industries (TAI) und ASELSAN gebaut. Er ist eine Weiterentwicklung, der aus einem Technologietransfer des Augusta A129 hervorgegangenen ist. Im Juni 2014 wurden die ersten drei Serienmaschinen den türkischen Streitkräften übergeben.

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Corona-Krise
Niedersachsens Wirtschaftsminister schließt „knallharten“ Lockdown nicht aus

Osnabrück – Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hält weitere Verschärfungen im Kampf gegen die Pandemie für denkbar. Wenngleich die derzeitigen Infektionszahlen im Norden momentan eher für den niedersächsischen Weg sprächen, die Entwicklung regional zu betrachten, dürfe nicht vergessen werden, dass der Pandemieverlauf schon öfter „viele unschöne Überraschungen“ bereitgehalten habe. „Grundsätzlich ausschließen sollten wir also auch einen erneuten harten Lockdown nicht. Wir müssen wachsam bleiben“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Ein „knallharter Lockdown“ sei „das letzte Mittel, um das Infektionsgeschehen spürbar zu senken“ und sollte laut Althusmann möglichst mit der Perspektive verbunden werden, danach mit Impfen, Testen und Abstandhalten die Krise weitgehend überwunden zu haben. Gleichzeitig äußerte der Minister, der auch Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen ist, Verständnis für die angekündigte Verschärfung des Bundesinfektionsschutzgesetzes, die darauf abzielt, dass der Bund per Rechtsverordnung in ganz Deutschland gleiche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung durchsetzen kann. „Das teilweise Hin- und Herschieben von Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern hat nicht weitergeholfen. Ich kann daher die Haltung des Bundes ein Stück weit nachvollziehen, dass er bei entsprechend hoher Infektionslage die Handhabe zur Nachsteuerung über das Infektionsschutzgesetz zumindest realistisch in Erwägung ziehen können will“, sagte der CDU-Politiker. Kritisch merkte Althusmann zu den Konferenzen der Regierungschefs der Länder mit der Kanzlerin zudem an: „Unterm Strich hat uns Corona doch gezeigt, dass Bund und Länder ihre gemeinsamen PS nicht immer gut auf die Straße bringen konnten.“ Eine „ehrliche Bewertung und Neuordnung der Bund-Länder-Kompetenzen“ seien daher nötig. „Das sollten wir ernsthaft anpacken“, erklärte der Vizeregierungschef. Die Ministerpräsidentenkonferenz sei „für eine effektive und schnelle Reaktion auf einen gesundheitspolitischen Verteidigungsfall“ jedenfalls nur „bedingt geeignet“ gewesen, weil häufig angepasste Corona-Regelungen „schlichtweg zu unübersichtlich“ geworden seien.

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SofaGate
Kommentar: Mario Draghi schwingt die populistische Keule und betreibt Erdoğan-Bashing

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Vor einigen Tagen bezeichnete der italienische Ministerpräsident Mario Draghi während einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit der „Sofagateaffäre“ den türkischen Präsidenten als „Diktator“. Die Aussage des italienischen Premiers ist nicht nur populistisch, sondern bedient all jene Kreise, die die Türkei schon immer außerhalb der EU sehen wollten. Gerade jetzt, wo die EU und die Türkei ihre Beziehungen auf die richtige Bahn bringen wollten, schürt Draghi mit seiner Aussage anti-türkische Ressentiments. Die Frage wäre, warum jemand wie Draghi es für notwendig erachtet hat, Erdoğan-Bashing zu betreiben. Dazu ist es wichtig, zu wissen, welchen Werdegang Mario Draghi zurückgelegt hat, denn der ehemalige Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nicht irgendjemand. Der 1947 in Rom geborene Draghi studierte Wirtschaftswissenschaften und schloss mit Bestnote ab. Anschließend zog es ihn mit einem Stipendium in der Tasche an die renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) in die USA, wo er auch promovierte. Es folgten Lehrtätigkeiten an verschiedenen italienischen Universitäten, Forschungsprojekte und Stationen bei der Weltbank, im italienischen Finanzministerium und 2002 bis 2005 bei der Investmentbank Goldman Sachs in London tätig. Nach seinem Ausscheiden von der US-Investmentbank wurde Draghi Gouverneur der italienischen Zentralbank, die er bis 2011 leitete. Von 2011 bis 2019 war der Ökonom Direktor der EZB in Frankfurt und stieg damit zu einem der mächtigsten Zentralbanker der Welt auf. Draghi geriet während seiner Zeit als Chef der italienischen Zentralbank in die Kritik, weil die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena durch riskante Geschäfte fast Bankrott ging. Während dieser Zeit war Draghi die Bankenaufsicht unterstellt und nur durch einen 3,9 Milliarden Euro Kredit der italienischen Zentralbank konnte die erwähnte Bank gerettet werden. Draghi ist Mitglied in der Lobbyorganisation der globalen Finanzbranche G30 Der ehemalige EZB-Direktor ist seit 2006 Mitglied der sogenannten Group of Thirty, einer Lobbyorganisation global agierender Großbanken. In dieser Gruppe sind nicht nur Privatbanken vertreten, sondern auch Vertreter von Zentralbanken, internationalen öffentlichen Finanzinstituten, Investment-Unternehmen, Politiker und Wissenschaftler. Ende 2012 hatte die Nichtregierungsorganisation CEO eine Beschwerde gegen Draghi beim EU-Ombudsmann eingereicht, da nach Ansicht der NGO ein Interessenkonflikt zwischen dem Amt als EZB-Direktor und der Mitgliedschaft in der Lobbyorganisation Group of Thirty bestanden habe. EU-Untersuchung hatte keine Folgen für den Ex-EZB-Direktor Die Beschwerde ging durch die EU-Instanzen und der frühere EU-Bürgerbeauftragte Diamandouros sah in der Mitgliedschaft Draghis in der G30 die Unabhängigkeit der EZB nicht gefährdet. Die Nachfolgerin des EU-Bürgerbeauftragten, Emily O’Reilly , leitete eine Untersuchung ein, in dem laut Untersuchungsbericht zwar keine Beweise dafür gebe, „dass vertrauliche Informationen weitergegeben“ würden, aber die „Unabhängigkeit der EZB“ sei dadurch „kompromittiert“. Sie forderte den Ex-EZB-Direktor Draghi auf, die Mitgliedschaft in der G30 bis zum Ende der Amtszeit ruhen zu lassen. Die Europäische Zentralbank wies die Forderung der EU-Bürgerbeauftragten zurück. G30 hat großen Einfluss auf Regierungen und Parlamente Der Einfluss der G30 auf die Regierungen der Welt und Parlamente zeigte sich bei der Liberalisierung der Finanzmärkte, bei der Sparpolitik von Regierungen oder bei der „Flexibilität am Arbeitsmarkt“, d.h. bei der Aufweichung des Kündigungsschutzes. Mario Draghi war von 2011 bis 2019 nicht nur Direktor der Europäischen Zentralbank, sondern auch Mitglied eines der mächtigsten Lobbyorganisationen der globalen Finanzbranche. Wenn eine Person mit diesem Background wie Draghi einen durch demokratische Wahlen zum Präsidenten der Türkei gewählten Recep Tayyip Erdoğan als „Diktator“ bezeichnet, sollte das einem zu denken geben. An der „Sofagateaffäre“ ist nicht das türkische Präsidialamt schuld, wie von manchen Medien kolportiert, sondern, wie bereits Fatih Zingal und das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet haben, ein Machtkampf innerhalb der EU.
Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Mondmission
Türkei testet erfolgreich erstes eigenes Raketentriebwerk

Ankara – Die türkische Raumfahrtbehörde hat in einem Test erfolgreich die Triebwerke gezündet, die in der geplanten Mondmission 2023 eingesetzt werden sollen, sagte der Technologie- und Industrieminister des Landes am Sonntag. „Diese 50-Sekunden-Zündung ist erfolgreich abgeschlossen. Ab heute können wir sagen, dass die ersten Tests des Triebwerks, das bei der Mondmission eingesetzt werden kann, erfolgreich durchgeführt wurden“, so Mustafa Varank der Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Während der Tests seien zwei erfolgreiche Zündungen durchgeführt wurden – sowohl die Zündung des Sonden-Raketensystems (SORS) als auch die erste Zündung des Hybridtriebwerks, das bei der Mondmission eingesetzt werden soll, so Varank weiter. Das Hybridtriebwerk wird von Delta V entwickelt, einer Tochtergesellschaft für Luft- und Raumfahrttechnologien des Präsidiums für Verteidigungsindustrien. „Wie Sie wissen, ist die Türkei ein Land, das seine Fähigkeiten, insbesondere im Bereich der Raumfahrt, der Welt zeigen und diese Fähigkeiten kommerzialisieren möchte, um wirtschaftliche Nutzen zu erlangen“, sagte Varank. Er betonte, dass die oxidativen Flüssigsauerstoff-Hybridtriebwerke eine neue Technologie von großer Bedeutung für die Türkei seien: „Wir glauben, dass wir im Jahr 2023 den ersten Schritt unseres Ziels einer Mondmission erreichen können. In diesem Sinne sind wir glücklich und stolz, die erste Zündung des Motors hier durchgeführt zu haben“, fügte er hinzu. Zusammenarbeit mit Russland Im Februar 2021 gab Präsident Recep Tayyip Erdogan die Pläne der Türkei für eine heimische Raumfahrtindustrie bekannt und kündigte sein Vorhaben an bis 2023 auch Raumfahrzeuge auf den Mond bringen zu wollen. Nur einen Tag später stellte die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos Absichten für eine Zusammenarbeit mit der Türkei in Aussicht. Im Februar dieses Jahres telefonierten Erdogan und SpaceX-Gründer Elon Musk miteinander und besprachen die Zusammenarbeit bei Raumfahrttechnologien mit türkischen Unternehmen.

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– Türkisches Weltraumprogramm – Türkei und Russland wollen in der Raumfahrt kooperieren

Nur einen Tag nachdem Präsident Recep Tayyip Erdogan die Pläne der Türkei für eine heimische Raumfahrtindustrie bekannt gab und sein Vorhaben ankündigte bis 2023 auch Raumfahrzeuge auf den Mond bringen zu wollen, stellte die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos Absichten für eine Zusammenarbeit mit der Türkei in Aussicht.

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Gesundheit
Corona: Fast jedes dritte Kind leidet unter psychischen Auffälligkeiten

Es sind erschreckende Zahlen: Fast jedes dritte Kind in Deutschland leidet ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Die Verdachtsfälle auf Kindesmisshandlung sind im ersten Halbjahr 2020 um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei den Sieben- bis 17-Jährigen ist das Risiko für psychische Auffälligkeiten von rund 18 Prozent vor Corona auf 31 Prozent während der Pandemie gestiegen. „Kinder sind die größten Verlierer dieser Krise – ihre Bedürfnisse sind teilweise völlig aus dem Blick geraten“, warnt die Göttinger Kinderärztin Dr. Tanja Brunnert vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau„. Den Kindern drohen Folgekrankheiten Beispiel Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen: Monatelang wurde aus Sicht von Brunnert hier versäumt, tragfähige Konzepte zu entwickeln. Dass diese Orte in den vergangenen Monaten als Schutz- und Entwicklungsraum erneut wochenlang wegfielen, sei für die Jüngsten der Gesellschaft eine Katastrophe. Die Pandemie hat auch körperliche Folgen für Kinder: Neun Prozent der Unter-Zehnjährigen haben während der ersten Ausgangsbeschränkungen deutlich zugenommen, so eine Studie des Münchner Zentrums für Ernährungsmedizin. Auch eine Untersuchung der Universitätsklinik Hamburg zeigt: Kinder essen seit Pandemiebeginn rund ein Drittel mehr Süßigkeiten. Während gleichzeitig der Medienkonsum steigt, sinkt das Bewegungspensum. 40 Prozent der Kinder trieben zuletzt gar keinen Sport mehr. Experten besorgt dieser Trend, weil die Kleinen überschüssige Pfunde nur schwer wieder loswerden und ihnen im späteren Leben zahlreiche Folgekrankheiten drohen. Zahlreiche Probleme bei medizinischer Versorgung Hinzu kommt: Auch die Gesundheitsversorgung junger Patienten leidet während der Pandemie. „Wir beobachten zum Beispiel, dass Kinder mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, Asthma, Epilepsie oder Herzproblemen in der Krise ärztlich weniger intensiv begleitet werden und ihre Krankenlast zunimmt“, berichtet Privatdozent Dr. Burkhard Rodeck, leitender Arzt am Christlichen Kinderhospital Osnabrück und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Der Verband hat einen Appell veröffentlicht, der auf die größten Probleme bei der medizinischen Versorgung von Kindern aufmerksam macht – die Liste ist lang, von verzögerter Diagnosestellung bei akuten Erkrankungen über ein gehäuftes Auftreten von psychischen Beschwerden bis hin zu häuslicher Gewalt, Vernachlässigung, Entwicklungsverzögerungen und traumatischen Trennungserlebnissen aufgrund des Besuchsverbots in Kinderkliniken. Gut zu wissen: „Nummer gegen Kummer“ ist das größte telefonische Beratungsangebot in Deutschland – erreichbar für Eltern unter der Telefonnumer 08 00 / 111 0 550 und für Kinder unter 116 111 sowie im Internet unter www.nummergegenkummer.de.

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Covid-Patienten mit Migrationshintergrund: Özdemir fordert „Infokampagne mit Promis und Medizinern“. Ex-Grünenchef vor Integrationsgipfel: Kanzlerin sollte russische Community auf Russisch ansprechen – „Es gibt hier und da auch Ignoranz“.

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Fintech-News
Türkisches Blockchain-Projekt hat Verhandlungen mit der SEC aufgenommen

BTCBAM, das erste türkische Blockchain-Projekt, das an den wichtigsten asiatischen Kryptowährungsbörsen wie Coinsbit und Probit gelistet ist, hat die Vorverhandlungen mit der SEC eingeleitet, um durch die Sicherheiten der Spektral Investment Bank die Zulassung als bestätigtes Sicherheits-Token zu erhalten. Derzeit im vorläufigen Prozess, um in Binance gelistet zu werden, initiierte BTCBAM gleichzeitig formale Korrespondenz mit SEC, der ultimativen Regulierungsbehörde, wenn es um Tokenisierung, ICO-Vorschriften und Security Token Approval geht. „Wir sind erst am Anfang dieser beiden sehr entscheidenden Prozesse, aber sobald und wenn wir hoffentlich diesen rechtlichen Marathon abschließen und die Ehre der Zulassung als Security Token mit der Sicherheitsbasis der Spektral Investment Bank erhalten, planen wir auch eine projektbasierte Zusammenarbeit mit Capbridge, einer Binance-Partner-Investmentplattform“, so Gökhan Alkan, CEO und Teamleiter von BTCBAM. Informationen zu BTCBAM BTCBAM ist ein in Wien ansässiges Kryptowährungs-Mining-Unternehmen.. Die Vision des Unternehmens ist es, eine Plattform zu schaffen, die es jedem, überall auf der Welt, ermöglicht, durch Mining zu verdienen. Außerdem ermutigt die Plattform die Nutzer, Vermögen aufzubauen und finanzielle Freiheit zu erreichen.

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Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Kommentar
SofaGate: „Irgendwas findet man immer, um gegen die Türkei zu hetzen“

Ein Gastkommentar von Yilmaz Bingöl Ein Foto erregt seit gestern viele Gemüter. Warum? Weil EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen auf der gemütlichen Couch sitzt, statt auf einem Stuhl daneben. Abstand in Corona-Zeiten. Was hat man nicht wieder viele dutzende gleichgeschaltete hetzerische Schlagzeilen gegen die Türkei gelesen, nicht nur auf rechtsradikalen Seiten. Und oft in den gleichen Artikeln dann in einem kurzen Nebensatz erfahren, dass die Sitzordnung protokollarisch ja eigentlich völlig in Ordnung sei und den internationalen Regeln entspreche.
(Screenshot/Twitter)
Beim Fotoshooting draußen standen übrigens alle drei nebeneinander. Protokollarische Rangordnung der EU: 1. Präsident des Europäischen Parlaments 2. Präsident des Europäischen Rates 3. Präsident des Rates der Europäischen Union 4. Präsident der Europäischen Kommission 5. Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik 6. Präsident des Europäischen Gerichtshofs 7. Präsident der Europäischen Zentralbank 8. Präsident des Europäischen Rechnungshofes (Quelle: Wikipedia) Die Präsidentin der EU-Kommission ist somit erst an 4. Stelle. Wären also noch die anderen zwei vor ihr anwesend gewesen, von der Leyen hätte dann im Flur Platz nehmen müssen, weit weg von den Kameras und der Aufmerksamkeit. So war sie gestern eben in der zweiten Reihe. Ihr gegenüber, auch auf der Couch, der türkische Außenminister. Manche Medien schnitten gar das Foto zu, um den Außenminister gegenüber nicht zu zeigen, um sagen zu können von der Leyen sei eine Frau und deshalb nicht auf Augenhöhe. Aber irgendwas findet man ja immer, um gegen die Türkei zu hetzen. Wer glaubt es gehe den Medien nur um Erdogan, der irrt. „Die Türken kommen, …“ so hießen schon Schlagzeilen in den 70ern, als die ersten Gastarbeitergenerationen nach Deutschland kamen und in den Medien mit Hass und Hetze begrüßt wurden. Bis heute hält diese rassistische und arrogante Haltung gegen die Türken in den Medien an. Menschen sollten sich nicht spalten lassen, von diesem perfiden Spiel der Medien und der Politik, vollkommen egal auf welcher Seite.
Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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„Faschismus-Vorwürfe als Teil politischer Grabenkämpfe sind abzulehnen. Im Ursprungsland des Nationalsozialismus wären allerdings auch mehr Selbstkritik und ein Wille zu genauerem Hinsehen angebracht.“

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Corona-Krise
Korruptionsvorwürfe: Masken-Einkauf der Uniklinik Magdeburg Fall für Staatsanwalt

Der Ankauf von 500.000 FFP-2-Schutzmasken durch die Uniklinik Magdeburg wird zum Fall für die Staatsanwaltschaft. Ein unterlegener Anbieter hat am Mittwoch wegen möglicher Korruption Anzeige erstattet. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. Das zum Zuge gekommene Unternehmen BBE Solutions aus Ratingen (Nordrhein-Westfalen) gehört vier Geschäftspartnern. Einer von ihnen, Nicolai Heinze, ist der Sohn von Hans-Jochen Heinze, dem Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden der Uniklinik Magdeburg. „Ich glaube nicht, dass das sauber gelaufen ist“, sagte Oliver Franke, dessen in Magdeburg ansässige Firma Chinaprofis nach eigenen Angaben seit mehr als 20 Jahren für deutsche Kunden in China einkauft. Auch Franke hatte der Uniklinik ein Angebot gemacht, unterlag allerdings. Die Uniklinik hält den Geschäftsabschluss mit BBE für unproblematisch, weil der Klinikchef auf die Auswahl des Geschäftspartners keinerlei Einfluss genommen habe. Franke hingegen hinterfragt, warum es keine offene Ausschreibung gegeben hat. „Anders als im März oder April 2020 gab es im Herbst bei der Versorgung mit Masken keine Notlage mehr“, sagt der 52-Jährige. Die von ihm gestellte Anzeige nennt als mögliche Delikte unter anderem Bestechung und Bestechlichkeit, Betrug, Untreue sowie wettbewerbsbeschränkende Absprachen.

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Umweltschutz
Verpackungsmüll: Immer mehr Unverpackt-Läden eröffnen

Für den stationären Einzelhandel war 2020 ein hartes Jahr – auch an vielen Unverpackt-Läden ging das nicht spurlos vorüber. Dennoch ist die Branche keinesfalls eingeschlafen, sondern wächst weiter rasant. Gregor Witt, Vorsitzender des Unverpackt e.V.:
„Trotz Corona haben im letzten Jahr 70 Unverpackt-Läden eröffnet. Das Konzept des Unverpackt-Ladens wird mittlerweile von großen Teilen der Gesellschaft angenommen. „
An der diesjährigen digitalen Jahreshauptversammlung des Unverpackt-Verbandes nahmen rund 200 Mitglieder und Fördermitglieder teil. Denn trotz der wirtschaftlichen Lage des Landes, trotz Corona-Regeln, trotz des schwierigen Jahres für den Einzelhandel entwickelt sich der Unverpackt-Trend weiter. Derzeitig sind im Verband 380 Unverpackt-Läden gelistet, 266 weitere sind aktuell in Planung. „Wir werden immer größer. Nicht nur als Verband, sondern auch als Bewegung und als wirtschaftlicher Akteur. Die Jahreshauptversammlung hat uns gezeigt, wie viele wir mittlerweile sind und wie viel Engagement, Wissen und Kraft in unserem Verband steckt.“, so Gregor Witt. Unser Verpackungsmüll ist zu viel – die Politik ist gefordert Das Aufkommen an Verpackungsabfällen steigt in Deutschland stetig an. Im Jahr 2019 wurden bei den privaten Endverbraucherinnen und -verbrauchern in Deutschland pro Kopf 72 Kilogramm Verpackungsmüll eingesammelt, durchschnittlich waren das 4 Kilogramm mehr pro Person als im Jahr zuvor.* Die Politik ist gefordert, diesem Übermaß an Verpackungsmüll Einhalt zu gebieten. Ein erklärtes Ziel des Verbandes ist es daher auch, politisch besser gehört zu werden. „Die Politik muss umfassende Rahmenbedingungen für die Unverpackt-Branche und für müllfreies Einkaufen insgesamt schaffen – nicht nur im Verkaufsraum, sondern auch hinter den Kulissen. Dass immer mehr Supermärkte lose Ware anbieten, beweist, dass wir mittlerweile im wirtschaftlichen Kontext ernst genommen werden. Nun muss die Politik folgen und Gesetze auf den Weg bringen, die Müll mehr regulieren und restriktiveren. “ Weiterdenken – Konkrete Umsetzung und Forschungsprojekt Innerhalb des Verbandes wird diese Forderung bereits umgesetzt. Die Verpackungsvision 2025 bringt auf den Punkt, was sehr viele Unverpackt-Läden ohnehin längst praktizieren. Somit sichert das Regelwerk auch den Qualitäts- und Entwicklungsanspruch des Verbandes und seiner Mitglieder. So soll spätestens ab 2025 gänzlich auf Einweg-Verkaufsverpackungen aus Kunststoff sowie auf unnötige Verpackungen verzichtet werden. Modelle der Wiederverwendung, von Verpackungen ersetzen Einweg-Verpackungen immer dann, wenn die Wiederverwendung ökologisch vorteilhafter ist. Außerdem hat sich der Verband vorgenommen, nur noch Verpackungen zu benutzen, die vollständig wiederverwendbar, recyclebar oder kompostierbar sind. Die konkrete Umsetzung der Verpackungsvision 2025 wird in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) erarbeitet. Das Projekt „Unverpackt 2.0“ soll eine Professionalisierung und Verbesserung der Beschaffung von Unverpackt-Läden über gemeinsam entwickelte Standards erarbeiten. Dies kann in den Bereichen Mehrwegsysteme, Hygiene und bei Prozessen erfolgen. Mit Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit knapp 300.000 Euro unterstützt, soll der verpackungsreduzierte Einkauf durch Standardisierung praxistauglicher Lösungen gefördert werden. Das Forschungsprojekt startete am 1. April und soll über 30 Monate Potenziale und Herausforderungen von Unverpackt-Läden in Deutschland im Rahmen einer qualitativen Studie erheben, analysieren und hinsichtlich ihrer Implikationen für nachhaltigen Konsum zu untersuchen. Die Vermutung: Unverpacktes Einkaufen birgt ein großes Potential zur ökologischen Transformation der Prozesse im Lebensmitteleinzelhandel.

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Fast alle Kinder und Jugendlichen haben Plastikrückstände im Körper. Das zeigt eine Untersuchung des Umweltbundesamts. Bei bestimmten Stoffen ist die Belastung gesundheitlich bedenklich.

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