Donbass-Konflikt
„5 Millionen Flüchtlinge im Falle einer russischen Invasion“

Kiew – Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksiy Reznikow ist der Ansicht, dass die Ukraine nicht das Endziel des Krieges ist, den Putin beginnen könnte. Wenn er dies tut, wird der Krieg auf Europa übergreifen, so der Minister in einem Interview mit Politico. Reznikow wies darauf hin, dass Russland auch nach dem Videotelefonat von US-Präsident Joe Biden mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin am 7. Dezember noch mehr Truppen an die ukrainische Grenze geschickt habe. Ihm zufolge konzentrieren sich momentan von der Krim bis zur nordwestlichen Grenze des Landes zu Weißrussland etwa 100.000 russische Soldaten. Es handele sich um Kräfte, die mit Artillerie, Panzern und Flugzeugen an mehreren Fronten gleichzeitig angreifen könnten. Eine Invasion wäre sowohl für die Ukraine als auch für Russland eine Katastrophe, da sie große Verluste und fast fünf Millionen Flüchtlinge zur Folge hätte, sagte der Minister. „Es wird ukrainisches Blut fließen, es wird russisches Blut fließen, und viele Soldaten aus Russland werden in Särgen nach Hause kommen (…) Es wird eine Katastrophe sein“, so Reznikow weiter. Die ukrainische Regierung ist besonders besorgt über die Situation in den 15 Kernkraftwerken, die etwa die Hälfte der Energie des Landes liefern. Ein Krieg bedrohe diese Anlagen, erklärte der Minister und betonte, dass diese KKWs wie eine Atombombe seien und erinnerte an die Tragödien von Tschernobyl und Fukushima. Reznikow merkte an, dass die Ukraine jedoch nicht Putins Endziel sei. Die Ukraine sei das „geografische Zentrum Europas“. Wenn also ein Krieg ausbreche, werde er „in Europa stattfinden, nicht nur in der Ukraine“. Putin sei nicht so sehr an der Ukraine selbst interessiert, sondern daran, Europa zu zeigen, wozu Russland fähig ist. „Wir sind nur ein Teil davon, ein Feld auf dem Schachbrett“, fasste der Minister zusammen. Situation in der Ostukraine In der östlichen Donbass-Region stehen sich seit Jahren pro-russische Separatisten und ukrainische Regierungssoldaten gegenüber. Dabei wurden nach Angaben der Regierung in Kiew seit Beginn des Konfliktes im Jahr 2014 rund 14.000 Menschen getötet. Die Kämpfe dort sind wieder aufgeflammt, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigen, einen im Juli in Kraft getretenen Waffenstillstand zu verletzen. Die Ukraine: Der Konflikt an der Schnittstelle zwischen Europa und Russland Die Ukraine spielt seit langem eine wichtige, wenn auch manchmal übersehene Rolle in der globalen Sicherheitsordnung. Heute steht das Land an vorderster Front einer erneuten Rivalität zwischen Großmächten, die nach Ansicht vieler Analysten die internationalen Beziehungen in den kommenden Jahrzehnten dominieren wird. Bei den jüngsten Wahlen haben die Ukrainer deutlich gezeigt, dass sie ihre Zukunft in Europa sehen, doch das Land hat weiterhin mit extremer Korruption und tiefen regionalen Gräben zu kämpfen, die seinen Weg behindern könnten. Unterdessen hat die russische Aggression in der Ukraine die größte Sicherheitskrise in Europa seit dem Kalten Krieg ausgelöst. Obwohl die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten während des siebenjährigen Konflikts erhebliche Strafmaßnahmen gegen Russland ergriffen haben, sind sie bei der Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine kaum vorangekommen. Eine Aufstockung der russischen Streitkräfte entlang der Grenze zur Ukraine Ende 2021 schürte Befürchtungen, dass Moskau eine groß angelegte Invasion seines Nachbarn vorbereitet, obwohl der Kreml dies bestritten hat.

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Die Türkei ist bereit als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland zu fungieren, so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

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Ankara
Şentop: Der Westen hat das Modell des „muslimischen Terroristen“ erfunden

Ankara – Der türkische Parlamentspräsident beschuldigte am Montag den Westen, ein „Schirmherr des internationalen Terrorismus“ zu sein. „Um Islamophobie zu erzeugen, war es notwendig, ein Bild des Terrorismus durch Muslime im Westen zu zeichnen. Das kommt nicht von alleine. Der Islam lässt so etwas ohnehin nicht zu. Es ist für normale Muslime unmöglich, so etwas (Terrorismus) zu tun“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Mustafa Şentop der auf einer Podiumsdiskussion über Islamophobie in Europa in der Hauptstadt Ankara sprach. Der Westen habe das Modell des „muslimischen Terroristen“ erfunden und unterstütze dieses Modell auch finanziell und militärisch. „Daher ist die westliche Welt, die die Islamophobie erfunden hat, in Wirklichkeit der Schirmherr des internationalen Terrorismus“, sagte er. „Wir wenden uns gegen die Missachtung grundlegender Menschenrechte, wenn es um Muslime geht“, fügte er hinzu.

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Waffentechnologie
Israelische Firma stellt KI-gesteuertes Sturmgewehr vor

Tel Aviv – Das israelische Verteidigungselektronikunternehmen Elbit Systems hat seine neue KI-gestützte, computergestützte Lösung für Sturmgewehre vorgestellt, die Sturmgewehre in digital vernetzte Kampfmaschinen verwandelt, und es wird erwartet, dass sie in Kampfhandlungen einen großen Unterschied machen wird. Das System ist nach Angaben des Unternehmens in der Lage, in Echtzeit intuitiv verwertbare Gefechtsfeldinformationen in der Gewehroptik oder in einem am Helm montierten Okular anzuzeigen. Es hilft bei der Entfernungsmessung, der ballistischen Korrektur und der Erkennung von Feinden; ARCAS wird als „Smartphone für Soldaten“ bezeichnet und ist für alle Arten von Infanteriewaffen geeignet. ARCAS steht für Assault Rifle Combat Application System. Esut berichtet hierzu:
ARCAS ist ein etwa 1000 g schwerer, an einem Handschutz des Sturmgewehrs befestigter Griff in dem ein KI-gesteuerter Rechner, ein Bedienelement sowie eine Elektro-Optik integriert sind. Die miniaturisierte Computereinheit empfängt und verarbeitet Daten der Optik, taktische Informationen aus Führungsinformationssystemen, Daten von anderen ARCAS-Nutzern in der Nähe sowie die mechanischen Informationen des Gewehrs. Diese Daten werden aufbereitet und dem Soldaten laut Hersteller in das Sichtfeld der Gewehroptik (zweite Baugruppe) oder das Helm-Okular eingespielt. Die Bedienung erfolgt mittels Daumentaste der unterstützenden Hand. „Die Soldaten bedienen das System mit einer Joystick-Taste am vorderen Griff des Gewehrs und einer grafischen Benutzeroberfläche, die von der Spielewelt inspiriert ist“, heißt es in der Elbit-Mitteilung.

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Verkehr
2021: Zahl der Verkehrstoten sinkt voraussichtlich auf neuen Tiefststand

Wiesbaden – Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird im Jahr 2021 voraussichtlich einen neuen Tiefststand erreichen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Daten für den Zeitraum Januar bis September 2021 basiert, dürfte die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr auf 2 450 zurückgehen. Das wäre der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 65 Jahren. Der bisherige Tiefststand war 2020 mit 2 719 Verkehrstoten erfasst worden, das waren 327 oder 11 % weniger als im Jahr 2019 (3 046 Verkehrstote). Die Rückgänge sind maßgeblich auf das im Vergleich zu 2019 deutlich geringere Verkehrsaufkommen infolge der Corona-Pandemie zurückzuführen. Auch bei der Zahl der Verletzten ist im Jahr 2021 gegenüber 2020 ein Rückgang zu erwarten, und zwar um rund 8 % auf rund 301 000. Dennoch bedeutet dies weiterhin täglich durchschnittlich knapp 7 Todesopfer und mehr als 800 Verletzte im Straßenverkehr. Mehr als 2,2 Millionen Straßenverkehrsunfälle erwartet Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle wird bis zum Jahresende voraussichtlich leicht um etwa 1 % gegenüber dem Vorjahr sinken. Es wird 2021 trotzdem schätzungsweise mehr als 2,2 Millionen Unfälle auf Deutschlands Straßen geben. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden wird um rund 8 % auf etwa 244 000 zurückgehen. Auch die Zahl der Unfälle, die ausschließlich zu Sachschaden führen, wird gegenüber dem Vorjahr auf knapp 2,0 Millionen leicht sinken.

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigt an, ein Tempolimit in Deutschland mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen.

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Beruf
Arbeitslosmeldung: Ab dem 1. Januar 2022 auch online möglich

Nürnberg – Mit Beginn des Jahres 2022 können sich Kundinnen und Kunden mit ihrem Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion arbeitslos melden. Dieser neue eService ist ein weiteres modernes digitales Angebot und macht ein persönliches Erscheinen für die Arbeitslosmeldung nicht mehr zwingend erforderlich. Sich online arbeitsuchend melden, auf elektronischem Weg einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen und online einen Beratungstermin vereinbaren: Diese eService-Angebote der Bundesagentur für Arbeit werden ab dem 1. Januar 2022 um ein weiteres digitales Angebot ergänzt, das einen durchgängigen Online-Prozess ermöglicht. Mit der elektronischen Arbeitslosmeldung können sich Kundinnen und Kunden zu Beginn des neuen Jahres im Bereich der Arbeitslosenversicherung rund um die Uhr und ortsunabhängig arbeitslos melden. Ab dem 1. Januar 2022 ist die elektronische Arbeitslosmeldung der persönlichen Arbeitslosmeldung gleichgestellt. Bisher war ein persönliches Erscheinen zwingend erforderlich. Wie bei der persönlichen Arbeitslosmeldung ist auch bei der Online-Arbeitslosmeldung ein Identifikationsnachweis erforderlich. Die Identifikation erfolgt dabei mit Hilfe des Personalausweises mit Online-Ausweisfunktion bzw. eines anderen elektronischen Identifikationsnachweises (elektronischer Aufenthaltstitel, eID-Karte, Ausweis eines EU-/EWR-Mitgliedslandes mit Online-Ausweisfunktion). Als Alternative zur Online-Meldung bleibt die persönliche Arbeitslosmeldung auch weiterhin bestehen. Nähere Informationen zur Online-Arbeitslosmeldung, der Online-Identifikation und den technischen Voraussetzungen unter:

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Telegram
BDK: „Bei Mordaufrufen muss Identifizierung möglich sein“

Berlin – Angesichts von zunehmend gewaltbereiten Gegnern der Corona-Politik fordert auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter, den Druck auf den Messengerdienst Telegram zu erhöhen. Der Vorsitzende Dirk Peglow hat am Dienstag im Inforadio vom rbb kritisiert, dass Telegram mit Sitz in Dubai bisher keine Ansprechpartner für Behörden in Deutschland habe. „Wenn hier Mordaufrufe, wenn hier Drohungen, wenn hier Gewalt propagiert wird, muss es für die Behörden möglich sein, hier eine Identifizierung der Teilnehmenden durchzuführen, die in vielen Fällen mit Nicknames auftreten. Derzeit sind wir nicht in der Lage, dort von Telegram Auskünfte zu erhalten, weil das auch zur Geschäftspolitik von Telegram gehört, dass man mit den Behörden nicht zusammenarbeitet.“ Mit Blick auf die steigende Zahl von nicht angemeldeten Protesten gegen die Pandemie-Maßnahmen sagte Peglow: „Wir haben es immer mehr mit einer deutlich heterogenen Bewegung innerhalb dieser Demonstrationen zu tun (…), die sich zunehmend aus gewaltbereiten Menschen bildet. Wir haben fanatische Impfgegner, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, aber auch sehr starke Mischungen mit Rechtsextremisten, Reichsbürgern und Selbstverwaltern.“ Laut dem Vorsitzenden des BdK gibt es ausreichend Polizeikräfte, um diese Proteste zu begleiten. Die Beamten seien durch die Einsätze aber belastet: „Jedes Mal, wenn so eine Demonstration ist, führt das zu einem erheblichen Einsatz von Kolleginnen und Kollegen. Da werden sehr viele Überstunden gemacht.“

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Türkei
Türkei und Armenien wollen Beziehungen verbessern

Ankara – Nach Jahren der Spannungen werden die Türkei und Armenien in Kürze Sonderbeauftragte ernennen, um Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu erörtern, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu am Montag. In einer Rede vor Abgeordneten im Parlament erklärte Cavusoglu, dass die Türkei auch die Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu Armenien mit Aserbaidschan abstimmen werde. „Im Kaukasus unternehmen wir intensive diplomatische Anstrengungen, um regionalen Frieden und Wohlstand mit Aserbaidschan aufzubauen“, sagte Cavusoglu. Der türkische Außenminister fügte hinzu, dass sehr bald auch Charterflüge zwischen Istanbul und Jerewan aufgenommen würden. „Alle Länder der Region, einschließlich Armenien, und die ganze Welt werden von Frieden und Entspannung im Kaukasus profitieren“, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer Rede vor dem aserbaidschanischen Parlament bereits im Juni. Im Dezember vergangenen Jahres hatte Erdogan bei einem Staatsbesuch in Aserbaidschan in einer bedeutungsvollen Geste des Frieden eine mögliche Öffnung der Grenzen zu Armenien angekündigt.  Erdogan sagte damals, sein Land könne seine Grenzen zu Armenien öffnen, wenn auch Jerewan Schritte für einen regionalen Frieden unternimmt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev in Baku betonte Erdogan, dass die Türkei keine Probleme mit der armenischen Bevölkerung habe.

„Wir hegen keinen Groll gegen das Volk von Armenien. Das Problem ist mit der armenischen Regierung. Über 100.000 Armenier leben in meinem Land“, erklärte Erdogan. Die Grenze zwischen der Türkei und Armenien wurde nach den Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung in Bergkarabach durch armenische Milizen 1993 geschlossen und seitdem nicht mehr geöffnet. Unter den damaligen türkischen Außenminister Abdullah Gül, Ali Babacan und Ahmet Davutoglu (2003-2014) gab es eine Annäherung zwischen der Türkei und Armenien was 2009 zur Unterzeichnung der Züricher Protokolle führte, in denen eine Wiederöffnung der Grenze in Aussicht gestellt wurde. Die Gespräche scheiterten jedoch und die Grenze blieb geschlossen.

US-Präsident Joe Biden habe Erdogan während eines Treffens in Rom im Oktober dieses Jahres gebeten, die Grenze zu Armenien zu öffnen, so ein namentlich nicht genannter hoher türkischer Regierungsvertreter gegenüber Bloomberg.

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Die Türkei sieht Griechenland als Partner und nicht als Rivalen und will die Beziehungen in allen Bereichen verbessern, so der türkische Tourismusminister.

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Axios-Interview
Trump über Netanyahu: F*ck him

Miami – In einem Interview hat sich Ex-Präsident Donald Trump über den ehemaligen Premierminister Israels, Benjamin Netanyahu, beschwert. „Ich mochte Bibi. Ich mag Bibi immer noch. Aber ich mag auch Loyalität. Die erste Person, die Biden gratulierte, war Bibi Netanyahu, der Mann, für den ich mehr getan habe als für jede andere Person, mit der ich zu tun hatte. … Bibi hätte schweigen können. Er hat einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich habe seitdem nicht mehr mit ihm gesprochen. F**k ihn!“, sagte Trump in einer Interview-Reihe mit der israelischen Newsseite Axios. Netanjahus Glückwunschrede für Biden sei die einer Person, „die um Liebe bettelt“, so der Ex-Präsident weiter. Aus innenpolitischen Gründen kultivierten sowohl Trump als auch Netanjahu in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass es keine Differenzen zwischen ihnen gab, da sie in wichtigen Fragen eng zusammenarbeiteten. Am Ende seiner Präsidentschaft kam Trump jedoch zu dem Schluss, dass Netanyahu nicht wirklich an einem Frieden mit den Palästinensern interessiert war und ihn in der Iran-Frage benutzte. „Ich glaube nicht, dass Bibi jemals Frieden schließen wollte“, sagte Trump. „Mein ganzes Leben besteht aus Deals. Ich bin wie ein einziger großer Deal“, erklärte Trump. „Das ist alles, was ich tue, also verstehe ich es“. „Und nachdem ich mich drei Minuten lang mit Bibi getroffen hatte … unterbrach ich Bibi mitten in einem Satz. Ich sagte: ‚Bibi, du willst keinen Deal machen. Willst du?‘ Und er sagte: ‚Nun, äh, äh, äh‘ – und Tatsache ist, dass ich nicht glaube, dass Bibi jemals einen Deal machen wollte“. Trump habe in dem Interview zudem erklärt, dass der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, kein Hindernis für den Frieden sei. Er habe Abbas sehr gelobt. „Ich fand ihn großartig“, sagte Trump über Abbas. „Er war fast wie ein Vater. Er hätte nicht netter sein können. Ich fand, er wollte mehr als Netanjahu einen Deal machen.“ Trump ist nicht der erste US-Präsident, der Netanyahu als Hindernis auf dem Weg zum Frieden bezeichnet. Der frühere Präsident Bill Clinton sagte 2014 in einem Interview, dass Bibi wahrscheinlich nicht „der Typ“ sei, der ein Friedensabkommen schließen würde, und auch Barack Obama hatte angespannte Beziehungen zu dem ehemaligen israelischen Premier. Rückkehr ins Weiße Haus Der ehemalige US-Präsident hat seine Niederlage im vergangenen Jahr gegen seinen demokratischen Widersacher US-Präsident Joe Biden nicht akzeptiert und ihm vorgeworfen die „Wahlen gestohlen zu haben“. „Wahlbetrug“ der Linken und „das Verbrechen des Jahrhunderts“, nannte er die Ergebnisse wiederholt. Vieles deutet darauf hin, dass Trump vor einem politischen Comeback steht. Er hat eine erneute Kandidatur zwar noch nicht angekündigt, diese aber auch nicht ausgeschlossen. Laut jüngsten Umfragen liegt er mit 45 zu 43 Prozent vor Biden. 78 Prozent der republikanischen Wähler würden demnach eine zweite Kandidatur von Trump unterstützen. Er werde „wahrscheinlich“ bis nach den Zwischenwahlen im nächsten Jahr warten, um zu verkünden, ob er 2024 für das Präsidentenamt kandidieren wird, so Trump. „Ich denke, dass viele Leute mit dieser Entscheidung sehr zufrieden sein werden“, sagte Trump in einem Interview mit Fox News.

Auf die Frage nach den anderen Republikanern, über deren Kandidatur für das Weiße Haus im Jahr 2024 spekuliert wird – darunter der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley – merkte Trump an, dass viele bereits erklärt hätten, dass sie seine Entscheidung, ob sie für das Amt des Präsidenten kandidieren, abwarten würden.

„Wir haben eine Menge. Aber fast alle von ihnen haben gesagt, wenn ich kandidiere, werden sie nie kandidieren“, so Trump.

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– US-Wahlen 2024 – USA: Donald Trump in Umfragen vor Joe Biden

Neue Umfrageergebnisse zeigen, dass der ehemalige Präsident Donald Trump in einem hypothetischen Wahlkampf 2024 bei den Befragten vor Präsident Joe Biden liegt.

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Frankreich
Muslimischer Friedhof in Mulhouse geschändet

Mulhouse – Im muslimischen Teil des Friedhofs von Mulhouse (Mülhausen) sind mehrere Dutzend Gräber von Unbekannten geschändet worden. Besucher des Friedhofs bemerkten am vergangenen Samstag (11. Dezember) umgestürzte Blumentöpfe, abgerissene Pflanzen und verschobene Ornamente. Zur Aufklärung der Friedhofsschändung leitete die Polizei von Mulhouse Ermittlungen ein. Die Bürgermeisterin von Mulhouse, Michèle Lutz, verurteilte die Tat auf Schärfste. Der Regionalrat der Muslime des Elsass (CRCM) bezeichnete die Tat als „feige und abscheulich“ und rief die Behörden dazu auf, alles dafür zu tun, um die Täter dieser abscheulichen Tat festzunehmen und vor Gericht zu stellen. Auch die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) verurteilte den Angriff und drückte ihre Trauer über die Schändung der muslimischen Grabstätten aus. In der Mitteilung der DITIB heißt es: „Wie jedes Lebewesen ein Recht auf Leben hat, verdienen auch die Friedhöfe, auf denen wir uns von unseren Lieben verabschieden, zweifellos unseren Respekt. Gleichwohl es bedauerlich ist, dass der Vandalismus so weit geht, sollte man wissen, dass solche Bewegungen nicht Frankreich repräsentieren, und lässt uns für die Zukunft hoffen“, so die DITIB in einer Verlautbarung gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.  Kemal Bölge/Frankfurt

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Gastbeitrag
Selahattin Demirtaş – Menschenrechtspreis mit Konfliktpotential

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die thüringische Stadt Weimar hat den inhaftierten völkisch-kurdischen Politiker und Anwalt Selahattin Demirtaş mit ihrem diesjährigen Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Mit dem Preis wird laut deutschsprachigen Medien der Einsatz des 48-Jährigen für „eine friedliche Lösung der Situation der Kurden, Glaubensfreiheit und Gleichberechtigung der Menschen in der Türkei“ gewürdigt. Der ehemalige völkisch-kurdische HDP-Oppositionspolitiker Selahattin Demirtaş sitzt laut Angaben der Stadt Weimar seit 2016 „unrechtmäßig“ in Haft. Eine Ehrung mit Konfliktpotential Derselbe Selahattin Demirtaş, der von der Stadt Weimar für seine Arbeit für „eine friedliche Lösung der Situation der Kurden“ in der Türkei geehrt wurde, hatte nach 2013 zielstrebig daran gearbeitet, von der Kanzel – ob im türkischen Parlament oder auf den Straßen türkischer Städte – zum Widerstand, zur Rebellion gegen den Staat aufzurufen. Dieses Treiben mündete darin, dass die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK im Oktober 2014 die Zeit für reif erachtete, um im Südosten des Landes in den Städten Unruhen auszulösen, die in weit über 50 Todesopfern mündete. Selahattin Demirtaş setzte nach der ersten Bewährungsprobe noch nach und ist als Antreiber des Aufstands zwischen August 2015 bis März 2016 in die türkische Geschichte eingegangen. Während dieser Zeit wurden Barrikaden aufgebaut, unter dem Asphalt oder Pflastersteinen Sprengfallen installiert, Jugendliche mit Waffen ausgestattet, um sie mit versierten kampferfahrenen „Genossen“ der PKK gegen die türkischen Sicherheitskräfte zu führen. Das Ergebnis: Allein in der Provinzstadt Şırnak verloren 117 Sicherheitskräfte ihr Leben. Insgesamt starben 420 Sicherheitskräfte. 131 Zivilisten starben bei Kampfhandlungen zwischen türkischen Sicherheitskräften und völkisch-kurdischen Militanten der PKK, die in den Städten zwischen die Fronten gerieten. Natürlich hat Selahattin Demirtaş nicht gesagt, macht das, macht dies. Aber viele Jahre hat Selahattin Demirtaş immer wieder erklärt, die türkische Regierung wolle den „Kurden“ die Freiheiten, ihre Identität vorenthalten, ja sogar wegnehmen. Für Leute, die ohnehin in diesem völkisch-kurdischen Spektrum unterwegs sind, ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zu sagen, „ich muss dagegen ankämpfen.“ Die Versuche zielten stets darauf ab, die politische Unabhängigkeit und die Integrität des Landes zu destabilisieren, im besten Fall außer Kraft zu setzen. Selahattin Demirtaş, damals Co-Vorsitzender der völkisch-kurdischen HDP, war der Kopf dieser Bewegung, die – da muss man nur noch über die benachbarte Grenze schauen – in eine Zeit fällt, in der in Syrien die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK unter dem Pseudonym YPG bzw. SDF immer mehr Einfluss und Kontrolle ausübte. Seit November 2016 sitzt nun Selahattin Demirtaş in Untersuchungshaft und muss sich für dieses politische Treiben rechtfertigen. Die westlichen Reaktionen fielen entsprechend kritisch aus. Die USA zeigten sich besorgt über das geforderte exorbitante Strafmaß, obwohl man selbst für Julian Assange 175 Jahre Haft fordert. Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier bestellte gleich zweimal den türkischen Botschafter in Berlin ein und weitere EU-Länder folgten diesem Beispiel nach. Dieselben europäischen Staaten finanzieren seit Jahren die in Nordsyrien installierte Marionetten-Autonomie „Rojava“, während die USA die völkisch-kurdischen Militanten mit Waffen und Equipment versorgt. Sprich, dieselben westlichen Länder, die doch so gern von Integrität und Völkerrecht fabulieren, haben in Syrien massiv das Völkerrecht verletzt und tun es bis heute. Erst jüngst wurde bekannt, dass die schwedische Regierung die YPG/SDF seit ihrem Bestehen bis 2023 mit bis zu 376 Millionen US-Dollar unterstützen will. Seit 2014 verfolgen westliche Länder das Ziel, die türkische Integrität zu beeinflussen Seit mehr als 7 Jahren verfolgen westliche Länder das Ziel, die Integrität der Türkei zu beeinflussen. Man muss dieses Treiben nicht ausführlich darlegen – die Geschichte hat uns gelehrt, wie so etwas vonstattengeht. Wer rückblickend einen Stein sucht, der die Ereignisse im Balkan bis zum Frieden von Bukarest 1913 und von Lausanne 1923 ins Rollen brachte, landet zwangsläufig im Jahr 1903. Unter dem Vorwand, die christliche Bevölkerung schützen zu müssen, mischten sich die europäischen Großmächte in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches ein und versuchten die Balkanstaaten für ihre Interessen zu instrumentalisieren. Dabei rivalisierten sie um die Vorherrschaft in der Region und gaben den bestehenden Gegensätzen auf dem Balkan durch die Übertragung ihrer Konflikte einen immer gefährlicheren Charakter. Die Folgen dieser massiven Einmischung kann man im Balkan bis heute live mitverfolgen. Wie in der Wahrnehmung der europäischen Öffentlichkeit entwickelte sich der Balkan so immer mehr zu einem „Pulverfass“, wobei es jedoch gerade die imperialistischen Ambitionen der Großmächte waren, die der komplizierten Verstrickung unterschiedlicher Konflikte im Osmanischen Reich eine europäische Dimension gaben. In der Gegenwart wird die europäische Öffentlichkeit genauso gelenkt, die Türkei als „Pulverfass“ umschrieben. Gegensätzliche Interessen und Grundsätze Stellt euch nun einen strammen AfD-Politiker vor, der mit Demagogie und Propaganda im Parlament sowie auf der Straße von der Kanzel ruft und stramme Deutsche allein mit seinen Reden und Gestik zu Gewalt anstiftet und damit einen Milliardenschaden verursacht und Dutzende Todesopfer auf dem Kerbholz hat. Dieser Jemand hätte eine Halbwertszeit von wenigen Monaten und dürfte keine solidarischen Botschaften und Ehrungen erwarten. Das hat in Deutschland noch kein AfD‘ler geschafft, was dieser völkisch-kurdische Selahattin Demirtaş geschafft hat – dieses Potenzial besitzt noch kein einziger deutscher Politiker. Es versteht sich von selbst, dass Selahattin Demirtaş bei den provozierten Unruhen und Konflikten zwischen 2014/2016 dann nicht einen Finger gerührt hat, um die Lage zu stabilisieren, Frieden zu beschwören. Nein, Demirtaş hat sogar bis zuletzt nachgetreten und weiter gezündelt. Setzt jetzt im Vergleich dazu die Haltung westlicher, vor allem europäischer Länder zur katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Hier ist nach europäischer Lesart die Rede von Separatismus und europäischer Instabilität. Die politischen Anführer der „Katalanen“ werden Kleingehalten, ihr Bewegungsspielraum stark eingeschränkt. Ihr politisches Wirken ist in Europa auf ein Minimum reduziert worden, was einer kontrollierten Entzauberung der Unabhängigkeitsbewegung gleichkommt. Von europäischer Solidarität oder Preisverleihungen können Carles Puigdemont oder Oriol Junqueras nur schwärmen. Weimar ehrt potenziellen Gefährder Dass nun eine deutsche thüringische Stadt diesen Burschen namens Selahattin Demirtaş ehrt, ist nur ein weiterer Beleg, nur ein weiteres Glied einer Kette von Umständen, die für die Türkei nicht nur gefährlich ist, sondern die Integrität massiv stört, ja sogar gefährdet. Hier geht es längst nicht mehr um Völkerverständigung oder Frieden, sondern um Spaltung und die Durchsetzung handfester gegensätzlicher Interessen. So hat es auch in Jugoslawien mit Radovan Karadžić begonnen, aber hier waren andere Akteure, andere Mächte hinter dem Serbenführer. Heute ist es u.a. die Stadt Weimar, die hier einen Führer veredelt und einen „Pulverfass“ nachzeichnen will.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Nachdem wichtige Kurden-Clans, Politiker und zuletzt auch Prominente Stars, Musiker und Schauspieler den vor der HDP-Zentrale in Diyarbakır protestierenden Müttern beistanden, kamen nun fünf kurdische Familien aus dem Iran hinzu, die das gleiche Schicksal wie die „Diyarbakır-Mütter” teilen.

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