Monatsbericht
Türkische Automobilproduktion erreichte im September ein neues Allzeithoch

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Türkische Automobilproduktion erreichte im September ein neues Allzeithoch
Ankara (nex) – Die türkische Automobilproduktion hat mit 974 000 Fahrzeugen im September ein neues Allzeithoch erreicht. Dies geht aus dem Monatsbericht der Vereinigung der Automobilbauer (OSD) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Diese Zahl – auch die höchste seit Beginn der weltweiten Finanzkrise 2008 – wiegt umso schwerer, als es erst im Mai noch einen groß angelegten Streik im Automobilsektor gegeben hatte. Auf Grund des ungünstigen Verhältnisses zwischen Euro und US-Dollar sind dennoch die Exporte in diesem Bereich um neun Prozent zurückgegangen und lagen bei 15,71 Milliarden US-Dollar.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stieg die gesamte Fahrzeugproduktion zwischen Januar und September um 17 Prozent an, dabei gab es ein Plus von sieben Prozent bei Automobilen. Auch der Fahrzeugmarkt wuchs in dieser Zeit um 39 Prozent und erreichte 693 000 Stück. Insgesamt 501 000 der verkauften Fahrzeuge waren Automobile, dies war ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bei den Nutzfahrzeugen war der Anstieg teilweise noch höher. Den OSD-Daten zufolge zeigten die Teilmärkte der leichten Nutzfahrzeuge (mit einem Plus von 52 Prozent), der inländischen Nutzfahrzeuge (plus 63 Prozent) und der Importnutzfahrzeuge (plus 40 Prozent) ebenfalls ein überdurchschnittliches Wachstum. Diese Kategorien betreffen vor allem Klein- und Mittelbetriebe.
Im Schwerverkehr gab es ein Plus von 12 Prozent, in diesem Bereich wurden 30 197 Fahrzeuge verkauft. Im Laufe der zehn vorangegangenen Jahre wuchs der Automobilmarkt um 45,3 Prozent, jene der leichten Nutzfahrzeuge um 6,8 Prozent, der Markt für LKWs um 16,6 Prozent. Hingegen schrumpfte der Markt für Omnibusse um 15 Prozent und die Inlandsnachfrage bleibt niedrig, was vor allem auf die Entwicklungen im Bereich des Luftverkehrs und auf der Schiene zurückzuführen ist.
Auch im Bereich der Exportwirtschaft bleibt die Autoindustrie weiterhin ein gewichtiger Faktor. Im Zeitraum zwischen Januar und September wurden 707 000 Fahrzeuge exportiert, was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Plus von acht Prozent ergibt. Bei den Nutzfahrzeugen gab es ein Exportplus von 27 Prozent. In diesem Bereich wurden 278 000 Fahrzeuge abgesetzt. Dennoch machen Importfahrzeuge nach wie vor 75 Prozent des türkischen Marktes aus.

Stockholm
Literatur-Nobelpreis für Swetlana Alexijewitsch

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Stockholm (dts) – Die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch erhält den diesjährigen Literatur-Nobelpreis. Das verkündete die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm. Alexijewitsch erhalte den Nobelpreis demnach „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“. Das literarische Verfahren von Alexijewitschs Büchern bestehe darin, „durch eine Collage von menschlichen Stimmen unsere Kenntnis einer historischen Epoche zu vertiefen“, hieß es weiter. Zuletzt erschien von Alexijewitsch das Buch „Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus“. Der Nobelpreis für Literatur ist mit umgerechnet etwa 850.000 Euro dotiert.

Systematische Entrechtung begann 1918 durch die Briten
Das vergessene Volk des Irak: Die Turkmenen

Die Turkmenen sind mit etwa drei Millionen Angehörigen die drittgrößte Volksgruppe im Irak nach Arabern und Kurden. Sie leben in Regionen, die nahe dem türkischen Kernland liegen und sprechen einen Dialekt des Türkischen, der jenem ähnlich ist, der in Istanbul gesprochen wird.

Kirkuk (eurasia/nex) – Ihre zahlenmäßige Bedeutung konnten die irakischen Turkmenen jedoch nie in politische Bedeutung ummünzen, und während sie bereits durch die Geschichte hindurch stetig Vertreibung, Isolation, Diskriminierung und Gewalt miterlebten, sind sie auch heute in der irakischen Politik unterrepräsentiert und ihre Anliegen werden weithin ignoriert. Mehrfach überfiel die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) turkmenische Dörfer und tötete zahlreiche Einwohner. In anderen Teilen des Iraks werden Turkmenen durch Gruppen entführt, die Lösegeld erpressen wollen. Auch unter Saddam Hussein gehörten die Turkmenen zu den Unterprivilegierten. Tausende von ihnen wurden während der 1980er Jahre im Zentral- und Südirak aus ihren Heimatdörfern vertrieben und enteignet, als eine aggressive Arabisierungspolitik im Land durchgesetzt wurde. Die systematische Entrechtung der und Vorenthaltung politischer Rechte gegenüber den Turkmenen begann aber bereits 1918 mit der Kolonialisierung des Irak durch die Briten“, erklärte Turhan Ketene, der Gründer und Vorsitzende der Irakischen Turkmenenfront (ITF), einst ein Dachverband aller nationalistischen turkmenischen Parteien. Heute wolle man nicht durch eine Anerkennung der Tatsache, dass die Turkmenen 13 Prozent der Bevölkerung, so eigene Angaben, ausmachen, ein weiteres Problemfeld im Land auftun, so Ketene. Torhan Mufti, der Vorsitzende der turkmenischen nationalistischen Hak-Partei, erklärte, die Turkmenen hätten es versäumt, mehr Rechte und Freiheiten einzufordern, ihr konfisziertes Land wiederzubekommen oder sich zur Verfolgung ihrer Anliegen an die internationale Gemeinschaft zu wenden. Die Turkmenen hätten sich zu sehr an die Türkei angehängt und zu wenig eigenständig ihre Interessen auf nationaler und internationaler Ebene zur Geltung gebracht.   Die Turkmenen, die im Laufe der Jahrhunderte insgesamt sechsmal den Irak regiert hatten, bewohnen mehrere Regionen, die weit über das Land verstreut sind, leben jedoch hauptsächlich im Norden. Dort teilen sie sich Territorien mit den Kurden, die ihnen jedoch ebenfalls wichtige politische Rechte vorenthalten. Die irakischen Turkmenen sind Teil des Turkvolkes, dessen Siedlungsgebiete sich zumeist über zentralasiatische Regionen des Iran, Turkmenistans, Afghanistans, Nordpakistans und des nördlichen Kaukasus erstrecken. Sie gehören zumeist entweder dem sunnitischen oder dem schiitischen Islam an. Sie sind in zahlreichen Berufsgruppen, aber kaum in öffentlichen Ämtern vertreten. Nur zwei von 328 Sitzen im irakischen Parlament werden von Turkmenen gehalten. Obwohl die irakische Verfassung von 1925 bereits die Turkmenen als konstitutive Entität des Irak anerkannt hatte, wurde ihnen dieser Rang später abgestritten. Erst im Juli 2012 wurden sie vom Gesetzgeber wieder als drittstärkste ethnische Gruppe des Landes anerkannt. Damals wurde die Turkmenenregion offiziell als Turkmeneli – die Ära der Turkmenen – anerkannt und Kirkuk als deren Hauptstadt festgelegt. Die immensen Ölvorräte der Gegend – Stadtrat Sami Bayatli zufolge etwa 20 Prozent aller irakischen Ölvorkommen und 2,2 Prozent der Weltreserven – haben jedoch rasch auch die Begehrlichkeiten der Kurden geweckt, die seither um die Vorherrschaft in der Stadt kämpfen. Auch Erdgas und Schwefel sollen sich in der Erde befinden, der Boden soll zudem der fruchtbarste des gesamten Irak sein. Der Reichtum der Turkmenenregion hat, so der frühere Technologie- und Wissenschaftsminister Rashad Mendan Omar, auch Kriminelle auf den Plan gerufen. Turkmenen wurden zu bevorzugten Opfern von Entführungen und Erpressungen durch religiöse oder politische Extremisten. Alleine im Jahr 2006 soll die Türkei insgesamt 10 Millionen US-Dollar an Lösegeld für entführte Mitglieder der turkmenischen Community bezahlt haben. Der frühere irakische Menschenrechtsminister Mohammed Mahdi al-Bayati spricht zudem davon, dass allein im letzten Jahr 770 Turkmenen durch den IS ermordet und mindestens 960 verwundet worden seien; 350 Menschen, darunter Frauen und Kinder, würden vermisst. Etwa 590 000 Turkmenen seien auf der Flucht. Die turkmenische Community droht umso mehr unter die Räder zu kommen, als die ethnischen Gruppen, mit denen sie die Regionen teilen, ihnen regelmäßig Mitspracherechte vorenthalten und bereits faktisch die Landkarte neu zeichnen, wobei sich eine faktische Dreiteilung des Landes abzeichnet, der im Norden die Kurden, in der Mitte die Sunniten und im Süden die Schiiten zu den führenden Volksgruppen machen sollte. Dr. Elham Abbas, ein in Großbritannien als Gynäkologe arbeitender turkmenischer Politaktivist, beklagt, dass die Turkmenen sich zu wenig darum bemüht hätten, eine Einheit zu bilden und durch ein entsprechendes Auftreten als solche wahrgenommen zu werden. „Wir dienen immer noch den Interessen anderer und unsere Opfer werden in den Medien regelrecht ignoriert.“ Es sei an der Zeit, zu begreifen, dass es einen systematischen kulturellen Krieg gegen die Turkmenen gebe, der einem Genozid gleichkomme, heißt es vonseiten turkmenischer Aktivisten. Man müsse „hart arbeiten, um unser Erbe, unsere Sprache, unser Land, unsere Geschichte und unsere Zukunft zu bewahren“.  

"Christlicher Kreuzzug"
Saudi-Arabien ruft Heiligen Krieg gegen Russland aus

Weil Russland in Syrien einen „christlichen Kreuzzug“ durchführt, rufen dutzende bekannte saudi-arabische Geistlicher zum Heiligen Krieg gegen das Land auf. Die Gruppe der Kleriker richtet sich vor allem an die sunnitischen Extremisten, „jede moralische, materielle, politische und militärische“ Unterstützung für den „Heiligen Krieg“ und somit gegen die syrische Regierung und ihre Verbündeten aus dem Iran und Russland, wie Reuters aus dem Pamphlet zitiert. „Die Heiligen Krieger von Syrien verteidigen die ganze islamische Nation. Vertraut ihnen und unterstütz sie … denn wenn sie besiegt werden, Gott bewahre, wird ein sunnitisches Land nach dem anderen fallen“, heißt es weiter in der Erklärung. Russland hat in der vergangenen Woche mit Luftangriffen gegen die syrische Opposition begonnen. In der Erklärung der Kleriker wird dieser Schritt mit der Invasion der Sowjets in Afghanistan im Jahr 1980 verglichen. Wladimir Putin hat das Timing für sein Eingreifen in Syrien sehr geschickt gewählt, denn es dient nur vordergründig dem Kampf gegen den Terror: Er hat die Chance, Russland über den Nahen Osten wieder zur Weltmacht zu machen. Dieses Match läuft über den Öl-Preis. Und Putin weiß: Wer die Hand auf dem Öl-Hahn hat, der hat auch bei allen geopolitischen Fragen das letzte Wort.   Zuerst erschienen auf deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Fernbusverkehr
Fernbus-Boom hält an: 16 Millionen Fahrgäste im Jahr 2014

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Wiesbaden (dts) – Der Boom bei Fernbussen hält an: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag wurden im Jahr 2014 16 Millionen Fahrgäste mit Linienfernbussen befördert. Gegenüber dem Jahr 2013, als es 8,2 Millionen Fernbusreisende gab, hat sich die Fahrgastzahl damit fast verdoppelt. Mit diesem starken Wachstum konnten die Fernbusse im Jahr 2014 ihren Marktanteil am gesamten Linienfernverkehr mit Bussen und Bahnen bei den Fahrgästen von 5,9 auf elf Prozent erhöhen. Von den 16 Millionen Fahrgästen fuhren zwölf Millionen im Inlandsverkehr und vier Millionen im grenzüberschreitenden Verkehr. Die Fahrleistung der eingesetzten Busse stieg im Jahr 2014 um 103 Prozent auf 194 Millionen Buskilometer, von denen 76 Prozent auf inländischem Gebiet zurückgelegt wurden. Im Durchschnitt legten die Reisenden über 330 Kilometer je Fahrt zurück. Die insgesamt erbrachte Beförderungsleistung betrug 5,4 Milliarden Personenkilometer (2013: 2,7 Milliarden Personenkilometer). Bei den Fahrten war durchschnittlich über die Hälfte der Sitzplätze besetzt: Der Auslastungsgrad der Busse lag im Jahr 2014 bei 51 Prozent, teilten die Statistiker weiter mit.

"Zweifelhafte Verleihung an Obama"
Mehrere Verbände gegen Friedensnobelpreis für Merkel

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Berlin (dts) – Mehrere Verbände sind der Ansicht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Friedensnobelpreis nicht verdient hat. Die Kanzlerin habe weder den Ukraine-Konflikt noch die Flüchtlingsfrage „zu einem guten Ende gebracht“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, dem „Handelsblatt“. „In der Flüchtlingssituation stellt sich zudem die Frage, ob ihr Handeln nicht erst zu einem Anwachsen des Problems geführt hat.“ Es wäre ähnlich wie bei US-Präsident Barack Obama, sagte Kraus weiter, „der den Preis quasi als Vorschusslorbeeren erhalten hat“. Auch der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, nahm Bezug zur „zweifelhaften“ Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama, der allen eine „Mahnung“ sein sollte. „Sollte Angela Merkel irgendwann einmal nicht mehr Kanzlerin sein, kann man gerne ihre Leistungen rückwirkend bewerten und dann vielleicht den Friedensnobelpreis verleihen“, sagte Zimmermann dem „Handelsblatt“. Das Nobelkomitee in Oslo solle daher „aufhören, mit der Preisvergabe Politik machen zu wollen und besser rückblickend eine Leistung bewerten.“ Ähnlich äußerte sich der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. „Einer Verleihung des Friedensnobelpreises an aktive Politiker stehe ich sehr skeptisch gegenüber“, sagte Holznagel dem „Handelsblatt“. „Auch in der aktuellen Krisenpolitik muss man schließlich sehen, wie sie langfristig wirkt.“ Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, stößt in dasselbe Horn. Bei aller gebotenen Wertschätzung für die Bundeskanzlerin und Anerkennung ihrer Leistungen in der Ukraine- und Flüchtlingskrise sei er der Ansicht, dass der Friedensnobelpreis „grundsätzlich nicht an Berufspolitiker und Berufspolitikerinnen vergeben werden sollte, die ohnehin qua Amt ganz selbstverständlich einer friedensstiftenden Politik verpflichtet sein sollten“, sagte Schneider dem „Handelsblatt“. Insofern habe er auch die Auszeichnung des US-Präsidenten Obama oder der EU als „unglücklich“ empfunden. „Der Friedensnobelpreis sollte meines Erachtens grundsätzlich den Akteuren der Zivilgesellschaft vorbehalten bleiben“, betonte Schneider.

Flüchtlingskrise
Gemeindebund: Asylunterkünfte brauchen Struktur der Selbstverwaltung

Berlin (dts) – Der Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat sich für ein Sonder-Taschengeld für Flüchtlinge ausgesprochen, die in Asylunterkünften für Ordnung und Sauberkeit sorgen: „Die Einrichtungen brauchen eine Struktur der Selbstverwaltung, an der sich die Flüchtlinge selbst beteiligen sollten“, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Welt“. Man müsse die Flüchtlinge mehr in die Pflicht nehmen, forderte Landsberg. Wenn man das geschickt organisiere, finde man sicher eine Menge Leute, die da mitmachten, so der Kommunen-Spitzenvertreter. „Da kann auch ein Anreiz helfen, ein kleines zusätzliches Taschengeld“, schlug Landsberg vor. Er sagte auch: „Es bringt nichts, wenn die jungen Männer den ganzen Tag nichts zu tun haben. Da kommen sie sicher nicht auf gute Gedanken.“ Den ankommenden Menschen müsse am Anfang gesagt werden: „Hier gibt es Regeln. Und wenn ihr euch nicht daran haltet, gibt es Sanktionen.“ Auch bräuchten die Unterkünfte grundsätzlich mehr Sicherheitspersonal, forderte der DStGB-Hauptgeschäftsführer. Bürgermeister würden ihm berichten, so Landsberg, dass auch in kleineren Unterkünften die Lage sehr schnell brenzlig werde. „Es sind vor allem junge Männer, die in den Unterkünften leben. Wir müssen ihnen ein Weg aufzeigen – sie müssen Deutsch lernen, sie müssen arbeiten.“ Landsberg mahnte professionellere staatliche Strukturen in der Flüchtlingskrise an: „Wir brauchen von der Kommune über die Länder bis zum Bund eine echte Flüchtlingsverwaltung. Wir brauchen Ämter für Flüchtlingsversorgung und Integration.“ Das sei kein neuer Ansatz, so Landsberg weiter. „Wir hatten nach dem 2. Weltkrieg einen Vertriebenen-Minister. Nach der Wiedervereinigung gab es Bundes- und Landesämter für offene Vermögensfragen.“ Man müsse die Flüchtlingsverwaltung nun systematisch aufbauen, mit einem einheitlichen Datenfluss. In diesem System müsse auch klar geregelt sein, dass konsequent abgeschoben werde.

Syrienkonflikt
2.000 russische Soldaten und Berater in Syrien

Damaskus (dts ) – In Syrien sind derzeit rund 2.000 russische Soldaten, Berater und technisches Personal stationiert, insbesondere an den Stützpunkten Latakia und Tartus. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf übereinstimmende Angaben aus hohen EU- und Nato-Kreisen. „Sie bauen die Landebahnen aus, errichten Hallen und Hubschrauberlandeplätze, und sie stellen neue Wohn-Container für Personal auf. Das ist auf Satellitenfotos zu sehen“, hieß es in hohen Diplomatenkreisen der Nato. Außerdem unterstützen sie die syrische Armee mit Ausrüstung und würden bei der Organisation der russischen Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS und gegen Rebellen, die sowohl mit dem IS als auch dem Regime von Machthaber Assad verfeindet sind, helfen. Ein weiteres Betätigungsfeld für russische Militärs in Syrien sei die Spionage. „Die Zahl der Russen in Syrien ist aber nicht so hoch, als dass man damit einen Bodenoffensive führen könnte“, hieß es weiter.

Flüchtlingskrise
Merkel bleibt dabei: „Wir schaffen das“

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Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel ist weiterhin der Meinung, dass Deutschland die Flüchtlingskrise bewältigen kann. „Wir schaffen das“, wiederholte Merkel ihren berühmt gewordenen Ausspruch am Mittwoch in der ARD-Sendung „Anne Will“. Es handele sich aber möglicherweise um die schwierigste Aufgabe seit der Wiedervereinigung. Wichtig sei dafür auch, eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU zu erreichen und die Ursachen für Flucht zu bekämpfen. Zuvor hatte Merkel bei einer gemeinsamen Rede mit dem französischen Präsidenten François Hollande vor dem Europaparlament in Straßburg davor gewarnt, in der Flüchtlingskrise in nationalstaatliches Handeln zurückzufallen. Europa könne dieser „Bewährungsprobe von historischen Ausmaßen“ nur geeint Herr werden.

Bis dato drei Prototypen
Türkei: Erstes im eigenen Land produzierte Elektroauto noch vor 2020

Türkei: Erstes im eigenen Land produzierte Elektroauto noch vor 2020 Ankara (nex) – Die Entwicklung des ersten im eigenen Land hergestellten Elektroautos der Türkei schreitet unaufhaltsam voran. Noch im Laufe dieser Woche sollen die jüngsten Entwicklungen dem Kabinett präsentiert werden, erklärte Technologieminister Fikri Işık am Dienstag. In weiterer Folge soll es im Anschluss daran weitere Instruktionen vonseiten des Premierministers Ahmet Davutoğlu geben, so Işık gegenüber Reportern in Ankara.
(Foto: milliyet)
(Foto: milliyet)
Dem Minister zufolge sollen im Laufe des nächsten Jahres zwischen 30 und 40 Autos zu unterschiedlichen Jahreszeiten und unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen getestet werden. Işık verwies darauf, dass ein durchschnittlicher türkischer Staatsangehöriger täglich 25 Kilometer mit dem Auto zurücklegen würde. Elektroautos hätten bislang hingegen lediglich eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern pro Ladung. Die Türkei rechnet jedoch mit einer Verbesserung dieser Bilanz und will das Projekt des heimisch produzierten E-Autos weiter vorantreiben. Işık zufolge soll das Projekt noch vor 2020 reif für die Massenproduktion sein. Bis dato seien drei Prototypen entwickelt worden, im Laufe des kommenden Jahres sollen diese optimiert werden.
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