Enttäuschung für HDP: Türkisch-kurdischer Nobelpreisträger dankt dem türkischen Staat
Istanbul (nex) – Die Verleihung eines naturwissenschaftlichen Nobelpreises an einen in der Türkei geborenen und aufgewachsenen Wissenschaftler aus der kurdischen Community hat in den sozialen Medien für ein breites Echo gesorgt. Neben Freude und Stolz vor allem in seinem Heimatland selbst hat Aziz Sancar unter anderem auch Anhänger der terroristischen PKK und ihres parlamentarischen Arms, der „Demokratischen Partei der Völker“ (HDP) mobilisiert.
Sie versuchten den Preisträger für sich zu vereinnahmen und dichteten ihm auf Wikipedia sogar angebliche türkeifeindliche Äußerungen an. Dass diese Darstellungen keinerlei Substanz haben sollten, zeigte der Nobelpreisträger selbst noch am Tag der Verleihung der an ihn gerichteten Auszeichnung.

Er ließ sich vor türkischen Fahnen ablichten und drückte in einem Fernsehinterview mit dem Nachrichtensender Habertürk seine Dankbarkeit gegenüber dem türkischen Volk und dem türkischen Staat aus, der es ihm erst möglich gemacht habe, Bildung zu erwerben und in weiterer Folge eine wissenschaftliche Karriere anzusteuern.
Der 69-jährige Molekularbiologe Aziz Sancar war am Mittwoch mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Er habe, so hieß es in der Begründung, „auf molekularer Ebene entschlüsselt, wie Zellen beschädigte DNA reparieren und die genetischen Informationen erhalten können“ – was aufzeigt, dass auch bereits vorhandene Erbgutschäden gezielt behoben werden können.



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