PKK-Terror
Türkei: Immer mehr Kurden kehren der HDP den Rücken

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Der prokurdische HDP Co-Vorsitzende Selahattin Demirtas fordert die EU auf, im eigenen Interesse die Türkei zu Gesprächen mit der Terrororganisation PKK zu bewegen. Doch die Forderung kommt allzuspät. Im Südosten des Landes kehren viele Menschen der HDP bereits den Rücken. Die versprochene „Demokratie“ habe Elend gebracht, heißt es immer öfter. Diyarbakir (tp/nex) – Immer wenn die Terrororganisation PKK im Südosten des Landes nicht die nötige Mehrheit innerhalb der kurdischen Bevölkerung mobilisieren kann, erklärt man sich inmitten von Kämpfen zu Gesprächen bereit. Auch jetzt, wo sich abzeichnet, dass die PKK in den Ballungszentren bei den militärischen Operationen der Regierung an Boden verliert, ja, sogar innerhalb der kurdischstämmigen Bevölkerung die Stimmung kippt, zieht die Terrororganisation PKK die Notbremse. Die prokurdische Partei HDP hat in der Kurdenmetropole Diyarbakir sogar einen sehr schweren Stand. Eine Abkehr der Bevölkerung zeichnet sich ab. Immer mehr Kurden in Diyarbakir haben schlicht und einfach die Nase voll von der vielgepriesenen „Demokratie“, die ihr die Partei verheißen und so Stimmen einkassiert hat. Damals, bei der Parlamentswahl im Juli 2015, konnte die HDP mit 13.1 Prozent die Hürde überwinden, um kurz nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe mit der PKK im November desselben Jahres auf 10.8 Prozent zurückzufallen. Experten sind sich sicher, dass die Popularität der HDP seitdem kontinuierlich abnimmt. In Diyarbakir ist an jeder Ecke zu hören, wie unzufrieden man mit der Politik des Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtas ist, der ihnen zwar „Demokratie“ versprochen, aber Elend und Gewalt gebracht habe. Die Bewohner beschuldigen die PKK und auch die HDP, für die Zustände in der Metropole verantwortlich zu sein. Nicht der Staat sei, wie der Co-Vorsitzende vorgibt, in die Metropole einmarschiert, um Häuser wahllos zu zerstören, Bewohner zu vertreiben, Angst und Schrecken zu säen. In TV-Interviews sprechen die Einwohner jetzt allmählich aus, was tatsächlich vorgefallen ist. Menschen werden von „Befreiern“ und „Freiheitskämpfern“ aus strategisch wichtigen Positionen vertrieben, anderswo wiederum gezwungen, in den Häusern zu bleiben und die Türen offen zu halten. Teilweise ist zu hören, wie Menschen gezwungen würden, an „Aufständen“ teilzunehmen, ihre Kinder der YDG-H, einer bewaffneten Jugendorganisation der PKK, zur Verfügung zu stellen. Wer nicht kooperiert, gilt als Verräter. Sein Haus wird zerschossen, Raketen werden abgefeuert, ein Exempel wird statuiert. Die Einschüchterungen wirken aber nicht mehr. Immer mehr Menschen sprechen aus, was sie bedrückt. Die Menschen haben Angst – um ihre Kinder, um ihre Zukunft. Sie haben Angst, dass die Zukunft an ihnen vorbei zieht. In Elazig, Urfa oder Gaziantep, wo die PKK bislang keinen Nährboden vorfindet, ist die Lage stattdessen nach wie vor normal. Die Städte blühen auf, wachsen mit dem Wohlstand. Das ist auch den Einwohnern von Diyarbakir nicht entgangen. Die HDP-geführte Stadtverwaltung in Diyarbakir wird immer öfter kritisiert. Sie habe die Stadt trotz Milliardensubventionen des Staates nicht auf Vordermann gebracht. Die Versorgung mit Wasser und Strom falle ständig aus, auf den Straßen häuften sich seit Wochen Müllberge und, wie es scheine, sei die HDP nicht einmal gewillt, die PKK oder die YDG-H in die Schranken zu weisen, um den Konflikt in den Ballungszentren zu beenden. Das geht auch aus den Aussagen der Einwohner hervor. Sie beklagen, dass die HDP bei der Errichtung der Straßensperren komme, kurz vor Ausbruch der Gewalt sich aber zurückziehe und die Menschen vor Ort mit dem Konflikt und den Auswirkungen allein lasse. Manche sehen gar eine Politik darin. Die HDP, so erklären sie, wolle, dass die Menschen in Not gerieten und sich gegen den Staat erhöben. Aber statt dass die Einwohner der betroffenen Viertel gegen den Staat aufbegehren, richtet sich ihre Wut gegen die HDP selbst. Das musste jüngst der HDP-Abgeordnete Ziya Pir am eigenen Leib erfahren. Eigentlich zu Kondolenzbesuch in Sur erschienen, bekam der Abgeordnete eine schallende Ohrfeige. Einwohner warfen ihm vor, die Situation zu verkennen. Nicht die „Demokratie“ sei gekommen, schrien die Bewohner von Sur, sondern Gewalt und Zerstörung. Der Staat habe 30, 40 Jahre keinen Fuß in diesen Stadtteil gesetzt, um Häuser zu bombardieren, Menschen zu vertreiben. Man wisse, wer es getan habe und die Einwohner zeigen auf Häuser mit Spuren von Raketenbeschuss. „Das war nicht der Staat“ schreit ein Einwohner, während Ziya Pir sichtlich überrascht innehält. In Anbetracht der Tatsache, dass die PKK in diesen betroffenen Gebieten rapide an Zustimmung verliert und auch unter den Hardlinern immer mehr die Stimmung sinkt, bleiben der HDP nur noch wenige Optionen, um ihre Politik der „Demokratie“ und des „Friedens“ als Erfolg zu verkaufen. Doch stattdessen wenden sich immer mehr HDP-Politiker an den Westen. Man suggeriert eine humanitäre Katastrophe, die man im Grunde selbst angefacht hat. Dem Westen wird vorgeworfen, der Türkei in den Verhandlungen in der Flüchtlingskrise einen Persilschein in der Kurdenpolitik ausgestellt zu haben, um selbst vom Zustrom der Flüchtlinge verschont zu werden. Jetzt werde man die Quittung erhalten, prophezeit Selahattin Demirtas der EU. Mehr als 500.000 Kurden könnten mit der Visafreiheit in den Westen flüchten. Ein Szenario, das die Europäer wachrütteln soll. Dabei verkennt die HDP die Situation in Diyarbakir – oder sie ist sich dessen bewusst, was ihre eigene Politik verursacht hat, die ihr die Wähler jetzt vorwerfen: „So eine Demokratie wollen wir nicht!“ In den 90ern sind tatsächlich Hunderttausende Kurden nach Deutschland gekommen, sehr viele angeblich als politisch Verfolgte. Tatsächlich war es das damals besonders durchlässige und generöse deutsche Sozialsystem, was den Zuzug von Kurden ermöglichte, die im Grunde Wirtschaftsflüchtlinge waren. Die PKK und mit ihr Selahattin Demirtas von der HDP wollen angesichts der Flüchtlingskrise in Europa die Situation ausnutzen, um die ohnehin schon prekäre gesellschaftliche Stimmung in Europa gegenüber den Flüchtlingen aufzuheizen. Als Ergebnis erhofft man sich dadurch einen gesellschaftlichen Druck auf die EU-Regierungen, die die Türkei allein aus innenpolitischen Gründen maßregeln sollen.  
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Bundesliga
Bayer Leverkusen gibt Schmidt Jobgarantie

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Düsseldorf (ots) – Roger Schmidt wird auch in der nächsten Saison Trainer von Bayer Leverkusen sein – selbst wenn der Klub das internationale Geschäft verpasst. „Trennung war nie ein Thema. Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass Roger Fehler gemacht hat. Doch wenn man sieht, wie er Tag für Tag Leidenschaft vorlebt, Ansprachen hält, das Training leitet und vor allem Spieler besser macht – auch wenn das mitunter anders gesehen wird -, dann sehen wir uns bestätigt“, sagte Jonas Boldt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der 34-Jährige, seit 2014 als Manager Sport bei Bayer 04 für die Kader-Planung mitverantwortlich, kritisiert das falsche Bild, das in der Öffentlichkeit von Schmidt entstanden sei. Boldt macht sich zudem für einen Mentalitätswandel im Werksklub stark. „Warum sollen wir uns kleiner machen, als wir sind? Wir haben es in den vergangenen fünf Jahren viermal in die Champions League geschafft. Das ist nicht selbstverständlich, aber wir sollten so selbstbewusst sein, dass wir auch in Zukunft dazugehören wollen. Wir dürfen uns nicht ausruhen. Sämtliche Mitarbeiter bei Bayer 04 müssen bereit sein, sich nicht immer nur in der Vergangenheit zu bewegen, sondern nach vorne zu schauen und die Ärmel hochkrempeln.“

Berlin
Daniela Schadt will nach Gaucks Amtszeit wieder als Journalistin arbeiten

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Düsseldorf (ots) – Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, kann sich nach der Amtszeit des Bundespräsidenten eine Rückkehr in den Journalismus vorstellen. „Ich kann mir vorstellen, irgendwann wieder zu schreiben“, sagte Schadt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Politik sei faszinierend. „In meinem Herzen bleibe ich aber immer Journalistin.“ Schadt arbeitete vor dem Einzug ins Schloss Bellevue als Politikredakteurin für die „Nürnberger Zeitung“. Eine eigene politische Karriere wie Hillary Clinton könne sie sich nicht vorstellen. „So reizvoll ein politisches Amt sein mag: Man würde mir einen Amtsbonus durch Joachim Gauck unterstellen. Außerdem liegt mir eher die ausgeruhte, schriftliche Analyse“, sagte Schadt. „Ich glaube, ich wäre zu langsam für die heute sehr beschleunigte aktive Politik. Ich wälze die Argumente meistens eine ganze Weile hin und her, bevor ich mich entscheide.“ Ein Buch über ihre Zeit im Amt werde sie nicht schreiben, betonte die Journalistin. „Dafür fehlt mir ehrlich gesagt die Zeit, auch wenn ich das manchmal bedauere.“ In ihrer Funktion habe sie sich in den vergangenen Jahren persönlich verändert, betonte die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten. Ich erlebe eine sehr engagierte, solidarische Gesellschaft. Die Erfahrungen im Amt haben ihr zu einem offeneren und positiveren Blick auf das Land verholfen: „Ich bin weltfreundlicher geworden.“ Die Bedeutung des Amtes lasse sie nicht abheben. „Es ist ja auch nicht so, dass ich schon beim Kauf von Zahnpasta die Bedeutung des Amtes spüre“, sagte Schadt. Man müsse sich eine gewisse Distanz bewahren.

Türkisch-russische Beziehungen
Touristen-Invasion im Sommer? – Russland hebt Flugverbot nach Antalya auf

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Moskau (nex) – Wie russische Medien am Mittwoch berichteten, hat Russland Flüge nach Antalya, dem Urlaubsort im Süden der Türkei, wiederaufgenommen. Zuvor hatte das Land nach Abschuss eines russischen Kampfjets über türkischem Territorium im November letzten Jahres ein Flugverbot verhängt. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviation hat Ural Airlines grünes Licht für Flüge nach Antalya gegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti mitteilt. Ein Grund für diese Entscheidung wurde in der Meldung jedoch nicht angegeben. So werde Ural Airlines sieben Mal in der Woche von den russischen Städten Rostow am Don, Nischni Nowgorod und Kasan aus Antalya, das Lieblingsziel der russischen Touristen in der Türkei, anfliegen. Der Kreml hatte den Verkauf von Reisepaketen und Charterflügen in die Türkei sowie den Import bestimmter türkischer Waren nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch eine türkische F-16 an der türkisch-syrischen Grenze am 24. November 2015 verboten. Russische Kampfjets waren auch zuvor mehrfach in türkischen Luftraum eingedrungen. Im Dezember unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin einen Erlass über die Ausweitung der Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei – von Lebensmitteln über Energieprojekte bis zu Reisen wurden diese Sanktionen nach dem 24. November auferlegt. Nachdem Ende November Charterflüge in die Türkei gecancelt wurden, entschieden sich manche russischen Airlines und Reiseveranstalter für die Auferlegung von Sanktionen gegen die Türkei. Turkish Airlines, die tägliche und wöchentliche Flüge nach Russland im Programm hat, blieb jedoch bislang von der Krise verschont. Russland, das wegen der Inflationsrate seit Januar unter Druck steht, rudert nun langsam zurück, indem es die zuvor aufgezwungenen Sanktionen lockert.  
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Auch USA hatten El-Bakraoui auf der Liste
Niederlande: Bringt Erdogan die Regierung zu Fall?

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Den Haag (nex) – Der rechtsextreme Politiker Geert Wilders hat infolge der Erklärung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Ausweisung des späteren Brüssel-Attentäters Ibrahim El-Bakraoui den Rücktritt des niederländischen Premierministers Mark Rutte gefordert. Hintergrund der Unruhe, von der mittlerweile die gesamte Opposition erfasst wurde, ist die Erklärung Erdogans, die Türkei habe El-Bakraoui als mutmaßlichen „Dschihad-Touristen“ in Gaziantep aufgegriffen und in weiterer Folge inklusive Warnhinweis über die Niederlande in dessen Heimat Belgien ausgewiesen. Gaziantep war bereits seit Anfang des Jahres 2014 als Drehscheibe ausländischer Kämpfer bekannt, die versuchten, über die Türkei nach Syrien zu gelangen, um sich dort terroristischen Gruppen anzuschließen. Die Türkei hatte deshalb ihre Vorsichtsmaßnahmen massiv verstärkt und in diesem Zusammenhang ist ihnen auch El-Bakraoui als mutmaßlicher Grenzgänger in Sachen Terrorismus ins Netz gegangen. Er war anschließend auf eigenen Wunsch erst in die Niederlande gebracht worden. Die Niederlande und Belgien, die beide über die Abschiebung des späteren Attentäters informiert wurden, hatten zwar kriminelle Aktivitäten des Verdächtigen registriert, konnten jedoch nach eigener Aussage keine terroristische Verbindung seiner Person feststellen. In den USA sollen sich die Brüder El-Bakraoui jedoch bereits vor den Anschlägen von Brüssel auf der Terrorwarnliste befunden haben. In Belgien hatten infolge der Enthüllungen der Innen- und der Justizminister ihren Rücktritt angeboten. Premierminister Charles Michel hatte die Ansuchen jedoch abgelehnt.   [paypal_donation_button]   Mehr zum Thema:

Syrienkonflikt
Zoubi: „Nordkoreanische Militäreinheiten unterstützen Assad“

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Genf (nex) – Der Leiter des syrischen Hohen Verhandlungskomitees (HNC) erklärte am Dienstag, dass zwei Miltäreinheiten aus Nordkorea für das Assad-Regime in Syrien kämpfen. „Es gibt zwei nordkoreanische Einheiten, die Chalma-1 und die Chalma-7″, wird Asaas az-Zoubi von der russischen Nachrichtenagentur TASS zitiert. Zoubi, ehemaliger Oberst in der syrischen Armee, der jetzt die Freie Syrische Armee (FSA) anführt, nannte die nordkoreanischen Söldner „tödlich“. Laut az-Zoubi unterstützen auch mehrere Iraner und Afghanen die Regime-Truppen. Das ist nicht das erste Mal, dass Oppositionsgruppen behaupten, Nordkorea würde das Assad-Regime unterstützen. Schon 2013 sagte Burhan Ghalioun, ehemaliger Präsident einer weiteren Oppositionsgruppe, dem Syrischen Nationalrat, dass nordkoreanische Piloten für die syrische Luftwaffe fliegen würden.
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Wirtschaft
Türkische Zentralbank: Höchster Gewinn aller Zeiten

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Ankara (nex) – Die Bilanz für die 84. Rechnungsperiode der türkischen Zentralbank, die jüngst im Amtsblatt veröffentlicht wurde, weist für das Jahr 2015 den höchsten Gewinn aus, den die Notenbank jemals erzielen konnte. Im Vergleich zum Jahr zuvor konnte das Plus am Ende des Jahres um nicht weniger als 60,4 Prozent auf 13 857 321 192 TL (ca. 4,315 Mrd. Euro) steigern. Die positive Bilanz der Notenbank fügt sich nahtlos in die positive Wirtschaftsentwicklung ein, über die sich die Türkei im Vorjahr freuen konnte. Der Stratege für Nahost, Zentraleuropa und Afrika der japanischen Bank Nomura International, Timothy Ash, kommentierte die Entwicklung, indem er darauf hinwies, dass die Türkei überraschend gut abgeschnitten habe und trotz des schwierigen Umfelds und der negativen Entwicklungen in der Region ein Wachstum von vier Prozent erreicht habe. Im letzten Jahr habe die Türkei mit einem Wachstum von vier Prozent das größte Wachstum in Europa verzeichnet. Weder in Europa noch im Baltikum oder in den Balkanstaaten sei ein annähernd so großes Wachstum erreicht worden. Die Türkei hätte sogar noch ein höheres Wachstumspotenzial gehabt, so Ash, denn der jährliche Beschäftigungszuwachs liege zwischen 800 000 und einer Million Personen.

Kampf gegen den Terror
Malaysische Polizei nimmt 13 mutmaßliche IS-Mitglieder fest

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Generalinspektor der Polizei kündigt „unverzügliche“ Erweiterung der Anti-Terror-Einheit auf alle Staaten der Inselgruppe an Kuala Lumpur (nex) – Generalinspektor der malaysischen Polizei informierte am Donnerstag über die Festnahme von 13 mutmaßlichen IS (Daesh)-Mitgliedern im Zuge einer Anti-Terror-Operation. „Glückwünsche an die E8 [Anti-Terror-Einheit] für ihren gestrigen erfolgreich verlaufenen Einsatz gegen die Zellen mit Verbindungen zum IS [Daesh]“, twitterte der Generalinspektor Khalid Abu Bakar und benutzte dabei das alternative Akronym „Daesh“ für die Extremistengruppe. Wie Abu Bakar hinzufügte, seien 13 Personen festgenommen und IS-Dokumente beschlagnahmt worden. Im Januar dieses Jahres hatte die malaysische Polizei bekannt gegeben, allein im vergangenen Jahr 83 Personen mit Verbindungen zum IS (Daesh), darunter 73 Malaysier, festgenommen zu haben. In einem Interview erzählte der Generalinspektor am Donnerstag „The Star Online”, dass die malaysische Polizei die „unverzügliche“ Erweiterung ihrer Anti-Terror-Einheit auf alle Staaten der Inselgruppe plane. „Wir können es uns nicht erlauben zu sitzen und abzuwarten, wie andere es getan haben”, so Abu Bakar. „Die Teams der Einheit müssen erweitert werden, da ihr Einsatzpensum durch die aktuelle Bedrohungssituation steigt.“ Es sei damit zu rechnen, dass die Bedrohung durch den IS (Daesh) und andere Terrororganisationen „bestehen bleiben werde”, so der Generalinspektor, der jedoch nicht näher darauf eingehen wollte, was sein wird, wenn eben diese Bedrohung wieder abnimmt: „Ich kann darüber keine Prognose abgeben. Momentan sprechen wir über den IS (Daesh), doch in Zukunft könnte es eine andere Art der Bedrohung geben“, fügte er hinzu. Malaysia rief im Januar die höchste Alarmstufe aus, nachdem bei einem dem IS (Daesh) zuzurechnenden Anschlag im Nachbarland Indonesien acht Menschen getötet wurden. Des Weiteren gab das Land sieben potenzielle Anschlagsorte bekannt. Später machte die Polizei einen mutmaßlichen IS (Daesh)-Kämpfer in Kuala Lumpur dingfest, wenige Stunden, so die Polizei, vor einem geplanten nächtlichen Selbstmordanschlag in einem Vergnügungsort im Touristengebiet Bukit Bintang. Nachdem Australien vergangenen Monat eine Alarmmeldung wegen einer möglichen Gewalttat in der Hauptstadt herausgab, teilte der malaysische Premierminister Najib Razak mit, dass landesweit die Sicherheit in den größten Touristenregionen durch Patrouillen aus Armee und Polizei erhöht wurde.

Pegasus Airline Flug Nummer PC671
Terror in Brüssel: Niederlande bestätigen Erdogans Behauptung

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Brüssel: (nex) – Europäische Quellen haben am Donnerstag ein Schreiben veröffentlicht das beweist, dass Ibrahim El Bakraoui von türkischen Behörden des Landes verwiesen und in die Niederlande ausgeflogen wurde. Inhalt des Schreibens an die niederländische Botschaft: „Das Außenministerium der Republik Türkei versichert die Botschaft des Königreichs der Niederlande in Ankara ihrer Hochachtung und beehrt sich, diese darüber zu unterrichten, dass für Ibrahim Al Bakraoui, einen belgischen Staatsbürger, die Ausreise ab Istanbul Sabiha Gökcen Airport in die Niederlande/Amsterdam am 4. Juli 2015 um 10:40 in einem Flugzeug der Pegasus Airline, Flug Nummer PC671 vorgesehen ist.“ „Das Außenministerium der Republik Türkei benutzt diesen Anlass, um die Botschaft des Königreichs der Niederlande erneut seiner vorzüglichsten Hochachtung zu versichern.“ Mittlerweile haben niederländische Behörden bestätigt, dass ein Mann, der wegen der Anschläge in Brüssel zur Fahndung ausgeschrieben ist, im vergangenen Jahr aus der Türkei ausgewiesen und in die Niederlande geschickt wurde. „Die türkischen Behörden forderten Ibrahim El Bakroui auf, das Land zu verlassen und setzten ihn am 14. Juli 2015 in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam“, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur in einem Statement mit.  

Terror-Tourismus
Türkei: Sicherheitskräfte nehmen Japaner an der syrischen Grenze fest

Ankara (nex) – Türkischen Medienberichten zufolge nahmen Sicherheitskräfte einen japanischen Staatsbürger fest. Es habe der Verdacht bestanden, dass er die Grenze nach Syrien überqueren und sich dort der Terrororganisation IS (Daesh) anschließen wollte. Der 24-Jährige, dessen Name nur mit M. M. angegeben wurde, wurde am späten Dienstag in Nizip/Gaziantep in der Nähe der syrischen Grenze festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur DHA berichtet, habe M.M zugegeben, dass er nach Syrien habe reisen wollen, nachdem er zu seiner anonymen Kontaktperson telefonische Verbindung hergestellt und zugestimmt habe, die Grenze zu überqueren. Der junge Mann werde nach Abschluss der Ermittlungen nach Japan ausgewiesen werden. Der mutmaßliche IS-Anhänger sei in der Siedlung Karkamis während einer Routinekontrolle der Gendarmerie festgenommen worden, als er zur syrischen Grenze gefahren wurde, so DHA weiter. Die Polizei hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu (AA) die Kontakte des Mannes zur Gruppe durch Überprüfung der Nachrichten auf seinem Mobiltelefon bestätigt. Auf von der DHA veröffentlichten Fotos ist der junge Mann zu sehen, wie er mitten auf der Straße mit über dem Kopf erhobenen Händen kniet und dabei von einem bewaffneten Soldaten überwacht wird. Offizielle Vertreter der japanischen Botschaft in Ankara teilten mit, sie untersuchten den Bericht über die Festnahme des 24-Jährigen, bestätigten allerdings nicht, dass es sich um einen japanischen Staatsbürger handelt. Türkische Behörden gaben an, dass Sicherheitskräfte am Dienstag an der syrischen Grenze in Gaziantep zehn mutmaßliche IS (Daesh)-Terrostisten festgenommen hätten. Unter ihnen habe sich auch ein potenzieller Selbstmordattentäter befunden. Die Nationalitäten der festgenommenen Personen wurden nicht bekannt gegeben.