Zahl der Woche
47 % der Flugpassagiere reisen von den Flughäfen Frankfurt und München ab

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Wiesbaden (ots) – 108 Millionen Passagiere begannen im Jahr 2015 ihre Reise an einem deutschen Flughafen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fertigten die bedeutendsten Flughäfen Frankfurt (30,3 Millionen) und München (20,4 Millionen) nahezu die Hälfte (47 %) dieses Fluggastaufkommens ab. Ebenfalls jeweils mehr als 10 Millionen Einsteiger flogen von den Flughäfen Düsseldorf und Berlin-Tegel ab, die zusammen auf einen Anteil von 20 % kamen. Das verbleibende Drittel an Passagieren verteilte sich auf Flugplätze unterschiedlicher Größenordnung: Die Bandbreite reichte von Hamburg (7,8 Millionen) bis zu Flughäfen mit einem Aufkommen von weniger als 100 000 Passagieren (Sylt-Westerland und Lübeck).

Früherer AfD-Chef kontra Böhmermann
ALFA-Sprecher Bernd Lucke: „Ziegenficker“ hat nichts mit Satire zu tun

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  • Berlin (nex) – Der Europaabgeordnete und Sprecher der „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA), Bernd Lucke, hat eine Strafverfolgung des ZDF-Moderators Jan Böhmermann wegen des Verdachts der Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes als legitim bezeichnet.
Pressefreiheit und Rechtsstaat sollten in Deutschland wie in der Türkei unantastbar sein, erklärte Lucke in einer Presseaussendung. Aber den Rechtsstaat ernst zu nehmen, bedeute auch, sich an dessen Gesetze zu halten. „Kritik an einem ausländischen Staatsoberhaupt ist nicht strafbar“, führt Lucke in seiner Aussendung aus. „Jan Böhmermann hat alle Freiheit, Kritik an Erdoğan zu üben, auch scharfe, satirische Kritik. Aber wenn er unsachlich beleidigt, greift eben auch das Strafrecht. ‚Ziegenficker‘ und Aussagen über den Geruch von Erdoğans Geschlechtsteilen haben weder mit Kritik noch mit Satire etwas zu tun.“ Unsachliche Beleidigungen dieser Art seien gegenüber jedem Bürger strafbar, auch wenn er kein Staatsoberhaupt sei, so der frühere AfD-Chef. „Nichts spricht dagegen, dass ein Staatsanwalt und ein deutsches Gericht sich mit Böhmermanns Schmähungen befassen. Das ist kein Einknicken vor der Türkei und kein Verrat europäischer Werte. Im Gegenteil, es ist die Durchsetzung des deutschen Rechtsstaats.“ Übrigens haben auch deutsche Politiker bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von im Ausland bestehenden Strafrechtsbestimmungen Gebrauch zu machen, die eine Beleidigung der politischen Vertreter ausländischer Nationen pönalisieren – auch gegenüber der Türkei. So hatte sich im Jahre 2005 der damalige deutsche Bundesinnenminister Otto Schily bei seinem Amtskollegen Abdülkadir Aksu über kritische Artikel in der türkischen Zeitung „Anadolu Vakit“, in welcher diese Schily mit nationalsozialistischen Überzeugungen in Verbindung brachte. Schily hatte die Zeitung in Deutschland im November 2004 verboten und das Vermögen des dahinterstehenden Verlages einziehen lassen. Das deutsche Innenministerium setzte das Thema auch an die zweite Stelle der Tagesordnung für einen geplanten Besuch des türkischen Innenministers.      

Energie-Zentrum Türkei
Großes Interesse an türkisch-israelischem Gas-Deal

Ankara (eurasia/nex) – Mindestens 15 Energieunternehmen wollten an einem geplanten Konsortium partizipieren, das israelisches Erdgas über die Türkei nach Europa transportieren soll, erklärte der Vorsitzende des Energieunternehmens Turcas, Batu Aksoy. Erstes israelisches Erdgas soll die Türkei bereits in den nächsten fünf Jahren erreichen.
„Wir planen die Schaffung eines Käufer-Konsortiums [, um israelisches Erdgas durch die Türkei nach Europa zu bringen]. Jedes Konsortiumsmitglied ist in diesem Plan für eine bestimmte Menge Erdgas verantwortlich. Bislang haben uns mindestens 15 Unternehmen kontaktiert und uns gegenüber ihre Absicht bekundet, Teil des geplanten Konsortiums werden zu wollen“, sagte Batu Aksoy im Interview mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet.
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Aksoy wies darauf hin, dass es für ein Unternehmen alleine nicht möglich sei, solch große Exportmengen alleine abzuwickeln. Israel könnte jährlich bis zu acht Milliarden Kubikmeter Erdgas in die Türkei pumpen, vorausgesetzt, verlässliche Partner teilen die Risiken Israels. Die Inhaber der Erdgas-Förderrechte in Israel haben in den vergangenen Monaten hinsichtlich des Exports von israelischem Erdgas türkische Unternehmen, einschließlich Turcas, regelmäßig kontaktiert.  
Erschienen bei unserem Kooperationspartner eurasianews.

Rettung nach drei Tagen
Mikronesien: Schiffbrüchige dank „HELP“-Ruf von Insel gerettet

Schiffbrüchige dank einfallsreichem „HELP“-Ruf von unbewohnter Insel gerettet. Mikronesien (nex) – Drei Männer, die seit drei Tagen vermisst wurden, konnten am vergangenen Donnerstag von einer einsamen Insel in der Pazifik gerettet werden, als ein US-Militärflugzeug einen mit Palmwedeln geschriebenen Hilferuf bemerkte. Die Sprecherin der Küstenwache Melissa McKenzie teilte mit, dass die Männer am vergangenen Dienstag von ihren Familien als vermisst gemeldet worden waren, nachdem sie nicht wie erwartet auf der Insel Weno ankamen. Die Männer seien auf einem Boot zwischen zwei Inseln in Mikronesien unterwegs gewesen, als dieses von einer Welle erfasst worden sei, so McKenzie weiter. Alle drei Schiffbrüchigen hätten Rettungswesten getragen und seien in der Lage gewesen, zu der verlassenen Insel zu schwimmen. Zwei Stunden nachdem sie entdeckt wurden, konnten sie mit einem kleinen Boot abgeholt und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Bergkarabachkonflikt
London: Aserbaidschaner demonstrieren mit türkischen Fahnen gegen „armenische Aggressionen“

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London (nex) – Etwa 100 Aserbaidschaner marschierten am vergangenen Sonntag durch London, um gegen die armenische Aggression während der letzten gewaltsamen Auseinandersetzungen im besetzten Berg-Karabach zu protestieren. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft und auch Großbritannien als Teil dieser Gemeinschaft Aserbaidschan in ihrer gerechten Sache unterstützen und gegen Armenien Sanktionen verhängen, bis es die vier ausstehenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates umsetzt, die schon vor 22 Jahren beschlossen wurden“, erklärte die Europäisch-Aserbaidschanische Gesellschaft in einem Statement.
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“Endless Corridor”: Doku-Film über das armenische Massaker an Aserbaidschanern


Die Protestteilnehmer liefen mit Türkei- und Aserbaidschanflaggen vom Trafalgar Square zur Downing Street, in der sich das Büro und die Residenz des Premierministers befinden. Nach Angaben des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums kamen bei Kämpfen zwischen aserbaidschanischen Truppen und ethnischen armenischen Kräften an den Grenzen des besetzten Berg-Karabach mehr als 270 Militärangehörige ums Leben. Armenier halten seit 1993 Berg-Karabach, eine Enklave innerhalb Aserbaidschans, besetzt. Die internationale Gemeinschaft erkennt Berg-Karabach als Teil Aserbaidschans an.

Kampf gegen den Terror
Anwälte: Israel foltert jüdische Terrorverdächtige

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Tel Aviv (nex) – Zwei Verdächtige, einer davon ein israelischer Soldat, wurden im Rahmen von Ermittlungen zum jüdischen Terror in der vergangenen Sonntagnacht festgenommen, berichtet die israelische Tageszeitung Haaretz. Details der Ermittlungen unterliegen der Geheimhaltung. Der Soldat wurde von der Militärpolizei auf seinem Stützpunkt festgenommen. Der zweite Verdächtige ist noch minderjährig und wurde zuvor schon wegen einer ähnlichen Straftat festgenommen. Einem Statement der rechtsextremen NGO Honenu zufolge, die israelischen Staatsbürgern Rechtsbeistand bietet, wurde den beiden Festgenommenen der Zugang zu einem Anwalt verwehrt. Honenu vertritt die Auffassung, dass der Fall eine solche Maßnahme nicht rechtfertige. Drei weitere Verdächtige in dem Fall wurden in der vergangenen Woche vom israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet und der Polizei von Judäa und Samaria festgenommen. Honenu beschuldigte den israelischen Inlandgeheimdienst bereits im Dezember vergangenen Jahres der Folter an jüdischen terrorverdächtigen Häftlingen.  

Selbstjustiz in Adana
Türkei: Mörder von Özgecan Aslan im Gefängnis erschossen

Adana (nex) – Der 26-jährige Ahmet Suphi Altındöken, der am 3. Dezember 2015 vom 1. Strafgerichtshof in Tarsus des Mordes an der 20-jährigen Studentin Özgecan Aslan schuldig gesprochen wurde, ist tot. In einem Gefängnis in der südtürkischen Provinz Adana wurden er und sein 50-jähriger Vater Necmettin, der – wie auch der 20-jährige gemeinsame Freund Fatih Gökçe -wegen Beihilfe ebenso zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung verurteilt worden war, zum Ziel eines Angriffs mit einer Schusswaffe. Vater und Sohn erlitten bei der Attacke in einem geschlossenen Gefängnis des Typs E schwere Verletzungen, Ahmet Altındöken im Brustkorb, Necmettin in Bauch und Hüfte. Der als Haupttäter verurteilte Sohn starb wenig später im Krankenhaus an den Folgen der Tat. Sondereinheiten der Bereitschaftspolizei wurden infolge der Eskalation ins Gefängnis verlegt, zwei Ermittler sollen nun die Umstände der Tat klären. Özgecan Aslan war Psychologiestudentin und wurde im Februar 2015 ermordet, nachdem Ahmet Altındöken sie als letzten Fahrgast des von ihm gelenkten Omnibusses entführt, an einen abgelegenen Ort gebracht und dort zu vergewaltigen versucht hatte. Als die junge Frau sich wehrte, soll Altındöken sie getötet haben. Ihr verbrannter Leichnam wurde zwei Tage nach einer Vermisstenanzeige vonseiten ihrer Eltern in einem Flussbett in Tarsus gefunden. Auf der Suche nach dem vermissten Mädchen hielt die Gendarmerie am 12. Februar 2015 einen verdächtigen Minibus an und fanden darin Blutspuren und einen Hut, die der Ermordeten zugeordnet werden konnten. Daraufhin wurden die Ahmet und Necmettin Altındöken sowie Gökçe unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Der Mord an Özgecan Aslan hatte in der gesamten Türkei Wut und Empörung hervorgerufen. Einer jüngst veröffentlichten Umfrage zufolge sprachen sich mehr als 90 Prozent der befragten Türken in 36 Provinzen für eine Wiedereinführung der Todesstrafe aus – unter anderem nach Vergewaltigungsfällen wie diesem.

Erdogan eröffnet neues Stadion
Besiktas Istanbuls neues Zuhause: Vodafone Arena

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Istanbul (nex) – Fans und Funktionäre des Istanbuler Spitzenklubs und derzeitigen Tabellenführers in der Süper Lig, Beşiktaş Istanbul, haben die Eröffnung der fertiggebauten „Vodafone Arena“ gefeiert, in der die Mannschaft künftig ihre Heimspiele austragen wird.
(Foto: AA)
(Foto: AA)
Auch die politische Führung des Landes wohnte dem Ereignis bei. Der Dank der Verantwortlichen im Verein und der Fans galt unter anderem dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der die immer wichtige Rolle der Türkei auch als Sportstandort unterstrich und in seiner Ansprache darauf hinwies, dass das Land mit 659 internationalen Sportevents, die in den letzten 13 Jahren stattgefunden hätten, auch in diesem Bereich ihre wachsende Bedeutung unter Beweis gestellt habe.
Gebetsraum im Stadion (Foto: Adnan Demir/BJK)
Gebetsraum im Stadion (Foto: Adnan Demir/BJK)
Die Errichtung der Vodafone Arena sei nicht der letzte bedeutende Sportstättenbau gewesen, den die Türkei erlebt hätte. Derzeit würden weitere 14 Stadien in verschiedenen Städten gebaut und zum Bau von neun weiteren würden die technischen Vorbereitungen laufen. Erdoğan wies auch darauf hin, dass die Zahl der lizenzierten Sportler in der Türkei im gleichen Zeitraum von 278 000 auf 6 225 000 angewachsen sei und die der Sportvereine von 6000 auf 14 000.
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(Foto:nex24.com/Adnan Demir)
(Foto:nex24.com/Adnan Demir)
Auch Spitzensportler wie die Olympioniken könnten mittlerweile auf bessere Rahmenbedingungen durch einwandfreie Infrastruktur hoffen. In Städten wie Erzurum, Antalya, Trabzon oder Mersin seien zusätzliche Anlagen für das Training und für die Austragung internationaler Sportveranstaltungen geschaffen worden. Das erste Meisterschaftsspiel in der Vodafone Arena findet am Montag gegen den Tabellenneunten Bursaspor statt.

Kairo hofiert saudischen König
Ägypten und Saudi Arabien planen Mega-Brücke über Golf von Akaba

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Kairo (nex) – Im Rahmen des Staatsbesuchs des saudischen Monarchen Salman am Freitag in Kairo stand ein prestigeträchtiges Infrastrukturprojekt im Mittelpunkt der Gespräche mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur. Um den Handel zwischen den beiden über den Golf von Akaba aneinander angrenzenden Ländern zu fördern, wollen Riad und Kairo demnach ein bereits seit den 1980er Jahren erwogenes Bauprojekt einer Brücke über das Rote Meer realisieren. Dieses soll, so der 2013 in Ägypten durch einen Putsch an die Macht gekommene Al-Sisi, den Namen des saudischen Monarchen tragen. Detailliertere Angaben über den geplanten Zeitpunkt der Fertigstellung des Projekts oder über dessen Finanzierung drangen bis dato noch nicht an die Öffentlichkeit.

Piraterie vor afrikanischer Küste
Nigeria: Sechs Seeleute von türkischem Frachtschiff entführt

Lagos (nex) – Sechs türkische Seeleute wurden am Montag von Piraten vor der Küste Nigerias von einem Frachtschiff entführt. Der Nachrichtenagentur Deniz zufolge handelte es sich um das Schiff „M/T Puli“, das dem Unternehmen Kaptanoglu Shipping gehören und mit Chemikalien unterwegs gewesen sein soll. Unter den sechs entführten Seeleuten soll sich auch der Kapitän des Schiffes, Ilkay Olgun, befinden. Das Unternehmen teilt mit, dass sowohl die gekidnappten Mitglieder der Mannschaft als auch  jene, die auf dem Schiff geblieben waren, bei guter Gesundheit seien und das Schiff sicher in einen Hafen einlaufen konnte. Die zuständigen Behörden erklärten zudem, dass es vonseiten der Piraten bis dato noch keine Kontaktaufnahme gegeben habe. Man habe sich selbst an das Außen- sowie an das Ministerium für Meeres- und Transportangelegenheiten gewandt, um den Vorfall zu untersuchen. Seit 2009 wurden somit bereits drei türkische Schiffe entführt. Der erste Fall ereignete sich am 21. September 2009, als der Öltanker Ilena Mercan entführt worden war. Nach 15 Tagen wurden Schiff und Mannschaft jedoch wieder freigelassen. Aus dem Jahre 2013 datiert der zweite Zwischenfall, als der Rohöltanker MT Cotton von Piraten angegriffen wurde, die diesen anschließend eine Woche lang in ihrer Gewalt behielten. Berichten zufolge sollen immer mehr ehemalige Söldner aus Nigeria ihren Geschäftsbereich in Richtung Piraterie verlagert haben. Seit 2011 sollen bereits 30 Schiffe und mehr als 100 Seeleute entführt worden sein. Während Piraten in Somalia im Regelfall Lösegeld für die entführten Mannschaften erpressen, verkaufen Piraten in Nigeria üblicherweise Rohöl aus den in ihre Gewalt gebrachten Tankern auf dem Schwarzmarkt.