Islamabad
Pakistanischer Islamgelehrter Ansari stirbt im Alter von 84 Jahren

Pakistanischer Islamgelehrter Ansari stirbt infolge eines Herzinfarkts im Alter von 84 Jahren Islamabad (nex) – Der pakistanische Islamgelehrte und Präsident der International Islamic University Islamabad, Zafar Ishaq Ansari, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Der Wissenschaftler starb am gestrigen Sonntag infolge eines Herzinfarkts. Er wurde nach dem Nachmittagsgebet in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beigesetzt. Hunderte Menschen nahmen an der Beerdigung teil. Ansari schrieb zahlreiche Bücher und Artikel über Geschichte, Religion und Sozialwissenschaften. Sein Vater Maulana Zafar Ansari war ebenfalls ein renommierter Islamgelehrter in Pakistan.

Visa-Freiheit
Jetzt wird es ernst: Türken fehlen nur noch zehn Vorgaben zur Visafreiheit

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Türkisches Parlament arbeitet sechs Tage, um Gesetze für visafreies Reisen in der EU zu verabschieden Ankara (nex) – Wie die türkische Regierung am Sonntagabend bekannt gab, werde das Parlament diese Woche sechs Tage arbeiten, um die verbleibenden zehn Zielvorgaben zu erfüllen, damit türkische Staatsbürger im Schengenraum visafrei reisen können. Die Kammer wird von Montag bis Samstag durchgehend arbeiten, um alle erforderlichen Gesetze zu verabschieden, damit türkische Staatsbürger ohne Visum in Schengen-Staaten reisen können. Nach dem Stand vom 25. April 2016 hat die Türkei bereits 62 der 72 Kriterien erfüllt. Es wird erwartet, dass das Parlament auch die verbleibenden zehn Zielvorgaben erfüllen wird: Es sollen sieben internationale Konventionen angenommen und drei Gesetze verabschiedet werden.

AStA Duisburg gegen Meinungsfreiheit
Uni-Duisburg: AStA will Vortrag über armenischen Terroranschlag von 1895 verhindern

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Duisburg (nex) – Aufregung an der Universität Duisburg um eine Vortragsveranstaltung: Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), ein Organ der verfassten Studentenschaft, das – wenn auch regelmäßig bei extrem niedrigen Wahlbeteiligungen –direkt gewählt ist, forderte in einem Schreiben an das Rektorat, die Raumvergabe für eine Vortragsveranstaltung zurückzuziehen. Der Vortrag wird vom „Verein Türkischer Studenten“ organisiert und soll vom Historiker und Volkswirt Şahin Ali Söylemezoğlu gehalten werden. Dieses am Ende vom Rektor abgelehnte Ansinnen wird vom AStA beschuldigt, der Historiker sei ein „Genozidleugner“ mit Blick auf die Ereignisse von 1915. Offenbar versuchte man, die Veranstalter im Vorfeld auch durch das Anbringen von Aufklebern der verbotenen Terrororganisation PKK auf die Plakate einzuschüchtern.
(Foto: nex)
(Foto: nex)
Tatsächlich hatte sich Söylemezoğlu mehrfach in Arbeiten mit der komplexen Vorgeschichte und den Ereignissen während der Deportation armenischer Bevölkerungsteile im Osmanischen Reich befasst und war dabei zu Ergebnissen gelangt, die offenkundig nicht mit den ideologischen Bewertungsrichtlinien des AStA konform gehen.
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Allerdings sind die Ereignisse von 1915 gar nicht Gegenstand des geplanten Vortrages, sondern allenfalls ein Teilaspekt der Vorgeschichte der späteren Eskalation nationaler Spannungen im Osmanischen Reich kurz vor dessen Ende. Thema des Abends unter dem Titel „Terror in Istanbul: Der größte Terroranschlag im 19. Jahrhundert“ ist der Überfall armenischer Terroristen auf die Ottomanische Bank am 26. August 1896 in Istanbul. Die Terroristen nahmen damals 150 Geiseln, staffierten das Gebäude mit insgesamt 600 Bomben aus und drohten mit deren Zündung, sollte ihrer Forderung nach Abspaltung von sechs Provinzen mit hohem armenischen Bevölkerungsanteil vom Osmanischen Reich nicht Folge geleistet werden. Wie auch andere monarchisch regierte Vielvölkerstaaten in Europa stand das Osmanische Reich in der damaligen Zeit unter hohem politischem Druck, da nationalistische Bestrebungen vielerorts ausarteten und es unter anderem eine Reihe wechselseitiger Massaker und Terroranschläge zwischen armenischen und kurdischen Bevölkerungsteilen gab.
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Gleichzeitig versuchten europäische Kolonialmächte und das Russische Zarenreich, das Osmanische Reich zu destabilisieren, wobei insbesondere Russland darauf setzte, die dortigen armenischen Bevölkerungsteile als fünfte Kolonne für sich zu gewinnen. Die Wirren des ausgehenden 19. Jahrhunderts eskalierten mit Fortdauer der Entwicklung hin zum Ersten Weltkrieg, als sich innerhalb der – in armenischen Kreisen anfangs mit Sympathie betrachteten – Bewegung der Jungtürken nationalistische Kräfte durchsetzten und die Komitees für Einheit und Fortschritt (İttihad ve Terakki Cemiyeti) Forderungen nach mehr Autonomie für die Volksgruppen im Osten Anatoliens ablehnten. https://www.youtube.com/watch?v=1aJwUD9JpeE Die militärischen Niederlagen des Osmanischen Reiches im Tripoliskrieg und im Ersten Balkankrieg 1912 und 1913 sowie das starke Ausmaß an Unterstützung für Russland innerhalb der armenischen Volksgruppe des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg verschärften die zunehmend negative Einstellung innerhalb der türkischen Eliten, aber auch innerhalb der Bevölkerung gegen die nationalen Minderheiten und damit auch gegen die Armenier. Bereits im Vorfeld des Beschlusses zur Deportation im Jahr 1915, der die tragischen Ereignisse auslöste, derer am 24. April jedes Jahres gedacht wird, war es zu wechselseitigen Übergriffen, Terroranschlägen und Massakern gekommen, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Armenieraufstand in Van im April 1915 und durch Anhänger der armenisch-sozialistischen Huntschak-Partei, die durch Unruhen und die Provokation blutiger Racheaktionen Russland zum Eingreifen ermutigen wollten.
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Innenminister Talât Bey ordnete daraufhin erst die Verhaftung namhafter Angehöriger der armenischen Elite in Konstantinopel an. Diese wurden in weiterer Folge ausgeweitet und mit dem Deportationsgesetz vom Mai 1915 wurde die Grundlage für die Massenvertreibungen geschaffen, deren Hauptphase bis 1917 andauern sollte und die zum Tod von mehreren hunderttausend Menschen geführt haben soll. Aus Sicht des AStA stellt jedoch der differenzierende und komplexe Ansatz Söylemezoğlus, der auch die Leiden türkischer Zivilisten unter den Aktionen armenischer Terrorgruppen nicht unerwähnt lässt, eine Form der „Genozidleugnung“ da. Der AStA lade deshalb, so heißt es in einem Statement, dazu ein, vor Ort „den geplanten Vortrag kritisch zu begleiten“. Erfahrungsgemäß haben Aufrufe dieser Art nicht selten zur Folge, dass sich auch politisch radikale Kräfte dazu motiviert fühlen könnten, die unliebsamen Meinungsäußerungen gewaltsam zu unterbinden.

Türkei
2.400 Jahre altes Mosaik in der Türkei entdeckt: „Sei heiter, genieße das Leben“

2.400 Jahre altes Mosaik in der Südtürkei entdeckt: „Sei heiter, genieße das Leben“ Hatay/Türkei (nex) – Ein 2.400 Jahre altes Mosaik wurde während Ausgrabungen in der südtürkischen Provinz Hatay entdeckt, worauf ein liegendes Skelett mit einem Schälchen in der Hand und einem Weinkrug sowie einem Laib Brot auf seiner Seite zu sehen ist, wie türkische Forscher mitteilten. Das Mosaik, das vermutlich aus dem dritten Jahrhundert vor Christus stammt, wurde 2012 entdeckt, als die Stadt Arbeiten zur Konstruktion einer Seilbahn in Antakya durchführte und dabei antike Überreste entdeckte.
(Foto: AA)
(Foto: AA)
So wurde eine Ausgrabung gestartet, um nach weiteren Überresten zu suchen. Laut Demet Kara, Expertin am Archäologischen Museum Hatay, ist das Mosaik ein Teil der antiken griechisch-römischen Stadt Antiochia. Es trägt die Inschrift: „Sei heiter, genieße das Leben“. Kara erzählt weiter, dass die Experten das Mosaik das „Skelett-Mosaik“ genannt hätten und zu dem Ergebnis gekommen seien, dass es zum Speisesaal eines Hauses der Oberschicht gehört haben müsse. Sie wies darauf hin, dass ein ähnliches Mosaik sich in Italien befinde, dieses hier aber detaillierter sei, was es zu einem Unikat mache. Die antike Stadt Antiochia wurde von Seleukos I. Nikator gegründet, der einer der Feldherren Alexanders des Großen im vierten Jahrhundert vor Christus war. Es ist als der erste Ort bekannt, wo die Anhänger Jesu als Christen bezeichnet werden. Hatay ist für seine römischen Mosaiken aus dem zweiten und dritten Jahrhundert vor Christus bekannt.

Flüchtlingskrise
Im öffentlichen Dienst fehlen zur Versorgung der Zuwanderer bis zu 100.000 Beschäftigte

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Düsseldorf (ots) – Im öffentlichen Dienst fehlen nach Einschätzung des Beamtenbundes bis zu 100.000 Beschäftigte zur Bewältigung der Flüchtlingsintegration. „Uns fehlen noch immer zwischen 50.000 und 100.000 Beschäftigte, nur um die Versorgung und Integration der Zuwanderer zu bewältigen“, sagte Beamtenbund-Chef Klaus Dauderstädt der „Rheinischen Post“. „Bei Lehrern, Erziehern, Polizisten oder im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge können wir das Problem nicht von heute auf morgen lösen, allein die Ausbildung dauert drei Jahre“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes.

Silvester-Übergriffe
NRW-Innenminister Jäger am 9. Mai Zeuge im Silvester-Untersuchungsausschuss

Düsseldorf (ots) – Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Übergriffe in der Kölner Silvesternacht wird am 9. Mai NRW-Innenminister Ralf Jäger als Zeugen vernehmen. Von Medien am Wochenende aufgeworfene Fragen, wer innerhalb der Staatskanzlei genau am Neujahrstag über die Vorgänge in Köln in welchem Umfang informiert war, werden vorher nicht besprochen. Ausschuss-Vorsitzender Peter Biesenbach (CDU) sagte der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe): „Für den 9. Mai haben wir Innenminister Ralf Jäger als Zeugen geladen. Vorher wird sich der PUA nicht mit diesem Komplex beschäftigen.“

ZDF-Politbarometer
Zu Erdogan-freundlich: Dramatische Verluste für Angela Merkel bei Umfragen

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Mainz (ots) – Eine große Mehrheit der Befragten (80 Prozent) ist der Meinung, dass Angela Merkel wegen der Zusammenarbeit mit der Türkei in der Flüchtlingskrise zu viel Rücksicht auf den türkischen Präsidenten Erdogan nimmt. Diese Einschätzung wird von den Anhängern aller Parteien mehrheitlich geteilt. Nur insgesamt 14 Prozent sehen das nicht so (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden „weiß nicht“). Zudem bezweifeln ähnlich wie zuletzt 80 Prozent (April I: 82 Prozent; März: 79 Prozent), dass die Türkei in der Flüchtlingskrise ein verlässlicher Partner ist. Größtenteils unzufrieden sind die Deutschen auch mit dem Umgang der Kanzlerin mit dem Satiriker Jan Böhmermann und dessen Schmähgedicht. 62 Prozent stellen Merkel hier ein insgesamt schlechtes Zeugnis aus, nur 26 Prozent meinen, sie habe in diesem Zusammenhang ihre Sache eher gut gemacht. Neben mehrheitlicher Kritik in den Anhängerschaften aller anderen Parteien, ist Merkels Vorgehen im Fall Böhmermann auch in den eigenen Reihen umstritten. 44 Prozent der CDU/CSU-Anhänger stehen hier hinter Merkel, 44 Prozent nicht. TOP TEN: Merkel stürzt ab Die meisten Politiker und Politikerinnen werden jetzt schlechter bewertet als vor zwei Wochen, die größten Einbußen hat dabei Angela Merkel. Auf Platz eins der Liste liegt erneut Winfried Kretschmann mit einem Durchschnittswert von 2,2 (April I: 2,4), gefolgt von Frank-Walter Steinmeier mit 2,1 (April I: 2,2). Platz drei hält Wolfgang Schäuble mit 1,6 (April I: 2,1) und danach Malu Dreyer mit 1,2 (April I: 1,6), beide mit deutlichen Verlusten. Angela Merkel kommt auf Platz fünf, sie bricht stark ein und wird nur noch mit 0,9 (April I: 1,8) bewertet. Es folgen Gregor Gysi, er erhält ebenfalls 0,9 (April I: 0,8), Thomas de Maizière mit 0,7 (April I: 1,0), Sigmar Gabriel mit 0,5 (April I: 0,7) und Ursula von der Leyen mit 0,5 (April I: 0,7). Schlusslicht, bei geringfügig verbesserter Note, bleibt Horst Seehofer mit 0,3 (April I: 0,2).
Projektion
Nach einem leichten Zugewinn zu Monatsbeginn hat die CDU/CSU jetzt deutliche Einbußen. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme sie nur noch auf 33 Prozent (minus 3), ihr schlechtester Wert in dieser Legislaturperiode. Die SPD bliebe unverändert bei 22 Prozent. Dagegen könnte die Linke mit verbesserten 8 Prozent (plus 1) rechnen, und die Grünen könnten zulegen auf 14 Prozent (plus 2), ihr bester Wert seit der letzten Bundestagswahl. Die FDP erreichte 7 Prozent, die AfD 12 Prozent und die anderen Parteien zusammen 4 Prozent, alle jeweils unverändert. Damit gäbe es weiterhin nur eine Mehrheit für CDU/CSU und SPD, von den politisch denkbaren Dreierbündnissen würde es auch reichen für eine Koalition aus CDU/CSU, Grüne und FDP.
Islam und Grundgesetz
Die Aussage führender AfD-Politiker, wonach der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, lehnen knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten ab. In dieser Frage sind sich die Anhänger aller Parteien mehrheitlich einig, mit Ausnahme der AfD-Anhänger, von denen 70 Prozent dieser Äußerung zustimmen (stimme nicht zu: 22 Prozent). Dass die meisten in Deutschland lebenden Muslime die im Grundgesetz festgeschriebenen Werte akzeptieren, glauben insgesamt 52 Prozent der Befragten, 41 Prozent bezweifeln das.
Rente: Die meisten erwarten für die Zukunft große Probleme
88 Prozent der Deutschen rechnen damit, dass sich bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Zukunft große Probleme auftun werden, nur 10 Prozent erwarten das nicht. Mit Blick auf die eigene Situation im Alter sprechen 56 Prozent von einer guten finanziellen Absicherung, 42 Prozent fühlen sich schlecht abgesichert. Dabei gehen nur 42 Prozent der unter 35-Jährigen und 49 Prozent der 35- bis 59-Jährigen davon aus, im Alter finanziell gut versorgt zu sein. Bei den über 60-jährigen Befragten sagen das mit 72 Prozent aber fast drei Viertel. 34 Prozent geben an, dass die eigene Altersvorsorge nur aus der gesetzlichen Rente besteht, 62 Prozent, dass sie auch andere Formen der Absicherung haben.
Russland: Engere politische Zusammenarbeit erwünscht
In dieser Woche fand nach fast zwei Jahren wieder ein Treffen des NATO-Russland-Rats statt. Die meisten Deutschen (60 Prozent) fänden es gut, wenn der Westen und Russland künftig politisch enger zusammenarbeiten würden. Für 21 Prozent soll sich am Status quo nicht viel ändern und 14 Prozent sind für eine weniger enge Zusammenarbeit. Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 19. bis 21. April 2016 bei 1 226 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 32 Prozent, SPD: 23 Prozent, Linke: 10 Prozent, Grüne: 16 Prozent, FDP: 7 Prozent, AfD: 9 Prozent.

Flüchtlingslösungen
Kanada: Arabische Aktivisten veranstalten „Danke Türkei“-Festival

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Kanada: „Danke, Türkei-Festival“ Toronto (nex) – Arabische Aktivisten und NGOs haben in Kanada ein „Danke, Türkei-Festival“ organisiert. Das von arabischen NGOs ausgerichtete Event mit dem Ziel, der Türkei für ihren Umgang mit Flüchtlingen zu danken, stieß auf enormes Interesse. Das Festival, das in Mississauga auf dem Celebration Square stattfand, wurde unter der Leitung des Syrisch-Kanadischen Rates (SCC) von arabischen NGOs organisiert. Auch Türken aus der Region und der türkische Generalkonsul von Toronto, Erdeniz Sen, nahmen neben Hunderten anderen Menschen an der Veranstaltung teil. In seiner kurzen Eröffnungsrede dankte Sen den Organisatoren. Der Vorsitzende des Festivalorganisationskomitees und des Syrisch-Kanadischen Rates, Maher Trablousi, betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Türkei ihre Tore dem syrischen Volk in seiner schlimmsten Stunde sperrangelweit geöffnet habe, während andere sie dichtgemacht hätten.
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Trablousi fuhr fort: „So viel kann man dem türkischen Volk und dem türkischen Staat gar nicht danken, um das, was sie getan haben, zu würdigen. Nicht nur, dass die Türkei Millionen Menschen ihre Tore geöffnet hat, sie hat ihnen auch Nahrung, Gesundheitsservice und Bildungsmöglichkeiten und alles andere, was sie brauchen, gegeben.“ „Die Türkei ist ein Zentrum der Menschlichkeit“ Auch Samir Jisri, der Vorsitzende der Freiwilligen Syrischen Aktivisten (SAV), wiederholte, dass es gleichgültig sei, was sie täten oder sagten – es würde nicht reichen, um ihre Dankbarkeit zu zeigen. „Die Türkei ist ein Zentrum der Menschlichkeit“, unterstrich er. „Es ist gleichzeitig das erste Land, das sich zum richtigen Zeitpunkt für das syrische Volk erhob. Und sie weicht seit Jahren von diesem Weg nicht ab.“
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Dr. Asim Hoca, einer der Meinungsführer der in Kanada lebenden Syrer, wies darauf hin, dass sein Vater Türke und seine Mutter Syrerin sei. „Als wir vor Jahren vor der Unterdrückung Hafiz al-Assads hierher flohen, gab es kein Land, das uns half“, erzählte er. „Heute gibt es eine große türkische Republik, die den Unterdrückten, allen voran den Syrern, zur Seite steht und sie mit offenen Armen empfängt. Dafür ist kein Dank genug.“
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  Auch in anderen Ländern „Danke Türkei“-Festivals geplant Das von arabischen Politikern und Aktivisten in der Türkei organisierte „Danke, Türkei-Festival“ wurde am vergangenen Freitag eröffnet. Ziel des Events sei, die Rolle der Türkei aufzuzeigen, die sie in der Geschichte der Beziehungen zu den arabischen Ländern spiele und gespielt habe, so die Veranstalter. Das Festival steht unter dem Motto „Frieden und Geschwisterlichkeit“ und wird drei Tage dauern. Der renommierte islamische Rechtsgelehrte und Vorsitzende der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS), Yusuf al-Qaradawi, sagte in seiner Eröffnungsrede, die Türkei sei der einzige sichere Hafen für Muslime: „Die Türkei ist für alle Unterdrückten ein Ort der Zuflucht geworden. Sie hat Flüchtlinge aus Ägypten, Palästina, Syrien aufgenommen, die vor dem Tod geflohen sind. Die Türkei dient seit jeher dem Islam. Wir danken der Türkei nicht nur wegen der Dienste, die sie dem Islam in letzter Zeit, sondern im Laufe ihrer gesamten Geschichte erwiesen hat. Sie ist zu dem schönsten Hafen für die Flüchtlinge geworden.“    

Flüchtlingslösungen
Merkel lobt Türkei für Ausgabe von Arbeitserlaubnissen an Flüchtlinge

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Gaziantep (nex) – Bei ihrem Staatsbesuch in der Türkei bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Pressekonferenz nach dem Besuch eines Flüchtlingscamps in Gaziantep es als einen „sehr mutigen Schritt“ der Türkei, den syrischen Flüchtlingen Arbeitserlaubnisse auszustellen. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete es als einen „sehr mutigen Schritt“ der Türkei, den syrischen Flüchtlingen Arbeitserlaubnisse auszustellen. Merkel sprach auf der gemeinsamen Pressekonferenz über das Türkei-EU-Hilfsprogramm für syrische Flüchtlinge in Gaziantep. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk und der Erste Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans waren ebenso zugegen. Merkel beschrieb es als einen „sehr mutigen Schritt“ der Türkei, Arbeitserlaubnisse an die syrischen Flüchtlinge auszugeben.
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„Wir haben gesehen, dass die Syrer von der Gesellschaft herzlich aufgenommen werden“, so die Bundeskanzlerin. „Die Türkei ist das Land, das die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat. Die EU muss nun ihrerseits ebenfalls Verantwortung übernehmen.“ Merkel erklärte, es sei ihr wichtig gewesen, zu sehen, was für die Flüchtlinge getan werde und was bislang erreicht worden sei. Sie sagte, dass 120.000 Flüchtlingskinder in Gaziantep lebten und alle dank EU-Geldern zur Schule gehen würden und betonte: „Dies ist eine sehr wichtige Arbeit. Es gibt Eltern mit behinderten Kindern, die traumatisiert sind. Ich bin überzeugt, dass in dieser Angelegenheit gute Projekte realisiert werden können.“ Am vergangenen Mittwoch erklärte Merkel, das Ziel ihres Türkeibesuchs sei, neue Einblicke in die Lebensbedingungen der syrischen Flüchtlinge zu gewinnen und ihre Bedürfnisse zu ermitteln.Die EU und die Türkei hatten sich Ende letzten Jahres auf einen Aktionsplan zur Verbesserung der Lebensbedingungen syrischer Flüchtlinge in der Türkei und die Intensivierung des Kampfes gegen die Menschenschmuggler am Ägäischen Meer geeinigt. Die Türkei beherbergt mit 2,5 Millionen Syrern im Land weltweit die größte Zahl an syrischen Flüchtlingen.

Bergkarabach-Konflikt
CSU: „Stabilität im Südkaukasus ist von strategischer Bedeutung für Deutschland“

Berlin (eurasia/nex) – „Stabilität im Südkaukasus ist von strategischer Bedeutung für Deutschland“, hat der CSU-Bundestagsabgeordnete, Florian Hahn, in einer Rede betont. Dabei hat er die jüngste militärische Eskalation zwischen der Okkupationsmacht Armenien und Aserbaidschan um die Bergkarabach-Region kommentiert.
Am Samstag zitierte das Nachrichtenportal Azernews den CSU-Politiker wie folgt: „Das jüngste Wiederaufflammen des Konflikts in der Region von Nagorno-Karabach mit vielen Opfern sollte die internationale Gemeinschaft dazu drängen, eine friedliche Lösung zu finden. Eine militärische Konfrontation kann keine nachhaltige Lösung bringen. Beide Seiten müssen sich an den Waffenstillstand halten. Darüber hinaus ist die Minsk-Gruppe gefragter denn je. Die einschlägigen UN-Resolutionen sind zu respektieren.“
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Der Konflikt im Südkaukasus begann 1988, als Armenien dem aserbaidschanischen Turkstaat gegenüber Territorialansprüche geltend machte. Als Ergebnis militärischer Übergriffe haben armenische Truppen 1992 rund 20 Prozent des aserbaidschanischen Staatsterritoriums okkupiert. Im Jahr 1994 einigten sich die Konfliktparteien auf einen Waffenstillstand. Ferner erklärte der UN-Sicherheitsrat, dass sich Armenien aus Karabach zurückziehen müsse.  
Erschienen bei eurasianews.de