Kirche gegen AfD
Kardinal Woelki gegen AfDs Anti-Islam-Politik

Köln (nex) – Der Kardinal von Köln, Rainer Maria Woelki, hat den jüngst bekannt gewordenen Plänen der Alternative für Deutschland (AfD), sich ein „islamkritisches“ Programm zu geben, in einer Videobotschaft eine klare Absage erteilt. „Eine ganze Religion, ja, eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt“, bemerkte Woelki mit Blick auf den unter anderem von den Vizeparteichefs Beatrix von Storch und Alexander Gauland forcierten Versuch, Meme aus dem Bereich des antimuslimischen Rassismus wie von wegen „der Islam“ wäre eine „Ideologie“, die „nicht mit dem Grundgesetz vereinbar“ wäre, in das offizielle Programm einer politischen Partei zu reklamieren. Woelki wirft angesichts der offenkundigen Absicht der AfD, ein Sonderrecht für Muslime zu schaffen mit dem Ziel, diese gezielt zu schikanieren und in ihrer Religionsausübung zu behindern, die Frage auf, ob es nicht vielmehr diese politischen Ziele der AfD wären, die gegen das Grundgesetz verstoßen würden. „Wer Muslime, so wie die AfD-Parteispitze, verunglimpft, der sollte sich klar machen, dass Gebetshäuser und Moscheen hier genauso durch das Grundgesetz geschützt sind wie unsere Kirchen und Kapellen“, erklärte Woelki in seinem jüngst über domradio.de verbreiteten Statement. Ein Blick ins Grundgesetz hätte gereicht, so Woelki, um festzustellen, dass in Deutschland Religionsfreiheit gelte. So dürfe niemand, weder Christen noch Muslime, aufgrund seines Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden. „Nie wieder dürfen bei uns Menschen aufgrund ihrer Rasse, Herkunft oder Religion ausgegrenzt und verfolgt werden“, machte der Kardinal deutlich und zog den Schluss:  „Nein, solche Alternativen für Deutschland brauchen wir nicht!“ Die Botschaft Rainer Maria Woelkis folgt dem seit mehreren Jahrzehnten auch vom Vatikan verfochtenen Kurs, eine Solidarität unter den Gläubigen der Weltreligionen aufzubauen, um die religiösen Rechte aller gegen deren Infragestellung durch säkularistische Ideologien zu verteidigen. Von Europa ausgehend hatten vor allem politische Ideologien wie Kommunismus, Nationalsozialismus oder auch ein radikaler Säkularismus aktiv versucht, die Ausübung von Religion und die Weitergabe religiöser Überlieferungen zurückzudrängen und zu unterminieren, um auf diese Weise Konkurrenz zur jeweiligen verbindlichen Staatsideologie auszuschalten. In Parteien der AfD engagieren sich jedoch zahlreiche Christen, die glauben, die Zurückdrängung der religiösen Konkurrenz in Form des Islam durch den Staat würde ihnen am Ende größeren Spielraum ermöglichen, um das in Europa immer stärker an Bedeutung verlierende Christentum wiederzubeleben. Auf den Rückhalt Kardinal Woelkis können sie dabei offenbar nicht zählen.

London
Einseitige Türkei-Darstellung: Britische Medienaufsicht ermittelt gegen russische RT

Untersuchung gegen russischen Sender RT in Großbritannien wegen einseitiger Türkei-Kritik eingeleitet London (nex) – Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht zurzeit, ob ein Verstoß des staatseigenen russischen Multichannel-Netzwerks RT gegen die Rundfunkregeln vorliege, weil es die türkische Regierung kritisiert habe, ohne einer Gegendarstellung Raum zu bieten. Die Behörde teilte mit, dass eine Beschwerde über die am 5. und 23. März ausgestrahlten Ausgaben der eigens für das britische Publikum entwickelten „Going Underground“-Show des englischsprachigen Senders eingegangen sei. In den besagten Ausgaben wurde die Politik der türkischen Regierung und ihr Umgang mit der kurdischen Bevölkerung kritisiert. In einer Sequenz der Sendung vom 5. März ist ein Gast zu sehen, der behauptet, dass die Türkei „einen genoiziden Krieg“ gegen die kurdische Bevölkerung führe. Dabei wird einer gegenteiligen Meinung kein Raum geboten. Die in Großbritannien geltenden Regeln für Rundfunkanstalten sehen vor, dass Sender mit Sitz in Großbritannien – wie eben RT – verpflichtet sind, in ihren Nachrichtensendungen die „Unparteilichkeit“ zu wahren. Ein Ofcom-Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Wir untersuchen zurzeit, ob während der Diskussion in der Sendung über die Politik und Handlungen der türkischen Regierung gegen unseren Grundsatz der Unparteilichkeit verstoßen wurde.“ RT hat in der Vergangenheit bereits 14 Mal Regeln der Ofcom verletzt. Die letzten vier Male fanden im September 2015 statt, in deren Folge RT in der Sendezeit eine schriftliche Erklärung der Medienaufsichtsbehörde verlesen musste. Das Netzwerk, das sich früher Russia Today nannte, wurde von der russischen Regierung gegründet und ging 2005 an den Start.

"Lokomotive für großartige Führung und Humanität"
Erdogan-Hetze trägt Früchte: Zahl der Anhänger nimmt weltweit zu

Führerschaft des türkischen Präsidenten wird in Südafrika gelobt Kapstadt (nex) – Gemeindevertreter aus Ägypten, Marokko, dem Irak, Palästina und Somalia sind sich einig, dass Erdogan ein ‚Rollenmodell‘ für die muslimische Welt darstellt. Gemeindevertreter aus Ägypten, Marokko, dem Irak, Palästina und Somalia haben während einer Veranstaltung im südafrikanischen Kapstadt die Führung des türkischen Präsidenten gelobt und als eine Quelle der Inspiration für die muslimische Welt bezeichnet. Mehrere Teilnehmer des Events schwenkten Türkeiflaggen und hielten Poster von Recep Tayyip Erdogan hoch. Der Vertreter der palästinensischen Gemeinde, Basel Bagria, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Nun, warum danken wir Erdogan? Deshalb, weil er ein Rollenmodell für Führerschaft darstellt, wonach alle muslimischen Länder streben. Die Türkei ist zu einem Zentrum für alle Muslime der Welt geworden.“
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„Der Westen beklagt sich über die syrischen Flüchtlinge, die Türkei aber hat ein System geschaffen, das allen Syrern Würde gibt und Weiterentwicklung ermöglicht.“ Nach den Worten des somalischen Gemeindevertreters Abdullah Ali Hassan hat Erdogan mit seinem Somaliabesuch im Jahr 2011 das Land der Welt geöffnet. „All die mächtigen Staaten zögerten zu helfen. Sie redeten nur“, erklärt Hassan auf der Veranstaltung. „Erdogan hat die negative Wahrnehmung Somalias geändert und lässt jetzt die größte diplomatische Basis in Mogadischu errichten.“ Somalia entwickle sich kontinuierlich in Richtung Stabilität. Noch in diesem Jahr würden Wahlen stattfinden, ergänzte er. Hassan fügte hinzu, dass die Schlüsselfrage nun sei: „Wie viele Erdogans braucht die Welt noch?“ Der marokkanische Wissenschaftler Mustapha Saidi sagte, dass Erdogan die „Lokomotive“ für großartige Führung und Humanität sei.
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„Die Türkei führt die muslimische Welt an, selbst muslimische Minderheiten auf der ganzen Welt kommen in den Genuss von Erdogans Projekten“, sagt Saidi.” Der Vertreter der irakischen Gemeinde, Omar Saidi’ul Naimi betonte: „Ich bin stolz auf Erdogan als ein Führer – was ich leider nicht über die Machthaber meines eigenen Landes behaupten kann.Sehen Sie doch nur, wie die Türkei sich entwickelt.“ Die Veranstaltung wurde vom Vertreter der ägyptischen Community, Aadil Abdullah geleitet, der auch darauf hinwies, wie der türkische Präsident an die Macht kam und wie er die Türkei durch seine „Werte und Tugenden“ im Erfolg einte.
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Neo-Rassismus
Islamfeindlichkeit in Europa: Muslimische Politiker ohne Chancen

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Brüssel (nex) – Das Wiederaufblühen von Rassismus und Intoleranz in Europa richtet sich nun auch gegen muslimische Politiker, die von europäischen Parteien auf Wahllisten gesetzt worden waren, um Stimmen aus der Einwanderercommunity anzuziehen. Einige von ihnen wurden nach Hetzkampagnen und auf der Basis haltloser Anschuldigungen zum Rückzug gedrängt, andere haben sich dem Druck nicht gebeugt. Schwerpunkte der Kampagnen sind Belgien und die Niederlande, aber auch in Schweden, Deutschland und Großbritannien hat es jüngst Vorfälle dieser Art gegeben. Aufhänger für Kampagnen gegen muslimische Politiker sind unter anderem vermeintliche Kontakte zu angeblich oder tatsächlich von Extremisten beeinflussten Nichtregierungsorganisationen oder unbequeme Standpunkte in Fragen wie etwa dem so genannten „Armenischen Genozid“. In Großbritannien beschuldigte etwa der konservative Kandidat für das Amt des Bürgermeisters, Zac Goldsmith, seinen Gegner Sadiq Khan, dieser unterhalte Verbindungen zu Radikalen. In Schweden räumte vor einer Woche der den Grünen angehörige Wohnbauminister Mehmet Kaplan sein Amt, nachdem ihm im Rahmen einer heftigen Medienkampagne angebliche Kontakte zu Anhängern der Terrormiliz IS (Daesh) und eine Nähe zu den „Grauen Wölfen“ nachgesagt worden war. „Ich habe keinen Einfluss darauf, wer zu Veranstaltungen kommt oder nicht“, hatte Kaplan bezüglich wiederholter Vorwürfe wegen der Teilnahme an Treffen erklärt, an denen auch Extremisten teilgenommen haben sollen. Alle betreffenden Organisationen, bei denen er zu Gast war, seien in Schweden legal. „Man hat versucht, mich als Rassisten und radikalen Islamisten darzustellen, obwohl meine Partei und ich immer gegen Rassismus, Islamophobie, Antisemitismus und jede Art von Extremismus eingetreten sind“, erklärte Kaplan. Der Rücktritt fiel in eine Phase von Spannungen innerhalb des rot-grünen Minderheitenkabinetts unter Premierminister Stefan Lofven in Schweden. Auch das Grünen-Mitglied Yasri Shamsudin Khan, gleichzeitig Generalsekretär der „Schwedischen Muslime für Frieden und Gerechtigkeit“, hat die Partei verlassen, nachdem innerhalb der eigenen Reihen eine Kampagne gegen ihn geführt wurde. Grund dafür war, dass er einer schwedischen Journalistin nicht die Hand geschüttelt, sondern diese stattdessen mit Hand auf der Brust und Verbeugung begrüßt hatte. Auch Yasin Ipek, ein Stadtrat in Sigtuna, wurde zum Rückzug gedrängt, nachdem er an einer Iftar-Veranstaltung einer NGO teilgenommen hatte, die den Grauen Wölfen nahe stehen soll. „Eine PKK-Sympathisantenmafia aus türken- und islamfeindlichen Journalisten in den schwedischen Medien führt eine unglaubliche Kampagne, um junge türkische und muslimische Politiker aus ihren Ämtern zu vertreiben“, erklärte Ipek. Die parteilose Hamburgische Bürgerschaftsabgeordnete Nebahat Güclü, die aus einem ähnlichen Grund zum Austritt aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen gedrängt worden war, sagte, dass die Führungen der politischen Parteien Politiker aus Einwanderercommunitys zwar als Stimmenmagnete akzeptieren, aber sie von der Entscheidungsfindung ausschließen wollten.

Bundesligatourismus
Über 300 Millionen Euro Tourismuseinnahmen durch die Bundesliga

Dortmund (nex) – In dieser Bundesligasaison kämpfen wieder 18 Teams um Punkte, Platzierungen und den Meistertitel. Etwa 13 Millionen Zuschauer werden die Spiele insgesamt verfolgen. Davon werden 1.377.000 Fans ihre Mannschaft auch auswärts unterstützen, was verschiedenen lokalen Unternehmen riesige Einnahmen bescheren wird. Dies berichtet GOEURO Für die gesamte Tourismusindustrie bedeutet die aktuelle Bundesligasaison Einnahmen in Höhe von 301.710.000 €. Diese Zahl bedeutet Platz 2 in Europa – hinter der englischen Premier League – und das obwohl in der Bundesliga, anders als in den anderen europäischen Topligen, nur 18 anstatt 20 Mannschaften antreten und es dementsprechend weniger Spiele gibt. Den größten Gewinn wird Dortmund mit 28.000.000 € erzielen. Ingolstadt kann dagegen nur etwa 5.000.000 € Einnahmen erwarten. Besonders ausdauernd müssen die Fans von Hertha BSC Berlin sein, die bei Auswärtspielen am Ende der Saison über 17.000 Kilometer Reiseweg hinter sich bringen. Die Frankfurter und Darmstädter Fans legen dagegen weniger als 10.000 Kilometer zurück. Die Studie bezieht sich auf die Einnahmen durch landesweiten und lokalen Transport, Übernachtungen sowie Essen und Getränke. Die Ticketpreise für die Spiele wurden nicht mit einbezogen. Die Zahlen stammen aus Daten von Deutschland Tourismus und UNWTO, Ergebnisse von Public Catering über die Saison 2014/15 der 1. und 2. Bundesliga, Preise des lokalen Nahverkehrs sowie GoEuros eigener Übernachtungs-, Bier-, und städtischer Verkehrspreisindex. Für die Transportbranche wurden Durchschnittspreise aus der Datenbank von GoEuro verwendet.

Gesundheitsschutz aus der Muttermilch
Ernährung mit Muttermilch fördert die Gehirnentwicklung

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Baar/Berlin (ots) – Liebe und eine optimale Ernährung sind für das Gedeihen von Babys besonders wichtig. Die Ernährung mit Muttermilch verbindet für gesunde Säuglinge beides: engen Kontakt zur Mutter und eine an den individuellen Bedarf des Kindes angepasste Versorgung mit Nähr- und Schutzstoffen. Auch für zu früh Geborene leisten Muttermilch und möglichst früher Hautkontakt mit den Eltern einen entscheidenden Beitrag. Auf dem von Medela zum elften Mal organisierten Still- und Laktationssymposium in Berlin diskutierten neun Wissenschaftler aus fünf Ländern mit über 400 Teilnehmern aus 41 Ländern die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zur Bedeutung der Muttermilch und die Umsetzung der Erkenntnisse in die klinische Praxis. Für Associate Professor Donna Geddes, University of Western Australia, Perth, spielen schon Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre eine zentrale Rolle, um nicht übertragbaren, chronischen Erkrankungen im späteren Leben vorzubeugen. Vor allem Muttermilch mit ihrem genau auf den Bedarf des Säuglings zugeschnittenen Gehalt an Nährstoffen und einer einzigartigen Vielfalt an bioaktiven Inhaltsstoffen verringert das Risiko für Übergewicht im späteren Leben. Gestillte Kinder erkranken seltener an einem Metabolischen Syndrom, das seinerseits als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus gilt. In den ersten fünf Lebensjahren finden im Gehirn bedeutende Entwicklungen statt. Dazu gehört die für die Nachrichtenübermittlung wichtige Vernetzung, bei der vor allem die myelinisierte weiße Substanz eine Rolle spielt. Associate Professor Sean Deoni, Brown University, Providence/USA, fand heraus, dass sich bei ausschließlich gestillten Kindern eine verstärkte Entwicklung der myelinisierten weißen Hirnsubstanz zeigte. Zudem waren die visuellen Fähigkeiten, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und das Sprachverständnis der gestillten Kinder besser. Diese Ergebnisse unterstützen die Erkenntnis, dass die Ernährung mit Muttermilch die Gehirnentwicklung fördert. Die in Deutschland lehrenden Ärzte und Professoren Matthias Keller, Susanne Herber-Jonat und Thomas Kühn wie auch Josef Neu aus Florida betonten eindringlich den Wert der möglichst frühen Gabe von Muttermilch an zu früh Geborene auf der Intensivstation. Muttermilch bietet Schutz vor der nekrotisierenden Enterokolitis (NEC) und ist in vieler Hinsicht prägend für eine gute Langzeitentwicklung.

Organisierter Pflegebetrug
SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert Konsequenzen aus Pflege-Betrugsskandal

Bonn (ots) – Nach der Aufdeckung krimineller Machenschaften und schweren Betrugs im Pflegebereich hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) Gesetzesänderungen und eine Verstärkung staatlicher Vorkehrungen gegen diese Form von Kriminalität gefordert. „Wir brauchen eine Schwerpunkts-Staatsanwaltschaft und spezielle Ermittler für organisierten Pflegebetrug“, erklärte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende in der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender phoenix. Auch seien die gesetzlichen Möglichkeiten nicht ausreichend: „Diese zum Teil mafiösen Strukturen bekommen wir mit den jetzigen Gesetzen nicht in Griff“ stellte Lauterbach klar und verlangte Reformen angesichts eines Schadens, der bei über einer Milliarde Euro liegen könnte. Bislang lasse sich das Ausmaß des Schadens für die Krankenkassen noch gar nicht überblicken. „Die Aggressivität, mit der betrogen wurde, ist ohne Beispiel, die Tiefe dieser Kriminalität erschreckend“, so der Sozialdemokrat weiter. Pflegedienste, Ärzte, Apotheker, Sanitätshäuser und sogar Angehörige hätten zum Teil gemeinsame Sache gemacht. „Wir müssen deshalb mit aller Härte vorgehen, denn es gilt, das Vertrauen in die Pflege zu schützen“, so Lauterbach.

Terror-Touristen
Irak: Behörden der kurdischen Autonomieregion nehmen immer wieder ausländische Kämpfer der YPG fest

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Drei ausländische YPG-Kämpfer aus dem Gefängnis entlassen, befinden sich nun auf dem Nachhauseweg Erbil (nex) –  Drei Ausländer, die auf der Seite der syrisch-kurdischen PKK-Ablegers „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) gekämpft hatten, wurden am gestrigen Sonntag freigelassen, nachdem sie zuvor an der irakisch-syrischen Grenze auf dem Weg in die kurdische Autonomieregion festgenommen worden waren. Zwei Briten, Jac Holmes und Joe Ackerman sowie ein Ire, Joshua Molloy, wurden in Sindschar wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen und zehn Tage lang von der kurdischen Autonomieregion (KRG) in Erbil festgehalten. Joshua Molloy (24) ging zum ersten Mal im März 2015 in die kurdischen Autonomiegebiete in Nordsyrien. Zuvor hatte er seinen vierjährigen Militärdienst in der britischen Armee abgeleistet. Es waren die Verbrechen des IS (Daesh), besonders das Massaker an den Jesiden in Sindschar, die ihn dazu bewogen, sich den YPG anzuschließen.
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PKK: Immer mehr Ausländer und weniger Kurden


Molloys Vater, Declan Molloy, erzählte dem staatlichen Sender RTE, dass sein Sohn sich nicht als Freiheitskämpfer betrachtet habe, sondern der Meinung gewesen sei, sich im humanitären Bereich zu engagieren. Jac Holmes, ein IT-Angestellter, war 22 Jahre alt, als er im Januar 2015 nach Syrien ging, um gegen den IS (Daesh) zu kämpfen. Er hatte keinerlei militärische Erfahrung, fühlte sich jedoch moralisch verpflichtet, sich dem Kampf gegen den IS (Daesh) anzuschließen. „Das ist eine schreckliche Terrororganisation, sie versklaven Menschen, sie plündern – sie denken, dass ihre Version des Islams ihnen dieses Recht gibt“, zitierte BBC Holmes. „Jeder mit gesundem Menschenverstand sieht, dass es daran nichts Religiöses oder zu rechtfertigen gibt.“ Holmes wurde während eines Versuchs, ein IS-Dorf einzunehmen, in den Arm geschossen. Er kehrte zur medizinischen Behandlung nach Großbritannien zurück und schloss sich anschließend wieder den YPG an. Nach seiner Freilassung am gestrigen Sonntag postete er auf Facebook: „Bin raus aus dem Gefängnis, Leute, danke für eure Unterstützung.“ Joe Ackermans Statusmeldung auf Facebook lautete lediglich: „Frei.“ Auch Ackerman ist ein ehemaliger Soldat. Kurdische Medien berichteten, dass Ackerman sich den YPG anschloss, nachdem das Versagen des Westens gegenüber dem IS (Daesh) ihn desillusionierte. „Keiner sonst schien irgendetwas zu unternehmen“, wurde er von Kurdish Daily News zitiert. Ausländer, die die Grenze in die kurdische Autonomieregion illegal überqueren, müssen mit einer einmonatigen Gefängnisstrafe rechnen. Für abgelaufene Visa gilt eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 US-Dollar pro Monat. Molloys Vater bezeichnete es als „eine Ironie“, dass sein Sohn, der Kurden habe helfen wollen, nun von kurdischen Behörden festgenommen worden sei. Westliche Staaten warnen ihre Staatsbürger vor Reisen nach Syrien und in den Irak sowie davor, sich dem Kampf gegen den IS (Daesh) anzuschließen, da man sonst bei Rückkehr in den Heimatstaat mit einer Strafanzeige rechnen müsse. Trotz dieser Warnungen haben sich bislang Hunderte Menschen aus Nordamerika und Europa auf den Weg gemacht, sich den kurdischen Kämpfern anzuschließen. Die Konsulate organisieren momentan die Rückreise der drei Männer in ihre Heimatländer.

Trauer um Wolfgang "Wölli" Rohde
Ex-Schlagzeuger der „Toten Hosen“ gestorben

Düsseldorf (nex) – Der ehemalige Schlagzeuger der Toten Hosen, Wolfgang Rohde, den alle nur „Wölli“ nannten, erlag seiner Krankheit. Er wurde 66 Jahre alt. Vor zwei Jahren wurde bei Rohde Krebs diagnostiziert. Zuerst war die Lunge betroffen, dann auch eine Niere. Das berichtet die „Rheinische Post“. Die Düsseldorfer Band Die Toten Hosen entwickelte sich aus der deutschen Punkbewegung heraus und wurde 1982 gegründet. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Punkrockbands.        
   

Anrecht auf entspanntes Einkaufserlebnis
Zu laut geweint: Mutter mit zweijährigem Kind aus Supermarkt geworfen

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München (nex) – Nach einem skandalösen Vorfall in einem Supermarkt in Fürth sah sich der Handelsverband Bayern e.V. zu einer Stellungnahme veranlasst. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, soll eine Mutter in einer Edeka-Filiale in Fürth aufgefordert worden sein, das Einkaufszentrum zu verlassen. Der Grund: Ihre zweijährige Tochter habe lautstark geweint. Das Kind habe weder randaliert noch Regale ausgeräumt, beteuerte die 27-Jährige, es sei einfach müde gewesen. Der Vorfall hat zu einem Sturm der Empörung in den sozialen Netzwerken geführt. Die Geschäftsleitung ihrerseits erklärte, sie habe die Mutter lediglich gebeten, „dafür zu sorgen, dass die übrigen Kunden ihr Recht auf Einkaufen in entspannter Atmosphäre wahrnehmen können“. Der Handelsverband Bayern selbst spricht von einem „Missverständnis“. Uwe Werner, der Bezirksgeschäftsführer für Mittelfranken, plädierte gegenüber FOCUS Online für gegenseitige Toleranz beim Shopping, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Er erklärte, dass unabhängig von diesem Einzelfall „Kinder in unserer Gesellschaft natürlich einen hohen Stellenwert“ genießen würden, und man deshalb „eine gewisse Nachsicht in Hinblick auf eine etwaige Lärmbelästigung“ erwarten könne. Auf der anderen Seite hätten die Kunden eines Supermarktes „natürlich ein Anrecht auf ein entspanntes Einkaufserlebnis und Eltern auch eine gewisse Verantwortung“. Kinder seien aber selbstverständlich in allen Fürther Geschäften willkommen.