Islamverbot
AfD-Chefin Frauke Petry für „staatliche Überwachung von Moscheen“

Bonn (ots) – Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry stellt sich nicht nur gegen islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen, sondern will auch den christlichen Religionsunterricht in der bisherigen Form verändern. „Ein islamisch gebundener Religionsunterricht an deutschen Schulen ist nicht zielführend. Wir sollten viel eher darüber reden, dass es generell einen konfessionsungebundenen Unterricht im Sinne einer Religionswissenschaft an deutschen Schulen gibt“, äußerte sich Petry im Fernsehsender phoenix am Rande des Bundesparteitags in Stuttgart. Auf diese Weise könnten sich alle Schüler über die Inhalte von Religion informieren. Die AfD-Chefin stimmte dem Unions-Fraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, zu, der eine staatliche Überwachung von Moscheen gefordert hatte. Das sei ein „Schritt in die richtige Richtung“, um das Predigen in arabischer Sprache in Moscheen und Koranschulen zu unterbinden. „Aber das geht uns noch nicht weit genug, weil wir grundsätzlich darüber sprechen müssen, welche islamische Symbolik in Deutschland erlaubt sein soll.“ Jörg Meuthen, neben Petry ebenfalls Bundesvorsitzender der AfD, gab sich optimistisch, dass seine Partei auch künftig Wahlsiege feiern könne. „Ich sehe uns auf dem besten Weg in den Bundestag. Die Konservativen in Deutschland hatten bis zum Erscheinen der AfD keine Heimat mehr. Wir sind dann in eine Marktlücke vorgedrungen“, meinte Meuthen.

Krieg gegen den Terror
Syrien: Israelische Waffen auf dem Weg zum IS abgefangen

Tel Aviv (nex) – Wie die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ und syrische Medien berichten, haben Soldaten der syrischen Armee eine Waffenlieferung aus israelischer Produktion abgefangen. Die Waffen hätten sich auf dem Weg zu Kämpfern der Terrormiliz IS befunden. Bei den Waffen handele es sich um Raketenwerfer, Mörsergranaten, Minen und Handgranaten. Der Wagen sei im Südwesten Syriens nahe Al-Suweida angehalten worden. Wie israelische Waffen in die Hände des IS kommen konnten, sei noch unklar. Der Fahrer des Wagen sei bei der Kontrolle erschossen worden.

Völkermord an Tscherkessen
Wie Russland die Tscherkessen verhöhnt und die westeuropäische Öffentlichkeit dabei wegsieht

Istanbul (nex) – Jedes Jahr am 21. Mai gedenken Tscherkessen weltweit des Völkermordes, den das zaristische Russland an ihrer Volksgruppe im 19. Jahrhundert verübt hat. Neben politischen Demonstrationen werden auch wissenschaftliche Konferenzen veranstaltet, es werden Mahnwachen mit Kerzen abgehalten oder auch Blumenkränze ins Meer geworfen in Erinnerung an diejenigen, die bei der gefährlichen Überfahrt von der östlichen Schwarzmeerküste ins osmanische Exil im Meer ertrunken sind. Der 21. Mai 1865 hatte nicht das Ende des Genozids dargestellt, er markierte vielmehr einen traurigen Höhepunkt und steht für den zynischen Triumph der Sieger. Nachdem im April/Mai 1864 im Zuge eines blutigen kolonialen Unterwerfungskrieges mit den Abazinen und Achipsou die letzten widerständigen Stämme der Tscherkessen geschlagen worden waren, trafen die verschiedenen Truppenteile der zarischen Armee auf der Hochebene von Krasnaja Poljana (tscherkessisch: Kbaade) zusammen und hielten dort an besagtem 21. Mai 1865 eine Militärparade sowie einen Dankesgottesdienst ab, mit dem sie das Ende der russisch-kaukasischen Kriege feierten. Zur gleichen Zeit kampierten an den Ufern des Schwarzen Meeres noch zehntausende Tscherkessen, die dort unter widrigsten Umständen darauf warteten, ins Osmanische Reich deportiert zu werden und dort massenhaft Hunger, Seuchen und den Folgen der Kriegshandlungen erlagen. Nach einer kurzen Phase der Öffnung Anfang der 1990er Jahre ist im heutigen Russland ein Gedenken an dieses traurige Kapitel der Geschichte des Vielvölkerreiches Russland erneut unerwünscht und wird von offizieller Seite nach Kräften behindert. Museumsausstellungen werden entfernt, unliebsame Direktore erhalten die Kündigung, Archivmaterial bleibt unter Verschluß, tscherkessische Aktivisten werden schikaniert und bedroht, ausländischen Journalisten mit Interesse an den Tscherkessen stellt der FSB nach und bei tscherkessischen Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen müssen Teilnehmende damit rechnen, willkürlich verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen zu werden.
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Jedoch geben sich die russischen Behörden mit Repression und Verhinderung alleine nicht zufrieden, sie setzen vielmehr eigene, auch erfundene Traditionen und moderne Massenevents dagegen. Immer wieder wird das historische Narrativ bemüht, der Nordkaukasus habe sich freiwillig in den Verband des russischen Reiches begeben und dies sei zum Vorteil auch der einheimischen Bewohner gewesen, diese hätten von dieser “Vereinigung” im Sinne des zivilisatorischen Fortschrittes profitiert. Dies schlägt sich u.a. in einer Denkmalskultur nieder, innerhalb derer der russischen Kriegsverbrecher, nicht deren Opfer, gedacht wird. Im November 2015 wurde im Kurort Sotschi zum “Tag der Stadt” eine Büste des Zaren Alexander II. errichtet, also ausgerechnet jenes russischen Herrschers, der am 10. Mai 1862 seine Unterschrift unter das folgenträchtige Dokument zur “Umsiedlung” der Tscherkessen gesetzt hatte und damit die Endphase des Genozids überhaupt erst ermöglicht und offiziell sanktioniert hatte. Das Denkmal bildet einen Teil der “Allee des russischen Ruhms”, Alexander II. wird als “Befreier” präsentiert. Russische Behörden beriefen sich zur Erklärung dieses Beinamens auf die Reformpolitik von Alexander II. und insbesondere auf dessen Bemühungen um die Aufhebung der Leibeigenschaft. Kritiker des Denkmals wiesen jedoch darauf hin, dass es in der Gegend um Sotschi gar keine Leibeigenen gegeben habe. Die Botschaft des Denkmals bleibt damit eine höchst ambivalente. Als Reaktion auf diesen Affront wurde denn auch von tscherkessischer Seite eine (bislang rein russischsprachige) Petition ins Leben gerufen, die die Beseitigung des Denkmals in Sotschi fordert und insbesondere fragt, ob der Begriff “Befreier” sich etwa auf die “Befreiung” der Gegend von Sotschi von der einheimischen Bevölkerung beziehe. Am 30. Dezember 2015 traf eine Antwort der Stadtverwaltung von Sotschi ein, die auf ausschweifende Weise noch einmal die “historischen Verdienste” von Alexander II. darlegte und sich darauf berief, dass in der heutigen Zeit in der Gegend von Sotschi mehr als 110 Nationen und Nationalitäten lebten, diese sähen Alexander II. als Teil der “ruhmvollen Geschichte des heimischen Russischen Staates” an.
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In einem ähnlich gearteten Manöver verkündete der Kurort Krasnaja Poljana im Januar 2016 auf seiner Webseite, der “Tag der Stadt”, eine Art Festival zur Volksbelustigung mit Jahrmarkt, sportlichem Wettbewerb, Auftritten von Künstlern und weiterem Vergnügungsprogramm, sei vom September auf den 21. Mai verschoben worden. Auf Proteste der tscherkessischen Community hin wurde diese Meldung stillschweigend abgeändert. Jetzt ist dort nur noch “von September auf Mai verschoben” zu lesen, das genaue Datum werde noch bekanntgegeben, heißt es. Ein Vertreter der Stadtverwaltung soll mittlerweile versichert haben, es werde nicht am 21. Mai gefeiert, dies sei “politisch nicht korrekt”; als verbindlich muss diese Aussage aber bislang wohl nicht gewertet werden. Immerhin als Geschmacklosigkeit, wenn auch nicht unbedingt als gezielter Affront, wurde von Seiten der internationalen tscherkessischen Diaspora wahrgenommen, dss  im April 2016 im Rahmen des sogenannten “Boogel Woogel Karneval” im Skiresort Rosa Chutor bei Krasnaja Poljana ein Massenevent stattfand, bei dem über tausend Teilnehmer einen Weltrekord im Skifahren in Badebekleidung (Bikinis und Badehosen) aufstellen wollten. Während repressive Maßnahmen und gezielte Provokationen von russischer Seite gegenüber den Tscherkessen in der westeuropäischen Öffentlichkeit immer noch allzu oft stillschweigend übergangen werden, hatten sich sowohl das ZDF (im heute Xpress) als auch die European Press Agency für die spärlich bekleideten Sportler interessiert und über den Guiness-Versuch berichtet. Die Symbolik des Ortes blieb dabei außen vor. Ein würdevolles Gedenken an den an den Tscherkessen verübten Völkermord gestaltet sich unter diesen Umständen sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene äußerst schwierig. Bislang haben sich westeuropäische Medien nicht einmal dazu durchringen können, regelmäßig zum Jahrestag des 21. Mai 1864 über diesen noch weitgehend unbekannten Völkermord zu berichten und damit eine Art historische Erstaufklärung zu leisten. Russland hat damit im Großen und Ganzen gegenüber den Tscherkessen freie Hand. Irma Kreiten

„Migration ist gut für Europa“
Historiker: „Europas Angst vor Migranten ist absurd“

„Mein ganzes Leben lang war ich ein Migrant“ Istanbul (nex) – Der 91-Jährige, der 1924 in Rumänien zur Welt kam, aber sein ganzes Leben in der Türkei und den USA verbrachte, ist ein renommierter Wissenschaftler und Autor von mindestens einem Dutzend Büchern über die Geschichte des Osmanischen Reichs und Politikwissenschaft. „Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, 100 Prozent nur in einem Land zu leben“, erklärt Karpat, der an zahlreichen US-amerikanischen Universitäten als Dozent für Sozialwissenschaften tätig war. New York University, Princeton, Harvard, John Hopkins University und Columbia sind nur einige davon. „Überall, wohin ich gehe, ist Zuhause und doch ist gleichzeitig keins davon Zuhause“, fügt er hinzu.
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„Aber wenn Sie mich fragen, nun, ich fühle mich in jedem Land zuhause, in dem ich lebe“, unterstrich Karpat am vergangenen Mittwoch auf einer Konferenz an einer Istanbuler Universität. „Ich gehe nach Rumänien, meinem Geburtsort, und fühle mich dort zu 100 Prozent zuhause. Einen Tag später komme ich in der Türkei an und vergesse, dass ich zuvor woanders gelebt hatte.“ Während viele europäische Länder Maßnahmen zur maximalen Eindämmung der Migrations- und Flüchtlingsströme ergriffen haben, vertritt Karpat die Auffassung, dass die Migration doch ein positives Phänomen für die Gesellschaft sei. „Grundsätzlich ist Migration gut für Europa, weil sie Europa Arbeitskräfte liefert“, so Karpat. „Die Bevölkerung Westeuropas schrumpft oder wächst nicht stark genug, um den Arbeitskräftebedarf zu decken. Deutschland hat eine Million Flüchtlinge aufgenommen – warum? Weil Deutschland Arbeitskräfte braucht.“ Karpat nennt Beispiele für Erfolgsgeschichten von Menschen mit Migrationshintergrund wie den reichsten Mann der Welt, Carlos Slim, einen mexikanischen Geschäftsmann, dessen Vater aus dem Libanon stammte oder den Apple-Gründer Steve Jobs, der Sohn eines syrischen Einwanderers war. 2015 machten sich immer mehr Migranten, zumeist Syrer, die vor Krieg und Verfolgung flohen, auf den gefährlichen Weg nach Europa, das infolgedessen derzeit die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt. „Europa war darauf nicht vorbereitet, eine so große Zahl Menschen innerhalb so kurzer Zeit aufzunehmen“, meint Karpat. Im Februar dieses Jahres warnte der EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, davor, dass der Schengen-Raum komplett zusammenbrechen werde, wenn die 28 Mitgliedsstaaten keine Maßnahmen zur Eindämmung der Migrations- und Flüchtlingsströme ergriffen. „Anstatt die Fehler und Mängel zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu deren Behebung zu ergreifen, hat Europa eine migrations-, islam- und fremdenfeindliche Kampagne gestartet“, betont Karpat in Bezug auf das Erstarken der rechtsextremen, ausländerfeindlichen Parteien quer durch Europa. Karpat weist auf die Angst in Europa hin, dass eine wachsende Zahl an Einwanderern seine soziale Ordnung, Sitten und Traditionen durcheinanderbringen werde. Diese Angst sei absurd, sagt er, weil die eine Million Migranten, die 2015 nach Europa gekommen seien, im Vergleich zu den 700 Millionen Einwohnern Europas eine verschwindend kleine Zahl darstellten. „Leider ist es jedoch ein menschliches Phänomen, dass Neuankömmlinge von den alten Mitgliedern einer alten Bevölkerung immer misstrauisch beäugt werden“, schloss Karpat.

Sieg der Meinungsfreiheit
Uni-Duisburg: AStA und PKK-Anhänger können Vortrag nicht verhindern

Duisburg (nex) – Wie bereits im Vorfeld befürchtet wurde, konnte die Vortragsveranstaltung des „Vereins Türkischer Studenten“ mit dem Historiker Şahin Ali Söylemezoğlu, der zum Thema „Terror in Istanbul 1896“ im Audimax der Universität Duisburg referieren sollte, nicht ohne Störungen vonstattengehen. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der AStA der Universität das Rektorat aufgefordert, diese nicht stattfinden zu lassen, da die kritische Haltung des Referenten zum so genannten „Armenischen Genozid“, wie die Ereignisse rund um die Deportation armenischer Bevölkerungsteile 1915/16 im Osmanischen Reich im westlichen Mainstream genannt wird, dort nicht auf Zustimmung stieß. Die Ereignisse von 1915 waren allerdings gar kein Thema des Vortrages. Nachdem der Rektor diesem Ansinnen nicht nachgekommen war, rief der AStA zu einer „kritischen Begleitung“ der Veranstaltung auf.
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Gleich zu Beginn versuchten Anhänger der terroristischen PKK, den Vortrag durch Lärm, Skandieren von Parolen und Zwischenrufe zu stören. Der Referent versuchte, die Atmosphäre zu beruhigen, indem er sich gleich von Beginn an bereiterklärte, Fragen und Einwände zuzulassen und auf diese zu antworten. Auf diese Weise gelang es dem Referenten langfristig, einen geordneten Ablauf des Vortrags zu ermöglichen, obwohl einige Zwischenfragen nicht zum Thema passten und lediglich aus provokatorischen Motiven heraus aufgeworfen wurden. Nach wenigen Minuten versuchten PKK-Anhänger auch, das Podium einzunehmen, was von beherzt dazwischen gehenden Veranstaltungsgästen verhindert werden konnte. Der AStA beklagte sich daraufhin über „aggressiv auftretende Nationalisten“, die zudem Bilder von den Anwesenden angefertigt hätten. In einer Presseerklärung zeigte sich der „Verein türkischer Studenten“ mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden, die einen niveauvollen und informativen Gedankenaustausch möglich gemacht habe, obwohl der AStA versucht hätte, Andersdenkenden einen Maulkorb zu verpassen.
  Presseerklräung des VtS – Verein türkischer Studenten Universität Duisburg-Essen Presseerklaerung_vts_veranstaltung_260416_2-signed (1)

Kampf gegen den Terror
Türkei: Deutsche Luftwaffe baut Stützpunkt in Incirlik aus

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Berlin (nex) – Die deutsche Luftwaffe soll nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ dabei sein, ihre Basis auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei auszubauen. Incirlik wird bereits von den US-amerikanischen Kampfflugzeugen für Angriffe in Syrien genutzt. Das geplante Projekt soll 65 Millionen Euro kosten und im Sommer 2017 fertiggestellt sein. Im Gegensatz zu mehreren Berichten soll Ankara dem Antrag Deutschlands, einen vorübergehenden Standort auf Incirlik zu errichten, stattgegeben haben. Berichten in den türkischen Medien zufolge sei die Bundeswehr dabei, Unterkünfte für die dauerhafte Entsendung von circa 400 deutschen Soldaten zu bauen, einen vollausgestatteten Kommando- und Kontrollposten sowie Anlagen für Tornado Kampfjets und Airbustanker zu errichten. Desweiteren wird berichtet, dass die Türkei die Möglichkeit zur Nutzung oder Zerstörung der Basis haben werde, nachdem Deutschland diese wieder verlassen habe. Die Air Base befindet sich östlich von Adana, einer südtürkischen Provinz, in der Nähe der Mittelmeerküste. Ankara hat den USA die Nutzung des Stützpunkts für den Syrieneinsatz gegen den IS (Daesh) unter der Bedingung, PKK-nahe Gruppierungen in Syrien nicht zu unterstützen, gestattet. Auch Saudi-Arabien ist auf Incirlik präsent. Auf die Frage nach den in den deutschen Medien erschienenen Berichten über die Bestrebungen Berlins, in der Nähe von Incirlik eine Basis zu errichten, antwortete der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan: „Solche Angelegenheiten sind von Entwicklungen abhängig. Als NATO-Mitglied sind für uns derartige Einsätze von Vorteil. Wenn Deutschland oder Frankreich so etwas in der Nähe von Incirlik errichten möchten, könnte das für uns von Vorteil sein, vergessen wir das nicht.“ Er fügte jedoch hinzu, dass solche Aktionen nur mit Ankaras Erlaubnis möglich seien. Da der IS (Daesh) weiterhin eine Gefahr für die internationale Gemeinschaft darstellt, hat Deutschland im vergangenen Januar vier weitere Tornado Aufklärungsflugzeuge sowie Militärpersonal von rund 100 Mann auf die Incirlik Air Base entsandt. Mitte Dezember letzten Jahres, nachdem der Bundestag den Bundeswehreinsatz als Teil der US-geführten internationalen Koalition gegen IS (Daesh)-Terroristen in Syrien beschlossen hatte, verlegte Deutschland zwei Tornados auf den Luftwaffenstützpunkt. Der Bundestagsbeschluss sieht eine einjährige Verpflichtung zum Einsatz im Rahmen der Koalition mit 1200 Soldaten, sechs Tornado Aufklärungsflugzeugen, einem Tankflugzeug und der Fregatte „Augsburg“ der Bremen-Klasse zur Unterstützung eines französischen Flugzeugträgers im östlichen Mittelmeer vor. Deutschland kommt mit dem Mandat für Anti-IS-Einsätze als Teil der internationalen Koalition auf Kosten von etwa 134 Millionen Euro.

Kritiker sprechen von Selbstzensur
Deutsche Medien verweigern Abdruck Merkel-kritischen Inserats

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Zürich (nex) – In der „Neuen Zürcher Zeitung“ sorgte kürzlich eine Anzeige für Aufsehen, die für nicht weniger als 16 000 Euro von der „Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheit“ in der internationalen Ausgabe des renommierten Blattes geschaltet worden war. „Merkel mogelt weiter“ lautete die Überschrift eines großflächigen Inserates, das ein Bild der Kanzlerin als Hütchenspielerin zeigt und scharfe Kritik am Flüchtlingsdeal mit der Türkei artikuliert, den die Auftraggeber aus dem AfD-Umfeld für „Geldverschwendung“ halten. Verantwortlich für das Inserat zeichnet ein AfD-Mitglied aus Bayern, finanziert haben sollen die Einschaltung jedoch zwölf Millionäre, die namentlich nicht genannt werden wollten. Bis auf die „Hannoversche Zeitung“ wollte nach Angaben des Inserenten keine einzige deutsche Zeitung das Inserat schalten. Dies würde im Umkehrschluss jedoch auch bedeuten, dass keine jener Zeitungen, die bei anderer Gelegenheit gerne einen besonderen Belehrungseifer an den Tag legen, wenn es um die Pressefreiheit in anderen Ländern, etwa der Türkei, geht, bereit war, dieser bezahlten Form der Regierungskritik ein Forum zu bieten. Ein derartiges Beispiel für Selbstzensur sei in der Türkei eher unüblich, beanstanden Kritiker in sozialen Medien. Eine ähnliche Aktion gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, würde sie auf Plattformen wie Facebook und Twitter geäußert, könnte regelmäßig auf die Mitwirkung einer Vielzahl von Zeitungen von Sözcü über Hürriyet bis hin zu Cumhuriyet oder dem Zaman-Ersatzblatt Yeni Hayat zählen.

Fitness für Gestresste
Neue Methode: Maximale Ergebnisse mit 60 Sekunden Intensivtraining

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Hamilton (nex) – Um fit und sportlich zu sein, muss nicht viel Zeit investiert werden. Ein Sportprogramm bestehend aus einer Sechzig-Sekunden-Sprint-Übung und neun Minuten leichter sportlicher Betätigung reiche aus, um die gleiche Verbesserung der Fitness zu erzielen, wie sie normalerweise durch fünfzig Minuten moderates Training ausgelöst wird. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Forschern an der McMaster-Universität im kanadischen Hamilton, über die in der Fachzeitschrift „Plos one“ berichtet wurde. Das so genannte Sprint-Intervall-Training (SIT) beinhaltet ein kurzes, aber extrem intensives Training, ergänzt durch längere Erholungszeit mit niedriger Intensität. So wie sich Athleten im Rahmen eines breiten wöchentlichen Trainingsprogrammes auf Intervalle verlassen, um ihre Geschwindigkeit und Leistung zu verbessern, und dabei Sequenzen extremen Hochleistungstrainings im Wechsel mit schonenderen, aber ausgiebigen Übungen kombinieren, wurde der Effekt eines solchen Trainings anhand von Probanden getestet, die dieses Prinzip zusammengerafft auf ein Zehn-Minuten-Programm angewandt haben. Ein 12-Wochen-Test bei 27 untrainierten Männern, die wöchentlich drei Sitzungen auf einem stationären Fahrrad absolvierten, verglich die Ergebnisse einer Gruppe, deren Programm insgesamt zehn Minuten lang war und in dem sich kurze Maximalsprintphasen mit langsameren Erholungsphasen abwechselten, mit einer, die ein 50-minütiges Ausdauertraining absolvierte. Sauerstoffbilanz und Muskelgewebe zeigten in beiden Fällen ein identisches Ausmaß an Verbesserung. Dass Fitness aber auch mit nur zehn Minuten Trainingsaufwand am Tag bewerkstelligt werden könne, nehme aber nun jenen Menschen die Ausreden, die erzählten, sie würden gerne mehr Sport treiben, hätten dafür jedoch keine Zeit, erklärte Professor Martin Gibala von der McMaster University in Kanada.

EU-Türkei-Abkommen
Timmermanns: Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge seit EU-Türkei-Abkommen zurückgegangen

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Brüssel (nex) – Die Europäische Union solle die Zusammenarbeit mit der Türkei stärken, damit diese die Menschenrechtssituation und die Pressefreiheit im Land verbessern könne, forderte der Erste Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermanns am gestrigen Donnerstag.Wenn die Türkei sich so sehr der EU nähern möchte, dann lassen Sie sie doch beweisen, dass sie es kann“, forderte der Erste Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermanns.
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In seiner Ansprache vor dem EU-Parlament erklärte Timmermans, der Abstand zwischen der EU und der Türkei nehme infolge des Flüchtlingsabkommens nicht ab, sondern zu. Er wies darauf hin, dass durch das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei die Zahl der Menschen, die beim Versuch ertränken, von der türkischen Küste aus die griechischen Inseln zu erreichen, abgenommen habe.
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Das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen wurde mit dem Ziel abgeschlossen, die Flüchtlingskrise, der die EU gegenübersteht, abzumildern. Im Gegenzug soll türkischen Staatsbürgern das visafreie Reisen im Schengen-Raum ermöglicht und es sollen die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beschleunigt werden. Der Deal sieht auch ein Hilfspaket in Höhe von sechs Milliarden Euro zur Unterstützung Ankaras bei der Unterbringung und Versorgung der circa 2,7 Millionen syrischen Flüchtlinge vor. Desweiteren enthält der Deal die Vereinbarung, dass für jeden syrischen Flüchtling, den die Türkei von den griechischen Inseln wieder aufnimmt, ein anderer Syrer von der Türkei in einen EU-Mitgliedsstaat umgesiedelt wird. Die EU soll dadurch die Last der Flüchtlingskrise mit der Türkei teilen.

Oscar der Luftfahrt
„World Airline Survey“: Fluggäste stimmen über beste Airline ab

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London (nex) – Die englische Unternehmensberatung Skytrax führt jährlich den „World Airline Survey“ durch, im Rahmen dessen Fluggäste in verschiedenen Kategorien die besten Fluglinien küren können.
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Neben der besten Airline generell werden auch die Besten in den Bereichen „Sitzkomfort“, „Lounges“, „Kabinencrew“, „Mahlzeiten“ und „Bordprogramm“ gekürt. Turkish Airlines gehört regelmäßig in allen Kategorien zu den Topfavoriten und konnte im Rahmen früherer Wettbewerbe bereits mehrfach Siege davontragen. Zur Teilnahme: World Airline Survey