Flüchtlingskrise
Evangelische Kirche hält CSU-Flüchtlingspolitik für unchristlich
Griff nach den Sternen
Weltraum-Technologie: Türkei und Japan unterzeichnen Abkommen
Turkey for Africa
Türkisches Schiff mit 178.000 Windeln auf dem Weg nach Ostafrika
Ankara (nex) – Wie die Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement mitteilte, hat die Türkei am vergangenen Freitag ein Schiff mit 11.000 Tonnen Hilfsgütern nach Ostafrika entsandt. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des türkischen Halbmondes Ismail Hakki Turunc zufolge sei das Schiff unter anderem mit Mehl und Zucker beladen.
„Es befinden sich auch 178.000 Windeln auf dem Schiff. Diese werden von der Bevölkerung dringend benötigt. Wir hoffen, dass all diese Güter ihr Ziel schnellstens erreichen“, so Turunc.
„Mit der Ankunft dieses Schiffes wird die Menge türkischer Hilfsgüter für Somalia 62.000 Tonnen erreichen. Nicht nur Somalia, sondern auch Äthiopien wird über Dschibuti mit Hilfsgütern beliefert werden“, so Atik.
Gnadenakt zum Opferfest
Türkei: Ankara erlaubt PKK-Terror-Paten Öcalan Familienbesuch
Die Terrororganisation PKK führt seit 1984 Krieg gegen die Türkei. Bisher starben infolge dessen über 40 000 Menschen. Die PKK wird in den USA, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft. Nach einem im Jahre 2013 begonnenen Versöhnungsprozess nahm die PKK ihre Angriffe im Juli 2015 wieder auf.
Eine Kritik der verbotenen Terrororganisation PKK ist im Vergleich zu den 1990er Jahren in europäischen Medien kaum noch zu finden. Obwohl es vor allem Kurden selbst sind, die unter dem Dominanzstreben der linksextrem ausgerichteten PKK und ihres syrischen Ablegers PYD leiden – und für viele Kurden, die der PKK/PYD-Doktrin nicht folgen, die Kritik an ihnen mit Gefahr für Leib und Leben verbunden ist – stellen westliche Medien die beiden Organisationen fast ausschließlich als legitimes Sprachrohr der Kurden dar.PKK-Terroropfer: Türkische Regierung gewährt zinsfreie Darlehen an kurdische Händler
Ausschlussverfahren gegen Refik Mor
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Rüstungsindustrie
Türkei: Militär nimmt erste bewaffnete Drohne gegen PKK und IS in Betrieb
Baykar wurde 1984 vom Maschineningenieur Özdemir Bayraktar gegründet. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Herstellung von empfindlichen Motoren, Pumpen und Getriebeteile für die Automobilindustrie. In den 2000er Jahren begann Baykar einen Forschungs- und Entwicklungsprozess für den Bau einer Drohne und ihrer Teilsysteme. Baykar Makina entwickelte 2004 für die türkischen Streitkräfte (TSK) eine Mini-Drohne. Operationell wurde das System für die türkische Armee im Jahr 2007.
Die Bayraktar-Mini-Drohne wird noch immer aktiv von den türkischen Bodenstreitkräften, Spezialeinheiten, dem Gendarmerie-Generalkommando und der Luftwaffe eingesetzt. 2012 war sie die erste türkische Drohne, die ans Ausland verkauft wurde. Das Produkt ging an Katar. Das sogenannte „Taktische Drohnen-Entwicklungsprogramm“ wurde vom Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie (SSM) über eine Ausschreibung 2009 angestoßen. Die Wettbewerber erhielten vom türkischen Staat in der ersten Phase keinerlei Forschungs- oder Entwicklungsunterstützung. Baykar erfüllte in Gegenwart von Regierungsvertretern 2009 alle Leistungskriterien bei den Flugtests von Bayraktar.
Türkei: Enormes Wachstum der Rüstungsindustrie um 21 Prozent jährlich
In diesem Zeitraum musste die Türkei auf Heron-Drohnen aus Israel zurückgreifen. Ankara mietete die israelischen Drohnen an. Israelische Piloten steuerten Heron fern. Im Frühjahr 2012 unterschrieb Baykar schließlich einen Vertrag zur Serienproduktion von Bayraktar TB2. Die ersten sechs Drohnen wurden im November 2014 ausgeliefert. Eine zweite Lieferung, bestehend aus sechs Drohnen, erreichte die türkische Armee im Juni 2015. Gegenwärtig verfügt die türkische Armee über 12 Bayraktar TB2-Drohnen. Der Quote lokaler Beteiligung am Bayraktar TB2-Projekt liegt bei 93 Prozent. Es ist das erste indigene Drohnensystem, dass das Testgenehmigungsverfahren des Militärs mit Erfolg abgeschlossen hat.
Aufgrund der heimischen Herstellung von kritischen Technologien hinsichtlich der Bayraktar-Drohne existieren für die türkische Drohnen-Plattform keinerlei Exportbeschränkungen. Der Bewaffnungsprozess von Bayraktar dauerte 1,5 Jahre. Baykar und Roketsan starteten das Bewaffnungsprogramm ohne staatliche Unterstützung auf eigenes Anregen. Die erste bewaffnete Drohne der Türkei wurde geboren – ein Meilenstein in der jungen türkischen Luftfahrtgeschichte.
Die Unternehmen entwickelten eine türkische Version einer Raketenwerfer-Einheit für Bayraktar. Die Einheit müsste ansonsten teuer aus dem Ausland eingekauft werden.
Abgesehen von der eigens entwickelten Raketenwerfer-Einheit wurde ein nationales Intelligence-System (SIGINT) in die Drohne integriert. Baykars Abteilung für Forschung und Entwicklung baute ein eigenes Signals Intelligence-System. So werden Einheiten bezeichnet, die für die Gewinnung von Informationen genutzt werden, üblicherweise bestehend aus den beiden Hauptkategorien Fernmeldeaufklärung zum Abhören von Funksignalen und Elektronische Aufklärung. Baykar baute ein komplettes Soft- und Hardware-System. Das BSI-101 Signal Intelligence-Gerät kann feindliche Radar- und Funkstellen automatisch erkennen und diese neutralisieren. Radiowellen-Kommunikation können live abgehört werden. Die Drohne unterstützt aktiv Anti-Terroroperationen, indem es den Standort von Terroristen weitergibt.
Am 14. Juni 2014 erreichte die Drohne im vollbeladenen Zustand eine Flughöhe von 27,030 Fuß. Vom vierten auf den fünften August flog die Drohne vollbeladen 24 Stunden lang. Sie erreichte eine Entfernung von 4,040 Kilometer. Bayraktar flog in einer Höhe von 18,000 Fuß.
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews


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