"Aggressiver Erregerstrang"
Humanitäre Katastrophe: Ausbruch von Cholera in Jemen

Sanaa (ots) – Für eine weitere Welle von Cholera-Erkrankungen in Jemen könnte ein neuer Erreger verantwortlich sein. Das vermuten Ärtze der WHO. Im Jemen, dessen Bevölkerung durch Kriegsfolgen und Mangelernährung aufgrund von Dürre bereits geschwächt ist, brach im vergangenen Herbst eine Cholera-Epidemie aus. Nun sieht sich das Land mit einer weiteren Welle an Erkrankungen konfrontiert, die WHO vermutet einen neuen, besonders aggressiven Erregerstrang. Im Zeitraum von 27. April bis 24. Mai 2017 wurden laut eines aktuellen Berichtes der Weltgesundheitsbehörder WHO aus ingesamt 19 Provinzen 42 207 Cholera-Verdachtsfälle gemeldet. Den Statistiken zufolge kam es für diesen Zeitraum zu 420 Todesfällen, womit sich die Sterberate im Vergleich zu den Vormonaten fast verdreifacht hat. Viele der Opfer sind Kinder und Jugendliche. Laut der britischen Tageszeitung The Guardian befürchtet die WHO eine weitere schnelle Ausbreitung des Erregers. Dr. Nevio Zagaria, Leiter des WHO-Regionalbüros in Jemen, teilte mit, daß die WHO Untersuchungen eingeleitet hätte um zu bestimmen, ob den aktuellen Infektionen ein neuer, besonders virulenter Cholerastrang zugrunde läge. Proben seien bereits gesammelt worden, man warte nun auf die Testergebnisse aus Untersuchungslabors in Paris. Die Aussichten für das kriegsgeschüttelte Land sind ohnehin düster: Die Infrastruktur des Landes ist geschädigt und Krankenhäuser werden nur unzureichend versorgt. Größere Teile der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sind das ideale Bedingungen. Es werde mit 150 000 Neuerkrankungen bzw. insgesamt ca. 300 000 Cholerafällen für die kommenden 6 Monate gerechnet, sagen WHO-Statistiker.

Auch interessant

Türkei: Sauberes Wasser für weitere Millionen Menschen in Afrika

Auftritt von Helene Fischer
DFB-Vizepräsident: „Wer ganz genau erklärt hier eigentlich wem den Krieg?“

0
Düsseldorf (nex) – Der Deutsche Fußball Bund (DFB) stellt nach der massiven Kritik am Auftritt von Sängerin Helene Fischer die Halbzeitshow beim DFB-Pokalfinale in Berlin auf den Prüfstand. „Wir werden für die Zukunft aus dem vergangenen Samstag lernen“, sagte DFB-Vizepräsident Peter Frymuth der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Es gilt ganz genau zu prüfen, was in Deutschland zu einem Pokalfinale passt – und was eben nicht. Es gibt sicherlich unterschiedliche Gedanken, wie man das Format gestalten kann. Wir müssen versuchen, alle Interessen in unsere Überlegungen einzubeziehen.“ Hinsichtlich der harschen Kritik von großen Teilen der organisierten Fans gegen den DFB („Krieg dem DFB“) ist Frymuth um eine differenzierte Aufarbeitung bemüht. „Wer ganz genau erklärt hier eigentlich wem den Krieg und warum? Ist damit die ganze Arbeit des DFB gemeint? Also auch die Arbeit an der Basis? Oder wird hier auf generelle Entwicklungen im bezahlten Fußball abgehoben? Werden damit Strafen wegen Verfehlungen der Fans kritisiert?“, fragt sich Frymuth. „Niemand kann ernsthaft an einer Entfremdung zwischen Verband und Fans Interesse haben. Wir werden uns damit offensiv auseinandersetzen und auch Gespräche mit vielen Beteiligten suchen.“

Bestandsdatenauskunft
Identifizierung von Internetnutzern: Bundesregierung muss sich äußern

Berlin (nex) – Das Bundesverfassungsgericht will zwei Verfassungsbeschwerden von PIRATEN und 6.000 Bürgern gegen die umstrittene Bestandsdatenauskunft zur Identifizierung von Internetnutzern und zur Anfrage von Passwörtern prüfen. Es hat die Bundesregierung und die Datenschutzbeauftragten aufgefordert, bis zum 30. Juli 2017 Stellung zu beziehen.[1][2] Der Kieler Abgeordnete und Sprecher der Piratenpartei Deutschland für Datenschutz, Patrick Breyer und Katharina Nocun, ehemalige Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, haben 2013 als Erstbeschwerdeführer eine Verfassungsbeschwerde gegen das Bestandsdatengesetz eingereicht. Vertreten werden sie durch den Rechtsanwalt Meinhard Starostik, der bereits die erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung vertreten hat. Starostik ist Richter am Landesverfassungsgericht Berlin. Die Kläger sehen dieses Gesetz zur Datenabfrage als verfassungswidrigen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung. Patrick Breyer erklärt dazu: „Ich hoffe, dass das Bundesverfassungsgericht diesen staatlichen Angriff auf die Vertraulichkeit unserer Passwörter und unsere Anonymität im Internet stoppt. Menschen in Notlagen, Wirtschaftsunternehmen, Regierungsbehörden, Journalisten, politische Aktivisten – sie alle sind in bestimmten Situationen auf anonyme Kommunikation und Internetnutzung angewiesen. Wer die Freiheit aufgibt, um etwas Sicherheit zu gewinnen, der ist nur einen Regierungswechsel vom autoritären Überwachungsstaat entfernt.“ Geprüft wird erstens eine Sammel-Verfassungsbeschwerde von knapp 6.000 Personen gegen das Bundesgesetz zur Bestandsdatenauskunft (1 BvR 1873/13 und 1 BvR 2618/13). Die Beschwerde beanstandet u.a. das Fehlen einer eindeutigen und normenklaren gesetzlichen Regelung, unter welchen Voraussetzungen Anbieter Zugangssicherungscodes wie Mailbox-PINs oder E-Mail-Passwörter an Staatsbehörden herausgeben dürfen. Weitere Informationen und die Beschwerdeschrift im Volltext: https://stopp-bda.de/ Karlsruhe prüft zweitens eine Verfassungsbeschwerde von sechs Landtagsabgeordneten der Piratenpartei gegen das schleswig-holsteinische Landesgesetz zur Bestandsdatenauskunft und gegen das Telemediengesetz (1 BvR 1732/14). Diese Beschwerde richtet sich nicht nur gegen Datenauskünfte von Telekommunikationsanbietern wie der Telekom, sondern auch von „Telemedien-Diensteanbietern“ wie Facebook, Google oder Twitter. Sie will die Herausgabe von Daten über Internetnutzer und ihr Kommunikations- und Surfverhalten einschließlich ihrer Passwörter ohne richterliche Anordnung bereits bei Verdacht von Bagatelldelikten stoppen.

Hungersnot
Türkei: Ramadan-Hilfsaktion für 12 Millionen Menschen in 19 Ländern

Ankara (nex) – Der Türkische Rote Halbmond (TRH) plant im muslimischen Fastenmonat Ramadan Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit Nahrungsmittelhilfen zu erreichen. Dies hat die Organisation am Sonntag mitgeteilt.

Wie TRH-Präsident Kerem Kinik gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte, werde seine Organisation dabei den Schwerpunkt auf Ostafrika und den von schwerer Hungersnot betroffenen Jemen setzen.

„Vor allem in Ostafrika und dem Jemen gibt es fast neun Millionen Menschen die wegen Dürre und Hunger dringendst auf Unterstützung angewiesen sind“, warnte er und ergänzte:

„Wir planen, in 19 Ländern Ramadan-Veranstaltungen durchzuführen, unter anderem in Kenia, Äthiopien, dem Südsudan, Pakistan und Bangladesch sowie weiteren Ländern in Asien, Europa und Afrika.“

Der Türkische Rote Halbmond ist die größte humanitäre Organisation in der Türkei.

Auch interessant

Türkischer Präsident Erdogan ruft zur Hilfsaktion gegen Hungersnot in Afrika auf

Domina International Olive Oil Contest
Italien: Silbermedaille für palästinensisches Olivenöl

Palermo (nex) – Ein palästinensisches Olivenölunternehmen hat bei dem international bekannten Wettbewerb Domina International Olive Oil Contest eine Silbermedaille gewonnen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Safa gemeldet.

Bei dem Wettbewerb wurde Palästina von Mount of Green O’live vertreten. Italien belegte in der Kategorie Green O’Live Premium Extra Virgin den ersten Platz, während Palästina auf Platz zwei kam und Spanien die Bronzemedaille erhielt.

Das palästinensische Unternehmen hatte sich für die Teilnahme an dem internationalen Contest mit mehreren Siegen in lokalen Wettbewerben qualifiziert.

Die Silbermedaille bedeute „Stolz und Ehre für die Palästinenser und das unverwechselbare palästinensische Öl“, freute sich der Sprecher von Mount of Green Olive.

Olivenöl-Schummel: Ungereimtheiten bei Qualität und Herkunft

Cannes Filmfestival 2017
Cannes: Kantemir Balagov auf dem Weg zu internationalem Erfolg

Von Irma Kreiten

Cannes (nex) – Der nordkaukasische Autorenfilm „Tesnota“ (engl. Titel: Closeness) ist auf dem 70. Filmfestival von Cannes in der Kategorie „Un certain regard“ ausgezeichnet worden: Wie am Samstag bekanntgegeben wurde, erhielt der Film den Fipresci-Preis der Internationalen Filmkritiker. Der Regisseur ist ein junger Tscherkesse aus der Republik Kabardino-Balkarien, die einen Teil der Rußländischen Föderation bildet.

Die Jury lobte den Film für seine „frappante neue Stimme, die ein intimes Porträt einer geschlossenen Gemeinschaft bietet. Das Filmmagazin ScreenDaily nennt „Tesnota“ ein „intensives Debut“ und will auch deutliche Einflüsse der Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne – beide preisgekrönte Regisseure und Drehbuchautoren – auf den Film festgestellt haben. Selbst sagt der Regisseur, daß er neben Sokurov u.a. von der französischer Neuen Welle sowie dem sowjetischen Autorenkino eines Michail Kalatosow beeinflußt worden sei.

Kantemir Balagov wurde 1991 in Nalchik, der Hauptstadt Kabardino-Balkariens geboren. Laut eigener Schilderung dachte er zunächst an eine Ausbildung als Wirtschaftswissenschaftler an der Universität von Stavropol. Bald schon jedoch entdeckte er sein Interesse an Photographie und Film und stieß im Jahr 2011 auf einen Kurs des russischen Meisterregisseurs Alexander Sokurow. Dieser hatte eine Filmakademie an der Universität Nalchik eingerichtet. Sokurow ist international berühmt für seine ungewöhnlichen Perspektiven und Filmtechniken sowie seine düsteren, symbolreichen Sujets.

„Tesnota“ stellt den ersten Langfilm Balagovs dar und konnte vor allem dank rückhaltloser Unterstützung durch Alexander Sokurow realisiert werden. Der Film spielt in den 1990er Jahren in Nalchik: Er erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, die am Abend der Verlobung mit der Entführung ihres Sohnes David und dessen Braut konfrontiert wird. Die Entführer fordern ein hohes Lösegeld, die Familie sieht sich gezwungen, ihre Autowerkstatt zu verkaufen sowie bei der jüdischen Disapora um Hilfe anzufragen. Der Film beruhe auf einer wahren Begebenheit, die der Regisseur zunächst von seinem Vater, dann auch von anderen Augenzeugen gehört habe, so Balagov (weitere Informationen auch in der Pressemappe).

Ihn habe interessiert, wie weit eine Familie bereit sei zu gehen, um ihre Kinder zu retten, erklärt der junge Regisseur. Er beobachte in seinem Film, wie unterschiedliche Personen auf dramatische Ereignisse reagieren, wie manche Menschen hierbei ihre dunklen Seiten hervorkehrten,während andere sich alturistisch zeigten und wieder andere eher gleichgültig verblieben. „Tesnota“ erzählt die Geschichte aus der Sicht von Davids 24-jähriger, rebellischer Schwester Ilana und erkundet das Problem, ob ein Mensch sich auch selbst aufopfern müsse, um diejenigen, die ihm nahestehen, zu retten.

„Tesnota“ wurde, mit einer Drehdauer von 23 Tagen, mit einem schmalen Budget realisiert. Die Innenaufnahmen fanden aus Kostengründen in Sankt Petersburg statt, die Außenaufnahmen in Nalchik. Hilfe erfahren habe er nicht nur von seinem Lehrer Alexander Sokurov, sondern u.a. auch durch den Produzenten Nikolaj Yankin und dessen Filmfond „Example of Intonation“, so Balagov. Sein Vorhaben sei von anderen russischen Produzenten zunächst als „zu wenig kommerziell“ wahrgenommen worden. Er selbst glaube auch, daß in der Rußländischen Föderation niemand „eine Geschichte über Kabardiner und Juden“ sehen wolle.

Das Werk beschäftigt sich nicht nur mit der Entwicklung der innerfamiliären Beziehungen, sondern auch mit dem multikulturellen nordkaukasischen Kontext, vor dessen Hintergrund sich die Geschichte entfaltet. Ihn hätten gerade die interethnischen Beziehungen und die Unterschiedlichkeit russischer, kaukasischer und jüdischer Mentalitäten interessiert, erklärt Balagov. Diese seien für den Nordkaukasus von großer Bedeutung, hätten sich bisher aber zu wenig im Kino niedergeschlagen.

Im Nordkaukasus leben seit Jahrhunderten auch jüdisch geprägte Bevölkerungsgruppen, oft „Bergjuden“ oder auch „Nordkaukasische Juden“ genannt. Im Laufe der Zeit hat vielfach eine gegenseitige kulturelle Annäherung und Beeinflussung, etwa zwischen Tscherkessen und Juden, stattgefunden- Allerdings haben die Umbrüche in den 1990ern auch zu größeren Auswanderungswellen der jüdischen Diaspora geführt.Während des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Invasion hatten die muslimisch geprägten Kabardiner jüdische Familien und Individuen versteckt und beschützt. Jüdischstämmige bzw. israelische Autoren und Intellektuelle haben ihrerseits auch die russische Unterwerfung des Nordkaukasus und den Völkermord an den Tscherkessen thematisiert. Eine jüdische Gemeinde und eine Synagoge gebe es auch heute noch in Nalchik, so der Regisseur selbst.

Den Filmtitel, der von Anfang an festgestanden habe, erklärt Balagov folgendermaßen: „Tesnota [der russische Begriff kann sowohl mit „Nähe“ wie auch mit„Enge“ übersetzt werden] besteht dann, wenn Du von Dir selbst ausgefüllt bist, wenn in Deinem Geiste kein Platz für einen weiteren Menschen ist. Andererseits bedeutet Tesnota auch außergewöhnliche Nähe: in der Familie, auf dem gleichen Fleckchen Erde. Du stößt überall auf andere Menschen und ihre Meinungen, Regeln, Gesetze, Dir reicht die Luft zum Atmen, die Freiheit nicht.“. Das Licht, der Ton, die Montage – alle Mittel des Kinos sollen diese Enge vermitteln. Zur Teilnahme von „Tesnota“ am Wettbewerb in Cannes erklärte Balagov gegenüber „Eto Kavkaz“ das zur russischen Nachrichtenagentur TASS gehört, daß es schwierig sei, als junger Regisseur von einem so großen und bedeutenden Festival wahrgenommen zu werden – das Auswahlkommitte für die Nominierungen habe unter einer Vielzahl an Einsendungen zu entscheiden. Als er erfahren habe, daß der Film für die Wettbewerbskategorie „Un certain regard“ nominiert worden war, sei sein Gefühl unbeschreiblich gewesen. Er danke besonders seinem Lehrer Sokurov für seine Unterstützung wie auch allen übrigen, die sich für ihn eingesetzt und an den Erfolg seines Films geglaubt hätten.

Ein neues Projekt hat Balagov auch schon: Er will in seinem nächsten Film auf der Grundlage von Swetlana Alexandrowna Alexijewitschs Werken die Geschichte einer jungen Frau erzählen, die aus dem Krieg heimkehrt und sich ihr Leben erneut aufbauen muß. Er lese zur Zeit die Tagebücher, Erinnerungen und Erzählungen von Alexijewitsch. Die weißrussische Autorin ist bekannt für ihre stalinismuskritische Literatur und hatte für ihr Buch „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ (1983) im Jahr 2015 den Literaturnobelpreis erhalten. Man darf also gespannt auf die weitere Entwicklung des Regisseurs sein und seinen Filmen ein neugieriges, aufgeschlossenes internationales Publikum wünschen.

Auch interessant

Türkei: Tscherkessischer Verein in Samsun sucht nach Unterstützern für Kulturpark

#UniteCyprusnow
Zypern: Griechen und Türken demonstrieren für Wiedervereinigung

Menschlicher Brückenschlag – Zyprioten demonstrieren gegen Zweiteilung ihres Landes Nikosia (nex) – Griechische und türkische Zyprioten haben am Samstag gemeinsam in Nikosia für die Wiedervereinigung des Landes demonstriert und sich über die Demarkationslinien hinweg die Hände gereicht. Am Samstag haben dutzende griechische und türkische Zyprioten entlang der von der UN kontrollierten Pufferzone in der Haupstadt Nikosia gegen die Zweiteilung des Landes demonstriert. Demonstranten machten mit Trommeln, Pfeifen und dem Singen traditioneller zypriotischer Volkslieder auf sich aufmerksam. Teilnehmer betonten, ein echter Frieden liege in den Händen von normalen Menschen auf beiden Seiten der Trennlinnie. Sie wollten mit ihrer Veranstaltung Politiker an ihre Pflichten erinnern und sie ermahnen, die einfachen Bürger in ihrem Friedenswunsch nicht zu enttäuschen. An zwei Kontrollpunkten bildeten die Demonstrierenden Menschenketten über die Demarkationslinien hinweg. Die Protestveranstaltung erfolgte als Reaktion auf die Bekanntgabe eines UN-Repräsentanten vom 26. Mai 2017, der die Mediation zwischen dem griechischen Präsidenten Nicos Anastasiadis und dem Präsidenten Nordzyperns Mustafa Akıncı für beendet erklärte. Die Begründung lautete, man habe nicht zu einer gemeinsamen Grundlage für einen Abschlußgipfel finden können. Die Verhandlugnen zwischen dem griechischen und türkischen Teil von Zypern hatten ein Wiedervereinigungs-Abkommen zum Ziel gehabt. Der Abbruch der aktuellen Gespräche mit der UN in einer Vermittlerrolle gilt als großer Rückschlag. Allerdings wurde von offizieller Seite bekanntgegeben, die Gespräche an sich seien nicht beendet worden.  

Auch interessant

 
Türkei zur Wasserversorgung des griechischen Teil Zyperns bereit

Nato-Zahlungen
Donald Trump: Geld der Nato-Staaten „fließt bereits“

Palermo (nex) – US-Präsident Donald Trump sagte am heutigen Samstag, dass die Nato-Verbündeten ihre Beiträge an die Organisation bereits verstärkt hätten.

Zwei Tage zuvor hatte er sie gerügt, nicht genug Geld für die Verteidigung auszugeben.

„Viele Nato-Staaten haben zugestimmt, ihre Zahlungen beträchtlich zu erhöhen, wie sie es auch sollten. Geld fängt an zu fließen – Nato wird viel stärker werden“, twitterte Trump aus Sizilien, wo er an einem G7-Gipfel teilnimmt.

 

Auch interessant

US-Präsident Trump: Viele Mitglieder schulden der Nato „enorme Mengen Geld“

Türkisch-russische Beziehungen
Moskau: Putin und Erdogan besprechen Turkish Stream und Atomkraftwerk Akkuyu

Moskau (nex) – Der russische Staatspräsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan haben in einem Telefongespräch ihren Wunsch für eine Vertiefung der strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Ländern geäußert. Dies gab der Kreml am heutigen Samstag bekannt. Demnach hätten die beiden Staatschefs zuvor getroffene Vereinbarungen über die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen zwischen Russland und der Türkei sowie Fragen zu den Projekten Turkish Stream und Akkuyu erörtert. Ankara und Moskau arbeiten an der Normalisierung ihrer Beziehungen, die nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets vonseiten der Türkei im November 2015 auf Eis gelegen hatten. Dennoch bleiben einige Sanktionen wie die des Einfuhrverbots türkischer Tomaten nach Russland nach wie vor bestehen.

Auch interessant

Russland, Türkei und Iran vereinbaren Schutzzonen für Syrien
 

Türkisch-ukrainische Beziehungen
Türkischer Vize-Außenminister: „Wir haben die illegale Annexion der Krim nicht anerkannt“

Ankara (nex) – Die Türkei ist in der Schwarzmeerregion ein Schlüsselpartner, erklärte am vergangenen Donnerstag der ukrainische Botschafter in Ankara, Andrii Sybiha.

„Heute ist die Türkei unser Schlüsselpartner in der Schwarzmeerregion und unterstützt die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine „, sagte Sybiha auf der internationalen Konferenz „25 Jahre Türkisch-Ukrainische Beziehungen“ in der türkischen Hauptstadt.

2017 sei ein Jahr mit hohem symbolischem Wert, da es die seit einem Vierteljahrhundert existierenden bilateralen diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern kennzeichne.

Der politische Dialog zwischen Kiew und Ankara habe eine noch nie dagewesene Ebene erreicht, so der Botschafter weiter.

Er wies in seiner Rede weiter darauf hin, dass die beiden Länder enge Beziehungen in verschiedenen Bereichen einschließlich Energie, Verteidigung und militärische Kooperation entwickelten.

Die Ukraine und die Türkei hätten sich gemeinsam für die Beendigung der Besatzung der Krim und den Schutz der Rechte der ukrainischen Statsangehörigen sowie der Krimtataren eingesetzt.

Der stellvertretende türkische Außenminister Ahmet Yildiz, der auf der Konferenz ebenfalls eine Rede hielt, sagte, dass die Ukraine immer ein wertvoller Partner für die Türkei gewesen sei.

„Die türkisch-ukrainischen Beziehungen sind nicht nur auf 25 Jahre beschränkt“, stellte Yildiz klar und betonte: „Die Türkei und die Ukraine teilen eine gemeinsame Geschichte, Geografie und Kultur.“

Die Türkei werde nach den Worten des Vizeaußenministers weiterhin helfen, eine Lösung der Situation der Ukraine auf der Basis ihrer Souveränität, territorialen Integrität und des internationalen Rechts zu finden, so Yildiz weiter.

Die Krim und die Krimtataren würden zentrale Themen für die Türkei bleiben, unterstrich er und fügte hinzu: „Wir haben die illegale Annexion der Krim nicht anerkannt und werden dies auch nicht tun.“

Auch interessant

Ukraine und Türkei unterschreiben Vertrag für passfreies Reisen