Griechisch-türksiche Beziehungen
Türkei: Erdogan gratuliert Ministerpräsident Mitsotakis zum Sieg

Türkischer Präsident und griechischer Ministerpräsident hoffen nach den Wahlen auf eine neue Ära in den bilateralen Beziehungen

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Ankara/Athen – In einem Telefongespräch am Montag äußerten der türkische Staatschef und der griechische Premierminister die Hoffnung, dass die neue Ära nach den jüngsten Wahlen in beiden Ländern eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen begünstigt.

Präsident Recep Tayyip Erdogan beglückwünschte Kyriakos Mitsotakis nach seiner erneuten Vereidigung als griechischer Ministerpräsident, so eine Erklärung der türkischen Kommunikationsdirektion.

Während ihres Gesprächs wurde betont, dass die Anwesenheit starker Regierungen, die das Vertrauen ihrer jeweiligen Bürger in beiden Ländern gewonnen haben, eine Chance für die Zukunft der bilateralen Beziehungen darstellt.

Schritte zum Abbau der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei

Im Zuge der Bemühungen, die positive Atmosphäre zwischen den beiden Ländern nach den tödlichen Erdbeben vom 6. Februar in der Türkei und dem Zugunglück in Griechenland zu verbessern, haben die beiden Nachbarn gegenseitige Schritte unternommen.

Bei seinem Besuch in der von den verheerenden Erdbeben heimgesuchten Stadt Hatay im Februar kündigte der griechische Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos an, dass die beiden Staaten vereinbart hätten, eine Agenda auf der Grundlage gutnachbarlicher Beziehungen zu entwickeln.

Panagiotopoulos hatte den Willen geäußert, die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren und sagte, Tragödien wie die Erdbeben zeigten, „wie klein“ die bestehenden Probleme zwischen Griechenland und der Türkei seien.

„Wenn man sie aus einer anderen Perspektive betrachtet, sehen wir, dass diese Tragödien und Katastrophen tatsächlich als Katalysator für den Abbau von Spannungen wirken“, fügte er hinzu.

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erinnerte im April daran, dass zwischen den beiden Ländern ein Moratorium besteht, um die Durchführung von Militärübungen in der Ägäis während der Tourismusperiode zu verhindern, und betonte, dass die Türkei bereit sei, dieses zu erweitern.

„In der kommenden Zeit erwarten wir konkrete positive Entwicklungen in einigen Fragen, wie z.B. die Verlängerung des Moratoriums, das vorsieht, Übungen in den internationalen Gewässern und im Luftraum der Ägäis zwischen dem 15. Juni und dem 15. September, wenn der Tourismus intensiv ist, zu vermeiden“, wurde Akar von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert.

Akar: Wir sollten den Reichtum in der Ägäis teilen

Bereits im März sagte Akar, dass die Türkei bereit sei die Beziehungen zu verbessern und „einen Kanal für den Dialog zu öffnen“, um ihre Probleme mit Griechenland zu lösen, so Akar, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.

„Wir haben Probleme mit Griechenland… Wir sind dafür, diese Probleme mit friedlichen Mitteln und Methoden zu lösen, indem wir im Geiste der Allianz und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen verhandeln“, betonte Akar.

Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtete, fügte Akar hinzu, dass die Türkei konsequent für eine „gemeinsame Nutzung des Reichtums der Ägäis“ eintrete.

Viele Regierungsvertreter in beiden Ländern hoffen, dass die Wiederbelebung der so genannten „Erdbebendiplomatie“ zu einer nachhaltigen Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen wird, die in den letzten Jahren eine Phase anhaltender Spannungen erlebt haben.

Griechenland reagierte auf die Erdbeben, die Teile der Südtürkei und Nordsyriens erschütterten, mit einer raschen Entsendung von Hilfsgütern, die vor allem von der EMAK, einer Spezialeinheit für Katastrophenhilfe, die zur griechischen Feuerwehr gehört, bereitgestellt wurden.

Die Naturkatastrophe veranlasste auch den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, zum ersten Mal seit März letzten Jahres ein direktes Gespräch zu führen.

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