Ankara
Türkei und Armenien bekräftigen Wiederannäherung

Der türkischee Präsident Erdoğan und und sein armenischer Amtskollege Paschinjan bekräftigen ihr Versprechen, die Beziehungen zu normalisieren

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan haben am Dienstag ihre Entschlossenheit bekundet, die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien ohne Vorbedingungen zu normalisieren.

In einem Telefongespräch bekräftigten die beiden Staatsoberhäupter ihren politischen Willen, die bilateralen Beziehungen zu normalisieren, wie das türkische Präsidialamt in einer Erklärung mitteilte.

Sie betonten, wie wichtig es ist, die Gespräche zwischen den Sonderbeauftragten der beiden Nachbarländer fortzusetzen und begrüßten den Dialog zwischen den hohen Beamten beider Länder

In ihrem Telefongespräch tauschten Erdoğan und Paschinjan zudem Grüße zum Fest islamischen Opferfest, auch bekannt als Eid al-Adha, und orthodoxen Fest der Verklärung aus.

Erdoğan sprach Paschinjan auch sein Beileid wegen der jüngsten Flutkatastrophe aus, bei der im Norden Armeniens zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Nach Jahren der Spannungen hatte der türkische Staatschef im Dezember 2021 eine Wiederannäherung mit Armenien angekündigt und die Öffnung der seit 1993 geschlossen Grenzen in Aussicht gestellt. Die Grenze zwischen der Türkei und Armenien wurde nach den Massakern an der aserbaidschanischen Zivilbevölkerung in Bergkarabach durch armenische Milizen 1993 geschlossen und seitdem nicht mehr geöffnet.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev in Baku betonte Erdogan, dass die Türkei keine Probleme mit der armenischen Bevölkerung habe.

„Wir hegen keinen Groll gegen das Volk von Armenien. Das Problem ist mit der armenischen Regierung. Über 100.000 Armenier leben in meinem Land“, erklärte Erdogan.

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