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Auf welche Währungen die Anleger 2024 setzen sollten

Die aktuelle Stärke des US-Dollars wird bis ins Jahr 2024 anhalten. Dies wird unterstützt durch das schwache globale Wachstum und die relativ hohen US-Renditen.

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von Gareth Gettinby

Die aktuelle Stärke des US-Dollars wird bis ins Jahr 2024 anhalten. Dies wird unterstützt durch das schwache globale Wachstum und die relativ hohen US-Renditen. Die Fed wird die Zinssätze noch länger relativ hoch hatlen.

Außerdem fehlt dem US-Dollar angesichts der Verlangsamung des Kreditwachstums, das die Nachfrage in Europa und in Großbritannien belastet, sowie der schwierigen Aussichten in China ein ernstzunehmender Gegner. Eine Abschwächung des Dollars setzt ein höheres Wachstum in Europa und China sowie eine anhaltende Disinflation voraus.

Außerdem müsste die US-Notenbank einen „Dovish Pivot“ vollziehen und aggressivere Zinssenkungen als in anderen Ländern vornehmen; dies wird nur geschehen, wenn es zu einem „Tail Event“ oder einer Rezession in den USA kommt, was beides nicht der Fall ist.

Aussichten in Großbritannien verschlechtern sich

Beim britischen Pfund sieht es dagegen weniger positiv aus. Wir rechnen nicht damit, dass sich die Outperformance des letzten Jahres wiederholt. Die Aussichten für Großbritannien haben sich erneut verschlechtert, da die Wirtschaft und die Verbraucher die Auswirkungen von 14 aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen (auf 5,25 %) zu spüren bekommen, wodurch die Zinssätze auf dem höchsten Stand seit der Finanzkrise sind.

Viele Wirtschaftsindikatoren zeigen überraschend nach unten, und da der geldpolitische Ausschuss der Bank of England prognostiziert, dass nur 25 bis 30 % der bisherigen Zinserhöhungen in der Wirtschaft angekommen sind, wird es wahrscheinlich noch mehr Probleme geben. Während viele der schwachen strukturellen Rahmenbedingungen bekannt sind, besteht der größte Nachteil für das GBP im Jahr 2024 in der Möglichkeit, dass die Märkte frühere Zinssenkungen einpreisen. Das britische Pfund wird nun wieder nach konventionellen Kritierien wie dem globalen Risiko und den Zinssätzen gehandelt.

Euro benötigt ausländische Impulse

Für den Euro ist eine anhaltende Stabilität derzeit das Beste, was man erwarten kann; ein Aufschwung ist schwer vorstellbar, da die Wirtschaft im Euroraum um eine Wachstumsdynamik ringt. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Konjunkturschwäche auf einen nachgebenden Arbeitsmarkt auswirkt.

Auch die fiskalische Unterstützung vieler Regierungen wird begrenzt sein, da die Verschuldung in Italien, Frankreich und Spanien bei über 100 % des BIP liegt. Damit sich der Euro erholen kann, bedarf es ausländischer Impulse. Eine Wiederbelebung des chinesischen Wachstums durch politische Anreize würde dem Euroraum durch eine positive Verschiebung des lokalen Wachstums und durch einen zyklischen Aufschwung helfen. Ein weiterer, wenn auch weniger wahrscheinlicher Treiber wäre eine schnellere Lockerung der Leitzinsen durch die US-Notenbank als erwartet, wodurch sich die reale Zinsdifferenz verringern und der Euro gestützt würde.

Begrenzter Appetit auf den Yen

Ohne signifikante Zinssenkungen der US-Notenbank und einen entsprechenden Zinserhöhungszyklus der Bank of Japan (BoJ) dürfte der Appetit auf den Yen begrenzt sein, der unter dem Einfluss höherer US-Renditen auf ein 32-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar fiel. Der Carry Trade (Zinsdifferenz zwischen zwei Ländern) war im vergangenen Jahr bedeutsam, da die Anleger den JPY angesichts der negativen Zinsen in Japan als Finanzierungswährung nutzten.

Die Anleger haben den JPY nun deutlich untergewichtet, so dass eine Auflösung dieser Währungs-Carry-Trades zu einer deutlichen Stärkung des JPY führen würde, was jedoch eine wachsende Besorgnis über eine Rezession in den USA voraussetzt, die zu niedrigeren Preisen für Risikoanlagen und niedrigeren US-Staatsanleihen führt. Außerdem muss die BoJ mitspielen, wenn sie in der ersten Jahreshälfte endlich aus den Negativzinsen herauskommen will, während andere große Zentralbanken möglicherweise eine Zinssenkung in Erwägung ziehen.

Lateinamerikanische Hochzinsanleihen

Die Schwellenländer könnten weiterhin Chancen für Anleger bieten. In einem günstigen makroökonomischen Umfeld, in dem die US-Renditen langsam sinken, dürften lateinamerikanische Hochzinsanleihen weiterhin ein attraktives Carry bieten. Auch wenn sie nicht mehr billig erscheinen, haben einige von ihnen (MXN, BRL) starke Fundamentaldaten und ein attraktives Konjunktur- und Rohstoffengagement. Bei den asiatischen Währungen wird viel von der Erholung in China abhängen. Es ist wahrscheinlich, dass die PBOC eine schwache Währung tolerieren wird, um die Wirtschaft bei der Eindämmung des Deflationsdrucks zu unterstützen.


Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.


Gareth Gettinby

, Investment Manager bei Aegon Asset Management

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