"Förderung gesunder Ernährung"
Foodwatch ernennt DFB zum „Diabetes Förderer-Bund“

Die Euphorie vor der Fußball-Europameisterschaft veranlasst den Deutschen Fußballbund (DFB), Werbepartnerschaften mit den Großkonzernen Coca-Cola, Ferrero und McDonald's zu schließen - er verstößt damit jedoch gegen die eigene Satzung. Darin verpflichtet sich der DFB nämlich der "Förderung gesunder Ernährung (...) als gesundheitliche Prävention".

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DFB macht sich zum „Diabetes Förderer-Bund“

Von Dilara Faslak

Dortmund (nex) – Die Euphorie vor der Fußball-Europameisterschaft veranlasst den Deutschen Fußballbund (DFB), Werbepartnerschaften mit den Großkonzernen Coca-Cola, Ferrero und McDonald’s zu schließen – er verstößt damit jedoch gegen die eigene Satzung. Darin verpflichtet sich der DFB nämlich der „Förderung gesunder Ernährung (…) als gesundheitliche Prävention“.

„Der DFB erlaubt ausgerechnet Coca-Cola, Ferrero und McDonald’s, mit der Fußball-Nationalelf zu werben – und das, obwohl Werbung mit Fußballstars eindeutig Kinder anspricht und Kinder ohnehin zu viel Süßigkeiten und Zuckergetränke verzehren. Unter den Zielgruppen dieser Kampagne sind Kinder. Sie verehren die deutschen Fußballstars wie Götter“, erläutert der gemeinnützige Idealverein „Foodwatch“ in einer Presseerklärung und fordert mithilfe einer Online-Petition die Beendigung dieser Werbekampagnen.

Während McDonald’s eine Fußball-Eskorte verlost, wirbt der Weltmarktführer für Zuckergetränke Coca Cola mit der Nationalelf für die „Coke-classic“, und der italienische Süßwarenhersteller Ferrero bietet nun die „Kinder-Schokolade“ mit den Kinderfotos der Nationalelf als EM-Aktionspackung an.

„Ausgerechnet für Zuckerbomben prangen die Gesichter der deutschen Nationalspieler. Und das, obwohl zahlreiche einschlägige Studien belegen, dass zum Beispiel Zuckergetränke wie Cola Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes Typ II fördern“, erläutert Foodwatch und ernennt deshalb den DFB zum „Diabetes Förderer-Bund“.

Nach der Kritik an der Kooperation mit den besagten Großkonzernen und der Aufforderung, diese Partnerschaften zu beenden, verteidigt sich der Deutsche Fußballbund in seinem Antwortschreiben an Foodwatch, dass für die Zunahme des Übergewichts bei Kindern „nicht die Bevorzugung von süßen oder salzigen Lebensmitteln und Getränken“ verantwortlich sei.

Foodwatch hebt in seiner Presseerklärung jedoch hervor, dass die „Förderung gesunder Ernährung (…) als gesundheitliche Prävention“ beim DFB tatsächlich sichergestellt werden könne, indem dieser „den Junkfood-Konzernen die Werbeverträge kündigt“.

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