Krieg gegen Terror
Syrien: Höchster Militärberater des IS offenbar bei Luftangriff getötet

US-Quellen zufolge soll der „Verteidigungsminister“ des IS, Abu Omar al-Shishani, im Osten Syriens bei einem US-Luftangriff getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung der Meldung gibt es jedoch noch nicht.

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Damaskus (nex) – Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Offizielle berichtet, soll der in Georgien geborene Top-Terrorist der Terrormiliz IS (Daesh), Abu Omar al-Shishani, bei einem Luftangriff im Osten Syriens getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung der Meldung steht jedoch noch aus, vonseiten lokaler Kräfte gab es bis dato noch keine Informationen darüber, wo sich al-Shishani, der als einer der meistgesuchten Terroristen in den USA gilt, beziehungsweise sein Leichnam befinde. „Omar, der Tschetschene“, wie der 30-jährige al-Shishani auch genannt wurde, soll als Militärberater des berüchtigten Führers des IS, Abu Bakr al-Baghdadi, und gleichsam als „Verteidigungsminister“ des Daesh-„Kalifats“ fungiert haben.

Al-Shishani soll bis vor kurzem auch selbst eine IS-Brigade geleitet haben, die für Enthauptungen und Selbstmordanschläge in Nordsyrien verantwortlich sein soll. Wie Reuters am Dienstag berichtete, soll es am letzten Freitag eine Welle US-geführter Luftangriffe mit bemannten und unbemannten Waffensystemen nahe der Stadt al-Shaddadi gegeben haben. Damit sollte die bereits zuvor nach mehreren Monaten durch von den USA unterstützte lokale Milizen dem IS entrissene Stadt abgesichert werden. Die US-Armee werte allerdings, so das Verteidigungsministerium, noch die Folgen der Luftangriffe aus. Al-Shishani soll persönlich in die Region geeilt sein, um die Kampfmoral der dortigen IS-Einheiten zu stärken, unter denen nach zahlreichen Rückschlägen die Motivation am Boden war und immer mehr Kämpfer desertiert oder zum Feind übergelaufen waren.

Auf Informationen, die zur Eliminierung „Omars, des Tschetschenen“ führen sollten, war vonseiten der USA ein Kopfgeld von bis zu fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt. Sollte die Nachricht vom Ableben al-Shishanis zutreffend sein, könnte dies insbesondere auf die Fähigkeit des IS, Kämpfer aus dem Kaukasus zu rekrutieren, negative Auswirkungen haben. Auch würde die Terrormiliz die Fähigkeit einbüßen, koordinierte Angriffe auszuführen und so ihre verbliebenen Hochburgen, das syrische Rakka und das irakische Mosul, zu verteidigen.

UPDATE 10.03.15: Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet, dass al-Shishani den Angriff schwer verletzt überlebt habe.

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