Türkei
Siebtgrößte Wirtschaft weltweit: IWF prognostiziert weiterhin solides Wachstum in der Türkei

Auch in einem schwierigen Umfeld hat es die Türkei geschafft, in den letzten Jahren auf Wachstumskurs zu bleiben. Der IWF bestätigt, daß sich diese Entwicklung fortsetzen werde.

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Ankara (NEX) – Wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) Recht behält, kann sich die Türkei auf ein weiterhin gesundes Wachstum einstellen. Der IWF hat für die sogenannten CESEE-Länder (dieser Begriff umfasst die Mittel-, Ost- und Südosteuropäischen Länder, unter anderem auch die Türkei) eine Winterprognose erstellt. In seinem Bericht verweist der IWF darauf, dass die CESEE-Länder bedingt durch eine starke Binnennachfrage, niedrige Ölpreise und der zunehmenden Rehabilitierung der früheren Krisenstaaten innerhalb der Eurozone weiterhin wachsen würden. In Russland, Moldawien, Weißrussland und der Ukraine würde die Wirtschaft in diesem Jahr hingegen weiterhin schrumpfen.

Trotz der über weite Phasen des Jahres herrschenden politischen Ungewissheiten und einer Belastung des Investorenvertrauens auf Grund der steigenden institutionellen Schulden habe die türkische Wirtschaft allen Risiken standgehalten, hieß es im Türkei-Teil des IWF-Berichts. Die öffentlichen Ausgaben in der Türkei würden das Wachstum fördern. Im Vergleich zu anderen Ländern würde es in der Türkei geringe öffentliche Transfers und Verbrauchsausgaben geben. Die Summe der öffentlichen Investitionen sei hingegen hoch. Entsprechend seien, so der IWF, in der Türkei auch die Inflation und Inflationserwartung erhöht. Die zu erwartende Zinserhöhung der US-Notenbank würde mit Blick auf den Kapitalzufluss und die türkischen Währung einige Risiken in sich bergen.

Die positive Wirtschaftsprognose des IWF spiegelt auch den optimistischen Ausblick wieder, den der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi am Wochenende in seiner Rede auf dem „Türkei Weißrussland Investitionsforum“ in Istanbul gab. Der Minister gab bekannt, dass die die türkische Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2015 zur siebtgrößten Volkswirtschaft weltweit geworden sei. Außerdem wies Zeybekçi darauf hin, dass die Türkei als ein Land inmitten vieler Probleme trotz allen auch mit Blick auf das Haushaltsdefizit eines der stabilsten Länder sei. Die Türkei habe, so der Minister, in den Jahren 2014 und 2015 das Haushaltsdefizit um 50 Prozent verringern können.

Obwohl im Jahre 2014 weltweit die ausländischen Direktinvestitionen um 16 Prozent gefallen seien, stiegen sie in die Türkei im gleichen Zeitraum um 4 Prozent. Dieser Trend, so Zeybekçi, habe sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 fortgesetzt: Während die ausländischen Direktinvestitionen weltweit um 20 Prozent zurückgegangen seien, verzeichnete die Türkei bei den ausländischen Direktinvestitionen einen Plus von 33 Prozent, womit deutlich würde, dass die Türkei für die ausländischen Investoren ein zukunftsträchtiges Land sei.

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