"Ich will meinen Sohn zurück"
Türkei: Immer mehr Kurden schließen sich Sitzstreik gegen die HDP an

Diyarbakir (nex) – Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im vergangenen Monat begann, entwickelt sich allmählich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen. Im August hatte Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakır einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen. Nach dem Wiedertreffen mit ihrem Sohn nahm sie einen Anruf vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan entgegen. „Sie haben sich gewehrt und (…) Ihren Sohn aus den Händen dieser Verräter gerettet. Aus diesem Grund gratuliere ich Ihnen meinerseits und im Namen des Volkes. (…) Wir brauchen solche Mütter“, sagte Erdogan beim Gespräch. Auch der ältere Sohn Akars, Fırat, sei bereits 1994 von PKK-Terroristen entführt worden. 2017 wurde er in den Bergen tot aufgefunden. „Ich konnte nicht einmal den Körper meines Sohnes sehen“, sagte sie. „Sobald man dieses Gebäude betritt, kann niemand entkommen. Die HDP verschleppen unsere Kinder mithilfe von Drogen (…) und Medikamenten in die Berge. Es ist ein Ort des Gemetzels für Wilde und Unterdrücker“, zitiert Daily Sabah die kurdische Mutter. Immer mehr Kurden trauen sich Nun trauen sich immer mehr Eltern, die PKK und auch die HDP-Partei öffentlich zu kritisieren. Seit dem gestrigen Dienstag haben mehrere kurdische Eltern vor dem Büro der HDP einen Sitzstreik begonnen. Fevziye Cetinkaya behauptet, ihr 17-jähriger Sohn sei über Mitglieder der HDP in der südöstlichen Provinz Diyarbakir in die Reihen der Terrorgruppe aufgenommen worden. Sie habe sich am Montag zusammen mit ihrem Mann Sahap Cetinkaya an die Polizei gewandt und eine Beschwerde eingereicht, so Cetinkaya. „Alles, was ich von ihnen (HDP-Mitglieder) will, ist, dass mein Kind zu mir zurückgebracht wird“, sagte sie. „Entweder haben sie mein Kind hier versteckt oder es woanders hingebracht…. Ich werde nicht gehen, bis mein Kind zurück ist“, fügte sie hinzu. Der Vater warf HDP-Mitgliedern vor, ihre Kinder zum Beitritt zur PKK zu ermutigen. „Sie schicken Kinder von armen Menschen [zur PKK]…. Ich will meinen Sohn zurück, sonst nichts. Wir haben diese Kinder unter schwierigen Bedingungen aufgezogen und in die Schulen geschickt“, sagte er. Später am Tag schlossen sich drei weitere Mütter – die behaupten, ihre Kinder seien von den PKK-Mitgliedern entführt worden – Çetinkaya an. Die türkische Regierung beschuldigt die HDP seit langem, Verbindungen zur PKK-Terrorgruppe zu haben. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer in einer Mitteilung im Februar dieses Jahres. Eva Quadbeck in der Rheinischen Post:

„Die kurdische Arbeiterpartei PKK ist als Terrororganisation aus gutem Grund seit Anfang der 90er Jahre verboten. Dass sie hierzulande in Vereinen und Verlagen dennoch weiter operiert, kann der Rechtsstaat nicht hinnehmen. Das Verbot der Verlage ist nur konsequent. Die Bundesregierung tut gut daran, bei der PKK nüchtern nach rechtsstaatlichen Prinzipien zu verfahren. Deutschland steht in der Kritik der türkischen Regierung, die behauptet, es werde hierzulande nicht konsequent gegen die PKK vorgegangen, was nicht stimmt. Die politische Linke in Deutschland wiederum sieht das Verbot der Verlage als Zensur an.

Das Verbot hat aber nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun. Die betroffenen Verlage hatten die Unterstützung der verbotenen PKK im Auge. Dafür hätten sie auch Bananen vertreiben können. Die PKK heizt Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden in Deutschland an. Mit Gewalt ausgetragene Rivalitäten befördern eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Volksgruppen. Ein solcher Mechanismus gefährdet den inneren Frieden der Gesellschaft – insbesondere in Zeiten, in denen Fehlverhalten von Migranten gerne von Rechtspopulisten aufgegriffen wird“.

 

Türkei
Izmir: Türkisch-deutsches Joint Venture OPET FUCHS nimmt Betrieb im neuen Werk auf

OPET FUCHS, das Joint Venture von FUCHS PETROLUB und OPET Petrolcülük, hat den Betrieb in seinem neuen Werk am Standort Aliaga in der türkischen Provinz Izmir aufgenommen. Insgesamt flossen Investitionen in Höhe von 24 Millionen EUR in das Werk, das nun mit einer Produktionskapazität von jährlich 60.000 Tonnen im Ein-Schicht-Betrieb zu einem der modernsten Schmierstoffwerke der Türkei zählen wird, so Fuchs. „Mit seinen fortschrittlichen Verfahrenstechnologien und modernen Automatisierungssystemen ist das neue Werk perfekt auf die Kundenbedürfnisse und Produktionsanforderungen in der Türkei abgestimmt. Es ist Teil unserer globalen Wachstumsinitiative, mit der wir in bestehende und neue Anlagen investieren, um unsere Kapazität mithilfe fortschrittlicher Technologien auszubauen“, betont Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender von FUCHS PETROLUB SE, auf der internen Eröffnungsveranstaltung am 3. September 2019. Murat Seyhan, Geschäftsführer von OPET FUCHS, fügt hinzu: „Wir arbeiten hart, um mit unserem innovativen Ansatz, hoher Qualität, einer breiten Produktpalette und qualifizierten Fachkräften unseren in allen Sektoren tätigen Kunden eine herausragende Servicequalität zu bieten. Deshalb freuen wir uns sehr, unsere neue Anlage in Aliaga nun in Betrieb nehmen zu können.“ Auf einer Gesamtfläche von 55.000 m² wird in dem neuen Werk von OPET FUCHS künftig eine Vielzahl verschiedener Produkte produziert, darunter Motorenöle, Industrieschmierstoffe und Spezialprodukte. Mit der neuen Anlage verbessern sich Rückverfolgbarkeit, Reproduzierbarkeit und Nachhaltigkeit der hochwertigen Produkte von OPET FUCHS. Das Forschungs- und Entwicklungslabor ist mit den modernsten Technologien ausgestattet und verfügt über Kapazitäten für die Anwendung von mehr als 100 Prüfmethoden mit über 45 neuartigen Prüfgeräten. In dem Labor, das neue, auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Produkte konzipiert und entwickelt, werden Prototypen erstellt und getestet. Über FUCHS Der FUCHS-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten für nahezu alle Industrien und Anwendungsbereiche. Das Unternehmen, das 1931 in Mannheim gegründet wurde, beschäftigt weltweit mehr als 5.000 Mitarbeiter in 58 operativ tätigen Gesellschaften. FUCHS ist der weltweit größte Anbieter unter den unabhängigen Schmierstoffherstellern. Die nach Umsatz wichtigsten Märkte sind Westeuropa, Asien und Nordamerika.

Tourismus
Rekord: Noch nie haben so viele Deutsche die Türkei besucht wie im Juli

Istanbul – Wie die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz) unter Bezugnahme der veröffentlichten Zahlen des türkischen Tourismusministeriums berichtet, haben noch nie so viele Deutsche die Türkei besucht, wie im Juli. „Der Boom überrascht“, so die faz dem Anschein nach etwas frustriert. Den veröffentlichten Zahlen zufolge bereisten im Juli 868 000 Deutsche die Türkei, 14 Prozent mehr als im Juli 2018. Zuvor war der August 2015 der bisher stärkste Monat mit 842 000 Ankünften. „Die Buchungen lassen nicht darauf schließen, dass unsere Kunden Probleme mit der Türkei haben“, zitiert die faz eine Sprecherin von TUI, dem größten Reiseveranstalter Europas. Für den Konzern sei das Land „der Shootingstar dieses Sommers“, berichtet die faz weiter. „Die Türkei ist auf dem besten Weg zu alten Rekorden“, so TUI. Tatsächlich könnte 2019 das stärkste Jahr für den deutschen Tourismus in der Türkei werden, so die faz weiter. Bisher habe 2015 diesen Rekord mit fast 5,6 Millionen Ankünften gehalten. Im vergangenen Jahr entschieden sich 4,5 Millionen Deutsche für die Türkei. Die ersten sieben Monate 2019 verzeichnen jetzt schon den zweitstärksten Wert der Geschichte, so die faz. 

Zum Thema

– Reisen – Russen benennen Türkei zum besten Land für erste Auslandsreise

Die Ticketbuchungsplattform „Aviasales“ hat in einer Umfrage unter russischen Reise-Enthusiasten herausgefunden, welche Länder in deren Augen für die erste Auslandserfahrung am besten sind. Deutschland schaffte es nicht unter die ersten fünf.

Russen benennen Türkei zum besten Land für erste Auslandsreise

Österreich
OE24: Gründer der Wiener „Türken-Partei“ bei Autounfall gestorben

Subotica – Drei Menschen sind Montagfrüh bei einem Verkehrsunfall auf einer Autobahn bei der nordserbischen Stadt Subotica gestorben. Ein weiteres Kind wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Den Angaben zufolge hatte der verunglückte Pkw – ein schwarzer Audi Q7 – ein Wiener Kennzeichen. Wie das österreichische Nachrichtenportal OE24 weiter berichtet,  soll es sich bei dem Lenker des Fahrzeuges um den Mitgründer der Wiener Türken-Partei „Gemeinsam für Wien“, Sami Akpinar, handeln. Der Politiker sei demnach bei dem Unfall gestorben. Im Unfallfahrzeug saß auch sein Bruder S. Akpinar aus Bregenz. Er starb ebenso wie ein weiterer Verwandter des Politikers und Untermehmers Sami Akpinar. Auch der Schwager der Brüder, Mesut K., sei bei dem Unfall gestorben. Wie OE24 weiter berichtet, soll einzig der 8-jährige Sohn des Bruders laut ersten Informationen schwer verletzt überlebt haben und im Krankenhaus liegen. OE24 zufolge, befanden sich die Pkw-Insassen auf dem Heimweg vom Urlaub. Eine weitere türkische Familie, auf der Rückreise nach England, sei nach dem Unfall stehengeblieben und habe das Kind aus dem Wrack gezogen.      

Baubranche
Plug-and-Play Hotels: Ein Finne will Kliniken und Hotels in Rekordzeit errichten

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Die Preise fürs Bauen steigen seit Jahren. Auch 2019. Das liegt, so das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), vor allem an der anhaltend hohen Nachfrage nach Neubauimmobilien. In Großstädten und Ferienorten werden besonders viele neue Wohnungen gebraucht, aber auch Hotels und Hospitale. Überall dort wo Bauboom herrscht, explodieren die Kosten, verlängern sich die Fertigstellungszeiten. Kann modulare Bauweise helfen, Gebäude günstiger, schneller und mit einer höheren Qualität herzustellen? Ein finnisches Unternehmen ist davon überzeugt. Die Hotellerie in Deutschland befindet sich im zehnten Jahr des Wachstums in Folge. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft hat 2018 gut 477 Millionen Übernachtungen gezählt, vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zimmerauslastung wird mit 71,9 Prozent angegeben. Überall werden neue Hotels gebaut. Und das nicht nur zwischen Nordsee und Alpen. Auch in den USA beispielsweise. Dort ist die Zahl der Hotels in den vergangenen sieben Jahren um rund 3.500 auf 55.900 mit 5,3 Millionen Betten gestiegen. Das weltweite Transaktionsvolumen im Hotelinvestmentmarkt betrug im vergangenen Jahr laut dem Jones Lang Lasalle-Report „Hotel Investment Outlook 2019“ fast 68 Milliarden US-Dollar. Das größte Wachstum vermeldete der US-Markt mit einer Steigerung von rund 30 Prozent auf 36,5 Milliarden US-Dollar. Für 2019 erwarten die Autoren des Reports ein ähnlich hohes Niveau. Sorgen bereiten den Investoren die Baukosten. Sie sind in den letzten Jahren weltweit exorbitant gestiegen. Die Baukosten für ein Hotel, aber auch für ein Krankenhaus, hängen von den Entwicklungen an den Boden-, Baumaterial- und Arbeitsmärkten ab. Für die beiden letzteren Einflussfaktoren suchen Unternehmen seit Jahren nach innovativen Konzepten und neuen Lösungen. Fündig wird man im finnischen Turku. Hier hat die Firma Admares ihren Sitz. Die hat sich in den vergangenen Jahren einen guten Namen als Hersteller schwimmender Villen und künstlicher Wellness-Inseln gemacht. Spätestens 2022 will Admares die weltweit erste Fabrik anlaufen lassen, in der ganze Hotels und Krankenhäuser in Modularbauweise schlüsselfertig hergestellt werden. „Die automatisierte Produktion von modularisierten Gebäudekomplexen ist der einzige Weg, die Baukosten im Immobiliensektor zu senken und gleichzeitig die Qualität zu steigern“, erläutert Admares-Geschäftsführer Mikael Hedberg die Idee seines Unternehmens. „Wir wollen Gebäude bauen wie man heute Autos in Fabriken herstellt.“ Unterstützt werden die Finnen bei Ausgestaltung von Produkt, Prozess, Organisation und bei der Realisierung ihrer Smart Factory von Beratern der Porsche Consulting. „Wir lassen die brillante Idee von Admares Wirklichkeit werden“, sagt Matthias Möhrke, Associate Partner bei Porsche Consulting. Durch das Admares-Konzept werden herkömmliche Arbeitsabläufe im Gebäudebau obsolet. „80 bis 95 Prozent der Wertschöpfung finden in der Fabrik statt“, sagt Matthias Möhrke. „So erreichen wir eine enorme Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit. Die ist nicht zu erzielen, wenn diese Arbeitsschritte erst auf der Baustelle gemacht werden.“ Dort werden nur noch die letzten kleinen Schritte ausgeführt, etwa die Verbindung von Raummodulen und Gebäudekernelementen. Das sind zwei bis maximal zehn Prozent des gesamten Bauprozesses. Plug and play. Der Vorfertigungsgrad hängt sehr davon ab, wie individuell die Auftraggeber die Fassade und die Innenausstattung gestalten. Die Herstellung der Gebäudeeinheiten wird in kleine Schritte zerlegt und alle handwerklichen Leistungen werden im Vorfeld vollständig geplant. Die Module werden fertig ausgebaut und enthalten sämtliche Leitungen beispielsweise für Wasser und Strom: Wo Fliesen gewünscht sind, werden diese bereits in der Fabrik angebracht. Sogar die Halterung für einen Fernseher wird schon im Werk installiert. Und selbst die Möblierung erfolgt bereits im Werk. Ein Modul durchläuft bis zur Fertigstellung mehrere Stationen. „Wir verfolgen nicht nur einen modularen, sondern auch einen skalierbaren Ansatz“, erklärt Matthias Möhrke. „Ziel ist, je nach Anforderung und Region die nötigen Wertschöpfungsprozesse in der Fabrik zu realisieren. Derzeit sind die Fertigung des Rohbaus, Logistik und Vormontagen für Komponenten sowie die Herstellung der Hauptmodule vorgesehen.“ Diese Fertigungsweise hat auch Auswirkungen auf das Personal: Mitarbeiter am Fließband brauchen keine Baugewerbe-Erfahrung und können zwischen den Produktionsbändern hin- und herwechseln. Aufgaben, die normalerweise langjährige Erfahrungen voraussetzen wie beispielsweise Fliesenlegen oder Trockenbau, werden von Robotern erledigt. Roland Sitzberger, der für die Bauindustrie zuständige Partner bei Porsche Consulting, betont die Wichtigkeit des modularen Produktkonzepts, das Individualisierung ermöglicht, ohne die Vorteile einer Serienproduktion einzubüßen: „Unter Volllast wird in der Hauptmontage etwa alle 30 Minuten ein Modul fertiggestellt.“ Was bedeutet das für die Gesamtbauzeit? Sitzberger: „Die verkürzt sich verglichen mit einer traditionellen Abwicklung um bis zu 70 Prozent.“ Damit nicht genug. „Durch die Modulbauweise lassen sich die Kosten für die Erstellung eines Hotels oder Krankenhauses um durchschnittlich etwa 30 Prozent senken“, stellt Sitzberger klar. Abhängig sei das jedoch von einer Vielzahl von Einflussfaktoren wie etwa der Varianz. Der geplante letzte Schritt zur perfekten Smart Factory: Der Auftraggeber legt die Details seiner Bestellung im Online-Konfigurator von Admares fest. Die Daten fließen dann automatisch an die Produktionslinie. Maßfertigung der besonderen Art. Bauingenieur und Berater Sitzberger: „Selbst bei individuellen Wünschen des Bauherrn werden die Kosten durch die Modularbauweise gesenkt und die Fertigstellungszeiten verkürzt.“ Er ist überzeugt, dass das Potenzial der modularen Bau- und Vormontagelösungen für den Hotel- und Krankenhausmarkt enorm ist, auch weil der Bedarf an derart hergestellten Gebäuden „sehr hoch“ sei. Admares will im ersten Schritt den US-Markt bedienen, später den europäischen, arabischen und afrikanischen. Dieses Geschäftsmodell lässt sich mit Sicherheit auch auf andere Immobilien und andere Branchen adaptieren. Sitzbergers Resümee: „Die Admares-Fabrik der Zukunft ist eine Revolution für das Baugewerbe.“

Datenschutz
Studie: Gesundheitsportale geben Nutzerdaten weiter

Internet-Portale, auf denen Nutzerinnen und Nutzer Informationen zu psychischen Erkrankungen finden, geben deren Daten offenbar an Drittunternehmen weiter. Davor warnt eine Studie der Nichtregierungsorganisation Privacy International, die NDR und „Süddeutscher Zeitung“ exklusiv vorab auswerten konnten. Für die Studie haben Forscherinnen und Forscher 136 Webseiten in deutscher, englischer und französischer Sprache analysiert. Auf fast allen Seiten haben sie Hinweise auf Drittanbieter gefunden – zum Beispiel sogenannte Tracker, mit denen Werbe-Netzwerke Profile von Nutzern erstellen können. Von den 44 in Deutschland untersuchten Seiten hatten fast zwei Drittel solche Werbe-Tracker eingesetzt. Am stärksten sind Nutzerinnen und Nutzer in Frankreich betroffen. Dort wurden 41 Portale untersucht, mehr als 90 Prozent nutzten Tracker für Werbezwecke. Durch diese Werbe-Tracker ist es theoretisch möglich, Informationen über mögliche Erkrankungen eines Nutzers zu speichern, ohne dass dieser einwilligt oder davon weiß. Auf keiner der untersuchten Seiten wurde im Test aktiv der Sammlung persönlicher Daten zugestimmt. Dennoch wurden der Studie zufolge in vielen Fällen Drittanbieter-Cookies angelegt, kleine Datenpakete, mit denen etwa Werbe-Netzwerke personalisierte Nutzerprofile erstellen können. Frederike Kaltenheuer, Leiterin der Abteilung Datenmissbrauch bei Privacy International, warnt davor, dass Nutzer dadurch die Kontrolle über die Informationen verlieren. Auch wenn personalisierte Werbung zunächst ungefährlich klinge: „Das Ökosystem der Werbevermarkter ist so intransparent, da ist nicht klar, in welche Hände die Daten gelangen“, sagte sie dem NDR. Beim Datensammeln für Werbezwecke „geht es nicht nur darum, wer wir sind, was unsere Interessen sind, sondern auch, wo wir uns gerade aufhalten, wie wir uns gerade fühlen. Das kann auch zu anderen Zwecken genutzt werden“, sagte Kaltenheuer. In Stichproben konnten Reporterinnen und Reporter von NDR und SZ bestätigen, dass die untersuchten Seiten Daten übermitteln, aus denen sich Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten ziehen lassen. So können Drittanbieter beispielsweise anhand der Adresse der Unterseite erkennen, dass sich ein Nutzer über psychische Erkrankungen informiert hatte. Zum Teil wurde auch übermittelt, welche der Fragen Nutzer in Selbst-Tests zur psychischen Verfassung beantwortet hatten. Einer Zustimmung zu dieser Datenübertragung gaben die Nutzer in der Stichprobe nicht. Antworten sind von den überprüften deutschsprachigen Portalen nicht übermittelt worden. Anders bei einem Fall aus Frankreich: Der Studie zufolge wurden dort bei einem Selbst-Test zu psychischen Erkrankungen ohne Zustimmung jede einzelne Antwort an Werbevermarkter übermittelt. Der Anbieter platzierte gleichzeitig ein sogenanntes Cookie im Browser des Nutzers und sammelt so weitere Erkenntnisse über das Surf-Verhalten, die dann mit den Antworten des Depressionstests verknüpft werden können. Zu den untersuchten Seiten gehört in Deutschland unter anderem die Webseite der Apotheken-Umschau. Wer sich dort über Depressionen erkundigte, übermittelte – ohne Zustimmung – persönliche Daten an die Server von Drittanbietern, darunter Vermarkter von Nutzerdaten zu Werbezwecken. Auf Anfrage erklärte der Verlag der Apotheken-Umschau, man habe Daten nur „entsprechend des Datenschutzes“ verwendet. Zurzeit prüfe man allerdings, ob die Werbung wirklich datenschutzkonform sei. „Bis diese Prüfungen abgeschlossen sind, hat der Verlag vorsorglich entschieden, die Werbung von seiner Website zu nehmen und damit auch alle Werbetracking-Tools zu entfernen“, hieß es auf Anfrage. Auch das Portal Netdoktor gibt der Studie zufolge Daten an Drittanbieter weiter. Nutzer offenbaren mutmaßlich ungewollt neben technischen Daten wie der IP-Adresse und damit verbunden einem groben Standort auch die Tatsache, dass sie sich über psychische Erkrankungen informieren: Schlagwörter wie „Depression“ sind theoretisch aus der Adresse der Webseite auslesbar. Eine Sprecherin sagte, eine Speicherung gesundheitsbezogener Daten finde nicht statt, Nutzer könnten lediglich anhand „eines Pseudonyms erkannt (‚getrackt‘) werden“. Dieses Vorgehen erfolge im Einklang mit geltenden Datenschutzregeln. „Es wird weder gespeichert, auf welcher konkreten Seite (…) ein Nutzer wie lange verweilt, noch wird festgehalten, welches Leseverhalten ein User in Bezug auf Gesundheitsinformationen hat“, erklärte die Sprecherin. In den Datenschutz-Erklärungen, die Netdoktor selbst im Internet veröffentlich hat, heißt es hingegen, man nutze die Dienste eines Drittanbieters, um „Nutzerverhalten (z. B. Mausbewegungen, Klicks, Scrollhöhe) auf unseren Internetseiten erfassen und auswerten“ zu können. Auf Nachfrage erklärte die Sprecherin, dass das auf der eigenen Seite beschriebene Auswertungstool aktuell nicht aktiviert sei. Netdoktor hat nach der Anfrage von NDR und SZ einen zusätzlichen Datenschutzhinweis auf der Seite angebracht, in dem es heißt: „Auf diesem Angebot werden Nutzungsdaten durch uns und eingebundene Dritte erfasst und ausgewertet (sg. Tracking), u. a. mittels Cookies. Die Nutzung der Seite gilt als Zustimmung zur Cookie-Nutzung.“ Der stellvertretende Leiter der Hamburger Datenschutzbehörde, Ulrich Kühn, kritisiert dieses Vorgehen: „Die Tracking-Mechanismen sind längst aktiv, wenn ich diese Information sehe, das heißt, ich fälle gar keine Entscheidung“, sagte Kühn dem NDR. Gerade im Umgang mit Gesundheitsdaten sei das nicht ausreichend und könne einen Verstoß gegen Datenschutzgesetze und damit eine rechtswidrige Datensammlung darstellen, die auch zu Sanktionen gegen die Webseiten-Betreiber führen könne. Kühne fordert Unternehmen auf, zuerst zu erklären, was mit den Daten geschieht, und dann die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer einzuholen, bevor Daten für Marketing-Zwecke erhoben werden. Auch die Internet-Auftritte mehrerer Kliniken hat die Studie untersucht und dort Tracker gefunden. Ein Klinik-Betreiber erklärte auf Anfrage, man wolle Besucher der Webseite in Zukunft explizit um eine Einwilligung der Datenerfassung bitten, bis dahin habe man die Programme abgeschaltet. Von einer anderen Klinik hieß es, man habe die Tracking-Funktionen nach der Anfrage überprüft und deaktiviert, auch wenn man sich an bestehende Datenschutzgesetze gehalten habe. Die Leitung der Oberberg-Gruppe, nach eigenen Angaben der größte Verbund privater Kliniken im Bereich Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im deutschsprachigen Raum, appelliert an die Konkurrenz: „Nicht alles, was rechtmäßig ist, ist auch gut für die Menschen. Können (soziale Netzwerke) in absehbarer Zeit keine Transparenz herstellen, darf unsere Branche intransparente Online-Vermarktungsmethoden nicht nutzen“, schreibt die Geschäftsführung auf NDR Anfrage. Man nehme die Recherche zum Anlass und schalte die Werbe-Funktionen auf der eigenen Seite ab. Die sogenannte Datenschutzgrundverordnung (DSVGO), die seit Mai des vergangenen Jahres in Kraft ist, soll Nutzerinnen und Nutzer eigentlich davor schützen, dass persönliche Daten ohne Zustimmung bei Vermarktern landen. Bei einem Verstoß gegen die DSVGO drohen Unternehmen hohe Strafen, in einem spektakulären Fall hat die französische Datenschutz-Behörde gegen Google vergangenes Jahr eine Strafzahlung von 50 Millionen Euro verhängt. Google geht gegen die Entscheidung juristisch vor.

Medien
MADSACK startet das nationale Nachrichtenportal RND.de

Die MADSACK Mediengruppe geht publizistisch neue Wege und startet mit RND.de das erste nationale Nachrichtenportal der Mediengruppe. „RND.de ist ein wichtiger Baustein unserer Digitalstrategie. Ziel muss es sein, unabhängigen Journalismus auch im digitalen Zeitalter finanzierbar zu halten“, sagt Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der MADSACK Mediengruppe. „Wir wollen durch ein geschicktes Zusammenwirken von nationalen und regionalen Angeboten Akzente im digitalen Journalismus setzen. Das RND wird dabei zur zentralen Drehscheibe. RND.de wird das Newsangebot von den Journalisten, denen bereits mehr als 50 Tageszeitungen in Deutschland ihre Nachrichtenseiten anvertrauen.“ RND.de zeichnet sich durch exklusive Nachrichten, Reportagen und umfassende Serviceinhalte aus, eine Vielzahl von Features ermöglicht dem Leser eine optimal an seinen Bedürfnissen angepasste Auswahl. So kann beispielsweise über die Funktion „MEIN RND“ ein individueller Newsfeed nach Themenfeldern und Autoren zusammengestellt werden. Damit schafft RND.de eine neue Form der Übersicht in der täglichen Nachrichtenwelt. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) der MADSACK Mediengruppe ist eines der erfolgreichsten journalistischen Netzwerke. Mit seinen Partnern erreicht das RND eine Gesamtauflage von mehr als 2,3 Mio. Exemplaren und eine Reichweite von mehr als 6,8 Millionen Lesern täglich, hinzu kommen Millionen Leser über die digitalen Angebote der regionalen Zeitungsmarken. Zudem zählt das RND zu den führenden Informationsquellen für exklusive überregionale Nachrichten bundesweit. Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) ist Marco Fenske, der gemeinsam mit Hannah Suppa, Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen bei MADSACK, und Bernhard Bahners, Chief Digital Officer der MADSACK Mediengruppe, auch die Geschäftsführung des RND bildet. Das RND wird zum digitalen journalistischen Zentrum der Mediengruppe ausgebaut werden. Im Herbst wird ein neuer Newsroom am Standort Hannover bezogen, der vollständig auf kooperatives Arbeiten ausgelegt ist. Mehr als 180 Journalisten, Digital- und Marketingexperten werden dann dort zusammenarbeiten und die digitalen journalistischen Angebote des RND und der Regionaltitel der MADSACK Mediengruppe steuern. Über das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): Mehr als 50 Tageszeitungen mit einer täglichen Gesamtauflage von mehr als 2,3 Mio. Exemplaren und einer Reichweite von mehr als 6,8 Millionen Lesern beziehen bereits überregionale Inhalte vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), darunter u.a. Leipziger Volkszeitung, Hannoversche Allgemeine, Märkische Allgemeine, Berliner Zeitung, Express. Hinzu kommen Millionen Leser in den digitalen Angeboten der regionalen Zeitungsmarken der MADSACK Mediengruppe.

Türkei
Bolu: Katzen-Opi Ali Mese hat ein neues Zuhause

Bolu – Ali Mese, von dem Fotos mit seiner Katze vor seinem niedergebrannten Haus viral gingen, internationale Aufmerksamkeit erlangte, ist nun in der westtürkischen Provinz Bolu in sein neues Heim eingezogen. Der 83-jahrige verlor sein Dorfhaus, das durch einen Brand, den er versehentlich selbst ausgelöst hatte, völlig zerstört wurde. Die Mudurnu Stiftung, das Ministerium für Familien- und Sozialpolitik und der Türkische Rote Halbmond starteten daraufhin eine gemeinsame Kampagne zum Bau eines neuen Hauses, berichtet die englischsprachige Daily Sabah. Sein Sohn, Ahmet Meşe, sagte, sein Vater sei sehr glücklich, endlich wieder ein Zuhause in seinem Dorf zu haben. Im Januar wurde das Haus von Meşe im Dorf Ordular zerstört, nachdem er versehentlich ein Feuer gelegt hatte, als er versuchte, seinen Heizofen mit Benzin anzuzünden. Fotos von Meşe mit seinem orangefarbenen Kätzchen Sarıkız (Blondes Mädchen), während er hilflos zusah, wie sein Haus in Flammen aufgeht, gingen viral und seine herzzerreißende Geschichte erregte Interesse auf der ganzen Welt. Ein kurzes Video über das Ereignis, das US-Moderatorin Ellen Degeneres veröffentlichte, wurde fast 10 Millionen Mal angesehen.

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– Türkei – Istanbul: Franchise „Taksim Cigköfte“ kündigt Partnerschaft mit Katzen-Treterin

Die türkische Restaurant Franchise-Kette „Taksim Cigköfte“ hat die Partnerschaft mit einer Frau, die für das Treten einer Straßenkatze in den sozialen Medien für Empörung sorgte, gekündigt.

Istanbul: Franchise „Taksim Cigköfte“ kündigt Partnerschaft mit Katzen-Treterin

Kommentar
Genc ASIP zum AfD-Erfolg: Keine Alternative, sondern eine Gefahr

AfD im Landtag: „Keine Alternative, sondern eine Gefahr für unsere bunte Gesellschaft“  Ein Gastbeitrag von Tolga Özgül und Benjamin Tas (Genc ASIP) Mit den Wahlen in Ost-Deutschland und vor allem in Sachsen, schneidet Deutschland ein schwarzes Kapitel aus der eigenen Geschichte an. Wir dürfen uns nicht von unserem Gegenüber isolieren und auf populistische Aussagen hereinfallen. Denn damit spielen wir nur den Feinden der offenen und demokratischen Mehrheitsgesellschaft in die Hände. Nur gemeinsam ist ein geschlossener Block gegen Fremdenfeindlichkeit möglich. Es darf nicht wieder eine Menschengruppe, Nationalität oder Religion zur Zielscheibe von frustrierten Menschen emporgehoben werden. Die Mehrheit der Menschen lehnt die Ideologie der AfD ab und bekennt sich zum Grundgesetz. Auch wenn der Wahlsieg der AfD der Demokratie schmerzen bereitet, werden die Demokraten und Demokratinnen in Deutschland gemeinsam die Regierung bilden. Deutschland ist mehr als die AfD, die landesweit gerade mal 13 Prozent ausmacht. Sowohl auf Landesebene als auch auf Bundesebene, lehnt die AfD die pluralistische Gesellschaft ab. Die AfD kann somit keine renommierte Partei sein, die die Interessen eines geeinten und bunten Deutschlands vertritt. Die Junge Europäische Bürgerinitiative Plattform (Genç ASİP) ist eine Nichtregierungsorganisation und wurde im Februar 2018 in Köln von Tolga Özgül gegründet. Aktuell ist sie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg aktiv. Sie verfolgt unter anderem das Ziel, die deutsch-türkische Beziehung zu stärken und zu fördern, aber auch die politische Partizipation von Migrant*innen aus anderen Herkunftsländern zu unterstützen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung der Autoren wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Meinung – Kommentar: Wieso müssen wir unbedingt die ethnische Herkunft von Tatverdächtigen erfahren?

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat angekündigt, die Nationalität von Tatverdächtigen grundsätzlich öffentlich machen zu wollen. Reul sieht dies als Beitrag zur Transparenz. Fachleute halten dagegen wenig davon. Politologe Yasin Bas kommentiert für NEX24.

 

"Botschaft an Bauernfamilien"
Grüne fordern Bio-Lebensmittel in allen Kantinen von Schulen, Kitas und Krankenhäusern

Osnabrück – Grünen-Politikerin Renate Künast hat die Umstellung der Verpflegung in öffentlichen Kantinen auf Bio-Produkte gefordert. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte die ernährungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion: „Wenn alle Schulen, Kitas und Krankenhäuser bei der Verpflegung auf Bio-Lebensmittel setzen, ist das eine Botschaft an die Bauernfamilien auf dem Land, die Umstellung zu wagen.“ Öffentliche Einrichtungen hätten eine enorme Nachfragemacht und könnten so für eine Steigerung der Bio-Produktion in der deutschen Landwirtschaft sorgen. Künast sagte: „Jeder Landrat, jede Bürgermeisterin sollte die Speisepläne in den kommunalen Einrichtungen daraufhin überprüfen.“ Die Kommunen könnten langfristige Verträge mit einzelnen Landwirten abschließen. „So wird es auch für den Bauern attraktiv, die Produktion umzustellen.“ Dies werde nicht zwangsläufig bedeuten, dass Pommes und Currywurst von den Speiseplänen fliegen müssten. „Auch die Currywurst lässt sich ökologischer herstellen“, so Künast. Generell gelte aber: „Unsere jetzige Ernährungsweise ist gescheitert.“ Die Menschen lebten ungesund, Tiere und Umwelt würden leiden, und auch den Bauern ginge es schlecht. „So geht’s doch nicht weiter“, befand die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2030 auf 20 Prozent der Agrarfläche in Deutschland Bio-Landbau betrieben werden soll. Derzeit sind es noch 9,1 Prozent. Die Regierung in Bayern will sogar 30 Prozent erreichen.