Wirtschaft
Forbes: Jeff Bezos ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt

New York – Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, hat der Franzose Bernard Arnault, CEO des französischen Unternehmens LVMH, Amazon-Chef Jeff Bezos als reichsten Mensch der Welt abgelöst. Der Grund sei ein Preisanstieg der LVMH-Aktien um 0,7 Prozent. Dadurch sei sein Vermögen um 1,9 Milliarden US-Dollar auf 116 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der Aktienkurs von Amazon sei dagegen um 0,7 Prozent gefallen. Bezos Vermögen sei aus diesem Grund um 760 Millionen US-Dollar auf 115,6 Milliarden geschrumpft. Die börsennotierte LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE ist der weltweite Branchenführer der Luxusgüterindustrie, der Rechte an über 70 verschiedenen Marken hält, die weltweit in über 3940 Geschäften vertrieben werden. Zu den Marken gehören unter anderem Givenchy, Kenzo und Tag Heuer. Der Konzern entstand im September 1987 durch die Fusion der Unternehmen Louis Vuitton und Moët Hennessy,  
 
 

Fußball International
Rückkehr in die Türkei: Podolski unterzeichnet bei Antalyaspor

Antalya – Lukas Podolski steht Medienberichten zufolge vor einer Rückkehr in die Türkei. Der frühere Fußball-Nationalspieler werde beim Erstligisten Antalyaspor einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison unterzeichnen, berichtet der Stern unter Berufung auf türkische Medien. Türkische Medien zeigten heute Fotos Podolskis bei der Ankunft in Antalya. Hunderte begeisterte Fans erwarteten ihn. Bereits von 2015 bis 2017 stand Podolski in der Türkei unter Vertrag, damals bei Galatasaray Istanbul. Podolskis japanischer Ex-Klub Vissel Kobe hatte am Samstag offiziell bekanntgegeben, dass man den Vertrag mit dem früheren deutschen Nationalspieler nicht verlängern werde. Der Vertrag läuft damit zum 31. Januar aus. Poldi postete auf Twitter ein Flugzeug und einen Skorpion. Der Skorpion ist das Symbol von Antalyaspor.
(Screenshot/Twitter)
Die Hoffnung der Kölner Fans auf ein Comeback beim 1. FC Köln hat sich demnach zerschlagen. Podolski habe dem Bundesligisten angeboten, in den nächsten eineinhalb Jahren als Standby-Profi zur Verfügung zu stehen. Die Kölner hätten sich wegen der bereits großen Zahl von Angreifern im Kader jedoch dagegen entschieden, berichtet der Stern weiter.

Libyen-Konferenz
Erdogan an Europa: Die Welt lässt sich nicht durch Klagen und Jammern verbessern

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New York – In einem Gastbeitrag in der US-Tageszeitung Politico äußerte sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan  zur Lage in Libyen und der bevorstehenden Friedenskonferenz in Berlin am morgigen Sonntag. In dem am heutigen Samstag veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Der Weg zum Frieden in Libyen führt durch die Türkei“, schreibt Erdogan, dass „es ein Fehler historischen Ausmaßes wäre, Libyen der Gnade eines Kriegsherren zu überlassen“. „In Libyen herrscht seit fast einem Jahrzehnt ein blutiger Bürgerkrieg. Und doch ist die internationale Gemeinschaft bisher ihrer Verantwortung zur Beendigung der Gewalt und zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität nicht gerecht geworden. Heute müssen wir mit den Konsequenzen dieser Gleichgültigkeit leben“, so Erdogan. Die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung Libyens werde seit mehreren Jahren von dem Kriegsherrn Khalifa Haftar angegriffen. Dieser werde unter anderem „von antidemokratischen Regierungen Ägyptens, Saudi-Arabiens und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt“, so Erdogan weiter. Erdogan warnte Europa vor neuen Bedrohungen, wenn es die international anerkannte libysche Regierung, Government of National Accord (GNA), nicht unterstütze. „Unsere europäischen Freunde und Verbündeten müssen verstehen, dass sie die Welt nicht einfach durch Klagen und dem Ausdruck ihrer Besorgnis ändern können. Das Völkerrecht, die Demokratie und die Menschenrechte können nicht verteidigt werden, ohne eine gewisse Verantwortung zu übernehmen. Das mögliche Versagen der EU, Libyens Regierung angemessen zu unterstützen, wäre ein Verrat an ihren eigenen Grundwerten, einschließlich Demokratie und Menschenrechte“, sagte Erdogan. Darüber hinaus werde Europa auf eine Reihe neuer Probleme und Bedrohungen stoßen, wenn Libyens rechtmäßige Regierung fallen sollte, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Staatschef. Terroristische Organisationen wie ISIS und Al-Qaida, die in Syrien und im Irak eine militärische Niederlage erlitten haben, würden einen fruchtbaren Boden finden und wieder erstarken. Bereits jetzt kämpften einige Gruppen, die die Ideologie dieser Terrororganisationen weitgehend teilen, darunter die Madkhali-Salafis, an der Seite Haftars. Wenn der Konflikt weiter wütet, würde die Gewalt und die Instabilität auch zu mehr irreguläre Migration nach Europa führen, so Erdogan. Die Türkei werde Libyens Sicherheitskräfte ausbilden und ihnen helfen, Terrorismus, Menschenhandel und andere schwerwiegende Bedrohungen der globalen Sicherheit zu bekämpfen, fügte er hinzu. Europa müsse mit der Türkei zusammenarbeiten. Die EU müsse der Welt zeigen, dass sie „ein relevanter Akteur auf der internationalen Bühne ist“, so Erdogan. Die bevorstehende Friedenskonferenz in Berlin sei ein sehr wichtiger Schritt in diese Richtung. Inmitten eines fragilen Waffenstillstands zwischen der international anerkannten libyschen Regierung und den libyschen Kriegsherren loyalen Kräften, lud Bundeskanzlerin Angela Merkel hochrangige Vertreter aus der Türkei, Russland, den USA, China, Frankreich, Großbritannien und anderen regionalen Akteuren zu einer eintägigen Konferenz in Berlin ein. Haftar-Truppen besetzen Ölhäfen Kurz vor der Berliner Libyen-Konferenz haben die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar die wichtigsten Öl-Export-Häfen des Landes blockiert, berichtet die Tagesschau unter Berufung auf eine Mitteilung des staatlichen libyschen Ölkonzerns NOC. Damit habe Haftar den Druck kurz vor dem hochrangigen Treffen in Berlin erhöht.    

Großbritannien
Harry und Meghan verlieren Titel „Königliche Hoheit“

London – Der britische Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, dürfen sich nicht länger „Königliche Hoheit“ nennen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Mitteilung des Buckingham-Palast vom Samstag. Die beiden hatten kürzlich angekündigt, von ihrer Rolle als Mitglieder des engeren Königshauses zurückzutreten. Laut dem Statement haben sich Prinz Harry und Herzogin Meghan mit der Königsfamilie geeinigt und wollen ab dem Frühjahr ihre Titel abgeben. Somit verlieren sie auch die finanzielle Unterstützung, die sie bislang erhalten hatten.
„Der Herzog und die Herzogin werden ihre königlichen Titel nicht mehr benutzen, da sie nicht länger Mitglieder der königlichen Familie sind. Der Herzog und die Herzogin von Sussex sind Ihrer Majestät und der königlichen Familie dankbar für ihre fortwährende Unterstützung, während sie das nächste Kapitel ihres Lebens beginnen“ zitiert der Focus aus der Mitteilung.
Auch die staatlichen Ausgaben für die Renovierung von Frogmore Cottage, welches ihr britisches Familienhaus bleiben soll, würden sie zurückzahlen.
 

Großbritannien
Linksextremismus: St. Pauli-Logo auf offizieller britischer Anti-Terror-Liste

London – Auf einer offiziellen Anti-Terror-Liste der britischen Polizei ist auch das Logo des FC St. Pauli aufgelistet. Die Organisation „Counter Terrorism Policing“, ein nationales Netzwerk zur Terrorismusbekämpfung von der Polizei in Großbritannien, hat eine solche Liste mit potenziell gefährdeten Logos, Symbolen und Bildmarken veröffentlicht, berichtet die Hamburger Morgenpost unter Berufung auf eine Meldung des Guardian. Die fünfseitige Liste werde demnach an Ärzte, Polizisten und Lehrer im ganzen Land verteilt und diene zur Verhinderung und Bekämpfung von Terrorismus und Radikalismus. Auf der Liste finden sich nationalsozialistische, islamistische, anti-faschistische, nationalistische Symbole von teilweise verbotenen Organisationen. Jedoch seien in der Liste auch Logos von gewaltfreien Gruppen wie „Greenpeace“ und die Tierrechtsorganisation „Peta“ aufgelistet, berichtet Morgenpost weiter. In der Kategorie der linksextrem eingestuften Symbole „Left Wing and Associated Single Issue Symbols“ sei das Totenkopf-Logo des FC St. Pauli zu finden. 

– Meinung – Kommentar: DFB-Strafe gegen FC St. Pauli nach PKK-Propaganda wäre richtig

Der Fußball ist nicht nur Volkssport, sondern auch immer wieder Politik. Beispielhaft wurde dies am 19. Oktober vergangenen Jahres, als der FC St. Pauli gegen den SV Darmstadt 98 spielte.

Kommentar: DFB-Strafe gegen FC St. Pauli nach PKK-Propaganda wäre richtig

Berlin
Linken-Politiker fehlten 2019 im Bundestag am häufigsten

Abgeordnete der Linkspartei haben im vergangenen Jahr am häufigsten im Bundestag gefehlt. Dies geht aus einer der Berechnung der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ aller 77 Namentlichen Abstimmungen im Jahr 2019 hervor. Sie ergab bei der Linken eine durchschnittliche Fehlquote von 14,8 Prozent. Bei AfD und FDP fehlten im Schnitt 13,6 Prozent ihrer Fraktionsangehörigen. 10,2 Prozent der Grünen-Abgeordneten blieben durchschnittlich den Abstimmungen fern. Bei der SPD waren es 11,6 Prozent der Abgeordneten, die die bei wichtigen Themen anstehenden Namentlichen Abstimmungen versäumten. Lediglich die Unionsfraktion lag mit einer Fehlquote mit 8,1 Prozent unterhalb der Zehn-Prozent-Marke. Die Zahl der Ordnungsrufe hat derweil deutlich zugenommen. Gab es in den zurückliegenden drei Wahlperioden nur ein bis zwei Äußerungen, bei denen der jeweilige Parlamentspräsident Abgeordnete zur Ordnung rufen musste, verzeichnete das Stenografische Protokoll im Jahr 2018 sechs Ordnungsrufe und im vergangenen Jahr sogar zehn. Sie richteten sich je vier Mal gegen AfD-und Linken-Abgeordnete und je einmal gegen Politiker von Grünen und SPD. Im Vorjahr waren je zwei an die Adresse von AfD und Linken und je ein Ordnungsruf an Politiker von SPD und FDP gegangen. Anlässe waren unter anderem Beleidigungen wie „Hetzer“, „Terrorist“, „lächerliche Schießbudenfigur“, die Aufforderung „Nazis aus dem Bundestag“ oder das Tragen eines Antifa-Stickers durch eine Linken-Politikerin.

Medienfreiheit
TRT Deutsch: Ist Berichterstattung nur deutschen Medien vorbehalten?

Ein Gastkommentar von Kemal Bölge – kboelge@web.de TRT Deutsch – Eine Alternative zur hiesigen deutschen Medienlandschaft Ein für jedermann geläufiges Sprichwort besagt „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Nur scheint dieses Sprichwort anscheinend nicht überall zu gelten. Am 13. Januar startete das Nachrichtenportal TRT Deutsch und viele Mainstream-Medien kritisierten den Start als  „Propaganda Erdogans“ oder als „Versuchte Beeinflussung“ der in Deutschland lebenden türkischen Bevölkerung. Was ist der Grund für diese Nervosität einiger Medien  und weshalb wird TRT Deutsch dermaßen kritisiert? Ist die kritische Berichterstattung über Deutschland und die Welt nur deutschen Medien vorbehalten? Es gibt doch seit Jahrzehnten schon US-amerikanische Sender, die in Deutschland Programme  ausstrahlen und auch ein russischer Nachrichtenkanal, der auf Deutsch sendet und Beiträge veröffentlicht. Was bei der Berichterstattung über TRT Deutsch leider nicht gesagt wird: Es geht dabei primär nicht um den türkischen Präsidenten Erdoğan oder die Türkei, sondern um den Verlust der Deutungshoheit der deutschen Medien bei ihrer Berichterstattung, denn TRT Deutsch berichtet über ein sehr breites Spektrum an Themen. Der türkische Fernsehsender hat ein sehr reichhaltiges Programm und ein globales Korrespondentennetzwerk. Mit anderen Worten, TRT Deutsch ist eine qualitativ ernstzunehmende Konkurrenz zur hiesigen deutschen Medienlandschaft, denn es veröffentlicht Artikel und Beiträge in deutscher Sprache mit gut ausgebildeten Journalisten, Wissenschaftlern, Gastkommentatoren und dem vorhandenen Know-how. Damit könnte es eine Alternative für alle deutschsprachigen LeserInnen sein, die sich über die Türkei und die Geschehnisse in der Welt informieren wollen.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Auch interessant

– Council on Foreign Relations – Recherche: Das American Empire und seine Medien

Top-Journalisten und Führungskräfte nahezu aller bekannten US-Medien sind in das Netzwerk des einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR) eingebunden. Im Folgenden wird dieses Netzwerk erstmals grafisch dargestellt.

Recherche: Das American Empire und seine Medien
 

Tierschutz
Umfrage: Mehrheit würde für bessere Tierhaltung höhere Fleischpreise akzeptieren

Eine Mehrheit von 85 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher spricht sich für Steuern oder Abgaben auf Fleisch und Wurst aus, wenn Landwirtinnen und Landwirten mit dieser staatlichen Hilfe die Tierhaltung verbesserten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat. (www.greenpeace.de/umfrage_tierwohlabgabe) Die Verantwortung für eine artgerechte Haltung von Nutztieren sehen die Befragten nicht nur bei den Verbrauchern, den Landwirten und dem Handel, sondern vor allem bei der Politik. „Die Bundesbürger sind mit überwältigender Mehrheit bereit, eine bessere Tierhaltung mit einer Tierwohl-Abgabe zu unterstützen. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sollte endlich die Weichen für eine tiergerechte und ressourcenschonende Haltung der Nutztiere stellen“, sagt Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Das Geld der Verbraucherinnen und Verbrauchern muss bei den Betrieben ankommen, die in mehr Tierwohl investieren.“ Gegen die Untätigkeit von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) in zentralen Fragen der Agrarpolitik protestieren heute 38 Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace vor dem Berliner Messegelände. Zum Auftakt der Agrar- und Verbrauchermesse Internationale Grüne Woche haben sie auf dem Vordach des Haupteingangs (Eingang Nord) ein 16 Meter langes Banner entrollt, auf dem „Schluss mit der Show, Frau Klöckner!“ steht. „Julia Klöckner will hier mit ihrer Kampagne den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Verantwortung für eine bessere Tierhaltung zuschieben“, sagt Zimmermann. „Aber es ist Sache der Ministerin, gesetzeswidrige Praktiken in der Tierhaltung endlich zu beenden. In vielen Schweineställen in Deutschland herrschen nach wie vor illegale Zustände.“ Ausstieg aus quälerischer Tierhaltung mit Abgabe von 50 Cent pro Kilo Fleisch Die Ergebnisse der Umfrage stützen die Forderung von Greenpeace nach der Einführung einer zweckgebundenen Tierwohl-Abgabe, mit der landwirtschaftliche Betriebe gezielt gefördert werden könnten. Diese Forderung hatte die Umweltschutzorganisation Anfang dieser Woche mit einer Studie (https://act.gp/376l0wB) untermauert. Danach könnten mit einer Abgabe von 50 Cent pro Kilo Fleisch ausreichend finanzielle Mittel für den schnellen Ausstieg aus der quälerischen Tierhaltung aufgebracht werden. In Kombination mit einem Ende der Subventionen für Fleisch und Milchprodukte über den ermäßigten Mehrwertsteuersatz würden zudem die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft deutlich sinken. Kantar Emnid befragte 1008 Menschen in der Zeit vom 19.12.2019 bis zum 06.01.2020. 85 Prozent bejahten die Frage: „Sollten Landwirte staatliche Hilfen bekommen, wenn sie die Tierhaltung verbessern, auch wenn dies zu einer zusätzlichen Steuer oder Abgabe auf Fleisch und Wurst führen würde?“

Justiz
Beauftragter fordert höhere Strafen für Kinderpornografie

Der Leiter der Stabsstelle Kinderpornografie im Düsseldorfer Innenministerium, Ingo Wünsch, verlangt einen höheren Strafrahmen für den Besitz von Kinderpornografie. „Es kann nicht sein, dass Täter, die Kinderpornografie besitzen, eine geringere Strafe erhalten als zum Beispiel Diebe“, sagte Wünsch dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Höchststrafte für einfachen Diebstahl liege bei fünf Jahren, für den Besitz von Kinderpornografie würden nur maximal drei Jahre Haft angedroht. „Hier stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht“, erklärte der Stabsstellenleiter. „Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier eine Strafverschärfung auf den Weg bringt.“ Wünsch rechnet damit, dass die Ermittlungserfolge der Polizei potenzielle Konsumenten von Kinderpornografie abschreckt. „Dank unserer verbesserten technischen Möglichkeiten lag die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr bei 93,2 Prozent“, sagte der Kriminalbeamte der Zeitung. „Jeder, der vielleicht nur aus Neugier Kinderpornografie im Internet ansieht, hinterlässt eine digitale Spur, der wir nachgehen können. Ich rechne damit, dass die Zahl der Ermittlungsverfahren im Bereich Kinderpornografie weiter ansteigen wird.“

Zum Thema

– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Messerangriff im Jobcenter
Weiß: Mitarbeiter in Jobcentern und Arbeitsagenturen besser schützen

Besonderer strafrechtlicher Schutz erforderlich Ein Mann hat gestern im Jobcenter in Rottweil eine Mitarbeiterin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Dazu erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß: „Wir verurteilen die brutale Messerattacke auf die Mitarbeiterin des Jobcenters in Rottweil auf das Schärfste. Der angegriffenen Jobcentermitarbeiterin möchten wir unser Mitgefühl aussprechen und ihr eine schnelle Genesung wünschen. Die Mitarbeiter in den Jobcentern und Arbeitsagenturen leisten einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und liefern gute Arbeit ab. Die Arbeit in den Jobcentern und Arbeitsagenturen ist nicht leicht. Sie ist verbunden mit tagtäglichen Herausforderungen und verdient deshalb eine besondere Würdigung. Dieser brutale Angriff zeigt einmal mehr, welchen Gefahren auch die Mitarbeiter in den Jobcentern und Arbeitsagenturen ausgesetzt sind. Wir fordern daher, sie genauso – wie beispielsweise Polizeibeamte – unter einen besonderen strafrechtlichen Schutz zu stellen, um sie vor Übergriffen zu schützen.“