Osnabrück – Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Konstantin Kuhle, hat nach der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts in Berlin einen „europäischen Rechtsextremismus-Gipfel“ gefordert. „Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht müssen während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu einem europäischen Rechtsextremismus-Gipfel einladen.
Innenpolitischer Sprecher sieht „europaweites Problem“ und fordert abgestimmtes Konzept
Der Attentäter von Hanau, der in der Slowakei Schießtrainings absolviert hat, oder deutsche Rechtsextremisten, die für Krawalle nach Griechenland gereist sind, zeigen, dass Rechtsextremismus längst ein europaweites Problem ist“, sagte Kuhle der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).
„Strukturen zerschlagen“
Die deutsche Ratspräsidentschaft muss seiner Ansicht nach genutzt werden, „um das Problem mit der nötigen politischen Schlagkraft anzugehen“. „Am Ende muss ein europaweit abgestimmtes Konzept zum Kampf gegen rechtsextremistische Strömungen stehen, das die vernetzten Strukturen zerschlägt“, sagte Kuhle.
Kuhle: Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechtsextremismus noch nicht ausreichend ausgestattet
FDP-Innenpolitiker dringt auf besseren Informationsaustausch zwischen Nachrichtendiensten und Polizei. Kuhle hält die Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechtsextremismus noch nicht für schlagkräftig genug.
„Das Gefährderbewertungssystem RADAR-rechts des Bundeskriminalamtes soll beispielsweise erst 2022 fertig sein. Das ist deutlich zu spät. Hier ist auch das Bundesamt für Verfassungsschutz gefragt, indem es durch seine Erkenntnisse auf die angespannte Sicherheitslage aufmerksam macht“, sagte Kuhle der NOZ anlässlich der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts.
Kuhle weist darauf hin, dass zum Zweck des Informationsaustauschs zwischen Nachrichtendiensten und Polizei im Bereich des Rechtsextremismus seit 2012 das Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) existiert.
„Diese Einrichtung muss – ebenso wie das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus – endlich auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden, damit der Informationsaustausch verlässlich erfolgt. Deutschland kann sich angesichts der extremistischen Bedrohungen kein reines Nebeneinander der Sicherheitsbehörden erlauben“, sagte Kuhle.
Bundeswehrverbandschef André Wüstner hält den Vorschlag der neuen Wehrbeauftragten der Bundeswehr, Eva Högl (SPD), zur Wiedereinführung der Wehrpflicht für unangebracht und abwegig.
„Die alte Wehrpflicht passt nicht mehr zu den neuen Anforderungen an die Truppe“, sagte Wüstner der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ . Den heutigen Herausforderungen könne ohne Wehrpflicht gut begegnet werden – „in Sachen Professionalität sogar besser als mit ihr“.
Es gebe aktuell keine sicherheitspolitische Herleitung zur Wiedereinführung des Pflichtdienstes. Außerdem: „Mit Wehrerfassung, Ausbildungsstrukturen und der Infrastruktur für neue Kasernen sind wir sicherlich im Milliardenbereich. Und aktuell haben wir weder die Kapazitäten, noch das Geld oder die Zeit dafür“, sagte Wüstner.
Deutschland sei sehr unüberlegt aus der Wehrpflicht ausgestiegen. „Heute wäre es genauso unüberlegt, spontan wieder einzusteigen.“
Bundeswehrverband sieht deutsche Truppe vor Zusammenbruch durch Überlastung
Die deutschen Soldaten sind nach Angaben von Wüstner mit ihren Aufgaben derart überlastet, dass der Truppe der Zusammenbruch droht.
„Wenn immer neue Aufgaben zusätzlich zu den laufenden Missionen im Krisen- und Konfliktmanagement oder im Bündnis hinzukämen, „droht die Bundeswehr zu implodieren“, sagte Wüstner der „Rheinischen Post“.
Außerdem gebe es einen immensen Stau bei der Modernisierung der Waffensysteme, der in nicht allzu ferner Zukunft zu einem „Shutdown“ der Streitkräfte führen könne.
Der politische Anspruch an die Bundeswehr decke sich in keiner Weise mit ihrer Größe und materiellen Ausstattung. „Wir haben eine Situation der Überlastung: Eine zu kleine Truppe hat zu viele Aufgaben zu bewältigen.“
Wenn die Zeit zur Regeneration und Verarbeitung des Erlebten zwischen Auslandseinsätzen fehle, gebe es einen Fehler im System. Das müsse Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) beheben.
Überlingen – Fasten, besonders das intermittierende Fasten, wird aktuell in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen thematisiert.
Der jüngst in der Fachzeitschrift Annals of Medicine erschienene Review „Unravelling the health effects of fasting: a long road from obesity treatment to healthy life span increase and improved cognition“ geht detailliert auf die positiven Auswirkungen des Fastens bei Tieren und Menschen ein.
Der Fokus wird dabei vor allem auf das längerfristige Fasten (5, 10, 15, 20 Tage oder mehr) gelegt, wie es in den Buchinger Wilhelmi-Kliniken praktiziert wird. Der Schlüsselmechanismus des Fastens ist die Umstellung des Stoffwechsels von der Verwertung der durch Mahlzeiten zugeführten Glukose zur Nutzung von Ketonkörpern und körpereigenen Fettdepots. Diese Umstellung geht einher mit einer Umschaltung in dem, in den menschlichen Genen verankerten, Programm:
Genetische Signalwege werden entweder deaktiviert oder aktiviert, um den Fastenmodus in Gang zu setzen, wenn mehr als 12 bis 16 Stunden keine Nahrung aufgenommen wird. Exemplarisch ist hier der mTOR-Signalweg zu nennen, der durch das Fasten deaktiviert wird. Dadurch werden Zellwachstum und Zellteilung gehemmt, die z.B. die Entstehung von Krebs begünstigen.
Fasten kann also mehr leisten, als lediglich zur Gewichtsreduktion und zur Normalisierung des Fett- und Glukosestoffwechsels beizutragen. Zu den neu erkannten positiven Wirkungen bei Normal- und Übergewichtigen gehören
– die Verlängerung der gesunden Lebensspanne,
– die Verminderung entzündlicher Prozesse und
– die Aktivierung der Autophagie, durch die sich Gewebezellen und Zellstrukturen regenerieren können,
– sowie eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten.
Ein wichtiger Teil des Reviews beschäftigt sich mit der Klassifikation verschiedener Fastenformen und restriktiver Ernährungsstrategien. Der Review gibt einen Überblick über die neuesten internationalen Publikationen sowie über ältere Publikationen, z.B. aus den 1960er- bis 1970er-Jahren, als die Nulldiät als eine (extreme) Form des Fastens über Wochen und Monate zur Gewichtsreduktion bei massiv übergewichtigen Menschen angewandt wurde.
Regelmäßiges längerfristiges Fasten in Kombination mit intermittierendem Fasten oder time restricted eating (Begrenzung der Essenszeiten)könnte zum Bestandteil eines neuen medizinischen Paradigmas zur Prävention und Behandlung von altersbedingten Krankheiten werden.
An der vorliegenden Arbeit waren Wissenschaftler der Klinik Buchinger Wilhelmi, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem Dyslipidemie Zentrum in Mailand sowie der Universität Mailand beteiligt.
Wilhelmi de Toledo, F.; Grundler, F.; Sirtori, C.R.; Ruscica, M.: Unravelling the health effects of fasting: a long road from obesity treatment to healthy life span increase and improved cognition. Annals of Medicine, 2020
Auf Asphalt ausgerutscht, an einer rauen Fläche entlanggeschrammt: Eine Schürfwunde kann ordentlich brennen oder auch bluten. Selbst wenn nur die oberste Hautschicht verletzt und die Wunde meist harmlos ist, sollten Schürfwunden richtig versorgt werden, rät Cynthia Milz, Apothekerin aus Kulmbach und Vorstand der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V., im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.
Kleine Wunden am besten an der Luft heilen lassen
Verschmutzte Wunden sollten am besten mit Leitungswasser gereinigt werden – Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich auch, weil es keimarm ist. Antiseptisches Spray oder Gel nach dem Reinigen und Trocknen kann helfen, die Heilung zu beschleunigen. Eine kleine Wunde lässt man am besten an der Luft heilen. Luftdurchlässiges Pflaster verhindert, dass die Wunde mit der Kleidung verklebt. Das neue Gewebe einer frisch verheilten Schürfwunde sollte vor Sonnenstrahlung geschützt werden, so Apothekerin Milz.
Diabetiker können Schürfwunden leicht übersehen
Ist die Wundfläche sehr groß, befindet sich am Kopf, blutet stark, eitert oder heilt schlecht, sollte man zum Arzt gehen – dieser kann zudem feststellen, ob eine Tetanusimpfung ratsam wäre. Diabetiker sollten ihre Füße jeden Abend auf Wunden untersuchen. Da bei diabetesbedingten Nerven- und Gefäßschäden die Schmerzwahrnehmung gestört ist, kann eine Schürfwunde leicht übersehen werden, warnt Cynthia Milz.
Der ehemalige Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Martin Patzelt (CDU), wirbt dafür, Verstimmungen im deutsch-polnischen Verhältnis offen anzusprechen.
Hintergrund sind Vorwürfe der polnischen Regierung, Deutschland nehme über die Medien Einfluss auf den Wahlkampf in Polen. Am Sonntag wird dort in einer Stichwahl über den neuen Präsidenten abgestimmt.
Patzelt, der Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist, sagte dazu am Freitag im Inforadio vom rbb: „Ich halte diese Kontroverse vielleicht sogar ein bisschen für positiv, dass wir auch den Polen noch mal deutlich machen, was wir von Pressefreiheit halten. Da kommt ja das Missverständnis zum Ausdruck oder auch der manipulative Charakter, der eigentlich von der Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) ausgeht, dass wir einen solchen Einfluss auf unsere Presse nehmen könnten und wollten. Das wollen wir nicht, das ist Pressefreiheit, das steht in unserem Grundgesetz, und insofern ist die Kontroverse vielleicht hilfreich zur Aufklärung.“
Patzelt forderte auch dazu auf, offen über das strittige Thema Reparationszahlungen zu sprechen: „Auch die Reparationsforderungen sind erst mal verständlich, also sie kommen ja aus einem bestimmten Verständnis den Deutschen gegenüber und unserer Schuld, die wir im Zweiten Weltkrieg auf uns geladen haben. Aber darüber muss man ganz sachlich reden über das, was möglich ist und was nicht möglich ist, was angemessen ist und was nicht angemessen ist.“
Eine Hamburger Speditionsfirma mit Verbindungen in den Libanon hat jetzt kategorisch bestritten, mit möglichen Waffenlieferungen an die Türkei zu tun gehabt zu haben. Man habe bereits im Jahr 2015 „sämtliche Geschäftsbeziehung“ zu der libanesischen Abou-Merhi-Gruppe beendet, erklärte ein Anwalt im Namen der in Hamburg ansässigen AML Ship Management GmbH auf Anfrage des stern.
Der Verdacht der Waffenlieferungen bezieht sich auf die mit der libanesischen Abou-Merhi-Gruppe verbundenen Frachtschiffe „Bana“ und „Single Eagle“, die ansonsten Gebrauchtwagen zwischen Europa und dem Nahen Osten verschiffen. Die „Bana“ wurde im Februar von den Behörden im italienischen Genua festgesetzt und durchsucht. Laut Aussagen von Seeleuten soll sie Ende Januar türkische Waffen, darunter Panzerhaubitzen und Daimler-Militärfahrzeuge nach Libyen gebracht haben, unter Bruch eines UN-Waffenembargos. Laut Vernehmungsprotokollen, die dem stern und „Report München“ vorliegen, soll die „Bana“ zuvor in der Vergangenheit bereits zwei- oder dreimal weitere Rüstungsgüter aus der Türkei nach Libyen gebracht haben.
Die „Single Eagle“ und eine mögliche Rolle der Hamburger Firma wurden jetzt in einem Bericht des Recherchebüros „Open Facto“ thematisiert. Eine Fahrt der „Single Eagle“ und geplante Zwischenstationen in Libyen hatte ein Geschäftsführer der AML Ship Management GmbH in Hamburg im Januar auf seiner Facebook-Seite angekündigt.
Heute lässt sein Anwalt erklären, dass die Hamburger Firma als „reine Frachtagentin“ Fahrten von Schiffen wie der „Single Eagle“ angekündigt habe. Man habe nun „gleichwohl aufgrund der im Raum stehenden Verdachtsmomente die Zusammenarbeit mit der Reederei der ‚Single Eagle‘, der African Mediterranean Lines, eingestellt“.
Die AML Ship Management sei überdies „kein deutscher Ableger der AML Gruppe des Merhi Ali Abou Merhi“ und sei dies auch „niemals“ gewesen. Im Oktober 2015 hatte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen mehrere Angehörige und Firmen der Abou-Merhi-Familie verhängt. Auf der Liste standen damals auch zwei Personen mit deutschem Pass, außerdem die inzwischen aufgelöste Hamburger Firma Abou Merhi Linienagentur GmbH sowie der Gründer der AML Ship Management GmbH. Die US-Behörden hatten den Clan im Verdacht, der Hisbollah beim Drogentransport geholfen zu haben. Den Vorwurf ließen die Behörden aber dann offenbar wieder fallen.
Nach dem Zusammenbruch des Zahlungsabwicklers Wirecard ist in den USA die erste Sammelklage eingegangen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin CAPITAL unter Berufung auf den Schriftsatz, den die auf Investorenklagen spezialisierte New Yorker Kanzlei Rosen Law Firm am 7. Juli bei einem Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania eingereicht hat. Die Klage richtet sich gegen das Unternehmen, Topmanager sowie den langjährigen Wirtschaftsprüfer von Wirecard, EY.
In der 31-seitigen Klageschrift, die CAPITAL vorliegt, werfen die US-Anwälte dem Dax-Konzern und sechs früheren und amtierenden Topmanagern um den langjährigen Vorstandschef Markus Braun wiederholte Verstöße gegen das US-Aktienrecht vor, die zu einem massiven Vermögensschaden für die Aktionäre geführt hätten. Demnach sollen die Beklagten im Zeitraum vom 17. August 2015 bis 24. Juni 2020 in offiziellen Konzernmitteilungen wie Quartals- und anderen Finanzberichten falsche Angaben zur Lage des Unternehmens veröffentlicht und die Aktionäre damit getäuscht haben.
So habe Wirecard etwa seine Cashbestände zu hoch angegeben, indem es die angeblich auf Treuhandkonten auf den Philippinen liegenden Guthaben in Höhe von 1,9 Mrd. Euro verbucht habe. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass diese Guthaben vermutlich nicht existieren. Allgemein habe der Zahlungsdienstleister über Jahre seine Finanzergebnisse falsch dargestellt und unter anderem zu hohe Umsätze und Ergebnisse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ausgewiesen, heißt es in der Klageschrift weiter. Der deutschen Tochtergesellschaft von EY werfen die Kläger vor, die Abschlussprüfer hätten es unterlassen, Wirecard gemäß den geltenden Auditing-Standards zu prüfen.
Wie hoch die Verluste für die Anleger sind, wird in der Klage nicht ausgeführt. Der Schaden müsse im Rahmen eines Verfahrens vor einer Geschworenenjury ermittelt werden, heißt es in dem Schriftsatz. Fest stehe aber, dass die Angaben zur Finanzlage und den Geschäftsaussichten des Konzerns für den Zeitraum der Klage ohne belastbare Basis gewesen seien. Dadurch sei der Preis der Wertpapiere „künstlich aufgebläht“ worden.
Wirecard ließ eine Anfrage von CAPITAL unbeantwortet. Ein EY-Sprecher teilte mit, bei dem Unternehmen seien „keine Klagen eingegangen“. Daher könne man keine Stellungnahme abgeben.
Antalya (nex) – Nach den monatelangen Flugsperren nimmt die Urlaubssaison in der Türkei langsam wieder an Fahrt auf.
Die von der Regierung auferlegten strengen Maßnahmen werden vom deutschen TÜV kontrolliert. Die ersten Urlauber aus Deutschland landen trotz der noch immer geltenden Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in den türkischen Urlaubsmetropolen am Mittelmeer.
Auch die Wollnys aus der gleichnamigen RTL II Pseudo-Doku lassen es sich derzeit in der Türkei gut gehen und teilen Videos und Bilder von ihrem Urlaub auf Instagram.
https://www.instagram.com/tv/CCT3in6ovV7/
Im Netz haben sie darauf jedoch einen üblen Shitstorm kassiert. Unverantwortlich sei dies, schimpften viele. „Wie beschränkt seid ihr eigentlich?“, wettert ein User unter dem Post von Silvia Wollny. „Super Idee bei der aktuellen Lage in die Türkei zu fliegen!“, schreibt ein anderer ironisch, berichtet derExpress.
Familienoberhaupt Silvia hat von der Kritik jetzt allerdings genug und hat sich nun ziemlich heftig gewehrt:
„Hört auf meine Kinder zu beleidigen. Ihr seid das Allerletzte“, beschimpft sie ihre Hater. Sie selbst habe kein Problem damit, wenn sie beschimpft wird: „Mich interessiert es nicht, was ihr da schreibt oder sonst etwas. Das geht mir auf gut deutsch gesagt an meiner Arschviolinie vorbei“, zitiert RTLdie elffache Mutter.
In der Türkei sei es sicherer als in Deutschland und sie könne sich sogar vorstellen dorthin auszuwandern. „Man sieht im Endeffekt, wie da die Infektionszahlen schon steigen“, behauptet sie über einen Urlaub am Meer in Deutschland.
„Ich bin stolz, dass wir hier sind und mehr Sicherheit haben, als in Deutschland (…) vielleicht wandere ich ja aus.“
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Bisher war die Türkei von Reiselockerungen ausgenommen und die Bundesregierung hielt an der Reisewarnung fest.
Hakkari (nex) – Im Zuge ihrer seit Monaten andauernden großangelegten Operationen gegen das Drogennetzwerk der PKK, ist den türkischen Ermittlungsbehörden ein weiterer Schlag gegen die Terrororganisation gelungen.
Wie Sprecher der Behörde mitteilten, beschlagnahmten Einsatzkräfte am Donnerstag in der südöstlichen Hakkari-Provinz der Türkei 52,4 Kilogramm Heroin. Die Drogenpakete waren demnach im Laderraum eines Lkws versteckt und wurden bei einer Verkehrskontrolle in Bezirk Yüksekova entdeckt.
Laut türkischen und internationalen Ermittlungsbehörden schmuggelt die PKK den größten Teil des Heroins nach Europa. Neben Schutzgeld, welches als „Spende“ eingesammelt wird, gehört der Drogenhandel zur wichtigsten Geldquelle für die PKK-Terrororganisation.
„Formal geht es um freiwillige Zahlungen für die Sache der Kurden. Das ganze wird als Spende deklariert. Aber jede Familie ist angehalten, Geld zu geben“, so Oberstaatsanwalt Alexander Hauser der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Es könne auch schon einmal als Ziel ausgegeben werden, dass jede Familie 1000 Euro geben solle. Dabei gehen die Spendeneintreiber offenbar nicht immer zimperlich vor. Hauser sagte: „Bisweilen wird auch subtiler Druck ausgeübt. Es kann schon einmal sein, dass bis zu drei Spendeneintreiber bei den Betroffenen auftauchen.“
Einem im Jahr 2018 veröffentlichten Bericht des türkischen Justizministeriums zufolge, produziert die Terrorgruppe Heroin in Labors, die in ihren Lagern im Nordirak eingerichtet wurden und schmuggelt es von dort aus nach Europa. In Städten wie etwa Celle oder Hamburg werde das Heroin dann in Laboren gestreckt. Die Gewinne nutze die Terrorgruppe zur Finanzierung von Terroraktivitäten.
In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.
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Roberto Fragnito: PKK investiert Milliarden, um feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren
Die Terrororganisation verfüge über ein stabiles Gesamtvermögen von etwa 86 Milliarden US-Dollar (knapp 77 Milliarden Euro), das nicht nur für den Terror selbst, sondern auch dafür nutzbar gemacht wird, internationalen Druck auf die Türkei aufzubauen und eine feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren. Bei der Aufbringung dieser Finanzmittel spielen nicht zuletzt die Produktion und der Vertrieb von Heroin eine tragende Rolle.
In Deutschland sind vielerorts die Sommerferien für Schüler*innen schon angebrochen. Auch Beschäftigte haben einen Anspruch auf freie Zeit im Jahr – allerdings variiert diese je nach Region, Geschlecht, Branche, Beruf oder Unternehmensgröße. Die Vergütungsberatung Compensation Partner hat anhand von 220.489 Datensätzen die Anzahl der Urlaubstage nach diesen Faktoren in Deutschland untersucht. Demnach dürfen sich vor allem Arbeitnehmer*innen aus Bayern über viele freie Tage freuen.
Laut der Auswertung verfügen Fachkräfte über 28,2 und Führungskräfte über 29,5 Urlaubstage im Jahr. Hervorzuheben ist außerdem die Differenz der Urlaubstage bei Frauen und Männern: Während Arbeitnehmerinnen 27,3 Urlaubstage zustehen, haben Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf 29 Urlaubstage.
(Grafik: Gehalt.de)Urlaubstage nach Region: Bayern auf dem ersten Platz
Zusätzlich steht den Beschäftigten neben den Urlaubstagen auch an gesetzlichen Feiertagen freie Zeit zu. Diese unterscheiden sich unter den Bundesländern. Im Vergleich führt Bayern die Liste mit insgesamt 41,3 freien Tagen (28,3 Urlaubstage und 13 gesetzliche Feiertage) an. Es folgen Baden-Württemberg mit 40,8 und das Saarland mit 40,2 Tagen. Auf dem letzten Platz liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 37,5 Tagen. Im Vergleich liegen die westlichen mit 28,2 Urlaubstagen vor den ostdeutschen Bundesländern (27,6).
Wenig Urlaub in Call Centern sowie Hotels und Gaststätten
Weitere Unterschiede finden die Analyst*innen auch im Branchenvergleich vor. Mit 30,7 Urlaubstagen profitieren Angestellte in der Investitionsgüterbranche am stärksten. Beschäftigten in Hotels und Gaststätten stehen fast fünf Urlaubstage weniger zu (26,2). Ähnlich niedrig ist das Niveau lediglich in der Call-Center-Branche mit 26,3 Urlaubstagen. Auch unter Berufsgruppen liegen Differenzen vor: Ein*e Call-Center-Agent*in erhält beispielsweise 26,7 Urlaubstage. Bankkaufleute hingegen bekommen fast drei Tage mehr Urlaub (29,3) zugesprochen.
Urlaubstage steigen mit Alter und Unternehmensgröße
In kleineren Firmen mit bis zu 100 Mitarbeiter*innen erhalten die Beschäftigten 27,9 Urlaubstage. In großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sind es fast zwei Urlaubstage mehr (29,5). „Große Unternehmen sind oft tariflich organisiert, sodass die Anzahl der Urlaubstage hier höher ausfällt als in kleinen und mittleren Firmen“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Compensation Partner. Bei der Verteilung nach Altersgruppen beträgt die Differenz zwischen den unter 25- und über 55-Jährigen rund 0,6 Tage.
„Homeoffice und Homeschooling – dazu die wochenlange Betreuung ohne Unterstützung durch Angehörige oder Kita. Gerade aufgrund der vergangenen, turbulenten Wochen ist es wichtig, neue Kraft und Energie zu tanken. Arbeitgeber*innen werden nachhaltig von erholten Arbeitskräften profitieren und sollten gerade jetzt die eigenen Urlaubsregelungen prüfen“, so Bierbach abschließend.