
Psikoloji
Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Psychology
Religious Faith Identified as Key Protective Factor Against Anxiety Disorders in Youth

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Psychologie
Studie: Religion schützt Kinder vor Angststörungen
Wegfall religiöser Routinen und stabiler sozialer Netzwerke hinterlässt Lücke
Der Wegfall religiöser Routinen und stabiler sozialer Netzwerke, die oft mit Glaubensgemeinschaften einhergehen, hinterlasse eine Lücke. Familien seien zunehmend isoliert, was die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) junger Menschen schwäche. Ergänzende internationale Erkenntnisse, unter anderem der National Institutes of Health (NIH), unterstreichen zudem die Bedeutung von „positivem religiösem Coping“. Das Finden von Trost und Sinn im Glauben sowie die Einbindung in eine spirituelle Gemeinschaft reduzieren Stress und fördern das Wohlbefinden. Über alle Kontinente hinweg bleibt jedoch die Abnahme der Religiosität in der Erziehung ein entscheidender Risikofaktor. Experten schlagen daher vor, diese Erkenntnisse künftig stärker in schulische Strategien zur psychischen Gesundheit einzubeziehen, um Jugendlichen zusätzliche Werkzeuge zur Bewältigung von Lebenskrisen an die Hand zu geben.
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Glücksspielbranche
KI-gestützte Slotspiele: Innovation, Regulierung und die Zukunft der digitalen Unterhaltung
Wenn Künstliche Intelligenz das Spielfeld verändert
Die Transformation ist tiefgreifend. KI beeinflusst nicht nur das Design neuer Titel. Sie analysiert Spielverhalten in Echtzeit, passt Schwierigkeitsgrade dynamisch an und erkennt problematische Muster frühzeitig. Das hat Konsequenzen für Spieler, Anbieter und Regulierer gleichermaßen. Dabei geht es nicht nur um technischen Fortschritt. Es geht um Vertrauen. Spieler wollen wissen, dass Spiele fair sind. Regulierer wollen nachvollziehen können, wie Algorithmen Entscheidungen treffen. Und Anbieter wollen Systeme, die skalieren, ohne die Kontrolle zu verlieren. KI kann all das leisten, wenn sie richtig eingesetzt wird. Gleichzeitig steigt die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden. Algorithmen müssen transparent sein. Der Einsatz von KI im Glücksspiel ist kein technisches Nischenthema mehr, sie ist zur regulatorischen und politischen Kernfrage geworden.Maschinelles Lernen: Personalisierung als neues Spielprinzip
Moderne Slotspiele lernen mit. Machine-Learning-Algorithmen werten Spielerdaten aus und passen Erlebnisse individuell an. Freispielfunktionen erscheinen zum richtigen Moment. Bonusrunden werden auf Basis des bisherigen Verhaltens ausgelöst. Das Spiel fühlt sich weniger generisch an, auch wenn der Zufall nach wie vor regiert. Entwickler nutzen KI auch bei der Gestaltung neuer Spielmechaniken. Dynamische Schwierigkeitsanpassungen halten das Engagement hoch. Verliert ein Spieler zu schnell, reagiert das System. Gewinnt jemand zu leicht, steigt die Herausforderung. Diese Anpassungen erfolgen nahtlos, oft ohne dass der Spieler es bewusst wahrnimmt. Darüber hinaus ermöglicht KI eine neue Qualität im Spieldesign selbst. Grafik, Sound und Spielmechanik können automatisch auf Basis von Nutzerprofilen variiert werden. Was früher Wochen Entwicklungsarbeit kostete, gelingt heute in Echtzeit. Das Innovationstempo im Slot-Segment hat sich dadurch deutlich erhöht. Klassische Titel wie der Ultra Hot Deluxe Slot zeigen, dass auch bewährte Spielkonzepte durch KI-gestützte Empfehlungssysteme neuen Auftrieb bekommen. Smarte Algorithmen schlãgen Spielern ähnliche Titel vor und helfen dabei, das passende Spiel schneller zu finden.KI als Schutzschild: Betrugsprävention und Spielerschutz
KI übernimmt eine wachsende Schutzfunktion in der Branche. Verhaltensbasierte Systeme erkennen Anomalien in Echtzeit. Verdacht auf Geldwäsche, Mehrfachkonten oder Manipulationen wird automatisch gemeldet. Das entlastet Compliance-Teams erheblich und erhöht die Sicherheit der Plattformen. Auch beim Spielerschutz leistet KI wertvolle Arbeit. Algorithmen erkennen Frühzeichen problematischen Spielverhaltens. Zunehmende Sitzungsdauer, steigende Einsatzhöhen oder ungewohnte Spielzeiten können Warnsignale auslösen. Betroffene Spieler erhalten automatisch Hinweise auf Hilfsangebote, bevor Schäden entstehen. Besonders erfreulich: KI-Systeme können auch Betreiber vor missbräuchlichem Verhalten durch Dritte schützen. Angriffe auf Plattformen, manipulierte Spiele oder koordinierte Betrugsversuche werden frühzeitig erkannt. Die Sicherheitsarchitektur wird dadurch robuster und das Vertrauen der Spieler wächst.Regulierung im Wandel: Behörden unter Zugzwang
Aufsichtsbehörden weltweit reagieren auf die KI-Durchdringung der Glücksspielbranche. In der EU stellt der AI Act neue Anforderungen an Hochrisiko-Algorithmen. Im Glücksspielbereich gilt: Systeme, die Spielverhalten beeinflussen, müssen prüfbar und erklärbar sein. Intransparente Black-Box-Modelle sind regulatorisch kaum noch haltbar. Deutschland ist dabei ein besonders aufschlussreiches Beispiel. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt Online-Casinos bundesweit. Technische Richtlinien schreiben vor, wie Systeme geprüft werden müssen. Anbieter ohne belastbares KI-Compliance-Konzept haben es schwer, eine Lizenz zu erhalten und noch schwerer, sie zu behalten. Lizenzgeber verlangen zunehmend detaillierte Dokumentationen. Fairness-Tests sind Pflicht. Anbieter, die diese Standards erfüllen, schaffen Vertrauen und sichern ihre Marktposition langfristig. Der NEX24-Bericht zeigt, wie tiefgreifend digitale Veränderungen verschiedene Unterhaltungsbranchen erfassen und warum der Glücksspielsektor eines der dynamischsten Beispiele aktueller Transformation ist. Die Analyse verdeutlicht: Digitalisierung verändert Strukturen, Erwartungen und Geschäftsmodelle grundlegend. Für Online-Casinos bedeutet das konkret, dass technologischer Wandel und regulatorische Anpassung Hand in Hand gehen müssen. Wer frühzeitig investiert, sichert sich langfristige Wettbewerbsvorteile. Auch auf europäischer Ebene nimmt die Diskussion Fahrt auf. Die EU KI-Strategie betont: Innovation und Verbraucherschutz müssen Hand in Hand gehen. Für die Glücksspielbranche bedeutet das: Wer frühzeitig auf KI-Compliance setzt, wird von künftigen Auflagen deutlich weniger überrascht.Smarter, transparenter, verantwortungsvoller
KI verändert Slotspiele von Grund auf. Personalisierung, Betrugsprävention und Spielerschutz sind keine Zukunftsmusik mehr. Sie sind Realität. Wer heute ein Online-Casino besucht, interagiert längst mit Algorithmen – bewusst oder unbewusst. Und dieser Trend wird sich weiter beschleunigen, da immer mehr Anbieter in KI-Infrastruktur investieren. Die Zukunft gehört Systemen, die Spielfreude und Verantwortung verbinden. Transparente KI-Modelle, die Regulatoren überzeugen und Spieler schützen, werden zum neuen Branchenstandard. Anbieter, die diesen Weg konsequent mitgehen, positionieren sich klug für das nächste Kapitel der digitalen Unterhaltung. Ein weiterer Aspekt gewinnt an Bedeutung: die Erklärbarkeit von KI-Entscheidungen. Spieler wollen verstehen, warum ein Algorithmus so entschieden hat. Regulierer verlangen Prüfprotokolle und Nachvollziehbarkeit. Unternehmen investieren deshalb stark in sogenannte Explainable-AI-Konzepte – Systeme, die ihre eigenen Entscheidungen transparent und verständlich machen können. Slotspiele bleiben ein globaler Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial. Doch langfristiger Erfolg erfordert weit mehr als ansprechende Grafik und spannende Spielmechaniken. Smarte Technologie, klare Regeln und echtes Spielervertrauen – das ist das Erfolgsrezept für die nächste Generation digitaler Unterhaltung.
Italien
Menschenjagd-Safari: Abschuss von Kindern und schwangeren Frauen
‘Sarajevo Safari’
Rich tourists paid €80,000 to ‘shoot Muslims on human safaris’ during 1990’s Bosnia war. Foreigners from Italy, the U.S., Canada, Russia, Germany, France and Britain are said to have taken part, driven by nothing more than their own perverse pursuit of… https://t.co/2GxGYZdBwn pic.twitter.com/z7scJKpt0u — DOAM (@doamuslims) November 13, 2025
Energy Politics
Focus on Energy Security: Turkey Accelerates Construction of Four New Nuclear Power Plants Amid Skyrocketing Demand
Fastest growth in energy demand
The background to these ambitious plans is an energy hunger that is unparalleled among OECD nations. Over the past two decades, Turkey has recorded the fastest growth in energy demand within this group of countries. Driven by rapid industrialization and steady population growth, electricity demand reached a historic high of 342 TWh in 2024. In particular, increasing heatwaves and the resulting surge in air conditioning usage have repeatedly led to new records in peak consumption during the summer months. Experts predict that this trend will continue: by 2030, demand is expected to reach approximately 400 TWh, potentially rising to over 500 TWh by 2035. To manage this immense load while simultaneously reducing dependence on costly fossil fuel imports, Ankara is pursuing a hybrid path consisting of renewable energies and nuclear power. Although solar energy has seen an impressive upswing recently—covering 32% of the increase in electricity generation in 2024—baseload capability remains the core issue. Currently, the country is still heavily dependent on imported coal and gas. The government aims to change this status quo drastically by 2035, intending to reduce the share of fossil fuels in electricity generation to below 20%.Akkuyu Power Plant
In this context, nuclear expansion is considered indispensable. While the first nuclear power plant in Akkuyu, built in cooperation with the Russian company Rosatom, is nearing completion and is expected to cover 10% of the national demand, the projects in Sinop and Thrace represent the next stage of development. Turkey is not merely seeking the construction of these facilities but places the highest value on technology transfer and the involvement of local industry to ensure long-term autonomy. The ultimate goal is to have a total nuclear capacity of 20 gigawatts connected to the grid by the year 2050.Energy Export
Despite the high domestic demand, it is noteworthy that Turkey already became a net exporter of electricity in 2024, highlighting the improved infrastructure and efficiency of its newer plants. Parallel to these efforts, the country is investing heavily in energy efficiency, aiming for a 16% reduction in primary energy consumption by 2030. The combination of massive wind and solar capacities—with a target of 120 GW by 2035—alongside stable nuclear power is intended to establish Türkiye as a regional energy hub and a pioneer of green transformation in the Mediterranean.JUST IN: 🇹🇷 Turkey in talks to build four nuclear power plants. pic.twitter.com/EeHi3hIfTJ
— sustainme.in®️ (@sustainme_in) March 18, 2026
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– Energie – Türkei: Energiexporte steigen um 560 Prozent
Die Türkei hat einen bemerkenswerten Meilenstein in ihrem Energiesektor erreicht: Die Erdgasexporte sind in den letzten Jahren um 560 % gestiegen
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Iran-War
U.S. Counterterrorism Chief Joe Kent: Resignation Due to Israeli Pressure for War with Iran
After much reflection, I have decided to resign from my position as Director of the National Counterterrorism Center, effective today.
I cannot in good conscience support the ongoing war in Iran. Iran posed no imminent threat to our nation, and it is clear that we started this war due to pressure from Israel and its powerful American lobby.
I support the values and the foreign policies that you campaigned on in 2016, 2020, 2024, which you enacted in your first term. Until June of 2025, you understood that the wars in the Middle East were a trap that robbed America of the precious lives of our patriots and depleted the wealth and prosperity of our nation.
In your first administration, you understood better than any modern President how to decisively apply military power without getting us drawn into never-ending wars. You demonstrated this by killing Qasam Solamani and by defeating ISIS.
Early in this administration, high-ranking Israeli officials and influential members of the American media deployed a misinformation campaign that wholly undermined your America First platform and sowed pro-war sentiments to encourage a war with Iran. This echo chamber was used to deceive you into believing that Iran posed an imminent threat to the United States, and that should you strike now, there was a clear path to a swift victory. This was a lie and is the same tactic the Israelis used to draw us into the disastrous Iraq war that cost our nation the lives of thousands of our best men and women. We cannot make this mistake again.
As a veteran who deployed to combat 11 times and as a Gold Star husband who lost my beloved wife Shannon in a war manufactured by Israel, I cannot support sending the next generation off to fight and die in a war that serves no benefit to the American people nor justifies the cost of American lives.
I pray that you will reflect upon what we are doing in Iran, and who we are doing it for. The time for bold action is now. You can reverse course and chart a new path for our nation, or you can allow us to slip further toward decline and chaos. You hold the cards.
It was an honor to serve in your administration and to serve our great nation.
Joseph Kent
Director, National Counterterrorism Center
After much reflection, I have decided to resign from my position as Director of the National Counterterrorism Center, effective today. I cannot in good conscience support the ongoing war in Iran. Iran posed no imminent threat to our nation, and it is clear that we started this… pic.twitter.com/prtu86DpEr
— Joe Kent (@joekent16jan19) March 17, 2026
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A guest commentary by Özgür Çelik on the debate in the Wall Street Journal about the strategic “containment” of Turkey and its new role in the Middle East.
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Iran-Krise
US-Terrorabwehrchef Joe Kent: Rücktritt wegen Israels Druck für Iran-Krieg
After much reflection, I have decided to resign from my position as Director of the National Counterterrorism Center, effective today.
I cannot in good conscience support the ongoing war in Iran. Iran posed no imminent threat to our nation, and it is clear that we started this… pic.twitter.com/prtu86DpEr — Joe Kent (@joekent16jan19) March 17, 2026
Skandal in Israel
Israel: Militär stellt Strafverfolgung gegen Reservisten nach mutmaßlicher Vergewaltigung eines palästinensischen Häftlings ein
Tel Aviv – Inmitten der massiven medialen und gesellschaftlichen Konzentration auf den eskalierenden Krieg mit dem Iran hat das israelische Militär die Strafverfolgung gegen fünf Reservisten offiziell beendet, denen die Vergewaltigung eines palästinensischen Gefangenen vorgeworfen wurde, berichtet ABC News.
Die Entscheidung über die Einstellung des Verfahrens wurde letzte Woche bekannt gegeben – ein Zeitpunkt, an dem die israelische Öffentlichkeit fast ausschließlich durch die militärischen Spannungen abgelenkt ist. Der Vorfall, der sich im berüchtigten Militärstützpunkt Sde Teiman ereignete, hatte zuvor weltweit für Schlagzeilen gesorgt und die israelische Militärjustiz in eine tiefe Krise gestürzt.
Grausame Details des Vorfalls im Lager Sde Teiman
Die schwerwiegenden Anschuldigungen beziehen sich auf einen Vorfall am 5. Juli 2024 innerhalb des Haftzentrums Sde Teiman im Süden Israels. Die Einrichtung dient primär der Internierung von Gefangenen aus dem Gazastreifen und steht bereits seit langem wegen systematischer Misshandlungen in der Kritik.
Der gesamte Vorfall wurde durch eine Überwachungskamera (CCTV) aufgezeichnet. Die Aufnahmen zeigen eine Gruppe von Reservisten der Sondereinheit „Force 100“, die speziell für die Bewachung von Hochrisiko-Gefangenen zuständig ist.
Die Soldaten zerrten den männlichen Häftling in einen Bereich eines großen Raumes. Um die Tat vor den Kameras und möglichen Zeugen zu verbergen, nutzten die Reservisten aktiv Schutzschilde, um das Geschehen abzuschirmen. Die Anklageschrift und ergänzende Berichte von CNN verdeutlichen die Grausamkeit des Übergriffs: Das Opfer war während der Tat an Händen und Füßen gefesselt und trug eine Augenbinde, was jede Gegenwehr unmöglich machte. Den Berichten zufolge wurde der Mann nicht nur geschlagen, sondern die Soldaten setzten zudem einen Taser gegen den wehrlosen Häftling ein, während dieser am Boden fixiert war.
Trotz der Versuche der aktiven Verschleierung durch die Schutzschilde lieferten medizinische Untersuchungen ein erschreckendes Bild der Gewalt. Berichte der behandelnden Ärzte dokumentierten neben einem massiven Darmdurchbruch (rektaler Schaden), der durch das gewaltsame Einführen eines scharfen Gegenstandes in das Rektum verursacht wurde, auch gebrochene Rippen und eine punktierte Lunge.
Der Mann musste sich einer sofortigen Notoperation unterziehen, um sein Leben zu retten. Das Opfer wurde nach der Behandlung zurück in den Gazastreifen überstellt, noch bevor der eigentliche Prozess gegen die beschuldigten Reservisten beginnen konnte – ein Umstand, den die Justiz später als entscheidendes rechtliches Hindernis für die Beweisaufnahme anführte.

Die politische Intervention von Verteidigungsminister Israel Katz
Verteidigungsminister Israel Katz reagierte mit demonstrativer Erleichterung auf die Entscheidung der obersten Militärstaatsanwaltschaft. Er erklärte öffentlich, dass mit der Einstellung des Verfahrens „der Gerechtigkeit Genüge getan“ worden sei. Katz sparte dabei nicht mit scharfer Kritik an der vorangegangenen Justizführung unter der Leitung von Yifat Tomer-Yerushalmi.
Er bezeichnete das gesamte Gerichtsverfahren als „in Sünde geboren“ und warf der ehemaligen Chef-Militärstaatsanwältin vor, eine „Blutanklage“ gegen die Kämpfer der „Force 100“ inszeniert zu haben, um das Ansehen der Armee zu beschädigen.
In seiner offiziellen Stellungnahme betonte Katz zudem, dass für die Einleitung des Verfahrens „kriminelle Verhörmethoden“ verwendet worden seien, um Aussagen gegen die Soldaten zu erzwingen. Er vertrat die Ansicht, dass die zentrale Rolle des israelischen Militärjustizsystems darin bestehe, die Soldaten der IDF zu schützen und abzusichern, während diese „heldenhaft im Krieg gegen grausamste Monster“ kämpfen.
Die Rechte von sogenannten „Nukhba-Terroristen“ dürften in einem solchen System nicht im Vordergrund stehen. Beobachter merken an, dass Katz den neuen Generalmilitäranwalt Itay Ofir, der zuvor als Rechtsberater im Verteidigungsministerium tätig war, explizit für diesen Posten befördert hatte, um eine radikale Kehrtwende in diesem politisch aufgeladenen Fall herbeizuführen.

Rücktritt, Flucht und Verhaftung von Yifat Tomer-Yerushalmi
Der Fall ist untrennbar mit dem Schicksal von Yifat Tomer-Yerushalmi verbunden, der ehemaligen Leiterin der Militärjustizabteilung. Sie trat im Oktober letzten Jahres von ihrem Amt zurück, nachdem die Angriffe aus dem rechten politischen Lager und direkte Drohungen gegen sie und ihren Stab ein unerträgliches Ausmaß erreicht hatten.
Tomer-Yerushalmi gab später zu, das Videomaterial der Überwachungskameras selbst an die Medien weitergegeben zu haben. Dies sei eine verzweifelte Reaktion auf die massiven Anfeindungen gewesen, in denen ihr vorgeworfen wurde, Terroristen auf Kosten der eigenen Dienstpflichtigen zu schützen.
Nach ihrem Rücktritt kam es zu dramatischen Szenen, die die israelische Öffentlichkeit erschütterten: Tomer-Yerushalmi verschwand zeitweise spurlos, was eine großangelegte Such- und Rettungsmission der Polizei in Tel Aviv und den umliegenden Gebieten auslöste.
Schließlich wurde sie aufgefunden und aufgrund des Leaks der geheimen Videoaufnahmen verhaftet. Ihr Nachfolger im Amt, Generalmajor Itay Ofir, war es schließlich, der die Einstellung des Verfahrens gegen die fünf Reservisten am vergangenen Donnerstag offiziell verkündete und damit die Linie des Verteidigungsministers bestätigte.
Die detaillierte Begründung von Generalmajor Itai Ofir
In einem ausführlichen Brief an seine Kollegen in der Militärstaatsanwaltschaft gab Generalmajor Itai Ofir Einblick in seine komplexe Entscheidungsfindung. Er schrieb, dass sein Schlaf oft durch die Gedanken an diesen Fall und dessen verschiedene moralische und juristische Aspekte gestört worden sei. Dennoch betonte er, dass er am Ende mit der Entscheidung, die Anklageschrift aufzuheben, im Reinen sei und diese unter den gegebenen Umständen für rechtlich korrekt halte.
Zusätzlich zu der massiven öffentlichen Aufladung des Falls nannte Ofir spezifische „prozedurale Schwierigkeiten“ beim Datenaustausch zwischen der israelischen Polizei und der Militärjustiz als tragenden Grund. Dieser mangelhafte Informationsfluss habe das Recht der Soldaten auf ein faires Verfahren substanziell untergraben.
Er argumentierte zudem, dass das vorliegende Videomaterial die Taten nicht mit der „eindeutigen und unwiderlegbaren Intensität“ zeige, die für eine strafrechtliche Verurteilung zwingend erforderlich wäre. Da das Opfer zudem bereits in den Gazastreifen entlassen worden sei, fehle der Justiz die notwendige Gewissheit, dass er für eine entscheidende Zeugenaussage im Prozess zur Verfügung stünde.
Internationale Empörung und die Kritik der Menschenrechtsgruppen
Das „Palestinian Prisoners‘ Advocacy Center“ sowie internationale Organisationen wie Amnesty International reagierten mit Entsetzen auf die Nachricht. In einer offiziellen Erklärung hieß es, dass die Entscheidung, die Ermittlungen einzustellen, einen „klaren Versuch darstellt, Akte der Folter und sexuellen Übergriffe in den Haftzentren zu vertuschen“.
Die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din erklärte, die Einstellung beweise endgültig, dass Israel „unwillig und unfähig“ sei, die eigenen Soldaten wegen schwerer Verstöße gegen internationales Recht und Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.
Sari Bashi, eine führende Stimme des „Public Committee Against Torture in Israel“ (PCATI), fand noch deutlichere Worte für das Vorgehen der Justiz: Mit dieser Entscheidung habe der Militärstaatsanwalt den Soldaten faktisch eine „Lizenz zur Vergewaltigung“ erteilt, solange die Opfer Palästinenser seien.
Die Aktivisten betonten, dass das Schließen einer Untersuchung trotz der Existenz von eindeutigen, dokumentierten visuellen Beweisen und schwersten medizinischen Befunden wie einer punktierten Lunge und gebrochenen Rippen einen gefährlichen Präzedenzfall für die systematische Straflosigkeit schaffe.
Der politische Schulterschluss: Smotrich und Netanjahu
Auf der politischen Ebene erhielt die Entscheidung volle Rückendeckung durch die Spitze der Regierung. Der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich lobte Generalmajor Itai Ofir via Social Media und bezeichnete ihn als den „richtigen Mann für diesen Job“.
Er wiederholte seine tiefe Überzeugung, dass die IDF-Kämpfer die „tapfersten und moralischsten Krieger der Welt“ seien. Smotrich forderte zudem mit Nachdruck, dass nun die verhaftete ehemalige Generalmilitäranwältin ihrerseits für ihre Handlungen vor Gericht gestellt werden müsse.
Premierminister Benjamin Netanjahu schloss sich dieser haltung an und erklärte in einem offiziellen Statement, dass die Strafverfolgung schon viel früher hätte beendet werden müssen. Er nannte es inakzeptabel, dass es so lange gedauert habe, ein laut seiner Aussage „kriminell geführtes Verfahren“ gegen Soldaten abzuschließen, die jeden Tag dem „schlimmsten aller Feinde“ gegenüberstehen. Der Staat Israel müsse seine Feinde mit aller Härte verfolgen und nicht seine „heroischen Kämpfer“ durch interne Ermittlungen schwächen.
Strategische Geschlossenheit im Schatten des Krieges
Politische Beobachter weisen darauf hin, dass die Einstellung des Verfahrens sowie die zeitgleiche Verschiebung der Wehrpflichtbefreiung für die ultraorthodoxe Gemeinschaft strategische Schritte sind, um die rechte Koalitionsregierung während des Krieges mit dem Iran stabil zu halten.
Bereits im Jahr 2024 hatten gewalttätige, ultra-rechte Demonstranten das Gefängnis Sde Teiman gestürmt, um die Freilassung der nun entlasteten Soldaten der „Force 100“ zu fordern. Experten sehen in der aktuellen Entscheidung ein direktes Einknicken der Regierung und der Militärjustiz vor diesem massiven internen Druck, um die nationale Geschlossenheit nicht zu gefährden.

