Ukraine-Konflikt
Bundesbeauftragter: „Putin setzt Spaltung als Waffe ein“

Osnabrück – Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (CSU), hat angesichts vermehrter Fälle von Russenfeindlichkeit in Deutschland zur Zurückhaltung aufgerufen. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Fabritius: „Wir führen keinen Krieg in Deutschland gegen Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Ich kann unter Russlanddeutschen keine große Zustimmung für Putins Angriff auf die Ukraine erkennen. Ich rufe zu Empathie und Solidarität mit allen Menschen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken auf, die sich jetzt teils einer völlig undifferenzierten Anfeindung in Deutschland gegenübersehen.“ Kinder mit vermeintlich russischem Akzent würden auf dem Schulhof genötigt, sich zu Putin zu positionieren. „Das sind inakzeptable Vorgänge, denen wir entgegentreten müssen“, forderte Fabritius. Er habe habe Verständnis dafür, dass Menschen angesichts des Krieges Wut empfinden, „es ist aber absolut falsch, sie an Menschen auszulassen, die mit dem Krieg in der Ukraine nichts zu tun haben“. Fabritius rief russischsprachige Menschen in Deutschland dazu auf, russenfeindliche Schmähbriefe und Aufrufe in den sozialen Medien sorgfältig zu prüfen und im Zweifel die Behörden einzuschalten. „Ich bitte alle russischstämmigen Menschen in Deutschland, so etwas nicht ernst oder persönlich zu nehmen, sondern als das abzutun, was es ist: Blödsinn.“ Absender und Quelle der Erklärungen sollten sorgfältig geprüft werden. Fabritius bittet die Medien in Deutschland, besonders sensibel zu berichten. „Wir wissen, dass Putin die Spaltung der Gesellschaften als Waffe einsetzt. Ich bitte deshalb darum, möglichst ausgewogen zu berichten und jedem Ansinnen, das auf eine Spaltung unserer Gesellschaft ausgerichtet ist, entgegenzuwirken.“

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– Kommentar – Russischstämmige sollten nicht für Putin-Krieg verantwortlich gemacht werden

Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigen sich deutsche Regierungsverantwortliche wie auch die Opposition solidarisch, bis die Schwarte kracht. Das geht sogar so weit, dass die Russischstämmigen in Deutschland und Europa für den Krieg von Putin verantwortlich gemacht werden.

Russischstämmige sollten nicht für Putin-Krieg verantwortlich gemacht werden

Herzog-Besuch
Türkei und Israel wollen gemeinsam Frieden schaffen

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Ankara – Der israelische Staatschef Jitzchak Herzog traf heute zu einem historischen Besuch in der Türkei ein, um seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan zu treffen. Nach mehr als zehn Jahren ist damit erstmals wieder ein israelischer Präsident in die Türkei gereist. Herzog nannte das Treffen einen „Wendepunkt in den israelisch-türkischen Beziehungen“. Man werde nicht immer einer Meinung sein, aber er erwarte, dass sich Israel und die Türkei zum Wohle aller Völker gemeinsam für die „Stabilität, den Wohlstand, den Frieden und die Sicherheit“ in der Region einsetzen. „Gute nachbarschaftliche Beziehungen im östlichen Mittelmeerraum sind für uns alle wichtig“, erklärte Herzog. „Ich danke Präsident Erdogan für diesen herzlichen Empfang im Präsidialkomplex. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Völker, Religionen und Staaten in unserer Region in Frieden leben können und sollten, und dass Partnerschaften Segen und Wohlstand für uns alle bringen werden“, so der israelische Staatschef in einem Tweet. Erdogan erklärte, dass das gemeinsame Ziel der Türkei und Israels die Wiederbelebung des bilateralen politischen Dialogs auf der Grundlage gemeinsamer Interessen sei. Der historische Besuch werde einen „neuen Wendepunkt“ in den Beziehungen darstellen, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Unser gemeinsames Ziel mit Israel ist die Wiederbelebung des politischen Dialogs zwischen unseren Ländern auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und der Achtung der gegenseitigen Empfindlichkeiten“, sagte er. Erdogan:
„Es liegt in unserer Hand, in unserer Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben zu schaffen“.
Es liege an beiden Seiten, damit in der Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben gelinge. Erdogan bedankte sich für den Besuch seines israelischen Amtskollegen in der Türkei und erklärte, die Stärkung der Beziehungen zu Israel sei von großer Bedeutung für die regionale Stabilität und den Frieden sowie für die beiden Länder. Der türkische Staatschef wies seinen israelischen Amtskollegen auch darauf hin, wie wichtig es ist, die Spannungen in der Region abzubauen und die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung zu bewahren.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erreichten 2010 ihren Tiefpunkt, als die israelische Marine ein türkisches Hilfsschiff, die Mavi Marmara, überfiel, das auf dem Weg war, humanitäre Hilfe in den blockierten Gaza-Streifen zu liefern. Bei dem Überfall wurden 10 Aktivisten getötet. Das Ereignis löste eine beispiellose Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen aus, die seit Jahrzehnten friedlich verlaufen waren. Beide Länder riefen nach dem Vorfall sogar ihre diplomatischen Gesandten zurück.

Türkische Politiker kritisieren Israels Politik gegenüber den Palästinensern, einschließlich der illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland und in Jerusalem sowie der humanitären Lage im Gazastreifen. „Die Normalisierung unserer Beziehungen zu Israel bedeutet nicht, dass wir unsere grundsätzliche Haltung zur Sache Jerusalems, der palästinensischen Sache und der Masjid al-Aqsa aufgeben. Wir werden unsere Beziehungen nicht auf Kosten der palästinensischen Sache normalisieren“, hatte Außenminister Mevlüt Çavuşoğülu dem Sender TRT Haber gesagt. Er fügte hinzu, dass dies auch den Israelis bekannt sei.

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Premierminister Kyriakos Mitsotakis wird am Sonntag, den 13. März, in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammentreffen.

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Ukraine-Konflikt
Ungarn: Kein Energie-Embargo gegen Russland

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Budapest – Ungarn wird sich nach den Worten von Ministerpräsident Viktor Orban nicht an einem Öl- und Gasembargo gegen Russland beteiligen. Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Visegrád-Staaten kam dieser am Dienstag in London mit dem britischen Premierminister Boris Johnson zusammen. Ungarn verurteile den russischen Angriff auf die Ukraine, allerdings werde Budapest es nicht zulassen, dass durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine ungarische Familien in Mitleidenschaft gezogen würden. Ungarn ist von Öl- und Gasimporten aus Russland abhängig Den Krieg so rasch wie möglich zu beenden, so Orban, sei im Interesse aller und Ungarn werde dafür alle Anstrengungen unternehmen. Die beschlossenen Sanktionen gegen Russland beeinflussten alle europäischen Staaten und eine Ausdehnung des Embargos auf den Energiesektor hätte für Ungarn sehr schwerwiegende Folgen. Ungarn beziehe einen großen Teil seiner Öl- und Gasimporte aus Russland und 90 Prozent der ungarischen Haushalte heize mit Erdgas. Diese Sanktionen dürften, so der ungarische Ministerpräsident, nicht auf den Öl- und Gassektor ausgeweitet werden. Die Visegrád-Gruppe ist ein politischer Zusammenschluss von vier mittel- und osteuropäischer Staaten, dem Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei angehören. Kemal Bölge

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Erste Türkei-Visite des Kanzlers seit Amtsantritt

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Online-Meeting
Föderation der Westthrakien-Türken veranstaltet Zoom-Meeting

Dortmund – Die Föderation der Westthrakien-Türken in Europa (ABTTF) veranstaltet am Donnerstag ein Zoom-Meeting unter dem Titel „Fakten in unserem Land – Ist das Vertragsverletzungsverfahren der nächste Schritt in der Fallgruppe des Bekir Usta Rechtsstreits?“ Das Online-Meeting soll laut Veranstalter am kommenden Donnerstag den 10 März um 16 Uhr deutscher Zeit durchgeführt werden. In den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gingen griechische Behörden dazu über Vereine, die in ihrem Namen den Begriff Türkisch trugen, vor Gericht verbieten zu lassen. Gastredner des Online-Meetings Rechtsanwalt Ilker Çavuşoğlu Die zivilgesellschaftlichen Institutionen, die von einem Verbot betroffen waren, hießen unter anderem die Türkische Union von İskeçe/Xanthi, der Kulturverein der türkischen Frauen im Bezirk Rodop, der Jugendverein des Bezirks Meriç der Minderheit usw. Gastredner des Gesprächs ist der juristische Berater und Anwalt des Rechtsstreits Bekir Usta, Ilker Çavuşoğlu. Mit Rechtsanwalt Ilker Çavuşoğlu soll das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) von 2008 erörtert, bei dem das hohe Gericht Griechenland wegen Rechtsverstößen gegen die Vereinigungsfreiheit rechtskräftig verurteilte und eine juristische Bewertung vornehmen. Athen weigert sich seit 14 Jahren die entsprechenden Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte umzusetzen. Ferner soll der weitere nationale Rechtsweg der türkischen NGO in Griechenland besprochen und diskutiert werden. Die Teilnahme ist entgeltfrei. Teilnehmer können das Online-Meeting in englischer Sprache verfolgen.
Facebook: Facts About our Country: Is the Infringement Procedure Next Step in Bekir Ousta Group of Cases? Kemal Bölge/Dortmund  

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Türkei-Besuch
Ukraine-Konflikt: Bundeskanzler Scholz trifft Erdogan

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Ankara/Berlin – Bundeskanzler Olaf Scholz wird am 14. März zu einem eintägigen Besuch in die Türkei reisen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, wird der Kanzler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zusammenkommen. Bei dem Treffen sollen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine erörtert werden. Bei seinem ersten offiziellen Besuch der Türkei seit seinem Amtsantritt am 8. Dezember 2021 sollen mit Erdogan zudem die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie regionale Themen auf der Tagesordnung stehen. Kemal Bölge

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Ukraine-Krise
McAllister: EU-Beitritt von Ukraine noch „ein weiter Weg“

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Berlin – Der Vizepräsident der EVP im Europaparlament, David McAllister (CDU), schließt aus, dass die Ukraine schnell in die EU aufgenommen werden kann. McAllister sagte am Mittwoch im Inforadio vom rbb, für die EU-Mitgliedschaft gebe es ein klar geregeltes, mehrstufiges Verfahren. Er reagierte damit auf die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach einem Eilverfahren. McAllister: „Am Ende muss ein Land alle sehr anspruchsvollen wirtschaftlichen, finanziellen, politischen, rechtlichen Kriterien erfüllen. Die Europäische Union ist mit der Ukraine eng verbunden, viel enger als mit jedem anderen Land der östlichen Partnerschaft, aber vor uns liegt eben noch ein weiter Weg.“ Laut McAllister geht es jetzt erst einmal darum, darauf hinzuarbeiten, dass der Ukraine der Status eines EU-Beitrittskandidaten zuerkannt wird: „In der Zwischenzeit sollten wir uns darauf konzentrieren, zu überlegen, wenn dieser grausame Krieg vorbei ist, wie wir das Land nach dem Vorbild des Assoziierungsabkommens näher an die Europäische Union binden können. Dazu gehört beispielsweise, die Integration des Landes in den EU-Binnenmarkt voranzubringen. Kurzfristig geht es jetzt aber darum, die Ukraine politisch, finanziell, wirtschaftlich und militärisch in dieser dramatischen Lage zu unterstützen.“ Der CDU-Europaabgeordnete rief zu weiteren diplomatischen Bemühungen auf, um „dem russischen Überfall auf die Ukraine Einhalt zu gebieten und eine friedliche Lösung zu finden“. „Die kriegerischen Handlungen müssen sofort beendet werden, die russischen Truppen müssen aus der Ukraine abgezogen werden, das russische Kriegsgerät muss aus der Ukraine abgezogen werden“, so McAllister. Verantwortlich dafür sei ausschließlich der russische Präsident Wladimir Putin, betonte der CDU-Politiker. „Und deshalb gehen alle unsere Appelle in Richtung russischer Führung, aufzuhören mit diesem wahnsinnigen Krieg, der vollkommen ungerechtfertigt und unprovoziert erfolgt ist. Es handelt sich hier um eine lang geplante kriegerische Invasion. Das ist der massivste Bruch des Völkerrechts in Europa seit 1945.“ Dafür nannte McAllister neben Putin auch seinen Verbündeten Belarus als Mitschuldigen: „Wir sollten aber auch hervorheben, dass dieser Krieg in dieser jetzigen Form mit dem Angriff auf Kiew auch nur möglich war, weil Belarus ebenso eine Verantwortung trägt. Und deshalb wird auch Diktator Lukaschenko in Minsk für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden müssen.“

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Türkische Kampfdrohnen haben sich auch im aktuellen Ukraine-Konflikt als äußerst effektiv erwiesen. Medienberichten zufolge hat Kiew nun den Erwerb von weiteren Drohnen aus der Türkei angekündigt.

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Nordzypern
Lefkoşa: Zorlu Töre neuer Parlamentspräsident

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Lefkoşa – Die Abgeordneten des Parlaments in Nordzypern haben in einer Plenarsitzung Zorlu Töre zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der 1956 in Akhisar/Larnaka geborene Politiker der Nationalen Einheitspartei (UBP) erhielt im fünften Wahlgang 27 von insgesamt 50 Sitzen des Parlaments. Dagegen stimmten 21 Abgeordnete, zwei Parlamentarier enthielten sich. Unmittelbar danach leistete Töre seinen Amtseid auf die Verfassung der TRNC. Nach seiner Wahl bedankte sich der neue Parlamentspräsident bei den Abgeordneten für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Es sei ihm, so Töre, eine große Ehre zum Parlamentspräsidenten Nordzyperns gewählt worden zu sein. Der Delegierte aus Lefkoşa schaffte es bei den vorgezogenen Parlamentswahlen zum drittel Mal ins Parlament. Unter der Regierung von Ministerpräsident Irsen Küçük hatte Töre das Landwirtschaftsressort geleitet. Nach dem Abitur studierte Töre von 1974-1979 an der Çukurova-Universität in Adana Agrarwissenschaften, dass er als Agraringenieur abschloss. Bei den Parlamentswahlen 2018 wurde er Abgeordneter der Nationalen Einheitspartei und im Februar des gleichen Jahres zum stellvertretenden Parlamentspräsidenten bestimmt. Der Vater von fünf Kindern spricht fließend Englisch und Griechisch. Fazilet Özdenefe Vize-Parlamentspräsidentin Zur neuen Vize-Parlamentspräsidentin wählte das Parlament die Abgeordnete der oppositionellen Republikanisch-Türkischen Partei (CTP), Fazilet Özdenefe. Die 42-Jährige erhielt bei der Wahl 28 Stimmen. Mit Nein stimmten 18 Abgeordnete bei einer Enthaltung und zwei ungültigen Stimmen. Özdenefe erklärte nach ihrer Vereidigung, dass ein Parlament vor allem ein Haus der Demokratie wäre. Eine Demokratie zu verteidigen sei die Aufgabe aller Abgeordneten. Das Parlament gehöre keinem Individuum, sondern dem Volk. Dieses Volk werde sowohl seine Demokratie als auch sein Parlament verteidigen. Daran sollte, so Özdenefe, niemand Zweifel hegen. Die 1980 in Lefkoşa geborene Özdenefe schloss ihr Abitur am „Türk Maarif Koleji“ ab und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Großbritannien, das sie 2001 an der Warwick Universität abschloss. Nach dem Studium und dem Referendariat machte sie sich selbstständig und arbeitete in ihrer eigenen Kanzlei in Girne als Rechtsanwältin. Bei den letzten Parlamentswahlen schaffte sie es ebenfalls zum dritten Mal ins Abgeordnetenhaus und spricht fließend Englisch und verfügt über mittelmäßige Deutschkenntnisse. Kemal Bölge

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Am letzten Wochenende fand anlässlich des 30. Jahrestages des Chodchali-Massakers in Berg-Karabach eine internationale Konferenz an der Amerikanischen Universität in Girne statt.

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Los Angeles
Angriff auf türkisches Bistro: Haftstrafen für US-Armenier

Los Angeles – Im Zusammenhang mit dem Angriff auf ein türkisches Restaurant in Los Angeles im November 2020 wurden zwei US-Bürger armenischer Herkunft zu Haftstrafen verurteilt. Der 23-jährige William Stepanyan aus Glendale wurde nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft für den Central District of California zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der zweite Angeklagte,  Harutyun Harry Chalikyan (24), erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die Männer wurden außerdem zu einer Entschädigungszahlung von 21.000 Dollar verurteilt, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Laut Anklageschrift sagte Stepanyan in einer Telefonnachricht am 4. November, dass er plane, „auf Türkenjagd“ zu gehen. Kurz darauf nahmen er und Chalikyan an einer Kundgebung mit anderen armenischen Amerikanern in Glendale teil, die sich auf den Konflikt in Bergkarabach bezog. Im Anschluss an die Kundgebung fuhren die Angeklagten und mindestens neun weitere Personen zu dem Restaurant, das sie auswählten, „weil sie das Restaurant als symbolisch für die Türkei betrachteten und glaubten, dass türkische Personen anwesend sein würden“, so die Staatsanwaltschaft. Dort seien Stepanyan und Chalikyan in das Restaurant gestürmt und griffen Eigentümer und Besucher an. Die beiden Verdächtigen, die während des Angriffs Masken trugen, sollen Stühle nach den Opfern geschleudert haben, während sie abfällige Beleidigungen über Türken riefen. Während des Angriffs hätten einer oder beide Angeklagte „Wir sind gekommen, um euch zu töten! Wir werden euch töten!“, geschrien. Vier der fünf Opfer waren türkischer Abstammung, darunter eine Person, die das Gefühl in den Beinen verlor und aufgrund der Verletzungen mehrfach zusammenbrach, so die Anklageschrift. Der Angriff am 4. November 2020 hatte nach Angaben der Behörden seine Wurzeln in einer „historischen Feindschaft zwischen der Türkei und Armenien“. Die Spannungen zwischen den türkischen und armenischen Gemeinschaften weltweit flammten im September 2020 auf, als die Türkei Aserbaidschan in seinem Grenzkrieg mit Armenien unterstützte. Die armenische Community in Los Angeles ist eine der größten in den USA. Laut BBC lebten im Jahr 2016 200.000 Armenier in Los Angeles.

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Heß: „Der vorzeitige Tod des großen armenischen Friedensaktivisten Georgi Vanyan, der als einer der ganz wenigen Armenier die Realität des Verbrechens von Chodschali anerkannt hatte, ist ein herber Rückschlag für die um Frieden und Aussöhnung zwischen Armeniern und Aserbaidschanern Bemühten gewesen.“

Zum 31. Jahrestag des Massenmords von Chodschali

Ukraine-Konflikt
Hardt: Putin wird scheitern

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Bonn – Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, zeigte sich im phoenix-Interview überzeugt, dass Wladimir Putin mit seinem Angriffskrieg die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union vorangetrieben habe und dass der Kremlchef letztlich auch scheitern werde. „Putin hat, anders als erwartet, die Menschen nicht weggebracht von der Europäischen Union, sondern im Gegenteil, den Wunsch, westlich zu leben, demokratisch zu leben, gerade noch gestärkt. Und das ist sein großer Fehler, seine große Lebenslüge und daran wird Putin am Ende des Tages auch scheitern“, sagte Hardt. Eine „freie und demokratische“ Ukraine habe mittel- und langfristig eine Perspektive, EU-Mitglied zu werden. Trotzdem sei es auch in dieser Situation wichtig, dass die EU die notwendige Sorgfalt beim Beitrittsprozess walten lasse. „Ich glaube nicht, dass wir von den Anforderungen der EU an den Maßstab für die Beitrittsfähigkeit eines Landes Kompromisse machen können“, sagte Hardt. Dennoch sei er überzeugt, dass es schneller gehen könne als in früheren Beitrittsverfahren, die zum Teil Jahrzehnte andauerten. Die EU stelle bereits jetzt viel Geld für die ukrainische Wirtschaft zur Verfügung, und wenn das Land „tatsächlich ein freies und demokratisches bleibt, was wir alle hoffen, dann werden diese Hilfen mit Sicherheit intensiviert werden und die Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine werden enger“, so Hardt. Dafür habe Putin mit seinem Angriff gesorgt. „Eine der großen Erfahrungen Russlands muss ja sein, dass die Menschen in der Ukraine nicht von Moskau aus regiert werden möchten. Das ist eine katastrophale Fehleinschätzung des Kreml gewesen und diese Fehleinschätzung wird sich auf mittlere und lange Sicht für Putin brutal rächen. Ich glaube nicht, dass er das politisch überlebt“, bekräftigte Hardt.

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Die türkische Regierung wird laut Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag in Antalya ein Treffen zwischen den Außenministern Russlands und der Ukraine ausrichten.

Türkei: Russisch-ukrainisches Treffen in Antalya

Ukraine-Konflikt
Türkei: Russisch-ukrainisches Treffen in Antalya

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Ankara – Die türkische Regierung wird laut Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag in Antalya ein Treffen zwischen den Außenministern Russlands und der Ukraine ausrichten. Cavusoglu kündigte am Montag ein Dreiertreffen mit der Ukraine und Russland an, das noch in dieser Woche im Rahmen des Antalya Diplomacy Forum stattfinden soll. Beide Seiten hätten zugestimmt und würden am 10. März in Antalya erwartet, sagte Cavusoglu am Montag. „Auf Initiative von Präsident Erdogan und aufgrund unserer intensiven diplomatischen Bemühungen haben die Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, und der Ukraine, Dmytro Kuleba, beschlossen, sich mit mir am Rande des Antalya-Diplomatie-Forums zu treffen. Ich hoffe, dass dieser Schritt zu Frieden und Stabilität führen wird“, so Cavusoglu während einer Pressekonferenz. Erdogan habe seit Beginn des Krieges „insgesamt 19 Telefonate mit seinen Amtskollegen geführt“. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sakharova, bestätigte am Montag, dass Lawrow und Kuleba „ein Treffen“ in Antalya planen. Das Treffen sei von  Erdogan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei ihrem jüngsten Telefongespräch vereinbart worden. Ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums sagte der Nachrichtenagentur Unian: „Die Möglichkeit eines solchen Treffens wird geprüft.“ Die Türkei sei bereit, so bald wie möglich zu einer friedlichen Lösung der Ukraine-Krise beizutragen, so Erdogan in einer Erklärung. Die Türkei hatte sich im Ukraine-Konflikt immer wieder als Vermittler angeboten.

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– Ukraine-Konflikt – Bericht: USA planen ukrainische Exilregierung in Polen

USA und Verbündete bereiten sich laut einem Bericht der Washington Times im Stillen auf eine ukrainische Exilregierung und einen langen Aufstand vor.

Bericht: USA planen ukrainische Exilregierung in Polen