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Ukraine-Konflikt
Hardt: Putin wird scheitern

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, zeigte sich im phoenix-Interview überzeugt, dass Wladimir Putin mit seinem Angriffskrieg die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union vorangetrieben habe und dass der Kremlchef letztlich auch scheitern werde.

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin (Archivfoto: AA)
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Bonn – Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, zeigte sich im phoenix-Interview überzeugt, dass Wladimir Putin mit seinem Angriffskrieg die Annäherung der Ukraine an die Europäische Union vorangetrieben habe und dass der Kremlchef letztlich auch scheitern werde.

„Putin hat, anders als erwartet, die Menschen nicht weggebracht von der Europäischen Union, sondern im Gegenteil, den Wunsch, westlich zu leben, demokratisch zu leben, gerade noch gestärkt. Und das ist sein großer Fehler, seine große Lebenslüge und daran wird Putin am Ende des Tages auch scheitern“, sagte Hardt.

Eine „freie und demokratische“ Ukraine habe mittel- und langfristig eine Perspektive, EU-Mitglied zu werden. Trotzdem sei es auch in dieser Situation wichtig, dass die EU die notwendige Sorgfalt beim Beitrittsprozess walten lasse. „Ich glaube nicht, dass wir von den Anforderungen der EU an den Maßstab für die Beitrittsfähigkeit eines Landes Kompromisse machen können“, sagte Hardt. Dennoch sei er überzeugt, dass es schneller gehen könne als in früheren Beitrittsverfahren, die zum Teil Jahrzehnte andauerten.

Die EU stelle bereits jetzt viel Geld für die ukrainische Wirtschaft zur Verfügung, und wenn das Land „tatsächlich ein freies und demokratisches bleibt, was wir alle hoffen, dann werden diese Hilfen mit Sicherheit intensiviert werden und die Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine werden enger“, so Hardt. Dafür habe Putin mit seinem Angriff gesorgt.

„Eine der großen Erfahrungen Russlands muss ja sein, dass die Menschen in der Ukraine nicht von Moskau aus regiert werden möchten. Das ist eine katastrophale Fehleinschätzung des Kreml gewesen und diese Fehleinschätzung wird sich auf mittlere und lange Sicht für Putin brutal rächen. Ich glaube nicht, dass er das politisch überlebt“, bekräftigte Hardt.

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