Politik
SÖZ-Chef Hakan Gördü: Ich will meine Prinzipien nicht verraten

Ein Gastbeitrag von Hakan Gördü – SÖZ Partei Persönliche Gedanken: Ich möchte nicht Politiker werden, um jeden Preis. Schon gar nicht, will ich meine Prinzipien für einen Posten am politischen Futtertrog verraten. Ich möchte nicht, dass mir Leute zujubeln weil ich stets die Worte und Postings finde, die ihnen gerade passen, sie aufhetzen und emotionalisieren. Ich möchte keinen Millimeter zurückweichen wenn es um Menschenrechte sowie universelle Werte geht. Ich bin zwar Muslim und Türke sowie Österreicher, aber ich möchte nicht lediglich und ausschließlich Muslime und Türken um jeden Preis in Schutz nehmen. Ich möchte ein Ideal verteidigen, das für alle gilt und von allen verstanden wird und wozu sich bereits westliche Staaten verpflichtet haben. Diese sind zweifelsohne unsere Grundrechte sowie internationale Abkommen. Ich möchte diese Werte auch für alle anderen Minderheiten in Österreich einfordern. Ich unterscheide nicht zwischen Muslimen, Christen, Agnostikern, Buddhisten und Juden, wenn es um Politik geht. Denn auch der Staat hat hier nicht zu unterscheiden und muss jede Gruppe gleich behandeln. Ich möchte nicht die Gunst der Massen gewinnen, wenn diese Massen das offensichtlich Falsche als richtig erachten. Ich möchte sie auch nicht manipulieren, um es zu meinem eigenen Vorteil zu nutzen. Ich möchte auch keine schwierigen Themen auslassen, weil sich einzelne Fanatiker aufregen könnten oder einen Shitstorm lostreten könnten. Ich bin nach wie vor ein Aktivist für Menschenrechte. Die Politik ist tatsächlich nur ein Mittel zum Zweck, bevor ich meine Ideale verliere, opportunistisch werde, irgendwelchen Massen, Regierungen, Parteien oder Sonstigem gefällig werde, lasse ich das Ganze lieber sein und Andere sollen übernehmen. Ich bin sehr froh darüber was wir geschaffen haben. Wir beim SÖZ sind eine tolle Community, ohne jeglichen Neid, Intrigen, Gräbenkämpfen und ähnlichen Hässlichkeiten. Wir sind wie eine große Familie, in der Menschen auf ihre Platzierungen verzichtet haben, nur um anderen den Vorrang zu geben. Wir sind immer füreinander da, versuchen Gutes zu tun und Österreich zu einem besseren Ort zu machen. Ich helfe den Leuten als eine Art Speerspitze, sich frei entfalten zu können. Fernab von den gesellschaftlichen Normen und Peer-Pressure, für sich selbst sprechen zu können. Ihre Meinungen zu formen und dafür einstehen zu können. Und wenn ich noch so unbeliebt werden sollte, weil ich für Frauenrechte eingestanden bin oder für andere Minderheiten, dann ist es eben so. Ich bereue keines meiner Postings und werde stets so weiter machen. Denn ich kann heute in den Spiegel schauen und ich möchte es auch nach meiner Pensionierung tun können. Danke an alle, die mich und das SÖZ seit Jahren unterstützen und stets für uns da sind.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Bei dem rechtsterroristischen Anschlag auf zwei Shisha-Bars in der hessischen Stadt Hanau kamen insgesamt elf Menschen ums Leben. Nun jährt sich der Amoklauf zum zweiten Mal. NEX24 sprach darüber mit dem deutsch-türkischen Politikberater und Autor Yasin Baş.

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Türkei
Erdogan: Türkische Wirtschaft bald in Top-10 der Welt

Antalya – Die Türkei setzt ihren Kurs fort, die nationale Wirtschaft zu einer der zehn größten der Welt zu machen, so der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. „Die Türkei, die in einer Region voller Krisen und Konflikte liegt, setzt ihren Kurs fort, ihr wirtschaftliches Potenzial auszubauen, neue Investitionen anzuziehen, die Produktion zu steigern und die Beschäftigung zu erhöhen“, sagte er am Samstag vor den Teilnehmern der Eröffnungsfeier des Phaselis-Autotunnels in der Provinz Antalya im Süden des Landes via Videoschalte. Erdogan zeigte sich zuversichtlich, die angekündigten Ziele sowohl für den Zeitraum bis 2023 als auch für die Folgejahre zu erreichen. Erdogan:
„Wie wir immer sagen, ist unsere größte Stärke die Einheit, Solidarität und Brüderlichkeit unserer Nation. Wenn wir es niemandem erlauben, dieses Klima der Brüderlichkeit zu stören, uns gemeinsam auf unsere Ziele für 2023 zu konzentrieren und unsere Vision für 2053 zu verwirklichen, gibt es keine Macht, die sich uns in den Weg stellen kann.“
Der türkische Staatschef verwies in seiner Rede auf die Investitionen und Anstrengungen, die in den letzten 20 Jahren in der Türkei für die Entwicklung getätigt wurden:
„Wir verfügen über die Mittel und Fähigkeiten, um in vielen Bereichen mit den entwickelten Ländern, deren Infrastrukturen abgenutzt und verfallen sind und nicht mehr ausreichen, zu konkurrieren und sie sogar zu übertreffen. Wir sind entschlossen, aus diesen Vorteilen das Beste zu machen und unser Land zu einer der zehn größten Volkswirtschaften der Welt zu machen. In dem Bewusstsein, dass es keinen Gewinn ohne Schmerz gibt, sehen wir die Schwierigkeiten, die wir heute ertragen müssen, als den Preis für die große Türkei, die wir in der kommenden Zeit erreichen werden.“
Auch bei einem Treffen mit Abgeordneten der regierenden AKP bekräftigte Erdogan in der vergangenen Woche sein Ziel, die Türkei zu einer der zehn größten Wirtschaften der Welt zu machen: „Die Wirtschaft der Türkei ist, vor allem was die regionale Situation betrifft, mit der ganzen Welt verflochten. Daher betrifft jede Entwicklung, die auf globaler Ebene stattfindet, auch uns“, sagte Erdogan und fügte hinzu: „Natürlich sind hohe Inflationsraten und überhöhte Preise nicht nur unser Problem. Die meisten europäischen Länder befinden sich in einer noch schlimmeren Situation als wir, und selbst in den am weitesten entwickelten Ländern sagen die Verantwortlichen ihren Bürgern, dass ihr Wohlstandsniveau sinken wird. Nichts davon ist jedoch eine Ausrede, die uns von unserer Verantwortung für unser Land entbindet, wenn nicht sogar entbinden kann.“ Erdogan:
„Wir haben Maßnahmen ergriffen, um die Türkei zu einem der führenden Zentren im globalen Produktionssystem zu machen, das mit der Pandemie umstrukturiert wurde. Die Tatsache, dass unsere Industrie, unsere Straßen und unsere Häfen rund um die Uhr arbeiten und dass unsere Exporte weiter steigen und jeden Monat Rekorde brechen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu unseren Zielen sind.“
„Wir haben und werden keinen Schritt von der Entscheidung zurücktreten, die Türkei zu einer der zehn größten Volkswirtschaften der Welt zu machen“, so der türkische Staatschef. Türkische Rüstungsindustrie Bei der Erwähnung der Fortschritte, die die Türkei in der Verteidigungsindustrie gemacht hat, verwies Erdogan auf die Hubschrauber, die am Vortag an die Philippinen geliefert wurden, und betonte:
„Wir sind jetzt in der Lage, Hubschrauber zu exportieren. Wir haben uns in unserem Anti-Terror-Kampf oder bei grenzüberschreitenden Operationen nie vor irgendjemandem verneigt. Wir haben immer nach den Erfordernissen der Interessen der Türkei gehandelt. Und Allah sei Dank, haben wir jede Operation, die wir begonnen haben, mit einem Sieg abgeschlossen. Unsere Produkte der Verteidigungsindustrie, die sich in dieser Zeit bewährt haben, sind zur ersten Wahl auf dem Weltmarkt geworden. Diese Initiative, für die unsere UCAVs zum Symbol geworden sind, hat Hunderte und Tausende von konkreten Ergebnissen.“

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– Rüstung – Spannungen mit Algerien: Marokko kauft türkische Kampfdrohne Bayraktar-TB2

Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der führenden Länder bei der Herstellung von Kampfdrohnen entwickelt. Erfolgreichen Einsätzen in Kriegsgebieten wie Libyen. Syrien oder Aserbaidschan folgend, sind die weltweiten Auftragseingänge in die Höhe geschnellt.

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Afghanistan
Tote Frauen und Kinder nach Raketenangriff aus Pakistan

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Kabul – Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im vergangenen Jahr sind die Spannungen an der Grenze zwischen den Nachbarn gestiegen, da Pakistan militante Gruppen beschuldigt, von afghanischem Boden aus Anschläge zu verüben. Die Taliban bestreiten, pakistanischen Kämpfern Unterschlupf zu gewähren. Bei einem Raketenangriff pakistanischer Streitkräfte am Samstagmorgen wurden in einer ostafghanischen Provinz mindestens fünf Kinder und eine Frau getötet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Offizielle. „Bei pakistanischen Raketenangriffen im Bezirk Shelton in Kunar wurden fünf Kinder und eine Frau getötet und ein Mann verwundet“, sagte der Informationsdirektor der Provinz, Najibullah Hassan Abdaal, gegenüber AFP. Ehsanullah, ein Bewohner des Bezirks Shelton, der wie viele Afghanen nur einen Namen trägt, sagte, der Angriff sei von pakistanischen Militärflugzeugen ausgeführt worden. Er bestätigte die Zahl der Todesopfer. Ein ähnlicher Angriff in der Morgendämmerung wurde auch in der afghanischen Provinz Chost nahe der Grenze verübt, zitiert die AFP einen weiteren afghanischen Regierungsbeamten. „Pakistanische Hubschrauber haben vier Dörfer in der Nähe der Durand-Linie in der Provinz Chost bombardiert“, sagte er unter der Bedingung der Anonymität. „Es wurden nur zivile Häuser angegriffen, und es gab Verletzte“, fügte er hinzu, nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Ein afghanischer Stammesältester aus Chost, Gul Markhan, habe den Vorfall in Chost bestätigt. TOLO News, der führende private Fernsehsender Afghanistans, zeigte Aufnahmen von Häusern, die bei dem Angriff zerstört wurden. „Alle angegriffenen Personen waren unschuldige Zivilisten, die nichts mit den Taliban oder der Regierung zu tun hatten“, sagte Rasool Jan, ein Einwohner von Chost, dem Sender. „Wir wissen nicht, wer unser Feind ist und warum wir angegriffen wurden.“ Hunderte von Zivilisten in Chost strömten am Samstag auf die Straßen und verurteilten Pakistan für die Angriffe. Das afghanische Außenministerium bestellte den pakistanischen Botschafter in Kabul ein, berichtet die AFP weiter. Auch der ehemalige Präsident Afghanistans, Hamid Karzai, verurteilte auf Twitter die Angriffe der pakistanischen Streitkräfte. Er bezeichnete sie als Verletzung der Souveränität Afghanistans, als Verstoß gegen internationale Normen und als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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Aus Sicht der CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler ist eine Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine „absolut notwendig und richtig“.

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Katar
Fußball-WM: So wird auf Deutschland gewettet

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Das weltgrößte Fußballturnier steht vor der Tür und es wird ein vorweihnachtliches Festspiel. Die besten Nationalmannschaften der Welt treffen sich nämlich vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 in Katar. Zum ersten Mal in der Fußballgeschichte wird eine Endrunde im Winter ausgetragen. Bei der Auslosung der Gruppen zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar hat die DFB-Elf von Bundestrainer Hansi Flick die Gruppe E erhalten. Die Nationalmannschaft trifft im ersten Match am 23. November auf den viermaligen Asienmeister Japan. Wie stark Japan eigentlich ist, zeigt die Statistik, denn seit Frankreich 1998 haben die Japaner keine WM verpasst. Auch in Russland 2018 war das Viertelfinale näher als zuerst gedacht, da sie gegen den damals Geheimfavoriten Belgien bis zur siebzigsten Minute 2:0 Vorrang hatten. Die WM Dauergäste bewiesen, dass das Potenzial für die eine oder andere Überraschung vorhanden ist. Zwar verlief die Qualifikation für die WM für Japan nicht ganz hindernisfrei, die Niederlagen gegen Oman und in Saudi-Arabien waren doch etwas unerwartet. Obwohl das Team spielerisch etwas schwächer als vor vier Jahren erscheint, reichte es am Ende trotzdem. Auch Bundestrainer Flick zeigt sich reserviert, denn unterschätzt darf Japan auf keinen Fall werden. Sein Team muss sich bis zum Ende durchsetzen. Das Wetten auf die Platzierungen in den Gruppen der Fußball-WM 2022 zählt eine Unmenge an Möglichkeiten. Neben den klassischen 3-Weg-Wetten (Tipp 1/X/2) fallen zum Beispiel die beliebten Über- und Unter-Wetten, Handicap-Wetten oder exakte Ergebniswetten. Außerdem wird welcher Spieler das nächste Tor erzielt, ob das nächste Tor via Schuss, Kopfball, Freistoß oder Elfmeter erzielt wird angeboten. Sogar auf die Anzahl der Gelben Karten, Eckbälle oder der Tore in der jeweiligen Halbzeit oder Langzeitwetten wie Wetten auf den WM 2022 Torschützenkönig oder besten Spieler der WM 2022 kann getippt werden. Besonders großzügige Buchmacher stellen ihren Kunden eine Gratiswette bereit, die sich für einen Tipp auf Deutschland als Weltmeister als besonders lukrativ erweisen könnte. Im Moment gilt die DFB als eine der Topfavoriten mit einer Durchschnittsquote von 10 bis 12. Nächster Halt für die Nationalmannschaft ist gegen den 2010 Weltmeister Spanien am 27. November im Al-Bayt Stadium. Obwohl neuerdings spekuliert wird, dass die Glanzzeiten aus den Jahren 2008 bis 2012 vorbei sind, präsentiert sich die Furia Roja neben den erfahrenen Spielern wie Sergio Busquets oder Koke mit einer bedeutenden Anzahl an aufstrebenden Superstars. Top-Spieler Pedri, Rodri oder Ferran Torres werden auf den Bänken ungeduldig auf ihren Einsatz warten. Allesamt ein Spaziergang für Deutschland wird es mit Sicherheit nicht, denn die spanische Nationalmannschaft gilt trotz allem als Topfavorit der Fußball WM 2022. Der dritte deutsche Gegner zum Vorrundenabschluss wird entweder Costa Rica oder Neuseeland. Jedoch erst am 13. oder 14. Juni wird bestimmt, wer in die Gruppe E hinzukommt. Die Mannschaft aus Mittelamerika gilt als Favorit, denn Costa Rica scheiterte nur spärlich an der direkten Qualifikation gegen die USA. In Begegnungen dieser Art, wenn einer der größeren Favoriten auf einen Außenseiter trifft, sind Über- und Unter-Wetten sehr gelegen. Hier sind viele Tore für den Favoriten ziemlich wahrscheinlich. Neuseeland gewann zwar die Ozeanien-Qualifikation, was jedoch zu erwarten war. Die Gegner hießen nämlich Fidschi, Neukaledonien, Salomonen, Papua-Neuguinea und Tahiti. Schlussendlich sollte die Nationalelf wie gehofft die Gruppe überstehen, wird es richtig dramatisch. Im Achtelfinale könnten Belgien oder Kroatien warten, im Viertelfinale wiederum bekommt es die Mannschaft möglicherweise mit Brasilien zu tun. Zunächst zählt jedoch nur eines und zwar sich in der Vorrunde zu behaupten. Somit wäre schließlich schon mehr erzielt als beim Turnier vor vier Jahren.

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Der türkische Ringer Riza Kayaalp ist auf dem besten Weg, den Rekord des Sowjet-Russen Alexander Karelin von 12 EM-Goldmedaillen zu brechen.

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"Vereinte Patrioten"
Terrorverdächtiger wohnt unauffällig in Falkensee

Berlin – Sven Georg B., der gestern als einer der Rädelsführer einer Gruppe festgenommen wurde, lebt in Falkensee bei Berlin. Die Gruppe nannte sich in einem Telegram-Chat „Vereinte Patrioten“. Nach Informationen von rbb24 Recherche wohnt er in Falkensee unauffällig in einem Siedlungsgebiet. B. arbeitet als Berater und Dozent im Finanzbereich. Ende der 1980er Jahre hatte er Pädagogik studiert, danach – so geht aus seiner Biografie hervor – hat er mehre Ausbildungen im Finanzbereich absolviert. Seit 2017 gehört ihm laut Creditreform gemeinsam mit seiner Frau eine Firma in Falkensee. B., so die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, wird nach den aktuellen Ermittlungen der Reichsbürgerszene zugeordnet. Bei der Durchsuchung seines Wohnhauses fanden die Ermittler unter anderem eine SS-Uniform sowie ein Sturmgewehr vom Typ „Kalaschnikow“. Der 54-jährige Mann habe die Organisation der Gruppe in besonderer Weise vorangetrieben, sagte ein Staatsanwalt. B. habe nicht nur im Netz, sondern auch durch persönliche Treffen den Austausch und die Zielsetzung der Gruppe in besonderer Weise bestimmt. Außerdem soll er zur Geldbeschaffung beigetragen haben. Ziel der Gruppe sei es gewesen, nach einem durch sie herbeigeführten Systemsturz eine „verfassunggebende Versammlung“ in Berlin mit 761 Mitgliedern einzuberufen, die Deutschland eine neue Ordnung geben sollte. Sven Georg B. wird heute noch dem Haftrichter am Amtsgericht Koblenz vorgeführt.

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Yücel: „Die türkische Regierung hat gute Gründe, bei der gemeinsamen nationalen und internationalen Terrorismusprävention sowie Terrorismusbekämpfung mit Deutschland, Berlin kein Bewegungsspielraum mehr im eigenen Land zu bieten.“

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Ukraine-Krieg
CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler: Lieferung schwerer Waffen absolut notwendig und richtig

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Berlin – Aus Sicht der CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler ist eine Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine „absolut notwendig und richtig“. Güler sagte der „Heilbronner Stimme„:
„Zu Beginn des Krieges bestand nahezu Einigkeit, nur defensive Waffen zu liefern. Aber die Ukraine wird brutal von einem Aggressor angegriffen, agiert pausenlos aus der Defensive heraus – deshalb ist auch alles, was wir gerade an Waffen liefern, defensiver Natur.“
Güler betonte: „Niemand sollte heute müde werden, deutlich zu machen, dass wir auf der Seite der Ukraine stehen. Deshalb sollten wir auch bereit sein, die Ukraine mit schweren Waffen zu unterstützen.“ Mit Blick auf die Bundeswehr sagte Güler: „Wir haben uns viel zu lange eingeredet, dass die Bedrohungslagen überschaubar und gut kalkulierbar sind, und das hat sicher mit dazu geführt, dass wir die Bundeswehr nicht in dem Maße ausgestattet haben, wie es eigentlich notwendig gewesen wäre.“ Sie mahnt: „Es muss nun allerdings nicht nur ein Umdenken geben was die Ausrüstung der Bundeswehr betrifft, sondern auch ein gesellschaftliches Umdenken, was den Stellenwert der Bundeswehr und unsere Wertschätzung betrifft. Die Ausstattung der Bundeswehr muss künftig widerspiegeln, was ihr Kernauftrag ist: Die Landes- und Bündnisverteidigung. Es reicht nicht mehr, nur einzelne Einsatzkontingente auszustatten.“

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Aufgrund ihrer freundschaftlichen Beziehungen sowohl zu Russland als auch zur Ukraine befindet sich die Türkei in einer einzigartigen Position und wurde für ihre Bemühungen um eine Beendigung des Krieges weithin gelobt.

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Gastbeitrag
Terrorismusbekämpfung: Türkei sollte Zusammenarbeit mit Deutschland überdenken

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die türkische Regierung hat gute Gründe, bei der gemeinsamen nationalen und internationalen Terrorismusprävention sowie Terrorismusbekämpfung mit Deutschland, Berlin kein Bewegungsspielraum mehr im eigenen Land zu bieten. Ein türkischer Staatsbürger soll in Deutschland Anhänger der Gülen-Bewegung (FETÖ) und der völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK ausgespäht haben, berichtet die DPA unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft. Die Anklage wirft dem Mann vor, für türkische Nachrichtendienste gearbeitet zu haben. Der Prozess gegen den Türken soll am Oberlandesgericht Düsseldorf stattfinden. Die Ermittlungen hätten bislang ergeben, dass der Mann für türkische Nachrichtendienste Informationen zu drei deutschen Staatsangehörigen übermittelt habe. Über weitere drei Personen habe der Mann demzufolge Informationen gesammelt. Die PKK wird von der Bundesregierung und damit von der Bundesanwaltschaft als Terrorvereinigung eingestuft. Die FETÖ hingegen nicht. Bis auf diese Tatsache, dass die Bundesregierung wie auch europäische Staaten die PKK als Terrororganisation eingestuft haben, gibt es keine weitere Gemeinsamkeit bei der Prävention und Bekämpfung der Terrororganisation PKK. Dafür dürfen sich deutsche Nachrichtendienste über den Informationsfluss türkischer Nachrichtendienste und Sicherheitskreise zu „islamistischen“ Terrororganisationen freuen. Schließlich ist die Türkei nahe am Schmelztiegel zahlreicher Konfliktherde, gewährt höchstwahrscheinlich auch deutschen Nachrichtendiensten, den Dienst fürs Vaterland innerhalb türkischer Grenzen zu verrichten. Diese Informationen aus der Türkei dienen dann deutschen Sicherheitskreisen als Basis, die Ermittlungen gegen Personen in Deutschland zu vertiefen und bei erhärtetem Verdacht in Gewahrsam zu nehmen oder in Rechenschaft zu ziehen. In Deutschland hat sich aber in der Politik wie Gesellschaft die Unsitte etabliert, zwischen Terroristen und Separatisten Unterschiede auszumachen. Es gibt demnach Terroristen und Separatisten, die gut sind, weil sie ihre Rechte verteidigen und schlechte, die ihr Recht ergreifen. Sprich, es gibt Separatisten in der Ukraine, die entgegen dem Völkerrecht zwei Volksrepubliken ausgerufen haben, die dann auch von Russland anerkannt wurde; das sind schlechte Separatisten, ganz schlimme Burschen, die bekämpft gehören, ja sogar mit schweren deutschen Waffen. Und es gibt Separatisten in Nordsyrien, die entgegen dem Völkerrecht Autonomie ausgerufen haben, die von keinem Land der Welt anerkannt sind, aber Stellvertreter in europäische Hauptstädte entsenden oder Vertreter von „Verbündeten“ selbst empfangen können, um nach Waffen zu betteln, was sie auch teils erhalten. Ja sogar Politbüros dürfen diese „guten“ Separatisten in diesen „Verbündeten“ Staaten betreiben. Ganz offiziell, versteht sich. Hingegen werden seit Jahren Personen, die ihre Pflicht als türkischer Staatsbürger wahrnehmen oder gar für türkische Nachrichtendienste arbeiten, im flagranti erwischt und in medialer Begleitung vor Gericht gezerrt. Nicht einmal mehr Wahlempfehlungen will man aus der Türkei dulden, droht imaginären symbolhaften Fabeltieren – sogenannte Graue Wölfe – mit Verbot und will die Vielfalt innerhalb der Türken in eine mausgraue Einfalt zurechtstutzen. Terrorismusbekämpfung: Türkei sollte Zusammenarbeit mit Deutschland überdenken Aber zurück zur nationalen und internationalen Terrorismusprävention und Terrorismusbekämpfung. Wenn man diese deutsche Eigenart vor Augen hält, wäre es in etwa so, wie wenn die türkischen Sicherheitskreise einen deutschen Staatsbürger festnehmen, der Informationen zu Personen und Kreisen innerhalb des Spektrums des IS (Islamischer Staat) sammelt und diese an deutsche Nachrichtendienste weitergibt. Schon allein die Tatsache, dass ein mutmaßlicher türkischer „Spion“ in Deutschland festgenommen und öffentlichkeitswirksam vor Gericht gezerrt wird, spricht Bände. Es geht ja schließlich nicht darum, dass der Mann Personen observiert hat, die in Zusammenhang mit Terrororganisationen stehen. Es geht nur darum, dass er über „deutsche Staatsbürger“ Informationen gesammelt und weitergereicht hat. Das wirft die Frage auf, ob Deutschland generell keinerlei Aktivitäten ausländischer Nachrichtendienste zulässt, was ja abwegig erscheint. Schließlich haben „befreundete“ Staaten nicht nur ihre Lauscherchen nach Berlin ausgerichtet, sondern sind auch personell überaus aktiv im Bundesgebiet tätig. Dann aber kommen wir unweigerlich zur nächsten logischen Schlussfolgerung: dass der Mann weder offiziell noch inoffiziell für türkische Nachrichtendienste tätig war. Vielmehr aus eigenem Antrieb heraus seinen Pflichten als Staatsbürger nachkam, und sogar weit darüber hinaus ging – solche Fälle soll es ja auch geben! Was die Ermittlungsergebnisse letztendlich ergeben, werden wir spätestens mit dem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf erfahren. Schon einmal endete so eine mediale vorgelebte Jurisprudenz in einem mageren Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz. Der Prozess gegen drei türkische Angeklagte wurde gegen Geldauflagen und Weisungen vorläufig eingestellt. Offensichtlich reichte es doch nicht, die Männer wegen Spionage medial vorzuführen. Ging es da eigentlich nur darum, die türkische Regierung in Misskredit zu bringen? Deren Interessen zu beschneiden? Die türkische Regierung lebt derzeit eine selbstbewusste Außenpolitik, zu der auch ein klarer Ton gehört. Dazu gehört, dass man die Zusammenarbeit mit solchen „Verbündeten“ überdenkt, die nicht dieselben Ziele verfolgen oder von gemeinsamer Arbeit nicht viel halten und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Dann muss Ankara aber klar und deutlich sagen, dass man in der Prävention oder Bekämpfung von Terrorismus die Informationen für sich selbst behält. Und, Spionage deutscher Nachrichtendienste in der Türkei nicht dulden wird, die selbst Spionage türkischer Nachrichtendienste verhindern. Schließlich ist das, was mit diesem Prozess in Düsseldorf angestoßen wird, nicht nur ein Akt der Unfreundlichkeit gegen die Türkei, sondern ein deutliches Signal an Ankara, sich von Deutschland fernzuhalten. Die Türkei muss entsprechend konsequent klarstellen, was sie ihrerseits nicht dulden wird: Spionage auf türkischen Boden. Es ist ein Schritt, der zumindest nachvollziehbar ist. Rücksicht auf Einwände aus Ankara wurden ja in Berlin bislang auch kaum genommen, weshalb dieser Schritt längst fällig ist.
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Türkei
Türkische Marine startet Militärübung Mavi Vatan 2022

Izmir – Mit 12.000 Soldaten begann am vergangenen Montag die türkische Marine das alljährlich durchgeführte Seemanöver „Mavi Vatan 2022“, dass parallel im Schwarzen Meer, Ägäischen Meer (Adalar Denizi) und Mittelmeer stattfindet und noch bis zum 21. April fortgesetzt wird. Wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte, nehmen an dem Manöver insgesamt 122 Schiffe, 41 Luftelemente, amphibische Marineeinheiten, Angriffsteams, SAT- und SAS-Spezialkräfte (Kampftaucher-Einheiten der türkischen Marine), Küsten-Einheiten, Teams aus anderen Waffengattungen, das Oberkommando der Gendarmerie, die Küstenwache sowie öffentliche Institutionen und Organisationen teil. Hightech-Drohne Aksungur trifft bei Manöver Objekt zielgenau Bei dem Militärmanöver wurde zum ersten Mal die Kampfdrohne Aksungur des türkischen Luft- und Raumfahrtkonzerns TUSAŞ eingesetzt, die sich im Bestand der türkischen Marine befindet. Ihre Feuerkraft konnte die Aksungur-Drohne unter Beweis stellen, als sie bei einer Übung mit der präzisionsgelenkten Fliegerbombe MAM-L mit Laserleitsystem das anvisierte Objekt über Wasser im östlichen Mittelmeer mit großer Zielgenauigkeit traf. Die TUSAŞ-Drohne kann zu Patrouilleneinsätzen, als Angriffsdrohne, aber auch für nachrichtendienstliche Zwecke eingesetzt werden. Sie besitzt eine Spannweite von 24 Metern und wiegt mit Nutzlast 3,3 Tonnen, wobei die Drohne 750 kg Gewicht transportieren kann. Vor zwei Jahren flog die Allzweck-Drohne bewaffnet mit 12 präzisionsgelenkten Fliegerbomben des Typs MAM-L von Roketsan 28 Stunden in der Luft. 60 Flugstunden bei Einsatz zur Brandbekämpfung Angetrieben wird die zweimotorige Drohne mit einem PD 170 Diesel-Motor. Die maximale Flughöhe beträgt 40.000 Feet, also 12.192 Meter. Was diese Hightech-Drohne noch auszeichnet: Der Operationsradius beträgt 6.500 km, bei dem Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben sowie Angriffe gegen feindliche Ziele geflogen werden können. Als am 13. Juli 2021 ein Waldbrand in der Region Adana ausbrach, wurde die Aksungur für Aufklärungszwecke eingesetzt und lieferte den Einsatzkräften wichtige Informationen zur Brandbekämpfung. Bei diesem Spezialeinsatz stellte die Aksungur mit 60 Flugstunden einen neuen Rekord auf. Kemal Bölge

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Die ersten Kampfhubschrauber aus türkischer Produktion wurden am Mittwoch offiziell an die philippinische Luftwaffe (PAF) ausgeliefert.

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Nordirak
Türkischer Geheimdienst nimmt PKK-Terroristen fest

Ankara – Den türkischen Sicherheitsbehörden ist ein weiterer Schlag gegen die Terrororganisation PKK gelungen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, hat der türkische Geheimdienst MIT das mutmaßliche PKK-Mitglied Abdulkerim Yilmaz im Nordirak festgenommen und in die Türkei gebracht. Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung Gegen Yılmaz lag ein Haftbefehl vor, weil der Extremist 2015 als Kollaborateur der PKK/KCK vier Mitglieder der Terrororganisation mit seinem Fahrzeug von der Ortschaft Derecik nach Şemdinli gefahren haben soll. Daraufhin hatten die türkischen Strafverfolgungsbehörden einen Haftbefehl erlassen, da Yılmaz „wissentlich und vorsätzlich“ die Extremistenorganisation unterstützt habe. Flüchtete 2015 in den Nordirak, um seiner Festnahme zu entgehen Um seiner Festnahme zu entgehen, floh er 2015 in den Nordirak und lebte dort im Untergrund. Medienberichten zufolge soll der türkische Nachrichtendienst den Terroristen überzeugt haben, sich zu ergeben. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht. Kemal Bölge

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– Oberverwaltungsgericht – Lüneburg: Ausbürgerung wegen PKK-Mitgliedschaft

Wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung nahm die zuständige Behörde in Niedersachsen 2019 eine im Jahr 2014 vollzogene Einbürgerung eines Mannes zurück. Gegen die Rücknahme der Einbürgerung erhob der Mann Klage.

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Investment
Aktienkauf – Immer auf den Wettbewerb achten

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Es gibt viele beliebte Faktoren, die Anleger vor dem Kauf von Aktien analysieren, um zu entscheiden ob sich das Investment lohnt. Dazu gehören zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), die Dividendenrendite oder das Ergebnis per Aktie. Aber man sollte beim Aktienkauf auch immer einen Blick auf den Wettbewerb werfen. Denn oft lässt sich daran erkennen, wie gut oder schlecht es einer Branche geht. Zudem kann man innerhalb des Marktes sehen, wie sich der Gewinn in Zukunft entwickeln wird. Deswegen ist es wichtig, vor jedem Kauf sich die Konkurrenz ebenfalls gut anzuschauen, damit man auch die richtige Entscheidung trifft. Beim Aktienkauf gibt der Wettbewerb Auskunft vom Markt Die direkte Konkurrenz in einer Branche zeigt einem, wo der Markt gerade steht. Erzielen die Firmen gute Gewinne oder verlieren sie noch immer Geld während der Phase des Wachstums? Das sind wichtige Fragen, die einem bei der Entscheidung helfen können. So ist es nicht unüblich, dass auf vielen Zukunftsmärkten so ziemlich alle Unternehmen eine lange Zeit Geld verbrennen. Gibt es jedoch Konkurrenz, die bereits Gewinn erzielt, während andere Mitbewerber noch immer Kapital verlieren, dann gilt es sich diesen Faktor ganz besonders gut anzuschauen, denn es könnte sich um ein strukturelles Problem bei der Firma handeln, in die man investieren möchte. Sollte es keinen guten Grund geben, weshalb der ausgewählte Wert Geld verliert, obwohl Wettbewerber Geld verdienen, dann könnte auch dies ein Warnsignal sein. Auf etablierten Märkten hingegen sollte man die Gewinne mit der Konkurrenz vergleichen. Oft gibt es Unternehmen, die über Jahrzehnte Gewinne erzielen und Dividenden ausschütten. Diese sind als Dividenden-Aristokraten bekannt und bestehen in der Regel aus ganz besonders stabilen Werten. Eine Benchmark-Analyse kann dann Auskunft darüber geben, welche Aktie das beste langfristige Investment bietet. Oft kann nur ein Unternehmen erfolgreich sein Viele Branchen zeichnen sich dadurch aus, dass nur ein oder wenige Unternehmen am Ende erfolgreich sein werden. Die Herausforderung besteht nämlich daraus, die richtige Aktie zu finden, die den Kampf am besten übersteht. Der First-Mover hat hierbei natürlich immer einen großen Vorteil, aber es kommt auch oft vor, dass dieser am Ende nicht die Oberhand hat. Ist der ausgewählte Wert dann also der sogenannte First-Mover, kann er als Erster die größten Gewinne erzielen, während die Mitbewerber fast leer ausgehen. Das konnte man besonders gut beim Rennen um die ersten Corona-Impfungen beobachten. Pfizer/Biontech und Moderna waren die Ersten mit einer Impfung und konnten beide fast 20 Mrd. USD Dollar Umsatz in 2021 erzielen, während die Konkurrenz nur Bruchteile davon erreichte. Man sollte also auf das Unternehmen setzen, dass die besten Chancen hat, die Konkurrenz zu schlagen. Besonders bei neuen Märkten, bei denen sich der Marktanteil schneller aufteilt, dann aber nur schwer zu ändern ist, gilt extra Vorsicht. So konnte nicht mal Google mit seinem Google+ Dienst den bereits etablierten Konkurrenten Facebook jemals in Bedrängnis bringen. Auf mehrere Wettbewerber gleichzeitig setzen Deswegen kann es auch eine gute Strategie sein, auf die erfolgreichsten Wettbewerber zu setzen, um so das Risiko zu streuen. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Pferderennen, denn eins davon wird natürlich als Erster das Ziel erreichen. Anders als beim Rennen kann man jedoch trotz der Verluste auf die Verlierer allein mit dem Gewinner immer noch die gewünschte Rendite erzielen. Ganz ähnlich erzielen sogenannte Business-Angel und Venture-Capitalists ihre Gewinne, obwohl die meisten Investments es nicht zum Erfolg schaffen. Dabei gehen Schätzungen davon aus, dass bis zu 75% der Start-Ups Bankrott gehen, trotz der Kapitalspritze durch den Risikokapitalgeber. Die restlichen 25% fangen die Verluste jedoch wieder auf und haben schon so manchen Investor reich gemacht. So konnte sich Peter Thiel als erster Risiko-Investor für 500.000 USD insgesamt 10,2% von Facebook sichern und später für rund 400 Mio. USD verkaufen. Hätte er die Aktien noch länger gehalten, wären es mehrere Milliarden geworden. Ähnlich erfolgreich konnte Spotify sich damals mit dem Geldgeber Northzone als größtem Investor finanzieren. Aufgrund der damals prächtigen Entwicklung von Spotify konnte man sich damit viel Geld sichern. Auf BrokerDeal kann man sich dazu auch die aktuelle Analyse der Spotify Aktie ansehen. Fazit: Aktienkauf & Wettbewerbsanalyse sind eng verknüpft Ob fest etablierte Unternehmen in alten Branchen oder neue Aufsteiger in Zukunftsmärkten, in jedem Fall sollte man sich den Wettbewerb gut anschauen. Oft kann man daran erkennen, wie gut es einer Branche geht und wie die Erwartungen in Zukunft sind. Das hilft dabei, die richtige Entscheidung beim Investieren zu treffen. Oft ist es auch so, dass auf dem Markt nur eine gewisse Anzahl von Mitbewerbern erfolgreich sein kann. Dann sollte man besonders vorsichtig sein und mithilfe von Benchmark- und Wettbewerbs-Analysen die Konkurrenz untersuchen. Anschließend kann man auf eins oder mehrere Unternehmen in einer Branche setzen, um das Risiko zu streuen. Deswegen gilt beim Aktienkauf auch immer, auf den Wettbewerb zu achten.
Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlung für bestimmte Aktien. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

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Bundeskanzler Olaf Scholz ist am Montag zu seinem ersten offiziellen Besuch seit seinem Amtsantritt in der Türkei eingetroffen.

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